Beiträge von ScuBac

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    ScuBac : die fußballerischen Fähigkeiten sind egal


    Habt ihr ihn schon vermessen? Kommt er überhaupt in Frage?

    Infos: Infoseite "Playing Down" | BFV

    Dort ist auch eine Excel Datei zur Berechnung des "biologischen Alters"

    Schon klar, aber wenn es ein technisch überragender Spieler wäre, sollte er nicht jüngere "herspielen", nur, weil er klein ist.

    M.E. sollte sowas nur eingesetzt werden, wenn es dem Kind was bringt. Nicht, um die Mannschaft stärker zu machen.


    Das wollte ich damit ausdrücken.



    Gemessen ist er. Selbst bei 3 cm Messfehler würde er noch darunter fallen.

    Mind. 260km Autofahrt wäre nun der nächste Schritt. Was die Eltern eher abschreckt.

    Daher die Frage nach evtl. bekannten Alternativen.

    Hat jemand Erfahrung mit Anträgen auf Zurückstellung?


    Wir haben z.B. einen Neueinsteiger, der körperlich definitiv weit zurückliegt und fußballerisch im Moment die ersten Schritte macht.

    Er müsste nun eigentlich in die C.


    Also ein Kind, das genau die Zielgruppe für Playing Down ist.


    Leider sind die aktuell gelisteten Ärzte/Physios alle über 130 bis 300 Kilometer einfach von uns entfernt.

    Man müsste pro Saison außerdem zwei mal da hin.



    Hattet ihr mit der Entfernung mehr Glück?

    Gab es eine Möglichkeit, einen Arzt vor Ort aufzusuchen?

    Die Messung an sich dürfte grundsätzlich jeder hinbekommen

    Die Aufstellung sollte sich doch immer nach den vorhanden Spielern richten: Wer kann was?

    Spieler in ein System zu zwingen, halte ich nicht für richtig.

    Ich denke da an die EM 2004, was wurde da über Rehagel gelästert, als er mit einem antiquierten Libero Dellas spielen ließ.

    Das Ergebnis hat wohl fast Alle überrascht.

    Vielleicht habe ich es auch missverstanden.

    In einer E-Jugend die Spieler nur nach ihrer vermeintlichen Eignung auf bestimmte Positionen in einem dafür ausgerichtetem System einzusetzen halte ich für falsch.


    Im Gegensatz zu Rehagels Nationalmannschaft geht es in der E-Jugend in erster Linie um Ausbildung und Entwicklung der Kinder, nicht um eine Europameisterschaft.

    Wir sprechen mögliche Sponsoren immer direkt an.


    Normalerweise erfolgt der Erstkontakt über denjenigen, der den Kontakt hat, z.B. Trainer oder Elternteil. Danach versuchen wir zentral die Gespräche zu führen oder zumindest von der Abteilungs- oder Jugendleitung bzw. dem Vorstand zu begleiten.


    Je nachdem, worum es geht, gibt's entsprechende Werbemöglichkeiten. Z.B. Trikots oder Torabhöhenreduzierungen sind dann entsprechend bedruckt.


    Für Ausstattung (z.B. aktuell neue Präsentationsjacken für alle Jugenden) "verkaufen" wir entsprechende Werbeflächen auf den Jacken und/oder Werbebanner auf Homepage + Anzeigen im Vereinsheft gegen pauschale Beträge im Paket.


    Kontakt zu Unterstützern hält einer der Vorstände direkt.


    Jeder Sponsor erhält z.B. auch eine Einladung zu einem Spiel der 1.Herren inkl. Freigetränk und Bratwurst. Ist ja eher eine Geste und Kostet den Verein praktisch nix.

    Um auf die Ausgangsfrage nochmal mit meinem Eindruck zu antworten:


    Es ist kein Wunderding, aber es legt den Fokus stärker auf die Ballbehandlung, Beidfüßigkeit und das offensive 1:1 als manch Trainer es ansonsten in einer F oder E-Jugend vielleicht legen würde.


    Gerade bei Neulingen merke ich durch die vielen Ballkontakte relativ schnell gute technische Verbesserungen als Grundlage für alles weitere.



    Schau mal da

    Ich befürchte eine überwiegende Menge Meldungen Stärke 3.


    Älter, jünger oder gemischt bekommen die meisten hier noch geregelt. Der Rest ist regelmäßig "Mittel"...

    Und mittel bedeutet bei uns im Kreis ab der D unterste Liga... Zumindest ist da aktuell der überwiegende Teil der Mannschaften verortet

    ich wäre beim gemischten Jahrgang auch eher bei 1,5, da die älteren Spieler häufig mehr Einfluß auf das Spiel haben, als jüngere.

    Dein berechtigtes Argument der Gewichtung könnte man also erklären.


    Das Schema ist für mich auch im Fußballsinn logisch, weil die D1 höher einzustufen ist als die D2.


    Bei dem Blick auf die regionale Nähe wäre ich auch eher bereit 30 km zu fahren, als regelmäßig 7:0 oder 0:7 zu spielen.

    Dass ich dabei eher in der Minderheit bin, weiß ich.

    ScuBac: "Konsequenz" ->wenn es sein muss, beides.

    Wobei man nicht zwingend eine Funktion haben muss, um Verantwortung zu übernehmen und etwas zu verändern. Genauso wenig wie man eine Binde braucht, um eine Mannschaft auf dem Platz anführen zu können :-).

    Im Verein hab ich relativ viel übernommen, weil es meiner Meinung nach viel zu verbessern gab und weiterhin gibt.


    Habe sowohl davor, als auch danach Mitstreiter gefunden um Dinge anzupacken.


    Da bin ich Team "Change it"!




    Beim Verband bin ich raus... da genügt mir die jährliche Jugendleitersitzung um festzustellen, dass es verhältnismäßig hoffnungslos ist. Dann somit Team "ertrag it"...

    Wir hatten einige Jahre lang eine Fußballschule direkt auf dem Vereinsgelände als zusätzliches Angebot.

    Kosten für die Eltern: 100€ für 12 Wochen mit je 1 Einheit am Montag.

    Immer in Gruppen von 8-10 ähnlich alten Kindern.


    Es war auf individuelle technische und koordinative Verbesserung ausgerichtet.

    Insbesondere Coerver-Themen standen im Fokus.

    Das ganze immer 1x im Frühjahr und 1x im Herbst.



    Qualität war okay, die Kinder hatten zusätzliche Ballkontakte und viele zusätzliche Impulse. Auch die Ansprache war gut.

    Hat allerdings, soweit ich es beurteilen konnte, nicht aufeinander aufgebaut, was man als Nachteil werten kann.



    Nachdem es am Ort war, waren da auch überwiegend Kinder aus dem Ort.

    Mehr als 10km ist niemand gefahren.


    Wenn ich meine Jungs anschaue, wüsste ich nicht, was ich in den vielen Stunden Fahrzeit im Auto jede Woche mit den Kindern besprechen sollte. Wie überbrückt ihr die Fahrzeit zur Fußballschule und zurück?

    Wo sollten auch die Impulse für Wandel her kommen?

    Von Leuten, die sich zutrauen, was zu verändern :)


    Aktuell wird bei uns von Verbandsseite versucht, einen losen Spielbetrieb für Erwachsene ohne feste Mannschaften einzuführen. Ohne feste Anzahl an Spielern, ohne Passzwang etc.

    Vielleicht gelingt es über den Hebel "weniger Verbindlichkeit " Spielerinnen und Spieler aktiv zu halten, die in der Folge dem Fußball erhalten bleiben und irgendwann im regulären Spielbetrieb landen.


    Für Jugendliche gibt es das playing down-Programm für spätentwickelte Kinder in junger B und junger C. Vielen bleibt dadurch ein potentielles Drop-out-Kind länger beim Fußball.


    Nur als Beispiele.


    Dauert halt, bis man weiß, ob eine Veränderung wirklich wirkt.



    Aber grundsätzlich hast du absolut Recht. Eine Veränderung ist meist nur schleppend möglich, weil viele keine Veränderung wollen.


    Und wenn in 15 Jahren ein Nationaltorwart in einem wichtigen Spiel einen Patzer macht, wird jemand aufstehen und erklären, dass das Spiel ohne Torhüter in G und F dafür ursächlich ist, dass Deutschland keine Torhüter mehr hat ;) .

    Wenn dein Sohn bei diesen Trainern nicht spielen möchte, ist es absolut richtig zu wechseln.


    Was das nun mit der Anzahl der Trainer zu tun hat, oder mit der Anzahl der Trainerkinder, ist mir trotzdem ein Rätsel.


    Wird sich wahrscheinlich auch nicht mehr auflösen. Muss auch nicht.

    Ja genau! Vielleicht fehlt mir da einfach die Vorstellungskraft..., da in einem Amt stehen zu müssen.

    Ich gucke auch gerne bei Spielen zu, muss da aber nix zu sagen.

    Warum ich das so negativ sehe?

    Gute Frage...

    Vielleicht kannst du mir sagen, was positiv an dieser großen Traineranzahl sein soll?

    Wenn einer nicht kann, steht nicht einer alleine mit x Kindern da. Wäre so, wenn sie z.B. nur zu zweit wären.


    Wenn man im Training in kleinere Gruppen aufteilet (was z.B. sehr sinnvoll ist), können trotzdem noch einzelne Kinder herausgenommen und individuell gecoacht werden, ohne, dass die Betreuung der anderen Gruppen leidet.


    Während zwei Trainer die Übungen leiten, kann einer individuell coachen und einer bereits die nächste Übung vorbereiten/aufbauen (falls erforderlich)


    Es muss sich nicht immer der gleiche Trainer die Übungen überlegen/planen - spart am Ende allen Trainern in der Vorbereitung Zeit.

    Langsam verstehe ich dein Problem. Allerdings sehe ich eher, dass du da viel hinein interpretierst. Wenn es so ist, wie du es beschreibst, dann passt doch alles.

    Einzig deine Mutmaßungen über die Motive der Trainer sind negativ. Gibt es Gründe, warum du es so negativ sieht?


    Vielleicht machen die Väter es einfach, weil es ihnen einfach Spaß macht mit den Kindern auf dem Platz zu stehen und es ihr Hobby ist?

    Aus einer A-Jugend mit 22 Spielern sind nach jetzt 2 Saisons bei den Herren nur noch 5 wirklich aktive Fußballer. Dann noch 2 Jungs, die bei der 2. mitspielen, wenn sie am Wochenende zufällig in der Heimat sind...

    Stellt sich vieleicht auch die Frage wieviel der 22 noch woanders kicken. Wenn da noch 5 bei anderen Vereinen spielt, ist das ja zumindest die Hälfte der A-Jugend die noch spielt. Ich glaub das wär gar keine schlechte Quote. Hilft euch natürlich erstmal nicht weiter aber grundsätzlich ist es ja erstmal gut, wenn weiterhin Fußball gespielt wird.

    Die kicken tatsächlich gar nicht mehr.

    Alle Pässe sind noch bei uns.


    Ich glaube, dass die gemeinsame erfolgreiche Zeit und die Verbindung zwischen dem Trainer (seit der F), den Eltern und der Mannschaft hier in der Jugend eine sehr positive Wirkung hatten.


    Beim Übergang zur Herrenmannschaft war das Gefüge plötzlich stark verändert und diejenigen, die sonst vielleicht in C oder B schon aufgehört hätten, haben dann wirklich aufgehört...


    Aber das ist ein Einzelfall.

    Noch eine richtige Anmerkung. Die Auswirkung des Drop-outs kommt langsam, aber irgendwann werden wir diese nicht mehr vertuschen können. Des Weiteren ist der Drop-out nicht nur im Jugendbereich, sondern auch bei den Senioren.

    Kann ich bestätigen, und hat uns zuletzt sehr überrascht.


    Aus einer A-Jugend mit 22 Spielern sind nach jetzt 2 Saisons bei den Herren nur noch 5 wirklich aktive Fußballer. Dann noch 2 Jungs, die bei der 2. mitspielen, wenn sie am Wochenende zufällig in der Heimat sind...



    Der Übergang von A zu Herren war in diesem Jahrgang der größte Knackpunkt.

    Die U8 in meinem Bezirk hat nach einem Jahr Funino wieder gestrichen. 25/26 wird 4+1 gespielt. Die Begründung fehlt mir aber...

    Bei uns haben sie gar nicht damit angefangen und letztes Jahr von 6+1 auf offiziell 4+1 umgestellt.


    Bei einigen der Turniertage wurde trotzdem noch gleichzeitig Funino gespielt.


    Die Trainer der beteiligten Vereine haben den Modus immer direkt vor dem Spieltag ausgemacht. War zu Beginn sehr holprig, aber im Frühjahr hat es super geklappt.

    Hier im Verein wurde ab D-Jugend das Leistungsprinzip angesagt. Mein Sohn zählt jetzt und auch in Zukunft nicht zu den Leistungsträgern, spielt aber solide Fußball. Mit dem Leistungsprinzip an sich, haben wir kein Problem.

    Im ganzen Verein, spielen Trainerkinder ab der D Jugend ausschließlich 1. Mannschaft.

    Auch das ist für mich kein Problem, da wahrscheinlich gerechtfertigt…, trotzdem führt so etwas doch zu Diskussionen unter den Spielern und muss (meiner Meinung nach) thematisiert werden dürfen…

    Einerseits habt ihr kein Problem mit Leistungsprinzip.

    Anderes führt es anscheinend zu Diskussionen, die thematisiert werden sollen.


    Was denn nun?





    Und ja, im Kinderfußball kommt der Spaß am Fußballspiel sehr häufig über Aktivteilnahme am Spiel. Also Einsatzzeit.

    Das ist in allen Sportarten so.

    Wahrscheinlich auch bei anderen Hobbys.

    Ohne die Möglichkeit zur Anwendung, würde das Training bzw. die Übung keinen weiteren Zweck erfüllen. Es ist dann ungleich schwerer jemand vom Hobby zu begeistern, wenn man nur üben aber nie anwenden darf.