Klar haben die pädagogisch ein wenig mehr Erfahrung, es geht ja aber nicht nur um die elterliche Erziehung sondern auch um mehr Richtung Sport/sportliche Bewegung auch mit dem Ball
In meiner U6 setze ich als Papa-Trainer mit abgeschlossener Basis-Ausbildung - und C-Lizenz in Ausbildung - auf vielfältige Bewegung mit und ohne Ball, ausschließlich in Spielformen ohne Coaching, damit sie Spielintelligenz so früh wie möglich entwickeln. Auch arbeite ich an der Persönlichkeit der Kinder, ihrer Wahrnehmung der anderen Kinder, das Einhalten von Gruppenregeln, das gewaltfreie Lösen von Konflikten und letztlich das Bilden einer Gemeinschaft, die füreinander einsteht, in der Viefalt gelebt wird.
Bis zur U11 sollten diese Aspekte überwiegen. Taktik, Kondition & Co. dürfen dann ab der U12 geschult werden.
Als unlizensierter Papa-Trainer habe ich es bei den Bambinis noch anders gehandhabt. Im Nachhinein hätte mir eine Ausbildung damals sicher einige Irrwege und den Kindern eine bessere Ausbildung ermöglicht.
Heute in der F ist es so, dass ich auch ohne Lizenz und Ausbildung, einfach durch hinterfragen und der Suche nach Verbesserung des eigenen Handelns wahrscheinlich viel mehr richtiger mache, als einge (nicht alle!) lizenzierte Trainer, die ich kenne.
Eine Ausbildung bzw Lizenz bedeutet ja nicht, dass jeder die Inhalte auch in sein alltägliches Handeln aufnimmt.
Trotz Führerscheinprüfung fahre ich z.B. auch regelmäßig zu schnell oder "überrolle" ein Stop-Schild...
Trotzdem ist es natürlich viel wahrscheinlicher, das jeder ausgebildete Trainer weniger Fehler zu Lasten der Kinder macht.
