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    Torwart spielt meistens sowieso nicht mit und bleibt in seinem Kreis/Strafraum. Und damit wäre auch die Mittellinie kein Kriterium, die im Feld als Regel aus meiner Sicht positive Verhaltensweisen nach sich zieht.

    let1612

    Ein Feld in der Dreifachsporthalle ist meines Wissens in der Regel 40x20 Meter groß. (Quelle)


    Ein F-Jugendfeld in Fußball 5 laut DFB 40x22 bis 25 Meter groß. (Quelle)


    Ich habe deine zwei Sätze oben mehrmals gelesen, aber ich verstehe es nicht.

    Wo siehst du die Verbindung zwischen einem 'nicht mitspielendem Torwart' der in seinem Strafraum bleibt (Satz 1) und der Mittellinie -ich vermute du beziehst dich mit dem Wort "Mittellinie" auf die Mittellinienregelung- (Satz 2)?


    Und noch viel wichtiger: Die Felder sind nahezu gleich groß. Die Anzahl Spieler würdest du in der Halle ebenfalls gleich wählen, also 4 Feldspieler + Torwart, drinnen und draußen also gleich. Spätestens an der Stelle verstehe ich deine Argumentation im zweiten Satz erst recht nicht mehr. Wieso würdest du trotz dieser gleichen Rahmenbedingungen in der Halle ohne und draußen mit Mittellinienregelung spielen wollen? Zumindest so verstehe ich deine Sätze.


    Aktiv habe ich Fußball 5 in der F-Jugend noch nicht gespielt, daher fehlt mir da die Wettbewerbspraxis auf dem Feld. Im Training haben wir natürlich schon in solchen Zahlenverhältnissen und Feldgrößen gespielt. Von daher übersehe ich da vielleicht etwas, aber augenscheinlich macht das für mich argumentativ keinen Sinn.

    Mir ist es jetzt nur nochmal so in den Sinn gekommen, weil beim größten Hallenfußball Turnier Deutschlands (SHFV Masters) der ehem. Präsident des SHFV sich klar gegen den Futsal ausgesprochen hat "die Leute wollen Hallenfußball sehen (...) Futsal ist ja eine andere Sportart".

    Ich bin mit solchen Turnieren nicht so vertraut, deshalb habe ich mal nach dem genannten Turnier gegoogelt.

    Link auf das Turnier mit Fotogalerie


    Jeder Vergleich eines Turniers dieser Machart mit einem (stink)normalen Hallenturnier ist ja schon Äpfel mit Birnen vergleichen.

    Alleine der Kunstrasen macht für mich schon soviel aus. Als Veranstalter von so einem Turnier würde ich doch wollen, dass die Spieler dieser Top-Teams auch möglichst viel Performance vom Großfeld in die Halle bringen. Das wollen die Zuschauer doch sehen. Bekannte Fußballer quasi zum Anfassen, die aber natürlich auch ihr Können präsentieren*.

    Ansonsten bräuchte man bekannte regionale Top-Teams vom Großfeld doch gar nicht einladen. Wenn hochklassiges Futsal-Turnier, dann müssten dort doch auch Top-Futsal-Teams hin. Und da kann ich mir wirklich nicht vorstellen, dass man so eine Halle mit Zuschauern auch voll bekommt.


    *Ich empfinde z.B. schon den oftmals fehlenden Grip auf dem Hallenboden als ein Problem - zumindest ist es ein deutlich anderer Grip, als ich ihn von draußen kenne. In der Halle, in der wir häufig spielen, ist das eine Katastrophe. Einige Aktionen werden dadurch alleine schon zu einem Verletzungsrisiko, selbst ohne direkte Gegnereinwirkung. Kunstrasen dagegen ist ein Geläuf, dass die Spieler - egal welchen Niveaus - bereits von draußen kennen und auch bereits besser abwägen können, was geht und was besser nicht.

    Hierzu habe ich ein paar Fragen:


    Warum ist es eine Katastrophe, wenn in der Bambini 7 gegen 7 gespielt wird?

    Warum muss ein Spieler in der E-Jugend jede Position bekleiden können inkl. Torwart?

    Für mich klingt das nach total radikalen Ansätzen, wie ich sie schon bei einigen gelesen habe, aber bislang außerhalb dieses Forums noch nie vernommen habe.

    Ich meine das gar nicht sarkastisch, sondern ich möchte verstehen, wie man diese Sicht auf Fußball haben kann.

    Katastrophe würde ich ein 7 gegen 7 nicht nennen. Für mich persönlich gibt es jedoch ein paar wesentlich besser geeignete Alternativen. Einige gute Argumente für die Alternativen wurden oben bereits genannt. Danke dafür.


    Hier mal höchst offizielle Quellen, mit denen du dich beschäftigen könntest.

    DFB: Trainingsvision Kinderfußball

    DFB: Die Wettspielreform im Kinderfußball

    Fussball.de: FAQ | Die neuen Spielformen im Kinderfußball


    Hier bei Kickplan geht es sogar auch kurz um das Thema des Threads (Positionen im Jugendfußball).

    Kickplan: Dr. Sebastian Schwab: Was sagt die aktuelle Fußballforschung im Kinderbereich?


    Hier nochmal eine andere Quelle.

    Advance.football: Der VfB Stuttgart und sein Nachwuchsleistungszentrum // Thomas Krücken // SPIELTRIEB Podcast


    Nur mal als Beispiele, dass nicht ausschließlich hier im Forum so geschrieben wird.



    Was mich ebenfalls zu einer Frage an dich bringt:

    Du schreibst "aber bislang außerhalb dieses Forums noch nie vernommen habe."

    Wenn mir das ein Elternteil sagt, das sonst mit Fußball nichts am Hut hat, kann ich das ja nachvollziehen. Aber du bist ja nun mal Trainer im Jugendbereich. Nur mal als Beispiel: Gefühlt poppt das Thema seit dem Sommer einmal pro Woche bei Fussball.de auf der Startseite oben auf. Der DFB hat dazu sogar Artikel auf seiner Akademie-Seite (s. die Links oben).

    Wo hättest du denn erwartet, solche Meinungen in deinem Alltag bezüglich des Kinderfußballs zu vernehmen und wo wird in deinem Alltag grundsätzlich komplett anders über die Themen gedacht und gesprochen?

    wie das in "vernünftigen" Vereinen gehandhabt wird


    Am Ende des Tages könnte es ja meinetwegen sogar zu diesem Entschluss kommen (Seniorenerklärung für 10 A-Jugendspieler), die Art und Weise wie hier jedoch vorgegangen wurde, ist für mich erstmal das skandalöse.


    Für mich gehört zur Charakteristik eines "vernünftigen" Vereins erstmal, dass alle Vorstandsposten seriös besetzt sind und dieses Personen auch verantwortungsvoll mit ihrer Rolle umgehen.

    Wenn du sagst, dass der Jugendleiter erst irgendwann quasi vor vollendete Tatsachen gestellt wurde, ist das ja bereits ein Unding. Er ist ja nun mal Teil des Vorstands und wenn er als letzter von dem Fall erfährt, läuft da doch definitiv etwas falsch bei euch. Ob es Dummheit oder Kalkül der anderen Protagonisten war, kannst am Ende nur du einschätzen, da du die Leute besser kennst.


    Auch das Verhalten des Seniorentrainers finde ich fraglich, würde hier jedoch zu weit führen. Ich denke, der Kern des Übels geht von klüngelnden (Vorstands)mitgliedern aus, die ihre ganz eigenen, persönlichen Interessen und Vorteile verfolgen. Heute ist es die Seniorenerklärung, morgen vielleicht der großzügige Vereinszuschuss zur Mannschaftsfahrt der C-Junioren (Trainer ist der Bruder des ersten Vorsitzenden - NUR EIN FIKTIVES BEISPIEL). Und Übermorgen überredet der C-Jugendtrainer (zufällig auch 2. Jugendleiter - FIKTIV) fünf D-Jugendspieler, jetzt einfach bei ihm zu spielen und der D-Jugendtrainer (zugezogener Seniorenspieler aus der 2. Mannschaft - FIKTIV) der kein Netzwerk oder große Lobby im Verein hat, guckt dumm aus der Wäsche (ist ja letztendlich nichts anderes als hier gerade mit den Seniorenerklärungen läuft). Hört sich für mich leider wie ein Fass ohne Boden an. Von Unregelmäßigkeiten (vorsichtig ausgedrückt) mit Spielerpässen in den Senioren hattest du meine ich auch mal berichtet. Das folgt ja alles einem bestimmten Muster, bei dem ein Verantwortlicher den Anderen deckt und im richtigen Augenblick den Rücken stärkt.

    Welchen Standpunkt vertritt denn der Jugendleiter in diesem Fall?

    So wie du es schilderst (und deine Argumente kann ich ja gut nachvollziehen), würde mich mal interessieren, ob sich in diesem Fall überhaupt jemand auf Vorstandsebene für die Belange der Jugendlichen einsetzt. Auch die Jugendlichen sind ja Vereinsmitglieder und sollten in meinen Augen angemessen in solchen Fällen vertreten werden. Vereinspolitisch finde ich das Vorgehen schon wenig weitsichtig (Existenz ganzer Jahrgänge ist in Gefahr). Aber konkret den jugendlichen Vereinsmitgliedern, denen dadurch die Perspektive fehlt ihren Sport zukünftig in ihrem Verein weiter ausüben zu können, tut man ja ebenfalls unrecht.

    Stimme hier mit Charles De Goal voll überein. Das Training in Spielformen oder auf dem Bolzplatz regelt nicht automatisch alles. Hatte einen Jungen in der E, wirklich super Spieler, der fast jeden Tag auf dem Bolzplatz spielt. Dennoch (oder deswegen?) hat er den Ball häufig mit dem Vollspann angenommen. Folge, Ball fliegt leicht hoch und wird dann wenn er wieder runter fällt, weiter verarbeitet. Fand er vielleicht cool. Hat er super gemacht. Flache Annahme mit Vorderfuß Innsenseite in gewünschter Spielrichtung ist aber letztlich in den meisten Situationen effektiver. Muss man dann schon mal umgewöhnen. Ebenfalls hat er Pässe meistens als Chipball gespielt. Vielleicht auf sehr kleinem, vollen Platz effektiv, um über die Füße der nahen Gegner rüber zu spielen. Auf dem Halbfeld hatten die Bälle aber dann meist zu wenig Druck. Zu guter Letzt ist er nach so gut wie jeder Ballannahme erst mal ins 1:1 gegangen, um den Gegner zu tunneln. Ist ihm auch extrem oft gelungen. Als wir dann gegen Spitzenteams des Jahrgangs gespielt haben, war das alles dann nicht mehr von Erfolg gekrönt. Die haben sich dann dazwischen gestellt, so dass er an den Ball nach dem Tunneln nicht mehr rangekommen ist. Fazit: Das Spielen in Spielformen bzw. auf dem Bolzplatz ist ne super Sache. Es kann aber eben auch sein, dass man sich da Techniken oder Verhaltensweisen angewöhnt, die im "richtigen" Spiel dann eben nicht mehr optimal sind. M.E. muss man da ganz klar eingreifen und auch mal Techniken isoliert üben.

    Also alles, was du da beschreibst, ist ja eigentlich ein Plädoyer dafür, was freies, kindliches Spiel im positiven Sinne hervorbringen kann. Alles was er kann (und du bist ja selbst begeistert von seinen Fähigkeiten, ich kenne ihn ja gar nicht) hat er im Spiel auf dem Bolzplatz gelernt. Das unterstreicht doch sehr eindrucksvoll, welches machtvolles Instrument das spielerische Lernen (zumindest in diesem Fall -> Spielsportart) doch sein kann.

    Gleichzeitig hast du aber auch die Grenzen des Lernens in Spielformen (ich nenne Bolzplatz-Fußball jetzt einfach mal Spielform, da der Begriff hier ja oft verwendet wird) aufgezeigt. Die Grenzen des Lernens werden halt gleichzeitig auch durch die "Grenzen des Spiels" gesetzt. Er hat halt das gelernt, was das Bolzplatzspiel ihm abverlangt und gegen die anderen Kids bestehen lässt. Ein 2gg2 oder 3gg3 auf einem Minifeld hat halt auch von der erforderlichen Spielweise seine eigenen Gesetze. Und die Spieltiefe ist durch die geringe Anzahl an Mitspielern auch begrenzt (ist nicht abwertend gemeint). Bei einem Mitspieler im 2gg2 kann man ja schlecht ein Passdreieck aufbauen oder große mannschaftstaktische Dinge erwarten. Auf dem Bolzplatz muss er halt zu anderen Strategien greifen, um auf dem Feld nicht unter zu gehen.

    Aber wenn er sich auf dem Bolzplatz in so jungen Jahren bereits zu so einem guten Spieler entwickelt hat, warum soll denn dann auf dem etwas größeren Fußballfeld (Größeres Feld, anderer Spielgrund, mehr Mitspieler und Gegner ...) dort nicht mehr funktionieren (also der vollkommen falsche Lernansatz sein)?

    Bzw. eigentlich geht es in seinem Fall ja vermutlich darum, dass er die Möglichkeit bekommt, umfangreiche Spielerfahrungen auch abseits des Bolzplatzes auf etwas größeren Feldern und mit mehr Mitspielern zu sammeln. Vielleicht sollte man ihm erstmal die Chance in Verbindung mit ausreichend Zeit geben, seinen eigenen Spielstil entsprechend anzupassen und weiterzuentwickeln. 2gg2 oder 5gg5 ist da schon ein himmelgroßer Unterschied. Aber klar ist natürlich auch, dass er passende Mitspieler benötigt, um sich dahingehend auch weiterentwickeln zu können. Können die anderen Kinder im Training nur geradeaus laufen (egal ob Mitspieler oder Gegenspieler), wird er natürlich nicht viele neue Anreize bekommen und er wird weiterhin auf seine Erfolgsmuster vom Bolzplatz setzen.

    Und auch auf dem Trainingsplatz gelt die gleiche Devise für Spielformen: Die "Grenzen der Spielform" entscheiden darüber, was man innerhalb der Spielform überhaupt lernen kann. Und ein 2gg2 oder 3gg3 im Funino-Feld ist für den Jungen dann in seinen Rahmenbedingungen einfach zu begrenzt (einfach zu ähnlich dem Bolzplatzspiel), als dass er sich darin jetzt passend weiterentwickeln könnte.

    Wie weit man das Training in Spielformen treiben kann und wann man als Trainer dort an seine Grenzen stößt, will ich gar nicht abschließend bewerten oder einschätzen. Aber das was du hier beschreibst ist doch eigentlich ein tolles Beispiel, was es insbesondere im Grundlagenbereich (intrinsisch motiviert) alles möglich macht. Warum soll das am Zaun vom Bolzplatz aufhören und nicht auch ins Kindertraining überspringen.

    Mittellinienregel bis zur D-Jugend: Ich verstehe den Sinn (Gebolze verhindern, Aufbau fördern), aber meine Jungs hassen diese Regel. Gerade wenn man einen schlechten Torwart hat und dann teilweise im Minutentakt Mittellinie-Freistöße gemacht werden.

    Ich würde auch nie eine Mittellinienregelung für das 11 gegen 11 fordern. Im Kleinfeld und für die Entwicklung der Kinder macht sie für mich Sinn (genauso wie z.B. eine Schusszone).


    Da ihr beide das Schlagwort Mittellinienregelung zum Ende nochmal aufgegriffen habt und ja auch der Thread-Titel darauf abzielt, dazu mal meine Meinung. Meinung deshalb, da ich nicht weiß, welche Motivation die Regelverantwortlichen bei der Mittellinienregel im Kinderfußball hatten. Bei uns im Kreis gilt die Regel von Minis bis E-Jugend in der klassischen Spielform (also 7gg7). -> Spielt der TW den Ball (egal ob Werfen oder irgendwie mit dem Fuß) egal wann (nach Ausball oder aus dem Spiel heraus, auch nach Rückpass) über die Mittellinie und kein anderer Spieler (egal welcher Mannschaft) berührt den Ball, gibt es direkten Freistoß für das andere Team von der Mittellinie. Einzige Ausnahme bei uns: Wenn der TW aus einer Notsituation/Klärungsversuch handelt. Also quasi ungeplant/unabsichtlich.


    Meine Meinung zur Interpretation der Regel:

    Ich glaube es ist ein Mythos der sich hartnäckig hält, dass die Regel den TW bzw. das Team in eine geordnete, flache Spieleröffnung zwingen soll! Ich denke, das war nie die Absicht dieser Regel. Wenn man die Wirkung dieser Regel jedoch unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, wirkt es natürlich bescheuert, wenn man den Strafraum als gegnerfreie Zone deklariert und das spieleröffnende Team sich den Ball zuschieben kann und dann mit einem langen Befreiungsschlag den ursprünglichen Regelgedanken quasi umgehen kann (war ja weiter oben bzw. im Ausgangspost bereits die Rede von)


    Die eigentliche Intention der Regel ist denke ich viel simpler:

    Bei Minis bis einschl. F-Jugend wird bei uns ohne Schiedsrichter gespielt. Stattdessen: Fair-Play-Regeln. In der E-Jugend soll es bei uns offiziell einen Spielleiter geben (nimmt die Funktion des Schiedsrichters ein). Aber ich denke, das ist nicht in allen Kreisen so und bei uns spielen das rein praktisch die allermeisten Teams auch ohne Spielleiter und stattdessen nach Fair-Play-Regeln.


    Allein der Umstand (Kinder entscheiden selbst) bedingt es ja schon, in den Spielformen ohne Abseits zu spielen!

    Spieleranzahl und Feldgröße bei den Kindern sind jedoch so dimensioniert, dass eine alternative Regel (die den Effekt der Abseitsregel einigermaßen ersetzt, aber für Kinder verständlicher ist) durchaus sinnvoll erscheint. Bei Minis fällt die gestrichene Abseitsregel in der Spieldynamik vielleicht aufgrund ihrer körperlichen Fähigkeiten noch nicht so stark ins Gewicht (kommen auch mit dem Abschlag aus der Hand nur begrenzt weit). Aber desto älter, kräftiger und technisch versierter die Kinder werden, desto stärker würde sich das fehlende Abseits bemerkbar machen. Dazu muss man aber berücksichtigen, WARUM es Abseits im Fußball überhaupt gibt (Entstehung). Das schlichte Verständnis der Regel in der Anwendung reicht dafür nicht aus.


    Siehe hier:

    Entstehung der Abseitsregel bei Wikipedia


    Alternativen zur Mittellinienregelung gebe es bestimmt. Die Diskussion darüber macht aber nur Sinn, wenn man überhaupt über das gleiche diskutiert und dieselben Ziele mit der Regel verfolgt. Weil soviel steht für mich persönlich auch fest: Die aktuelle Mittellinienregelung empfinde ich aus Sicht des Spieldesigns - wäre das Ziel wirklich eine flache Spieleröffnung zu fördern - eine Vollkatastrophe. Es beginnt ja bereits beim ideologischen Ansatz: Möchte ich durch das Regelwerk etwas erzwingen (so ist es aktuell der Fall) oder möchte ich etwas fördern. Aktuell werden die Kinder quasi dazu gezwungen (außer natürlich, man empfindet es als Alternative, den Ball einfach trotzdem über die Mittellinie zu schießen und einen Freistoß in kauf zu nehmen. Oder man schießt ihn aus der Hand schön platziert kurz vor der Mittellinie ins Seitenaus).


    Ging mir hier mal darum, mal darauf hinzuweisen, dass man die Mittellinienregelung (vermutlich) mit anderen Augen betrachten und beurteilen muss, als es landläufig geschieht.

    Zum Einkick/Eindribbeln im Kinderfußball:


    Hier finde ich einkicken/eindribbeln für, ich sage jetzt einfach mal Kinderspielformen bis zum 5gg5 (egal ob man das mit oder ohne TW spielt), absolut richtig. Und zwar aus folgenden Gründen:

    Bei Einkick oder Eindribbeln kann man motorisch nichts falsch machen (kann quasi jedes Kind).

    Flugbälle gibt es ja quasi im Kinderfußball überhaupt nicht (mangelnde Kraft und Technik in der Ausführung und Ballannahme). Auf den wesentlich kleineren Feldern sind sie ja auch taktisch kaum bis gar nicht sinnvoll (Flugbälle sind ja denke ich auch im Erwachsenen-Futsal eher die Ausnahme. Und das nicht, weil sie technisch nicht beherrscht werden, sondern weil sie spieltaktisch auf dem kleinen Feld und den kleinen Toren nur selten Vorteile gegenüber einem Flachpass haben).

    Wenn Flugbälle im Spiel quasi nicht vorkommen (also nicht Zielführend sind - Raumgewinn ist also taktisch nicht das Thema), wird auch ein Einkick im Kinderfußball wohl eher selten für solche Aktionen missbraucht werden. Wenn, dann würde ich so eine Verhaltensweise sowiso erst Ende F-Jugend und dann in der E-Jugend vermuten.

    Zudem wird im Kinderfußball ja in der Regel nach Fair-Play-Regeln gespielt. Kinder entscheiden (theoretisch) selbst. Dann sollten die Regeln natürlich auch so sein, dass sie dazu überhaupt in der Lage sind. Einkicken/Eindribbeln bietet deutlich weniger Konfliktpotential als ein regelkonformer Einwurf. Bei Minis sowieso, aber auch noch in der E-Jugend.

    Wenn Gegner 2m Abstand halten müssen, wäre ja auch ein ganz kurzer Einkick zum Mitspieler möglich. Ein direktes Decken dieses Spielers durch den Gegenspieler wäre ja nicht erlaubt. Das würde den Kindern in der Situation einen kleinen Vorteil verschaffen, wirklich mal etwas bewusster aus einem Ausball einen Ballbesitz zu erhalten (interessanter für Ende F-Jugend, und dann E-Jugend).

    Und zu guter letzt, aber ein ganz entscheidender Punkt: Die Spielfortsetzung im Kinderfußball per Einkick/Eindribbeln entspricht nach meinem Empfinden in taktischer Hinsicht dem Charakter eines Einwurfs im Fußball (s. oben Fazit aus taktischer Sicht). D.h. wenn dann irgendwann altersbedingt der Wechsel vom Einkick auf den Einwurf stattfindet, ändert sich zwar die motorische Ausführung, nicht aber so gravierend der grundsätzlich taktische Umgang mit der Situation (Freilaufverhalten u.ä.).

    let1612


    Ich versuche es mal anders😉


    Die Regel beim Fußball (stell dir jetzt erstmal Seniorenfußball vor) 'Ball im Seitenaus' ist ja erstmal relativ überschaubar und leicht verständlich. Auch die technisch/motorisch richtige Ausführung eines Einwurfs ist ja wohl wirklich kein Hexenwerk! Regeln bilden aber nur den formellen Rahmen. Die Mannschaften / der Spieler agiert innerhalb der Regeln und das nenne ich Spiel. Und aus den Regeln lassen sich für das Spiel Taktiken entwickeln, das Spiel besonders erfolgreich/erfolgsstabil zu meistern.


    * Kurzer Exkurs: Im Fußball zielen viele Taktiken darauf ab, wie man die doch relativ großen Distanzen auf dem Feld überbrücken kann, um in aussichtsreiche Abschlusspositionen zu kommen. Einige Teams setzen eher auf kontrolliertes Kurzpassspiel, andere setzten eher auf lange Bälle. Auch Flugbälle zur Seitenverlagerung kommen zum Einsatz. Oft verpönt und vielleicht nicht sehr ansehnlich, ist das blinde nach vorne Bolzen der Bälle und dann vorne mal schauen, was zu holen ist. Überbegriff für diesen Exkurs nenne ich mal "Raumgewinn". *


    Wenn ich mir die aktuelle Regel anschaue und ansehe, welche Auswirkungen der Ausball für das Spiel hat, habe ich das Gefühl, dass die Urväter des Fußballs sich bei 'Ball im Seitenaus' folgende Gedanken gemacht haben:

    Ball ist im Aus und muss wieder auf's Feld zurück, damit das Spiel fortgesetzt werden kann.

    Der Ball soll in dem Bereich wieder ins Spiel zurück, in dem er das Feld verlassen hat. Durch die Vorgabe "Ball mit beiden Händen über den Kopf werfen" (Füße auf dem Boden ignoriere ich jetzt mal), wird in gewisser Hinsicht auch der Wirkungskreis eines Einwurfs begrenzt und das braucht nicht mehr zusätzlich durch eine maximale Wurfdistanz oder ähnliches eingeschränkt werden (Kontrolle durch Schiri wäre eh schwierig). Einhändige Wurftechniken würden mit Sicherheit wesentlich größere Distanzen ermöglichen (Stichwort: Raumgewinn) und sind deshalb untersagt. Die aktuelle Spielfortsetzung bei Ball im Seitenaus hat somit doch nur sehr lokale Auswirkungen. Auch um einen Abstand des Gegenspielers brauche ich mir in der Praxis nur sehr selten Gedanken machen, da der Ball ja grundsätzlich erstmal über den Kopf herumstehender Gegner geworfen werden kann. Dadurch ist die Spielfortsetzung erstmal doch relativ schnell und da muss kaum etwas zurückgepfiffen werden. Wie gerne stellt sich doch bei einem Freistoß nochmal ein Gegenspieler "aus versehen" vor den Ball und verhindert eine schnelle Spielfortsetzung. Quasi eine Art taktisches Foul. Sowas ist beim Einwurf kaum möglich.

    Ball im Seitenaus ist einfach vorkommender Teil des Spiels und die Spielfortsetzung soll keinen überproportional großen Einfluss auf das Spiel haben. Die Spielfortsetzung durch das andere Team soll keine Strafe sein und das andere Team bei der Spielfortsetzung überproportional bevorteilen. Die Situation ist in der Spielpraxis erstmal relativ neutral. Die Mannschaft, die den Ball ins Aus geschossen hat, muss damit leben, dass die andere Mannschaft den Ball bekommt und das Spiel von der Seitenlinie aus fortsetzen darf. Desto geschickter die einwerfende Mannschaft in der Situation agiert, desto höher sind ihre Chancen den Ball zu behaupten. Ein glasklarer Ausgang der Situation ist aber nicht vorhersehbar (also welches Team anschließend den Ball behauptet). Ein Ausball ist somit nicht gleich Ballbesitzwechsel. Durch das Recht den Ball einwerfen zu dürfen bekommt das andere Team jedoch die Chance, den Spielfortgang nach ihren Gunsten zu beeinflussen.


    Fazit Einwurf aus taktischer Sicht: Einwurf-Regel hat eher lokale Auswirkungen auf das Spielgeschehen. Einwurf ist kein Mittel für Raumgewinn und Ergebnis des Einwurfs nicht zwangsläufig ein Wechsel hin zu einem kontrollierten Ballbesitz des einwerfenden Teams.




    Würde man im Fußball (jetzt erstmal das Großfeld vor Augen) mit Einkick nach Futsal-Regeln spielen:

    Ich muss dazu sagen, dass ich überhaupt keinerlei Futsal-Erfahrung habe. Ich habe mir aus deinem Link die Einkick-Regel durchgelesen und bei Youtube mal in zwei Videos reingeklickt. Was mir direkt auffiel (kann jedoch nicht sagen, ob das repräsentativ für die meisten Futsal-Spiele ist): Laut Regelwerk müssen die Gegner 5 Meter Abstand halten. Alleine diese Vorgabe würde dazu führen, dass ein Einkick faktisch verlässlich einem Ballbesitzwechsel gleich kommt. Ich kann den Ball beim Einkick kontrolliert einspielen und ein Mitspieler könnte sich direkt in offener Stellung neben mich stellen und den Ball von mir erhalten. Selbst, wenn kein Gegner in der Nähe wäre, ist sowas beim Einwurf unmöglich. Der Spieler in offener Stellung könnte den Ball wesentlich kontrollierter und nahezu ungefährdet (Gegner knapp 5 Meter entfernt) aus der Situation herauspassen oder auch direkt einen kontrollierten, langen Ball (egal in welche Spielrichtung) spielen. Dadurch würde man jede Distanzbeschränkung des direkten Einkicks aushebeln (Motto: Der Einkick darf nur flach eingepasst werden).


    Fazit Einkick aus taktischer Sicht:

    Einkick-Regel hat globale Auswirkungen auf das Spielgeschehen. Einkick ist ein hochwertiges Mittel zum Raumgewinn und ein nahezu verlässlicher Ballbesitzwechsel (also einkickende Team startet vom Einkick weg quasi direkt in den kontrollierten Ballbesitz).



    Ich kann mich natürlich gewaltig irren, aber das sind meine Gedanken dazu.

    In meinen Augen reduzierst du den Unterschied zwischen Einwurf und Einkick nahezu ausschließlich auf die motorische Ausführung. Und sagst dann, Einkick ist doch motorisch einfacher, lass uns das doch machen.

    Ob Einwurf oder Einkick ist mir aus motorischer und auch persönlicher Sicht (Emotional, Einwurf hat seine Tradition und daran darf nicht gerüttelt werden) völlig egal. Ich habe da viel mehr die Konsequenzen vor Augen, die so eine Änderung für das gesamte Spielgeschen mitsich bringen würde. Weil klar ist doch: Warum sollten Teams, die taktisch beim Thema Raumgewinn in jeder Situation auf lange Bälle setzen (TW-Abschlag, Balleroberung in der Defensive und dann lang Holz, Freistöße in der eigenen Hälfte usw.), bei einem Einkick taktisch anders handeln? Heute werfen sie den Ball vielleicht ungeplant nach vorne (das was du bemängelst - die Teams suchen dadurch Sicherheit und bestenfalls minimalen Raumgewinn), aber die Auswirkungen auf das Spiel sind doch sehr lokal. Durch einen Einkick (zumindest nach dem Regelwerk so wie oben von mir beschrieben), würde sich die gesamte Spieldynamik verändern. Ein viel zu hoher Preis wie ich finde, wenn deine Motivation/Intention eigentlich nur war, die motorische Ausführung der Spielfortsetzung bei "Ball im Seitenaus" etwas zu vereinfachen.



    Wenn es hier "nur" um den Einwurf im Kifu ginge, hätte ich es dabei belassen und nicht nochmal geantwortet. Aber ich habe das Gefühl, dass du teilweise wahrlos Situationen aus dem Spiel heraus greifst und deren Ausführung ändern möchtest. Motto z.B.: Im Futsal wird XY ja auch gemacht. Wieso nicht auch im Fußball? Ich habe wirklich das Gefühl, dass du die taktischen Konsequenzen entweder kaum oder nur sehr blauäugig bewertest und es ausschließlich auf die motorische Ausführung herunter brichst. Es wird immer Trainer/Spieler geben, die die Regeln auch ins gefühlt eher negative/unattaktive ausreizen, ohne dabei jedoch letztendlich gegen die Regeln zu verstoßen. Ich denke, sowas gehört einfach zum Spiel dazu. Völlig egal, um welches Spiel es geht.


    Das hier soll das nochmal unterstreichen:

    würde ich die Futsalregeln (einpassen) nehmen. Die funktionieren außer in Deutschland überall in der Welt

    Und im Beach Soccer darf man einwerfen oder einkicken.

    Warum nehmen sie denn dann nicht beim Beach Soccer auch Futsal-Regeln? Oder beim Futsal zusätzlich einfach noch einwerfen? Rein motorisch "funktionieren" die natürlich überall, aber solche Regeln sind doch nicht losgelöst vom restlichen Regelwerk des Spiels (Torgröße, Spielfeldgröße, Spieleranzahl, Spieldauer, Platzbeschaffenheit/Untergrund, Ballgröße und Typ usw. usw.). Und solche Regeln müssen doch im Gesamtkontext der Sportart funktionieren und Sinn machen. Könntest ja auch sagen, dass im Beach Soccer ohne Abseits gespielt wird, warum nicht auch im Fußball. Würde bestimmt viele strittige Entscheidungen ersparen, wenn man auf Abseits verzichtet. Oder, dass alle Ballsportarten, die mit dem Fuß bespielt werden, ab jetzt mit ein und demselben Ball gespielt werden. Senkt bestimmt die Produktionskosten und die Fußgröße ist im Futsal ja wohl nicht nennenswert anders als beim Beach Soccer oder Fußball. Sollen doch einfach alle mit demselben Ball spielen.

    Was mich im Kinder- und Jugendbereich am Einwurf stört, ist zum einen die Einschränkung der Kinder (ich würde sagen über 90% fordern einen Einwurf nach vorne - Sicherheit, man könnte ja ein Tor bekommen - und die Kinder machen das dann auch)

    Du würdest also das Regelwerk (Spielfortsetzung bei Ball im Seitenaus) ändern, weil gefühlte 90% deiner gegnerischen Kinder den Ball beim Einwurf nach vorne werfen müssen?

    Fühlst du dich oder dein Team durch das Verhalten der gegnerischen Kinder bei Einwürfen benachteiligt oder unfair behandelt?

    Dein Team kann ja bei Einwürfen anders Entscheiden und das lässt du ja anscheinend auch zu.

    Ist deine Intention "Entscheidungsfreiheit für gegnerische Kinder!"? Zumindest in den Fair-Play-Regeln ist sowas bereits formuliert, es müsste halt "nur" gelebt und in der Praxis auch umgesetzt werden. Auszug Trainerregel: "..Trainer geben nur die nötigsten Anweisungen" (1.5_Fair_Play-Liga_Online-Flyer.pdf). Klar, ist natürlich Auslegungssache, was notwendig ist und was nicht. Kindern beim Einwurf (Abschlag, Einkicken, Dribbling usw. usw.) konkrete Spielanweisungen reinzurufen, fällt nach meinem Empfinden definitiv in die Rubrik "unnötig" und ist somit eigentlich gar nicht erlaubt. Leider gibt es diese Verhaltensregeln, nur keine Sanktionsmöglichkeit.

    Meine Meinung: Wenn ein Trainer keine Motivation hat, gewisse Spielsituationen spielerisch zu lösen, hat er da kein Bock drauf. Wenn ein Trainer seinen Kindern keinerlei spielerische Freiheiten einräumen möchte, dann ist eine Bewusstseinsänderung erforderlich oder direkte Sanktionen während des Spiels (natürlich basierend auf festgeschriebenen Verhaltensregeln: Verwarnung durch Schiedsrichter, Geldstrafen o.ä.) oder man muss alle Trainer pauschal hinter die Spielfeldbegrenzung verbannen (oder was auch immer), um den Einfluss zu reduzieren. Aus den Spielregeln quasi Provokationsregeln für den gegnerischen Trainer im Sinne einer kultivierteren Spielphilosophie zu machen, ist in meinen Augen der falsche Weg und dafür sind die konkreten Spielregeln das falsche Instrument. Mein Problem dabei ist, dass du dich im Bereich der Geschmackssache bewegst. Was würdest du denn sagen, wenn plötzlich die Kick'n'Rush-Anhänger vorschlagen, dass ausufernder Ballbesitzfußball ja total langweilig ist? Sie fordern einen Torabschluss nach spätestens 30 Pässen oder 45 Sekunden.


    Ich bin ja durchaus offen für Änderungen am Regelwerk (zusätzliche Trink-/Coachingpause), Gesundheitsprävention (gefährliches Spiel, Kopfverletzungen, Anzahl der Auswechselungen o.ä.). Entscheidend ist für mich halt, aus welcher Motivation heraus eine Regeländerung angestrebt wird und dann natürlich auch die Abwägung, inwiefern die geänderten Regeln den Spielcharakter und die Spieldynamik verändern.

    Ob das mit Eindribbeln oder Einkicken besser wird, mag ich auch bezweifeln.

    Rein praktisch vermute ich das auch, aber um meine Vermutung geht es mir noch nicht mal. D.h. du würdest den Einwurf zugunsten von Was abschaffen?
    Der Ball ist ja nun mal im Aus und muss irgendwie wieder rauf auf's Feld.

    Jetzt etwas ironisch: Mit Bande spielen? Oder der Ball würde einfach von Zauberhand auf der gegenüberliegenden Feldseite so wieder auf das Feld kommen, wie er auf der anderen Seite ins Aus gegangen ist. Dafür fehlt mir aber die Phantasie für eine technische Lösung. ;)



    Was mich eigentlich an deiner Argumentation "stört" ist, dass du das Regelwerk zugunsten eines "kultivierteren Spiels" (bzw. deiner Definition davon) abändern würdest. Natürlich ist das Regelwerk irgendwo dafür da, die Charakteristik des Spiels zu erhalten und zu bewahren und absolute Negativentwicklungen, die den Spielverlauf überproportional verzerren oder gegen den Fair-Play-Gedanken verstoßen, auszuschließen. Da fällt mir im Seniorenbereich z.B. die Rückpassregel ein. Die Einführung dort hat bestimmt dazu geführt, exzessives Zeitspiel zu reduzieren -> Fair-Play-Gedanke. Aber zuallererst ist ein Regelwerk in meinen Augen erstmal dazu da, gleiche Bedingungen für alle Spielpartner zu schaffen. Und innerhalb dieser Bedingungen/Regeln hat jeder erstmal die Möglichkeit, sich frei zu entfalten.

    Es mag Gründe für die Änderung der Spielfortsetzung an der Seitenlinie geben, aber dass die Bälle ohne Plan nach vorne geworfen werfen, liegt doch meistens daran, dass die Spieler nicht in der Lage sind, diese Situation anders aufzulösen (ein Einkicken würde somit auch nicht anders aussehen). Aber genau das ist doch im Idealfall Aufgabe eines Trainers, den älteren Kindern oder Jugendlichen Lösungsmöglichkeiten an die Hand zu geben, solche Situationen spielintelligenter zu lösen. Dass sowas nicht von heute auf morgen klappt ist auch klar. Aber die Prinzipien, die in hinter der spielerischen Lösung solcher Situationen stecken, finden sich doch auch in vielen anderen Situationen wieder (Abwehrspieler ist mit dem Ball isoliert an der Seitenlinie, TW hat den Ball und muss ihn ins Spiel bringen usw. usw.).
    Und wenn dann mal ein Ball aus Verzweiflung nach vorne geworfen wird, dann ist das halt so. Sowas ist halt Teil des Spiels und 2 Minuten später gibt es vielleicht schon wieder auf der anderen Seite die Möglichkeit, die Situation geschickter aufzulösen.

    Spielfortsetzung nach Ball im Aus auf Kleinfeldern:
    Grundsätzlich haben die Kinder in meinen Augen schon einen gewissen Nachteil im Vergleich zu den Großfeldteams. Um das Großfeld ist oftmals eine Bande, die ein davonrollen des Balls verhindert. Das ist natürlich eine Grundvoraussetzung, um das Spiel schnell zu machen. Klar kann man mit 4 Sekunden Regel spielen. Aber es ist ja nicht unüblich (insbesondere auf Kunstrasenplätzen), dass das Kind schon mehrere Sekunden braucht, um den Ball überhaupt erstmal zurück zu holen (im Vollsprint ist es dann völlig fertig, wenn es an die Linie zurückkehrt). In der Zeit haben sich die Gegner oftmals schon formiert (oder besser gesagt, sie wurden lautstark vom gegnerischen Trainer formiert) und ein möglicher Überraschungseffekt durch einen schnellen Einwurf ist gar nicht möglich. Und in so einer Situation ist es völlig egal, ob das Kind den Ball in dem Augenblick einwerfen, einpassen oder einkicken darf. Wenn ich dann zusätzlich noch innerhalb von 4 Sekunden die Spielfortsetzung machen muss, führt das ja erst recht zu hysterischem anstatt zu überlegtem Handeln.

    Was mich im Kinder- und Jugendbereich am Einwurf stört, ist zum einen die Einschränkung der Kinder (ich würde sagen über 90% fordern einen Einwurf nach vorne - Sicherheit, man könnte ja ein Tor bekommen - und die Kinder machen das dann auch)


    Es geht mir hier nicht grundsätzlich um den Sinn oder Unsinn von Einwürfen, sondern um deine Argumentation.

    Grundsätzlich schränkt der Einwurf ja erstmal gar keine Spielrichtung ein. Der Ball muss halt aufs Spielfeld kommen. Grund dafür ist wohl, weil er das Spielfeld vorher verlassen hat.

    Ich frage mich daher, wohin werfen deine Kinder denn ein und warum?

    Bin gestern durch Zufall auf etwas gestoßen, was hier insgesamt gut rein passt:


    Das ganze Gespräch finde ich echt spannend, aber als kleines Appetithäppchen mal direkt ein Link zur Frage an Steffen Baumgart:

    "Wie kommt es denn, dass ... ... ... so wenig den Sprung in die A-Mannschaft schaffen?"

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    Und ein Kommentar von Lars Ricken zum Charakter der Finalrunden bei der U19:

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    Der Kommentar kommt bei 2:00:00 (also nach 2 Stunden)

    Kurzfristig sehe ich da nicht so wirklich Land.

    Mein Torhüter hat es sich in den letzten 15 Monaten super entwickelt in der D-Jugend. Davor hat er in der E-Jugend bis anhin nur im Tor gespielt. Bei Dribbling, Technik und Spieleröffnung hatte er starke Defizite.

    Das was maverick944 beschreibt, zeigt ja ganz schön wie es auch laufen kann. Seine beispielsweise 15 Monate sind jedoch nichts kurzfristiges und ich verstehe deinen Ausgangspost so, dass du nach Akutmaßnahmen suchst. Deshalb meine pessimistische Prognose dazu ;-). In einem anderen Thread hast du geschrieben, dass du bereits seit der F-Jugend auch Rondos spielst. Oben schreibst du, dass deine beiden Torhüter eigentlich auch alle Feldspielformen mitmachen (Funino, Rondo, Positionsspielformen? usw.). Daher wundert es mich, dass der eine Torhüter trotzdem so schwach ist (als Gesamtpaket Fußballer - nicht nur auf die Torwartposition bezogen). Ich vermute, dass er koordinativ insgesamt eher schwach ist (egal welchen Ballsport er macht) und dort auch die Gründe für seine langsame Entwicklung liegen. So beobachte ich es zumindest in meinem Team. Als Außenstehender würde man sein ganzes Verhalten vielleicht auch als 'ungeschickt' beschreiben. Bin mir daher sehr unsicher, ob Torwarttraining (so wie ich es gerade vor Augen habe) da einen nennenswerte Verbesserung bringen würde.



    Akutmaßnahmen fürs Spiel würde mir sowas in der Art einfallen:


    Die Torhüter nicht erst in der Halbzeit wechseln, sondern die Halbzeiten nochmal halbieren oder dritteln und dann häufiger wechseln. Einfach, um das "Risiko" im Tor besser auf die gesamte Spielzeit zu verteilen. Ggf. kannst du dann zu den Zeiten, wo der schwächere TW drin ist, auch Kinder in der Abwehr spielen lassen, die seine Unzulänglichkeiten spielerisch am Besten ausgleichen können.


    Ich vermute er bewegt sich auch kaum, wenn er den Ball in der Hand hält. Dadurch ist er für die gegnerischen Kinder (und Trainer!) natürlich sehr leicht auszurechnen. Vielleicht bekommst du ihn irgendwie animiert, dass er mit Ball in der Hand auch mal seine Position verändert und so in günstigere Situationen für ein Abrollen kommt. Die Laufbewegung könnte ja auch mal leicht diagonal sein. Wenn er sich diagonal bewegt könnte eine Entscheidungshilfe für ihn sein, sich auf die Seite zu bewegen, wo tendenziell weniger gegnerische Kinder stehen. Ein Mitspieler sollte da natürlich schon in Sicht sein. :) Und für die gegnerischen Spieler ist eine diagonale Laufbewegung (vielleicht sogar erst vertikal und dann diagonal) natürlich sehr viel schwerer vorherzusehen.

    Er ist spielerisch nicht sehr stark. Aber der Hauptgrund ist wahrscheinlich, dass er extrem nervös wird wenn er den Ball hat.

    Dein erster Satz ist in meinen Augen schon der Grund für deinen zweiten Satz. Wenn man so spielen möchte wie du es vorgibst (kontrollierter Spielaufbau von hinten), sich auf der Position Torwart eigentlich keinen nennenswerten Schnitzer leisten darf (Fehler/Ungenauigkeit/Unkonzentriertheit = Gegentor) und mir dann noch die spielerischen Mittel fehlen, so eine Situation spielerisch zu meistern (ich vermute ihm fehlt es deutlich an Technik und Spielverständnis), wäre ich auch sehr nervös. Zumindest die technischen Unzulänglichkeiten wird er selbst an sich bestimmt auch bemerken und sich dessen auch bewusst sein.


    Bei der Art zu spielen würde ich den Torwart nicht isoliert von den restlichen Spielern betrachten, die unmittelbar am Spielaufbau beteiligt sind (machst du vielleicht ja auch gar nicht, nur nochmal als Hinweis). Klingt jetzt vielleicht etwas pauschal und beruht auch nur auf den Erfahrungen aus meinem eigenen Team (E-Jugend), aber alle Kinder die unmittelbar am Spielaufbau beteiligt sind, sollten schon möglichst auf Augenhöhe ein 4:2 Rondo spielen können. Natürlich gehört zum gelungen Spielaufbau noch wesentlich mehr, aber sollte in dem Rondo schon ein Kind deutlich abfallen, hast du in meinen Augen auch im Spielaufbau ein Problem. Insbesondere, wenn bei der angestrebten Spielweise das schwächste Glied dann auch noch im Tor steht.



    Wie baue ich Selbstvertrauen auf?

    Insbesondere auf der Position würde ich Antworten: Durch Können. Also durch die Verbesserung seiner Fähigkeiten. Kurzfristig sehe ich da nicht so wirklich Land.

    Hier nochmal der Hinweis auf das 4:2 Rondo -> in diesem Fall als Analysespielform genutzt.



    Doch lange Abschläge

    Würde ich einstreuen, wenn es vom Spielverständnis Sinn macht.

    Bewusst übertrieben dargestellt: Alle gegnerischen Spieler pressen auf den Strafraum deines Torwarts (der gegnerische Trainer hat den Schwachpunkt bei euch erkannt, bläst zum Angriff und treibt alle seine Kinder nach vorne). Höhe der Mittellinie steht ein Stürmer von euch frei. Warum soll dein TW dann nicht den langen Ball spielen? Der Stürmer wäre alleine durch und ihr macht vielleicht das Tor. Und der gegnerische Trainer wird sich danach zweimal überlegen, ob er weiterhin so hoch angreifen lässt. Ziehen sie sich anschließend mehr zurück, entstehen vor dem eigenen Tor auch dankbarere Räume für einen kontrollierten Spielaufbau. Wichtig ist dann natürlich: Wenn schon langer Abschlag, dann aber auch mit bumms. 10 Meter reichen da nicht. Und wenn dein zweiter TW so schwach ist befürchte ich, dass alleine deshalb das lange Ding auch keine echte Option ist.



    Bevor du alles in Frage stellst (flacher Spielaufbau vs nur lange Abschläge), frag dich doch nochmal, ob zumindest der zweite Torwart auf dem Posten überhaupt gut aufgehoben ist und auch eine gewisse Perspektive hat. Nach deiner Beschreibung würde ich erwarten, dass er auch nicht viele Bälle verlässlich mit der Hand fangen kann. Passt er da eigentlich überhaupt nicht hin, überforderst du damit ja nicht nur ihn, sondern auch deine restlichen Aufbauspieler.


    Mal zur Analyse des Aufbauspiels:

    Stell doch mal ein wesentlich spielstärkeres Kind ins Tor (mit mehr Technik und Spielverständnis). Wenn du eh bereit bist Tore auf Kosten deiner Spielphilosphie zu kassieren, kann so einem Kinder der Ball bei einem Fernschuss ja auch ruhig mal durch die Hand rutschen. Solche Treffer musst du dann einfach hinnehmen und gehören dazu. Aber der ganze Spielaufbau sollte mit so einem Kind auf der Position schon eine ganz andere Qualität haben. Und vor allem, können sich die anderen Aufbauspieler so auch vernünftig weiterentwickeln.

    mehrere (aufgelöste) Spielsequenzen bzw. Erklärvideos

    Da gibt es bei dazn vielleicht eine passende Serie. Nennt sich "decoded". Darin wird das Spiel von diversen Top-Spielern etwas beleuchtet und vorgestellt. Bespielsweise: Wirtz, Jorginho, Yann Sommer, Müller und einige mehr. Dauer so grob 20 Minuten. Jede Folge dann immer speziell zu einem Spieler. Riesen Vorteil ist in meinen Augen, dass das Material schon kommentiert und geschnitten ist. Zudem ist es wirklich richtig gutes Videomaterial (von der Qualität) und keine wackligen Handyvideos von der Tribüne.
    Ich persönlich fand es anfangs ganz cool, insbesondere weil man solche Ausschnitte in der Qualität sonst wohl eher schlecht findet. Die Moderation finde ich auf Dauer jedoch etwas anstrengend. Muss einem klar sein, dass das ein Unterhaltungsformat ist ;). Insbesondere in deinem Fall finde ich es aber genau deshalb passend. Geht ja schließlich nicht um dich, sondern um deine Spieler.



    Trockenübung in Taktik

    Ob es das braucht, darüber kann bestimmt viel diskutiert werden.

    Wenn ich schon so ein Trainingslager mache und vermutlich alle Spieler zusammen habe, dann würde ich persönlich jede Platzzeit nutzen, um das gemeinschaftliche Spiel zu verbessern. D.h. ich würde so eine Trockenübung definitiv nicht gegen Platzzeit eintauschen.

    Grundsätzlich finde ich es aber völlig legitim sich in der Gruppe sowas mal anzuschauen. Insbesondere wenn es ein "Trainingslager" ist. So kann man das Gesamtprogramm dann interessant abrunden. Trainer E nennt es "Einfach um zu motivieren..". Ich sehe es ähnlich und denke, man kann dadurch schon auch Anregungen für einige Überlegungen bei den Jugendlichen schaffen. Allerdings nicht unmittelbar und vielleicht auch nur bei 2 oder 3 deiner Spieler. Für den Rest war es dann rückblickend vielleicht einfach ein netter Programmpunkt (Fernsehen gucken, Cola trinken ... ;)) und auch sowas sollte ja im Breitensport ruhig mal erlaubt sein.

    Ich würde die Zeit während der Filme mal nutzen, um die Spieler zu beobachten. Wer reagiert wie? Wer schaut da überhaupt hin? Wer scheint ehrlich interessiert? Sollte dir da ein Spieler positiv auffallen, kannst du ja im Nachhinein immer noch das Gespräch mit ihm suchen oder im Training mal bewusst gewisse Bezüge herstellen.

    [ Viel Spielzeit für alle ] vs [ Wettbewerb ]


    Angestoßen durch mein Feedback an luibo habe ich mir nochmal ein paar Gedanken gemacht, warum die Umsetzung der neuen Spielformen immer noch an so vielen Stellen hakt und es mit reiner Freiwilligkeit in der Praxis so selten funktioniert. Letztendlich komme ich zu dem Schluss, dass unausgesprochen an viel zu vielen Stellen immer wieder der Wettbewerbsgedanke die Konzepte ad absurdum führt und einer sinnvollen Einführung im Wege steht. Ich habe dazu auch mal etwas im Forum gesucht und zumindest in der letzten Zeit einige Beiträge von Coach1976 gefunden, der dort sehr ähnliche / gleiche Gedanken äußert.


    Um im Grundlagenbereich (Minis bis einschließlich E-Jugend) möglichst allen Kindern viel Spielzeit und den Trainern gewisse Gestaltungsspielräum zu ermöglichen (um die Kinder aber auch sich selbst weiter zu entwickeln), muss das Format (Format = Spielform(en) + Spielregeln + Rahmenbedingungen + Durchführungsbestimmungen) eine gewisse Flexibilität mit sich bringen, nur dann sind diese Ziele überhaupt zu erreichen. Desto mehr Flexibilität und Vielfalt im Format steckt, desto unsinniger wird es jedoch in meinen Augen, das ganze mit einem Wettbewerb (Meisterschaft oder Turnier) zu verknüpfen, der über das jeweils einzelne Spiel hinaus geht (Natürlich sollen Tore gezählt werden um festzustellen, welche Mannschaft das Spiel gewonnen hat. Tore sind ja das Salz in der Fußballsuppe, schließlich ist es Ziel des Spiels Tore zu schießen). Ich finde alle Altersklassen des Grundlagenbereichs sollten für den Regelspielbetrieb ein Format haben, das keinen Wettbewerb beinhaltet (z.B. Meister bestimmen). Das immer noch verbreitete Format bei Minis (Spieltreffs mit 7gg7, FPL usw.) oder F-Jugend (Saisonspiele mit 7gg7, FPL usw.) wird immer noch durch den Charakter eines Wettbewerbs dominiert, selbst wenn es offiziell keinen Turniersieger oder eine Tabelle mit einem Meister gibt. Wenn man sich an der Stelle wirklich mal konsequent von dem Wettbewerbsgedanken verabschieden würde, wären auch Formate mit 7gg7 möglich, in denen die Kinder wenigstens etwas mehr Spielzeit als aktuell bekommen. Grundsätzlich sehe ich die Reduzierung der Mannschaftsgrößen als größten Hebel an und das wäre auch mein Wunsch (es geht ja auch um die Qualität der Spielzeit und nicht die reine Quantität) , ich will aber trotzdem kurz andeuten, wie ich das mit dem 7gg7 meine. Ohne weitere Anschaffungen oder größere Platzbedarfe könnte man auch dort sofort Veränderungen vornehmen. Da selbst solche oder ähnliche Dinge von unserem Kreisverband als erster Minischritt nicht initiiert werden ist für mich klar, dass es bei uns vermutlich noch ein sehr weiter Weg sein wird.

    Minischritt für 7gg7: Man könnte mehrere Einzelspiele (z.B. 10 Minuten) machen und die jeweiligen Ergebnisse überhaupt nicht miteinander in Bezug bringen (nicht addieren oder ähnliches). Sie auch gar nicht im DFBnet erfassen oder pauschal 1:1 eintragen, damit der Admin zufrieden ist.

    Macht man kürzere Einzelspiele (z.B. 10 Minuten) mit passenden Verschnaufpausen, könnte man in der F-Jugend in Summe bestimmt auch 50 Minuten spielen anstatt 40 Minuten. Zudem hätten so die Trainer häufiger die Möglichkeit mit den Kindern in Ruhe zu sprechen. Laut FPL ist das ganze Reingebrülle sowieso nicht erlaubt (Trainer sollen nur die nötigsten Anweisungen geben), durch mehr (Coaching-)Pausen könnte das hoffentlich minimiert werden.

    Durch die festen kleinen Zeitblöcke mit anschließender Pause wird es für die Trainer praktikabler die Auswechselspieler entweder untereinander z.B. innerhalb eines 2gg2 Funino auf Hütchen oder sogar zusammen mit den gegnerischen Ersatzspielern zu beschäftigen oder sogar einfach komplett frei und unangeleitet zocken zu lassen.

    Man könnte die Spielzeit anhalten, wenn der Ball nicht im Spiel ist oder auch nach Bauchgefühl nachspielen lassen, damit die Kids auch auf die 10 Minuten Spielzeit kommen.

    Man könnte die Anzahl der Einzelspiele oder die Dauer einer Spielzeit davon abhängig machen, wie viele Kinder die jeweiligen Mannschaften mitbringen. Bei größeren Kadern kann häufiger gewechselt werden, wodurch insgesamt auch länger gespielt werden kann.


    Die regelmäßigen Spielmöglichkeiten (Regelspielbetrieb) im Aufbaubereich würde ich eher als Sparrings-Spiele sehen (Beschreibung bei Wikipedia "Die Absicht des Sparrings ist, die Fähigkeiten der Teilnehmer zu verbessern, während im Wettkampf ein Sieger ermittelt werden soll." Für mich persönlich würde ein solches Format sich darauf konzentrieren, zusammen zuspielen und im miteinander etwas zu lernen, als im reinen gegeneinder den Besseren zu bestimmen.


    Zum Wettbewerb:

    Ab der E-Jugend werden mit Sicherheit auch echte Wettbewerbe (sportlicher Leistungsvergleich -> Ermittlung des Besten -> z.B. als Turnierform) für Kinder interessant und, dass sowas auch für mich als Trainer einen gewissen Reiz ausüben würde, davon kann ich mich auch nicht komplett frei sprechen. Solche Wettbewerbe sollten aber ganz klar vom Regelbetrieb abgekoppelt sein, um dort einfach nicht Anreize zu setzen, die letztendlich wieder dem Gedanken von 'Viel Spielzeit für alle Kinder' entgegenstehen.