Beiträge von Linksfuss

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    Selbstverständlich kann man mit Gastspielrecht/2. Spielrecht auch Pflichtspiele bestreiten allerdings nicht in der selben Liga

    diese finde ich bei euch tatsächlich gar nicht so genau steht aber auch oft zwischen den Zeilen ich weiß das es NLZs machen und leihen in der Jugend funktionieren auch genauso.

    Wo steht das denn, dass das so in deinem Landesverband geregelt ist?

    Also wo steht es genau? In welcher Regel oder Dokument?

    Dein Spieler XY:
    Der kann doch sofort zu Verein B wechseln und dort spielen soviel er will. Nur nicht in Pflichtspielen.

    In Pflichtspielen kann er aber mit dem Gastspielrecht das du oben beschreibst (machen die NLZ's ja auch) doch genauso wenig Pflichtspiele bestreiten. Oder kannst du Spieler aus anderen NLZ's über ein Gastspielrecht im Meisterschaftsspiel einsetzen? Wenn ja, dann ist das eine Besonderheit des Gastspielrechts der NLZ's.


    Dein Spieler Z:

    Kann sofort den Verein wechseln ohne irgendeine Sperre. Wenn ein Verein keine Mannschaft in seiner Altersklasse meldet, kann er doch jederzeit wechseln (ich gehe jetzt davon aus, dass der Verein von Saisonbeginn keine Mannschaft gemeldet hat. Wenn die während der Saison zurückgezogen wird, darüber weiß ich gerade nichts) und auch unmittelbar am Pflichtspielbetrieb teilnehmen. Auch Spieler Z braucht kein Gastspielrecht. Er kann den Verein wechseln oder über ein Zweitspielrecht in einem anderen Verein direkt an Pflichtspielen teilnehmen.



    Gastspielrecht FLVW

    Antrag Gastspielrecht Jugend


    Sowohl in dem Infoblatt, als auch in dem Antrag steht klar drin, dass das Gastspielrecht auf Freundschaftsspiele begrenzt ist.

    Zudem kostet das Gastspielrecht pro Antrag 30 Euro.



    Bitte korrigiert mich, wenn irgendwas inhaltlich falsch ist. ;)
    Dann verbessere ich das hier.

    Natürlich aber wenn ein Kind (selbst schon mitbekommen) weint und Angst hat zum Training zu gehen muss es seitens Verband Möglichkeiten geben....

    An welcher Stelle schränkt denn der Verband ein, dass ein Kind nicht von heute auf morgen den Verein wechseln darf?
    Mir ist dazu jetzt adhoc zumindest unterhalb der NLZ's nichts bekannt.


    Wenn ein Kind das nicht mehr aushält, kann es sich jederzeit einen anderen Verein mit einem anderen Trainer suchen. Nur klar ist auch, das Kind selbst ist in diesem Prozess praktisch gesehen von Erwachsenen abhängig. Von Jugendleitern, Trainern und den eigenen Eltern!

    Ich will es nicht pauschalieren, weiß aber z.B. von einem Kind das uns im Sommer verlassen hat (-> "Leistungsverein"), dass es sich dort nicht wohl fühlt und unglücklich ist. Aus eigenem Antrieb ist es dort im letzten Sommer ebenfalls nicht gelandet. Vater und hauptsächlich Onkel und Oma waren dort die treibende Kraft. Jetzt spielt er dort, ist unglücklich und der Vater sagt, er solle sich erstmal bis zum Sommer durchbeißen. Weil man wolle ja nicht als Wandervogel oder ähnliches abgestempelt werden. Erst das Kind in diese Abenteuer jagen und dann nicht den Mumm haben, den eigenen Fehler / eigene Fehleinschätzung nicht korrigieren zu wollen. Ganz toll, davor schützt auch kein aufgeweichtes Regelwerk.


    Was der Verband nach Vereinswechseln einschränkt, ist die Teilnahme am Pflichtspielbetrieb. Der Verband ist aber auch für die Organisation des Pflichtspielbetriebs verantwortlich.

    idealtypisch nach Vorstellung des DFB der Spielbetrieb in der E Jugend

    Kinderfußball: Spielformen in G-, F- und E-Jugend
    Kinderfußball: Alle offiziellen Infos rund um den Fußball und die Spielformen in der G-, F- und E-Jugend. Jetzt informieren!
    www.dfb.de


    Dort findest du meines Wissens die offiziellen Infos.
    Wenn du herunterscrollst, findest du auch ein Kinderfußball-Booklet als PDF-Datei. Das sind letztendlich die Informationen, auf die sich Alle beziehen. So kommuniziert der dfb das Ganze.

    Der wird mit Sonderspielgenehmigung in der C-Jugend bleiben.

    Was ist das für eine Regelung?
    Gilt die, wenn man als Verein nachweislich keine Mannschaft in der Altersklasse melden kann?

    Oder ist das 'Playing-Down' (dafür müsste er ja gewisse körperliche Merkmale erfüllen)?
    Oder ist 'der Spieler' ein Mädchen?

    Ich bin im FLVW. Wir haben einen Jungen im C-Jugendalter, können aber keine C-Jugend stellen. Wüsste jetzt nicht, dass es da eine Sondergenehmigung gibt, die es mir erlaubt ihn rechtmäßig in der D-Jugend spielen zu lassen.

    Mein Wichtelgeschenk:

    Tim Stegmann Folge 1: Über die Talentförderung in Spanien und Versäumnisse in Deutschland


    Bin ich drüber gestolpert und finde insbesondere Folge 1 wahnsinnig toll. Da steckt soviel drin, wo ich merke sehr ähnlich zu ticken und wo ich mich inhaltlich sehr wiederfinde. Natürlich gibt es tolle Bücher, wo Sachen echt super auf den Punkt formuliert oder in der Tiefe dargestellt werden und mich über vieles zum Nachdenken gebracht haben. Jedes Buch hat mich definitiv beeinflusst. Was ich an dieser Folge einfach klasse finde, welches Bild Tim Stegmann dort vom Taktikbegriff zeichnet. Oder wenn es darum geht, aus spieltaktischen Überlegungen Spielformen abzuleiten. Auch das für ihn taktisches Denken und technischen Handeln untrennbar miteinander verbunden sind (wobei mir stärkere Alltagsbeispiele einfallen, als die Nummer mit dem Buffet ;) ). Auch welche Rolle er dem Coach innerhalb der Spielformen zuschreibt. All das spielt für mich total in das Thema Kinderfußball rein.

    In dem Video, ab Minute 21:14 Uhr, wird ein Teil davon thematisiert.

    Ich habe mir das ganze Video mal komplett angeschaut. Und nach deinem Post sind ja hier auch nochmal wieder ein paar weitere Beiträge gekommen. Desto länger ich über das Video nachdenke, desto mehr Fragezeichen bekomme ich. In gewisser Hinsicht ist das Video vielleicht auch nicht zum Nachdenken gedacht, sondern um den Funken für die Trainingsphilosophie überspringen zu lassen. ;)

    Kritisch sehe ich nicht die fußballerische Philosophie die da drin steckt, sondern die teilweise praktischen Visionen die aus der Philosophie abgeleitet werden und wiederum teilweise argumentativ untrennbar mit der Philosophie verknüpft werden.

    Ich lese mal weiter mit und vielleicht kann ich das demnächst nochmal besser formulieren.

    Hast du denn noch mehr Infos zu dem "14 spielen immer"?

    Mal ganz platt gesagt: Man hätte es ja auch "11 spielen immer" nennen können, wenn du es direkt wieder aufweichst und sagst, dass man natürlich auch andere Konstellationen spielen kann.


    Habe ich nur 12 Kinder kann man 7 gegen 7 und 5 gegen 5 oder 2x 6 gegen 6 spielen oder 2x 5 gegen 5 wenn man einen Rotationsspieler unbedingt möchte.


    Klar, die 14 kommen daher, dass 7 gegen 7 gewünscht ist. Und wenn ich das als Twin spielen möchte, brauche ich halt 14.


    Wenn ich in der E-Jugend zu einem Spiel fahre, bräuchte ich 5 Spieler (+ ggf. Rotationsspieler)

    Wenn ich in der D-Jugend zu einem Spiel fahre, bräuchte ich 14 Spieler (+ ggf. Rotationsspieler für jedes Feld)

    Wenn ich in der C-Jugend zu einem Spiel fahre, bräuchte ich 9 Spieler (+ ggf. Rotationsspieler)


    Da frage ich mich, warum Twin? Warum nicht stumpf 7er + ggf. Rotationsspieler? Und dann entdecke ich ein Foto über dem Bericht den du verlinkt hast, wo Hannes Wolf eine Folie auf hat mit dem Untertitel "Zwillingsspiele oder D1/D2".


    let1612 Hast du die Präsentation? Gibt es die Präsentation bei youtube? Ich habe oberflächlich gesucht und nichts gefunden. Ich denke ja, dass Hannes Wolf darauf eingeht und es begründet.


    Weil nach meinem Empfinden ist der Grundtenor hier im Forum ja: "möglichst kleine Kader", "Homogenität"

    Und für eine 14er-Startaufstellung, was brauche ich da für einen Kader (Krankheit, Verletzt, keine Zeit)? Weiß ich nicht. 20er? Da ist ja wohl das Gegenteil von "möglichst klein", insbesondere wenn ich sehe, wie viele Kinder ich in der E benötige und in der C. Dann hätte ich ja in der D einen Peak, den ich selbst in der A-Jugend nicht mehr erreichen müsste.


    Und wenn ich mal in den leistungsorientierteren Bereich schaue: "nur die Kinder nehmen, die das Niveau auch spielen können".

    So ein großer Kader (mind. 14 spielfitte Kinder auf dem Platz am Spieltag) macht das ja deutlich schwieriger. Da muss man doch bestimmt irgendwann 'schwächere' Kinder nehmen, um den Spielbetrieb gewährleisten zu können. Und wenn dann noch das Sahnehäubchen des Leistungsbereichs oben drauf soll "wenn möglich eine Jahrgangsmannschaft" dann frage ich mich schon, was das für ein Einzugsgebiet sein soll. Zudem soll es dann nach deinem Wunsch nicht Haupt- und Nebenfeld?! Ich verstehe das nicht.


    let1612 Hast zu der Präsi noch mehr Infos? Gibt Hannes Wolf darauf eine Antwort, warum er das so sieht? Oder hat er eigentlich anderes gesagt und der Bericht fasst das falsch zusammen? Über das Booklet zur Trainingsphilosophie bin ich mal drüber geflogen, konnte da aber auf Anhieb nichts dazu finden.



    Übrigens:

    Zu dieser Zeit wurde ich auch Verbandsfunktionär.

    Weil du Verbandsfunktionär bist (hattest du ja schon woanders erwähnt), gehe ich da so gezielt drauf ein und frage nach. ;)

    Habe ich nur 12 Kinder kann man 7 gegen 7 und 5 gegen 5


    let1612
    Ich finde es echt wahnsinnig schwer auf deine Antworten einzugehen. Ich habe das Gefühl, an jeder gedanklichen Astgabel biegst du rechts und ich links ab. ;)


    Nur mal so als Anriss:

    Das wirkt vielleicht alles wahnsinnig kleinkariert, aber es ist doch nicht die Realität, dass beide Teams mit 14 oder 12 oder was auch immer Spielern da stehen. Realität sind wohl eher ungleiche Zahlen. D.h. es spielen auch dann automatisch manche Kinder nicht. Das kann man jetzt noch alles weiter aufdröseln und sich dafür etwas überlegen, aber meiner Meinung nach passt der Ansatz aber schon 20 gedankliche Astgabeln weiter vorne schon nicht mehr.


    Beim aktuellen Spielbetrieb bin ich doch im Grunde viel flexibler. Ich habe Pflichtspiele und die Möglichkeit Freundschaftsspiele abzumachen oder kleine Spieltreffs zu planen. Ich habe die Möglichkeit flexibel im Block zu wechseln oder einzelne Spieler. Zur Halbzeit oder nach 10 Minuten oder wann auch immer. Ich bin flexibel mit den Ersatzspielern, kann ein- und auswechseln nach belieben. Natürlich gibt es Details die ich ebenfalls kritisch und verbesserungsfähig halte, aber wenn das was du vorschlägst die Ablösung des aktuellen Spielbetriebs sein soll, dann drehst du quasi jeden Stein um, um nachher noch nicht mal das zu können, was du über die gesamte Reform als Motto hängst 'Spielzeit für jeden'. Weil du meiner Meinung nach von einer falschen Annahme ausgehst: Natürlich möchte kein Kind das ganze Spiel auf der Bank sitzen. Ich würde aber auch behaupten, dass nicht jedes anwesende Kind über die volle Spielzeit auf dem Platz aktiv mitwirken möchte. Und darum sollte es ja wohl gehen, um aktive Mitwirkung. Wechselspieler oder Rotationsspieler sind ja im Grunde auch wichtig und notwendig, dass ein Spiel überhaupt über längere Distanzen gehen kann. Wir machen wirklich viele Spiele. Meisterschaft 9 gegen 9. Freundschaftsspiele auch häufig und gerne 7 gegen 7. Auch Twin schon mehrmals gemacht, genauso wie von dir vorgeschlagen. 7 gegen 7 und 5 gegen 5 daneben. Das ist teilweise schon sehr amüsant mit anzuschauen, wie Kinder dann auf dem 7er Feld ausgewechselt werden und hoffen, nicht direkt wieder auf dem 5er Feld 'eingezogen' zu werden. Blick auf den Boden und erstmal wegschleichen und die Trinkflasche füllen. Oder ausgedehnt den Schuh binden. Oder doch ein Ziehen in der Wade und nach 10 Minuten geht es dann von Zauberhand wieder. Ich finde du überlädst den Spielbetrieb mit soviel Idealismus, Utopie und Pathos, dazu dann teilweise noch mit wechselnden Zielen/Motiven, dass eigentlich jede Lösung, egal wie sie aussehen mag, darunter nur zusammenbrechen kann. Bevor man den aktuellen Spielbetrieb in alle Richtungen verbiegt und ideologisch auflädt, kann man ihn natürlich an gewissen Stellen aktualisieren, anpassen, zeitgemäßer aufstellen. Für alles Weitere sehe ich eher einen zusätzlichen Spielbetrieb als sinnvoll an, der dann nach anderen Ideologien, Maßstäben funktioniert und sich ggf. auch an anderen Anforderungen orientiert. So hätten die jeweiligen Vereine/Trainer/Teams die Option zu wählen oder ggf. beides zu tun.

    Natürlich ist das auch keine 100&ige Lösung dafür, wie ein Kind das vom Trainer nicht/kaum eingesetzt wird auf Spielzeit kommt. Ich denke im Vergleich zu der gesamten Anzahl an Kindern ist der Anteil doch relativ klein. Das Kind hat dann ja auch die Möglichkeit sich einfach mal einen anderen Verein anzuschauen und kann dann den Verein auch wechseln. Ich bin fest davon überzeugt, dass es auch viele Trainer gibt, die schon darauf achten, dass Spielzeit ausreichend vorhanden ist. Und warum soll man diese Trainer/Vereine nicht auch mal dadurch belohnen, dass fremde Kinder kommen und dort mal mitmachen. Und wenn sie dort zufrieden sind, auch den Schritt machen und wechseln. Ob es dann eine Sperre bekommt ist doch ebenfalls nebensächlich. Wenn es eh nicht spielt, kommt es im neuen Verein wenigstens in Freundschaftsspielen zum Einsatz. Und wenn es die ganze Saison noch nicht gespielt hat in Pflichtspielen, fällt die Sperre ggf. auch sehr kurz aus.

    Hace 75 : da werden ja ganz viele Punkte (Spiegelstriche) in einen Topf geworfen

    Die Spiegelstriche sind die ganzen 'Einzelfälle' (bei uns bestimmt 6 von 17), von denen der Erfolg deiner doch recht konkreten Reformidee abhängig ist.

    D-Jugend (U12): 7 vs. 7 - Twin

    7 vs. 7 - Twin

    Bedeutet verlässlich mind. 14 Kinder, die i.d.R. Samstags zur gleichen Zeit, am gleichen Ort im Trikot zum Anpfiff auf dem Platz stehen sollen? Wenn ich bei Fußball.de in die Spielbericht vieler C-Jugendteams schaue (da braucht man ja i.d.R. schon mind. 11 auf dem Platz), dann sehe ich da in in den allermeisten Fällen noch nicht mal voll besetzte Auswechselbänke. Oftmals eher zwei oder drei anstatt fünf die möglich wären. Selbst bei JSG's, die nur eine einzige Mannschaft in der Altersklasse gemeldet haben.


    Ich habe weder etwas gegen 7 vs. 7, noch gegen Twin. Noch in der Kombination. Aber das Konstrukt muss ja nicht im luftleeren Raum glänzen, sondern im Alltag auch tragfähig sein. So tragfähig, dass die allermeisten Vereine damit abgeholt werden. Weil für die Breite ist der Spielbetrieb ja gedacht. Ich muss ja davon ausgehen, dass du annimmst, dass jeder Verein verlässlich am Wochenende mind. 14 Kinder gestellt bekommt (ist ja mehr als für ein 11er Spiel erforderlich). Wenn du das in der Stadt umsetzen kannst, dann mach es. Ich bezweifle, dass sich das in ländlicheren Regionen umsetzen lässt. Rein technisch natürlich schon. Dann müssten weitere JSG's her. Aber spätestens ab dem Zeitpunkt kannst du bei uns nochmal 5 der 6 Spiegelstrich-Kinder komplett löschen, weil den Eltern der Fahrtaufwand es dann nicht mehr Wert ist.

    Mal zwei Anregungen zur Organisation:

    Das Handballfeld in der großen Halle misst 40x20 Meter.

    Oft wird auf einer Seite mit Bande gespielt, da kommst du den 40x25 Meter (Empfehlung dfb Kinderfußball F-Jugend auf Tore -> 5gegen5 auf etwa 40x25m) schon sehr nahe. Das Spielfeld ist für 4 + 1 meiner Meinung nach zu groß oder ihr stellt noch ein Kind dazu (Empfehlung dfb ist auch 5+1 bei der Feldgröße 40x25m).

    Was nämlich noch dazu kommt. Spielst du im TW-2-2 hast du wahrscheinlich die komplette Mitte offen. Bei 5 Feldspielern kannst du TW-3-2 oder TW-2-1-2 spielen. Geht mir jetzt noch nicht mal darum jetzt hier mit der Brechstange ein günstigeres Szenario zu skizzieren, in dem ihr nicht verliert. Ich finde einfach, 5 Feldspieler werden der Fläche und der ganzen Spieldynamik deutlich besser gerecht. Und technisch sind die Kinder häufig auch noch nicht so weit, da rollt eh jeder zweite Ball in der Halle ins Aus. Da hilft ein zusätzlicher Spieler schon, um das Spiel etwas mehr am Laufen zu halten -> auf so einer großen Fläche!


    Zudem die Spieldauer:

    2 x 30 finde ich unglücklich. Ihr könnt ja eine gute Stunde in Summe spielen, aber dann mach mach 10 oder 12 Minuten und dann Pause, dann kannst du zwischendurch auch mal besser coachen und die Kinder einmal runter kommen lassen. Wenn du 12 Minuten machst, kannst du 2 Kinderblöcke machen und jeden Block 3mal jeweils 2 Minuten spielen lassen. Dann gibst kein Ärger wegen Spielzeit und du kannst dich auf deine Spielbeobachtung konzentrieren. In den Pausen kannst du die Blöcke neu zusammenstellen.
    Oh sehe gerade, dass sich da mein Beitrag überschnitten hat. Schönen Gruß an Atzeikke ;)

    ScuBac Bin ich komplett bei dir. Ich finde die Formation nicht uninteressant, aber das was du ansprichst, spielt natürlich alles in die Welt 'Wie spiele ich die Formation aus?' Wenn ich ein total schlechtes defensives 1:1 habe und das nicht erkenne, stelle ich womöglich noch auf Viererkette um. Dann fehlt weiter vorne noch ein Kind und wenn sie einfach ein schlechtes Stellungsspiel haben, ist bei 4 Abwehrspielern die mittlere Schnittstelle womöglich erst so richtig offen und man kassiert noch mehr Gegentore.


    Was mich an diesem 1gegen1-trainieren immer etwas stört, dass das ja sehr vielfältig ist und dass es gar nicht unbedingt in jeder Spielsituation in einem Wettbewerbsspiel darum geht, den Ball auch erobern zu müssen. Es geht ja teilweise auch erstmal darum den Gegenspieler mit dem Ball einfach nicht vorbei zu lassen und in ungefährliche Bereiche abzudrängen. Solche Szenarien kommen aber in den typischen Feld-Wald-und-Wiesen-1gegen1 Übungsformen ja überhaupt nicht vor. Auch ist das Stellungsspiel in den Halbspuren zum Gegenspieler ja auch ein ganz wichtiger Punkt. Im der trivialen Übungsform wird dann manchmal noch gecoacht, den Gegenspieler auf seinen schwachen Fuß zu leiten und ihm etwas die Seite zu öffnen. Macht ein Kind das aber in der Halbspur oder der Außenbahn, macht es dem gegnerischen Kind ja womöglich den kompletten Weg zum Tor auf. Und dann klingelt es ohne Ende.


    Ich denke das ist genau das, was du zurecht ansprichst und thematisierst. Das bekommt man aber meiner Meinung nicht abgestellt, wenn man als Trainer einfach nur stumpf irgendwelche 1gegen1 Übungen macht. Ich will gar keine Werbung speziell oben für die Seminare machen. Vielleicht bieten andere auch sowas an. Vielleicht findet man auch etwas bei youtube oder advance football. Geht mir eher darum, dass das Thema einfach deutlich vielfältiger ist, als es in den typischen Übungsbeispielen immer suggeriert wird.

    Hast du diese Seminare selbst mal ausgetestet?

    Ja. An einem habe ich mal selbst teilgenommen. War glaube ich "Spielverlagerung Academy: Analyse und Coaching"



    Also bringen die wirklich einen Mehrwert?

    Für mich hat das Seminar schon einen Mehrwert gebracht. Es ist wohl auch immer eine Frage was man sucht. Patentlösungen für jedes Problem wird man wohl nirgends finden und das wurde mir dort auch nicht versprochen. Für mich sind die Inhalte dieser Seminare Hilfe zur Selbsthilfe. Fuppes hat ja völlig zu recht die Formation angesprochen. Natürlich kann man darüber Einfluss nehmen. Aber jetzt stell dir mal vor, du hörst, dass alle in eurer Liga 3-3-1 spielen und du sagst dir dann, daran kann es ja nicht liegen. Wenn du dir das schön auf Rechenkästchenpapier aufmalst und geometrisch in Reih und Glied aufträgst, bekommst du meiner Meinung nach katastrophale Passwinkel und ggf. kaum Überzahl mal nach vorne. D.h. diese Formation muss auch spielerisch mit Leben gefüllt werden und situativ, individualtaktisch gut ausgespielt werden. Für Teams, die auf jeder Position individuell technisch und körperlich besser besetzt sind, kann man darauf verzichten. Ist dann in meinen Augen teilweise ein erbärmliches Spiel, aber es gibt ja im Fußball keine Haltungsnoten. Aber da cleverer zu Handeln, ist in meinen Augen schon ein großer Hebel, insbesondere wenn man diesen Hebel bis jetzt noch gar nicht betätigt hat. Und für solche Dinge überhaupt sensibilisiert zu werden, dafür empfinde ich die Inhalte dieser Seminare schon als sehr hilfreich. WENN man überhaupt Lust und Interesse daran hat, sich mit sowas tiefergehend zu beschäftigen.

    Also wenn du gezielt etwas verbessern möchtest, bedingt das natürlich erstmal einer guten Analyse eures aktuellen Spiels.

    Ich habe schon mit Leuten zusammengestanden und dasselbe Spiel aus nahezu demselben Standort gesehen und jeder hat nach dem Spiel gefühlt von einem anderen Spiel gesprochen. Dementsprechend würden auch die Analysen und Schlussfolgerungen unterschiedlich ausfallen.


    Mal so als grundsätzliche Anregung für dich. Musst natürlich abwägen, ob es dir den finanziellen Aufwand wert ist:

    Bei Spielverlagerung.de haben sie mal Online-Seminare angeboten. Zum Beispiel "Spielverlagerung Academy: Freie Analyse-Seminare". Manche Trainer bringen diese Fähigkeit vielleicht schon auf einem soliden Niveau mit, andere müssen sich da vielleicht selbst erstmal verbessern, um letztendlich auch etwas an der Mannschaft verbessern zu können.

    Eine Statistik für das Selbst- und Fremdbild finde ich sehr gut - ich war damals jedenfalls überrascht als Spieler und der Trainer war es auch.

    Da vertut man sich gerne mal gewaltig mit der Selbstwahrnehmung und schon vorhandener Erwartungshaltung an Spieler.


    Hey Sir Alex  let1612 .
    Ich habe mal zwei Wörter hervorgehoben. Mir ist so ein Gedanke gekommen, der mir erst durch eure beiden Posts so klar geworden ist.


    SamS lag Videomaterial über das gesamte Spiel vor und er kann es sich immer und immer wieder anschauen. Ich denke das ist für ganz, ganz viele Trainer sehr ungewöhnlich. Und wenn oben 'damals' steht gehe ich davon aus, dass euch kein Videomaterial zur Verfügung stand. Ihr wolltet aber nach dem Spiel trotzdem irgendwas handfesteres haben und dann haben die verletzten Kollegen eine einfache Statistik geführt. Und SirAlex schreibt ja auch 'Selbstwahrnehmung'. Ich kenne das ja auch. Ich stehe am Rand, es geht drunter und drüber. Irgendein Kind verletzt sich und ich muss schnell reagieren. Von der Seite fange ich irgendwelche Gesprächsfetzen von Eltern auf mit "der Trainer müsste tusche, tuschel" und von den Zuschauern kommen zusätzliche Emotionen rein. Da ist die objektive Selbstwahrnehmung natürlich total beeinträchtigt. Und wenn ich dann im Anschluss nichts als die eigene Erinnerung habe, da ist so eine Statistik bestimmt ganz informativ und dankbar, um vielleicht nochmal meine Erinnerung mit den Zahlen abzugleichen.

    Ganz selten habe ich auch mal Videomaterial von meiner Mannschaft. Es ist schon faszinierend, was man dort alles sieht, was in der Hektik des Spiels einfach untergeht und natürlich würde ich mich dann auch freuen, nach dem Spiel ein paar Zahlen sehen können. Aus Trainersicht würde ich persönlich erstmal immer das Videomaterial anstatt einer Statistik wählen. Auch wenn mir eine Statistik (die ich nicht selbst erstellt habe und mir vorgelegt wird) natürlich vermeintlich die Zeit abnimmt, mir das Spiel nochmal komplett anzuschauen.


    Wenn ich die Möglichkeit habe mir das Spiel zu einer beliebigen Zeit nochmal anzuschauen, wird die ganze Situation ja schon objektiver. Ich kann das zwei Tage später machen, wenn der Puls wieder unten ist und ich nicht mehr im Regen an der Seitenlinie stehe.

    Das finde ich, sollte man in SamS Fall oben berücksichtigen. Also in der Beurteilung, welchen Nutzen so eine Statistik für mich als Trainer hat und auch in der Einordnung, welche Kennzahlen erfasse ich überhaupt. Liegt Videomaterial vor oder nicht?

    Also ist die Intention mit den Zahlen das Spiel irgendwie besser in Erinnerung zu behalten und ggf. auch meinen subjektiven Eindruck zu relativieren (wenn ich nur die Möglichkeit habe das Spiel ausschließlich live zu sehen). Oder ist die Intention, dass ich Zahlen haben möchte, weil ich Auswertungen machen möchte oder Spielleistung irgendwie zahlenmäßig vergleichbar und beurteilbar machen möchte?

    Mal so als Kommentar von mir dazu:


    Ich denke ja, dass der formelle Aufbau bzw. die Dokumentation schon in der Schulung vorgegeben wurde. Also wie ein Training zu gliedern ist und auch wie man die Übungen dokumentiert. 'Organisation', 'Verlauf', 'Varianten' hast du ja geschrieben. Dass das also DFB-Vorgabe so ist oder zumindest Schulungsdenke des B-Scheins. Das erinnert mich schon sehr stark an die Art und Weise der Trainingsübungen bei fussball.de. Mein persönliches Problem damit ist, dass ich es eigentlich erstmal viel wichtiger fände kurz und knapp textlich zu beschreiben, was man als Trainer konkret beabsichtigt mit der jeweiligen Übung zu trainieren. Welches Verhalten man von den Spielern erwartet oder halt auch welches Verhalten man durch den gesamten Übungsaufbau provozieren möchte. Ebenfalls fehlt mir die Erläuterung, warum ich als Trainer tue was ich tue. Warum nutze ich dieses Feldgröße und Form? Warum Dribbeltore anstatt Minitore? Warum die Anzahl Minitore und warum die Position? Warum nutze ich Außenspieler und warum gebe ich ihnen die Regeln, die ich ihnen halt gebe (z.B. Kontaktbegrenzung, Bewegungsbegrenzung, Zeitbegrenzung usw.)?


    Diesen ganzen Kram brauche ich als Trainer den Spielern natürlich nicht erklären. Aber ich denke auf einer Trainer<->Trainer(ausbilder) Ebene macht das total Sinn bzw. insbesondere in der Ausbildung sollte so etwas elementarer Bestandteil sein.


    Also geht halt nicht gegen dich, ich denke ja das ist formell genauso, wie es dein Ausbilder erwartet. Aber Anfangen kann ich persönlich damit echt wenig. Weil individualtaktisches Umschalten ist halt eine Sache, teamtaktisches Umschalten eine ganz andere. Und dazwischen gibt es ja auch noch Gruppentaktik. Und letztendlich kann ich natürlich auch sagen, dass ich in jeder Spielform, die Ballbesitzwechsel zulässt, auch Umschaltmomente habe und darin irgendwas zum Thema Umschalten nach Ballgewinn trainieren kann. Da landet man aber schon fast bei einer philosophischen Frage, ob eine Spielform, die nach einem Ballbesitzwechsel endet, überhaupt als Spielform bezeichnet werden sollte oder ob es nicht eher eine Übungsform ist. Die Diskussion will ich hier aber nicht aufmachen, sondern nur andeuten, weshalb ich mich schwer tue mit einem Feedback zu deiner Ausarbeitung. UND ganz entscheidend bei mir, ich habe keinen B-Schein und habe keine Erfahrung damit, was und wie das abläuft, was erwartet wird, usw. Dazu kommt, dass ich keine Trainererfahrung im Seniorenbereich habe, deshalb möchte ich mir hier auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. ^^ Und wie ScuBac oben schon sagte, ruhig den Ausbilder mit ins Boot holen bei deinen Fragen.


    Theoretisch würde ich erwarten, dass du Aufgrund der Angaben vorweg schriftliche eine Aussage dazu machst, auf Basis welchem [Spielprinzip]s das [teamtaktisches Umschaltverhalten] deiner Mannschaft [nach einem Ballgewinn] in der [Übergangszone] überhaupt aussehen soll. Ggf. gibt es noch Unterprinzipien oder ein gleichbedeutendes, situationsabhängiges Spielprinzip, was den Spielern ein Entweder-Oder auf dem Platz ermöglicht. Für mich persönlich finde ich solche Aussagen existenziell, um überhaupt gewisse Bewertungskriterien für die von dir gewählten/gestalteten Spielformen zu haben.