Seltsames Verfahren, der SPieler ist doch nicht Eigentum des Vereins.
Seltsames Verfahren, der SPieler ist doch nicht Eigentum des Vereins.
Nein, natürlich ist er nicht Eigentum des Vereins. Und ich finde ein Vorgehen so wie es AmiGo beschreibt auch nicht richtig. Also wenn es dort Vorgabe sein sollte, dass Kinder ausschließlich offiziell über deren Verein kontaktiert werden dürfen und es letztendlich völlig intransparent ist, ob die Kontaktaufnahme überhaupt weitergeleitet wurde bzw. wenn Trainer sowas direkt blockieren können.
Aber dein Argument wird ja im Allgemeinen hier immer wieder in den verschiedensten Zusammenhängen genannt (u.a. auch Vereinswechsel). Und natürlich stimmt dein Satz, aber die Institution Verein ist ja im DFB/in Deutschland letztendlich nur die Organisationseinheit dafür, über die ein Kind im DFB-Spielbetrieb registriert werden kann. Darum dreht sich ja die Vielzahl der Regeln und Vorgaben. Um Rahmenbedingungen zu schaffen, die einen möglichst planbaren, flächendeckenden Spielbetrieb und faire Wettbewerbsbedingungen für alle Teams schaffen, die an dem Spielbetrieb teilnehmen.
Wenn wir beispielsweise über mangelnde Spielzeit im Kinder- und Jugendbereich reden, dann wäre es ja ein leichtes die Festspielregel komplett abzuschaffen. Dann könnte ein Verein, der über die ganze Saison gesehen verlässlich zu wenig Kinder für zwei Teams, aber zu viele Kinder für ein Team hat, einfach zwei Teams melden, die Anstoßzeiten im Notfall nochmal mit dem Gegner abstimmen und 1/3 bis 1/2 der Kinder einfach zweimal spielen lassen an den Wochenenden. Ich wüsste nicht, weshalb das irgendjemandem weh tun sollte, sogar im Gegenteil, die Spielzeit wächst rasant an. AUSSER natürlich, dass dadurch teilweise Stärkemeldungen absolut hinfällig werden und das KÖNNTE dann im Spielbetrieb zu abstrusen Ergebnissen führen. Und dann geraten die schönen Tabellen völlig aus dem Ruder.
Und mit den Vereinswechseln verhält es sich ja genauso. Der Vereinswechsel ist ja gar nicht das Problem. Ob ich den Taubenzüchterverein oder den Fußballverein wechsle, stelle ich mir im Grunde formell recht ähnlich vor und das regelt auch nicht der DFB, sondern das Vereinsrecht. Oder irre ich mich da? Bei einem Wechsel des Fußballvereins geht es ja eigentlich um die Spielberechtigung des wechselnden Spielers. Die kann ein Spieler in der Regel (DFB) immer nur bei einem einzigen Verein haben und der Spieler kann, im Sinne des Spielbetriebs, nur in gewissen Zeitfenstern auf einen anderen Verein übertragen, ohne Konsequenzen für seine Spielerlaubnis für den Pflichtspielbetrieb fürchten zu müssen, ansonsten muss er ggf. gewisse Wartezeiten berücksichtigen, bevor er am Pflichtspielbetrieb teilnehmen darf.
Und nochmal zurück zur Spieleransprache. Dass Vereine bei uns im Kreis überhaupt den anderen Verein informieren sollen, ist nach meinem Verständnis ja rein auf die Wahrung gewisser FairPlay-Verhalten bezüglich der Aufrechterhaltung eines ordentlichen Spielbetriebs zurückzuführen. Mit dem Vereinsrecht als solches hat das ja gar nichts zu tun.
