Vielleicht sollten wir uns einfach darauf einigen, dass es überhaupt kein Reinrufen gibt.
Das schlimme ist, darauf bräuchte man sich noch nicht mal einigen.
laut Regelwerk der Fairplay-Liga (DFB Fairplayliga)
2. Trainerregel
Die Trainer*innen-Regel besagt, dass sich die Trainer*innen und Betreuer*innen in der sogenannten Coaching-Zone (Zehn Meter an der Mittellinie) aufhalten müssen. Die Trainer*innen agieren als Partner*innen im sportlichen Wettkampf, sie verstehen sich als Vorbilder und verhalten sich auch dementsprechend. Sie geben nur die nötigsten Anweisungen, wissen aber das die finale Einhaltung der Spielregeln ihnen obliegt. Bei den Trainer*innen soll dadurch ein Bewusstsein entstehen, dass gegenseitiges Kritisieren oder gar Beschimpfen insbesondere bei einem Kinderfußballspiel nichts zu suchen hat. So werden die jungen Spieler*innen vor Emotionen siegorientierter Ausbilder*innen geschützt. Dies soll später dazu beitragen, dass die Trainer*innen Schiedsrichter*innenentscheidungen nicht ständig kritisieren.
Im FLVW gibt es zudem z.B. noch die FLVW-Trainer-/Betreuerregeln
Es gibt Regeln, Verhaltenskodexe, Empfehlungen usw. Auch bereits für das 7 gegen 7 und zudem ist das ja auch spielformunabhängig.
- das Fehlen von Autoritätspersonen (im Sinne eines Trainers, Schiedsrichters, Eltern)
Das Hauptproblem das ich sehe ist, dass in den ganzen Konzepten und Vorgaben (auch schon vor der Reform!) keinerlei Autoritäten vorgesehen und implementiert waren, die aktiv um deren Einhaltung bemüht sind. Es fehlt auf ganz vielen Seiten am aktiven Durchsetzungswillen. Letztendlich sozialisiert sich die ganze 'Branche' Woche für Woche selbst. Irgendeinen Idioten gibt es immer, der die Messlatte noch ein Stückchen höher legt. So schaukelt es sich nach und nach hoch. Und das System vertraut ausschließlich darauf, dass sich nicht genug Leute anstecken lassen und stattdessen sogar diesen Mist mit sich machen lassen und in sich hineinfressen. Das ist das traurige.
Ich würde sogar behaupten, dass das Thema 'alternative Spielformen' u.a. auch deshalb überhaupt aufgekommen ist (vollkommen unabhängig vom dfb oder der Verbände), weil einige Leute sich abseits des Spielbetriebs getroffen haben und sie einfach keinen Bock mehr auf den Spielbetrieb mit dem ganzen Mist hatten. Sie haben nach irgendwas mit 'mehr Fußball' und weniger Stress gesucht. Für sich und für ihre Kinder.
