Beiträge von WolfgangL

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    Bei uns gibt es sowas überhaupt nicht. Ich bin froh, wenn bei unseren Spielen (D) drei Eltern erscheinen, damit sie die vorgeschriebenen Ordner machen können. Heute waren gerade mal zwei Eltern da. Ich finde das total schade, dass die Eltern kein Interesse haben.

    Wir sind allerdings auch ein Verein in einer größeren Stadt; auf den Dörfern erlebe ich das anders.

    Als Spielervater am Anfang und als nun "Vater-Trainer" (jetzt trainiere ich die Mannschaft meines Sohnes) sehe ich das differenziert. Als Spielervater empfand ich oft einen Mangel an Kommunikation von den Trainer zu den Eltern. Es wurde halt gespielt, gewonnen oder verloren, und das war`s. Gerade über die modernen Medien habe ich mir damals mehr erwartet: Ein kurzer Spielbericht aus Sicht des Trainers, rechtzeitige und umfassende Informationen, sowas in der Art. Heute als Trainer setze ich das um und kommuniziere sehr intensiv mit den Eltern (und den Spielern, die inzwischen teils selbst in der WhatsApp-Gruppe sind). Ich glaube, das nimmt schon viel an Spannungen raus, wenn man merkt, der Trainer macht sich Gedanken, der hat eine Einschätzung, was noch getan werden muss etc.


    Wichtig ist sicher auch ein angemessenes Coaching während dem Spiel - nicht zu viel, aber vor allem auch nicht zu wenig. Da kommt neben viel Aufmunterung und Lob halt auch mal von mir "Abwehr, passt man auf den 8er auf, der steht ständig frei!" oder "Das Mittelfeld muss zurückkommen und darf nicht einfach vorne stehen bleiben!" oder "X, Du musst früher passen!" Tue ich das nämlich nicht, kann ich davon ausgehen, dass es früher oder später von außen kommt. Das habe ich nämlich als Spielervater vor meiner "Trainer-Karriere" selbst gedacht, wenn die Trainer quatschend am Spielfeldrand stehen und offenkundige Fehler (z.B. Gegner steht ständig hinter dem letzten Mann) nicht ansprechen. Wenn der Ball dann zum dritten Mal zu einem Gegenspieler kommt, der ständig ungedeckt ist, dann kommt halt von den Zuschauern: "Mann, passt doch mal auf den..... auf."

    Das lautstarke Kommentieren von Schiedsrichterentscheidungen ist ein absolutes Unding. Ich werde das heute auch noch mal meinen Spielern im Training sagen, da beim letzten Spiel von uns ziemlich gemeckert wurde. Denn erstens bringt es ja nichts. Zweitens kann der Schiri auch durchaus recht haben und man selber hat es nicht. Drittens ist es ganz schön schwierig, so ein Spiel zu pfeifen. Gerade in den Situationen, wo zwei Spieler zum Ball wollen und "zusammen krachen" muss ich in Bruchteilen von Sekunden und ggf aus 15-20 Metern oder bei unklarer Sicht eine Entscheidung treffen. Eine gewisse Fehlerquote ist dabei doch normal. Genauso wie der Spieler auch mal einen Fehlpass spielen darf, gilt das auch für den Schiri, der mal daneben liegen darf. Wer meint, er könne es besser, der soll doch selbst Schiri machen.


    Aber nun zu etwas ganz Anderem:

    Unser Staffelleiter hat dieses Frühjahr kurzfristig einen extrem ambitionierten Spielplan verkündet. Gleich am Anfang fielen jede Menge Spiele wegen Corona-Fällen aus - war von Anfang an angesichts der hohen Inzidenzen in den Schulen abzusehen, aber wurde natürlich trotzdem durchgezogen. Insofern mussten noch Nachholspiele in den engen Zeitplan gequetscht werden. Und jetzt stelle ich fest, dass an den verlängerten Ferienwochenenden um den Vatertag/Herrentag und an Pfingsten auch noch Spiele angesetzt wurden (ist mir erst jetzt aufgefallen, nachdem bei mir die ersten Absagen kamen). Klar, bei solchen verlängerten Wochenenden bleibt jeder zu Hause8o. Ratet mal, wer jetzt wieder Schwierigkeiten hat, eine Mannschaft zusammen zu bekommen. Irgendeine Mannschaft. Es ist zum Kotzen.

    Das sind ganz schöne Luxusprobleme, oder? In unserer letzten Trainerbesprechung für die neue Saison haben wir mit Entsetzen festgestellt, dass wir in den meisten Mannschaften nur noch einen Trainer haben. Auch mein Co hört zum Ende der Saison auf und dann werde ich wohl wieder allein 20 Jungs trainieren dürfen.

    Nach meiner Kenntnis geht es bei uns in erster Linie um die Entfernung. Das heißt, man versucht, dass die Teams möglichst wenig fahren müssen. Wir sind aber auch ein Flächenland mit riesigen Landkreisen und wenn man einen weiter entfernten Gegner hat, fährt man schon mal eine Stunde. Das gilt nur in der Liga, im Pokal wird rein ausgelost.

    Bei uns ist es aber diese Saison so geregelt worden, dass nach der ersten Hälfte der Saison die Teams der verschiedenen Staffeln nach der Leistung neu zusammengestellt wurden, d.h. man nimmt in einer neuen Staffeleinteilung die Teams zusammen, die auf den gleichen Tabellenplätzen (1-3, 4-6, 7-9) gelandet sind. Das Ergebnis ist tatsächlich, dass man auf ziemlich gleich starke Teams trifft.

    Ehrlich gesagt, lese ich zum ersten Mal, dass Vereine ein Konzept haben sollen. Ich weiß ja nicht, wie das in anderen Breitensportvereinen ist, aber wir sind froh, wenn wir in jedem Jahr genügend Spieler für die Teams zusammen bekommen und als Krönung dann auch genug Trainer (irgendwelche Trainer letztlich). Was bringt es mir in einem solchen Verein, noch ein Konzept zu schreiben, wenn das im Zweifel eh niemand groß interessiert. Das interessiert mich an die Corona-Konzepte, die jeder Verein aufstellen musste und die dann am Schwarzen Brett verstaubt sind.

    Entscheidend dürfte es sein, dass der Vorstand schlicht mal auf seine Trainer zugeht und diese ggf. an der Hand nimmt, was Trainingsaufbau und Verhalten angeht.

    Ja, sowas könnte man machen und wäre auch in unserem Verein gut. Aber und das wurde schon geschrieben: wenn ich einen Vorstand habe, der den derzeitigen Zustand okay findet, laufe ich da gegen Mauern. Es hängt da wirklich viel von den einzelnen Leuten ab. Ich möchte, wenn ich weiterhin als Trainer aktiv bin, unseren Verein in eine solche Richtung besser aufstellen. Aber ich fürchte, dass mein Vorstand und die Mehrheit der anderen Trainer da einfach abwinkt ("brauchen wir nicht", "haben wir schon mal versucht")

    Bei der derzeitigen supermodernen Neukonstruktion unseres Platzes sollen wir sogar die Möglichkeit erhalten, mit angebauten Kameras Spiele aufzuzeichnen und sogar zu streamen (wer auch immer Spiele in der Kreisliga sehen will). Ich glaube aber, ehrlich gesagt, nicht, dass ich das groß nutzen werde.

    • Erstens müsste ich ja dann nach dem Spiel das Spiel noch mal komplett anschauen, ggf. mehrfach, für mich analysieren, zusammenschneiden oder was auch immer technisch notwendig ist. Wenn ich sehe, wieviel Zeit ich als Ehrenamtler schon an das Traineramt binde - will ich das ernsthaft?
    • Zweitens müssten sich dann aus dieser Spielanalyse wichtige Punkte ergeben, die ich mit den Spielern besprechen müsste. Das mag in oberen Ligen oder gar im Profisport gang und gäbe sein - aber in der D-Jugend einer Kreisliga? Was gibt es da, was ich im Video erkenne, was ich nicht auch auf dem Platz sehe?
    • Drittens glaube ich auch nicht, dass meine Jungs ernsthaft daraus Gewinn ziehen würden. Klar würden sie mir vermutlich bei der Spielanalyse zustimmen, wenn ich auf bestimmte Probleme aufmerksam mache. Aber schon im normalen Training/Spielbetrieb verpuffen Hinweise auf Fehler oft vollkommen spurlos . Wenn die erstmal im Spiel sind, denken die nicht daran, was ich als Trainer vor drei Tagen ihnen erklärt habe. Schon einfache Verbesserungen (z.B. besseres Verhalten bei den Ecken) dauern Monate, bis endlich mal der Groschen fällt. Wird das besser, weil man es im Video sieht?
    • Viertens: ich habe doch ohnehin nur zweimal 90 Minuten Training die Woche. Ziehe ich Aufwärmen und Abschlussspiel ab, habe ich effektiv 2 x 45 Minuten für Technik. Wann baue ich denn die Videoanalyse ein?

    Insofern bin ich also skeptisch, einfach vom Zeit-Nutzen-Verhältnis her. Netter Gedanke und bei guten Vereinen auch hilfreich - aber im Breitensport?

    Ich verzichte auf eine zusätzliche App wie Spielerplus, da die Kommunikation bei uns sowieso über WhatsApp läuft. Spielerplus o.ä. zusätzlich wäre für mich manchmal einfacher, wird aber schlicht nicht immer genutzt und dann bringt es auch nichts.

    Ich mache es so, dass Training und Spiele grundsätzlich Pflicht sind, und jeder, der nicht kann, muss sich aktiv abmelden. Wer mehrfach ohne Abmeldung fehlt, riskiert, eine Zeitlang intern gesperrt zu werden oder zur Kündigung aufgefordert zu werden.

    Also bei uns wird auch nur verwaltet. Ziele gibt es nicht außer "Nicht Letzter werden - ist aber auch nicht schlimm, wenn Du es doch wirst"

    Die einzige Mannschaft, die unseren Vereinsvorstand interessiert, ist die jetzige C-Jugend, weil wir da zufälligerweise eine gute Truppe zusammen haben und die halt dann in einer höheren Klasse spielt.


    Ich sehe es aber auch als schwierig an, bei einem normalen "Dorfverein" besondere Ziele zu formulieren. Dafür ist man einfach zu sehr abhängig von dem Kader, den man gerade zufälligerweise hat. Und von den Kadern der anderen Mannschaften. Da reicht teilweise schon ein einziger guter Spieler, den man hat oder der aufhört, um die Spielstärke des ganzen Teams zu bestimmen. Wir haben z.B. in der Hinrunde einen gegnerischen Verein klar besiegt, weil wir einfach die besseren Spieler hatten. In der Rückrunde haben wir mehrere gute Spieler verloren und der gegnerische Verein hat einen guten dazu bekommen - zack, haben sie diesmal gewonnen.

    Ich mache einem Spieler grundsätzlich keine Vorwürfe nach einem individuellen Fehler. Was bringt es denn? Er weiß ja meist selbst schon, dass er was falsch gemacht hat. Und schon gar nicht dem Torwart, denn ich bin dankbar, dass jemand diesen schwierigen und undankbaren Posten übernommen hat.

    Also baue ich ihn auf und sage ihm, dass es heute nicht so lief oder er Pech gehabt hat und im nächsten Spiel sicher alles besser wird.

    Abstöße dürfen ja inzwischen auch die Feldspieler machen. Wenn Dein Torwart die Abstöße nicht in an den Mann bringt, solltest du mit Deinem Torwart und Deinen Innenverteidigern Varianten üben, die die Abstöße sicherer machen. Entscheidend bei Abstößen ist natürlich, dass sich die Feldspieler überhaupt anspielbar zeigen. Oft sieht man ja, dass die Feldspieler sich irgendwo hinstellen, oft noch hinter den Gegner und sich dann wundern, warum der Ball nicht ankommt. Sowas kann man auch üben.

    Moin,

    kann es sein, dass die "Arschloch-Quote" bei Fußballtrainern besonders hoch ist?


    Eigentlich müssten wir Ehrenamtler doch alle im selben Boot sitzen - die gleichen Erwartungen, Probleme, Ärgernisse. Und daher müssten wir uns doch gut verstehen und uns gegenseitig unterstützen, oder?

    Leider habe ich den Eindruck, dass 90 Prozent aller Trainer einfach nur Egomanen sind. Der konkrete Hintergrund: Meine Mannschaft muss wegen des Umbaus unserer normalen Spielstätte für diese Saison bei einem anderen Verein unterschlüpfen. Wir trainieren also zweimal die Woche bei ihnen (wobei das ein städtischer Platz ist, er gehört also nicht dem anderen Verein) und müssen dort auch unsere Heimspiele austragen. Mir ist klar, dass das für alle Beteiligten suboptimal ist und bin daher von Anfang an möglichst freundlich und rücksichtsvoll aufgetreten. Der einzige, der nett zu mir ist, ist der Platzwart. Aber der Rest? Die Trainer schließen mich von jeder Teilhabe aus - sie sprechen kaum mit mir, ich darf weder den Trainerraum betreten noch gar mal ihre Ausrüstung oder das WLAN nutzen. Nicht mal die Eckfahnen bei einem Spiel! Regelmäßig wurde ich angemotzt, weil ich gegen irgendwelche ungeschriebenen Regeln auf dem Sportplatz verstoßen habe - Regeln, die man mir natürlich vorher nicht erklärt hat. Ich bin trotzdem immer freundlich geblieben, habe zurückgesteckt und habe dem anderen Verein sogar Teile von dem Spielfeld überlassen, das eigentlich mir vollständig zugestanden hätte (die Stadt vergibt die Trainingszeiten). Es half nichts, ich werde behandelt wie der letzte Arsch.

    Jetzt, wo wir wieder nach dem Hallentraining auf das Feld gehen, das gleiche Spiel: Keine Infos; dumme Anmachen, weil ich dort Spiele austragen muss, was dann mit Terminen bei ihnen kollidiert etc.


    Das ist auch eine generelle Feststellung von mir in Kontakt zu anderen Trainern: Leider ist auch generell kein Zusammenhalt bei den Trainern zu finden. Es gibt ein paar wenige Nette, mit denen man mal reden kann, aber die meisten Trainer sind maulfaul, aggressiv, unfreundlich.


    Ich verstehe es nicht.....

    Man kann übrigens auch einen Verein ohne "e.V." gründen.

    Das hat zwar gewisse Nachteile, aber den Vorteil, dass man sich diesen ganzen Mist mit Notar und Amtsgericht sparen kann.

    Ich kann den Grundgedanken verstehen, gerade in der F-Jugend. Da sollen die Kids Spaß haben und sich ausprobieren. Auch kann man bei Staffeleinteilungen versuchen, mehr nach tatsächlicher Spielstärke zu sortieren.


    Aber ich weiß nicht, ob das nun mit den neuen Spielformen besser wird. Auch da wird sich Spreu vom Weizen trennen und letztlich merkt man es halt doch als Spieler, wenn man zu schlecht spielt. Auch da wird es also Erfolg und Misserfolg geben. Ob das nun besser wird, wenn man häufiger eins auf den Deckel bekommt, wenn man viele kleine Spiele hat? Man sieht das doch bei der Trainings-Übung "Champions-League", bei dem in mehreren Spielen jeweils 2 Spieler gegen 2 andere spielen und der Gewinner "aufsteigt", der Verlierer "absteigt". Macht den Jungs viel Spaß, aber letztlich habe ich am Ende das erwartete Ergebnis: die Besten sind ganz oben, die Schlechten ganz unten. Mische ich die Teams (ein guter, ein schlechter) spielt letztlich oft der gute allein.


    Und wie soll das praktisch funktionieren? Ich habe 20 Jungs in meinem Team, also mache ich 6-7 Teams und lasse die gegeneinander spielen? Wie teile ich das gerecht ein? Wo bekomme ich die ganzen Tore her, wer überwacht die Spiele? Oft bin ich beim Training alleine und bei den Spielen habe ich mit Glück meinen Co-Trainer und 1-2 Eltern. Klar kann man sowas über Fairplay laufen lassen, aber ich sehe den Streit schon vorprogrammiert ("Das war Foul"-"Gar nicht"; "Das war Hand" - "Gar nicht").

    Und wie soll letztlich der Übergang zu den höheren Altersklassen sinnvoll gehen? F und E kleine Spielformen und in der D dann plötzlich mit verkleinerem Großfeld, Spielerpositionen etc.?


    Es wird ja bemängelt, dass durch die Tabellen die schlechtesten Teams demotiviert werden. Ist das wirklich so? In meiner "aktiven Laufbahn" habe ich jahrelang in einem grottenschlechten Team gespielt. Wir waren immer die letzten in der untersten Liga. Immer! Ein einziges Spiel haben wir jemals gewonnen - eines und das mit 1:0!). Und wir sind trotzdem jede Woche zum Training und zum Spiel gekommen und hatten unseren Spaß. Und ich erinnere mich gerne an diese Zeit.


    Meine jetzige Mannschaft war im ersten Jahr der E-Jugend auch letzter geworden. Klar ist das nicht schön, aber fünf Minuten nach der Niederlage haben die Jungs schon wieder gelacht. Und in den letzten beiden Jahren haben wir uns super hochgearbeitet und genießen es jetzt, im oberen Tabellendrittel mitzuschwimmen.

    Wir haben in unserer größeren Stadt nur bei einem "besseren Verein" zwei-drei Kunstrasenplätze. Darum reißen sich aber natürlich dann alle Mannschaften. Vergeben werden die Plätze dann irgendwie nach Klasse und letztlich bleibt für die normalen Breitensportvereine in der Kreisklasse nix übrig. Der Rest sind alles Rasenplätze. Reine Bolzplätze oder sonstiges gibt es meinens Wissens nicht.

    @ Coach1976: Ich habe grundsätzlich kein Problem mit Probetrainings und Vereinswechseln. Wenn einer es bei einem anderen Verein probieren will - Reisende soll man nicht aufhalten.


    In diesem konkreten Fall hätte ich aber klar gesagt, dass er für diesen Verein einfach nicht gut genug ist und selbst falls er dort genommen würde, er vermutlich immer nur auf der Bank sitzt. Und ich hätte ihm vom Probetraining abgeraten.

    Ein Wechsel zu einer besseren Mannschaft muss auch gar nicht immer gut sein. Unser Torjäger der letzten Saison ist mit großem Ego nach ständigen Hin und Her zu einem besseren Verein gewechselt. Da sitzt er viel auf der Bank und hat in der ganzen Saison bisher nur ein Tor gemacht. Manchmal ist es einfach sinnvoller, als Guter bei einer schwächeren Mannschaft zu spielen.

    Im Thread "Corona und seine Folgen" hatte ich schon über unsere aktuellen Probleme geschrieben.

    Wir durften seit Dezember kein Training mehr machen. Selbst im Januar, als die Delta-Inzidenzen überschaubar waren, ging trotz aller Bitten nichts (die Jungs werden sowieso in den Schulen drei mal die Woche getestet). Mit Omikron gingen dann erwartungsgemäß die Zahlen durch die Decke, so dass wir nun fast drei Monate nicht in der Halle trainieren durften (draußen geht sowieso nichts, die Rasenplätze sind zur Regeneration gesperrt).

    Jetzt wurde plötzlich wieder das Training freigegeben, trotz der hohen Inzidenzen. Heute ist unser erstes Training - wie gesagt, nach fast drei Monaten. Für Sonntag wurde dann auch noch kurzfristig die Endrunde der Hallenkreismeisterschaften angesetzt. Dann stellt man plötzlich fest, dass es ja Corona gibt (Überraschung) und dann nur wenige Zuschauer in die Halle kommen können (wer hätte das gedacht und was hat das eigentlich mit dem eigentlichen Turnier zu tun) und hat von heute auf morgen dieses Hallenturnier wieder abgesagt. So ein Hin und Her macht Freude.


    Nun habe ich den Plan für die zweite Hälfte der Saison auf dem Platz erhalten. Hierbei werden die Staffeln nach Spielstärke neu zusammen gestellt. Wir sind in einer Staffel mit 5 anderen Mannschaften, das wären also 5 Spiele, die man - Corona hin oder her - locker bis zum Sommer spielen kann. Und vielleicht noch ein bisschen Freundschaftsspiele und Turniere. Alles easy eigentlich.

    Nun hat sich aber unser Kreisfußballverein offenbar gedacht, dass das zu wenig ist und hat angesetzt, dass jede Mannschaft gegen jede andere 2 mal spielen muss - jetzt haben wir also 10 Spiele bis zum Sommer. Mit den restlichen Terminen wie Pokal und Ferien wird das schon eng. Und damit es funktioniert, hat man das erste Spiel schon in 2 Wochen angesetzt. Draußen!

    Nur: wie schon gesagt, die Rasenplätze sind gesperrt. Kunstrasen haben wir kaum und da trainieren/spielen die Mannschaften der höheren Ligen. Das heißt, Training draußen ist nicht möglich oder wenn, dann nur auf aufgeweichten Plätzen. Das ist weder für uns noch die Plätze sinnvoll. Normalerweise sind aus gutem Grund die Plätze bis etwa Ende März gesperrt. Und dieses Jahr hatten wir extreme Regenfälle, so dass man eigentlich bis April warten müsste. Wenn man auch noch bedenkt, dass viele unserer "Dorfplätze" bessere Ackerflächen sind, die schon bei trockenem Boden schlecht zu bespielen sind, fällt mir nichts mehr ein.