Beiträge von let1612

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    JIM-Studie 2022:

    Seite 5: 50% der Jugendlichen haben ein Wearable im Haushalt

    Seite 7: 28% der Jugendlichen besitzen ein Wearable - ab 14 Jahre über 30% (Seite 9)

    Seite 11: 59% der Jugendlichen treiben Sport und 8% gehen zu Sportveranstaltungen

    Seite 25: tägliche Onlinezeit: 204 min.

    Seite 33: tägliche Bewegtbilder (z.B. TV): 133 min.

    Seite 50: tägliche digitale Spiele: 109 min. (FIFA liegt auf den vorderen Rängen)


    Sollen/Müssen wir die Medien mehr ins Training/Spiel einbauen? (z.B. Smartphone mit Video, Stream vom Spiel oder Wearable mit Leistungsvergleich (z.B. gelaufene km))

    Wollen die Jugendliche mehr Vor- und Nachbereitung des Trainings/Spiels? (z.B Bilder (Instagram) oder Videos (TikToc, youtube))

    Muss das Training zukünftig mit den digitalen Spielen kombiniert werden? (z.B. eigene Trainingsleistungen erhöhen den Wert meiner Mannschaft im digitalen Manager)


    Die obigen Medien sind meistens 24/7 verfügbar und individuell.


    Im Fußball gehen die Mannschaftszahlen zurück. Die Individualisierung schreitet voran. Was könnte das mit dem Fußball zukünftig machen?

    Vereinsbindung gibt es heute kaum noch.

    Bei Vereinswechsel ist man praktisch auch recht schnell wieder für einen anderen Verein spielberechtigt. Stirbt das Vereinswesen? Gibt es zukünftig einen Spielerpass mit dem man sich an einer App anmeldet und dann sich am Wochenende/für den nächsten Monat/Quartal das Spiel und den Verein aussucht?

    Früher auf dem Bolzplatz hat man auch täglich mit wechselnden Spielern zusammen gespielt.

    Müssen wir Ersatzspieler abschaffen - die dürfen ja nicht mitspielen und online gibt es das nicht. Beim Kinderfußball mit den Rotationsspielern wird das bereits gemacht. Wie können wir das im Jugendfußball machen? Auch im Erwachsenenfußball hat man mit 5 Auswechselspielern mehr Beteiligung als früher mit 3.


    Welche Auswirkungen hat das auf unser Training und den Spielbetrieb heute?

    Muss man die Spieler mehr unterhalten/entertainen? Haben sie eine verkürzte Konzentrationszeit bzw. brauchen sie immer wieder neue Anregungen um bei der Sache zu bleiben?


    Oder hat der Medienkonsum überhaupt keine Abhängigkeiten zum Fußballspiel der Kinder und Jugendlichen?

    Norwegermodell: Sollte ersatzlos für alle Klassen gestrichen werden, weil die Gegner, die mit voller Kapelle antreten darunter leiden.

    Ich gebe dir mal ein Beispiel: C-Jugend mit 28 Spielern - 1x Langzeitverletzt - ca. 4-5 Spieler am Wochenende nicht einsatzfähig (krank, verreist usw.) -> 28-6=22 Spieler

    Melde ich eine Mannschaft, können am Wochenende 11+5=16 Spieler spielen -> 6 Spieler können nicht spielen

    Melde ich 2 Mannschaften können am Wochenende alle spielen. Wenn ich allerdings bei der C1 min. einen Auswechselspieler mitnehmen will, habe ich nur noch 10 für die C2.

    => mit dem Norweger-Modell können mehr Spieler spielen und bleiben dem Fußball erhalten


    Langzeitwirkung: unsere B-Jugend spielte am Wochenende mit 14 Spielern - 5 davon spielten die letzten 2 Jahre im Norweger-Modell. Wären die gewechselt oder hätten aufgehört, hätten nun 9 weitere Spieler keine Möglichkeit zu spielen.


    Das Beispiel kommt aus meinem Verein. Bei den Vereinen im Umkreis sieht es ähnlich aus.


    Wir haben bei uns Meldeliga, d.h. die 2. Mannschaften im Flex (Norweger-Modell) spielen meistens Gruppe und unter sich, während die 1. Mannschaften Kreisklasse oder Kreisliga spielen. D.h. die Gegner haben meistens auch keine "volle Kapelle". Mannschaften mit "voller Kapelle" hätten allerdings auch kaum noch Gegner, wenn alle Flex. Mannschaften nicht mehr am Spielbetrieb teilnehmen.


    Ich bin auch nicht 100%ig zufrieden mit dem Norweger-Modell, aber was wäre die Alternative? Aus meiner Sicht noch mehr Drop out und Mannschaftssterben.


    Oder kennst du eine bessere Lösung?

    Klar gibt es noch unterschiedliche Ausprägungen je nach Verband, das ist die Schattenseite des Föderalismus.

    Wenn es nur der Verband wäre ;) - meistens geht es in den Kreisen weiter.


    Die Problematik mit 8 oder 12 Kindern stellt sich bei den Festivals übrigens nicht - weil ich nicht nur einen Gegner habe, sondern viele. Und wenn ich Festivals bis zum Fußball 5 anbiete, kann man das auf bis zu 6 Feldern auch gut spielen. Beim Fußball 3/4 geht es auch gut mit 8-10 Feldern.

    Problematisch wird es ab Fußball 7 - ich nehme hierfür mal das 2. Jahr E-Jugend. Das geht im Festival Modus leider nicht mehr. Hier könnte man auf einen Twin-Modus umstellen (2x 7 gegen 7 oder 1x 7 gegen 7 und 1x mindestens 5 gegen 5) - die 12 - 16 Kinder werden in der D-Jugend beim 9 gegen 9 auf jeden Fall gebraucht. Und >16 Spieler benötige ich auch in der C-Jugend (wenn ich vom heutigen 11 gegen 11 ausgehe).


    Die Vorgehensweise mit den Nebenspielfeldern wird aus meiner Sicht nicht funktionieren. Jedes Feld muss Hauptspielfeld sein.

    Ich frage mal weiter. Was wäre "wirklich sinnvoll" dann für die D, C, B und A-Jugend?


    Beziehst du das "Keine Alternativen im Ligabetrieb, kein Norwegermodell" auf die Bambini bis E-Jugend?

    Spielfest heißt bei dir 3 gegen 3 auf 2 Tore oder? FUNino (4 Tore) wäre dann für private Festivals oder?

    Topepe : Beispiel Bayern - DFB-Mitgliederstatistiken findest du hier

    2003: Zahl der Mannschaften Junioren (15-18 Jahre): 3.515; Junioren (bis 14): 15.336 (Mitglieder: 108.885/232.742)

    2013: Zahl der Mannschaften Junioren (15-18 Jahre): 3.253; Junioren (bis 14): 13.556 (Mitglieder: 130.888/264.339)

    2023: Zahl der Mannschaften Junioren (15-18 Jahre): 2.502; Junioren (bis 14): 13.299 (Mitglieder: 102.543/259.829)


    Die ständig steigenden Mitgliedszahlen des DFB lassen zumindest Zweifel zu.

    Die Mitgliederzahlen zwischen 2003 und 2013 sind gestiegen. Die Mannschaften wurden weniger. Wir haben auch von 2003 zu 2023 mehr Mitglieder bei den bis 14-jährigen und dennoch weniger Mannschaften.

    Ich finde die Frage von EnterTrainer und Topepe völlig berechtigt!


    Die Frage ist, wie gehe ich ran - und die ist aus meiner Sicht richtig schwierig.

    z.B. Nationalmannschaft: der Kader wird immer 26 Spieler umfassen egal wie viele ich vorher ausbilde; ich habe die Erkenntnisse ja nicht nur für mich, d.h. andere Nationen können auch so ausbilden (in Bezug auf den Erfolg) usw.

    z.B. Mannschaftszahlen: melde ich vorher eine Mannschaft im 7er System (12 Kinder) und nachher drei im 3er System (mit Rotationsspieler), dann habe ich 2 Mannschaften mehr allerdings die gleiche Spielerzahl (das machen gerade die Verbände/Kreise gerne ;))


    Wir haben im Verein gerade viele 2016, wenige 2017, viele 2018 - hängt wohl weniger mit der Spielform zusammen, weil alle das gleiche machen. Hängt wohl eher mit den Geburten zusammen - oder auch nicht (sind ja die Geburten von ganz Deutschland - wie sieht es bei mir im Ort aus?).


    Weitere Möglichkeiten, die aber alle mit Vor- und Nachteilen verbunden sind:

    - Sportgerichtsfälle

    - aktive Spielerpässe

    - Anzahl der Fußballspiele - unterteilt in die Jugenden

    - Anzahl der Mannschaften

    - Mitglieder im DFB

    - Leistungsdaten der Spieler

    usw.

    Sollte bei einem Funino Festival der Trainer eines Vereins die Teams so bilden, dass es immer eine sehr starke, eine gute und eine mittelmäßige Mannschaft spielt?

    Ja, das ist unserer Erfahrung nach die beste Aufteilung für die Entwicklung aller Spieler.

    Einfach weil es ein geübtes Ritual ist. Das gibt ein wenig Sicherheit und Fokussierung.

    Meine C-Jugend hat das vor den letzten Spielen gefordert. Mittelkreis Pass zum 16er -> Ersatzspieler legt auf -> Torschuss ;)

    Ich habe sie dann machen lassen, auch wenn ich eher der Freund von Torschuss mit ca. 3m Anlaufdribbling bin - wenn es schon ohne Gegenspieler ist und einfach sein soll.


    Und zum Ausgangsthema: ich erkenne einen Unterschied zwischen meinen 2009er (nicht mit kleinen Spielen groß und sozialisiert worden) und 2010er (mit kleinen Spielen aufgewachsen) - die 2009er haben Probleme mit der Intensität (v.a. Kondition, Konzentration).

    Meine Erfahrung ist übrigens das die Spieler tendenziell nicht mit letztem Einsatz ein Tor verteidigen " es fallen ja eh so viele Tore".

    Die Argumentation erschließt sich mir nicht. D.h. beim Handball und Basketball wird auch nicht mit letztem Einsatz verteidigt?

    Meine Erfahrung beim 7 gegen 7 ist, dass oftmals 3-4 Spieler gar nicht verteidigen und zuschauen, wenn der Gegner den Ball hat bzw. wenn sie überspielt sind. Und das sehe ich beim 3 gegen 3 oder 4+1 nicht.

    und ja natürlich wird das 7vs7 verboten

    Keiner verbietet 7 gegen 7. Es ist eine Entwicklungsstufe genauso wie 3 gegen 3 und 5 gegen 5 usw. Diese Entwicklungsstufe ist laut DFB ab der E-Jugend.

    Hast du mal ganz neutral die Kids gefragt was die besser finden....

    Ich habe sie nicht gefragt, aber ich beobachte sie - und auch da muss man differenzieren welches Alter "die Kids" haben. Umso jünger, umso kleiner sind die gewünschten Spielformen, sofern möglich (wenn nur ein Ball da ist, dann wird die Anzahl einfach geteilt - und da wird nicht gewartet bis 14 Kinder zusammen kommen). Schau mal in die Kindergärten und Schulhöfe rein. Wichtig für die Kids ist auch immer, dass jeder mitspielen darf - und ja, wenn es einen 2. Ball gibt, spielen die Besseren und die Schlechteren mit einem (das ist leistungshomogen, genau wie wir die Teams im ChampionLeague-Modus einteilen sollten).

    Und brauchen wir wirklich in den Kreisligen bzw in der Breite später Tiki taka spielende TWs und Verteidiger?

    Wenn wir die Spielform nicht ändern und der Drop out weiter geht, wird es bald keine Kreisliga mehr geben. Die Mannschaftszahlen gehen extrem zurück. Und warum? Weil den Kindern und dann v.a. Jugendlichen das Fußball spielen nicht beigebracht wird und sie oftmals auch den Spaß verlieren bzw. überhaupt keine Leidenschaft aufbauen können. Und ich will auch guten Amateurfußball sehen und deshalb antworte ich mit: JA!

    Für mich ist es der "hot shit" :)

    Ich bin ein absoluter Freund der neuen Spielformen.

    Die Kinder lernen sich bewegen, weil Fußball ist ein Laufspiel.

    Die Kinder werden sich rapide weiter entwickeln.

    Der Torwart spielt spätestens ab dem 3+1 bzw. 4+1 in der F-Jugend mit. Früher waren unsere ehemaligen Weltklasse-Torhüter auch nicht im Tor gestanden.

    Zum Glück geht das 2024/25 richtig los, dass wir in ein paar Jahren wieder wettbewerbsfähig sind und die Erfolge feiern können.

    Eine Übung für das 1 gegen 1

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    Und noch etwas für die Kleinen solange man es noch im Freien machen kann.

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    Was mir hier in der Diskussion zu kurz kommt, sind die 3 Punkte, die immer wieder erwähnt werden:

    - Freude

    - Intensität

    - Wiederholungen

    Und zumindest Intensität und Wiederholungen steigt mit einer kleineren Spieleranzahl. Deshalb wird auch mit kleineren Spielen geworben. Und ob das FUNino oder FORMino oder ein 4 gegen 4/5 gegen 5 ist, ist dabei erst einmal egal. Und man kann auch in diesen Spielen durch verschiedene Provokationsregeln und Steuerungsgrößen (z.B. Feldgröße, Spieleranzahl usw.) verschiedene Verhaltensweisen trainieren.

    Auch der Punkt, dass Inhalte des Erwachsenentrainings im Kinder- und Jugendtraining anders beurteilt werden müssen, kommt mir in der Diskussion zu kurz - genauso übrigens, dass in der Diskussion Kinder- und Jugendtraining immer in einen Topf geworfen werden.