Beiträge von let1612

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    Kann man recht einfach Meldeligen》Breitensport und dann die obersten 2-3 Ligen》Leistungssport

    Für das Stützpunkttraining wird im 2. E-Jugend Jahr gesichtet. E-Jugend bei uns in Bayern Meldeliga bedeutet Breitensport. In der D-Jugend haben wir eine Bezirksoberliga (nach deiner Definition: Leistungssport) und sonst Breitensport. Es gibt bei uns immer wieder Diskussionen, ob die BOL nicht auch zur Meldeliga in der D-Jugend werden soll (u.a. auch durch das "14 spielen immer" von H. Wolf). Das würde dann bedeuten, dass ich in der D-Jugend nur Breitensport habe - und da kommen dann die geförderten Spieler her (außer NLZ, die trainieren allerdings für sich). Ich könnte damit leben, weil für mich heute schon die D-Jugend BOL Breitensport ist (und ja, ich habe die Förderliga in der D-Jugend noch unterschlagen, die ich aber auch als Breitensport sehe).

    Zum Thema Schnelligkeit

    Höchstgeschwindigkeit Bundesliga 2024/25:

    letzter (436) Sven Ulreich (Torwart) 20,29 km/h

    Platz 427: Adam Aznou (Bayern München) 25,86

    Platz 381: Pascal Groß (BVB - Nationalspieler) 29,95

    Platz 2: Gerrit Holtmann (Bochum) 36,74

    Platz 1: Sirlord Conteh (Heidenheim) 36,82

    Quelle: bundesliga.com

    -> da liegen 10 km/h dazwischen


    Ben Johnson und Carl Lewis liefen 1988 ca. 43 km/h (Quelle: leifiphysik.de). Die brauchten ca. 3 sec um auf die Höchstgeschwindigkeit zu kommen.

    "Interessant ist, dass die meisten Sprints im Fußball nur eine Dauer von unter 2 Sekunden haben, bei einer mittleren Sprintlänge von nur 5,9 m."

    Quelle: deutschesfussballinternat.de


    In dem Artikel des deutschenfussballinternat.de wird auch davon ausgegangen, dass man Schnelligkeit trainieren kann - besonders, wenn man diesen Ansatz wählt:

    "Immer wieder diskutieren Trainer und Laien darüber, ob ein Kinder Schnelligkeitstraining effektiv sein kann.

    Jedes Kind hat aufgrund von vielen (z.B. sensorischen, physiologischen, anatomischen oder psychischen) Faktoren ein individuelles Limit in der Trainierbarkeit seiner Schnelligkeit.

    Im Praxisalltag bleiben aber die meisten Kinder weit unter diesem Limit. Das liegt hauptsächlich an fehlenden Trainingsreizen. Man kann also bei jedem Kind die Schnelligkeit trainieren."

    Quelle: kindersport-wissen.de

    Ansonsten könnten die Leichtathleten ihr Training auch einstellen.

    Hier gab es einige Vergleiche mit dem Schulleben. Aus meiner Sicht passt das nicht. Meine Gründe:

    - Schule orientiert sich nicht am 01.01. - Einschulung erfolgt so:

    "Alle Kinder, die bis zum 30. September sechs Jahre alt werden, sind schulpflichtig. Das bedeutet, dass Oktober-, November- und Dezembergeborene nicht eingeschult werden. Sie haben durch diese Regelung aber keinen Nachteil. Der Wunsch der Eltern nach einer vorzeitigen Einschulung wird hier besonders berücksichtigt. Die letzte Entscheidung über eine Aufnahme in die Schule trägt die Schulleitung."

    Quelle: km.bayern.de

    - Eltern können ihr Kind zurückstellen.

    "Für Kinder, die zwischen dem 1. Juli und dem 30. September sechs Jahre alt werden, gibt es einen Einschulungskorridor.Kinder, die zwischen dem 1. Juli und 30. September sechs Jahre alt werden, befinden sich im Einschulungskorridor. Der Beginn der Schulpflicht kann für diese Kinder um ein Jahr nach hinten verschoben werden."

    Quelle: km.bayern.de

    -> Das kann ich im Fußball nicht machen bzw. gibt es dort nicht.

    - Sitzenbleiben gibt es im Fußball (Sport) auch nicht. Kinder die Sitzenbleiben erhalten jedoch die gleiche Förderung wie sehr gute Kinder. Im Fußball (Sport) werden nur die Leistungsstärksten ihres Jahrgangs gefördert (z.B. Stützpunkttraining, mehr Spielzeiten).

    -> während man ohne besondere Förderung im Kindes- und Jugendalter Nobelpreise gewinnen kann, nimmt im Fußball (Sport) die Wahrscheinlichkeit auf einen Weltmeistertitel ohne Förderung stark ab.

    Thomas0815-2 : meine 2018er und 19er zählen mit - nicht immer jeder gleich, aber sie zählen mit :) - und die 2020 machen das spätestens im 3-4 Training auch.


    Mir stellt sich allerdings eine andere Frage: Warum brauchen wir extrinsische Motivation anhand von Medaillen und Pokalen? Haben das die Kinder oder die Trainer (Eltern) eingeführt?


    Auf meinen Festivals gibt es keine Preise. Lobende Worte: Ja, aber keine Preise. Somit muss ich auch kein Startgeld verlangen. und ich zahle auch keines bei anderen Vereinen (notfalls nehme ich nicht teil).

    Nationalmannschaft EM1996 / WM2014 / EM2024

    Januar (2/2/4)

    Februar (3/3/5)

    März (1/1/3)

    April (2/2/2)

    Mai (2/1/1)

    Juni (1/3/3)

    Juli (2/1/3)

    August (0/2/0)

    September (3/4/2)

    Oktober (4/1/2)

    November (0/2/0)

    Dezember (2/1/1)

    D.h. 1996 haben wir eine ziemliche Gleichverteilung. Oktober etwas stärker. Die Spieler wurden mit einem Stichtag 1.8. (national) und 1.1. (international) groß. Sie hatten noch weniger Förderprogramme (Auswahlmaßnahmen gab es damals auch).

    2014 sind die NLZ Generation und Stichtag national und international 1.1.

    2024 ist die heutige Generation und der RAE ist sehr deutlich zu erkennen. Eine gute Förderung erleben die im Jahr früh geborenen.


    Ich muss übrigens auch nicht alle testen und das Potential feststellen (Kosten). Mir reicht auch im Fußball, wenn man sich hier auf die besten und geförderten konzentriert.

    Man könnte auch viel mehr Jahrgänge aufstellen.

    Jeder Geburtsmonat ein eigener Jahrgang, also 12 pro Geburtsjahr.


    Ist das umsetzbar?

    Das ist nicht umsetzbar.

    Aber warum nicht in einem Jahr den Stichtag 1.1. und im nächsten 1.4. (dann 1.7. und 1.10.)?

    Andere machen gute Erfahrungen mit Kategorien oder Koeffizienten? Wir sprechen im Fußball immer von den "Kleinen". Warum mache ich keine Größenkategorien? Oder einen Koeffizienten aus mehreren Messgrößen?

    Aber die Kritik daran beim Fußball bzw. an den NLZs oder/und Trainers, die ist halt populistisch.

    Konstruktive Möglichkeiten, den RAE zu negieren, den kann niemand bringen.

    Nur weil es ihn in allen Sportarten gibt und es keine einfache Lösung gibt, heißt es nicht, dass es keine Lösung gibt. Das wäre z.B. eine:

    "Des Weiteren sollte das Wettkampfsystem umgestellt werden, wobei jenes Konzept, das auf einem rotierenden Stichtag basiert, eine sinnvolle Lösung darstellen könnte."

    Quelle: Skifahren (die Arbeit ist von 2013)

    Weitere Ansätze finden sich hier (2020 - unter 1.3)

    "Nicolas Delorme (2014) sieht eine mögliche Lösung des Problems in der Änderung der Kategorienbildung. In seinem Paper konnte er keinen RAE in den Sportarten mit Gewichtskategorien für die männlichen Teilnehmer nachweisen."

    "Mit dem Wissen, dass der RAE einen Einfluss auf die Leistung hat, wurde in der Schweiz ein Selektionsverfahren entwickelt, welches nicht die aktuell besten Sportlerinnen und Sportler selektioniert, sondern diejenigen mit dem grössten Potential."

    "Einen weiteren interessanten Lösungsansatz präsentierten Romann und Cobley (2015). Mittels einer Korrekturanpassung berechnet aus der Korrelation von der erreichten Zeit und dem relativen Alter, versuchen sie den RAE zu eliminieren. Mit dieser Korrekturanpassung konnte bei den Schweizer Nachwuchssprinter und den Australischen Nachwuchsschwimmer den RAE voll-

    ständig eliminiert werden."

    Quelle: Marco Studer

    Ja, Sieg/Niederlage werden sogar öfters erlebt und die Konsequenz (Auf- und Abstieg im ChampionsLeague-Modus) ein Feld rauf oder runter erleben sie auch sofort.


    Ich bin aber der Meinung, ich muss Kindern und auch Erwachsenen gar nicht sagen, ob sie gewonnen oder verloren haben, das wissen die von selbst.

    "Die Studie hat unter anderem ergeben, dass Deutschland im Vergleich der zwölf untersuchten Länder mit 0,95 auf eine Million Einwohner die wenigsten Profispieler hervorbringt. Spitzenreiter dieses Rankings ist Portugal mit 5,93 Spielern. Eine Zahl erschreckt besonders: Bei 56 deutschen Nachwuchsleistungszentren liege die Wahrscheinlichkeit für einen zwölfjährigen Jugendspieler, später Profifußballer zu werden, bei höchstens 0,1 Prozent, ließ der DFB verlauten."

    Quelle: pnp.de


    "Demnach stehen nur 3,5 Prozent der Jugendlichen, die seit der Saison 2010/11 die U19-Teams der 56 aktuellen Klubs von der ersten bis zur dritten Liga durchlaufen haben, im Kader eines Vereins in den Top-5-Ligen. Das sind insgesamt 198 von 5.738 Spielern ..."

    Quelle: sportbusinessmagazin.com


    58 NLZs - 18+18+20= 56 Profivereine

    Profi Kader: 28 Spieler - zur Vereinfachung 14 Profijahrgänge (20-33) -> 2 Spieler pro Jahrgang

    Kader U19: 22 Spieler -> 2 Spieler -> 9,1%

    56 zu 58 NLZ -> 8,8%

    ca. 50% Ausländeranteil (1. Bundesliga) -> 4,4% (aus Sicht eines U19 Spielers im NLZ)

    Positiver (mehr) wird der Wert durch Deutsche im Ausland, einen geringeren Ausländeranteil oder einen größeren Profikader. Weniger wird der Wert durch mehr Profijahre, einen größeren U19 Kader (z.B. 24 Spieler) oder einen kleineren Profi-Kader.

    Fuppes : Die Zitate sind korrekt - ist es auch die richtige Altersgruppe? (hier wurde in Bezug auf die U11 gefragt) Und manche Zitate sind einfach nur logisch: z.B. das man sich beim Sport verletzen kann.


    In der Amerikanischen Studie wird z.B. Morbus Osgood-Schlatter erwähnt.

    "Die Störung entwickelt sich im Alter zwischen 10 und 15 Jahren und betrifft für gewöhnlich nur ein Bein. Die Krankheit tritt bei Jungen in der Regel häufiger auf, aber der Unterschied zwischen den Geschlechtern wird immer kleiner, je mehr Mädchen an Sportprogrammen teilnehmen."

    In meinem Umfeld kenne ich keine Fälle in der U11. Dafür ist es in einer U14/15 aus meiner Sicht ganz normal. Früher wurde das recht schnell ruhig gestellt, heute nicht mehr so oft. Eine Trainings- und Spielreduktion ist aus meiner Sicht aber sinnvoll.


    Der Körper melde sich - und die Kinder müssen lernen darauf zu hören (und wir Erwachsene müssen lernen den Kindern zu glauben ;) ).

    Ich würde auch heute zu 2 Teams tendieren.

    2 Trainer pro Team mit jeweils 10 Kindern sind was anderes als 4 Trainer für ein Team mit 20 Kinder. Obwohl die Zahlen sich nicht verändern.

    Der Betreuungsschlüssel ändert sich nicht. Die Interaktionsmöglichkeiten der Kinder ändern sich sehr wohl (z.B. 19 Bekanntschaften zu 9). Beziehungen werden anders aufgebaut. Die Gruppendynamik ist eine andere usw.

    Früher hätte ich bei 20 Spielern in der F-Jugend auch zu 2 Teams tendiert (2* 10 reicht für Fußball 7 mit Auswechselspieler). Heute sehe ich das anders. Mit den neuen Spielformen würde ich da eine Mannschaft mit 3-4 Teams melden je nachdem wie zuverlässig die Spieler sind und wie flexibel die neuen Spielformen umgesetzt werden. Weiterhin wäre für mich die Frage, ob die 20 Spieler ein Jahrgang sind oder ob da noch X Spieler des älteren oder jüngeren Jahrgangs dabei sind. Sind es dort auch 20 Kinder, kann man auch 3 Mannschaften melden. Sind es nur 10 reichen 2 Mannschaften (zumindest wenn man von einem Kader von 12-15 Kinder für den Spielbetrieb ausgeht - Fußball 3 oder Fußball 5).

    "Kindern und Jugendlichen zwischen 5 und 17 Jahren empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation mindestens eine Stunde Bewegung am Tag. Es sollte sich dabei vor allem um körperliche Aktivität von moderater bis hoher Intensität handeln."

    Quelle: aok.de


    Überlastung würde ich das nicht nennen - vielleicht einseitige Belastung (je nachdem wie das Training aufgebaut ist).

    Leistungsvereine müssten einen Mindeststandard an Trainingsqualität (Anzahl & Ausbildung der Trainer, Infrastruktur, Trainingshäufigkeit etc.) erfüllen und wären damit für Förderligen berechtigt.

    Hier das Bewerbungsverfahren in Bayern.

    Und das Lizenzierungsverfahren mit diesen Kriterien:

    Ein Verein muss mindestens folgende Voraussetzungen erfüllen, damit dieser am Bewerbungsverfahren teilnehmen kann:

    1) Der Verein hat ein Ausbildungskonzept, welches mindestens die Altersklassen der D- und C-Jugend umfasst.

    2) Die Mannschaft muss die sportliche Qualität für den jeweiligen Förderspielbetrieb vorweisen können.

    3) Die Mannschaft wird von einem Trainer hauptverantwortlich ausgebildet und betreut, welcher mindestens eine bis zum Ende des Spieljahres gültige C-Lizenz oder höher vorweisen kann. Der Trainer ist bei der Mannschaftsmeldung im Vereinsmeldebogen zu hinterlegen.

    4) Die Mannschaft ist keine Projektmannschaft und darf nicht direkt oder indirekt von einem kommerziellen Anbieter betreut werden.

    5) Der Mannschaft steht mindestens einmal wöchentlich ein ganzer Rasenplatz (Großfeld; im Winter alternativ: Kunstrasenplatz) für eine Trainingseinheit von 90 Minuten zur Verfügung.


    Wären das auch eure Kriterien? Meine wären es nicht.


    Schön ist auch:

    Der Verein verpflichtet sich

    5. die Teilnahme am Förderspielbetrieb nicht für Zwecke der Spielerwerbung zu nutzen


    ;) Es gibt noch viel zu tun bei den Verbänden

    Es gibt aber auch noch eine Zeit danach. Das ist für mich die Zeit ab der D-Jgd. Das sind auch 8 Jahre.

    Irgendwann spielt man dann in Staffeln mit festen Mannschaften.

    Ab der D-Jugend sind wir im Jugendfußball. Deinen Wunsch können wir gerne hier diskutieren bzw. haben wir hier bereits diskutiert.


    Chantale als auch Internationale Haerte haben auch eine Trennung in Breiten- und Leistungssport im Fußball angesprochen. Mich würde interessieren, was sind da eure Kriterien und welche Auswirkungen hätten die?

    Ist z.B. eine Trennung NLZ und der Rest wie in der U19 und U17 schon eine solche Trennung? z.B. 1.FC Köln und Viktoria Köln - Leistungssport und Fortuna Köln - Breitensport?

    Was sind eure Kriterien für Leistungssport? Nehme ich wikipedia.org werden die Leistungsvereine im Fußball ganz, ganz wenige sein (5-14 Trainingseinheiten; sportmedizinische Untersuchungen u.a.). Und in der Jugend noch weniger.

    Oder brauchen wir eine weitere Kategorie?