Beiträge von let1612

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    Ich bin der Meinung das man bei Jugendfußball Alkohol komplett verbieten sollte .

    Jugendordnung §50 (3) BFV:

    "In allen Spielen des Breitenfußballs gilt für alle im Spielbericht genannten Verantwortlichen und Spieler während des Spiels ein Alkohol- und Rauchverbot."


    Hallenrichtlinien §8 Durchführung von Turnieren (6) BFV:

    "Bei Junioren/innenturnieren besteht Alkoholverbot."


    Somit ist das bereits verboten - zumindest bei uns im BFV.

    In Festivals im Kinderfussball, die flexibel genug geplant sind, um jede Woche mit unterschiedlichen Mannschaftszanzahlen aufzutauchen kann man einiges ausgleichen.


    Möchte aber auch nicht immer nur über Kinderfussball und Festivals reden. Da sind wir auf einem guten Weg.

    das ist schön und das Thema dieses Threads ;) - Kinderfußball G bis E-Jugend

    Die Frage ist was hast du gegen den Turnier Modus?

    Grundsätzlich habe ich nichts gegen den Turniermodus, aber er ist aus meiner Sicht dem Festivalmodus unterlegen, weil er auch Wartezeit beinhaltet und nicht nur reine Spielzeit. Und im Kinderfußball ist der Festivalmodus möglich und deshalb von mir favorisiert (auch gegenüber dem Twin Modus - die Leistungshomogenität beim Festival ist mit mehr Mannschaften und Vereinen besser).

    Ich würde jetzt den Vergleich eines Trainers, der nicht allen Kindern die gleiche Spielzeit gibt mit einem Pädophilen ungern mit Polemik entschuldigen!

    Das habe ich nicht geschrieben. Das ist deine Interpretation.

    Bei den Spielformen die du ansprichst frage ich mich, was es für einen Sinn haben sollte eine Spielform zu kreieren, bei der weder Talent noch Engagement eine Rolle spielen.

    Auch das habe ich nicht geschrieben. Ich behaupte sogar, dass man mit einer Spiel- und Wettbewerbsform das Engagement beeinflussen kann.

    Das klingt für mich als sollten wir Handball künftig Fußball nennen

    Auch das macht keiner.

    Oder verprellen wir dadurch eher diejenigen, die eine der beiden Voraussetzungen mitbringen.

    Im Kinderfußball ist der Drop out minimal - den haben wir dann im Jugendbereich (ab D-Jugend). Und da können wir dann oftmals den "besseren" Jugendlichen keine Spielmöglichkeit bieten, weil wir die "Schlechten" aussortiert haben.


    Die Kinder kommen in den Verein zum Training, weil sie Fußball spielen wollen. Das heißt die Kinder sind engagiert: sie wollen Fußball spielen. Welche Legitimation haben wir als Trainer*in das den Kindern abzusprechen?

    Und wenn ein Trainer tatsächlich mal den aus meiner Sicht falschen Weg geht und Talent bei der Vergabe der Spielzeit höher gewichtet, als Einsatz, dann plädiere ich in Anbetracht dessen, was er sonst alles für unsere Kinder leistet für größte Nachsicht

    Bin ich bei dir. Und deshalb stellt sich mir die Frage, ob im Kinderfußball man den Trainer überhaupt in diese Verlegenheit bringen muss. Und da sage ich: Nein. Mit den richtigen Spiel- und Wettbewerbsformen ist das im Kinderfußball möglich.

    Muss ich mich als Trainer, der viel Zeit und Engagement investiert bei jeder Entscheidung vor irgendwelchen Kontrollinstanzen rechtfertigen (Eltern, Verein, Verband) oder sollten die nicht froh sein, dass es überhaupt jemanden gibt, der das macht.

    Es gibt eine Vereinssatzung und auch ein Trainer*in ist an Regeln und Gesetze gebunden. Und aus der Erfahrung kann ich sagen, dass man immer jemand anderen findet, der Druck muss nur hoch genug sein (hier das ganze mal etwas polemisch dargestellt: "Wir haben hier einen Pädophilen, der schon mehrmals verurteilt wurde, aber wir finden keinen anderen für das E-Jugend Training. Wir sind froh, dass der das macht.") Und die Realität kannst du hier nachlesen: Alkohol an 14 jährige Spieler?


    Müssen wir als Vereine wirklich jede/n gleich behandeln / mit durchschleifen, auch wenn er/sie weder Talent noch Einsatz zeigt?

    Im Kinderfußball würde ich das mit "Ja" beantworten - vor allem in einem Breitensportverein. Auch hier hilft oft ein Blick in die Vereinssatzung.


    Und deshalb braucht es auch Spiel- und Wettkampfsformen im Kinderfußball, dass dies für den Trainer*in auch möglich ist.

    Dass jedoch alle Spieler auf den Gesamtkader bezogen, über das Jahr hinweg - "gleich viel Spielzeit bekommen müssen". Das führt nicht zu mehr sozialem Frieden, sondern definitiv zu weniger. Sollte eigentlich klar sein, dass das nicht funktionieren wird.

    Warum?

    Wenn ich einen Kader von 12-15 Spielern habe und die jedes Wochenende einsetzen kann, dann haben alle die gleiche Spielzeit - nämlich die volle Distanz.

    Die Spielzeit ist nicht das Problem.

    In Bezug auf sozialen Frieden gibt es wahrscheinlich andere "Streit"Punkte: warum spielt mein Kind im schwächeren Team? Der Paul will auch mal mit dem Messi spielen! usw. Das ist aber Spielzeit unabhängig.

    (Und ja jetzt kommt in mir der Leistungsgedanke wieder hoch)

    Wieso kann man Fussball 7 nicht in Festivalbetrieb spielen? Finde in der E ist es schon langsam Zeit auf 5 und 7er Fussball zu gehen.

    Meine Definition von Festival: alle Kinder spielen zu jeder Zeit (die Rotationsspieler sind nötig um das Spiel am Laufen zu halten - hohe Intensität). Es wird mit leistungshomogenen Teams auf mehreren Feldern gespielt. D.h. für mich bei einem Kader von 12-15 Spielern beim Fußball 5, dass jeder Verein 2 Teams stellen darf und das man mit 6 Vereinen ein Festival spielt. 6 Spielfelder gehen auf ein Fußballfeld.

    Beim Fußball 7 bekomme ich höchstens 4 Felder hin - auf vielen Sportplätzen nur 2. Dann wird das entweder als Turnier gespielt oder die Vereine können nur weniger Spieler mitnehmen, weil nur ein Team teilnehmen kann.

    Und aus meiner Sicht wird Leistung beim Fußball 5 auch höher bewertet, weil ich muss unter die ersten 5 kommen und nicht unter die ersten 7 wie beim Fußball 7.

    Und nochmals zum Leistungsgedanke: Ich habe beim Fußball 5 im Gegensatz zum Fußball 7 mehr Ballkontakte, mehr Torschüsse, höhere Intensität. Das einzige was steigt beim Fußball 7 gegenüber dem Fußball 5 ist die Komplexität - das ist aber nur ein Punkt für den Leistungsgedanken. Viele andere sprechen für Fußball 5.

    Und bezogen auf Fußball 5 kann man auch den Leistungsgedanken mit einbeziehen - schau dir mal die Futsal WM an.

    Das mit der Schule kommt tatsächlich aufs Bundesland an..

    Bayern zum Beispiel bist du in der Grundschule schwach wird nur sehr schwer was aus einen. Während in NRW zum Beispiel völlig freie Schulwahl herrscht.

    Auch in Bayern gibt es den "Elternjoker" (und einige Prüfungen, wenn die Grundschulnote nicht passt) und wir haben viele Wege, die zum Abitur führen, sofern man das will. ;)

    Bei deinen Gedanken lässt du aber die Weitentwickelten ganz aus dem Spiel.

    Nein. Ganz im Gegenteil. Die Stärkeren spielen gegen Stärkere - das ist sogar mehr Leistungsgedanke als heute. Und schaue die Trainingsphilosophie Deutschland an: die meisten Spiele sind 5 gegen 5 - und die ist auch hauptsächlich für die Weiterentwickelten (weil für alle Jugenden). Und wir bewegen uns hier nur bis zur E-Jugend.

    Ich denke, dass Kinder sehr gerne zeigen, zu welchen Leistungen sie im Stande sind.

    Das denke ich auch - und erlebe es in jedem Training ("schau mal was ich kann" - Ich-Bezogenheit). Die kommen in der Grundschule auch nach Hause und sagen "ich habe 5 Sterne/Punkte usw. bekommen" - was machen sie später? "XY hat eine 4, ich habe eine 3" :)


    Dass das Grundschulalter genau das richtige Alter ist, um Erfahrungen mit Sieg und Niederlage zu machen, seine Stärken und Schwächen kennen zu lernen, einen Platz in der Mannschaft zu finden oder sich einen zu erarbeiten. Für all das ist Fußball (auch ohne irgendwelche Regulierungen von außen) doch hervorragend geeignet.

    Und durch den ChampionsLeague-Modus bei einem Festival haben sie das 6-7x an einem Spieltag - in den alten Spielformen hatten sie das nur 1x - wenn überhaupt, weil manche haben keinen Platz im Team gefunden und durften das dann nicht zeigen.

    Und wenn ich z.B. Fußball 5 mit 2 Teams spiele, dann können das ca. 12 Spieler auf dem Platz erleben. Was gibt es besseres?

    Wir sprechen hier von Kinderfußball: G bis E-Jugend

    Ich fordere zwar keine Kontrollinstanz, aber eine Instanz, die das beste für die Kinder will und hierzu auch qualifiziert ist/wird (und die Eltern sind das nicht!).

    Ich sehe hier den Verband in der Pflicht - zumindest bei den Vorgaben der Spielformen und des Wettbewerbsformat. Und das muss bis zur E-Jugend aus meiner Sicht Festivals sein, damit alle Kinder spielen. Und nach dem Festivals aus meiner Sicht nur bis zum Fußball 5 funktionieren, sollten die Spielformen Fußball 2/3/4/5 sein.

    Die Kinder gehen bis zum Alter von 9/10 Jahren (4 Klassen) in die Grundschule. Da haben wir kein Leistungssystem bei den Kindern (deckt zumindest G- und F-Jugend komplett ab). Nach der Grundschule werden die Kinder mit dem Leistungssystem Mittel-, Realschule und Gymnasium konfrontiert (frustriert). Da würden sie bei mir im Fußball noch verschont und erst ab der D-Jugend würde bei mir die Leistungsorientierung berücksichtigt werden - zuerst im Alltag und zeitverzögert beim Hobby.

    Gerade in diesem Bereich sind mir "Kinderexperten" auch lieber als "Fußballexperten" - und bezogen auf die "Kinder" können die wenigsten Trainer*innen in dem Bereich Expertenwissen nachweisen. Wäre es die Mehrheit, hätten wir diese Diskussion gar nicht.

    HerthaBSC1892 : Lernen ist aus meiner Sicht kein linearer Prozess und auch nicht jedes Kind lernt gleich schnell und gleich viel. Somit kann ich einige deiner Schlussfolgerungen nicht nachvollziehen.

    Wenn ich das Stufenmodell des motorischen Lernens (z.B. bei youtube.com) hernehme, kann es durchaus sein, dass die Kinder auf- bzw. überholen. Ob das in diesem Fall sein kann, das weiß ich nicht - da unterschreibe ich deinen "Kaffeesatz" ;)

    Hier mal ein Beispiel:

    Die schwäbische Hallenmeisterschaften sind am

    Samstag 11.01.25: U19

    Sonntag 12.01.25: U17

    Samstag 18.01.25: U15

    Sonntag 19.01.25: U13

    (Quelle).

    Danach geht es mit den Bayerischen Meisterschaften weiter. D.h. bis dahin müssen die Vorrunden, Kreis- und Bezirksmeisterschaften gespielt werden. D.h. in unserem Kreis, dass seit 30.11./01.12. an jedem Wochenende Turniere statt fanden. Nehmen wir dann noch dazu, dass die Hallen vom Landkreis auch begrenzt sind und andere Sportarten auch Hallenzeiten benötigen, dann wird der Zeitplan sehr eng. Und auch die Argumente von ScuBac sind die Realität: viele Vereine wollen keine Hallenkreismeisterschaft durchführen, die machen lieber ein G oder F-Jugend Turnier anstatt ein U19 oder U17 Vorrundenturnier (da macht man das 3-5fache an Umsatz).

    Ich persönlich würde auch keine E-Jugend Hallenkreismeisterschaft anbieten. Im Freien geht man Richtung Festivals, da finde ich eine Hallenmeisterschaft als den falschen Weg - Angebote an E-Jugend (F und G-Jugend) Turnieren gibt es sehr viele. Und muss ein Verband dort etwas anbieten, wo es viele Möglichkeiten gibt oder eher dort wo es wenig gibt (U19/U17)?

    Futsal funktioniert auf der ganzen Welt - in Deutschland ist und bleibt er ein Streitthema.


    Aber auch im Futsal werden Regeländerungen diskutiert bzw. pilotiert:

    - Einwurf und Einkick

    - Ball beim Abwurf darf nicht mehr über die Mittellinie geworfen werden

    (siehe Quelle)

    Die Halle ist für viele Trainer wohl eher ein Nebenschauplatz.

    Die Trainer verschenken leider diese Jahreszeit. (Zitate von ehemaligen Profis siehe hier)


    Und nur weil etwas schlecht umgesetzt wird, ist es noch lange nicht schlecht. Ich gebe euch Recht, dass wir in der Umsetzung noch sehr viel Spielraum nach oben haben (z.B. Schiedsrichter und deren Regelauslegung, Trainer und deren Regelkenntnisse, Trainer mit Erfahrung im Futsal usw.)

    "Man kann das Talent eines Fußballers sehen, im normalen Fußball kann man das Talent vielleicht nicht so wahrnehmen, alles ist viel körperbetonter. Im Futsal entscheiden kleine Details über Qualität, Klasse und taktische Aspekte."

    Quelle und Auflösung

    fahrender Vater : wie würdest du die 6 Spiele im Twin-Modus werten? Tore aller Spiele zusammen zählen? Die 3 Runden werten? Andere Möglichkeiten?


    Und auch ich will mich nicht mit "fremden Federn" schmücken (genauso wie Hannes Wolf) - das sind alles Ideen und Erfahrungen von anderen Personen.


    Ich stehe allerdings voll dahinter, dass alle Kinder spielen und das sie möglichst leistungshomogen spielen. Weiterhin stehe ich hinter den (kleinen) Spielformen und dem Entwicklungsmodell von Horst Wein. Auch der Festival- und Turniermodus bzw. mehrere Spiele an einem Tag wird von mir favorisiert.

    Die Ballkontakte sind auch so dann immens da wir ja meist die Spiele gestalten also teilweise 70% Ballbesitz haben.

    Das heißt aber auch, dass der Gegner nur 30% Ballbesitz hat ;) - gleiche Liga, gleiche Leistungsstärke (!?!). Gibt es ja auch in der Bundesliga: Bayer(n) gegen Bochum :) - don't look up!


    Und die 16, 17 jährigen werden auch zukünftig die Ausnahme in der Bundesliga sein. Das sind die Ausnahmetalente.