Beiträge von Charles De Goal

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    Solche Altersangaben sind erstens völlig realitätsfremd und zweitens für mich unverständlich.


    Soll ich dann die C-Jugend aufteilen? Die Hälfte, die Jungjahrgang sind, darf trainieren, die anderen nicht? Warum nimmt man überhaupt eine solche Trennung vor? Und warum mitten in einer Altersklasse (die U15 ist in vielen Sportarten die C-Jugend und besteht aus 07ern und 06ern).


    Warten wir mal ab, ob das wirklich so kommt. An anderer Stelle habe ich das gleiche OHNE Altersangabe gelesen, das wäre ja gut. Ich glaube nämlich nicht, dass 15-Jährige die Infektionstreiber sind, während 13-Jährige Immun sind.

    Wir sind eine JSG und trainieren in der Woche an unterschiedlichen Plätzen.


    Da gab es einen Spieler, der insgesamt fünfmal in einer Saison die Ausrede hatte, er wäre am falschen Platz gewesen. Dabei ist der Trainingsort und -tag seit 3 Jahren der gleiche.


    Tja, wenn er danach mal fehlte oder zu spät kam, hatte der Rest der Mannschaft natürlich schon eine Vermutung... :D

    Ein wichtiger Punkt ist auch Kritikfähigkeit. Du möchtest dir hier Meinungen einholen, was erstmal positiv zu werten ist. Wenn du dann aber beleidigt reagierst wenn dir Kritik entgegen gebracht wird, dann sehe ich das für dein zukünftiges Trainer-Dasein als nicht kompatibel an. Du magst den Sport lieben und Pech gehabt haben, aber das macht dich noch lange nicht zu einem guten Trainer.

    Bin keinem in keinster Weise beleidigt also alles gut wollte mich nur informieren wollte nur mein Anliegen/Problem darlegen. Ich muss ja auch nicht der perfekte Redner sein glaub ich da ich hier nicht von der Bundesliga spreche sondern um meinen Einstieg als Trainer

    Wenn es um den Einstieg als Trainer geht, dann beginne mit der C-Lizenz (oder schnuppere zumindest rein) und baue es langsam auf!


    Auch, wenn du mit der B-Lizenz und der Elite Jugend-Lizenz nicht in der Bundesliga trainieren darfst, solltest du in der Lage sein, vor einer ähnlichen Gruppe frei zu sprechen (z.B. eine zweite Mannschaft eines Profivereins in der Oberliga/Regionalliga, denn dort darfst du ja mit den Lizenzen trainieren). Bei der Ausbildung interessiert es nicht, was du damit vorhast (Einzeltraining oder Co-Trainer), sondern was du damit machen könntest. Und wenn du den Standard nicht erreichst, dann wird das auch nichts.

    es ist hald für mich wirklich ein großer Unterschied vor 30 oder vor 15 Leuten zu sprechen

    Ich schließe aber aus der Aussage, dass es dir einzig und allein um die Lizenz geht, wenn du gar nicht in Betracht ziehst, an dem Problem mit Vorträgen vor 30 Personen etwas zu ändern.


    Oder hast du auch den Ansporn, etwas an dieser Situation zu ändern? Du wirst auf kurz oder lang vor 30 Personen Vorträge halten müssen, sei es bei der Lizenz, dann im späteren Trainerjob (auch als Co-Trainer) oder überhaupt im Leben. Und was ist, wenn in deinem Lehrgang plötzlich auch alle Teilnehmer bei der Prüfung zuhören?


    Hast du dich seit der Threaderstellung vor 5 Tagen schonmal damit befasst, wie du das in den Griff bekommen oder daran arbeiten könntest? Das wäre für mich der erste Ansatz.

    Also ich denke, du redest jetzt von der Prüfung, oder?


    Beim FLVW war die ganze Gruppe grundsätzlich für die Prüfung in zwei Hälften geteilt. Es gab zwei Prüferteams, die dann jeweils alles der einen Gruppe bewertet haben.

    Für den Vortrag in der Prüfung saßen also knapp 15 Personen im Raum. Bei uns war es so, dass die fertigen bleiben MÜSSEN, da sie den Rest der Gruppe unterstützen sollen. Zum Teil waren sie auch eine Mannschaft bei der Lehrprobe.


    Die Vorträge im Lehrgang hält man natürlich immer vor der ganzen Gruppe, diese werden auch gefilmt. Selbst, wenn du mit Vorträgen (noch) ein Problem hast, bekommst du ständig Feedback und kannst auch durch die Aufzeichnung Selbstreflektion üben. Durch die aktuellen Corona-Umstände ist das mit den Vorträgen natürlich etwas anderes. Ob ich das vor der Webcam mache oder in der Realität vor einer großen Gruppe, ist ein großer Unterschied. In meinem damaligen Kurs hatte ich auch einen Teilnehmer, der bei den ersten Vorträgen vor sich hingestammelt hat und inhaltlich das meiste weggelassen hat, wahrscheinlich vor Aufregung. Aber auch der hat es am Ende soweit hinbekommen, um zu bestehen - und das in 4 Wochen Lehrgang (also zwei Monaten Gesamtzeit).


    Im Lehrgang wird dir aber alles verziehen und die Kritiker - da sie selbst Trainer sind - sind penibel und genau bei Präsentation und Inhalten. Wenn du also offen für Kritik bist und dich verbessern willst, dann musst du dir überhaupt keine Sorgen in dem Bereich machen.

    das weis ich aber bevor ich c mach will ich lieber bleich b machen da mir komplexe taktische Inhalte Freude bereiten und ich die eh bräuchte sollte es weiter gehen

    let1612 schlägt dir ja auch nur vor, mal eine Woche bei einer C-Lizenz vorbeizuschauen um herauszufinden, ob das dein Niveau ist oder ob dein Niveau "darüber" liegt. Im Moment wird das zwar schwierig sein, aber das ist ja im Prinzip alles, was Weiterbildungen angeht.


    Die Frage, dir du dir stellen muss, ist: brauchst du die Lizenz oder brauchst du Wissen? Wenn es möglichst schnell um eine möglichst hohe Lizenz geht, dann versuch die B-Lizenz (hier wird aber natürlich deutlich mehr erwartet). Wenn es um möglichst viel Wissen geht, dann mach erst die C-Lizenz. Ich habe beide Lizenzen innerhalb von 2 Jahren gemacht und muss sagen, dass ich durch das Vorwissen gut auf die B-Lizenz vorbereitet war.


    Kurios finde ich, dass eine Frage über die Zulassung zur Elite Jugend-Lizenz stellst, aber im Prinzip noch mit den Anforderungen der B-Lizenz haderst. Allen die Teilnahme des B-Lizenzlehrgangs nimmt schon Zeit in Anspruch (Eignungstest, auf Termine warten, einschreiben, auf Beginn warten), da kann es schon bis zu 10 Monate dauern. Der Lehrgang selbst ist auch kein Selbstläufer und die 10 Punkte geben einem Sicherlich auch ordentlich zu knabbern.


    Ich habe leicht reden, ich habe die 10 Punkte erreicht. Aber das ist keine Selbstverständlichkeit.

    So ist es.


    Natürlich lernt man bei einem Lizenzlehrgang eine Menge und bekommt viele neue Einflüsse. Aber mit dem Bestehen der Prüfung wird eine Lizenz ausgestellt, mit der man entsprechend hoch trainieren darf. Und damit sagt der Verband "Dieser Trainer ist in der Lage, eine Regionalliga-Mannschaft zu trainieren". Wenn es daran in einigen Bereichen Zweifel gibt, dann gibt es diese Lizenz nicht.


    Wir hatten das Thema in einem anderen Thread schonmal, wo es um den Eignungstest und die Zulassung zum Lehrgang ging. Ich gehe mit, dass man nicht auf Oberliga-Niveau kicken können muss (aber zumindest die Techniken sollte man gut beherrschen), aber Vorträge und Erklärungen sind das A und O des Trainerjobs. Wenn es da scheitert, dann ist man tatsächlich nicht bereit dafür - weder für die Lizenz, noch für eine höherklassige Mannschaft. Nicht umsonst spielen Vorträge eine große Rolle im Lehrgang und der Vortrag zum Prüfungsthema auch in der Gesamtnote.

    Entschuldige, ich habe offenbar den Kontext falsch verstanden, aber es war auch nicht leicht, das richtig zu verstehen.


    Ich dachte, du hättest die User direkt angesprochen, aber hast nur indirekt über das geschrieben, was in den Beiträgen über andere Trainer berichtet wurde.


    Das wirft natürlich ein anderes Licht auf die Aussagen und macht sie deutlich harmloser, als ich sie interpretiert habe. Denn wir sind uns sicher einig: hier anderen Usern schlechtes Training vorzuwerfen, weil sie andere Prioritäten setzt, wäre tatsächlich total daneben, so wirkte es gestern im ersten Moment nämlich auf mich.

    Wenn du dich persönlich angegriffen fühlst, wenn jemand Deine Meinung, deiner Meinung nach, falsch interpretiert dann tut mir das für dich leid.

    Ohjee.... Du schießt pauschal gegen jeden, der Grundlagenausdauer für wichtig hält. Du implizierst, das würden nur schlechte Trainer machen und sie würden schlechte Spieler/Mannschaften ausbilden. Das finde ich ziemlich frech, weil niemand auch nur einen Funken der Meinung vertreten hat, man müsse Platzrunden laufen oder Grundlagenausdauer wäre das Non-Plus-Ultra.


    Bitte bezieh die aktuelle Ausnahmesituation durch Corona nochmal in die Überlegungen ein und überlege, ob 16/17-Jährige, die 4 Monate keinen Finger gekrümmt haben, nach 4 Wochen (bzw. 8 Trainingseinheiten) die Fitness haben, die sie vorher hatten oder Trainer mit dieser Mannschaft wirklich in anderen Bereichen Lernfortschritte erzielen können (die nach der langen Pause nötig wären). Das erreicht man auch nicht mit Spielformen.


    Ausgangspunkt war, dass Jugendliche einen gewissen Fitnessstand selbst erarbeiten können/sollen, um dann im Training an den Dingen zu arbeiten, die im Mannschaftstraining wirklich Sinn machen (Techniken, Taktiken). Wie ich bereits sagte: Das kann jeder so machen, wie er will. Aber hier pauschal zu sagen, dass man ein schlechter Trainer ist, wenn man Wert auf Ausdauer legt, ist total daneben. Hier nochmal dein Zitat, in dem du es geschrieben hast:

    Wenn ich weiter oben lese, das viele trainer ja zu viele standzeiten etc. Haben, und deshalb - grundlagenausdauer- noch wichtiger ist, dann wundere ich mich irgendwie nicht, das spielerisch schlechte Mannschaften auch nicht mehr zusetzen können. Die haben dann wohl noch viel, vom ohnehin schlechten Training, noch mit rundenlaufen verbracht...

    Da du damit wohl auch mich gemeint hast, fühle ich mich tatsächlich persönlich angegriffen. Allerdings ist nie die Rede von Platzrunden oder monotonem Laufen gewesen, nur von Waldläufen (und das war von mir extra als überspitzt gekennzeichnet).

    Puh, wenn das entscheidende kriterium ist eine technisch und spielerisch bessere mannschaft kaputt zulaufen, und dann über einen spieler der allein 4 tore schiesst, zu definieren was wichtig ist, dann gute nacht.

    Fussballspezifische Kondition zu trainieren ist im jugendbereich locker über spielformen möglich.

    Wenn ich weiter oben lese, das viele trainer ja zu viele standzeiten etc. Haben, und deshalb - grundlagenausdauer- noch wichtiger ist, dann wundere ich mich irgendwie nicht, das spielerisch schlechte Mannschaften auch nicht mehr zusetzen können. Die haben dann wohl noch viel, vom ohnehin schlechten Training, noch mit rundenlaufen verbracht...

    Das geht jetzt auf jeden Fall an der ursprünglichen Diskussion vorbei und interpretiert einige Aussagen komplett falsch bzw. rückt sie ins falsche (und schlechte) Licht!


    Natürlich braucht man im normalen Jugendtraining keine oder kaum Grundlagenausdauer zu trainieren. Wir sind hier aber im "Corona und seine Folgen"-Thread und befinden uns in einer Ausnahmesituation - nämlich dass wir vier Monate lang kein richtiges Training anbieten konnten und fast jeder von uns - selbst wenn Online-Training oder Challenges angeboten werden - Spieler in der Mannschaft hat, die das nicht wahrnehmen, obwohl sie es nötig hätten.


    Wie willst du ein normales Training mit technischem und taktischen Lerneffekt durchführen, wenn die Jungs keine 5 Minuten Laufen können oder nach drei Sprints platt sind? Das wird zwangsweise bei einigen so kommen, wenn sie im Lockdown nichts machen oder gemacht haben. Ich rede hier natürlich von ambitionierten C/B-Jugenden und nicht von einer F-Jugend.


    Es steht jedem offen, damit (kreativ) umzugehen. Mancher möchte dann vielleicht ganz langsam starten und die Intensität steigern. Andere möchten erstmal wieder den vorherigen Fitnesszustand wieder herstellen und bauen das vier Wochen lang in jede Einheit ein.

    Ich für meinen Teil möchte gerne eine Mannschaft zum Training begrüßen, die bereits eine gewisse Grundlagenausdauer mitbringt, damit ich technische Versäumnisse der letzten 4 Monate nachholen kann und auch taktisch arbeiten kann. Das fällt mir schwer, wenn Spieler nur 5 Minuten Gas geben können. Das kann ich den Jungs sicherlich sagen, wenn ich sie zum Durchführen des Fitnessprogramms motiviere.

    Deshalb ist meine logische Schlussfolgerung, dass jeder sich individuell fit halten/machen kann, damit er zum Auftakt vernünftig am Training teilnehmen kann. Dass ich, wenn das nicht klappt, in der Vorbereitung einen größeren Wert auf die Grundlagenausdauer legen muss, bevor es spezifisch wird, hätte zur Folge, dass ich andere taktische und technische Trainingsziele hinten anstellen muss.


    Ich finde deine Interpretation der Aussagen von Constantin, beobachter_1000 und mir ehrlich gesagt total daneben. Es geht hier mit Sicherheit nicht ums Runden laufen, schlechte Mannschaften oder um schlechte Trainer. Sondern darum, in allen Bereichen fit aus der Vorbereitung nach dem Lockdown herauszukommen und die paar Wochen und Einheiten sinnvoll zu nutzen. Und da ist es das logischste der Welt, wenn jeder sich zu Hause fit hält und einen gewissen Fitnessstand aus dem Lockdown mitbringt. Und wer das nicht macht, der lebt erstens nicht Gesund und kommt zweitens schon ziemlich schnell an seine Grenzen.

    Ja, sehe ich ganz genauso. Also ich würde sogar sagen, dass inhaltlich nur bestimmte Eckpunkte bewertet werden, aber den Hauptanteil der Bewertung die Art und Weise des Vortrags ausmacht. Wenn du das Thema perfekt durchleuchtest, aber die Präsentation nicht flüssig ist, wird es definitiv schlechter bewertet, als wenn du es nur oberflächlich und vielleicht sogar mit Fehlern bearbeitest, aber dich dabei gut "verkaufst". Aber ist ja auch klar: die zwischenmenschliche Ebene spielt eben in unserem Hobby eine große Rolle, ich will ja Spieler begeistern und überzeugen und sich nicht langweilen!

    Und das erspart massiv Zeit im Training, die man eh für Technik etc braucht...

    Eben! Genau das ist mein Ansatz: Fitness und Ausdauer kann jeder alleine trainieren, während Technik, Zweikämpfe, Schüsse, Pässe und alles was noch dazugehört im Mannschaftstraining viel sinnvoller ist. Warum das, was jeder nun alleine machen kann, mit allen zusammen machen... Dann lieber diese eventuellen vier Wochen nutzen, um die 4 Monate Technik wieder nachzuholen. Nicht nur, dass in vier Monaten die Fitness verloren gehen kann - ich habe letzte Woche mal an einen Ball getreten und wusste gar nicht, wie mir geschieht. Das ist dann zur Pubertät und einer Wachstumsphase noch schlimmer, wenn man so lange keinen Ball am Fuß hat, aber in der Zeit wächst und kräftiger wird.

    Da ist es möglicherweise ein Monat weniger, das ist korrekt. Im normalen C Jugend Kreis oder Bezirksklassenfußball sehe ich das Problem allerdings nicht, wenn man 3,4 Wochen Vorbereitung hätte auf ein normales Fitnessniveau zu kommen.

    Eine -Grundlagenausdauer- finde ich ohnehin schwer einzuordnen. In der C Jugend wird z.b. positionsabhängig zwischen 6 und 8 Kilometer gelaufen, wenn man durchspielt. Das ist ca. 35-40 Prozent gehen, 35-40% Joggen ca. 20 % rennen und max. 1-2 % Sprinten.

    Das wird ähnlich auch im Training geleistet, nach so einer langen Pause zuerst sicher weniger, aber ich sehe nicht das Problem, das in 3,4 Wochen hinzukriegen, zumal dann nach dem 2ten oder 3 ten Trainingstag ja kein Spiel ist.

    Die spezifische Ausdauer die für ein Fußballspiel nötig ist, bekommt man mit normalem Training ganz gut hin.

    Ich gehe davon aus, dass so ziemlich niemand von uns Trainern weiß, was für eine Mannschaft ihn auf dem Platz erwartet, wenn es wieder losgeht. Die Situation mit (mindestens) 4 Monaten Pause ist neu für uns alle und es gibt mit Sicherheit Jugendliche, die absolut unfit wiederkommen. Um die Grundlagenausdauer zu konservieren oder wieder aufzubauen, ist eben jetzt der beste Zeitpunkt. Jede Ausdauereinheit kostet Zeit, die man natürlich lieber in Spielformen investieren könnte. Um es mal ganz simpel zu formulieren: "Geht zweimal die Woche laufen und beim Training wird es viele Spielformen geben oder macht im Lockdown nichts und wir haben 2 Wochen lang Waldläufe, bevor wir in die Spielformen kommen" (natürlich ist das überspitzt).


    Ich kann sicherlich von jedem Spieler, der ambitioniert Fußball spielen will, erwarten, dass er 40 Minuten (also eine B-Jugend-Halbzeit) am Stück laufen kann. Das ist natürlich nicht die gleiche Belastung wie beim Fußballspiel.


    So oder so werden die, die nichts machen, ganz schnell den Spaß verlieren oder aufhören, weil sie durch den Fitnessrückstand den Anschluss verlieren. In meiner Mannschaft sind die fitten Spieler motiviert. Die spulen Kilometer ab und machen Fitnessübungen. Aber da ist ein Spieler, der sowieso schon ein paar Kilos zu viel mit sich rumträgt - der macht aber nichts sportliches, dabei hätte er es am nötigsten. Hat jemand in seiner Mannschaft 5 davon oder vielleicht auch keine Übungen und Aufgaben weitergegeben, dann wird das Niveau nach dem Lockdown ganz schön niedrig sein. Das muss natürlich jeder für sich selbst wissen, ich möchte aber die eveentuell vier Wochen sinnvoll nutzen und keine zusätzliche Zeit mit Fitnessübungen verschwenden, damit man überhaupt mal eine Spielform machen kann, ohne dass alle hecheln.

    Nachteil:

    - Laufen ist nicht wirklich Fußballspezifisch.

    Ja, das stört mich an allen Challenges, die ich bis jetzt angeboten habe, auch. Es gibt einfach nicht viel, was mit dem Mannschaftssport Fußball zu tun hat, was man dann auch anbieten kann. Jonglieren, Tricks und Dribbelübungen sind das einzige, was man tatsächlich mit Ball machen kann, aber selbst das ist nur Individuell. Zum Fußball gehören Zweikämpfe, Pässe und Schüsse genauso, aber die gehen ohne Partner und ohne Tor nicht.


    In deiner E-Jugend vielleicht noch nicht, aber ab der C/B-Jugend kann man zumindest den Fitness-Aspekt einer Vorbereitung in den Vordergrund stellenund sagen, dass eine Gewisse Fitness dazu führt, dass man im Training sofort einsteigen kann und nicht erst das halbe Jahr Fitness-Verlust aufholen muss. Man darf sich da nicht vertun, auf dem Großfeld muss man schon seine 8km pro Spiel abspulen, das macht man nicht aus dem Stehgreif nach ein paar Monaten Pause. Wenn die Grundlagenausdauer aber nach dem Lockdown schon da ist, kann man sofort Fußballspezifisch arbeiten. Wenn ich erst 3 Wochen Grundlagenausdauer machen muss, ist eine ganze Vorbereitung um.

    Die allgemeine Meinung ist doch, dass jeder Fußball spielen kann. Die Handballer bei uns im Verein hatten mal den Spruch "Wenn ich nichts könnte, wäre ich Fußballer geworden". Ja, Fußball ist in den Grundlage tatsächlich sehr einfach. Die Grundregeln, die Grundtechniken und die Grundtaktiken sind für jeden schnell zu lernen. Aus dem Grund glauben viele F-Jugendliche (oder ihre Eltern), die geradeaus dribbeln können, dass sie der nächste CR7 ist (weil man eben auch mit etwas Talent ziemlich leicht andere Anfänger übertreffen kann). Und auch so mancher Trainer, der in der E-Jugend eine Viererkette spielt, glaubt, dass er deshalb schon taktisch auf einer Stufe mit Fußballlehrern steht und der Job als Bundes- oder Bundesligatrainer so schwierig ja nicht sein kann. Und wer mal in den 90ern in der Landesliga auf der Ersatzbank saß, weiß natürlich ganz genau, was Löw oder Favre falsch machen, weil es ja total offensichtlich ist. Ist der Fußball wirklich so einfach?


    In dem Bereich, in dem diese Personen unterwegs sind (F-Jugendspieler, E-Jugendtrainer oder Altherrenspieler) ist der Fußball tatsächlich so einfach. Aber der Profifußball, in dem es um Millionen geht, ist da anders. Dort werden technisch, körperlich und taktisch Dinge erwartet, die so mancher Landesliga-Kicker in seinem Leben noch nicht gehört oder erlebt hat.


    Würde andersrum der ausgebildete Fußballlehrer ein E-Jugendspiel auf Kreiseben schauen, würde er sich völlig objektiv fragen, was das mit Fußball zu tun hat.


    Damit will ich sagen: Es ist die Betrachtungsweise! Natürlich ist der E-Jugendfußball zu recht so wie er ist, da geht es nicht um Taktiken, Siege und Millionen. Da sagt kein Bundesligatrainer "so einen scheiß guck ich mir nicht an", selbst wenn sein Sohn da mitspielt. Genauso falsche Erwartungen oder Vorstellungen hat der Altherrenspieler der Dorfmannschaft, der bei jeder Gelegenheit auf den Bundesligatrainer draufhaut, der ja angeblich gar keinen Plan von Taktik hat.


    Das sind zwei Welten, die miteinander nicht kompatibel sind. Wer in der Kreisliga mit asymetrischer Viererkette und nach innen gelenktem Mittelfeldpressing spielt, kann das natürlich seiner Mannschaft nahebringen, diese kann es vielleicht sogar gut umsetzen und man kann damit tatsächlich Erfolg haben. Das trifft aber auch nur auf maximal 1% der Trainer/Mannschaften zu. Den Rest interessiert das nicht (oder weiß nichtmal was davon), das ist auch überhaupt nicht schlimm. Die anderen 99% kommen in ihrer Leistungsklasse auch ohne das aus und leben vom Einzelkönnen der Führungsspieler.

    In der Bundesliga ist sowas allerdings Gang und Gäbe, dort ist die Aufteilung aber andersrum. Wenn 1% diese Taktiken NICHT drauf hat, wird die Mannschaft wahrscheinlich klar abgehängt und absteigen.


    Ich finde es abschließend etwas amüsant, dass die allgemeine Meinung ist, dass Fußball einfach ist und bei Niederlagen der Trainer Schuld ist, der offenbar keinen Plan hat, aber jeder Kritiker ins Schwitzen kommen würde, wenn er mal ein Angriffspressing an der Taktiktafel erklären soll oder es einer Mannschaft beibringen soll.

    Ja, aber während der Ausbildung hälst du einige Vorträge vor der ganzen Gruppe. Das kann dann gut oder schlecht sein, auf jeden Fall bekommst du jedes mal Feedback und kannst dich daran gewöhnen oder dich verbessern.


    Wie das jetzt zur Corona-Zeit läuft, weiß ich leider nicht. Vermutlich sind es durch die geringere Präsenzzeit auch weniger Vorträge in der Gruppe.

    achso aber sind das Vorträge zu gewissen Themen die man vorbereitet oder einfach Erklärungen an der Taktiktafel?

    Klar, keine Sorge! Du wirst da nirgendwo ins kalte Wasser geschmissen.


    Es sind immer Gruppenarbeiten (5er/6er Gruppe), bei denen die Aufgaben dann aufgeteilt sind. Ihr erarbeitet zusammen das Thema, dann macht einer den Vortrag, einer die Übungs- und einer die Spielform in der Praxis auf dem Platz. Ein weiterer filmt (für späteres Feedback und Selbstreflexion) und einer führt Protokoll.


    Also was das angeht, wirst du im Prinzip wunderbar auf die Prüfung vorbereitet und lernst durch deine eigenen Vorträge und die Vorträge der anderen auch Kleinigkeiten, mit denen du es richtig gut hinbekommen kannst!

    Ja, aber während der Ausbildung hälst du einige Vorträge vor der ganzen Gruppe. Das kann dann gut oder schlecht sein, auf jeden Fall bekommst du jedes mal Feedback und kannst dich daran gewöhnen oder dich verbessern.


    Wie das jetzt zur Corona-Zeit läuft, weiß ich leider nicht. Vermutlich sind es durch die geringere Präsenzzeit auch weniger Vorträge in der Gruppe.

    Hinzuzufügen ist aber noch, dass du vorab natürlich den Eignungstest bestehen musst und während des Lehrgangs auch einen Schiedsrichterschein (also die theoretische Prüfung bestehen) machst.

    Du kannst, wenn du die B-Lizenz nicht gut genug bestanden hast, eine Nachprüfung machen, um die entscheidenden Punkte noch zu holen. Alternativ kannst du nach ein paar Jahren auch nochmal den ganzen Lehrgang wiederholen. Eine Chance, mit einem schlechteren Abschluss noch in die Ausbildung der nächsten Lizenz zu kommen, gibt es meines Wissens nach nicht und wäre auch nicht fair.


    Es gibt hier mehrere Threads zum Thema B-Lizenz, in denen auch die Prüfungsteile aufgezählt werden. Vielleicht möchtest du dich dort einklinken.