Beiträge von Charles De Goal

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    Nachteil:

    - Laufen ist nicht wirklich Fußballspezifisch.

    Ja, das stört mich an allen Challenges, die ich bis jetzt angeboten habe, auch. Es gibt einfach nicht viel, was mit dem Mannschaftssport Fußball zu tun hat, was man dann auch anbieten kann. Jonglieren, Tricks und Dribbelübungen sind das einzige, was man tatsächlich mit Ball machen kann, aber selbst das ist nur Individuell. Zum Fußball gehören Zweikämpfe, Pässe und Schüsse genauso, aber die gehen ohne Partner und ohne Tor nicht.


    In deiner E-Jugend vielleicht noch nicht, aber ab der C/B-Jugend kann man zumindest den Fitness-Aspekt einer Vorbereitung in den Vordergrund stellenund sagen, dass eine Gewisse Fitness dazu führt, dass man im Training sofort einsteigen kann und nicht erst das halbe Jahr Fitness-Verlust aufholen muss. Man darf sich da nicht vertun, auf dem Großfeld muss man schon seine 8km pro Spiel abspulen, das macht man nicht aus dem Stehgreif nach ein paar Monaten Pause. Wenn die Grundlagenausdauer aber nach dem Lockdown schon da ist, kann man sofort Fußballspezifisch arbeiten. Wenn ich erst 3 Wochen Grundlagenausdauer machen muss, ist eine ganze Vorbereitung um.

    Die allgemeine Meinung ist doch, dass jeder Fußball spielen kann. Die Handballer bei uns im Verein hatten mal den Spruch "Wenn ich nichts könnte, wäre ich Fußballer geworden". Ja, Fußball ist in den Grundlage tatsächlich sehr einfach. Die Grundregeln, die Grundtechniken und die Grundtaktiken sind für jeden schnell zu lernen. Aus dem Grund glauben viele F-Jugendliche (oder ihre Eltern), die geradeaus dribbeln können, dass sie der nächste CR7 ist (weil man eben auch mit etwas Talent ziemlich leicht andere Anfänger übertreffen kann). Und auch so mancher Trainer, der in der E-Jugend eine Viererkette spielt, glaubt, dass er deshalb schon taktisch auf einer Stufe mit Fußballlehrern steht und der Job als Bundes- oder Bundesligatrainer so schwierig ja nicht sein kann. Und wer mal in den 90ern in der Landesliga auf der Ersatzbank saß, weiß natürlich ganz genau, was Löw oder Favre falsch machen, weil es ja total offensichtlich ist. Ist der Fußball wirklich so einfach?


    In dem Bereich, in dem diese Personen unterwegs sind (F-Jugendspieler, E-Jugendtrainer oder Altherrenspieler) ist der Fußball tatsächlich so einfach. Aber der Profifußball, in dem es um Millionen geht, ist da anders. Dort werden technisch, körperlich und taktisch Dinge erwartet, die so mancher Landesliga-Kicker in seinem Leben noch nicht gehört oder erlebt hat.


    Würde andersrum der ausgebildete Fußballlehrer ein E-Jugendspiel auf Kreiseben schauen, würde er sich völlig objektiv fragen, was das mit Fußball zu tun hat.


    Damit will ich sagen: Es ist die Betrachtungsweise! Natürlich ist der E-Jugendfußball zu recht so wie er ist, da geht es nicht um Taktiken, Siege und Millionen. Da sagt kein Bundesligatrainer "so einen scheiß guck ich mir nicht an", selbst wenn sein Sohn da mitspielt. Genauso falsche Erwartungen oder Vorstellungen hat der Altherrenspieler der Dorfmannschaft, der bei jeder Gelegenheit auf den Bundesligatrainer draufhaut, der ja angeblich gar keinen Plan von Taktik hat.


    Das sind zwei Welten, die miteinander nicht kompatibel sind. Wer in der Kreisliga mit asymetrischer Viererkette und nach innen gelenktem Mittelfeldpressing spielt, kann das natürlich seiner Mannschaft nahebringen, diese kann es vielleicht sogar gut umsetzen und man kann damit tatsächlich Erfolg haben. Das trifft aber auch nur auf maximal 1% der Trainer/Mannschaften zu. Den Rest interessiert das nicht (oder weiß nichtmal was davon), das ist auch überhaupt nicht schlimm. Die anderen 99% kommen in ihrer Leistungsklasse auch ohne das aus und leben vom Einzelkönnen der Führungsspieler.

    In der Bundesliga ist sowas allerdings Gang und Gäbe, dort ist die Aufteilung aber andersrum. Wenn 1% diese Taktiken NICHT drauf hat, wird die Mannschaft wahrscheinlich klar abgehängt und absteigen.


    Ich finde es abschließend etwas amüsant, dass die allgemeine Meinung ist, dass Fußball einfach ist und bei Niederlagen der Trainer Schuld ist, der offenbar keinen Plan hat, aber jeder Kritiker ins Schwitzen kommen würde, wenn er mal ein Angriffspressing an der Taktiktafel erklären soll oder es einer Mannschaft beibringen soll.

    Ja, aber während der Ausbildung hälst du einige Vorträge vor der ganzen Gruppe. Das kann dann gut oder schlecht sein, auf jeden Fall bekommst du jedes mal Feedback und kannst dich daran gewöhnen oder dich verbessern.


    Wie das jetzt zur Corona-Zeit läuft, weiß ich leider nicht. Vermutlich sind es durch die geringere Präsenzzeit auch weniger Vorträge in der Gruppe.

    achso aber sind das Vorträge zu gewissen Themen die man vorbereitet oder einfach Erklärungen an der Taktiktafel?

    Klar, keine Sorge! Du wirst da nirgendwo ins kalte Wasser geschmissen.


    Es sind immer Gruppenarbeiten (5er/6er Gruppe), bei denen die Aufgaben dann aufgeteilt sind. Ihr erarbeitet zusammen das Thema, dann macht einer den Vortrag, einer die Übungs- und einer die Spielform in der Praxis auf dem Platz. Ein weiterer filmt (für späteres Feedback und Selbstreflexion) und einer führt Protokoll.


    Also was das angeht, wirst du im Prinzip wunderbar auf die Prüfung vorbereitet und lernst durch deine eigenen Vorträge und die Vorträge der anderen auch Kleinigkeiten, mit denen du es richtig gut hinbekommen kannst!

    Ja, aber während der Ausbildung hälst du einige Vorträge vor der ganzen Gruppe. Das kann dann gut oder schlecht sein, auf jeden Fall bekommst du jedes mal Feedback und kannst dich daran gewöhnen oder dich verbessern.


    Wie das jetzt zur Corona-Zeit läuft, weiß ich leider nicht. Vermutlich sind es durch die geringere Präsenzzeit auch weniger Vorträge in der Gruppe.

    Hinzuzufügen ist aber noch, dass du vorab natürlich den Eignungstest bestehen musst und während des Lehrgangs auch einen Schiedsrichterschein (also die theoretische Prüfung bestehen) machst.

    Du kannst, wenn du die B-Lizenz nicht gut genug bestanden hast, eine Nachprüfung machen, um die entscheidenden Punkte noch zu holen. Alternativ kannst du nach ein paar Jahren auch nochmal den ganzen Lehrgang wiederholen. Eine Chance, mit einem schlechteren Abschluss noch in die Ausbildung der nächsten Lizenz zu kommen, gibt es meines Wissens nach nicht und wäre auch nicht fair.


    Es gibt hier mehrere Threads zum Thema B-Lizenz, in denen auch die Prüfungsteile aufgezählt werden. Vielleicht möchtest du dich dort einklinken.

    Und im letzten Absatz:


    • Beispiele:

      Erlaubt: Tennis-Einzel, Tennis-Doppel (Personen aus einem Hausstand), Tischtennis, Tischtennis-Doppel (Personen aus einem Hausstand), Lauftraining allein oder zu Zweit mit festem*r Partner*in, Ballspiel mit mehreren Personen eines Hausstandes, Balltraining zu Zweit mit einem*r festen Partner*in, Kampfsporttraining mit einen*r festen Partner*in, Golf zu Zweit.

      Nicht erlaubt: Anleitung einer Gymnastikgruppe (unabhängig vom Abstand der Personen untereinander), Mannschafts-/Gruppentraining Ballsport, Paartraining Ballsport mit wechselnden Partner*innen.

    Also ist das so nicht möglich. Hätte mich aber auch gewundert, das war im Frühjahr vor einem Jahr anders formuliert, als es tatsächlich erlaubt war.

    Erste Lockerungen in NRW, unter anderem auch für den Breitensport!


    Allein, zu zweit oder aus einem Haushalt darf ab sofort wieder auf Sportanlagen trainiert werden, die einzelnen Gruppen müssen Abstände von fünf Metern halten.


    Da stellt sich die Frage, ob ich meine ganze Mannschaft einladen dürfte, Zweiergruppen bilden kann und die Gruppen mit den geforderten Abständen etwas machen dürfen. Oder interpretiere ich das falsch? (unabhängig davon, ob ich das machen sollte oder will)

    Bei Profis wird denke ich zuwenig Plan eher der Grund für Mißerfolg sein als zuviel Plan. Dennoch stellt sich m.E. die Frage, wieviel Taktik ist vom Profibereich auf den Amateurbereich übertragbar, was kann man von Freizeit-/Hobbytruppen wirklich verlangen und wo wird es zuviel. Denn letztlich steht viel weniger Zeit für alles zur Verfügung, die Beteiligung ist auch nicht immer bei 100 % und und und. Da kann es schon eher mal überfrachtet werden.

    Das ganze muss getrennt werden, definitiv!


    Bei den Profis treffen zwei perfekt ausgebildete Teams mit Spielern aufeinander, die kaum Fehler machen.

    Im Amateur- und Jugendbereich sind es niemals zwei perfekte Teams, in denen die Spieler auch fehleranfällig sind.


    Da auf dem hohen Niveau jeder Fehler sofort ausgenutzt wird und minimale Fehler im Stellungsspiel schon zu Gegentoren führen können, wird dort eben auf dem höchsten taktischen Niveau gearbeitet, um sowas zu verhindern.


    Im Amateur- und Jugendbereich kanns mal einen Spieler geben, der allen wegläuft. Da bringt dir auch das beste Stellungsspiel oder die Absicherung vom Libero (je nachdem, ob man das spielt) nichts.


    Die Spiele (und Ergebnisse) sind in beiden Bereichen eben von ganz anderen Dingen abhängig. Hat man eine Top-Mannschaft für die Kreisliga, hat jeden Gegner gescoutet und sich darauf einstellen, könnten die taktischen Anweisungen auch dort Sinn machen. Andernfalls gelten sie maximal als Leitlinien, die aber niemals in einzelnen Situationen über Spielausgänge entscheiden werden.

    Ja, ich hatte den Artikel gestern schonmal hier erwähnt. Grundsätzlich ist klar, dass kein Datum genannt werden kann. Wir haben Vereinsintern jetzt erstmal für uns eine zeitunabhängige Strategie vorbereitet. Sobald Lockerungen kommen, machen wir die Schublade auf und sind vorbereitet. Belegungspläne, Tracking-System und Infrastruktur sind dann vorbereitet. Egal ob schon Mitte März oder Ende Mai: kommt die Lockerung, können wir theoretisch 6 Stunden später Training anbieten.


    Der verlängerte Lockdown mit all den hier vieldiskutierten Nebengeräuschen hat da vielleicht auch sein Gutes: Wir haben jetzt alle (mindestens, aber hoffentlich maximal) vier Wochen Zeit, uns auf den Trainingsrestart vorzubereiten und das sicher, geordnet und vorbildlich durchzuführen.

    Regeln (wie hier im Forum ;)) keine Quatsch-Videos (tictoc etc., keine blöden Kommentare, kein mobbing. Erlaubt ist Fußballvideos, Fachsimpeln über Bundesliga & Co., Trainingstips)
    Die Regeln hat er sich selbst ausgedacht und formuliert, weil es ihm wichtig war. Fand ich schon mal sehr gut.
    Die Gruppe existiert seit Samstag Abend und bisher läuft es gut, aktiv, regelkonform und außerhalb der Homeschooling-Zeiten:thumbup:

    Dazu ein Tipp von mir: wir haben zwei Gruppen: eine offizielle mit Infos zu Training, Spielen, Neuigkeiten und zur Zeit für Corona-Challenges. Und eine, in der die Jungs sich austoben können mit tiktok, Videos und allen, was eben nicht in die Hauptgruppe reingehört. Wer dort nicht drin sein will, muss natürlich nicht. Damit kann man die Hauptgruppe sauber halten und ihnen trotzdem ermöglichen, innerhalb der Mannschaft Sachen rumzuschicken.


    Erfahrung ist aber, dass sie die "Spaßgruppe" kaum genutzt wird. Aber wenn jemand was rumzuschicken hat, ist es da bestens aufgehoben!

    Ach ja: Nachdem einige Ihren Austritt verkünden haben verkünde ich zur Abwechslung, das ich drinbleibe.

    Ich werde, obwohl ich an der ganzen Debatte vielleicht nicht ganz unschuldig bin, auch hier bleiben.


    Ich Frage mich immer wieviel Teams durch den langen Lockdwon oder Covid kaputt gehen? Gerade die Kids die Wackelkandidaten sind werden aufhören. Zugänge wird es evtl von Hallensportarten geben. Vereine wird das definitiv Mitglieder Kosten

    Vor der ganzen Thematik seit gestern war es schön öfter Thema hier. Leider versteckt zwischen vielen anderen Themen. Der Aspekt, dass Zugänge von Hallensportarten möglich sind, ist noch gar nicht erwähnt worden. Man hat ja oft die Angewohnheit, sich selbst ein bisschen unter den Scheffel zu stellen. Bisher war meist die Rede davon, dass die Sorge da ist, dass Spieler aufhören könnten.

    Vor ein paar Tagen habe ich die Zusage von zwei Spielern bekommen, die von höherklassigen Teams zu meinem Team zurück wechseln. Wenn z.B. Handballer tatsächlich noch länger pausieren müssen als Fußballer, könnte es dort natürlich auch einen Zulauf geben.


    Für unseren Verein (9 Jugendmannschaften) gab es in diesem Winter KEINE Abmeldung in der Jugendabteilung. Das ist zumindest schonmal ein gutes Zeichen.

    Gutmenschen, Gedankenpolizei...

    Das sind für mich Begrifflichkeiten, die in einem vernünftigen Diskurs keinen Platz haben.

    Und ein heutzutage leider negativ besetzter Begriff wie "Gutmensch" hat hier schon mal gar nichts zu suchen!

    Doch, der Begriff "Gutmensch" passt dazu, wenn jemand in eine Diskussion hineinplatzt und erstmal pauschal schreibt, dass man darüber gar nicht diskutieren sollte, weil es schlimmere Probleme gibt. Obwohl in einem Fußballforum über Fußball, dessen aktuelle Situation und die Perspektive diskutiert wird. Vielleicht ist das Wort tatsächlich zu negativ konnotiert, ich hätte Moralapostel schreiben sollen. Oder ist das noch zu negativ?


    Dem einen passt das Thema nicht, dem anderen die Entscheidungen die Entscheidungen, dem anderen die Rolle der Politik im Thread, dem nächsten, wie manche sich in Diskussionen einmischen und dem wieder nächsten passt nicht, dass es einem anderen nicht passt und dann passt es dem letzten nicht, dass der, dem es nicht passt, es anspricht. Ich glaube, hier in diesem Thread bekleckert sich niemand mit Ruhm.


    Wenn es einem zu politisch ist, dann überliest er es einfach oder ent-abonniert den Thread. Wenn man meint, dass es Wichtigeres gibt, dann geht man offline und kümmert sich um das Wichtigere. Wenn einer mit den verschobenen Lockerungen zufrieden ist, dann kann er den Ball und die Tastatur natürlich gerne ruhen lassen. Aber als normaler User anderen Usern vorzuschreiben, dass sie etwas nicht schreiben sollen, etwas anderes im Leben wichtiger finden sollen oder Lockerungen/Einschränkungen nicht diskutieren sollen - das passt meiner Meinung nicht in ein Diskussionsforum.

    Hmm, ich stimme auf jeden Fall zu, dass Diskussionen auf rein politischer Ebene hier nichts zu suchen haben.


    Diskussionen über die Folgen im Breitensport/Fußball sind aber Grundlage des Threads - nicht umsonst hat es auch den passenden Titel dazu ("Corona und seine Folgen").

    Folgen ergeben sich aus Einschränkungen und somit aus politische Entscheidungen. Wenn es also um die Einschränkungen im Fußball geht - mit allem drumherum wie der plötzlichen Herabsetzung des entscheidenden Inzidenzwertes, verlängerten Einschränkungen und Lockerungsmöglichkeiten, sollte das sehr wohl hier Platz haben - auch wenn es etwas in Richtung Politik geht.

    Was aber meiner Meinung nach auch keinen Platz hier haben sollte sind diese immer mal wieder auftauchenden Gutmenschen-Beiträge, die die Message "Es gibt Wichtigeres als Fußball" oder "Seid lieber froh, dass eure Familien gesund sind" beinhalten.

    Ich glaube, das weiß hier jeder und darüber ist auch jeder froh. Dennoch ist das hier ein Fußballforum und da wird man sicher noch über Fußball reden dürfen, auch wenn es größere Probleme auf der Welt oder in Deutschland gibt.

    Du willst also sagen, dass das alles zu kompliziert ist und man deshalb am besten einfach alles zumacht?


    Da wir hier in einem Fußballforum sind und es eigentlich um Fußball geht: Vor ein paar Seiten erzählte jemand, wie Jugendfußball in Spanien ermöglicht wird, während wir mitten im Lockdown waren/sind. Das waren ziemlich einfache und einleuchtende Regeln (Kontaktverfolgung, Hygiene, Spielplananpassung, Pausen nach den Spielen). Und die Frage ist berechtigt: warum gibt es sowas hier nicht? Hier wird alles zugemacht, das kreativste ist im Moment, dass Friseure eine Woche früher aufmachen dürfen als der Rest.


    Ich habe noch keine Regel oder Lockerung gelesen, die sich auf irgendwas logisches bezieht. Ich dachte, an der frischen Luft ist es weniger gefährlich - trotzdem gilt das gleiche wie in geschlossenen Räumen (beim Sport). Warum ist sämtlicher Sport verboten, wenn es doch Sportarten gibt, die sogar alle Regeln einhalten (Abstand beim Tennis)?


    Hier hat niemand behauptet, dass es einfach ist, mal kurz ein Konzept aus dem Ärmel zu schütteln und alles wäre gut. Das waren bestenfalls Ansätze. Es gibt in jedem Bereich des öffentlichen Lebens Institutionen, die sich mit der Materie auskennen (und das wahrscheinlich besser als unsere Politiker). Sei es ein Sportbund, eine Einzelhandelsgesellschaft, das Schulministerium oder das Straßenverkehrsamt. Warum will man nicht von deren Erfahrungen und Wissen profitieren und lässt sie Konzepte erarbeiten?


    Ist nur ein Beispiel: Der DFB könnte doch ein bundesweites Konzept erarbeiten, um sportliche Aktivität im Rahmen von Fußballtraining anzubieten. Die EHG kann erarbeiten, wie genau der Einzelhandel funktionieren kann. Dein Beispiel kann ein Straßenverkehrsamt umsetzen.


    Aber auf mich wirkt es so, als würde man einfach sagen: wir machen lieber alles zu, ohne auch nur einen Funken Ahnung von der Materie und von den Möglichkeiten zu haben.


    Das hat nichts mit Stammtischparolen zu tun, sondern ist reine Logik. Ich behandle doch auch nicht selbst meine Zahnschmerzen, sondern gehe zu einem Spezialisten. Lass die Leute ein Konzept erarbeiten, lies es durch und wenn es vernünftig klingt, dann nick es ab.


    Alles zumachen und dann möglichst lange macht natürlich weniger Arbeit. Aber schränkt auch am meisten ein.

    Der angepeilte Inzidenz-Wert zum öffnen von Geschäften/Einzelhandel (mit einer Ausnahme) wurde gerade von 50 auf 35 abgesenkt. Eine Wissenschaftliche und Faktische Logik dahinter gibt es nicht. Wenn wir bei 35 sind, wird dann vermutlich auf 25 gesenkt, bei 25 auf 10 und bei 10 auf das unerreichbare No-Covid.


    Wer so argumentiert und das immer nur einfach hinnimmt, dass gesetzlich versicherte Grundrechte massiv eingeschränkt werden, muss sich dann aber auch nicht wundern, wenn er sie - niemals - widerbekommt.

    Ich bin echt sprachlos. Losgelöst vom Fußball, das ist doch wohl nicht wahr! Wir haben 3,5 Monate Lockdown hinter uns und uns wurde immer eingetrichtert, dass die Zahlen auf unter 50 sinken müssen, damit es zu Lockerungen kommt. Meine Stadt und mein Landkreis haben das Ziel bereits letzte Woche erreicht, mein Bundesland wird es wahrscheinlich Ende der Woche erreichen. Auch deutschlandweit wird das innerhalb der nächsten 10 Tage klappen können.


    Und dann kommt man plötzlich auf die Idee, das jetzt wieder etwas anderes gilt??


    Ich habe es hier schonmal geschrieben: ständig werden neue Ziele ausgerufen und wenn das alte erreicht ist, zählt es nichts mehr und es kommt was neues. Hier schon wieder. Ich bin kein Corona-Leugner oder Regierungskritiker, aber das ist Verarsche. Sowas Frustrierendes.


    Ist der Lockdown denn nun am 8. März zu Ende oder geht es dann noch weiter? Gilt das mit den 35 ab sofort oder erst nach dem 8. März?

    Als Land im Herzen von Europa, das durch Handel und Industriebeziehungen Kontakt zu allen Nachbarn hat und obendrein noch Durchgangsverkehr hat, ist es natürlich verdammt schwierig mit der Einreise. Zumal mal über drei Wege nach Deutschland kommen kann - einzig und allein der Luftweg wäre kontrollierbar. Grenzen und Seewege bewachen ist jawohl zu viel Aufwand.


    Wenn es aber tatsächlich so ist, dass "ähnliche" Länder trotz geringeren Einschränkungen die gleichen Erfolge und Abläufe der Inzidenzwerte haben, muss man tatsächlich das ganze hinterfragen.


    Klar Australien oder Neuseeland haben hier klare Vorteile, ist jetzt aber nicht so das sie total unabhängig vom Weltmarkt sind. In Deutschland wird es ja nicht einmal versucht. Man könnte ja auch zB an Raststätten extra Zonen für Trucker aus anderen Ländern ausweisen.

    Zack, direkt wäre schon eine Grundlage für ein Konzept da!


    Ich verstehe nicht, warum sowas nicht ausprobiert wird. In vielen Bereichen gibt es logische Lösungen, alles zumachen ist die einfachste.


    Die Politik beschäftigt sich tagelang mit "zumachen oder nicht?", in der Zeit hätte man auch in Arbeitsgruppen Konzepte für unterschiedlichste Dinge erarbeiten können, mit denen Einschränkungen vielleicht nur minimal gewesen wären.


    Schulklassen halbieren und jede Hälfte nur jeden zweiten Tag kommen lassen: mehr Abstände, weniger Durchmischung. Kommt da keiner drauf?

    Quarantäne für Einreisende, ist ja jetzt kein Nachteil für die eigene Bevölkerung. Das machen Australien und Neuseeland auch, da darf sogar eigentlich kein Ausländer mehr einreisen. Dafür haben sie im Land selbst aber kaum noch Maßnahmen. Damit hätte ich hierzulande kein Problem, dass wäre sinnvoller wie hier permanent for Corona Mutanten aus GB zu warnen (obwohl die Inzidenz dort runtergeht), gleichzeitig landen aber alleine Frankfurt jeden Tag 6 Flüge aus London...

    Da in Schweden, Island, Neuseeland, Australien und co. ganz andere Voraussetzungen gelten als bei uns, eröffnet dies natürlich auch einen ganz anderen Weg zur Bekämpfung der Pandemie.

    Als Land im Herzen von Europa, das durch Handel und Industriebeziehungen Kontakt zu allen Nachbarn hat und obendrein noch Durchgangsverkehr hat, ist es natürlich verdammt schwierig mit der Einreise. Zumal mal über drei Wege nach Deutschland kommen kann - einzig und allein der Luftweg wäre kontrollierbar. Grenzen und Seewege bewachen ist jawohl zu viel Aufwand.


    Wenn es aber tatsächlich so ist, dass "ähnliche" Länder trotz geringeren Einschränkungen die gleichen Erfolge und Abläufe der Inzidenzwerte haben, muss man tatsächlich das ganze hinterfragen.