Beiträge von Charles De Goal

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    Und im letzten Absatz:


    • Beispiele:

      Erlaubt: Tennis-Einzel, Tennis-Doppel (Personen aus einem Hausstand), Tischtennis, Tischtennis-Doppel (Personen aus einem Hausstand), Lauftraining allein oder zu Zweit mit festem*r Partner*in, Ballspiel mit mehreren Personen eines Hausstandes, Balltraining zu Zweit mit einem*r festen Partner*in, Kampfsporttraining mit einen*r festen Partner*in, Golf zu Zweit.

      Nicht erlaubt: Anleitung einer Gymnastikgruppe (unabhängig vom Abstand der Personen untereinander), Mannschafts-/Gruppentraining Ballsport, Paartraining Ballsport mit wechselnden Partner*innen.

    Also ist das so nicht möglich. Hätte mich aber auch gewundert, das war im Frühjahr vor einem Jahr anders formuliert, als es tatsächlich erlaubt war.

    Erste Lockerungen in NRW, unter anderem auch für den Breitensport!


    Allein, zu zweit oder aus einem Haushalt darf ab sofort wieder auf Sportanlagen trainiert werden, die einzelnen Gruppen müssen Abstände von fünf Metern halten.


    Da stellt sich die Frage, ob ich meine ganze Mannschaft einladen dürfte, Zweiergruppen bilden kann und die Gruppen mit den geforderten Abständen etwas machen dürfen. Oder interpretiere ich das falsch? (unabhängig davon, ob ich das machen sollte oder will)

    Bei Profis wird denke ich zuwenig Plan eher der Grund für Mißerfolg sein als zuviel Plan. Dennoch stellt sich m.E. die Frage, wieviel Taktik ist vom Profibereich auf den Amateurbereich übertragbar, was kann man von Freizeit-/Hobbytruppen wirklich verlangen und wo wird es zuviel. Denn letztlich steht viel weniger Zeit für alles zur Verfügung, die Beteiligung ist auch nicht immer bei 100 % und und und. Da kann es schon eher mal überfrachtet werden.

    Das ganze muss getrennt werden, definitiv!


    Bei den Profis treffen zwei perfekt ausgebildete Teams mit Spielern aufeinander, die kaum Fehler machen.

    Im Amateur- und Jugendbereich sind es niemals zwei perfekte Teams, in denen die Spieler auch fehleranfällig sind.


    Da auf dem hohen Niveau jeder Fehler sofort ausgenutzt wird und minimale Fehler im Stellungsspiel schon zu Gegentoren führen können, wird dort eben auf dem höchsten taktischen Niveau gearbeitet, um sowas zu verhindern.


    Im Amateur- und Jugendbereich kanns mal einen Spieler geben, der allen wegläuft. Da bringt dir auch das beste Stellungsspiel oder die Absicherung vom Libero (je nachdem, ob man das spielt) nichts.


    Die Spiele (und Ergebnisse) sind in beiden Bereichen eben von ganz anderen Dingen abhängig. Hat man eine Top-Mannschaft für die Kreisliga, hat jeden Gegner gescoutet und sich darauf einstellen, könnten die taktischen Anweisungen auch dort Sinn machen. Andernfalls gelten sie maximal als Leitlinien, die aber niemals in einzelnen Situationen über Spielausgänge entscheiden werden.

    Ja, ich hatte den Artikel gestern schonmal hier erwähnt. Grundsätzlich ist klar, dass kein Datum genannt werden kann. Wir haben Vereinsintern jetzt erstmal für uns eine zeitunabhängige Strategie vorbereitet. Sobald Lockerungen kommen, machen wir die Schublade auf und sind vorbereitet. Belegungspläne, Tracking-System und Infrastruktur sind dann vorbereitet. Egal ob schon Mitte März oder Ende Mai: kommt die Lockerung, können wir theoretisch 6 Stunden später Training anbieten.


    Der verlängerte Lockdown mit all den hier vieldiskutierten Nebengeräuschen hat da vielleicht auch sein Gutes: Wir haben jetzt alle (mindestens, aber hoffentlich maximal) vier Wochen Zeit, uns auf den Trainingsrestart vorzubereiten und das sicher, geordnet und vorbildlich durchzuführen.

    Regeln (wie hier im Forum ;)) keine Quatsch-Videos (tictoc etc., keine blöden Kommentare, kein mobbing. Erlaubt ist Fußballvideos, Fachsimpeln über Bundesliga & Co., Trainingstips)
    Die Regeln hat er sich selbst ausgedacht und formuliert, weil es ihm wichtig war. Fand ich schon mal sehr gut.
    Die Gruppe existiert seit Samstag Abend und bisher läuft es gut, aktiv, regelkonform und außerhalb der Homeschooling-Zeiten:thumbup:

    Dazu ein Tipp von mir: wir haben zwei Gruppen: eine offizielle mit Infos zu Training, Spielen, Neuigkeiten und zur Zeit für Corona-Challenges. Und eine, in der die Jungs sich austoben können mit tiktok, Videos und allen, was eben nicht in die Hauptgruppe reingehört. Wer dort nicht drin sein will, muss natürlich nicht. Damit kann man die Hauptgruppe sauber halten und ihnen trotzdem ermöglichen, innerhalb der Mannschaft Sachen rumzuschicken.


    Erfahrung ist aber, dass sie die "Spaßgruppe" kaum genutzt wird. Aber wenn jemand was rumzuschicken hat, ist es da bestens aufgehoben!

    Ach ja: Nachdem einige Ihren Austritt verkünden haben verkünde ich zur Abwechslung, das ich drinbleibe.

    Ich werde, obwohl ich an der ganzen Debatte vielleicht nicht ganz unschuldig bin, auch hier bleiben.


    Ich Frage mich immer wieviel Teams durch den langen Lockdwon oder Covid kaputt gehen? Gerade die Kids die Wackelkandidaten sind werden aufhören. Zugänge wird es evtl von Hallensportarten geben. Vereine wird das definitiv Mitglieder Kosten

    Vor der ganzen Thematik seit gestern war es schön öfter Thema hier. Leider versteckt zwischen vielen anderen Themen. Der Aspekt, dass Zugänge von Hallensportarten möglich sind, ist noch gar nicht erwähnt worden. Man hat ja oft die Angewohnheit, sich selbst ein bisschen unter den Scheffel zu stellen. Bisher war meist die Rede davon, dass die Sorge da ist, dass Spieler aufhören könnten.

    Vor ein paar Tagen habe ich die Zusage von zwei Spielern bekommen, die von höherklassigen Teams zu meinem Team zurück wechseln. Wenn z.B. Handballer tatsächlich noch länger pausieren müssen als Fußballer, könnte es dort natürlich auch einen Zulauf geben.


    Für unseren Verein (9 Jugendmannschaften) gab es in diesem Winter KEINE Abmeldung in der Jugendabteilung. Das ist zumindest schonmal ein gutes Zeichen.

    Gutmenschen, Gedankenpolizei...

    Das sind für mich Begrifflichkeiten, die in einem vernünftigen Diskurs keinen Platz haben.

    Und ein heutzutage leider negativ besetzter Begriff wie "Gutmensch" hat hier schon mal gar nichts zu suchen!

    Doch, der Begriff "Gutmensch" passt dazu, wenn jemand in eine Diskussion hineinplatzt und erstmal pauschal schreibt, dass man darüber gar nicht diskutieren sollte, weil es schlimmere Probleme gibt. Obwohl in einem Fußballforum über Fußball, dessen aktuelle Situation und die Perspektive diskutiert wird. Vielleicht ist das Wort tatsächlich zu negativ konnotiert, ich hätte Moralapostel schreiben sollen. Oder ist das noch zu negativ?


    Dem einen passt das Thema nicht, dem anderen die Entscheidungen die Entscheidungen, dem anderen die Rolle der Politik im Thread, dem nächsten, wie manche sich in Diskussionen einmischen und dem wieder nächsten passt nicht, dass es einem anderen nicht passt und dann passt es dem letzten nicht, dass der, dem es nicht passt, es anspricht. Ich glaube, hier in diesem Thread bekleckert sich niemand mit Ruhm.


    Wenn es einem zu politisch ist, dann überliest er es einfach oder ent-abonniert den Thread. Wenn man meint, dass es Wichtigeres gibt, dann geht man offline und kümmert sich um das Wichtigere. Wenn einer mit den verschobenen Lockerungen zufrieden ist, dann kann er den Ball und die Tastatur natürlich gerne ruhen lassen. Aber als normaler User anderen Usern vorzuschreiben, dass sie etwas nicht schreiben sollen, etwas anderes im Leben wichtiger finden sollen oder Lockerungen/Einschränkungen nicht diskutieren sollen - das passt meiner Meinung nicht in ein Diskussionsforum.

    Hmm, ich stimme auf jeden Fall zu, dass Diskussionen auf rein politischer Ebene hier nichts zu suchen haben.


    Diskussionen über die Folgen im Breitensport/Fußball sind aber Grundlage des Threads - nicht umsonst hat es auch den passenden Titel dazu ("Corona und seine Folgen").

    Folgen ergeben sich aus Einschränkungen und somit aus politische Entscheidungen. Wenn es also um die Einschränkungen im Fußball geht - mit allem drumherum wie der plötzlichen Herabsetzung des entscheidenden Inzidenzwertes, verlängerten Einschränkungen und Lockerungsmöglichkeiten, sollte das sehr wohl hier Platz haben - auch wenn es etwas in Richtung Politik geht.

    Was aber meiner Meinung nach auch keinen Platz hier haben sollte sind diese immer mal wieder auftauchenden Gutmenschen-Beiträge, die die Message "Es gibt Wichtigeres als Fußball" oder "Seid lieber froh, dass eure Familien gesund sind" beinhalten.

    Ich glaube, das weiß hier jeder und darüber ist auch jeder froh. Dennoch ist das hier ein Fußballforum und da wird man sicher noch über Fußball reden dürfen, auch wenn es größere Probleme auf der Welt oder in Deutschland gibt.

    Du willst also sagen, dass das alles zu kompliziert ist und man deshalb am besten einfach alles zumacht?


    Da wir hier in einem Fußballforum sind und es eigentlich um Fußball geht: Vor ein paar Seiten erzählte jemand, wie Jugendfußball in Spanien ermöglicht wird, während wir mitten im Lockdown waren/sind. Das waren ziemlich einfache und einleuchtende Regeln (Kontaktverfolgung, Hygiene, Spielplananpassung, Pausen nach den Spielen). Und die Frage ist berechtigt: warum gibt es sowas hier nicht? Hier wird alles zugemacht, das kreativste ist im Moment, dass Friseure eine Woche früher aufmachen dürfen als der Rest.


    Ich habe noch keine Regel oder Lockerung gelesen, die sich auf irgendwas logisches bezieht. Ich dachte, an der frischen Luft ist es weniger gefährlich - trotzdem gilt das gleiche wie in geschlossenen Räumen (beim Sport). Warum ist sämtlicher Sport verboten, wenn es doch Sportarten gibt, die sogar alle Regeln einhalten (Abstand beim Tennis)?


    Hier hat niemand behauptet, dass es einfach ist, mal kurz ein Konzept aus dem Ärmel zu schütteln und alles wäre gut. Das waren bestenfalls Ansätze. Es gibt in jedem Bereich des öffentlichen Lebens Institutionen, die sich mit der Materie auskennen (und das wahrscheinlich besser als unsere Politiker). Sei es ein Sportbund, eine Einzelhandelsgesellschaft, das Schulministerium oder das Straßenverkehrsamt. Warum will man nicht von deren Erfahrungen und Wissen profitieren und lässt sie Konzepte erarbeiten?


    Ist nur ein Beispiel: Der DFB könnte doch ein bundesweites Konzept erarbeiten, um sportliche Aktivität im Rahmen von Fußballtraining anzubieten. Die EHG kann erarbeiten, wie genau der Einzelhandel funktionieren kann. Dein Beispiel kann ein Straßenverkehrsamt umsetzen.


    Aber auf mich wirkt es so, als würde man einfach sagen: wir machen lieber alles zu, ohne auch nur einen Funken Ahnung von der Materie und von den Möglichkeiten zu haben.


    Das hat nichts mit Stammtischparolen zu tun, sondern ist reine Logik. Ich behandle doch auch nicht selbst meine Zahnschmerzen, sondern gehe zu einem Spezialisten. Lass die Leute ein Konzept erarbeiten, lies es durch und wenn es vernünftig klingt, dann nick es ab.


    Alles zumachen und dann möglichst lange macht natürlich weniger Arbeit. Aber schränkt auch am meisten ein.

    Der angepeilte Inzidenz-Wert zum öffnen von Geschäften/Einzelhandel (mit einer Ausnahme) wurde gerade von 50 auf 35 abgesenkt. Eine Wissenschaftliche und Faktische Logik dahinter gibt es nicht. Wenn wir bei 35 sind, wird dann vermutlich auf 25 gesenkt, bei 25 auf 10 und bei 10 auf das unerreichbare No-Covid.


    Wer so argumentiert und das immer nur einfach hinnimmt, dass gesetzlich versicherte Grundrechte massiv eingeschränkt werden, muss sich dann aber auch nicht wundern, wenn er sie - niemals - widerbekommt.

    Ich bin echt sprachlos. Losgelöst vom Fußball, das ist doch wohl nicht wahr! Wir haben 3,5 Monate Lockdown hinter uns und uns wurde immer eingetrichtert, dass die Zahlen auf unter 50 sinken müssen, damit es zu Lockerungen kommt. Meine Stadt und mein Landkreis haben das Ziel bereits letzte Woche erreicht, mein Bundesland wird es wahrscheinlich Ende der Woche erreichen. Auch deutschlandweit wird das innerhalb der nächsten 10 Tage klappen können.


    Und dann kommt man plötzlich auf die Idee, das jetzt wieder etwas anderes gilt??


    Ich habe es hier schonmal geschrieben: ständig werden neue Ziele ausgerufen und wenn das alte erreicht ist, zählt es nichts mehr und es kommt was neues. Hier schon wieder. Ich bin kein Corona-Leugner oder Regierungskritiker, aber das ist Verarsche. Sowas Frustrierendes.


    Ist der Lockdown denn nun am 8. März zu Ende oder geht es dann noch weiter? Gilt das mit den 35 ab sofort oder erst nach dem 8. März?

    Als Land im Herzen von Europa, das durch Handel und Industriebeziehungen Kontakt zu allen Nachbarn hat und obendrein noch Durchgangsverkehr hat, ist es natürlich verdammt schwierig mit der Einreise. Zumal mal über drei Wege nach Deutschland kommen kann - einzig und allein der Luftweg wäre kontrollierbar. Grenzen und Seewege bewachen ist jawohl zu viel Aufwand.


    Wenn es aber tatsächlich so ist, dass "ähnliche" Länder trotz geringeren Einschränkungen die gleichen Erfolge und Abläufe der Inzidenzwerte haben, muss man tatsächlich das ganze hinterfragen.


    Klar Australien oder Neuseeland haben hier klare Vorteile, ist jetzt aber nicht so das sie total unabhängig vom Weltmarkt sind. In Deutschland wird es ja nicht einmal versucht. Man könnte ja auch zB an Raststätten extra Zonen für Trucker aus anderen Ländern ausweisen.

    Zack, direkt wäre schon eine Grundlage für ein Konzept da!


    Ich verstehe nicht, warum sowas nicht ausprobiert wird. In vielen Bereichen gibt es logische Lösungen, alles zumachen ist die einfachste.


    Die Politik beschäftigt sich tagelang mit "zumachen oder nicht?", in der Zeit hätte man auch in Arbeitsgruppen Konzepte für unterschiedlichste Dinge erarbeiten können, mit denen Einschränkungen vielleicht nur minimal gewesen wären.


    Schulklassen halbieren und jede Hälfte nur jeden zweiten Tag kommen lassen: mehr Abstände, weniger Durchmischung. Kommt da keiner drauf?

    Quarantäne für Einreisende, ist ja jetzt kein Nachteil für die eigene Bevölkerung. Das machen Australien und Neuseeland auch, da darf sogar eigentlich kein Ausländer mehr einreisen. Dafür haben sie im Land selbst aber kaum noch Maßnahmen. Damit hätte ich hierzulande kein Problem, dass wäre sinnvoller wie hier permanent for Corona Mutanten aus GB zu warnen (obwohl die Inzidenz dort runtergeht), gleichzeitig landen aber alleine Frankfurt jeden Tag 6 Flüge aus London...

    Da in Schweden, Island, Neuseeland, Australien und co. ganz andere Voraussetzungen gelten als bei uns, eröffnet dies natürlich auch einen ganz anderen Weg zur Bekämpfung der Pandemie.

    Als Land im Herzen von Europa, das durch Handel und Industriebeziehungen Kontakt zu allen Nachbarn hat und obendrein noch Durchgangsverkehr hat, ist es natürlich verdammt schwierig mit der Einreise. Zumal mal über drei Wege nach Deutschland kommen kann - einzig und allein der Luftweg wäre kontrollierbar. Grenzen und Seewege bewachen ist jawohl zu viel Aufwand.


    Wenn es aber tatsächlich so ist, dass "ähnliche" Länder trotz geringeren Einschränkungen die gleichen Erfolge und Abläufe der Inzidenzwerte haben, muss man tatsächlich das ganze hinterfragen.

    Oh man... Als wir damals im Frühling 2020 mit dem kontaktlosen Training und in Kleingruppen anfangen mussten, war das neu und sogar eine spannende Herausforderung. Aber man wusste, es wird bald besser. Und im Nachhinein kann man sagen: die paar Kontakte hätten wohl keinen Unterschied gemacht.

    Und jetzt den ganzen Mist nochmal? Die Kids fanden das damals blöd, aber haben es durchgezogen, weil man es eben mal probieren musste. Jetzt wird man damit niemandem zum Platz locken können.

    Echt? Ich bin mir ziemlich sicher, dass meine Jungs da sofort dabei wären. Ich hatte aber auch im Frühjahr eine sehr gute Trainingsbeteiligung...


    Die Motivation überhaupt mal wieder mit den Freunden auf dem Platz zu stehen ist nach meiner Beobachtung sehr hoch. Insbesondere seit die Schulen wieder zu sind.

    Das ist schön, wenn es bei dir so ist. Ich kann es mir nicht vorstellen, wieder in 4er Gruppen ohne Kontakt auf dem Platz zu stehen. Vor allem nicht, nachdem wir das schonmal durchgemacht haben und man sich jetzt, ein Jahr später, fragen muss: warum wieder genauso? Überall wird alles angepasst und es gibt neue Erkenntnisse, aber beim Sport an der frischen Luft mit wirklich wenig Kontakten untereinander hat man überhaupt keine Erkenntnisse?


    Beispiel: Im November liefen bei der Ukraine einige infizierte Spieler beim Spiel gegen Deutschland rum. Wie viele Deutsche Spieler waren danach infiziert? Genau. So gefährlich sind wohl 90 Minuten intensiver Fußball.

    Das habe ich heute morgen auch gelesen. Das ist tatsächlich eine Katastrophe was der LSB Nds. da vorschlägt. Dann können wir die Tür am Sportplatz gleich dichtschließen, wo soll da noch Motivation herkommen.

    Oh man... Als wir damals im Frühling 2020 mit dem kontaktlosen Training und in Kleingruppen anfangen mussten, war das neu und sogar eine spannende Herausforderung. Aber man wusste, es wird bald besser. Und im Nachhinein kann man sagen: die paar Kontakte hätten wohl keinen Unterschied gemacht.

    Und jetzt den ganzen Mist nochmal? Die Kids fanden das damals blöd, aber haben es durchgezogen, weil man es eben mal probieren musste. Jetzt wird man damit niemandem zum Platz locken können.


    Und was haben eigentlich die Verbände und Sportbünde ein Jahr lang gemacht? Hätte man nicht vielleicht ein Konzept erarbeiten können, um vernünftiges Training anbieten zu können? Stattdessen kommt das jetzt wenige Tage vor dem 14. Februar raus, klingt wie hingekackt und hingeschissen. Man hatte ein Jahr lang zeit, sich das zu überlegen, stattdessen will man alles so machen wir vor einem Jahr.

    Es gibt sicherlich Eltern, Trainer (insbesondere Stützpunkttrainer) die zu viel Druck machen. Den meisten Druck machen sich die Jungs/Mädels aber auch selber. Auf einem bestimmten Level besteht selbst in der besten Umgebung ein gewisser Leistungsdruck, weil eben nicht alle im Kader (gleichviel) spielen können. Bis zu einem bestimmten Grad ist Druck oder Stress auch nicht schlecht, im Gegenteil wenn man gar keinen Druck oder Stress hat, ist das auch schon wieder ungesund. Dieser Grad ist halt bei jedem invididuell. Man muss aber auch mal einsehen, dass es auch viele Kinder gibt, die ab einem bestimmten Alter (meist im E/D Jugend Alter) erkennen, dass sie etwas Talent für Fussball mitbringen und dann aus eigener Motivation guten Fussball spielen wollen, in einer möglichst guten Mannschaft, mit möglichst gutem Training und am besten immer gewinnen. Es ist nicht so, dass jeder Mensch völlig ambitionslos ist, wie man das bei einigen Kommentaren hier manchmal denken kann und das beginnt eben schon im Kindesalter, das ist auch nicht unbedingt schlecht, dieser Ehrgeiz im Sport kann auch auf andere Bereiche, wie z.B. Schule abfärben. Muss halt nur alles in gesunden Bahnen sein.

    Aber Fussball kann nur ohne Druck funktionieren? Ich behaupte es gibt Kinder, denn würde Fussball dann ohne einen gewissen gesunden Druck gar keinen Spaß mehr machen. Komplett ohne Druck wird aus Fussball schnell nur reines rumgeblödel.


    Hier die N11 zu nennen macht eher wenig Sinn, früher hatten die Spieler tendenziell eher noch mehr Druck wie jetzt, nach der Logik müsste man eher gegenteilig argumentieren. Es hat sich aber grundsätzlich die Gesellschaft verändert, weswegen das ganze generell nicht passt.

    Es geht doch schonbei den Bambinis los .... Sorry, das sehe ich komplett anders. Was ich als Trainer erlebt habe, da langst du dir an den Kopf. Meist sind es aber die Eltern, die eine komplette falsche Einstellung am Platz haben. Dann die Jugendtrainer, dann kommen die Stützpunkttrainer. Wobei VORSICHT ! Es gibt Stützpunkte da wird gute Arbeit abgeliefert, jedoch sind meiner Meinung nach 50% schwarze Schafe und glauben sich in einer "Bundesliga Elite" zu sehen. Völlig abgedrifftet und völlig empathielos und egoistisch.

    Eigentlich gibt es genau dazu einen anderen Thread und die Diskussion gehört hier im näheren Kontext eigentlich nicht rein. Aber ich habe das ganze angestoßen - da ging es aber noch um Corona.


    Ich denke, dass viele Trainer eine erfolgreiche Trainerarbeit mit Siegen definieren. Junge Trainer wollen sich dadurch im Verein, Umfeld und vor den Eltern profilieren, weil in der allgemeinen Wahrnehmung Siege immer besser aussehen als Niederlagen. Gute Arbeit auf dem Trainingsplatz ist nicht messbar, Ergebnisse schon. Deshalb befürworte ich die Marschroute vom DFB und den Verbänden, im unteren Jugendbereich Ergebnisse auszublenden und vor allem Spielformen zu entwickeln, in denen Ergebnisse keine Rolle spielen. Damit wird erstens diesen Erfolgstrainern der Wind aus den Segeln genommen und zweitens gibt es gar nicht mehr sowas wie Siege, die irgendwo eingetragen werden müssen. Und selbst, wenn man auf 4 parallelen Spielfeldern kickt und die Ergebnisse zusammenrechnet, wird derjenige gewinnen, der im Durchschnitt die beste Mannschaft hat und nicht der, der die besten drei in eine Mannschaft steckt und nur das Duell gewinnt.


    Um den Schwenk zu Corona zu bekommen: Ich hoffe, dass wir zur Saison 21/22 in den unteren Bereichen mit diesen Spielmodi starten können und die Kleinen einfach nur kicken dürfen, ohne sich an Ergebnissen zu messen. Natürlich wird es weiterhin talentierte und untalentierte Spieler geben, aber mit allen Kids in Action bekommen alle auf jeden Fall die gleichen Voraussetzungen. Vielleicht ist Corona ja dafür gut! Ich kann mir gut vorstellen, dass dadurch eine ganz andere Denkweise ab der E-Jugend entsteht: spielt man kein 7 gegen 7 mehr, in der talentierte Spieler Siege im Alleingang holen und untalentierte Spieler Niederlagen verschulden, hören vielleicht die schwächeren nicht auf und die besseren gehen nicht sofort weg.

    Du schreibst, dass diese Spieler 45 Minuten brauchen zu den jeweiligen Leistungsorientierten Vereinen (oder dem einen), dass ist schon eine ziemlich lange Anfahrt.

    Kurze Korrektur: Ich sagte, sie würden 45 Minuten im Auto für eine Einheit sitzen - also Hin- und Rückfahrt zusammen. Macht dann knapp 20 Minuten für einen Weg.

    Mal was ganz anderes:


    Mir haben in den letzten Tagen mehrere Spieler für die nächste Saison zugesagt, die vor einigen Jahren unseren Verein Richtung Landes- oder Bezirksliga verlassen haben. Sie haben erzählt, dass sie sich und den Fußball im Lockdown hinterfragt haben und zu dem Schluss gekommen sind, dass mit den Kumpels im Team zu spielen und mit dem Fahrrad zum Training zu kommen viel praktischer ist als jede Woche dreimal eine Dreiviertelstunde im Auto zu sitzen, um eine oder zwei Ligen höher zu spielen.

    Das gleiche habe ich von einem NLZ-Spieler eines Zweitligisten gehört, der bei mir bis zur E-Jugend gespielt hat. Der möchte im Sommer ebenfalls den ganzen Stress und Druck hinter sich lassen und zu uns in die Heimat zurückkehren, aber möchte noch abwarten, welche Perspektive er im NLZ bekommt (er erwartet aber eine Perspektive, die dem Aufwand nicht gerecht wird).


    Darüber freue ich mich natürlich. Die höherklassigen Vereine wird es nicht freuen, zumal die drei nicht die einzigen sein werden, die vielleicht andere Wege gehen wollen. Meint ihr, dass das dazu führen wird, dass Leistungsvereine und Breitensportvereine sich wieder annähern?

    Nach deren Meinung ist eine Inzidenz von unter 50 in den kalten Monaten schlicht unrealistisch. Da muss es andere Wege geben um mit dem Virus zu leben.

    Ja, das ist doch auch völlig eindeutig!!


    Im Sommer waren wir bei einer Inzidenz unter 10 deutschlandweit und hatten keinen Lockdown, durften im Prinzip alles machen. Jetzt sind wir seit 3 Monaten komplett eingeschränkt und die Zahlen sind deutlich höher, waren sogar nach 2 Monaten Lockdown noch exorbitant hoch.

    Im Sommer sind die Zahlen TROTZ Lockerungen nicht gestiegen (erst Mitte Oktober), im Winter stiegen sie trotz scharfen Lockdown extrem.


    Man erkennt als erstes eine klare Korrelation zwischen Inzidenz und Jahreszeit, als zweites MUSS man aber auch erkennen, dass der Wert 50 im Winter tatsächlich nicht zu erreichen ist, wenn man ihn selbst jetzt nach 3 Monaten Lockdown nicht erreicht hat.


    Und da stehen die Prügel und Einschränkungen für die bösen Menschen, die sich trotzdem treffen, in einem anderen Licht da. Natürlich ist das nicht erlaubt und trägt seinen Teil zur Verbreitung bei. Aber das macht nicht eine Steigung um 2000% von September bis Januar aus.

    Richtig, dass diese Annahme falsch ist.


    Im Juni, Juli und August hatten wir deutschlandweit durchgängig eine Inzidenz von unter 10, im September war sie noch unter 15. Erst Mitte Oktober stieg die Inzidenz an. Das ist aber nicht unmittelbar mit den Lockerungen im Juni/Juli in Verbindung zu bringen, wenn die Zahlen 3-4 Monate danach erst steigen. Und von einer Explosion kann man erst recht nicht sprechen. (Quelle)


    Viel offensichtlicher scheint mir, dass die Inzidenz mit der Jahreszeit und den herrschenden Temperaturen zusammenhängt als mit Lockerungen, die ein Vierteljahr zuvor stattfanden! Vielleicht sollte man einfach den Winter verbieten. :sleeping: