Beiträge von Charles De Goal

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    Heißt es jetzt bis 14 einschließlich oder bis zum letzten Tag bevor man 14 wird?

    Irgendwo habe ich auch unter 14 gelesen. Meine Grosse ist jg. 2006 und noch 14, dürfte sie jetzt oder nicht? Ein Teil ihrer Mitspieler ist jg 2007, ein Teil 2006, hatte aber schon Geburtstag. Also ein Teil der Mannschaft darf, ein Teil nicht.... Bisschen schwieg, das Ganze.

    Laut Definition zur Corona-Zeit ist "bis 14" alles, was noch nicht 15 ist. Also wird jemand morgen 15, ist er heute noch in "bis 14" inbegriffen, ab morgen nicht mehr.


    Ich gehe aber davon aus, dass es keine Probleme geben wird, wenn man bei 1-2 Spielern eine Ausnahme macht. Auch zur Corona-Zeit sollte man bei solchen willkürlichen Übergängen ein wenig Kulanz zeigen. Ich hatte schon vom Beispiel des Spielers erzählt, der die ersten Einheiten mitmachen darf, aber dann nicht mehr, weil er zufälligerweise in den nächsten Tagen Geburtstag hat. Das ist ja definitiv nicht Sinn dieser Unterteilung/Grenze.

    Erst einmal die Bundesländer abwarten. Die machen dann ja eh was sie wollen.

    Eben! Nach dem, was derZUliebeTrainer gepostet hat, ist das im Niederrhein offenbar kontaktlos geregelt. Aber ich leite das aus der Verordnung immer noch nicht eindeutig ab, wie FuPa es tut. Man ist also extrem davon abhängig, wie derjenige, der die Verordnung für das Bundesland oder den Verband schreibt, den Satz in der bundesweiten Verordnung interpretiert.


    Letztlich ist aber auch überhaupt eine Rückkehr auf den Platz toll, sei es auch in den ersten Wochen nur kontaktlos mit Fußballtennis, Passspiel, Distanz-Spielformen, individuellen Technikübungen und Torschuss. Das habe ich vor einigen Tagen noch anders gesehen, aber das Licht am Ende des Tunnels blendet wohl jeden. In unserem Kreis ist zumindest die Inzidenz bei 50 und tendenziell sinkend, sodass auch unsere A-/B-Jugend und die Senioren ab Montag in 10er-Gruppen trainieren könnten. Kommt natürlich auf die Städte an, ob sie die Anlagen freigeben. Aber das sollten sie bei einer solch klaren Verordnung.

    Frage ich mich auch. Für mich ist der Satz geteilt, Individualsport für Erwachsene und Sport in Gruppen (vermutlich mit Kontakt) für unter 14-Jährige. Vielleicht ist auch der Wunsch Vater des Gedanken, aber ich beziehe das mit dem Individualsport jetzt nicht auf die Gruppe.


    Edit: anders ist der Satz auch vom Satzbau her gar nicht zu interpretieren. Da ist eindeutig die Rede von "Sport" in Gruppen und nicht von "Individualsport" in Gruppen. Falls dieser kontaktfrei sein müsste, sollte das explizit erwähnt sein


    Edit 2: "Individualsport ist mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten" und "Sport in Gruppen von bis zu 20 Kindern bis 14 Jahren im Außenbereich auch auf Außensportanlagen erlaubt" sind für mich tatsächlich zwei verschiedene paar Schuhe. Hätte beides einen Zusammenhang, müsste dieser auch vom Satzbau her passen. Es sind Spitzfindigkeiten, aber im deutschen Beamtentum ist nichts zufällig formuliert.

    Es hieße sonst ja "Individualsport ist mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten und Sport in Gruppen von bis zu 20 Kindern ... erlaubt"

    Das man in einem vorläufigen Entwurf ein Alter als Grenze nennt (und sich erst einmal an den allgemeinen Kontaktbeschränkungen orientiert) heißt ja nicht, dass man später nicht ins Detail geht und dann auf Altersklassen wie U14 anpasst

    Ist richtig.. Natürlich ist noch nichts entschieden, es geistert nur diese Zahl durch die Medien. Hatte aber auch in einem vorherigen Beitrag schon geschrieben, dass wir hier natürlich über ungelegte Eier diskutieren. Warten wir mal bis morgen ab, was tatsächlich Sache ist!


    Letztlich wird auch, wenn es denn wirklich so sein soll, keinem der Kopf abgerissen, wenn ein oder zwei Spieler in Einzelfällen mit 15 Jahren trainieren, weil sie sonst die einzigen der Mannschaft wären, die nicht dürfen. Wir sind ja immerhin noch früh im Jahr, das werden nicht viele sein.

    Ich tendiere zu einer Woche Kreuz und Quer, um zu schauen, in welchen Bereichen die meisten Defizite sind. Wenn die Fitness nicht passt - und die wäre im höheren Jugendbereich Grundlage für alles andere - wird diese bei mir definitiv im Vordergrund stehen.


    Allerdings habe ich das Gefühl, dass Technik und Koordination extrem wichtig sind für Spieler, die 5 Monate lang kaum etwas gemacht haben (und vor allem wenig mit dem Ball).

    Es geht darum Nutzen und Schaden abzuwägen und man traut Jugendlichen halt zu auch noch länger ohne Sport und Kontakte auszukommen als Kindern

    Achso, der Junge, der übernächste Woche Geburtstag hat, kann das im Moment als Kind nicht aushalten, aber dann nach seinem Geburtstag als Jugendlicher schon?


    Ich verstehe dein Argument, dass man, wenn man es begrenzen will, natürlich auch eine Grenze festlegen muss. Aber das an einem Alter festzumachen, das sich täglich ändern kann, das ist Blödsinn. Dann sollen sie einen Jahrgang nennen, der ändert sich nämlich nicht einfach so. Und dann am besten einen, bei dem nicht eine Altersklasse (hier die U15) in der Mitte geteilt wird. Wie gesagt sind die Altersklassen in fast allen Sportarten so eingeteilt, das müsste man doch wohl beachten, wenn man schon so sehr ins Detail geht.

    Ich kann den Unmut mit der Grenze von 14 Jahren durchaus verstehen, wenn man genau in diesen Bereich fällt.

    Allerdings muss es irgendwo eine Grenze geben, und da macht ein Geburtsjahr meistens mehr Sinn als Altersgruppen im Sport. Die 14 Jahre sind ja nicht für den Fußball erfunden worden, sondern kommen daher, dass diese Kinder auch Treffen nicht mitgezählt werden.

    Warum muss es denn eine Grenze geben? Im NLZ dürfen doch auch alle Altersklassen trainieren - unabhängig ob unter oder über 14.


    Ich werde nun 14 Kinder zum Training einladen und drei nicht. Einer darf dann eine Woche lang zum Training kommen, zum Geburtstag schenkt man ihm dann übernächsten Donnerstag, dass er nicht mehr mittrainieren darf.


    Nicht wirklich sinnvoll, dabei überhaupt eine Grenze einzuführen! :wacko:

    Solche Altersangaben sind erstens völlig realitätsfremd und zweitens für mich unverständlich.


    Soll ich dann die C-Jugend aufteilen? Die Hälfte, die Jungjahrgang sind, darf trainieren, die anderen nicht? Warum nimmt man überhaupt eine solche Trennung vor? Und warum mitten in einer Altersklasse (die U15 ist in vielen Sportarten die C-Jugend und besteht aus 07ern und 06ern).


    Warten wir mal ab, ob das wirklich so kommt. An anderer Stelle habe ich das gleiche OHNE Altersangabe gelesen, das wäre ja gut. Ich glaube nämlich nicht, dass 15-Jährige die Infektionstreiber sind, während 13-Jährige Immun sind.

    Wir sind eine JSG und trainieren in der Woche an unterschiedlichen Plätzen.


    Da gab es einen Spieler, der insgesamt fünfmal in einer Saison die Ausrede hatte, er wäre am falschen Platz gewesen. Dabei ist der Trainingsort und -tag seit 3 Jahren der gleiche.


    Tja, wenn er danach mal fehlte oder zu spät kam, hatte der Rest der Mannschaft natürlich schon eine Vermutung... :D

    Ein wichtiger Punkt ist auch Kritikfähigkeit. Du möchtest dir hier Meinungen einholen, was erstmal positiv zu werten ist. Wenn du dann aber beleidigt reagierst wenn dir Kritik entgegen gebracht wird, dann sehe ich das für dein zukünftiges Trainer-Dasein als nicht kompatibel an. Du magst den Sport lieben und Pech gehabt haben, aber das macht dich noch lange nicht zu einem guten Trainer.

    Bin keinem in keinster Weise beleidigt also alles gut wollte mich nur informieren wollte nur mein Anliegen/Problem darlegen. Ich muss ja auch nicht der perfekte Redner sein glaub ich da ich hier nicht von der Bundesliga spreche sondern um meinen Einstieg als Trainer

    Wenn es um den Einstieg als Trainer geht, dann beginne mit der C-Lizenz (oder schnuppere zumindest rein) und baue es langsam auf!


    Auch, wenn du mit der B-Lizenz und der Elite Jugend-Lizenz nicht in der Bundesliga trainieren darfst, solltest du in der Lage sein, vor einer ähnlichen Gruppe frei zu sprechen (z.B. eine zweite Mannschaft eines Profivereins in der Oberliga/Regionalliga, denn dort darfst du ja mit den Lizenzen trainieren). Bei der Ausbildung interessiert es nicht, was du damit vorhast (Einzeltraining oder Co-Trainer), sondern was du damit machen könntest. Und wenn du den Standard nicht erreichst, dann wird das auch nichts.

    es ist hald für mich wirklich ein großer Unterschied vor 30 oder vor 15 Leuten zu sprechen

    Ich schließe aber aus der Aussage, dass es dir einzig und allein um die Lizenz geht, wenn du gar nicht in Betracht ziehst, an dem Problem mit Vorträgen vor 30 Personen etwas zu ändern.


    Oder hast du auch den Ansporn, etwas an dieser Situation zu ändern? Du wirst auf kurz oder lang vor 30 Personen Vorträge halten müssen, sei es bei der Lizenz, dann im späteren Trainerjob (auch als Co-Trainer) oder überhaupt im Leben. Und was ist, wenn in deinem Lehrgang plötzlich auch alle Teilnehmer bei der Prüfung zuhören?


    Hast du dich seit der Threaderstellung vor 5 Tagen schonmal damit befasst, wie du das in den Griff bekommen oder daran arbeiten könntest? Das wäre für mich der erste Ansatz.

    Also ich denke, du redest jetzt von der Prüfung, oder?


    Beim FLVW war die ganze Gruppe grundsätzlich für die Prüfung in zwei Hälften geteilt. Es gab zwei Prüferteams, die dann jeweils alles der einen Gruppe bewertet haben.

    Für den Vortrag in der Prüfung saßen also knapp 15 Personen im Raum. Bei uns war es so, dass die fertigen bleiben MÜSSEN, da sie den Rest der Gruppe unterstützen sollen. Zum Teil waren sie auch eine Mannschaft bei der Lehrprobe.


    Die Vorträge im Lehrgang hält man natürlich immer vor der ganzen Gruppe, diese werden auch gefilmt. Selbst, wenn du mit Vorträgen (noch) ein Problem hast, bekommst du ständig Feedback und kannst auch durch die Aufzeichnung Selbstreflektion üben. Durch die aktuellen Corona-Umstände ist das mit den Vorträgen natürlich etwas anderes. Ob ich das vor der Webcam mache oder in der Realität vor einer großen Gruppe, ist ein großer Unterschied. In meinem damaligen Kurs hatte ich auch einen Teilnehmer, der bei den ersten Vorträgen vor sich hingestammelt hat und inhaltlich das meiste weggelassen hat, wahrscheinlich vor Aufregung. Aber auch der hat es am Ende soweit hinbekommen, um zu bestehen - und das in 4 Wochen Lehrgang (also zwei Monaten Gesamtzeit).


    Im Lehrgang wird dir aber alles verziehen und die Kritiker - da sie selbst Trainer sind - sind penibel und genau bei Präsentation und Inhalten. Wenn du also offen für Kritik bist und dich verbessern willst, dann musst du dir überhaupt keine Sorgen in dem Bereich machen.

    das weis ich aber bevor ich c mach will ich lieber bleich b machen da mir komplexe taktische Inhalte Freude bereiten und ich die eh bräuchte sollte es weiter gehen

    let1612 schlägt dir ja auch nur vor, mal eine Woche bei einer C-Lizenz vorbeizuschauen um herauszufinden, ob das dein Niveau ist oder ob dein Niveau "darüber" liegt. Im Moment wird das zwar schwierig sein, aber das ist ja im Prinzip alles, was Weiterbildungen angeht.


    Die Frage, dir du dir stellen muss, ist: brauchst du die Lizenz oder brauchst du Wissen? Wenn es möglichst schnell um eine möglichst hohe Lizenz geht, dann versuch die B-Lizenz (hier wird aber natürlich deutlich mehr erwartet). Wenn es um möglichst viel Wissen geht, dann mach erst die C-Lizenz. Ich habe beide Lizenzen innerhalb von 2 Jahren gemacht und muss sagen, dass ich durch das Vorwissen gut auf die B-Lizenz vorbereitet war.


    Kurios finde ich, dass eine Frage über die Zulassung zur Elite Jugend-Lizenz stellst, aber im Prinzip noch mit den Anforderungen der B-Lizenz haderst. Allen die Teilnahme des B-Lizenzlehrgangs nimmt schon Zeit in Anspruch (Eignungstest, auf Termine warten, einschreiben, auf Beginn warten), da kann es schon bis zu 10 Monate dauern. Der Lehrgang selbst ist auch kein Selbstläufer und die 10 Punkte geben einem Sicherlich auch ordentlich zu knabbern.


    Ich habe leicht reden, ich habe die 10 Punkte erreicht. Aber das ist keine Selbstverständlichkeit.

    So ist es.


    Natürlich lernt man bei einem Lizenzlehrgang eine Menge und bekommt viele neue Einflüsse. Aber mit dem Bestehen der Prüfung wird eine Lizenz ausgestellt, mit der man entsprechend hoch trainieren darf. Und damit sagt der Verband "Dieser Trainer ist in der Lage, eine Regionalliga-Mannschaft zu trainieren". Wenn es daran in einigen Bereichen Zweifel gibt, dann gibt es diese Lizenz nicht.


    Wir hatten das Thema in einem anderen Thread schonmal, wo es um den Eignungstest und die Zulassung zum Lehrgang ging. Ich gehe mit, dass man nicht auf Oberliga-Niveau kicken können muss (aber zumindest die Techniken sollte man gut beherrschen), aber Vorträge und Erklärungen sind das A und O des Trainerjobs. Wenn es da scheitert, dann ist man tatsächlich nicht bereit dafür - weder für die Lizenz, noch für eine höherklassige Mannschaft. Nicht umsonst spielen Vorträge eine große Rolle im Lehrgang und der Vortrag zum Prüfungsthema auch in der Gesamtnote.

    Entschuldige, ich habe offenbar den Kontext falsch verstanden, aber es war auch nicht leicht, das richtig zu verstehen.


    Ich dachte, du hättest die User direkt angesprochen, aber hast nur indirekt über das geschrieben, was in den Beiträgen über andere Trainer berichtet wurde.


    Das wirft natürlich ein anderes Licht auf die Aussagen und macht sie deutlich harmloser, als ich sie interpretiert habe. Denn wir sind uns sicher einig: hier anderen Usern schlechtes Training vorzuwerfen, weil sie andere Prioritäten setzt, wäre tatsächlich total daneben, so wirkte es gestern im ersten Moment nämlich auf mich.

    Wenn du dich persönlich angegriffen fühlst, wenn jemand Deine Meinung, deiner Meinung nach, falsch interpretiert dann tut mir das für dich leid.

    Ohjee.... Du schießt pauschal gegen jeden, der Grundlagenausdauer für wichtig hält. Du implizierst, das würden nur schlechte Trainer machen und sie würden schlechte Spieler/Mannschaften ausbilden. Das finde ich ziemlich frech, weil niemand auch nur einen Funken der Meinung vertreten hat, man müsse Platzrunden laufen oder Grundlagenausdauer wäre das Non-Plus-Ultra.


    Bitte bezieh die aktuelle Ausnahmesituation durch Corona nochmal in die Überlegungen ein und überlege, ob 16/17-Jährige, die 4 Monate keinen Finger gekrümmt haben, nach 4 Wochen (bzw. 8 Trainingseinheiten) die Fitness haben, die sie vorher hatten oder Trainer mit dieser Mannschaft wirklich in anderen Bereichen Lernfortschritte erzielen können (die nach der langen Pause nötig wären). Das erreicht man auch nicht mit Spielformen.


    Ausgangspunkt war, dass Jugendliche einen gewissen Fitnessstand selbst erarbeiten können/sollen, um dann im Training an den Dingen zu arbeiten, die im Mannschaftstraining wirklich Sinn machen (Techniken, Taktiken). Wie ich bereits sagte: Das kann jeder so machen, wie er will. Aber hier pauschal zu sagen, dass man ein schlechter Trainer ist, wenn man Wert auf Ausdauer legt, ist total daneben. Hier nochmal dein Zitat, in dem du es geschrieben hast:

    Wenn ich weiter oben lese, das viele trainer ja zu viele standzeiten etc. Haben, und deshalb - grundlagenausdauer- noch wichtiger ist, dann wundere ich mich irgendwie nicht, das spielerisch schlechte Mannschaften auch nicht mehr zusetzen können. Die haben dann wohl noch viel, vom ohnehin schlechten Training, noch mit rundenlaufen verbracht...

    Da du damit wohl auch mich gemeint hast, fühle ich mich tatsächlich persönlich angegriffen. Allerdings ist nie die Rede von Platzrunden oder monotonem Laufen gewesen, nur von Waldläufen (und das war von mir extra als überspitzt gekennzeichnet).

    Puh, wenn das entscheidende kriterium ist eine technisch und spielerisch bessere mannschaft kaputt zulaufen, und dann über einen spieler der allein 4 tore schiesst, zu definieren was wichtig ist, dann gute nacht.

    Fussballspezifische Kondition zu trainieren ist im jugendbereich locker über spielformen möglich.

    Wenn ich weiter oben lese, das viele trainer ja zu viele standzeiten etc. Haben, und deshalb - grundlagenausdauer- noch wichtiger ist, dann wundere ich mich irgendwie nicht, das spielerisch schlechte Mannschaften auch nicht mehr zusetzen können. Die haben dann wohl noch viel, vom ohnehin schlechten Training, noch mit rundenlaufen verbracht...

    Das geht jetzt auf jeden Fall an der ursprünglichen Diskussion vorbei und interpretiert einige Aussagen komplett falsch bzw. rückt sie ins falsche (und schlechte) Licht!


    Natürlich braucht man im normalen Jugendtraining keine oder kaum Grundlagenausdauer zu trainieren. Wir sind hier aber im "Corona und seine Folgen"-Thread und befinden uns in einer Ausnahmesituation - nämlich dass wir vier Monate lang kein richtiges Training anbieten konnten und fast jeder von uns - selbst wenn Online-Training oder Challenges angeboten werden - Spieler in der Mannschaft hat, die das nicht wahrnehmen, obwohl sie es nötig hätten.


    Wie willst du ein normales Training mit technischem und taktischen Lerneffekt durchführen, wenn die Jungs keine 5 Minuten Laufen können oder nach drei Sprints platt sind? Das wird zwangsweise bei einigen so kommen, wenn sie im Lockdown nichts machen oder gemacht haben. Ich rede hier natürlich von ambitionierten C/B-Jugenden und nicht von einer F-Jugend.


    Es steht jedem offen, damit (kreativ) umzugehen. Mancher möchte dann vielleicht ganz langsam starten und die Intensität steigern. Andere möchten erstmal wieder den vorherigen Fitnesszustand wieder herstellen und bauen das vier Wochen lang in jede Einheit ein.

    Ich für meinen Teil möchte gerne eine Mannschaft zum Training begrüßen, die bereits eine gewisse Grundlagenausdauer mitbringt, damit ich technische Versäumnisse der letzten 4 Monate nachholen kann und auch taktisch arbeiten kann. Das fällt mir schwer, wenn Spieler nur 5 Minuten Gas geben können. Das kann ich den Jungs sicherlich sagen, wenn ich sie zum Durchführen des Fitnessprogramms motiviere.

    Deshalb ist meine logische Schlussfolgerung, dass jeder sich individuell fit halten/machen kann, damit er zum Auftakt vernünftig am Training teilnehmen kann. Dass ich, wenn das nicht klappt, in der Vorbereitung einen größeren Wert auf die Grundlagenausdauer legen muss, bevor es spezifisch wird, hätte zur Folge, dass ich andere taktische und technische Trainingsziele hinten anstellen muss.


    Ich finde deine Interpretation der Aussagen von Constantin, beobachter_1000 und mir ehrlich gesagt total daneben. Es geht hier mit Sicherheit nicht ums Runden laufen, schlechte Mannschaften oder um schlechte Trainer. Sondern darum, in allen Bereichen fit aus der Vorbereitung nach dem Lockdown herauszukommen und die paar Wochen und Einheiten sinnvoll zu nutzen. Und da ist es das logischste der Welt, wenn jeder sich zu Hause fit hält und einen gewissen Fitnessstand aus dem Lockdown mitbringt. Und wer das nicht macht, der lebt erstens nicht Gesund und kommt zweitens schon ziemlich schnell an seine Grenzen.

    Ja, sehe ich ganz genauso. Also ich würde sogar sagen, dass inhaltlich nur bestimmte Eckpunkte bewertet werden, aber den Hauptanteil der Bewertung die Art und Weise des Vortrags ausmacht. Wenn du das Thema perfekt durchleuchtest, aber die Präsentation nicht flüssig ist, wird es definitiv schlechter bewertet, als wenn du es nur oberflächlich und vielleicht sogar mit Fehlern bearbeitest, aber dich dabei gut "verkaufst". Aber ist ja auch klar: die zwischenmenschliche Ebene spielt eben in unserem Hobby eine große Rolle, ich will ja Spieler begeistern und überzeugen und sich nicht langweilen!

    Und das erspart massiv Zeit im Training, die man eh für Technik etc braucht...

    Eben! Genau das ist mein Ansatz: Fitness und Ausdauer kann jeder alleine trainieren, während Technik, Zweikämpfe, Schüsse, Pässe und alles was noch dazugehört im Mannschaftstraining viel sinnvoller ist. Warum das, was jeder nun alleine machen kann, mit allen zusammen machen... Dann lieber diese eventuellen vier Wochen nutzen, um die 4 Monate Technik wieder nachzuholen. Nicht nur, dass in vier Monaten die Fitness verloren gehen kann - ich habe letzte Woche mal an einen Ball getreten und wusste gar nicht, wie mir geschieht. Das ist dann zur Pubertät und einer Wachstumsphase noch schlimmer, wenn man so lange keinen Ball am Fuß hat, aber in der Zeit wächst und kräftiger wird.

    Da ist es möglicherweise ein Monat weniger, das ist korrekt. Im normalen C Jugend Kreis oder Bezirksklassenfußball sehe ich das Problem allerdings nicht, wenn man 3,4 Wochen Vorbereitung hätte auf ein normales Fitnessniveau zu kommen.

    Eine -Grundlagenausdauer- finde ich ohnehin schwer einzuordnen. In der C Jugend wird z.b. positionsabhängig zwischen 6 und 8 Kilometer gelaufen, wenn man durchspielt. Das ist ca. 35-40 Prozent gehen, 35-40% Joggen ca. 20 % rennen und max. 1-2 % Sprinten.

    Das wird ähnlich auch im Training geleistet, nach so einer langen Pause zuerst sicher weniger, aber ich sehe nicht das Problem, das in 3,4 Wochen hinzukriegen, zumal dann nach dem 2ten oder 3 ten Trainingstag ja kein Spiel ist.

    Die spezifische Ausdauer die für ein Fußballspiel nötig ist, bekommt man mit normalem Training ganz gut hin.

    Ich gehe davon aus, dass so ziemlich niemand von uns Trainern weiß, was für eine Mannschaft ihn auf dem Platz erwartet, wenn es wieder losgeht. Die Situation mit (mindestens) 4 Monaten Pause ist neu für uns alle und es gibt mit Sicherheit Jugendliche, die absolut unfit wiederkommen. Um die Grundlagenausdauer zu konservieren oder wieder aufzubauen, ist eben jetzt der beste Zeitpunkt. Jede Ausdauereinheit kostet Zeit, die man natürlich lieber in Spielformen investieren könnte. Um es mal ganz simpel zu formulieren: "Geht zweimal die Woche laufen und beim Training wird es viele Spielformen geben oder macht im Lockdown nichts und wir haben 2 Wochen lang Waldläufe, bevor wir in die Spielformen kommen" (natürlich ist das überspitzt).


    Ich kann sicherlich von jedem Spieler, der ambitioniert Fußball spielen will, erwarten, dass er 40 Minuten (also eine B-Jugend-Halbzeit) am Stück laufen kann. Das ist natürlich nicht die gleiche Belastung wie beim Fußballspiel.


    So oder so werden die, die nichts machen, ganz schnell den Spaß verlieren oder aufhören, weil sie durch den Fitnessrückstand den Anschluss verlieren. In meiner Mannschaft sind die fitten Spieler motiviert. Die spulen Kilometer ab und machen Fitnessübungen. Aber da ist ein Spieler, der sowieso schon ein paar Kilos zu viel mit sich rumträgt - der macht aber nichts sportliches, dabei hätte er es am nötigsten. Hat jemand in seiner Mannschaft 5 davon oder vielleicht auch keine Übungen und Aufgaben weitergegeben, dann wird das Niveau nach dem Lockdown ganz schön niedrig sein. Das muss natürlich jeder für sich selbst wissen, ich möchte aber die eveentuell vier Wochen sinnvoll nutzen und keine zusätzliche Zeit mit Fitnessübungen verschwenden, damit man überhaupt mal eine Spielform machen kann, ohne dass alle hecheln.