Beiträge von Coach1976

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    Wie zu erwarten, ändert sich in Bayern nichts...

    dort wo die Notbremse strenger ist als die bisher in Bayern gültigen Regeln (Testpflicht im Einzelhandel) werden die Regeln der Notbremse übernommen. Dort wo "in Bayern bisher schärfere Regelungen galten bleiben diese aufrechterhalten."
    d.h. Distanzunterricht ab 100 und weiterhin kein Sport in Gruppen an der frischen Luft.
    Das Thema Schule kann ich nachvollziehen, da im Gebäude. Außerdem wirkt die Zahl 165 noch mehr konstruiert als die 100.

    Beim Sport fehlt auch mit als bravem Befolger sämtlicher Maßnahmen jegliches Verständnis.

    Man darf in Bayern nicht mal 5 Kinder auf einem 100x50m großen Platz mit Abstand trainieren lassen. Gleichzeitig halte ich meinen Sohn an sich immer nur mit einem anderen Kind am Bolzplatz zu verabreden und regelkonforme Spielformen zu wählen (was er für einen 11-jährigen tatsächlich fantastisch umsetzt). Dumm nur, wenn am gleichen Bolzplatz andere 5gegen5 spielen und am 500m entfernten Streetball-Court wegen der Masse an Kids sogar Turniere durchgeführt werden und seitens Aufsichtsbehörden weggeschaut wird.

    Auf der einen Seite kann ich mir nicht vorstellen, dass Sport im freien für die aktuelle Entwicklung der Zahlen verantwortlich ist, und finde es gerade bei Kindern richtig und wichtig, dass sie Sport treiben dürfen, auf der anderen Seite kann es aber auch nicht sein, dass die, die am Abend wegen Infektionsgefahr keine 90 Minuten Training mit Abstand machen dürfen dafür am Nachmittag mehrere Stunden unkontrolliert "Kontaktsport" betreiben.
    Bitte versteht mich nicht falsch. Ich will nicht, dass jemand Kindern verbietet am Nachmittag bolzen zu gehen.

    Mich ärgert aber die Inkonsequenz, dass sinnvolle organisierte Trainingsformen verboten bleiben und die, die sich an Regeln halten, auch wenn sie diese (z.B. im Fall Sport) in Frage stellen in die Röhre schauen, weil sie weder im Verein trainieren dürfen noch am Nachmittag in der Freizeit gegen bestehende Regeln verstoßen wollen.

    Das habe ich mir zuerst auch gedacht.

    Aber nachdem das Schauspiel wie Phönix aus der Asche kam und genauso schnell wieder verpufft ist kann ich mir vorstellen, dass bei der Schnelllebigkeit der heutigen Medienlandschaft ganz schnell Gras über die Sache wächst.


    Außerdem: ist der Ruf erst ruiniert, dann ...

    Wenn man das Theater der vergangenen Tage mit etwas Abstand betrachtet, beschleicht einen irgendwie das Gefühl, dass die ganze Aktion ein abgekartetes Spiel war.
    Auf der einen Seite der riesige Wirbel um die neue Superliga mit den gierigen Rebellen aus Italien, Spanien und England auf der anderen Seite die "Good-Guys" aus München, Dortmund und Paris, die standhaft und Loyal zur UEFA und ihren Mitgliedsverbänden bleiben.

    Im Windschatten dieses Schauspiels beschließt man eine CL-Reform, die mit einer ausgedehnten "Gruppenphase" und mehr Vorrundenspielen dafür sorgt, dass das Weiterkommen der etablierten Teams noch wahrscheinlicher (sicherer) ist als das sowieso schon der Fall war und verteilt Wild-Cards, die über den UEFA Koeffizienten vergeben werden, anstelle von sportlicher Qualifikation. Begleitet wird das ganze von gegenseitigen Vorwürfen, der Parteien gegeneinander.

    Nach weniger 48 Stunden ist das mit der Superleague wieder Geschichte, aber über die CL-Reform spricht kein Mensch.

    Es soll zwar so sein, das Gier nach Geld die Sinne vernebelt, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass die leitenden Personen der 12 Vereine high genug waren schnell mal eine eigene Liga zu gründen um die Idee dann nach 1,5 Tagen wieder zu kassieren.

    Da kommt mir eher der Gedanke, dass man sich in der internen WhatsApp Gruppe zwischen Perez, John W. Henry (Fenway), Agnelli, Fam. Glazer, Rummenigge, Watzke und Ceferin etc. jetzt auf die Schenkel klopft und den genialen gemeinsamen Schachzug feiert.


    Ich bin gespannt auf den nächsten Band von FOOTBALL-LEAKS

    Mich würde dazu mal noch interessieren, ob das ausschließlich für organisierten Sport (Verein) gilt, oder ob damit dann auch bis zu fünf Kinder wieder gemeinsam auf den Bolzplatz dürfen.
    Bisher finde ich dazu weder in den Gesetzen noch in den Kommentaren etwas.
    Es gäbe ja ausreichend Möglichkeiten auch hier was kontaktloses anzubieten:
    Elfmeterkönig, Fußballtennis, Ballhochhalten, Lattenschießen ...
    Natürlich besteht immer die Gefahr, dass dann doch mit Kontakt gekickt wird, aber die die sich nicht an Regeln halten wollen gehen jetzt ja auch schon in die Parks und auf die Bolzplätze...

    Bei dem Punkt, dass die Liga nur mit allen Teilnehmern funktioniert gebe ich Dir ohne umschweife recht und eine gerechtere Verteilung der Fernsehgelder wäre sicher erstrebenswert.
    Allerdings bin ich der Meinung, dass nicht der ganze Topf einfach durch 18 oder durch 36 geteilt werden sollte.

    Sportliche erfolge dürfen sich auch gerne finanziell lohnen und ggf. könnte man auch die Einschaltquoten der Live-Übertragungen der Teams + die Zuschauerzahlen der Teams als Indikator für einen Verteilerschlüssel nehmen.

    Die Schere, wie sie heute existiert ist sicher zu große und sollte angeglichen werden. Was Bayern und Dortmund für sich beanspruchen, nämlich Vereine mit der größten Fanbase als Zugpferd der Liga das deutlich größte Stück vom Kuchen zu reklamieren, das bekommen sie doch ohnehin schon über die hören Sponsorengelder und das mehr an Merchandising-Einnahmen.

    Passt zwar gerade überhaupt nicht zur Superliga, aber zum Gesamtkontext den ich mal mit

    "Wem gehört der Fußball und wer sind die echten Fans?" überschreiben möchte.


    Kicker-Schalke


    => den an dieser Aktion beteiligten Schalke-Ultras jedenfalls nicht.

    So sehr ich mir Stimmung in den Stadien und Leidenschaftliche Fans wünsche. Wenn solche Chaoten daraus ihre Daseinsberechtigung ziehen, dann sind mir "Operettenfans" und Familien mit Kindern, die gute Fußballspieler anhimmeln dann doch lieber ...

    Schade ist einfach, dass wie im restlichen Leben halt auch alles sich scheinbar nur noch polarisiert abspielt.

    Hier der Eventfan, der Spektakel will, aber alles Clean und perfekt organisiert haben möchte, da die besoffenen prügelnden Ultras mit Randalen und ekelhaftem respektlosen verhalten gegenüber den Spielern.

    Die gesunde vernünftige Mitte fehlt entweder oder, sie ist immer noch in der Mehrzahl, hat aber keine Lust sich zu dem Theater, das an beiden Polen stattfindet zu äußern.

    Ich lasse sie ja wirtschaften wie sie wollen. Die Vereine selbst inkl. deren Fans dürfen sich dann halt auch nicht über die Konsequenzen beschweren und, dass die, die es besser machen erfolgreicher sind, auch wenn sie erst 10 Jahre existieren und keine 90+


    Ich gehe Sonntags auf den Sportplatz und schaue mir gerne auch mal ein Spiel in der Kreisklasse oder tiefer an, wenn mein Heimatverein spielt, oder wenn ich eine emotionale Bindung zu einer der beteiligten Mannschaften habe (Ex-Club oder jemand bekanntes oder verwandtes spielt mit). Ich könnte mir aber definitiv nicht vorstellen mir als neutraler Zuschauer à la Groundhopper ein solches Spiel anzutun.
    Im Gegensatz dazu ist es mir bei Spielen auf Leistungsniveau meist völlig egal wer gewinnt. Das schaue ich mir tatsächlich um des Sports Willen an und möchte einfach guten interessanten und natürlich auch spannenden Fußball sehen. Eine emotionale Bindung zu einem der Vereine brauchts dazu aber nicht. Meist schlägt man sich im Lauf einer Partie dann zwar doch auf die ein oder andere Seite, es kommt aber genauso oft vor, dass es mir völlig egal ist wer gewinnt. Hauptsache das Spiel bietet guten und fairen Sport. Damit fange ich dann aber nicht unter der 2. Liga an (in Ausnahmefällen Spitzenspiele der 3. Liga), schaue mir aber genauso gern mal ein Spiel aus England, Spanien oder den Niederlanden an.
    Ich Spiele und lebe Fußball seit ich denken kann, habe in der Jugend Landesauswahl und im Seniorenbereich von fast ganz unten bis 4. Liga gespielt und meine Einstellung zum Sport Fußball hat sich in der Zeit eigentlich kaum verändert.
    d.h. ich konnte schon als Kind kein Kreisklassenspiel ertragen, wenn mir nicht eine der beiden Mannschaften am Herzen lag und ich habe mir auch schon als Kind wie auch heute sehr gerne als Neutraler Zuschauer gute Spiele mit guten Spielern angesehen.

    ...und ich bin mir sehr sicher: von der Sorte Fans wie ich es bin gibt es eine ganze Menge und denen ist es tatsächlich völlig egal, ob Kaiserslautern oder RB Leipzig in der Bundesliga spielt. Hauptsache sie Spielen gut und attraktiv.


    Wo ich dir aber vollkommen zustimme ist die Tatsache, dass die Durchlässigkeit da sein muss.

    Jeder Spieler, der Talent, Ehrgeiz und Durchsetzungsvermögen mitbringt muss die Möglichkeit haben bis nach ganz oben zu kommen und jeder "Verein" der seine Hausaufgaben (sportlich wie wirtschaftlich) mach muss die Möglichkeit haben sich für die höchst mögliche Liga zu qualifizieren. Ich würde da noch ergänzen, der "Verein" muss einen Beitrag zur Nachwuchsförderung leisten durch eigene Ausbildung und finanzieller Unterstützung der Basis. Bei letzterem wäre vor allem in Deutschland noch Nachholbedarf.

    Mir sind ehrlich gesagt professionell agierende Vereine/Unternehmen wie Leipzig, Hoffenheim, Leverkusen, Wolfsburg, Bayern, Dortmund, aber auch Freiburg, Mainz lieber als Traditionsvereine, die vor lauter Größenwahn Geld verbrennen und sportlich trotzdem nichts auf die Reihe bekommen (siehe Schalke, HSV, Kaiserslautern, Hertha ...).

    Am liebsten wäre mir natürlich der professionell agierende Traditionsverein, der mit einer großen Fan-Basis, langer Geschichte und viel Raum für Nostalgie Deutscher Meister und Champions-League-Sieger wird (da wären wir dann wieder bei Bayern und Dortmund).
    Gerade das RB-Leipzig-bashing (bin weder aus der Region noch RB-Fan) finde ich vollkommen unfair.
    Klar verfolgt Red-Bull kommerzielle Interessen. Aber statt diese in München mit 1860 oder im Ruhrgebiet umzusetzen hat man den schlauen weg gewählt, einer Region mit großer Fußballtradition viel Potential, aber haufenweise Traditionsvereinen, die in den letzten Jahren nichts auf die Reihe brachten, hochklassigen Fußball zurückzugeben.
    (ähnliches hat Hopp in Hoffenheim und VW in Niedersachsen geschafft).

    Am Ende profitiert doch die ganze Region davon und in 20 Jahren haben sich die "Retortenclubs" ihre eigene Tradition geschaffen.

    Trotzdem finde ich die Super-League vollkommen falsch, weil Konzept eine geschlossene Gesellschaft ohne die nötige sportliche Qualifikation vorsieht.
    Interessant dazu die Parallelen zur geplanten Reform in der Nachwuchsförderung in Deutschland:

    „Unfassbare Doppelmoral“ - Torgranate Osthessen

    Am Ende ist es natürlich so, dass der Markt das ganze regelt.

    Und der Markt besteht nun mal nicht nur aus Traditionsfans und Ultras sondern auch aus Eventfans, die eben immer nur Top-Level sehen wollen. Aber selbst in der Champions-League-ko-Runde verkommen mittlerweile die Spiele zwischen Spitzenteams oft zu Langeweilern zwischen zwei Top-Teams, die sich neutralisieren. (von der Gruppenphase will ich gar nicht reden).

    Das Problem ist gar nicht die Superliga. Die geschlossene Veranstaltung, ohne Abstieg ist das schlimme an der Sache.

    Da ist man ganz schnell im US-Sport-System (wo ja einige Investoren der Superleague-Gründungsmitglieder ja alle herkommen).

    Da kommt rein, wer ausreichend Eintrittsgeld zahlt und auch unterjährig für Spektakel oder Einschaltquoten sorgt.

    Mal abgesehen vom Titelkampf sind sämtliche US-Ligen - egal ob Fuß-, Basket oder Football speziell im unteren Tabellenbereich sportlich vollkommen irrelevant, weil mangels Abstiegsgefahr, die Motivation ab Saisonmitte sicht- und spürbar nachlässt.

    Eine Super-League wäre dann sinnvoll, wenn sie das Dach des Europäischen Fußballs als höchste Liga Europas bilden würde, in die man auf- bzw. aus der man absteigen kann.

    Das mit der Testpflicht haut mich auch um... Dann bin ich auch raus. Den Aufwand betreibe ich nicht. Ich habe Selbsttests hier, die gelten aber nicht. Die nächste Teststation ist von hier aus mit dem Auto ne Viertelstunde entfernt, Termin machen, Parkplatz suchen... sorry, da bin ich ja fast länger unterwegs als ich mit den Bambinis trainieren würde.
    na ja, warten wir mal ab, was am Ende drin steht.

    Geht mir genauso.

    Letztendlich wirkt es wie eine Goodwill-Aktion um die Stimmen, die Bewegung für die Kinder fordern zu beruhigen, und gleichzeitig zu wissen, dass es für fast niemanden durchführbar ist.

    Ich hoffe auch, dass das tatsächlich nur taktisches gebalze der betreffenden Vereine gegenüber FIFA und UEFA ist und dass sich deren Mitglieder, Fans und Sponsoren entsprechend positionieren.

    Ich bin wirklich kein Gegner von Veränderungen, aber das braucht es nun wirklich nicht...

    Es kommt aber da auch immer auf die aktuellen Regelungen an.
    In Bayern z.B. ist ganz klar definiert:
    unter hundert: kontaktfreier Sport in für Kinder unter 14 in Gruppen bis 20.
    Das Wort kontaktarm existiert bei uns nicht.

    Dementsprechend sind Zweikämpfe / Spiele im Training nicht möglich.

    Was meine persönliche Meinung betrifft, bin ich nach allem was ich lese und höre schon der Meinung, dass Fußballtraining auch mit Spielformen möglich sein sollte, sofern die sonstigen Rahmenbedingungen (keine Anfahrt per Fahrgemeinschaft, keine Kabinennutzung, keine Kinder, die vor oder nach dem Training im Kreis sitzen und gemeinsam ein Handyvideo ansehen...) funktionieren.
    ABER: dazu Bedarf es entsprechende offizieller Freigaben und Regelungen.
    Deiner Aussage "nicht päpstlicher sein als der Papst" widerspricht meinem Verständnis von Vorbildfunktion als Trainer und Vater. Welches Signal gebe ich meinen Kindern und Spielern, wenn ich ihnen sage, es ist zwar nicht erlaubt, aber wenn wir das so uns so machen, ist es schon ok, dass wir dagegen verstoßen.
    Wenn ich der Meinung bin, dass die Regeln die der Gesetzgeber gerade zum Thema Sport aufstellt falsch sind, dann kann ich meine Meinung dazu äußern, über den Verein, den Verband, die Kommune, den Landkreis...
    Es ist vollkommen ok, wenn man die unbestritten guten Argumente anführt, die es für die Freigabe von Fußball im freien gibt und diese über alle möglichen Kanäle verteilt um die Politik zum nachdenken zu bringen.
    Nicht ok ist es, seine persönliche aber im Moment rechtlich nicht abgedeckte Meinung per Selbstjustiz durchzusetzen.
    Wo kämen wir hin, wenn morgen alle Biergärten und Kneipen wieder aufmachen, weil sie der Meinung sind an der frischen Luft passiert ja eh nichts.

    Ich will hier nicht immer den Moralapostel geben und auch nicht den Ja-Sager in Richtung Politik.
    Tatsächlich bin ich der Meinung, dass die Regeln für den Sport wie sie aktuell gelten nicht richtig sind und versuche aktuell mit meinen Trainerkollegen über sämtliche Anlaufstellen von denen wir denken, dass sie in der Lage sind diese auch in Richtung politischer Entscheidungsträger zu transportieren Einfluss zu nehmen.
    Wovon ich mich aber distanzieren will ist einfach so zu tun als gelten die Regeln nicht.

    Wie oben geschrieben ist mir hier das Signal an die Kinder zu wichtig.

    Das sollte auch kein persönlicher Angriff gegen den Vorschlag sein nur meine Meinung dazu.
    Und ich finde es einfach riskant einen Spieler, der aus einer anscheinend schweren Verletzung kommt gegen jüngere, dann vermutlich noch besonders motivierte Kids spielen zu lassen.
    Wenn Ihr damit gut fahrt... OK.

    Ich würde trotzdem eher 1 zu 1 Training mit einem älteren Jugendlichen oder Erwachsenen versuchen, der sich seiner Rolle dabei natürlich voll bewusst ist und dementsprechend Einsatz und Intensität an die Situation anpassen kann und auch während der Übung durch entsprechendes Coaching sich auf den verletzten Spieler einstellt.

    Vermutlich ist aber so ein individueller bei den meisten Vereinen und Trainern gar nicht möglich...

    Aktuell liest es sich so, dass die Notbremse letztendlich wieder sehr nah am Lockdown ist, der vor Weihnachten galt.

    Allerdings ist das Gesetz ja noch nicht durch und so wie ich die verschiedenen Meldungen verstehe ist ein Punkt, der im Moment noch zur Diskussion steht die Behandlung zwischen "Drinnen" und "Draußen". d.h. es gibt (auch vernünftig eingestellte) Kritiker des Gesetzes, die u.a. der Meinung sind, dass Freiluftsport unter Auflagen erlaubt sein sollte.
    Ich würde es grundsätzlich sehr begrüßen, wenn Training im Freien unter strengen auflagen erlaubt wäre, speziell für Kinder, weil die im Gegensatz zu Erwachsenen eben noch nicht in der Lage sind sich individuell fit zu halten.
    Ich fürchte aber, dass das nicht passieren wird, weil es eine breite Front gibt die sagt, solange die Kinder nicht zur Schule dürfen, brauchen Sie auch keinen Fußball zu spielen...

    einen Bonustreffer per Elfmeter erzielen kann / darf, dann geht dadurch nicht viel Zeit verloren und das Training wird um einen motivierenden Funfact erweitert.

    mag ja sein, das es ein Funfact ist, da möchte ich Dir nicht widersprechen.

    in einer Spielform mit Spielrichtung, also auf 2 Tore, würde das eine schnelle Spielfortsetzung behindern. gegner ist vielleicht ungeordnet und es kann schnell eröffnet werden etc. etc.

    insgesamt würde mir das viel zuviel Dynamik nehmen, woran dann die u.a. Intensität und die Aufmerksamkeit leiden würde

    Da hast Du natürlich recht. Schnelle Spielfortsetzung nach dem Tor ist deutlich sinnvoller, als Ausbremsen durch einen "künstlich erzeugten" Standard.

    In einer Corona -freien- Saison habe ich in durchschnittlich 24 Spielen für uns 1-2 Elfmeter erlebt (f bis C Jugend). Gegen uns kann ich mich an 2 Elfmeter erinnern in den Jahren. Von daher erschließt sich mir der Sinn nicht.

    Andere Standardsituationen wären, davon ab, das ich Sie es kaum oder gar nicht trainieren lasse, auch immer durch das stets unterschiedliche Spielfeld eingeschränkt.

    Was den reinen Trainingseffekt angeht und die Sinnhaftigkeit Elfmeter zu trainieren will ich Dir gar nicht widersprechen.

    Aber gerade bei Kindern und Jugendlichen bringen Elfmeter im Training ja auch immer einen gewissen Spaßfaktor mit sich. Und wenn bei einem erzielten Tor direkt im Anschluss der Torschütze oder der Spieler des vorletzten Passes (trainiert gleich noch etwas kognitiv) einen Bonustreffer per Elfmeter erzielen kann / darf, dann geht dadurch nicht viel Zeit verloren und das Training wird um einen motivierenden Funfact erweitert.

    Das Tor durch Eckball oder Freistoß bestätigen zu lassen erscheint mir auch schwierig. Da stimme ich obiger Erklärung zu.

    Die Idee mit dem Elfmeter finde ich nicht schlecht. Das geht relativ schnell, "klaut" also keine Spielzeit.
    Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass der Elfer reingeht, d.h. die gute Aktion wird meist nicht durch den misslungenen Standard "gekillt". (Wenn doch: es ist ja nur Training!)

    Somit finde ich die Idee ganz gut immer mal wieder Elfertraining für Spieler und Torhüter ins Spiel einfließen zu lassen...

    Die Intention der Verbände ist vermutlich so wie es Heiner beschreibt.

    Wie so oft wäre auch hier klarer Kommunikation hilfreich.

    Absage / Abbruch der offiziellen Spielrunde, weil das mit Wiederaufnahme des Trainings zu unbestimmtem Zeitpunkt inkl. ausreichender Vorbereitung auf den Punktspielbetrieb zeitlich nicht mehr darstellbar ist.
    (Man muss bedenken, dass außer in Bayern wo teilweise ja nur noch 5-7 Spieltage der Saison 19/20/21 zu spielen sind bei den meisten Verbänden ja noch nicht einmal die Hinrunde 20/21 beendet wurde...)

    Aber: Sobald möglich Freundschaftsspiele, Turniere etc. was alles eben möglich und erlaubt ist...

    Das kommt bei den Statements der Verbände leider überhaupt nicht rüber.

    Was darauf schließen lässt, dass hier viele tatsächlich nur in der Organisation des Verbandsspielbetriebs denken und weniger daran, dass die Menschen (Kinder wie Erwachsene) in erster Linie spielen wollen, unabhängig gegen wen und ob in der Liga oder zum Spaß.

    Dann wünsche ich weiter gute Besserung und viel Glück.

    Vielleicht bringt genau dieser Rückschlag das entscheidende Puzzleteil an Lebenserfahrung, um dann im letzten U19 Jahr richtig durchzustarten und den entscheidenden Schritt zu gehen.

    Ich drücke die Daumen...

    Ich durfte schon erfahren, wie schwer es ist als vernünftiger Trainer (das nehme ich jetzt für mich einfach mal in Anspruch) in einem Verein mit einigermaßen vernünftigen Menschen dafür zu sorgen, dass alle sich an die Regeln halten und nicht nach dem ersten gut gelaufenen Training wieder der alte Schlendrian einkehrt. Darum kann ich mir vorstellen, wie weniger vernünftig eingestellte Zeitgenossen hier agieren.

    Am Ende brauchts wohl den "Pandemie-Trainer-Führerschein", so wie ein "Kindertrainer-Führerschein" manchmal eben auch wünschenswert wäre...