Und mit derartigen Erziehungsmaßnahmen soll es gelingen, die für das ganze System unverzichtbaren Papatrainer bei der Stange zu halten, bzw Neue zu gewinnen?
Ich würde mal behaupten, dass genau dadurch die Möglichkeit besteht mehr Elterntrainer zu gewinnen, weil es durch die Spiel- und Trainingsformen doch einen viel leichtern Einstieg ins Trainergeschäft gibt.
Ich muss mir nicht stundenlang Übungen ausdenken, die ich vormachen und nachmachen lassen muss und dabei aufpassen, dass die Kids aufmerksam sind und sie es richtig machen.
Es gibt nicht das eine Spiel am "Matchday" für das ich mir eine Aufstellung und Taktik überlegen muss.
Ich muss nicht darüber nachdenken wer Stammspieler und wer Ersatzspieler ist.
Ich brauche keine Strategie wie ich den schwächeren erkläre, dass sie heute wieder nicht oder nur kurz zum Einsatz kommen bzw. muss den Stars und deren Eltern nicht erklären, warum sie bzw. deren Kind heute mal aussetzt, weil auch die schwächeren Spielzeit benötigen.
Es gibt kein Kompetenzgerangel wer Chef- und wer Co-Trainer ist, was es viel leichter macht, dass Trainerteams auf Augenhöhe die Kinder betreuen und beaufsichtigen.
Alle Kinder können mit der gleichen Intensität und Begeisterung trainieren.
Am Ende werden vermutlich die Stärkeren trotzdem mehr Intensität reingeben und sich auch besser und schneller entwickeln. Das ist aber auch gut so, weil wir neben der Breite mit dem System ja auch die Spitze fördern wollen.
Also ich als ehemaliger Vatertrainer hätte mir für den Start meiner Trainerlaufbahn genau dieses "Biotop" gewünscht.
Voraussetzung: ausreichend ähnlich für das Konzept aufgeschlossene gleichberechtigte Trainer / Betreuer an meiner Seite und auf der "Gegenseite".
