Beiträge von Coach1976

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Dann darf das Kind trotzdem in zwei Vereinen Mitglied sein und die Angebote wahrnehmen. Nur Spielen halt nicht.

    Am Niederrhein darfst du das nicht! Da benötigst du eine Trainingserlaubnis vom Verein, bei dem du den Spielerpass hast.
    Bitte nicht diskutieren! Is ärgerlich, dürfte vor keinem ordentlichen Gericht bestand haben aber isso...

    Das dürfte kannst Du getrost durch wird ersetzen.

    Ich denke wir müssen einfach zwischen offiziellem Spielbetrieb und Training unterscheiden.

    Da bin ich der Meinung weder rechtlich noch moralisch spricht etwas dagegen (erst recht nicht bei einem 5 jährigen).

    Themen wie Versicherung etc. kann ich zu dem Thema nicht beantworten, gehen aber mal davon aus, das mit 99%iger Wahrscheinlichkeit in dem Alter hoffentlich keine Unfälle passieren, die für die Unfallversicherung relevant sind.

    Was die Vereinsmitgliedschaft betrifft ist nichts verwerfliches dran und spricht auch nichts dagegen bei zwei Vereinen Mitglied zu sein.

    Es wäre ja auch möglich in Verein A Fußball und in Verein B Tennis zu spielen.

    Bezgl. Spielrecht bei Verbandsspielen geht es natürlich nur in einem Verein, weil es die Regularien bis auf wenige Ausnahmen nicht anders zulassen.

    Wichtig für Euch als Eltern ist allerdings wie oben schon erwähnt, dass das Vereinsleben nicht damit erledigt ist, dass Euer Kind zum Training kommt und ihr den Mitgliedsbeitrag bezahlt. Es wäre wünschenswert, dass ihr Euch möglichst auch in beiden Vereinen einbringen könnt (Herferdienste, Trikots waschen ... etc.).

    Langfristig wird das vermutlich nur in einem Verein funktionieren. Mir wäre als Verantwortlicher die Variante, dass jemand, der noch nict weiß wo er hin will seinen Beitrag bezahlt und wieder austritt, falls er sich für den anderen Verein entscheidet deutlich lieber als jemand, der erstmal 3 Monate kostenlos schnuppert und dann doch lieber zu Karate geht.

    Das heißt aber in der Konsequenz, dass in der E zu sehr aufs Ergebnis und auf die starken Spieler gesetzt und geachtet wurde und sich die schwächeren wenig bis nicht weiterentwickelt haben.
    Vermutlich wäre hier mit anderen Spiel- und Trainingsformen, wo bereits in der F und E mehr auf die individuelle Entwicklung jedes einzelnen eingegangen wird deutlich mehr zu erreichen, damit man in der D eben nicht bei 0 anfängt.

    Ich als C-Jugend Trainer eines reinen Jungjahrgangs

    Würdest du generell begrüßen, die Altersklassen (also Ca: 2009, Cj: 2010) strikt nach Jahrgängen zu trennen oder lieber die Zweijahresregelung beibehalten?

    Die Frage ging zwar nicht an mich, aber ich glaube die Zweijahresregelung ist für viele Vereine alternativlos.

    Bei uns spielt die B-Jugend mittlerweile in einer Spielgemeinschaft ergänzt mit einigen U15 Spielern, sowie 2 U18 Spielern, die B-Jugend spielen dürfen, weil der Verein keine A-Jugend hat.

    Im Leistungsbereich macht die Aufstellung von Jahrgangsmannschaften Sinn, aber auch hier könnte man darüber nachdenken, dass die strengen Regelungen was den Einsatz älterer Spieler in jüngeren Jahrgängen betrifft etwas aufzuweichen (Bio-Banding).

    Es wird aber vermutlich nicht leicht da objektive Kriterien zu finden, die das biologische Alter richtig und fair darstellen.

    Größe und Gewicht allein sind zwischen U13 und U16 zwar sehr entscheidende Faktoren, ein 1,70 großer 15 jähriger kann aber in der körperlichen Entwicklung trotzdem schon weiter sein als ein 16 jähriger der schon 1,75 groß ist.

    Ab der der C-Jugend dann nach wie vor das Großfeld mit der Wettkampfform Ligamodus.

    Ich als C-Jugend Trainer eines reinen Jungjahrgangs einer Leistungsmansnchaft/Leistungsverein mit Herren im Profibereich (3. Liga) spreche mich GEGEN eine Liga mit Abstiegen aus.

    Was absolut noch gegen Abstiege speziell im Leistungsbereich (aber auch generell) spricht, ist das Thema Spielzeit an sich.

    Im Leistungsbereich hat sich bis zur U14 ja mittlerweile das Thema Förderliga (in Bayern auf jeden Fall, in anderen Ländern gibt es ähnliches) etabliert. Dort wird i.d.R. 3x30 Minuten gespielt. Da speziell im Leistungsbereich die Kader eher größer (18-20) Spieler sind ist es gut möglich dafür zu sorgen, dass jeder Spieler auf ca. 1,5 Drittel Spielzeit (ca. 45 Minuten) kommt - manche ggf. mehr, Spieler die aus Verletzungen kommen können auch kürzer spielen.

    Ab U15 (C-Jugend-Altjahrgang) spielen die Teams dann normalerweise Ober- oder Regionalliga.

    Dort beträgt die Regelspielzeit 2x35 Minuten

    Die Entfernungen betragen z.B. in Bayern im Extremfall knapp 400 km, im Südwesten ca. 200 km im Süden ca. 280 km im Norden über 300 km im Nordosten knapp 500 km, selbst im dichten Westen gibt es Strecken von knapp 275 km einfach...

    Da fährt ein Team am Samstag mit einem Kader von mindestens 18 Spielern los, ist z.T. mehr als 12 Stunden unterwegs, damit manche gar nicht zum Einsatz kommen und andere vielleicht 5-10 Minuten,

    Die Alternative am Sonntag einen Leistungsvergleich zu spielen, damit die Ergänzungsspieler Spielzeit bekommen macht ebenfalls keinen Sinn, weil irgendwann benötigen die Jungs auch mal frei bzw. müssen etwas für die Schule tun.

    Deshalb macht es schlicht und einfach nur Sinn wenn die Spieler an einem festen Tag am Wochenende ALLE zum Einsatz kommen. Statt 3x30 gerne auch 4x30 Minuten. Ich glaube speziell in der Altersspanne gehen im Leistungs- und im Breitensport viele Talente oder Spieler, die der Sport dringen benötigt verloren, weil der Frust, dass man einen gewissen Aufwand betreibt, dann aber das weshalb man den Aufwand betreibt (Spielen!) nicht darf, verloren. Die so demotivierten Spieler setzen das später in entsprechende Trainingsleistungen um (und es ist in dem Altern einfach normal und verständlich, wenn man bei Frusterlebnissen mal traurig ist und nicht gleich eine jetzt-erst-recht-Mentalität entwickelt), so dass sie auch nicht in der Lage sind das Niveau der Mannschaft und ihrer Mitspieler anzuheben.

    Im Altersbereich D-Jugend meiner Meinung nach die optimale Vorgehensweise, dass Spieler nach wie vor möglichst viele Positionen spielen können.

    Die Trennung sollte wie von VH24 beschrieben maximal nach offensiv und defensiv passieren. Was ich in der D noch gar nicht festmachen würde: Spezialisierung nach Spielfeldseite. Die Kinder werden so immer wieder angeregt den anderen Fuß einzusetzen und in der Offensive ist es ja auch hilfreich, wenn man sowohl Flanken / Hereingaben spielen kann als auch mit dem inneren Fuß zur Mitte zu ziehen.
    Kurzfristige Positionswechsel wie oben beschrieben sind denkbar, ich finde aber auch, dass man den Kindern die Chance geben sollte mindestens eine Halbzeit oder eine halbe Halbzeit ins Spiel zu kommen. d.h. Wechsel der Position nach 15 Minuten ist OK, 5 Minuten finde ich nicht so optimal.

    Langfristig wird sich einen Art Spezialisierung herausbilden, aber man findet ja sogar im Profibereich immer wieder Außenstürmer, die Außenverteidiger oder Linksaußen, die Rechtsaußen, Zehner, die Mittelstürmer etc. werden.

    Bis auf den Torwart ist ja fast alles denkbar. Darum hilft es den Kindern genauso wie ihren zukünftigen Trainern, wenn sie möglichst viele Positionen spielen können.

    Das neue Spielsystem nimmt einfach die breite Masse deutlich mehr mit. Es fördert den Spaß bei den Kindern und verhindert, dass sie einsam in der Ecke stehen.

    Da hast du natürlich recht. Ich bin aber überzeugt davon, dass die neuen Spielformen mindestens bis inklusive U11 sowohl die breite Masse als auch die Spitze besser ausbilden und mitnehmen.

    Auch starke bzw. akzelerierte Spiele werden in kleinen Spielformen leistungsgerechter gefordert und gefördert, speziell was Themen wie Handlungsschnelligkeit und schnelles umschalten angeht. Außerdem bringt es ihnen einfach mehr in kleinen homogenen Einheiten 3gegen3 auf kleinen Felder zu spielen, als wenn sie dieses 3gegen3 oder 2gegen2 auf einem großen Feld mit 4-5 Statisten drum herum spielen. Fürs Ego (vor allem der Eltern) ist es natürlich besser zu sehen wie der Junior die Blümchenpflücker als Slalomstangen benutzt, langfristig bringt es den Kids aber nichts.

    Weiterer Vorteil: die schwächeren und mittleren Spieler, werden besser mitgenommen und ausgebildet. Dadurch wird der Abstand zu den starken Kindern nicht so große wie beim "klassischen" Spielsystem. Wenn es bei diesen Spielern dann später klick macht, können Sie die Lücke viel einfacher schließen und mithalten.

    Bei den herkömmlichen Spiel- und Trainingsformen waren sie doch meist schon abgehängt oder haben bereits frustriert aufgehört.

    [

    Genauso war keiner von uns hier Nationalspieler oder CL Sieger. Die als ahnungslos abzustempeln ist arrogant und mehr nicht. Das heisst nicht, dass diese Leute immer recht haben und man muss auch nicht mít ihnen einer Meinung sein, aber "nur" B2 Gruppenliga zu trainieren und zu sagen Ralf Ragnick hat keine Ahnung ist einfach kindisch, sorry.

    Das hast du nicht gesagt und du warst auch nicht gemeint.

    zum Thema Meinung und Ahnung ein letztes Statement von mir. Danach versuche ich mit wieder eher mit den sachlichen Themen zu beschäftigen:

    Ralf Rangnick:

    hat bewiesen, dass er gut ausgebildete Spieler weiterentwickeln kann, und dass er mit durchschnittlichen bis guten Mannschaften durch gute taktische Ausrichtung und einen Matchplan mit diesen Mannschaften überperformen kann.
    Ulm, Hoffenheim, Leipzig (zum damaligen Zeitpunkt noch kein Spitzenteam)
    Was er nicht geschafft hat: mit Top-Teams und Top-Spielern erfolgreich sein bzw. Titel gewinnen kann.
    Schalke (damals ein Spitzenteam) ManU

    Was er definitiv noch nie gemacht hat: Spieler und v.a. Kinder von der Basis her ausbilden

    Joachim Watzke:
    sicherlich einer der besten PROFI-Manager/-Geschäftsführer der letzten Jahre in Deutschland. Er kann Spieler verpflichten und verkaufen und einen Profiverein führen
    Was er definitiv nicht kann und wovon er keine Ahnung hat: Ausbildung von Kindern

    Watzke hat immer davon profitiert, dass an der Basis (meist in anderen Ländern) gute Spieler ausgebildet wurden und er die dann verpflichten konnte. Selbst hat er oder sein Verein relativ wenig zur Ausbildung von Top-Spielern beigetragen (Ausnahme: fast fertige 16-20-jährige, die er verpflichtet und teuer weiterverkauft hat)
    ALSO: Schuster bleib bei deinen Leisten, kümmere dich um das was Du kannst und urteile nicht über Leute, die sich seit Jahren damit beschäftigen etwas zu verbessern wovon Du keine Ahnung hast.

    Dietmar Hamann:

    überragender Fußballer zu seiner Zeit

    Er beweist bereist als "Experte" regelmäßig, dass er mit dem Tempo in dem sich der Fußball seit dem entwickelt hat nicht standhalten kann, weil er ausschließlich von Mentalität und Führungsspielern schwafelt und rein aufs Spiel bezogen nichts wertvolles beitragen kann. Verglichen mit dem was Matthias Sammer, Sandro Wagner oder Hannes Wolf als Experten beitragen kommt von Hamann (Sorry) nur heiße Luft.

    Zu mir:
    Als Spieler hat es in den 90ern nur bis zur 4. Liga gereicht. Als Trainer nur bei meinem Sohn bis zur E-Jugend.

    Ich verfolge aber seit Jahren Spiele von Regionalliga - Champions - League, ziehe mir die unterirdischen oder hervorragenden Analysen der Experten rein, lese Bücher und Taktikblogs, einfach weil mich der Sport nach meiner Aktiven Karriere nach wie vor fasziniert und begeistert. Ich könnte vermutlich aktuell trotzdem keine Mannschaft oberhalb der Bezirksliga auf dem Level wie es mein Anspruch an mich wäre trainieren. Trotzdem nehme ich mir heraus, dass ich in der Lage bin zu Themen, rund um den Fußball sinnigere Kommentare abgeben zu können als manch einer, der in der Öffentlichkeit steht und aufgrund seiner glorreichen Vergangenheit halt über Fußball schwafeln darf.

    Die Probleme sind ja großteils selbst gemacht. Wenn ich meine Führungsspieler zerlege und Disziplinlosigkeiten toleriere, wie soll denn dann im Verbund vernünftig verteidigt werden?


    Diversität ist im Fussball auf alle Fälle förderlich. Ich muss es aber auch entsprechend einsetzen. Nur mit Athletik geht es eben nicht und manchmal muss man auch mal ordentlich in den Zweikampf gehen und nicht Spitze / Hacke spielen.


    Und ja, es war jetzt ein Spiel. Aber so schlecht sind die Spieler- zumindest in der Offensive- nicht. Wenn man die Defensive hinbekommt, dann wird das auch wieder erfolgreich und die Ergebnisse kommen von alleine. Dazu gehört aber Disziplin und Mentalität!

    Disziplin und Mentalität auf Seiten der Spieler, aber auch auf Seiten der Trainer.

    Ich habe schon den Eindruck, dass bei Löw und auch Flick ausgehend vom WM-Erfolg 2014 und den bis dahin (eigentlich bis 2016) gezeigten starken Leistungen zu sehr der Fokus auf Weiterentwicklung der Spielweise und erreichen eines neuen Levels gesetzt hat.

    Dabei sind die Attribute, mit denen Nationalmannschaften aufgrund ihrer Zusammensetzung (Spieler aus unterschiedlichen Vereinen, die nicht täglich miteinander trainieren) vernachlässigt worden.

    Auswahlmannschaften benötigen Aufgrund der unregelmäßigen Zusammenkünfte einen pragmatischeren Ansatz und können nie funktionieren wie eine Vereinsmannschaft.

    Dementsprechend wird es für den neuen Trainer wichtig sein, das zu berücksichtigen und noch mehr den Fokus darauf zu legen die Defensivarbeit zu stabilisieren und in der Offensive die Spieler so einzusetzen, dass sie ihre Stärken nutzen können.

    Nach dem Ausflug in die Nachwuchswelt vielleicht noch etwas zur N11 und dem Spiel am Dienstag bzw. der Phase davor.

    Was in Deutschland in den letzten Jahren gehörig schief gelaufen ist, ist vermutlich der spielerische Ansatz und Anspruch der N11.

    Für den war in erster Linie die sportliche Leitung verantwortlich.

    Die Philosophie ab 2014 das Spiel der Nationalmannschaft auf ein neues Level weiterentwickeln zu wollen indem man dominanten Ballbesitzfußball spielt und sich Gegner ähnlich zurechtlegt und seziert, wie das früher Barcelona getan hat und heut ManCity macht, funktionierte vielleicht bei der Spanischen N11 zwischen 2008 und 2012, weil deren komplettes Gerüst aus den Barca-Spielern bestand, die das unter Guardiola perfektioniert hatten.

    Deutschland war von 2006 bis 2014 durch eine pragmatische Spielweise erfolgreich. Defensive Stabilität, kreative offensive mit durchsetzungsstarken Individualisten.
    Nach dem WM-Titel wurde der Fehler gemacht, mehr zu wollen. Problem dabei: Zentrale Spieler des Systems bei Bayern, die vielleicht eine ähnliche Rolle spielen hätten können wie die Barca-Spieler zwischen 2008 und 2012, waren mit Ribbery, Robben, Mandzukic, Lewandowski, Alaba, Javi Marinez, Xabi Alonso etc. eben keine Deutschen.

    Um ein Spiel wie Barca früher oder ManCity heute aufzuziehen benötigt man aber Automatismen, gegenseitiges blindes Vertrauen und wissen darum was welcher Mitspieler in welcher Situation machen wird. Das bekommt man nur durch tägliches detailliertes gemeinsames Training. Diese Möglichkeit hat eine Nationalmannschaft nicht und die Zeitfenster der Länderspielpausen + Trainingslager vor Turnieren sind zu kurz um etwas derartiges zu entwickeln.

    Wenn man sich die Spielweisen der Top-Spieler, die auch mit ihren Nationalmannschaften erfolgreich sind anschaut, dann unterscheidet die sich in der N11 meist vollkommen von der im Verein.

    Meiner Meinung nach war dementsprechend ein entscheidender Fehler der letzten 8 Jahre, dass die deutsche Nationalmannschaft spiele sollte wie eine Vereinsmannschaft. Die Spielweisen den EM- und WM-Finalisten seit 2016 sind aber geprägt von genau dem pragmatischen Fußball, den Deutschland z.B. 2014 auch noch gespielt hat.

    So gesehen haben Rudi Völler, Hannes Wolf und Sandro Wagner vieles richtig gemacht indem sie die grundsätzliche Ausrichtung der Spielweise und den Anspruch, wie Spiele gewonnen werden sollen angepasst haben.

    Wichtig wird jetzt werden, dass die Spieler ganz schnell verinnerlichen, dass sie wieder den absoluten Willen haben müssen zu verteidigen und einfache technische und taktische Abläufe perfekt durchzuführen. Das komplexe lässt sich für eine Nationalmannschaft nicht trainieren und vorgeben, sondern kommt automatisch durch die Qualität der Spieler wenn die Basics sicher sitzen.

    Flick hatte mit seiner Aussage, dass der Mannschaft aktuell die Basics fehlen sicher recht. Das Problem war aber, dass ihm - genauso wie vorher Löw - ein spielerischer Ansatz vorschwebt, der mehr verlangt als Basics und sich mit einer Nationalmannschaft nur dann umsetzen lässt, wenn mehr als die hälft der Stammelf auch absolute Stammspieler in einem absoluten Top-Verein sind.

    Diversität ist in meinen Augen weder Vor- noch Nachteil für eine Fußballmannschaft (im Zweifel vermutlich aber eher Vorteil).

    Aufgrund der Verteilung in der Gesellschaft aber letztendlich logische Konsequenz und es wäre eigentlich eher bedenklich, wenn ein Land mit x%-Bevölkerungsanteil aus anderen Nationen eine komplett genetisch "reine" (bitte nicht falsch verstehen, ich wusste nicht wie ich es anders beschreiben soll) aufstellen würde.

    Ich stelle in dem Zusammenhang aber trotzdem mal eine Theorie auf, die vielleicht etwas kontrovers daherkommt.
    Diversität im Nachwuchsbereich hat ähnliche Effekte wie der RAE!

    Mir fällt je länger ich im Jugendleistungsbereich unterwegs bin auf, dass der Anteil an Spielern mit "südlichem" ethnischen Hintergrund (v.a. afrikanisch, arabisch, Südosteuropa) bei vielen NLZ-Teams und auch anderen Leistungsteams oft deutlich über 50% liegt, und dass diese Spieler in der Regel auch zu den stärkeren ihrer Teams gehören.
    Schaue ich mir jetzt die biologische Entwicklung dieser Spieler an (speziell U12-U14, weil ich da im Moment nah dran bin), fällt auf, dass sie (obwohl z.T. jünger, z.T. im 2. HJ geboren) früher wachsen, Muskelmasse zulegen, in den Stimmbruch kommen etc.

    Keine Ahnung, ob es wissenschaftliche Nachweise gibt, dass Jugendliche aus anderen Regionen diese Welt früher in die Pubertät kommen als Mitteleuropäer. Mir fällt es aber bei den Teams und Ligen, die ich jetzt seit knapp drei Jahren beobachte und wo man die Spieler immer wieder auf Spielen und Turnieren trifft uns sieht einfach so auf.

    Wenn dem aber so ist, und sich immer die stärkeren, erfolgreicheren durchsetzen, dann hat die Herkunft einen ähnlichen Effekt wie das frühe Geburtsdatum. d.h. der entsprechende Spieler hat mehr Chancen in entsprechende Mannschaften (Stützpunkt, NLZ, Auswahl) zu kommen und dort zu bleiben und erhält deshalb in der entscheidenden Phase seiner Entwicklung eine bessere Förderung, was dazu führt, dass er mehr Chancen hat evtl. zu den ganz wenigen zu gehören, die oben ankommen.

    Ich will hier jetzt weder eine "Rassismus-Diskussion" noch eine RAE-Diskussion aufmachen.

    Die Lösung ist bei beiden Themen auch nicht trivial.

    Meiner Meinung nach funktioniert es nur, wenn man die Spitzenförderung verbreitert. Weg vom Wettkampf der Talente, die sich gegen andere Talente durchsetzen müssen, um ihren Platz im Selektionssystem zu bekommen hin zu einer möglichst breiten Förderung aller Talente, die Lust und Begabung haben Höchstleistungen im Fußball zu bringen, und Zeit in gutes Training und Spiele auf hohem Niveau zu investieren.

    Dazu braucht es viele Trainer, viele Sportplätze und Vereine, und einen Verband, die darin investieren.

    Selektiert wird dann im Übergang zur U19, U21 und zu den Senioren.

    Fakt und objektiv vollkommen richtig ist auf jeden Fall, dass Du bei jedem Post persönlich und emotional am Ende sogar polemisch oder beleidigend wirst, während andere sich bemühen auf der Sachebene zu bleiben.

    Das vangaalsnase und RedDevil diese Dir gegenüber mal kurzfristig verlassen haben, kann ich ihnen nicht verdenken...


    Also wie wäre es mit einem Neustart für Dich granitX :
    Trage Deine Argumente vor und (wie der Name schon sagt) argumentiere zu Deiner Meinung.

    Lies die Gegenargumente anderer Teilnehmer durch und antworte meinetwegen mit Deinen Gegenargumenten.

    Was nicht geht und auch hier vollkommen fehl am Platz ist, ist wenn spätestens nach dem zweiten Kommentar der Dir inhaltlich nicht passt wieder die persönliche Keule kommt.

    Das Forum hier besticht im Gegensatz zu vielen 0815-Internetforen durch fachlichen Austausch, respektvollen Umgang mit anderen Meinungen und genau deshalb durch die Chance seinen Horizont zu erweitern und voneinander zu profitieren.

    Was Du hier im Moment abziehst macht ehrlich gesagt keinen Spaß!

    Ich bin als E-Jugendlicher mit einem Handwagen um den Platz gelaufen und habe bei den Spielen der ersten Mannschaft Getränke verkauft. Dadurch wurde mehr eingenommen, als wenn nur die Theke besetzt ist. Müll und Flaschen, oder auch nach dem Spiel die Eckfahnen einsammeln gehörte ebenfalls zum Standardprogramm. Außerdem war der Platz nicht komplett eingezäunt und von Hecken, Wald und Felder umgeben. Dementsprechend war man froh ausreichend Balljungs rund ums Spielfeld zu haben.

    Im Gegenzug erfolgte wenn möglich der Platzaufbau für die Samstagsspiele am Freitag nach dem Training der Senioren durch die Spieler der Ersten. Es gab auch keinen Verkauf für die Mannschaftskasse, sondern das Sportheim war geöffnet, ein Rentner, oder Seniorenspieler grillte Bratwurst.

    Mannschaftskassen kenne ich frühestens ab der A-Jugend resultierend aus Spenden oder Strafen. Trotzdem war immer Geld vorhanden, wenn Trainingsmaterial, Kleidung, Trikots oder Trainingslager anstanden...

    Ich verschiebe das Thema mal hierher.

    Ich bin was die motorische als auch die taktische Ausführung betrifft bei sämtlichen Gegentoren der Meinung, dass Katastrophale individuelle Fehler im Bereich der Basics (wie es Flick ja auch direkt nach dem Spiel gesagt hat) vorlagen. Das nimmt den Trainer nicht aus der Verantwortung, die Spieler dazu zu bringen, diese Basics auszuführen, ist aber leider Spiegelbild der teils katastrophalen Leistungen, die die deutschen Nationalspieler großteils auch in ihren Vereinen zeigen. Dementsprechend ist hier schon ein bisschen der Charakter und die Einstellung der Spieler zu hinterfragen.


    Beispiele:
    0:1
    Warum geht Rüdiger vom Gegner weggedreht mit dem rechten Fuß in den Zweikampf. Wäre er wacher und schneller gewesen, hätte er frontal mit dem linken Fuß versuchen können den Schuss zu blocken und dabei deutlich mehr mororische Kontrolle gehabt.

    Die Wahrscheinlichkeit, dann statt einem Eigentor eine Ecke zu fabrizieren wäre um einiges höher gewesen. Selbst wenn er zu spät gekommen wäre, weil er es mit links statt mit dem rechten Fuß versucht hätte, dann wäre der Ball nicht abgefälscht worden und Ter Stegen hätte ihn gehalten.


    1:2
    Schlotterbeck geht ohne festen Stand in Rückenlage "runter". => taktischer und motorischer Fehler

    Mit einem vernünftigen Stand mit richtigem körperschwerpunkt kann er die Bewegung des Japaners mitnehmen und ihn nach außen abdrängen. in der Situation (er war ja auch in Unterzahl) den Ball erobern zu wollen, kann gar nicht funktionieren. Da wäre es wesentlich sinnvoller den/die Gegner abzudrängen bzw. zu verhindern, dass sie vorbeikommen.
    Süle steht im 16er und schaut nur auf den Ballführenden Gegner und ist dann total überrascht, dass plötzlich einen halben Meter neben ihm ein Japaner frei zum Abschluss kommt! => muss man eigentlich gar nicht kommentieren...


    40. Spielminute:
    Chance für Japan. Ballverlust im Aufbauspiel, weil Schlotterbeck den Ball nicht sauber in den Fuß von Rüdiger spielt. Der darf aber unter Druck den Ball auch niemals durchlaufen lassen, sondern muss ihn früher sichern.

    1:3
    Man kann die Aktion von Rüdiger so lösen, wie er es gemacht hat, aber in der Position in der Gosens steht ist er eigentlich gar nicht anspielbar. Rüdiger hätte den Ball nicht kurz annehmen dürfen, sondern in den Lauf Richtung links mitnehmen und Gosens hätte das Spielfeld breit machen müssen indem er nach weiter nach links zieht. Damit hätte Rüdiger die Option der breiten Verlagerung auf den dann richtig stehenden Gosens oder des tiefen Balls auf Brandt im Halbraum gehabt. Ob das aufgrund seiner limitierten Fähigkeiten mit dem linken Fuß funktioniert hätte weiß man natürlich nicht, dementsprechend wäre es wichtig, dass der linke Innenverteidiger auch einen starken linken Fuß hat. Gosens selbst steht wie schon erwähnt zu weit innen und in der Situation sicher auch zu hoch. Wenn er den Ball dann so bekommt wie es passiert ist, dann bleibt in der Situation einfach nur Annahme mit links und Pass mit rechts. Ob der dann (wahrscheinlich am sinnvollsten) zurück zum Torwart geht, oder ein hoher Diagonalball wird, in der hoffnung, dass ihn vorne rechts ein Mitspieler bekommt läge dann im Entscheidungsspielraum des Spielers. Annahme mit links und Pass mit links ist in der Aktion aber ein Fehler, der auf Bundesliga- / Nationalmannschaftsniveau nichts zu suchen hat. Rüdigers Arbeitsverweigerung beim hinterherlaufen will ich eigentlich gar nicht kommentieren, ist aber dem Mitspieler gegenüber, dessen Fehler er durch sein Zuspiel mit provoziert hat eine Frechheit.


    1:4

    Gosens lässt dem Japaner (der das technisch zugegebenermaßen hervorragend macht) zu viel Platz zum flanken (Abstand und Position im defensiven 1gg1).

    Der Rest der Kette ist völlig falsch positioniert.

    Rüdiger zu weit vorne, bewacht den leeren Raum obwohl weit und breit kein Gegner steht, der in diesen Raum vorstoßen könnte.

    Dementsprechend muss Süle zum ersten Japaner durchschieben und Kimmich hat dadurch zwei Gegenspieler. Dass er sich am Ende dafür entscheidet in der Mitte stehen zu bleiben und niemanden abzudecken krönt die Situation. Eigentlich war die Flanke lange genug in der Luft um zu erkennen, wo der Ball hingeht und Kimmich hätte ausreichend Zeit gehabt ins Kopfballduell zu gehen.

    Die ganze Situation wäre aber zu vermeiden gewesen, wenn Rüdiger seine Position gehalten hätte und dementsprechend alle drei Japaner im Strafraum einen Gegenspieler gehabt hätten...


    EDIT: der Beitrag sollte eigentlich in den Bereich "aktuelle Situation der Nationalmannschaft" verschoben werden. Ist mit leider nicht gelungen. Sorry dafür!

    Bei dem Tor war eher das Talent und die Situation ausschlaggebend. Druck hält man aus, wenn man im Finale ein Elfmeter verwandelt (Brehme) oder eben nicht (Rashford, Sancho, Saka).

    Das Problem ist, dass die deutschen im Nachwuchs mit Mentalität gestählten Spieler aufgrund ihrer mangelnden Qualität und lückenhaften Ausbildung gar nicht mehr in Situationen kommen werden in denen die Fähigkeiten unter Druck performen zu müssen gefragt sind. Druckresistenz gibt am Ende den Ausschlag, wenn Qualität und Fähigkeiten beider Teams in etwas auf Augenhöhe sind.

    Wie in den Spielen England - Italien bei der EM2021 oder Deutschland - Argentinien bei der WM 1990.

    Bis man aber in diese Entscheidende Situation kommt, in der man Nerven bewahren und dem Druck standhalten muss, sollte man erst mal gelernt haben in "normalen" Spielen gute Leistungen aufgrund seiner persönlichen Qualität abzuliefern.

    Andi Brehme hat bis zum Finale 1990 ein überragendes Turnier gespielt und war vermutlich einer der besten Spieler des Turniers.

    Die Mentalität und Druckresistenz den Elfer zu verwandeln, war dann das Sahnehäubchen.

    Am Ende ist es mir aber lieber deutsch Spieler erreichen durch gute Qualität und Ausbildung Halbfinals oder Finals, in denen ihnen dann die Nerven versagen, als dass sie mir katastrophalen Leistungen in der Vorrunde ausscheiden, oder jegliche Freundschaftsspiele so vergurken, dass man gar nicht mehr zuschaut, weil man es ohnehin für Zeitverschwendung hält.

    DFB: Hans-Joachim Watzke kassiert geplante Reform im Kinderfußball - DER SPIEGEL


    Irgendwie bekommt man den Eindruck, als ob da jemand bewusst Wallung macht um von den Problemen im eigenen Verein abzulenken.

    Vielleicht sollte er mal ganz selbstkritisch nachschauen wie viele deutsche Fußballprofis sein BVB in den letzten Jahren im derzeitigen System nachhaltig ausgebildet und entwickelt hat. Dabei zählen allerdings nur die, die vor dem 16./17. Lebensjahr verpflichtet wurden.

    Meiner Meinung nach bleibt da nicht mehr viel übrig.

    Unabhängig davon, dass er mit seiner Aussage komplett auf dem Holzweg wandert, würde ich mir als Verband (DFB) oder Mitarbeiter eines Verbandes (Hannes Wolf) wünschen, dass solche Themen erst mal mit mir besprochen werden und nicht in der Öffentlichkeit irgendeine Substanzlose Kritik rausgehauen wird, an der man bereits eindeutig erkennen kann, dass keinerlei intensive Beschäftigung mit den Inhalten erfolgt ist.

    Grundsätzlich erwarte ich von einem Manager wie Watzke ja gar nicht, dass er sich intensiv mit Inhalten beschäftigt, sondern dass er die richtigen Fachleute findet und ihnen die richtigen Aufgaben stellt. Dann soll er sich aber auch raus- und seine Klappe halten.

    Man kann sich nur wünschen, dass Hannes Wolf sich nicht verbiegen lässt.

    Es spricht ja auch nichts dagegen, sondern soll ja sogar so sein, dass das Konzept mit dem man im nächsten Jahr verbindlich (hoffentlich) an den Start geht regelmäßig hinterfragt, angepasst und weiterentwickelt wird.

    Das Problem in der Vergangenheit war nämlich genau das: Konzept einführen, hoffentlich Erfolg haben und dann so lassen. Bis dann in spätestens 10 Jahren die Misserfolge eintrudeln und man das Konzept dann als vollkommen Falsch verteufelt.

    Wo gibt es das noch? In der U19 Oberliga Baden-Württemberg oder der Bayernliga gibt es das nicht mehr. Sollen die dann auch mit Schuhen und Bällen von 1960 spielen?


    Persönlichkeitsentwicklung ist aus meiner Sicht sehr wichtig. Nur die Zeiten haben sich geändert und auch ich möchte nicht in die 70iger Jahre zurück - und dort bin ich als Kind aufgewachsen.

    ich meinte ja nicht zu trainieren oder mit Bällen aus der Steinzeit zu kicken , sondern einige NLZ würden besser in einer Landesliga gegen eine ambitionierte Dorf oder Stadtmannschaft in einer Liga zu kicken, würde die Jungs weiterbringen als wenn Sie das 10x mal gegen den gleichen NLZ Gegner spielen auf pickfeinen Wempley- oder Kunstrasen und mit Fahrzeiten von 2-3 Std. Die kennen sich doch schon in und auswendig untereinander nach einer Zeit. Die Reform ist beschlossen und ich bin gespannt auf die Entwicklung der Elite -Nachwuchskicker.

    Die Reform der Ligen bringt aber doch genau die Möglichkeit, dass sie nicht immer gegen die gleichen Gegner spielen, weil durch die Zweiteilung viel früher die Möglichkeit besteht gegen andere Gegner zu spielen. Zugegebenermaßen erhöhen sich die Entfernungen, was vielleicht nicht optimal ist.

    Da wären wieder Spieler in der Mitte auf neutralem Platz interessant, was vielleicht auch die Nähe zur "Basis" erhöht und neue Zuschauer erschließt, die dann vielleicht mal anerkennen, dass es tatsächlich Welten sind zwischen Jugendleistungssport und Breitensport.

    Natürlich spricht speziell für das heranführen an den Erwachsenenbereich bei einer NLZ-U19 nichts dagegen gelegentlich gegen Herren Landes-/ Verbands- oder Oberligisten zu testen.

    Wichtig ist dann halt die Kommunikation, dass es auf beiden Seiten ambitioniert, hart aber fair laufen muss, damit diese Spiele auch Sinn ergeben.

    Nein ich habe es noch nicht mit unserem Jugendleiter kommuniziert und ganz ehrlich ich habe auch Schiss davor es ihm zu sagen weil 2 Seiner Neffen meine Trainerkollegen in der Mannschaft sind. Und nein ich will kein Chef Coach sein ich will einfach nur so behandelt werden wie die anderen auch. Zur zeit machen die 4 alles unter sich aus und fragen mich noch nicht mal nach meiner Meinung das ist es halt.

    Ist den die Rollen- und Aufgabenverteilung im Trainerteam irgendwie geregelt, bzw. hast Du im Team schon mal angesprochen, dass Du Dich mehr mit einbringen möchtest?

    Wenn immer alle da sind, sind 5 Trainer bei 31 Kindern ja grundsätzlich einer zu viel.

    Denkbar wäre aber zum Beispiel, dass Ihr diese Luxussituation nutzt um Euch zum Beispiel einen "Individualtrainer" nämlich Dich zu gönnen.

    Du könntest Dir in jedem Training für 2-3 mal für 20 - 30 Minuten Spielergruppen mit 2-4 Spielern (möglichst mit ähnlichem Leistungsstand) herauspicken und mit diesen individuell, orientiert an ihren Stärken oder Schwächen arbeiten.

    Das Training stellst Du komplett eigenständig auf die Spieler, die dran sind ausgerichtet zusammen.

    Ihr würdet Euch im Team nicht in die Quere kommen, es entsteht kein Kompetenzgerangel und Du hättest einen riesigen Impact auf die Entwicklung der Kinder.

    Wenn Du mehr in Entscheidungsprozesse in Sachen Aufstellung, Planung des Mannschaftstrainings eingebunden werden möchtest, bleibt Dir nur zuerst mit den Kollegen zu sprechen. Sollte es da nicht funktionieren gibt es vielleicht ja ein anderes Team innerhalb des Vereins, wo Unterstützung mit mehr Einfluss benötigt wird.

    Ich kann Deinen Wunsch sich einzubringen verstehen, sehe aber die Konstellation kompliziert, weil zwei Trainer, die die Entscheidung für zwei Mannschaften treffen normalerweise wirklich ausreichen. Ich hatte eine ähnliche Situation in der Vergangenheit, dass zwei Jugendspieler das Trainerteam unterstützt haben. Die beiden haben damit begonnen von uns vorgegebene Übungsformen zu coachen. Im Lauf der Saison haben sie eigenständig Einzeltraining für einzelne Spieler geplant und durchgeführt, später die Spielformen am Trainingsende begleitet während wir "Chef-Trainer" schon mal aufgeräumt haben und am Ende der Saison haben sie auch einzelne Spiele gecoacht.

    Das "Trainee-Programm" haben sie mit 17-18 zwei Saisons durchlaufen und anschließend als Team eine U10 im Verein übernommen.

    Beim ersten Training nach den Ferien, würde ich die Kids tatsächlich nur Zocken lassen.

    "Eckle" zum Aufwärmen ist ok, aber mit 15 Minuten eigentlich schon zu lang.

    Statt dem Überzahlspiel wären vermutlich - je nachdem wie viele Spieler Du hast- kleine Spiele (3 gg 3, 4 gg4 mit und ohne Torwart) zielführender.

    6 vs 3 als Spielform erschließt sich mit an sich nicht wirklich, bzw. müsstest Du hier den Ablauf noch mal erklären.

    Wie ist es denn in euren Landesverbänden bis zur "Verbandsliga" mit Auf- und Abstieg organisiert?

    ...


    Kleiner Kritikpunkt meinerseits: Für Großteil der Vereine aus SH ist diese Reform sicher eher positiv; man kann immer Landesliga melden, kann so sicher vllt 1-2 gute Spieler eher halten, wobei die Besten sicher immer noch zu den 3-4 Größten Vereinen in SH wechseln werden.
    Hier aber meine Kritik: Bei dieser Reform wurde NULL an diese 4 große Vereine gedacht. Wieso? Diese Vereine sind so gut wie die einzigen, die mittels Jahrgangsmannschaften arbeiten. Sprich es gibt da wirklich getrennt U14 U15 U16,... bei den meisten anderen Vereinen in SH sind das immer Mixteams oder ist es halt einfach breitensportmäßig strukturiert.
    Wo ist das Problem? Die Historie und der logische Punkt zeigt einfach, dass durch diese Reform besonders die U14 Mannschaften als reiner junger Jahrgang von dieser Reform benachteiligt wird. Diese Mannschaften sind spielerisch oft so gut, dass entweder in der Landesliga oben mit spielen oder die Oberliga oft halten konnten. Nur, da es die ersten Saison auf Großfeld gegen Spieler, die 1 Jahr älter sind (in der C-Jugend gibt es da noch viel extreme Unterschiede in der körperlichen Entwicklung), haben diese U14-Teams oft es richtig schwer in den ersten Wochen im Ligabetrieb Punkte zu sammeln. Man muss sich einfach erstmal daran gewöhnen. Oft holt man die ersten Punkte Richtung Ende des Jahres und dann im neuen Jahr bis zum Ende des Saison. So ausreichend, dass man halt in der Oberliga die Klasse hält. ( In der Regel sind das auch oft die spielerisch besseren Teams, in SH sieht man sonst viel Dorfrüpel-Fußball, nur langes gebolze)
    Wenn jetzt aber die Ligazugehörigkeit von den ersten 10 Wochen abhängt, werden diese U14 Teams oft den kürzeren ziehen, weil sie einfach genau diese Zeit brauchen, um sich an das neue Umfeld zu gewöhnen. Sie werden als mMn wenn es um reine Qualität geht, am Ende nicht in der Liga spielen, in die sie gehören, sondern grundsätzlich eine tiefer, weil sie einfach zu Beginn körperlich komplett unterlegen sind.

    Danke für den Interessanten Einblick.

    Die praktische Umsetzung bei Euch im Verband finde ich gar nicht so verkehrt.

    Das Problem für die jüngeren Jahrgangsmannschaften der Leistungsvereine (speziell U14, teilweise auch U16) sehe ich genauso.

    In der Konsequenz würde das für mich dazu führen, dass diese (so läuft es in Bayern von U12 - U14 schon) eine eigene Förderliga spielen, in der sich die Leistungsteams untereinander mit Jahrgangsmannschaften messen, ergänzt um Leistungsvergleiche gegen U15 Teams aus dem ambitionierten Breitensport.

    In der Konsequenz landen wir am Ende bei Förderligen für alle NLZ-Mannschaften in allen Altersklassen.

    Beispiel U15:

    die Regionalliga Süd besteht ausschließlich aus Bundesliga NLZ aus Hessen und Baden-Würtemberg

    in der Regionalliga Bayern spielen nur Bundesliga-NLZ und BFV-NLZ. Ausnahme: Milbertshofen, die eine Ansammlung von Spielern sind, die bei Bayern und 1860 aussortiert wurden.