Beiträge von Trainer91

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Eine benötigte Regenerationszeit von 72 Stunden halte ich in der Regel auch im Amateurbereich für überzogen.

    Dies mag vielleicht bei manchen Spielern im Moment aufgrund des vergangenen Lockdowns hinhauen.


    Wenn die Spieler nur Ansatzweise gut trainiert sind, reicht ein Tag Pause zwischen Spiel und Training (also 48 Stunden) in der Regel locker aus. Am Abend vor dem Spiel allerdings noch eine normale Trainingseinheit durchzuziehen halte ich hingegen wieder für sehr knapp bemessen (weniger als 24 Stunden).

    Das bedeutet nicht, dass sich einer der Spieler beim Spiel zwangsläufig verletzt, aber vielleicht wird ein Spieler schon in der 50. Minute müde der mit optimaler Erholung vielleicht bis zur 70. Minute durchgehalten hätte.

    Genau wegen solchen Geschichten nehm ich es auch nicht mehr so eng mit der Vereinstreue als Trainer.

    Wenn du gut bist wollen dir alle Honig ums Maul schmieren und dich uuuunbedingt halten bzw. werden sauer wenn man andere Möglichkeiten ergreifen will und es wird argumentiert, dass du es ja den Kindern nicht antuen kannst...

    Wenn es schlecht läuft bist du hingegen schneller weg als du schauen kannst und du musst ja Verständnis dafür haben. Dann ist es plötzlich auch nicht mehr so wichtig, ob die Beziehung zu Spielern/Eltern intakt ist :/


    Da du ja eh ne Pause machen willst, passts es ja. Wenn du wieder als Trainer wieder anfangen willst, weist du ja schon um welchen Verein du einen großen Bogen machen musst ;)

    Hallo zusammen,


    Mich würde interessieren wieviel die Trainer bzw. Co-Trainer in den NLZs so verdienen. Insbesondere die Trainer im Grundlagen- und Aufbaubereich.

    Gerne auch mit Nennung des Bundeslandes bzw. Liga des Vereins (also 1. Bundesliga, 2. Bundesliga oder 3. Liga)

    Da hier im Forum ja mehrere ehemalige und aktive NLZ-Trainer dabei sind gibt es hierzu sicherlich erfahrungswerte aus erster Hand.


    Wer das hier nicht öffentlich mitteilen möchte, kann mir auch gerne ne Nachricht schreiben :)

    Kann der Spieler denn schon wieder völlig schmerzfrei und sicher sämtliche anderen Bewegungen und Techniken (Passen, Schiessen, Sprinten etc.) ausführen?

    Erstmal sollte alles andere wieder klappen bevor man in die Zweikämpfe reingeht.


    Wenn sämtliche Belastungen problemlos möglich sind, kann man ihn eigentlich wieder ganz normal innerhalb von 1vs1 Übungen in die Zweikämpfe schicken. Nach ein paar Durchgängen ihn mal fragen ob er noch was spürt oder sich unsicher ist und gegebenenfalls nicht die Übung bis zum Ende mitmachen lassen, sondern vorzeitig rausnehmen.

    Ich denke das die Qualität der Trainer, vor allem in den Dorfvereinen und unteren Altersklassen (Stichwort: Papatrainer), flächendeckend einfach noch zu gering ist.

    In der Mitte und vor allem in der Spitze ist die Qualität der Trainer in Deutschland hingegen überragend.

    Während die Trainer in den NLZs über Sportpsychologische Betreuung und Brain-Kinetik nachdenken, stehen in den F-Jugenden der Dorfvereine 15 Kinder in einer Schlange und warten bis sie beim Torschuss drann sind.


    Die flächendeckende Einführung von Funino kompensiert die Unfähigkeit enticklungshemmender Trainer an der Basis zumindest im Spielbetrieb. Noch besser wäre es, noch mehr Einfluss auf den Trainingsalltag der Dorfvereine zu nehmen.

    Wenn es irgendwann so weit ist, dass wirklich jeder der sich in Deutschland Trainer nennt, unabhängig von Niveau oder Altersstufe, eine Lizenz oder zumindest einen Lehrgang nachweisen muss, dann erst hat man eine gewisse Qualität an der Basis geschaffen.


    Ich denke das die meisten Talente schon an der Basis verloren gehen. Also ihr Talent in den Heimatvereinen nicht entsprechend stimuliert werden kann oder sie aufgrund des unmotivierenden Verhaltens des Trainers ganz mit dem Fußball aufhören.

    Die Konter waren das große Problem bei Mannschaften, die auf "Viererkette umgestellt" haben. Ebenso die fehlende Erfahrungen mit dem Abseits, das dringend gebraucht wird. Auch haben sicherlich der eine oder andere Schiedsrichter Abseitspositionen anders gewertet als sie tatsächlich waren. Das war schon ein harter Prozess damals.

    Ist auch jetzt bei schlechten Trainern noch so. Oft werden ja einfach vier Spieler hingestellt und Ihnen gesagt, dass sie jetzt ne Viererkette sind. Einige Trainer schaffen es immerhin noch Ihrer Viererkette zu sagen, dass sie nach einem Befreiungsschlag geschlossen aufrücken sollen. Leider schafft es kaum einer Ihnen auch zu vermitteln, wann sie denn wieder fallen müssen :D
    So laufen Mannschaften mit vermeintlicher Viererkette oft in die einfachsten Konter rein.

    Das Du mir immer unterstellst das ich anderen usern etwas unterstelle, wird durch wiederholung, (auch wenn wiederholung die seele der Pädagogik sein soll😉) nicht richtiger, da ich ja immer betone das meine erfahrungen subjektiv sein mögen. Auf jeden fall bleiben es eigene erfahrungen.


    Davon ab, das es mir relativ egal ist was die Mehrheit tut, ist deine Aussage schlichtweg falsch.

    Scheinbar gibt es dann wohl zwei User mit dem gleichen Namen...

    Davon ab, das es mir relativ egal ist was die Mehrheit tut, ist deine Aussage schlichtweg falsch.

    Da ich in einem nlz von der u9 bis zur u11 hospitiert habe, bleibt meine Aussage zwar subjektiv, aber ich weiss zumindest das es keine allgemeingültigkeit gibt.

    Und deshalb vertraue ich doch eher dem, was ich verstehe, dessen nutzen ich sehe, und von dem ich absolut überzeugt bin, weil ich es auch , für mich schlüssig, begründen kann

    Sicherlich haben die verschiedenen NLZs unterschiedliche Schwerpunkte, ich habe jedoch bei den 6-7 NLZs die ich kenne noch nie gesehen, dass Übungsformen verboten wären. Finde es daher spannend, dass du wohl ein NLZ kennst bei dem es so wäre.

    Ganz im Gegenteil, viele der mir bekannten NLZs betreiben sogar ein zusätzliches, komplett isoliertes Techniktraining mindestens einmal pro Woche. Dies dann aber eher im Bereich U15-U19.

    Vielleicht reden wir hier auch einfach von unterschiedlichen Altersbereichen und haben deswegen komplett unterschiedliche Eindrücke.


    Und statt zu behaupten, dass die Aussagen von anderen Usern einfach falsch sind, lasse ich jedem hier seine Meinung und tue dann ebenso das, was ich für richtig halte. In dem Fall mich an best-practice-Beispielen zu orientieren.

    Wer meint diesen entwachsen zu sein, kann ja gerne mit seiner Mannschaft andere Wege gehen.


    Ich denke das Thema kann dann auch hier langsam zu den Akten gelegt werden. Die jeweiligen Argumente wurden ausgetauscht und neue Erkenntnisse werden wohl auch nicht mehr dazukommen :D

    Aus diesem Grund trainiere ich in Spielformen. Denn, wie richtig gesagt, hängt das technische unmittelbar mit dem (individual) taktischen zusammen. Denn vor dem Ausführen der technischen Aktion finden nunmal die Prozesse der Wahrnehmung, der Informationsverarbeitung und der Entscheidung statt, die dann die technische Ausführung unmittelbar beeinflußt.

    In Isolierten Übungen fehlt der situative Bezug zur Spielsituation. Was bedingt das der Taktische Aspekt wegfällt.

    Wenn ich immer die gleich Situation habe, muß ich meine Technik nicht daran anpassen, ebenso fällt die (vorgegebene) Entscheidung weg.

    Ich habe den Eindruck, dass es dir nur darum geht Übungsformen sämtlicher Art schlecht zu reden und dir somit dein eigenes Training schön zu reden. Schade.

    siehe oben. Dazu passt für mich nicht die Spieler in Iso-Formen zu trainieren.


    Ganz davon abgesehen, kann ich durch Spielfeldaufbau durchaus vorgeben, den schwachen Fuß zu benutzen (stellung von Minitoren etc.). Dabei wird der Nutzen den Spielern sofort klar, und ist auch im Spielkontext angewendet.

    Kannst du natürlich machen, ist natürlich auch spielnäher. Aber damit wirst du nie auf die gleiche Wiederholungszahl kommen, die du oft bei neuen Techniken einfach brauchst.

    Das wäre für mich jetzt kein Anlaß vermehrt ÜF zu trainieren.

    Zumal es auch NLZ Trainer gibt, die das anders sehen.

    Man würde eben hier davon ausgehen, das eine Idealtechnik, isoliert trainiert, dann auch situativ eingesetzt wird. Ich gehe aber davon aus, das es eine solche -Idealtechnik- gar nicht gibt. Im Kontext einer Spielform wird auch die technikausführung im taktischen Zusammenhang geschult. hier kann ich durchaus Coachen, das eine z.b. Spielfortsetzung mit dem schwachen Fuß z.b. sinniger ist, und der Nutzen erkannt wird, und dann die Erkenntnis daraus genutzt.

    Es handelt sich hierbei auch ganz klar um ein NLZ, dass den Schwerpunkt auf sehr gute Technik in allen Bereichen legt. Also ganz bewusst auch von dem Weg "Stärken stärken und Schwächen schwächen" abrückt.

    Es gibt durchaus für viele Techniken bzw. Techniken in den entsprechenden Situationen eine Idealtechnik. Man kann auch nicht voraussetzen, dass Jugendliche gerade im Breitensportbereich diese Techniken selbst entdecken, perfektionieren und immer richtig anwenden. Daher haben ÜFs für mich durchaus einen Sinn.

    das ist eine Schlußfolgerung, der ich so auch nicht zustimmen kann. Wenn ein Spieler -nur- seine Stärken einsetzt, damit aber die Situation situativ perfekt löst(weil er z.b. eine überragende Dynamik hat), ist mir der technische Schwerpunkt relativ egal.

    Außerdem bezweifele ich das Spieler die in Isoformen (z.b. auf Beidfüßigkeit )trainiert sind, z.b. in höherem Maße beide Füße im Spiel situativ richtig nutzen.

    Subjektive Erfahrung von mir ist das Gegenteil.

    Sehe ich tatsächlich komplett anders. Wir trainieren ja die Spieler im Endeffekt dafür, dass sie in entscheidenden Situationen eines Spiels die richtige Entscheidung treffen und somit das entscheidende bisschen besser als Ihre Gegner sind.

    Wenn der Spieler nie gelernt hat auch mit seinem schwachen Fuß einen 10m-Torschuss gezielt auszuführen und ihm dann im entscheidenden Moment in der 90. Minute der Ball auf den schwachen Fuß kommt, was macht er dann? Irgendwie auf den anderen Fuß legen bis ihm der Verteidiger den Ball abnimmt?


    Natürlich macht niemand ein ganzes Training oder gar eine ganze Trainingsperiode nur ÜFs, allerdings erleichtern sie es den Spielern doch sehr neue Techniken einzuüben und zu perfektionieren. Verstehe nicht wie man dies verneinen kann.

    Natürlich muss dann Stück für Stück die Übertragung ins laufende Spiel erfolgen. Aber dies kann man ja sehr gut als Trainer steuern.


    Mir fällt kein Grund ein was gegen folgenden beispielhaften Trainingsaufbau sprechen würde:

    - Erwärmung: einleitende ÜF

    - HT1: ÜF verbunden mit Wettkampf + Torschuss

    - HT2: SF mit Prov.Regeln und Überzahl im Coachingteam etc.

    - Abschluss: Abschlussspiel mit entsprechenden Prov.Regeln/Räumen

    Der Nachteil ist ganz klar die Planbarkeit. Bei Spielformen kann ich z.B. weniger kontrollieren, welches Tempo welche:r Spieler:in geht, was bei einer guten Trainingsplanung wichtig sein kann.

    Eine sehr schöne Frage. Ich hab letztens an einer Online-Fortbildung eines Bundesliga-NLZs teilgenommen, dort kam die Frage auch auch bzw. wurde vom NLZ-Trainer in den Raum geworfen.


    Seine Antwort warum nicht einfach alles in Spielformen trainiert wird, war:


    1. Eine höhere Wiederholungszahl der entsprechenden Technik in den ÜF

    2. Das somit vermieden wird, dass Spieler nur Ihre Stärken einsetzen und somit oft den geforderten Schwerpunkt (z.b. An- und Mitnahme mit dem schwachen Fuß) bewusst oder unbewusst umgehen.


    Bin grundsätzlich auch ein sehr großer Form von Spielformen und lasse überwiegend in Spielformen trainieren, aber finde es dann doch mal interessant eine gegensätzliche Meinung von einem Trainer eines solchen Niveaus zu hören.

    Ich habe mir daraufhin auch vorgenommen, insbesondere beim Neuerwerb und dem festigen von Techniken verstärkt auch ÜFs anzuwenden. Es geht natürlich auch immer darum, dass diese motivativ gestaltet werden (Abschluss auf Tore, Wettbewerb, spielnähe etc.). Oft sieht man dann leider bei den schwächeren Trainern das berühmte in der Schlange stehen mit 12 Mann und nacheinander ohne Vorgaben blind aufs Tor bolzen.


    Ich höre mir aber auch gerne gegensätzliche Meinungen diesbezüglich an :)

    Bin keinem in keinster Weise beleidigt also alles gut wollte mich nur informieren wollte nur mein Anliegen/Problem darlegen. Ich muss ja auch nicht der perfekte Redner sein glaub ich da ich hier nicht von der Bundesliga spreche sondern um meinen Einstieg als Trainer

    Wenn es um den Einstieg als Trainer geht, dann beginne mit der C-Lizenz (oder schnuppere zumindest rein) und baue es langsam auf!


    Auch, wenn du mit der B-Lizenz und der Elite Jugend-Lizenz nicht in der Bundesliga trainieren darfst, solltest du in der Lage sein, vor einer ähnlichen Gruppe frei zu sprechen (z.B. eine zweite Mannschaft eines Profivereins in der Oberliga/Regionalliga, denn dort darfst du ja mit den Lizenzen trainieren). Bei der Ausbildung interessiert es nicht, was du damit vorhast (Einzeltraining oder Co-Trainer), sondern was du damit machen könntest. Und wenn du den Standard nicht erreichst, dann wird das auch nichts.

    Ich verstehe jetzt auch ehrlich gesagt nicht mehr um was es konkret geht :D


    Schnell die B-Lizenz abhaken um dann noch baldmöglich die Elite-Jugend-Lizenz nachlegen? -> mit den genannten Defiziten (keine Trainererfahrung, Probleme bei Vorträgen etc.) zum jetzigen Zeitpunkt unmöglich.


    Sich als Trainer weiterentwickeln um dann nach vielen Jahren ein richtig guter Trainer zu sein, der dann ganz selbstverständlich zweistellig bei der B-Lizenz ist und den man guten Gewissens zur Elite-Jugend schicken kann? -> am besten langsam mit der C-Lizenz anfangen und so schnell wie möglich Trainererfahrung sammeln, immer wieder hinterfragen, vielfältig weiterbilden, ausprobieren, überdenken etc. etc..

    Auch wenn du ganz klar sagst, dass du irgenwan mal als Individualtrainer arbeiten möchtest, wirst du wahrscheinlich nicht drumherum kommen auch mal eine Mannschaft als Cheftrainer zu übernehmen um dich zu beweisen und voranzukommen.

    Außerdem wird wie Revilo sagt, davon ausgegangen, dass der Co-Trainer auch mal eine Trainingseinheit oder Trainingswoche komplett alleine durchführen kann. Gerade im höheren Bereich ist es meist sogar so, dass der Co-Trainer einen Großteil der Arbeit auf dem Platz übernimmt und der Cheftrainer oft beobachtet oder das große ganze im Blick hat.

    Ich möchte hier mal Michael Köllner (Cheftrainer Profis, 1860 München) zitieren: "Die Menschen- und Gruppenführung muss immer ein Steckenpferd jedes Trainers sein"


    Das mit dem nicht kicken können war tatsächlich nicht auf dich bezogen, sondern allgemein gehalten. Als ehemaliger U19-Bundesligaspieler hast du sogar auf jeden Fall beim Lehrgangsleiter einen Stein im Brett :)


    Aber wie du selber schon sagst, man kann in sowas natürlich reinwachsen. Aber es gehört halt auch ne Menge Arbeit, Durchhaltevermögen und vor allem viele Fehler dazu ;)