Das wäre für mich jetzt kein Anlaß vermehrt ÜF zu trainieren.
Zumal es auch NLZ Trainer gibt, die das anders sehen.
Man würde eben hier davon ausgehen, das eine Idealtechnik, isoliert trainiert, dann auch situativ eingesetzt wird. Ich gehe aber davon aus, das es eine solche -Idealtechnik- gar nicht gibt. Im Kontext einer Spielform wird auch die technikausführung im taktischen Zusammenhang geschult. hier kann ich durchaus Coachen, das eine z.b. Spielfortsetzung mit dem schwachen Fuß z.b. sinniger ist, und der Nutzen erkannt wird, und dann die Erkenntnis daraus genutzt.
Es handelt sich hierbei auch ganz klar um ein NLZ, dass den Schwerpunkt auf sehr gute Technik in allen Bereichen legt. Also ganz bewusst auch von dem Weg "Stärken stärken und Schwächen schwächen" abrückt.
Es gibt durchaus für viele Techniken bzw. Techniken in den entsprechenden Situationen eine Idealtechnik. Man kann auch nicht voraussetzen, dass Jugendliche gerade im Breitensportbereich diese Techniken selbst entdecken, perfektionieren und immer richtig anwenden. Daher haben ÜFs für mich durchaus einen Sinn.
das ist eine Schlußfolgerung, der ich so auch nicht zustimmen kann. Wenn ein Spieler -nur- seine Stärken einsetzt, damit aber die Situation situativ perfekt löst(weil er z.b. eine überragende Dynamik hat), ist mir der technische Schwerpunkt relativ egal.
Außerdem bezweifele ich das Spieler die in Isoformen (z.b. auf Beidfüßigkeit )trainiert sind, z.b. in höherem Maße beide Füße im Spiel situativ richtig nutzen.
Subjektive Erfahrung von mir ist das Gegenteil.
Sehe ich tatsächlich komplett anders. Wir trainieren ja die Spieler im Endeffekt dafür, dass sie in entscheidenden Situationen eines Spiels die richtige Entscheidung treffen und somit das entscheidende bisschen besser als Ihre Gegner sind.
Wenn der Spieler nie gelernt hat auch mit seinem schwachen Fuß einen 10m-Torschuss gezielt auszuführen und ihm dann im entscheidenden Moment in der 90. Minute der Ball auf den schwachen Fuß kommt, was macht er dann? Irgendwie auf den anderen Fuß legen bis ihm der Verteidiger den Ball abnimmt?
Natürlich macht niemand ein ganzes Training oder gar eine ganze Trainingsperiode nur ÜFs, allerdings erleichtern sie es den Spielern doch sehr neue Techniken einzuüben und zu perfektionieren. Verstehe nicht wie man dies verneinen kann.
Natürlich muss dann Stück für Stück die Übertragung ins laufende Spiel erfolgen. Aber dies kann man ja sehr gut als Trainer steuern.
Mir fällt kein Grund ein was gegen folgenden beispielhaften Trainingsaufbau sprechen würde:
- Erwärmung: einleitende ÜF
- HT1: ÜF verbunden mit Wettkampf + Torschuss
- HT2: SF mit Prov.Regeln und Überzahl im Coachingteam etc.
- Abschluss: Abschlussspiel mit entsprechenden Prov.Regeln/Räumen