Beiträge von Trainer91

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Das Problem im Breitensportbereich ist oft, dass die Trainingseinheiten nicht intensiv genug sind.

    Oft werden im Training viele Passstaffetten, Torschuss mit Warteschlange oder große Spielformen in großen Räumen mit wenigen Aktionen/Ballkontakten für den Einzelnen.


    In den Spielen wird dann von den Trainern hingegen auf einmal gefordert wie Liverpool, Leipzig etc. anzulaufen und immer Vollgas zu geben.

    Ich glaube diese Diskrepanz ist auch dein Problem.

    Du sagst ja selber, dass du relativ viel trainierst und da alles passt, aber in den Spielen an den Wochenenden konditionell Probleme bekommst. Der erste Schritt ist in den bisherigen Trainingseinheiten probieren das Beste für einen selbst rauszuholen und z.b. im Abschlussspiel auch weiter die Wege zu gehen für die man eigentlich keine Luft mehr hat.

    Alternativ könntest du nach jedem Training auch noch ein paar Intervalle für dich selbst machen.

    Der Vergleich hinkt gewaltig.

    Klar sollte einem das Trainerdasein selber Freude bereiten, aber man tut damit vor allem auch einer Vielzahl an Kindern/Jugendlichen einen großen Gefallen. Damit einher gehen natürlich viele Orga-Aufgaben, Konfliktsituationen etc. etc. die man beim Angeln/Wandern etc. so nie haben wird. Da kann man wirklich einfach für sich sein.

    Es verlangt ja auch niemand Geld dafür im Fitness-Studion trainieren zu gehen, aber sehr wohl um dort Mitglieder anzuleiten.

    In einer idealen Welt wäre es so, dass die Bezahlung des Trainerjobs einem ermöglicht die wöchentliche Arbeitszeit seines Hauptjobs von 40 Stunden auf 30 Stunden zu reduzieren.

    Leider ist dies aus den bekannten Gründen ja leider nicht möglich.

    Wie is mein Vorredner auch vorgeschlagen hat.

    Baut Felder mit verschiedenen Toren auf. Das löst nicht nur euer Problem mit der Anzahl der Tore, sondern ist auch super interessant und hilfreich für die Kinder, da sie sich immer wieder auf andere Gegebenheiten einstellen müssen.


    Es wird sicherlich Trainer/Eltern/Großväter geben denen das nicht gefällt, da es dann ja kein "richtiges" Turnier ist, aber um die geht es eben auch nicht, sondern um die Kinder.

    Habe noch ein Video, dass aus meiner Sicht in Trainerlehrgängen gezeigt werden müsste:

    Externer Inhalt twitter.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Verstehe die Message dahinter, aber ist natürlich etwas reißerisch dargestellt.

    Es stellt sich die Frage ob die Treppe am hundertsten Tag immernoch genau so oft genutzt wird, oder ob ein Sättigungseffekt eintritt und wieder die gleichen Menschen die Treppe bzw. die Rolltreppe nehmen. Ich würde auf letzteres Tippen.


    Genauso beobachte ich es auch im Sport. Da kannst du die besten Bälle, Plätze, Kabinen und sogar die besten Trainer mit dem besten Training haben, aber wenn ein Kind nicht intrinsisch motiviert ist, wird es irgendwann keine Lust mehr haben...


    Kinder die hingegen intrinsisch motiviert sind, spielen auch mit einer Blechdose auf Rucksäcke als Tore.

    Zusätzlich zu den Punkten die Constantin genannt hat ist der eigentlich wichtigste Punkt, dass man im Amateurbereich gar nicht die "Zeit" dafür hat um isoliertes Ausdauertraining zu betreiben. Um eine Steigerung der Ausdauer zu erreichen, muss man diese 2-3 pro Woche trainieren.

    Ich kann also in jedem Training isoliert Ausdauer trainieren (und habe somit kaum noch Zeit für fußballspezifische Inhalte) oder ich versuche dies in jeder Einheit in den Spielformen zu verpacken.


    Ich glaube die Frage ist somit ganz leicht beantwortet.

    Ich hoffe das war eine Regenerationseinheit um den Spaßfaktor innerhalb der Mannschaft anzukurbeln (wobei es selbst dafür mit Sicherheit bessere Möglichkeiten gibt.)

    Mal ernsthaft, jeder Kreisliga-Trainer müsste sich fragen lassen, was er denn mit der Trainingseinheit bezwecken will.

    Ich hoffe nur, es waren keine Hospitanten vor Ort, die was von Nico Kovac lernen wollten.

    Wenn ich ganz ehrlich bin, fehlen mir immer noch die Worte und mich würde tatsächlich mal eine komplette Trainingswoche oder gerne auch ein ganzer Monat interessieren um einordnen zu können was in dem Video gerade passiert ist.

    Hier sind wir eben nicht mehr im Kinderfußball unterwegs. Vielleicht sind deshalb alle Kindertrainer hier von dem Video verwirrt.

    Wie es Constantin bereits gesagt hat, hier wird die GA trainiert. Gibt es übrigens bei jedem Bundesligisten am Anfang der Vorbereitung in dieser Form.

    Ich würde eher sagen, dass die Persönlichkeit die Grundlage dafür ist ein guter Trainer zu sein.

    Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Eigenerfahrung als Spieler. Muss nicht zwangsläufig Profierfahrung sein, aber mal selber auf dem Platz gestanden zu haben und einige Situationen selbst erlebt zu haben, hilft schon ungemein weiter.


    Die Lizenzen wären dann der nächste Step der einen als Trainer weiterbringt.

    Zu behaupten, dass diese nichts bringen ist völlig vermessen.

    Auch wenn man nicht alles 1 zu 1 umsetzt, so regen die Inhalte der Lizenzen doch zumindest zum Nachdenken und Diskutieren an.

    Das trifft dann zu, wenn Du davon ausgehst, dass der wichtigste Aspekt in den älteren NLZ-Jahrgängen nur noch daraus besteht die psychologische Komponente des internen Konkurrenzkampfes bzw. des Wettkampfdrucks zu vermitteln.

    Das ist definitiv ein wichtiger Aspekt auf dem genannten Niveau.


    Dazu bieten sich alternative Spiele für die Ergänzungsspieler an, oder, was mir auch gut gefällt, die 4 Viertel, die let1612 vorgeschlagen hat.

    Also sollen in der U19-Bundesliga 4 Viertel gespielt werden und im nächsten Jahr sollen die Jungs dann in der Herren-Bundesliga unter völlig anderer Belastung performen?


    Dass die Freundschaftsspiele dann auch tatsächlich in Wettkampfintensität durchgeführt werden ist natürlich Sache der Spieler und Trainer

    Da kann man als Trainer oder Spieler im Dreieck springen. Freundschaftsspiel ist einfach nicht Wettkampf. Alleine der Erfolgs- und Ergebnisdruck ist einfach viel geringer.

    Mir ging es auch eher um die Spielpraxis und ein Interesse daran alle Spieler (eigene + Gegner) besser zu machen - und wenn da mehrere da sind umso besser (5 gegen 5 bis 11 gegen 11). Übrigens 20 min. Fußball würde den Jungs sicher auch besser gefallen als 20 min. Laufen am Ende.

    Zum Thema Co-Trainer: konzentrieren sich die Co-Trainer, die das Warmmachen durchführen dann gar nicht auf ihre Schützlinge, sondern auf das Spiel ;) - "Staff" ist da aus meiner Sicht immer genügend dabei.

    Also ich glaube hier werden Sachen aus dem Kinderfußball mit Sachen aus dem absoluten Jugend-Hochleistungssport blind zusammengeworfen.

    Das bisschen nebenher kicken lassen ist im Breitensport und Kinderfußball super, aber hier völlig deplatziert.

    Ein "Training" bei dem fünf eigene Auswechselspieler gegen fünf Auswechselspieler des Gegners ein bisschen rumbolzen hilft auf diesem Niveau niemandem weiter, weder belastungstechnisch noch als Wettkampferfahrung.


    1. Die Belastung würde viel zu gering sein, da kein Spieler 100% gibt und riskiert sich zu verletzen

    2. Es ist mehr ein Training als ein Wettkampf, daher kein Ersatz zum Spiel

    3. Spieler in diesem Altersbereich haben alle einen Vertrag und bekommen zum Teil gutes Geld für Ihren Dienst. Da kann man auch erwarten, dass man sich mit dem Platz auf der Bank mal begnügt.

    4. Hier geht es nicht um das Fördern der Breite, sondern darum 1-2 Spieler aus der Mannschaft zu Profis zu entwickeln.


    Hier also bitte mal von dem, sonst sehr lobenswerten, Gedanken lösen: mehr Ballzeit = mehr Entwicklung

    Auf diesem Niveau haben Spieler in ihrer bisherigen Karriere soviel Trainings- und Spielzeit gehabt wie die meisten Amateurspieler nicht in ihrer gesamten Karriere (inklusive Herrenbereich).

    Hier hilft nur Trainings- und Spielzeit auf allerhöchstem Niveau weiter, aber sich kein rumgebolze...

    Das führt in aller Regel dazu, dass der Spielfluss massiv zerstört wird. Die Spieler sollen im Rondo ja die Gelegenheit bekommen, dass der Ball über einen längeren Zeitraum in den eigenen Reihen zirkuliert wird. Auf diese Weise sollen sie viele schnelle Passaktionen in kurzer Zeit bekommen. Nach ca. 6 Pässen ein Tor zu schießen, ist dahingehend kontraproduktiv.

    Da es hier ja um eine F-Jugend geht, sind 6 erfolgreiche Pässe schon relativ viel. Wenn deine Mannschaft hingegen schon leistungsstärker ist, kannst du die Anzahl natürlich auf 10/15/20 etc. erhöhen.

    Es geht ohnehin nicht darum, dass die Jungs einfach irgendwie möglichst viele Pässe "sammeln" sondern dass sie Vorgaben wie offene Stellung, Vororientierung, Freilaufen, Ball nicht totstoppen etc. anwenden.

    Lieber 6/7 Pässe unter höchstem Druck und mit guter Technik als 30 Pässe ala Tip-Kick-Männchen im Spielfluss sammeln.


    Zumal es oft so konzipiert ist, dass die Tore außerhalb des eigentlichen Rondofeldes sind. Das ist für den/die Verteidiger in der Mitte aber unmöglich zu verteidigen und somit letztlich ohne Mehrwert für alle Beteiligten. Denn ein Tor ohne Gegenwehr zu schießen, trainiert nichts und macht auch keinen Spaß.

    Die Aufgabe der Spieler in der Mitte ist ja auch nicht primär den abschließenden Torschuss zu verhindern, sondern zu verhindern, dass die Außenspieler auf die entsprechende Anzahl Pässe kommen.

    Dadurch wird aggressiver angelaufen, wodurch die Außenspieler unter hohem Druck Lösungen finden müssen.

    Hierdurch wird alles spielnäher und fordernder.

    Habe voraussgesetzt, dass diese Vorgehensweise den meisten Trainern bekannt ist. Sorry...

    Ich mache gerne Rondos in zwei angrenzenden Zonen. Erobern die Verteidiger den Ball, versuchen sie, diesen in ihre Zone zu spielen, wo ihre Mitspieler sind. Dort geht dann das Rondo mit vertauschten Rollen ohne Unterbrechung weiter. Diejenige Mannschaft, die zuvor in Ballbesitz war, versucht natürlich, den Zonenwechsel zu verhindern.

    Man könnte dabei eine Art Schachuhr runterlaufen lassen. Also solange man Ballbesitz in der eigenen Zone hat, läuft die Uhr runter. Hat der Gegner den Ball oder man hat den Ball in der gegnerischen Zone, bleibt die Uhr stehen. Wessen Uhr zuerst auf 0 ist, gewinnt.

    Schöne Variante. Machen wir auch öfter. Wobei man auch hier immer wieder mal variieren sollte.

    Z.b. mal den Übergang zwischen den beiden Feldern verkleinern um ein mögliches Abfangen zu erleichtern.

    Sehr schön, aber leider erst später kennengelernt, finde ich immer noch Rondos mit Kontertoren. Also der Spieler in der Mitte kann bei Balleroberung ein Tor schießen, versuchen aus dem Feld zu dribbeln oder ähnliches.

    Sehr passend, wenn man eh Funino machen will. Dann stehen die Kontertore schon auf dem Platz.

    Am besten sollte die Ballbesitzmannschaft auch die Möglichkeit bekommen irgendwann auf ein Tor gehen zu dürfen. Z.b. nach 6 erfolgreichen Pässen o.ä.

    Dadurch haben die Jungs ein klares Ziel und du hälst die Motivation und Intensität für beide Parteien hoch.


    Ganz wichtig ist auch, die Rondos von Training zu Training immer wieder zu variieren. Mal die Spieleranzahl verändern, mal die Form des Feldes. Immer das Gleiche 4vs2 führt dann irgendwann zum oben angesprochenen Altherrenfußball

    Vielleicht kommt dann eine der folgenden Möglichkeiten für dich in Frage?:


    -> als Cheftrainer*in einer Juniorenmannschaft in der U19-Regionalliga

    -> als Assistenztrainer*in einer Männer-Mannschaft mindestens in der 4. Spielklassenebene (Regionalliga)

    -> als Assistenztrainer*in einer Juniorenmannschaft ab der U19 im Leistungszentrum eines Vereins


    Ich denke der beste Weg ist sich erstmal, unabhängig von der Lizenz, in den gehobenen Jugendbereich oder höheren Herrenbereich reinzuarbeiten und dann irgendwann nochmal die Fühler nach der A-Lizenz auszustrecken.

    Der DFB möchte eben mittlerweile, dass man viel mehr Erfahrung zwischen den Lizenzen sammelt und sich bereits vor Lizenzerwerb im gehobenen Fußball als Trainer bewiesen hat.

    Die Zeiten in denen in der A-Lizenz 90% der Trainer von Dorfvereinen kommen ist somit erstmal vorbei.

    Und da seh ich das nächste Problem: G-E jugendliche (Kinder) brauchen keine "Wettkämpfe". Kinder definieren sich in der Regel nicht über Wettkämpfe oder Leistungsvergleiche. Das ist völlig ab der natur.

    Auch wenn ich dir in den anderen Punkte zustimme muss ich dir hier entschieden widersprechen.

    Kinder suchen und lieben grundsätzlich den Wettkampf und das Messen mit gleichaltrigen.

    Ob dies immer in Tabellenform festgehalten werden muss und von einem brüllenden Erwachsenen am Spielfeldrand begleitet werden muss ist eine andere Frage :D

    aber wenn ein Verein einem Trainer nichtmal das anbieten will, würden bei mir schon alle Alarmglocken schrillen.

    wer hat denn gesagt, dass sie gar kein Geld bekommen? Geld bekommen hier im Verein auch alle, nur gibt es grenzen, einmal mMn aus moralischer Sicht und auch aus rechtlicher sicht, weil man da schnell in den Bereich des minijobs gelangt.
    Alles andere, wie Bücker, Equipment etc wird oft auch vomm Verein gezahlt, was möglich ist, wenn man ein gutes Netzwerk um den verein hat und nicht nur sponsoren, die auf den "Fame" der 1. Herren aus sind

    Naja, weiter oben hast du noch geschrieben das man für die Umsetzung eines Konzepts ja kein Geld benötigt, daher meine Schlussfolgerung.

    Rechtlich ist das alles sauber über die Übungsleiterpauschale (bis zu 250€ im Monat) geregelt. Verstehe auch nicht was du da für moralische Bedenken hast.

    Ehrlich gesagt klingt das für mich wieder nach ausreden warum ich meine Trainer nicht gescheit entlohne.

    Das ist korrekt, wenn das Konzept "Geld" vorsieht - ohne Geld, brauche ich ein anderes Konzept oder eines, dass sich selbst finanziert.

    Das mag stimmen. Allerdings ist es immer schwierig auf der einen Seite kein Geld ausgeben zu wollen, auf der anderen Seite aber den maximalen, oft auch unrealistischen sportlichen, Erfolg zu erwarten.

    Wenn die Ziele sind jede Jugend mit einer Mannschaft besetzt zu haben und ein schönes Miteinander zu haben, geht das auf jeden Fall auch ohne viel Geld.

    Oft will man ja mit diesen Konzepten aber größeren sportlichen Erfolg und das ist eben ohne Geld ab einem gewissen Niveau einfach nicht mehr möglich.


    Ob ein Konzept umgesetzt wird oder nicht, hängt übrigens nicht von bezahlten und lizenzierten Trainern ab

    Da habe ich gegenteilige Erfahrungen gemacht. Trainer die schon tiefer in der Materie drinn sind können vieles einfacher umsetzen, da schon Vorerfahrungen, Ideen und simple Sachen wie das entsprechende Vokabular einfach schon vorhanden sind.


    Aus meiner Sicht könnten einige Vereine bessere Trainer für ihre Mannschaften haben, wenn sie sich mal auf ihre Mannschaften konzentrieren würden (und das meistens auch günstiger).

    Sehe ich auch nicht ganz einfach. Im Endeffekt erwarte ich dann von jemandem (der schon mindestens 3 mal die Woche als Spieler auf dem Platz ist) noch mindestens 3 mal die Woche als Trainer auf dem Platz zu sein, für Hallenturniere gerne mal ein ganzes Wochenende aufzuwenden, sich fortzubilden, Lizenzen zu machen, Konzepte umzusetzen, sonstige Feiern und Aktivitäten zu planen und das alles am besten noch schön kostenlos.

    Ich entnehme euren Ideen bisher, dass er nichtmal den Sprit gezahlt bekommt, geschweige denn eine angemessene Aufwandsentschädigung.


    Nochmal. Die von mir genannten 200 Euro monatlich für einen Trainer sind kein supertolles Gehalt mit dem man reich wird oder mit dem man als Verein den nächsten Gurdiola von einem Bundesliga-NLZ abwerben kann, sondern eine nette Geste mit der man den Aufwand des Trainers anerkennt und wertschätzt und mit dem er sich mal eine Taktiktafel, ein Buch etc. kaufen kann.

    Von gerechter Entschädigung ist man damit immernoch meilenweit entfernt, aber wenn ein Verein einem Trainer nichtmal das anbieten will, würden bei mir schon alle Alarmglocken schrillen.

    sollte man für jeden Cheftrainer in der Jugend mindestens 200 Euro pro Monat und für jeden Co-Trainer 100 Euro pro Monat veranschlagen.

    Und genau das glaube ich nicht.
    Wenn du in deine Verein gutes Vereinsleben hast und eine gute Bindung erzeugen kanntest, findest du Vereinsintern immer genug Leute, die keine absoluten Vollidioten sind und neben Ihrer aktiven Laufbahn selber eine Mannschaft übernehmen.
    Lass in den älteren Mannschaften (C-A) Jugend das Spieler aus dem Herrenbereich machen, die motiviert und ehrgeizig genug sind. Am besten welche, auf die man ein Einfluss hat, weil die vielleicht erst in der 3-4 herrenSaison sind und man sie schon länger kennt.
    Und lass dann bei alles unter c Jugend da ältere Jugenspieler, mit vielleicht aktiven Herrenspielern das machen.
    All diese Leute werden von sich aus kein Vermögen verlangen, wenn man auf Augenhöhe mit denen spricht und ihnen seitens des vereins genug möglichkeiten gibt (Bezahlung von Fortbildungen/Lizenzausbildung, Trainingsmaterial stellen, Turniere, Unterstützung bei Mannschaftsfahrten etc.)
    Klar das sind alles Geldkosten, aber die sind leichter zu begegnen als stumpf hohe Trainergehälter zu zahlen. Da gibt es Fördergelder von der Gemeine, vom Land, vom Verband, und auch Sponsoren aus der Region, die einen immer gerne unterstützen.

    Gut möglich das man dadurch Freiwillige findet, aber ob dann dadurch immer eine gleichbleibende Trainerqualität gewährleistet ist, wag ich zumindest zu bezweifeln.


    Das Zahlen von Lizenzen und Fortbildungen ist auf jeden Fall schonmal ein guter Ansatz um mögliche Trainer zu locken, aber auch nicht ganz günstig. Die C-Lizenz kostet in Bayern z.b. um die 800 Euro.

    Und was mache ich dann wenn ein ambitionierter Trainer irgendwann die B-Lizenz oder mehr machen will?

    Diese auch bezahlen? Und dann die B+ und A+?


    Was ich damit sagen will, ist das ich auch ohne Bezahlung vielleicht kurzfristig gute Trainer im Verein haben kann, aber diese sich neu orientieren sobald sie keine Entwicklungsmöglichkeiten (weitere Lizenzen, Mannschaften in bestimmten Ligen) mehr im Verein sehen.

    Habe das oft geng bei anderen Trainern, aber auch bei mir selber festgestellt.


    Wenn ich nur Trainer habe die das nebenher neben der eigenen Spielerkarriere ein bisschen machen, gehen diese thematisch meist nicht in die notwendige Tiefe und betreiben es nicht mit dem notwendigen Engagement um gar Konzepte oder ähnliches entsprechend umzusetzen.