Beiträge von Fantomas

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    Eine Sache sollte man sich immer merken: Alles unterhalb U16 NLZ ist Breitensport. Wer sich beim ambitionierten Amateurverein so fühlt also wäre er im Leistungsfußball, der wird seinen Spielern nicht mehr gerecht...


    Natürlich sind die Jungs leistungsfähig und ehrgeizig und natürlich nimmt das Ergebnis mit höherem Niveau auch einen anderen Stellenwert ein. Aber oberstes Ausbildungsziel ist immernoch die Gesundheit der Spieler und die Freude am Spiel zu erhalten. Ich habe leider schon genug Trainer kennengelernt bei denen diese beiden Dinge nicht im Vordergrund standen.

    Hast du recht. Nicht jeder der ein Trainerjacke überzieht ist auch gleich ein vernünftiger und reflektierter Trainer.

    Mir ist das schon bewußt mit dem Begriff fand aber ich finde kein passendes anderes Wort und wir sollten keine Wortklauberei oder Wissenschaft daraus machen. Der eine sagt lieber ergebnisorientiert Breitensportverein , der andere sagt leistungsorientierter Verein.
    Für den einen ist es erst ab U16 Leistungsorientiert für den anderen schon ab der C-Jugend.
    Aber genau diese Vereine bilden ja gut aus und viele ihre Spieler sind am DFB Stützpunkt.
    Fast durchgängig spielen sie i.D.R in den höchsten Spielklassen ihres Verbands.
    Für viele Jungkicker sind diese Verein aber ein mgl. Sprungbrett ins NLZ und Traiing auf guten Niveau und dafür fiebern.
    Mir ging es eher um Erfahrung von Euch eben in diesen Vereinen unterhalb der NLZ im Vergleich zu den normalen Breitensport die natürlich auch ambitioniert sind.

    Nach 7 Jahren als engagierter Trainer im Breitensport werde ich in der neuen Saison eine Mannschaft U13 im Leistungsbereich eines ambitionierten Verein übernehmen .
    Bin sehr gespannt auf die neuen Aufgabe.
    Ich habe von F- B-Jugend alles trainiert, jedoch ging mir die Lust ein wenig verloren im normalen Breitensportverein.
    Breitensport ist mir sauer aufgestossen und ich vielleicht nicht der richtige Trainer:
    - Spieler sind unzuverlässig bei Training und Spiel
    - Eltern haben auch kaum mehr Interesse ab der C-Jugend (kaum Unterstützung bei Verkauf oder Auswärtsfahrten)
    - wenig intrinsische Motivation der Spieler trotz abwechselungreichen Training
    - wollen sich nicht wirklich weiter entwickeln , sondern einfach nur kicken bei Training & Spiel
    - hohes Leistungsgefälle einer Mannschaft, wenig Handlungsspielraum

    Natürlich hatte ich auch zwischendurch gute Teams, viel Spaß mit den Jungs auf Fahrten, Turnieren und wir haben Erfolge gefeiert aber mir hat das nicht gereicht.
    Was sind Eure positiven und negativen Erfahrung zwischen Breitensport und Leistungsbereich ab U13-U17?

    Alex82 stimme dir in den Punkten zu, wenn es eine offene und vertrauensvolles Verhältnis gegeben war so zu handeln.
    Was hat ein Verein davon, wenn man einen Spieler sperrt für 3 Monate, es sind ja keine Vertragsspieler.
    ich persönlich finde das mit der Entschädigung nur bei höherklassigen Vereinen sinnvoll. Im unteren Bereich völlig Sinnentfremdet.
    Es wechseln ja nicht nur Spieler, sonder auch Trainer entscheiden sich kurzfristig eine bessere Alternative zu nehmen und dann steht man als Jugendleiter ohne Trainer da kurz vor Saisonende. Hier gibt es ja keine Entschädigung und man kann den "Bösewicht" nicht sperren.

    Vielleicht sind wir Deutsche eben nur gut in der Perfektion von Produktionsanlagen aber soweit der Faktor Menschlichkeit und Fehlerkultur hinzukommt kriegen wir Probleme und hingen den anderen Nationen vielleicht doch ein wenig hinterher, Die anderen Nationen (unschönes Wort) haben uns in der Perfektion kopiert wohl auch z.T. überholt.
    Mein Blick auf die NLZ.
    Wir haben in Deutschland europaweit und vielleicht weltweit die beste Infrastruktur an gepflegten Fussballplätzen, Internate und und en all-Inclusive Angebot mit Shuttle Service, Elternbetreuung für die Nachwuchskicker und eine Menge Millionen Jungs und Mädels die jedes Wochenende dem Ball hinterherjagen.
    Trotz all der finanziellen Anstrengungen sind wir nicht zufrieden mit dem Output.
    Oder ganz einfach gesagt sind einfach unsere Erwartung zu hoch?

    Man muss soweit ich das beurteilen kann die Ki auch füttern so wie die Spieler und nicht gleich Wunderdinge erwarten.
    Ist ja nicht Gott, Advance Fussball, Coachingzone oder was weiss ich noch.
    Ich werde es mal auch ausprobieren. Vielleicht werd ich auch vorgeben welchen periodisch Schwerpunkt ich machen, wieviel Trainer zur Verfügung stehen , Torhüter, Spieleranzahl und vor allem welchen Schwerpunkt in der Woche, da ich ab August ein U13 Leistungsteam unterhalb der NLZ übernehme. Bei mir ist die Lust am Breitensport ein wenig flöten gegangen die letzten jahre. Immer die gleichen Probleme.

    Wie jedes Jahr gibt es ja einen regelrechten Rausch an Vereinswechsel von Kreisklasse bis Regionalliga im Jugendbereich.
    Bis E-Jugend ist es ja sehr simpel, da ohne Ausbildungsentschädigung für abgegebenden Verein.
    Mich würde interessieren wie Eure Erfahrung mit Spielern und Trainer in diesem Zusammenhang war.
    Was war positiv, negativ und was hat euch frustriert als Spieler und Trainer?
    Welche Verhaltensmuster treten immer wieder auf bei Trainer und Spieler ?
    Habt Ihr Ratschläge für Trainer und Spieler die ein Vereinswechsel vorziehen ?
    Worauf sollte man im allgemeinen besonders beachten?

    klar ohne Körperkontakt geht es eben nicht das bestreitet ja auch keiner soweit, sei es bei den Standard oder Laufduellen geht es z.T. nicht. Das ist ja auch schön und reizvoll , wenn es gute Zweikämpfe um den Ball geht. Das wollen wir doch sehen.

    ich finde auch gut, daß nicht immer alles sofort von den Schiris soweit es noch regelkonform abgepfiffen wird. Ich denke da immer an Rugby was ja rauher ist als Fussball aber dort gibt es feste Regeln und die Gesundheit der Spieler steht ganz oben.

    Hier würde ja auch viel über Gleichgewicht und Beweglichkeit und Standhaftigkeit gesprochen bei den Duellen, was seht wichtig ist, geht aber nur über entsprechendes Athletiktraining und Koordinationsübungen.

    Klassiker ist natürlich individualtaktisch sich zwischen Ball und Gegner bringen. Das kann man gut trainieren und man sollte damit früh genug anfangen ab der F-Jugend.

    Was fordert aber ein Trainer wirklich, wenn er im Training und Spiel mehr Körpereinsatz fordert? Ich denke eher , er sieht, daß sein Team die Laufbereitschaft und Intensität nicht mitbringt beim anlaufen, freilaufen, ohne Druck werden Zweikämpfe verloren durch schlechte Ballannahmen und somit direkter Zweikampf, schlechtes Passspiel und will das durch höheren Körpereinsatz kompensieren ....also ist ganz klar wo man ansetzen muss finde ich.

    Ich bin bei den Kollegen, die vor allem die intrinsische Motivation in den Vordergrund stellen. Ein Junge, in dem das Feuer brennt, wird meiner Meinung nach immer ein guter Kicker werden. Das Training mit den Kumpels auf dem Bolzplatz nimmt bei diesen Jungs einen mindestens dreimal so großen Raum ein, als Du ihm geben kannst. Selbst wenn Du dreimal die Woche trainierst. Wir können Samen setzen und einen Rahmen geben in dem die Jungs sich ausprobieren können. Aber Instinkt und Technik kannst Du nicht ausreichend in 3 bis 5 Stunden die Woche schulen, damit es für den höchsten Level reicht.

    Ganz genau. Und ich bin da auch bei Dirk Coerverfan und daher störe ich mich an Trainern die sich einfach deutlich zu wichtig nehmen. Dabei rede ich von genau dieser Altersgruppe bei der es darum geht das Feuer für diesen Sport zu entfachen. Also irgendwo Bambini bis E-Jugend. Trainer die hier eher durch ihr „PlayStation-Verhalten“ bzw. Training aus dem Erwachsenenbereich glänzen werden sich meist seltener durch eine sonderlich geringe Drop-out Quote auszeichnen. Sie mögen anfangs ganz tolle „Erfolge“ feiern, da sie auf die falschen Dinge Wert legen, aber langfristig dürfte sich das in Grenzen halten. Zumindest habe ich das in meinem begrenzten Kosmos bislang so wahrgenommen.

    Stimme dir soweit zu. Aber diese Trainer bewegen sich aber auch in den unteren Spielklassen und feiern die Erfolge wie sie kommen oder auch nicht und bei ihnen bleiben auch die Kids/Eltern die genauso ticken wie der Trainer. Alles gut soweit. Die Erfolge des Vereins sind dann entsprechend nur bis E bis max. D Jugend. Dann ist der Ofen aus. Weil der Verein auch so tickt wie die Trainer.

    wahrscheinlich ziehen die Eltern/Spieler den Reiz einer intakten C3 Mannschaft einer ungewissen C1 Konstellation oder haben gewisse Bedenken. Es geht ja nicht immer nur um das sportliche.

    Mit 2 x Training und ab und zu am Wochenende nach Plan spielen und wenig Interesse an Fussball ist die Lernkurve sehr begrenzt.
    Am besten entwickeln sich die Jungs die tgl. 3-4 Std ohne Anleitung mit Kumpels kicken oder noch eine andere Sportart machen. Wenn dann auch noch ein wenig Talent und Wille hinzukommt, dann kann das richtig solider Kicker werden. Dann klopft man sich als Trainer auf die Schulter.

    das gab es in meinen vorherigen Vereinen auch schon. Man hat es ignoriert und war froh das dort alles rund lief und auch Erfolge gefeiert wurden. Das Team war glaube ich 3 Jahre ungeschlagen. Jeder Verein brüstet sich doch gern mit Meisterschaften. Man hat auch in der E und D-Jugend versucht Spieler aus der hinteren erfolgreichen Mannschaft hochzuziehen ohne Erfolg. Man war früh das die C3 in den Jahren davor einfach gute Arbeit geleistet hat und schwup die wup in der C-Jugend brauchte man gute Kicker in der C1 um die Klasse zu halten.
    Anstatt das Team zu honorieren und als C1 MANNSCHAFT MIT TRAINERTEAM ZU belohnen wurde das Ego des JL angekratzt.

    Der Jugendleiter ging auf Konfratationskurs mit Trainer und Eltern auf nach dem Motto Jetzt holen wir wir uns mit aller Macht aber die besten Spieler aus der C3 . Man drohte sogar das man das Team aus der Spielrunde abmelden würde. Trainingszeiten wurde auf unmöglichen Randzeiten verlegt. Nein, diese Erpressung hat auch nicht nicht geklappt. Es war eine verschworne Gemeinschaft.
    Was ist letztlich passiert? Die gesamte Mannschaft bis auf 1-2 Spieler ist zu einem anderen Verein gezogen in der Nähe und wurde dort C1.
    Die haben bis zur A-Jugend alle zusammen gekickt und hatten wohl ne geile Zeit zusammen.

    Armlänge Abstand ist ein guter und wichtiger Coaching Punkt und hilft den Kids hat aber nichts mit expliziten Körpereinsatz zu tun, sondern dient dazu das man als Verteidiger nicht zu nah am Gegenspieler steht

    Also das explizit fordern ist schon krass! Es gibt Spieler die gern in Körperkontakt gehen und welche die noch Zeit brauchen und für die vileiicht Fussball nicht die richtige Sportart ist, das finden die noch frühzeitig heraus.
    Warum geben wir Ihnen nicht einfach die Zeit, warum muss alles sofort funktionieren, warum die Eile und für wenn hauptsächlich?

    Hier geht es um die Grundlagenausbildung Torschuss, Passen beidfüßig , freilaufen...usw lt. allen mir bekannt Fussballerbänden auf diesem Planeten.
    in Profibereich ? Warum muss einen jeden Trend einer Profiliga für eine E/F-Jugend anwenden erschließt sich mir nich?
    Das sind Berufsportler soweit mir bekannt und stehen unter massiven Leistungsdruck zu funktionieren gegenüber Ultras, normalen Fans, Vorstand und nicht zuletzt Trainerteam und einem neuen Vertrag alle 3-4 Jahre zu ergattern.

    ja, klassisch Wurfzettel in die Briefkästen . Man sagt auf 1000 Kontakte melden sich 1 max. 2.
    Instagram oder TIKTOK - deine Teamspielerinnen direkt ein Story oder Beitrag machen - die haben doch die richtigen Follower

    Vereinshomepage
    Ansprechen kann man nur wenn man was bieten kann, eine höhere Liga oder GUTE GEMEINSCHAFT DIE VIEL ZUSAMMEN UNTERNIMMT

    wer körperbetontes Spiel von F oder E-jugendlichen fordert ist meines erachtens selber ziemlich ratlos wie man einen ball erobern kann in einer raumdeckung oder spielen die immer noch manndeckung?

    gehe mit dir konform. Die wenigsten JL oder JW kennen doch die Spieler oder schauen sich diese an. Sind doch auch nur Ehrenämtler die eher mit Ihrem Amt stolz spazieren gehen.

    Nur so mal als Gedankengang.
    Also jeder der erstmal anfängt muss doch Erfahrung sammeln dürfen. Natürlich ist es hilfreich, wenn man ein Grundplan bekommt und sich daran hält aber auch die Umsetzung muss erstmal gelernt werden. Alles was da auf dem Papier steht hat sich ja kein Neuling sondern ein erfahrener Fussballtrainer zusammengestellt. Es geht ja nicht nur um fussballerische Inhalte, sondern auch in der Führung einer Mannschaft. Ich persönlich habe auch eine Zeit gebraucht in der Umsetzung von der Theorie in die Praxis. Obwohl im Kopf war es klar, aber auf dem Platz sieht es wieder anders aus, wenn 16-20 Jungs umd dich herumstehen und ungeduldig warten.

    Denke jeder Trainer braucht so 1-2 Jahren an Einarbeitung erstmal. Wichtiger wäre das Vereine den Neulingen (Fussball versteht ja jeder ein wenig) oder unerfahrenen Trainer erstmal jemanden an die Seite stellen, so ein Mentor mit dem er sich austauschen kann und der einem wertvolle Tipps gibt und für Fragen zur Verfügung steht. Die Frage ist nur, ob die Neulinge das auch annehmen und ob meisten Verein überhaupt eine Experten in diesem Bereich hat der das vernüntig umsetzt. So eine Art Koordinator, der die Spieler kennt und sich auch mal zwischendurch persönlich ein Bild macht vom Training oder den Spielen.

    Fantomas



    Leider ist es oftmals noch so, dass Kinder gewinnen müssen. Die Trainer fangen wieder an, irgendwelche Ausreden zu erfinden, warum ein Kind heute leider nicht eingewechselt worden ist oder oder nur 5 Minuten gespielt hat oder erst gar nicht zum Spiel mitgenommen wurde.

    Du hast es schon gut formuliert. "Die Kinder müssen gewinnen, egal wie und mit welchen Verlusten auch immer einhergehen, klingt hart aber das ist die Realität auf den Fussballplätzen landauf landab.