Beiträge von Fantomas

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    Wir unterscheiden ja Ballbesitz eigene Mannschaft und Gegner. Unabhänig der Liga oder Alters muss sich ein Spieler zu einem Gegenspieler orientieren in seinem Raum, wenn der Gegner im Ballbesitz ist. Hier kann man dann verschiedene Aufgaben für die Mannschaft mitgeben, wann der Gegner angegriffen wird. Reine Manndeckung wäre für mich, wenn er ihm nicht von der Pelle rückt und überall mitläuft. Wenn der Gegner einen sehr starken Spieler hat, macht das auch z.T. Sinn, das man einen Spieler für eine gewisse Zeit die Aufgabe gibt, diesen Spieler am Spielaufbau zu hindern. Laut Ernst Happel hat man bei einer reinen Manndeckung 11 Esel auf dem Platz. Jedoch ganz ohne Manndeckung geht es auch nicht. Hat meine Mannschaft den Ballbesitz gibt es die Devise sich breit zu machen und schnell zu spielen.

    Schwierige Situation für Trainer, Spieler und Mitspieler. ich würde bissl mehr wissen wollen. Wie groß ist dein Kader? Ist der Teamgedanke intakt? Was ist dein Ziel als Trainer für die Mannschaft? Sind die beiden Jungs schon länger im Team?

    Leidiges Thema Platzbelegung:


    PS: Wie läuft das in euren Vereinen mit der Platzbelegung?

    Bei Vereinen mit vielen Teams (eher Stadt als Land) tritt das Problem immer auf, dass man mehr Mannschaft stellt als es an Kapazitäten gibt. Keiner will natürlich auf einen Ausweichplatz vom Verein, weil man sich aussortiert fühlen würde.
    Wäre ich dafür verantwortlich, was ich zum Glück nicht bin. Ich würde einen Trainingsplatzbelegeung online stellen. Jeder kann sich eintragen (auch Doppelbelegung mgl). Im Falle einer Doppelbelegung müssen sich die Trainer untereinander einigen. Können sich die beiden sturren Trainer nicht einigen, entscheidet kurz vor Trainingsbeginn das Losglück oder auswürfeln. Ich will die Gesichter der Kinder und Jugendlichen sehen, wenn ihr Trainer (i.d.R eher Platzhirsch) demütig für die F6 den Platz räumen muss. ich würde sowas immer transparent machen, damit jeder die Konsequenzen seines Handelns deutlich spürt. Warum die Verantwortung selber tragen, wenn es geteilt werden kann. Meine Vorgehensweise wäre natürlich ziemlich extrem und Streit wäre vorprogrammiert.

    Bei uns kommen Eltern oder Jugendliche über einen Freund und wollen mal ein Probetraining absolvieren. Ich lasse fast immer mittrainieren, wenn ich vorher Bescheid weiss. Mich interessiert es in erster Linie nicht, ob er woanders schon im Verein ist oder nicht. Passt er gut uns Team (Fussballerisch und Menschlich) und es gefällt ihm, dann ist es primär seine Aufgabe es mit seinem Trainer/Verein zu klären. Die Gründe für seinen Wechselwunsch ist seine persönliche Sache und gehen mich erstmal nichts an. Wenn er das erzählen mag, ok, ich frage es jedoch nicht explizit nach. Warum die Pferde scheu machen?

    Alter der Kids? Neues Team oder schon länger zusammen? Wie lange bist du schon Kindertrainer?

    Unabhängig von der Jugend. Du brauchst sehr viel Geduld. Es gibt sicherlich tausend Möglichkeiten die Technik in einer Passübung zu trainieren und damit auch Ballannahme und - mitnahme zu schulen. Im Anschluß würde ich in der Aktivierung Spielformen wählen, wo durch Überzahspiel mit kleinen Teams genau das trainiert wird. Nicht jeder Pass ist gleich ein Pass. Vermittle den Jungs durch Coaching das Passen nicht nur nur das Abspielen ist. Meine Grundregel ist Tiefe vor Breite bei Pässen und wir ein Raum überbrücken mit dem Pass. Dreieck bilden, freie Räume besetzen.

    9 Kinder eine D-Jugend bestreiten und wie du schreibst du hast keine Lust und bist mächtig sauer auf den den Verein auf, weil es keine Zusammenhalt gibt und wohl auch vorher nicht gab. Hast das Team aus dem Spielbetrieb genommen. Nur noch Testspiele?

    Ich kenne die Situation und kann mir gut vorstellen wie du dich fühlst. Ich hab mal mit 11 Jungs eine D-Saison begonnen und mir immer wieder aus der E-Jugend Spieler ausgeliehen. Für die war es eine Ehre in der D-Jugend zu kicken. Spieler die aus höheren Mannschaften kamen, war es eher nicht so spannend bei uns zu kicken und dementsprechend auch die Leistung auf dem Platz. Pflichtaufgabe.


    Wir haben in der Liga uns im hinteren Drittel gehalten, paar unerwartete Siege geholt und das war auch meine Zielsetzung.

    Es kommt drauf an, welche Ansprüche du an deine Mannschaft und du selber hast als D1 Trainer. Bei mir haben sich in der Zeit 9 Spieler super weiter entwickelt durch die vielen Spielzeiten und darauf kommt es an. Nach dem Jahr kamen wieder neue Jungs hinzu, so das wir mit 15 Kids wieder einen vernünftige Kadergröße hatten. ich befürchte die Mannschaft wird früher oder später aufgelöst, da man immer mehr Spieler benötigt. Du kannst hoffen und auf Zeit spielen, das in den anderen Vereinen sich eine ähnliche Situation herrscht und paar zu Euch wechseln.

    Wenn das Kind aber in verschiedenen Bereichen eine differenzierte Meinung vertritt "Das Training hat heute total viel Spaß gemacht und der Trainer hat uns viel beigebracht, aber im Abschlussspiel hat der mir was blödes gesagt", dann wird an Letzerem eher was dran sein als wenn das Kind sagt "Training war scheiße, wir haben nichts gelernt und der Trainer hat nur gemeckert".

    Die Geschichte geht noch weiter. Beim nächsten Spiel noch alles im Butter. Bei langen Turnierzeiten kommt man schon mal ins Gespräch. Papa: Also, mein Sohn meinte, ich hätte ihm nichts mehr zu sagen. Trainer: Wie bitte. Papa: Du hast ihm gesagt er soll nur auf dich hören. Trainer: Ja, das war nur für das Training. Papa: nee , nee, also auch zu Hause soll er nicht mehr auf mich hören.

    Ich weiß, dass es schwierig ist, aber bei sowas darf man einfach nicht subjektiv oder emotional reagieren. Und vielleicht auch verstehen, dass es Jugendliche gibt, die Probleme mit der Interpretation haben.

    Sohnemann kommt nach dem Training nach Hause. Papa fragt: Wie war das Training? Antwort: war ok. Papa: hast du auch paar Tore geschossen? Sohn: ja klar. Trainer hat zu mir gesagt, dass ich nur noch auf ihn hören soll. Papa: Wie meinst du das genau? Sohn: Naja, du hast mir nichts mehr zu sagen. ich höre nur noch auf meinen Trainer.

    Jetzt im zweiten Jahr D-Jugend kommt das alles langsam wieder ins Lot.

    Der Bub ist mittlerweile 1,85 und das Gewicht ist jetzt akzeptabel.

    Sicherlich wird er mittelfristig kein Sixpack bekommen, aber immerhin.

    Da hat der Junge aber Glück mit der Körpergröße ca. 185 für einen 12/13 jährigen ist das schon enorm. Wenn ihr ihn im Verein binden könnt, habt ihr alles richtig gemacht. So wie du beschreibst, fühlt er sich wohl im Team. Top.

    Sir Alex, wenn man ein Plan hat, dann kann man wenige Schwerpunte kombinieren aus der Hinführung (z.B. Tannenbaum). Ein 3:2 muss ja nicht starr ablaufen in der Aktivierung. In meiner Start Stop Spielform. kann ich es von 1:0 bis 3:2 variieren mit Torabschluß als fließenden Übergang mit immer neuen Situationen für die Spieler. Kreativität und fokussiert sein im Training ist der Schlüssel.

    1) Grundregeln sind ja bekannt für meine Spieler: 1. Tiefe vor Breite 2. Zug zum Tor. Wenn wir in Überzahl spielen, gibt es im 3vs 2 immer einen freien Anspieler (freie Räume erkennen und besetzen).
    2) Wir haben doch alle Philipp Lahm bewundert als Verteidiger. Er hat das Abkappen und Eindrehen perfektioniert auf höchstem Niveau. Das Abkappen oder Eindrehen ist für mich eine einfache Form (E-Jugend) an einem Gegenspieler vorbei zu kommen oder die Richtung zu wechseln. Natürlich braucht man an guten Antritt.

    let1612 - yep- Gespräch werde ich die nächste Tage mit den Eltern durchführen. Jedoch sind sich die Eltern dessen bewußt, aber seit 1 Jahr wird es nicht besser. Beim Saisonabschluß hat jeder aus der Mannschaftskasse ein Eis bekommen und der einzige der keins essen wollte war der besagte Junge.

    Jungs aus solchen Mannschaften haben außerdem oft (nicht immer) eine völlig verzogene Selbstwahrnehmung und zehren von diesen Erfahrungen noch Jahre später in der B-Jugend-Kreisliga, mit dem Selbstverständnis man müsste eigentlich viel höher spielen weil man ja in der F-Jugend mal ein Jahr lang jeden Gegner abgeschoungs aus solchen Mannschaften haben außerdem oft (nicht immer) eine völlig verzogene Selbstwahrnehmung und zehren von diesen Erfahrungen noch Jahre später in der B-Jugend-Kreisliga,

    ja, deswegen ist auch die Integration (nicht allen) nicht so einfach von Jungs die mal höher eingestuft waren, obwohl sie dort eher bankdrücker waren und jetzt wieder aufblühen, wenn sie regelmäßig kicken.

    1. Wir wollen ja Tore erzielen. Meine Grundregeln sind: Tiefe vor Breite und Zug zum Tor + freie Räume besetzen. Wenn ein Spieler entscheidet vom Tor wegzugehen , weil Passwege zugestellt sind und er in einen freien Raum mehr Möglichkeiten sieht und dieses umsetzt gibt es den Bonuspunkt. Wenn man sich ein Vorteil verschafft mit der Aktion für sich und sein Team.

    1. Natürlich, wir trainieren ja nicht isoliert Abkappen mit Richtungswechsel, jedoch beschränke ich bei der Hinführung meist auf 2-3 Finten. in der Aktivierungsphase soll es in Spielformen umgesetzt werden. Fokussiert bleiben die ganze Zeit für mich als Trainer als auch für die Spieler.

    klar ist alles fragwürdig . f- topteams nehmen auch mal längere fahrten in kauf auf top turnieren. für einzelne spiele ist mir das nicht bekannt bei einer f-jugend. leistungsorientiere teams machen leistungstest mit mehreren mannschaften auch überregional. diese leistungsorienten teams bleiben i.d.R nur 1-2 Jahre zusammen.


    1. Jedoch kann man das nur machen, wenn man die elternschaft hinter sich hat.

    2. bei der konstellation muss ja auch ein reiz für den trainer da sein, wer zahlt für seine aufwand, verdient er mit, wenn einer ins nlz wechselt (sponsor, eltern, verein?),

    Trainer E - nehmen wir gern das Beispiel 3 versus 2 . 2 Verteidiger + 3 Stürmer in einer Start Stop Übung. Schwerpunkt Offensive trainieren in Überzahl. Aktivierung ist das Abkappen in einer andere Spielrichtung, damit die Verteidiger auseinandergezogen werden aus der zentrale und Räume geschaffen werden für die anderen Mitspieler. 1. Ball wird (Breite vor Tiefe) zentral zum Stürmer mit Rücken zum Tor gepasst. Welche Optionen hat er? Jetzt ist der Spieler gefragt. Sind die Verteidiger zu langsam ist es das erste Ziel sich mit Gesicht und Ball zum Tor zu bewegen , weil wir wollen ja Tore schießen. Sind die Verteidiger agressiv und wollen den Ball, dann kann man mit abkippen nach links und rechts mit dem Rücken zum Tor und Richtungswechsel vom Gegenspieler weg neue Räume schaffen für die nachrückenden Spieler.

    ich zeige den Spieler ein Lösungsmöglichkeit auf. Wie er das letztendlich umsetzt liegt in der Entscheidung des Spielers. Als Trainer ist es meine primäre Aufgabe den Spielern Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

    Ich habe alle Blöcke 1 Woche Kinder + 1 Woche Jugend + 1 Woche Basiswissen+ 1 Tag Prüfung in einer Sportschule gemacht. Fand ich persönlich am sinnvollsten.

    Vollpension + Doppelzimmer. Kostenpunkt: ca. 600 EUR