Beiträge von Fechter

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    Nach dem was ich so bei Spielen gesehen habe, sind die meisten Teams übercoacht. In den Halbzeitpausen werden bedeutungsschwangere Ansprachen gehalten, die die Kids garantiert nicht verinnerlichen, geschweige denn umsetzten können. Im Spiel wird auch viel Unsinn erzählt.

    Das Coaching sollte maßvoll und motivierend sein. Im Training sich in der Altersklasse auf die ca. 11 Grundsätze (Hin zum Mitspieler, wenn er in Bedrängnis ist, weg vom Mitspieler, wenn er nicht in Bedrängnis ist, den freien Raum andribbeln, dem Ball entgegen gehen, Körper zwischen Ball und Gegner bringen, Nachsetzen nach Ballverlust etc.) beschränken. Ab und zu mal eine Spielsituation einfrieren, um Stellungsfehler transparent zu machen.

    Manndeckung gibt es eigentlich nicht mehr. Vielleicht ist mannorientiert Verteidigung gemeint.

    Wen würdest du denn aussortieren? Für mich wären das:

    Neuer, Kimmich, Rüdiger, Raum, Goretzka, Sane, Baumann

    Sehe ich fast genau so. Bei Baumann weiß ich nicht. Bei Woltemade müsste man evtl. mal abwarten, ob er sich in einem Team halbwegs als Stammspieler etabliert. Für dieses Turnier war er nicht bereit.

    Kimmich finde ich als Person und Familienvater sympathisch, aber er steht letztlich für das Versagen bei den letzten Turnieren. Von ihm werden keine besonderen Impulse oder Siegermentalität zu erwarten sein. Daher ist es m.E. besonders wichtig, dass er rausgenommen wird.


    golfstrom Ja, Neuer war eine Katastrophe. Eher dünnhäutig und frustriert. Niemand der ein Team zusammenhält und motiviert. Verstehe nicht, dass er zurückgeholt wurde und auch nicht, dass er das überhaupt gemacht hat.

    Kann man alles so unterschreiben.

    1. Sehr viel gute, aber nicht sehr gute. (Hier sicher auch das Problem des Übergangs A Jugend Buli zum Profibereich)

    2. Deshalb nicht den idealtypischen Mittelfeldallrounder allein suchen, sondern auch Stürmer und Verteidiger und diese früher positionsspezifisch fördern.

    3. Ja, Löw war Weltmeister und wollte noch besser sein. Offenbar mit dem falschen, veralteten Rezept.

    4. Hier spielen gesamtgesellschaftliche Problematiken rein. Aber vielleicht könnte das auch in das Scouting als Faktor mit aufgenommen werden. Evtl. kleine Abstriche beim Talent, wenn dafür Mentalitätsvorteile erkannt werden.

    Für den Neuaufbau bedeutet dies m.E. auf jeden Fall div. Spieler auszusortieren.

    Wenn ich einen gültigen Vertrag habe, dann kostet das eben eine Abfindung.

    Dann ist das für den Nagelsmann eben nur ein Job. Braucht man nicht die Einstellung. Das Geld hat er nicht nötig.

    Aber auch kriminell dumm vom Verband, so einen Vetrag vor der WM so zu verlängern.


    Es ekelt mich wirklich an, welche Summen da oben verplämpert werden, während Du eine Elternumlage für neue Bälle machst und die Aufwandsentschädigung bestenfalls für eine Tankfüllung reicht.


    Das ist alles aus dem Ruder gelaufen. Und wenn für Spitzengehälter nur eine Minderleistung erbracht wird. Setzt das allem die Krone auf.

    Genau so. Nur Trainertausch reicht nicht. Die Spieler, die bei den letzten Turnieren mit dabei waren und es nicht gerissen haben, werden auch künftig nicht das Team nach vorne bringen. Sane sowieso, Rüdiger, aber auch Kimmich und Goretzka. Neuer ist ja zum Glück nun endlich selbst gegangen.

    Moritz33 Ich hatte schon den Eindruck, dass das lange Reinflanken auf die Zielspieler im Strafraum eine taktische Vorgabe war. Anders ist mir die stereotype Vorgehensweise nicht erklärlich. Der Trainer muss die Ideen und Kreativität auch zulassen. Durch zu starke Taktikvorgaben wird das doch eingebremst.

    Und es war eben taktisch nicht ausreichend. Hat man doch gesehen. Kann man individuell lösen, wenn jemand wie Musiala einfach durchdribbelt (er hat sich je wenigstens redlich gemüht) aber auch durch Anpassung der Taktik. Etwas tieferer Spielaufbau und insgesamt breiter spielen. Es sollte möglich sein, die Verteidigung etwas auseinander zu ziehen. Aber was weiß ich schon. Von einem Fußballlehrer mit Millionengehalt erwarte ich da ad hoc zur Verfügung stehende Lösungsansätze. Wenn es die nicht gibt, brauchen wir keinen mit dem Gehalt.

    Hatte ich vielleicht überlesen, Das geht natürlich gar nicht. Ist dann auch Aufgabe der Jugendleitung, bei so was einzugreifen, den Trainer, wenn er lernwillig ist, zu coachen oder ihn eben abzulösen.

    Aber man schüttelt ja ohnehin oft den Kopf, was man so beim Training sieht. Viele viele Kinder die Fußball spielen, aber gar nicht so viele, die wirklich gutes Training haben.

    Ich war immer der Meinung, dass Nagelsmann als Fußballlehrer eine fundierte Ausbildung hat. Außerdem ist er trotz junger Jahre ein erfahrener Bundesligatrainer. Der weiß es besser als die 80 Mio Bundestrainer einschließlich mir. Im Verbund mit Sandro Wagner habe ich da auch einen guten Spirit gefühlt.

    Daran kann man aber nicht festhalten.

    Neuer zurückzuholen war eine Katastrophe. Die Ausstrahlung von Neuer war absolut negativ. Er hat das wie einen Job durchgezogen. Nicht wie ein Weltmeister, Anführer und Motivator.

    - Kimmich auf re hinten zu langsam, teils gefährlich fürs eigene Team. Sane hat da mehrfach ausgeholfen. Kein Kapitän, ein fleißiger Arbeiter und Antreiber, aber keine Führungsperson. Integraler Bestandteil des Scheiterns bei den letzten Turnieren.

    - Sane hat zwar gut ausgeholfen hinten, aber vorne absolut ausrechenbar. Fast immer identische Laufwege. Überwiegend nicht durchgekommen.

    - Rüdiger hat genau 3 Varianten im Köcher, Rückpass auf den Torwart, Querpass zum anderen Verteidiger ohne Raumgewinn, langer Pass irgendwie nach vorne.

    - Raum ein limitierter Spieler. Selbst Gosens und Mittelstädt habe ich da als komplettere Spieler gesehen.

    - Woltemade mit seinem tricky Elfer einfach eine Frechheit. Verschießen ja, aber nicht wenn man so einen Kinderkram macht.


    Spieltaktik vor allem im letzten Spiel:

    -Den Ball kreisen lassen und irgendwann lang auf die viel zu dicht am Tor stehenden Undav bzw. Havertz. Absolut ausrechenbar für den Gegner. Die beiden zuzustellen war schon mehr als die halbe Miete für die. Das war schon armselig stereotyp. So konnte man die spielerischen Möglichkeiten wenig nutzen.

    Wenn ein Bundestrainer da keine anderen Varianten spielen lassen kann, ist das einfach ein Armutszeugnis.

    Wir haben ja nicht mal verloren, weil wir die schlechteren Spieler hatten, sondern weil wir unser Potenzial nicht mal näherungsweise ausgenutzt haben. Kann mir doch niemand erzählen, dass wir bei allen Mängeln nicht die Qualität von Paragay bei den Spielern auf dem Platz hatten.


    Charakterlos von Nagelsmann, da nicht selbst sofort seinen Hut zu nehmen. Er hat ja nun nachhaltig und eindrucksvoll nachgewiesen, dass er nicht die Lösung ist.

    Charles De Goal "Festlegung auf Positionen in der D-Jugend ("positionsgetreu") finde ich schon schwierig" hier ging es nicht um Festlegung auf ein positionsgetreues Spiel sondern um isolierte Übungen, bei denen es in der Tat wohl sinnvoll sein kann, bestimmte Positionen und Wege vorzugeben.


    Und bei der Talentauswahl denke ich schon, dass man da umdenken muss, weg vom idealtypischen, beweglichen Mittelfelddribbler hin zu unterschiedlichen Spielertypen. Das heißt nicht festlegen auf eine Position. Das heißt aber Spieler zu fördern, die eben nie ein Wirtz oder Musiala sein werden aber eben vielleicht später ein guter Vollstrecker vorm Tor oder hinten ein guter Abräumer sein können.

    fahrender Vater Das nennt man vorsätzliches Missverständnis. Das Glück der Eltern und die Freude der Kinder wurde weder kritisiert noch solches insinuiert. Und das ist Dir im Grunde auch klar.


    ruffy85 Dann war der Trainer vielleicht lernfähig. Im Übrigen kann man mit Positionstreue, vorgegebenen Lauf- und Passwegen im Kinder- und Jugendfußball recht erfolgreich sein. Es dürfte aber weitgehender Konsens sein, dass das nicht der richtige Ansatz für die Spielerentwicklung ist.

    "- ab Juli dreimal die Woche fünfzehn Minuten Platzrunden auf Zeit gelaufen werden

    - im Training möglichst 9gg9 gespielt wird"


    Das muss schlicht abgestellt werden. Punkt aus.


    Bei den anderen Punkten kann man mit einigen Variationen schon deutlich verbessern.


    Bsp.


    - Torschussübung kann m.E. zunächst positionsgetreu gemacht werden und dann kann man variieren.

    UserDX nennt so viele Punkte. Da ist auf jeden Fall eine Menge dran. Die Aufzählung legt dann aber irgendwie nahe, dass es so viele Probleme bzw. Schwachstellen gibt, dass man da ja gar nichts machen kann.

    Aber:

    Als ich jung war, gab es in meiner Gegend auch wenig Bolzplätze. Man hat halt irgendwo gespielt im Park, in einer Sackgasse. Dafür gibt es heute von den Leistungsvereinen auch ein größeres Trainingsangebot. Mein Sohn war in einer Kita mit Klettergerüst, Schaukel etc. Da konnte er sich gut bewegen, sobald das Wetter es zuließ. War bei uns definitiv nicht besser. Bei uns ist ein großer Spielplatz mit Bolzplatz. Da sehe ich praktisch keine Deutschen Kinder. Während der Platz mit Roma und Syrern etc. ziemlich gut gefüllt ist. Könnte also auch etwas damit zu tun haben, dass heute überbehütet wird.

    Dass technisch starke Kinder nicht bevorzugt werden, kann ich so nicht bestätigen. Die Verbandssichtungen legen hier in Berlin gerade darauf einen besonderen Fokus.

    Dass körperlich starke Kinder bevorzugt werden, dachte ich auch. Aber wenn ich unsere Nationalmannschaft sehe, stimmt das nicht unbedingt. Jenseits von Tah und Rüdiger fehlte mir da gegen Ecuador eher ein Stück Körperlichkeit.

    Ich persönlich denke, dass die Jugendfußballtrainer oft und vielleicht überwiegend nicht gut ausgebildet sind. Elterntrainer sowieso aber auch manche Lizenztrainer sehe ich im E-/D-Jugendbereich mit irgendwelchen langatmigen Taktikanweisungen, während die Ballan- und mitnahme wie auch der einfache Pass oder die offene Spielstellung mangelhaft ist. Basics, Basics, Basics muss die Devise lauten.

    Was hier vor einiger Zeit schon mal Thema war ist außerdem bei der Talenentwicklung früher positionsspezifisch auszusuchen und auszubilden.

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    Ein weiterer großer Punkt ist definitiv der Übergang von der A-Jugend in den Profibereich. Wo zu viele verloren gehen. Aber da habe ich keinen tieferen Einblick.

    War das schon immer so oder ist seit Corona+KI der soziale IQ komplett im Eimer?

    Kann ich toppen. Zum Trainingsauftakt der letzten Saison vermisste ich unseren Torwart. Dieser hatte ohne sich zu verabschieden gekündigt. Der Vater war sogar noch in der WA Gruppe.

    Andere Spieler standen für Spiele nur dann zu Verfügung, wenn weder ein Kindergeburtstag, noch Omas Kaffeekränzchen anstand. Wenn dann dabei auch noch recht grimmig, wenn deren Spielzeit reduziert war.

    Dank darf man nicht erwarten, dann ist man auch nicht enttäuscht.

    Und ja, das Verständnis, sich als Teil eines sozialen Systems zu sehen, das eigentlich nur dadurch funktioniert, dass man mit einer gewissen Verbindlichkeit auch teilnimmt und für das Ganze da ist, hat definitiv abgenommen. In meinem Fall war es die letzten beiden Jahre so, dass der Fußball eher wie ein Fitnesscenter Angebot betrachtet wurde, welches man halt wahrnimmt, wenn es gerade ganz gut passt.

    Und nein, das war in dieser Ausprägung nicht schon immer so.

    Wir werden das auch nicht ändern. M.E. trennt sich das auf in einen Teil, der letztlich Freizeitsport ohne besonderen Anspruch ist, also die Kinder halt bewegt und für ein paar Stunden von der Konsole wegbringt und in einen anderen Teil, der mittlerweile sehr professionell sein muss, um ein höheres Leistungsniveau zu erreichen. Viele, auch wir, versuchen immer noch den Spagat in einem kleinen Verein irgendwie dazwischen. Aber so richtig klappt das eben nicht mehr.

    Bin da bei Thomas 0815-2. Mir ist es mittlerweile auch ziemlich egal, wie die Eltern mein Training finden und habe seitdem so wenig Problem mit Eltern, wie noch nie. Das letzte mal bin ich vor zwei Jahren mit einem Vater zusammengestoßen, der vehement meinte, ich müsse mit den Kids (E1) Standards üben. Zunächst habe ich versucht zu erklären, dass ich den Wert für die fußballerische Entwicklung nicht sehe, weil die Zeit für anderes (wichtigeres) verloren geht. Mündete darin, dass ich ihm sagte, mach ich nicht und fertig. Ein knappes Jahr später, als sich sein Sohn super entwickelt hatte und wir dann auch fast alle Spiele gewonnen haben, war er geheilt. Immer freundlich.


    Zu dem Jungen, um den es geht ist mir einfach noch eingefallen, ihm bzw. den Eltern mal zu sagen, o.k., wenn er die und die Übungen kann, dann soll er mal zum zweiten Trainingstag kommen. 8 mal Ball hoch halten, um Hütchen dribbeln (nur mit dem rechten Fuß, nur mit dem Linken Fuß, nur mit den Außenseiten, nur mit den Innenseiten), paar Pässe aus der Bewegung, die auch ankommen oder nach dem Training mal 30 Torschüsse etc. pp.

    Und dann mal spielen lassen und schaun, wie er sich macht. Erfahrungsgemäß erkennen die Eltern irgendwann, dass der Junior eben nicht so für Fußball prädestiniert ist.

    Abkürzungen kann man für sinnvoll erachten oder kritisch sehen. Allerdings rechtfertigt der eine Abkürzungsweg sicher nicht den für andere. Der Weg ist ja bis zur A-Lizenz ohnehin relativ kurz.

    Eher sollte man mal über den Zugang zu höheren Lizenzen nachdenken. Ob da nicht auch nach Kontakten und Bekanntheit entschieden wird (davon gehe ich aus) und ob es für einen älteren, erfahrenen Trainer wirklich noch nötig ist, dass er selbst spielen können muss.

    das beste aus 10 Jahren Kinderfussball was ein Trainer zu meinem Sohn gesagt (G-Jugend), wenn der Ball in deiner Nähe ist geht die Post ab , mein Sohn war noch dem Spiel verduzt, da er kein Postboten gesehen hat

    Das kann ich noch toppen, auch wenn es für mich selbst etwas peinlich ist. Ich sagte neulich bei einer Spielform zu einem E-Jugend Spieler: "Lass Dich fallen." Was er dann auch sofort tat und auf dem Boden lag.


    In dem Moment war mir irgendwie entfallen, dass diese Begrifflichkeit den Jungs noch nicht vertraut ist. Ist nicht immer einfach, altersgerecht die Inhalte zu vermitteln.

    Hab das nur überflogen. Teils ja sehr detaillierte Übungen. Grundsätzlich glaube ich nicht, dass es da eine Königsübung gibt. Schon gar nicht im E-Jugendbereich. Man muss da auch einfach Geduld haben und immer wieder auch im Spiel mal drauf aufmerksam machen, wenn jemand im Deckungsschatten mitläuft bzw. steht. Irgendwann kapiert es dann der eine oder andere Spieler.

    Ich persönlich mache öfters Spiele auf Ballhalten mit Überzahl der Ballbesitzmannschaft und coache dann das Freilaufverhalten im Einzelfall. Ist aber eben auch nur ein Baustein.