Beiträge von Fechter

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    Sehe ich persönlich anders. Man kann in so einem Fall dem Jungen schon mitgeben, dass man menschlich von ihm enttäuscht ist. Das wird zwar sicher nicht unmittelbar eine Verhaltensänderung herevorrufen, aber sicher doch zumindest zum Nachdenken anregen.


    So blöd es klingt: Solche Jungs sind sich dem von ihnen sozial erwarteten Verhalten oft nicht ganz bewusst. Besonders, wenn der Junge das schon vorher mal so gemacht hat und trotzdem zurückkehren konnte. Wenn das von den Eltern (anscheinend) so vorgelebt wird, dann ist es sicher nicht schädich dem Jungen da ein bisschen das Kontrastprogramm mitzugeben.

    Das ist natürlich ehrenwert von Dir und pädagogisch zu begrüßen. Ich hatte das mehr aus der Perspektive des Trainerkollegen gesehen, der einfach mal seinen Frust loswerden muss. Und das ist ja irgendwie auch wichtig, für sich mal einen Strich zu ziehen und zu sagen, so hier ist die Linie überschritten und das lass ich halt nicht mit mir machen.

    Weg mit Schaden. Mit solchen hin- und her Wechslern wird es nichts. Menschen ändern sich meist nicht. So einen Wechsler, der nach Abgang bei uns in innerhalb eines Jahres in 2 Vereinen war, hatte ich auch mal zurückgeholt. Nach 2 Monaten war er wieder weg.

    Würde ihn nicht mehr spielen lassen und auch nahelegen, nicht mehr zum Training zu kommen, falls er das noch mal vorhatte. Würde es ihm auch gar nicht sagen, wie Du das findest. Bringt nichts. Ignorieren und möglichst schnell vergessen.

    Die ersten Spiele gehen immer hoch vorloren mit 1:12, 2:14, 3:7 usw...nach dem 4.Spiel kommt die erste Kritik aus der Elternschaft.
    Der vermeintliche Redelsführer hat noch 2-3 Eltern gegen den Trainer aufgestachelt.
    Was tun? Den Eltern erklären, daß ihre Kids nicht wettbewerbsfähig sind?
    Wart ihn schon mal in einer ähnlichen Lage und wie habt ihr es gelöst?

    War exakt so bei meinem Einstieg. Die Kritik war damals aber ertragbar oder subtiler. Tatsächlich haben wir es damals am Ende der Hinrunde geschafft, 2 besser platzierte Teams zu schlagen. Die Niederlagen mit 10+x Gegentoren waren schon nicht so angenehm.

    Derzeit, nicht mehr als Spielerpapa, läuft es ergebnistechnisch ziemlich gut. Dennoch gibt es die Kritik hinsichtlich meines Coachens beim Spiel. Im Prinzip ist es egal was oder wie Du es machst, Kritik oder Gerede gibt es immer.

    Richtig lösen kann man das wohl nicht. Eher sich eine dicke Haut anschaffen oder im Extremfall tatsächlich mal einen Querulanten entfernen.

    Also kann man wohl sagen (ich kenne mich im Leistungsfußball Großfeld nicht wirklich gut aus), dass schon ab einem gewissen Niveau ordentlich Geld in die Hand genommen wird. Ist ja grundsätzlich nicht schlecht.


    Ich denke aber, dass man ganz unten anfangen muss, den Sport zu professionalisieren oder sagen wir mal zu verbessern. Im Grunde ab der G Jugend. Nicht in dem Sinne, dass da schon mit Geld um sich geworfen wird aber in dem Sinne, dass dort professioneller mit mehr Wissen trainiert wird.

    Ich muss zugeben, dass ich früher auch manchmal meinem Sohn Sachen zugerufen habe. Mittlerweile, er spielt jetzt C im älteren Jahrgang kann ich mir ein Spiel anschauen, ohne so was reinzurufen. Und es macht sogar mehr Spaß.

    Ich verstehe auch nicht alle Traneranweisungen oder würde vielleicht manches anders coachen. Aber es ist schlicht nicht meine Aufgabe und es steht mir auch nicht zu da reinzugrätschen.

    Das, was der Spieleropa da gemacht hat, überschreitet alle Grenzen, selbst wenn Charles de Goal weniger erfolgreich tätig wäre.

    Solche vergiftenden Bemerkungen schreien nach einer Zurechtweisung.

    Beide wollen aber können irgendwie nie. Jetzt hab ich die Reissleine gezogen. Dann mache ich es doch selber.

    könnte es vielleicht sein, dass sie das Gefühl hatten, dass Du das schon machst, wenn sie nicht da sind und deswegen vielleicht keine richtige Verantwortung gespürt haben?

    Sonst hätten die sich doch wenigstens so untereinander abstimmen können, dass wenigstens einer immer verpflichtend da ist.

    Bin ein Freund des wenig Coachens. Insges fahren wir E2 damit eigentlich ganz gut. Von Elternseite, teils durchaus fußballerfahren, erfolgt nicht ganz selten ein Reincoachen. Habe ich mir schon oft verbeten. Kommt aber immer wieder. Heute habe ich tatsächlich bei zwei Eckentoren gegen uns nicht deutlich genug auf die schlechte Positionierung bzw. Zuordnung hingewiesen. Ging etwas zu schnell. Kriege ich prompt eine Bemerkung vom Spielerpapa reingerufen. Auch war ich für einige Minuten ratlos, als unsere deutliche Halbzeitführung in rd 10 Minuten in einen Rückstand umgewandelt wurde. Haben wir dann noch mal in ein Remis ändern können.

    Ich bin eigentlich der Ansicht, dass ich es halt so gut ich kann mache und eben auch Fehler mache. Ist doch klar. Aber sofort steht man unter Kritik. Ich finde, auch einem Trainer, zumal Hobbytrainer muss man doch auch zugestehen, dass er nicht alles perfekt macht. Das kann ich doch von den Spielern auch nicht erwarten.

    Steffen Baumgart

    Ich stimme seiner Aussage übrigens zu. ziel wird es nie sein, alle Spieler der U19 Buli-Mannschaft in die 1. Herren zu bekommen. Und das kann auch nicht das Ziel.

    Das ist ja auch banal, sonst könnten die ja immer nur ein Jahr erste Herren spielen, bis dann die nächsten kommen. Glaube auch nicht, dass jemand so etwas gefordert hat. Wenn es aber jeweils 1 bis 2 sind, finde ich persönlich das etwas wenig.

    Don Quijote:

    "Das kann man so nicht stehen lassen. Schau dir mal an, wieviele U19 Spieler der FCB schon in der "U23" einsetzt (statt mit denen die U19-BuLi gewinnen zu wollen)"


    Ich habe das anhand des derzeitigen A Junioren Bundesligaplatzes festgestellt, dass die in der Hauptrunde nicht dabei wären. Das muss man so stehen lassen.

    Über meine weitere Aussage kann man streiten, ob die Ausbeute an auf Buli Niveau ausgebildeten Spielern befriedigend ist oder nicht.

    Was mir gerade beim Lesen der verlinkten dfb Seite (Leistungszentren, Talentfördrung) auffällt ist, dass man da irgendwie sehr formal alles festlegen will und krampfhaft bemüht ist, modern zu sein.

    Was man für Spitzensport braucht ist nicht nur eine gute Organisation sondern gerade und auch Enthusiasmus, Herzblut, Freude, ehrenamtliches Engagement und und und. Bin mir nicht sicher, ob so was in diesen ganzen Strukturen, die so unternehmerisch wie in Großkonzernen daher kommt, vielleicht ein bissel verloren geht.

    In dieser Meisterrunde (sinnvoller Vorschlag von SE) wäre Stand heute in der A Jugend Junioren Bundesliga Bayern München nicht dabei. Das Problem sind glaube ich nicht die kleineren Vereine, die es mal schaffen, in den Junioren Regional- oder Bundesligen mitzumischen und vielleicht nicht das absolut hohe Niveau haben, sondern die ach so tollen Buli Vereine mit ihren ach so tollen NLZ, die es eben nicht schaffen ausreichend Spieler auf Herren Buli Niveau herauszubringen. Die Gründe dürften vielfältig sein, es aber dominierend darauf zurückzuführen, dass sie nicht genug Spiele auf höchsten Niveau hätten, halte ich für nicht zutreffend.

    Und in der Tat, wenn diese tollen Buli Nachwuchsteams sich vom Rest der Republik abkoppeln, dann können Sie den übrigen Vereinen noch weniger Spieler abfischen, weil die eben das Niveau dann nicht mehr haben werden. Dann werden sie sich noch mehr im Ausland bedienen müssen.

    Letztlich werden sie sich damit selbst schaden.

    1. Die Belastung würde viel zu gering sein, da kein Spieler 100% gibt und riskiert sich zu verletzen

    • Hier hilft nur Trainings- und Spielzeit auf allerhöchstem Niveau weiter, aber sich kein rumgebolze...


    Habe ich das richtig verstanden? Wenn man 100% gibt in einem "echten" Spiel, wo es ums Gewinnen geht, dann habe ich weniger Risiko mich zu verletzen, als wenn ich ein Trainings-/Freundschaftsspiel mache, in dem vielleicht die letzten 10% Leistung nicht aktiviert werden?


    An den zweiten Satz möchte ich auch mal ein Fragezeichen machen. Weiß auch nicht, wie man so etwas empirisch belegen könnte.

    Ein 100 m Läufer wird sicherlich auch nicht dadurch schneller, dass er ganz viele 100m Sprints mit Maximalleistung im Wettkampf macht. Die etwas traurige Ausbeute von 2 Spielern sollte auch mal zum Nachdenken anregen, ob der eingeschlagene Weg tatsächlich nicht einiger Modifizierung bedarf.

    Ehrlich gesagt, lese ich zum ersten Mal, dass Vereine ein Konzept haben sollen. Ich weiß ja nicht, wie das in anderen Breitensportvereinen ist, aber wir sind froh, wenn wir in jedem Jahr genügend Spieler für die Teams zusammen bekommen und als Krönung dann auch genug Trainer (irgendwelche Trainer letztlich).

    Kann oder könnte, vielleicht sollte, sicherlich nicht muss. Aber die Situation die Du beschreibst, schreit doch gerade nach einem Konzept. Nicht nach einem, wo einem Spielformen für 3:3 mit Seitenanspieler, Felderwechsel oder neutralem Anspieler nahe gelegt werden und einem gesagt wird, dass Rundenlaufen nicht mehr zeitgemäß ist.


    Aber schon nach einem, wie die Mangelsituation an Spielern und Trainern beseitigt werden könnte. Sonst geht es halt immer so weiter. Irgendwie immer so weiter machen ist sicherlich der Standardfall. Offen gesagt auch bei uns. Aber ich hätte da schon ein paar Ideen. Siehe z.B. meinen Post oben!. Und heute gibt es Internet mit Faceboobk, Instagram. Da eröffnen sich doch auch für die Spielergewinnung oder Trainergewinnung theoretisch auch Möglichkeiten.

    Ich würde ein Konzept noch etwas höher Ansetzen, also irgendwo zwischen den Vereinszielen und zwischen dem, was hier erwähnt wurde, sich aber wohl überwiegend auf die Art des Trainings bezieht. Nur mal so als Beispiele ohne Rangfolge und Anspruch auf Vollständigkeit

    z.B.

    - möglichst alle Trainer sollten eine Lizenz haben. (Also entweder anwerben und/oder entsprechend motivieren und unterstüzten, dass die Ausbildung gemacht wird.

    - Gute Bezahlung der Trainer, was wiederum erleichtert lizenzierte zu bekommen.

    - Qualitätssicherung des Trainings durch regelmäßige Trainersitzungen und Beschäftigung eines höher lizenzierten Trainers, der als Coach für die Coaches agieren kann und dann das Trainingskonzept (für das es ja viele Anregungen s.o. gibt) jahrgangsbezogen gemeinsam mit den Trainer festlegt.

    - Einstiegsgruppen für Fußballinteressierte, die eben nicht mehr G oder F Jugend sind. Ich hatte schon div. Probespieler, die ich nicht nehmen konnte, weil sie absolute Anfänger waren, denen ich aber durchaus zugetraut hätte, vielleicht nach einem halben Jahr mitmachen zu können. Nur leider haben wir kein passendes Team im Verein gefunden.

    - Athletik / Stabi / Schnelligkeitstraining durch dafür geeignete Trainer.

    - und und und