Beiträge von Fechter

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    Es liefe übrigens auch gegen den Ausbildungsgedanken, wenn man unregelmäßig am Training teilnehmenden und/oder unmotivierten Kindern die gleichen Spielzeiten einräumen würde wie denen, die immer dabei, motiviert und leistungswillig sind. Insofern kann ich die oft wiederholte Ansicht, man müsse aufgrund des Ausbildungsgedankens allen dieselbe Spielzeit gewähren, nicht teilen. Denn es hieße ja letztlich, die Guten mit Perspektive in ihren Möglichkeiten zugunsten der Mitläufer auszubremsen.

    Ich kann und will als Trainer auch nicht Ursachenforschung hinsichtlich der säumigen Trainingstage betreiben. Wer nicht da ist, ist nicht da. Und wer regelmäßig fehlt, der kann nicht davon ausgehen, dass er einen Gleichbehandlungsanspruch hat. Höchstens einen Gleichbehandlungsanspruch mit denen, die auch unregelmäßig kommen.

    Nach der WM für mich nicht erkennbar. Nach der EM wird man wohl erst am Beginn des neuen Schuljahres merken. Flüchtlingskinder hatte ich schon mehrfach seit 2017. Waren grundsätzlich relativ unproblematisch. Zuverlässigkeit und Kommunikation mit den Eltern teils etwas eingeschränkt. Zuletzt keine Flüchtlingskinder.

    Dass es fast überall nicht genügend Jugendtrainer gibt sollte bekannt sein. Ist ein altes, aber immer noch aktuelles Thema. Stichwort unzureichende Vergütung.

    Zum letzten Punkt habe ich keine Einblicke.

    Die Fragen hören sich irgendwie nicht nach Trainerkollegen an sondern eher wie für eine Schulreferat im Wahlfach Journalismus.

    Habe jahrelang mit Spielerplus gearbeitet (bei einem Team, was ich allerdings nur aushilfsweise für ca. 1/2 Jahr betreut habe Teampunkt. Die Spielintegration ist dort natürlich ein Vorteil).

    Die abgelaufene Saison habe ich es ganz ohne App gemacht und festgestellt, dass mir nichts gefehlt hat, zumal das mit den Absagen in der App dann oft doch nicht so recht bei allen immer geklappt hat.

    Manko beim Austritt von Teammitgliedern, dass die völlig verschwinden aus der App. Ich würde nämlich gerne die historische Trainingsbeteiligung nachvollziehen können, was eben nicht geht, wenn Spieler dort komplett rückwirkend raus fallen.

    Elsacron. Ist auf jeden Fall nicht in Ordnung. Fleißige Trainingsbeteiligung muss sich in angemessenen Spielzeiten widerspiegeln, gerade wenn andere deutlich weniger trainieren. Natürlich kann man die nicht in Minuten abzählen. Meiner Erfahrung nach werden aber die Trainingsfaulen an Leistung nachlassen. In der E-Jugend machen die Jungs schon deutliche Fortschritte, was ohne Training kaum möglich ist, es sei denn, die kicken regelmäßig auf dem Bolzplatz. Insofern dürfte sich das Problem teilweise auch von selbst lösen.

    Kann sein, dass es nicht überall gleich ist. Bei uns meine ich, kommt es nur auf die rechtzeitige Abmeldung beim abgebenden Verein an. Eine spätere Anmeldung beim aufnehmenden Verein ist unschädlich.

    Obwohl Du meinen Text sinniger Weise noch mal in Deinen hinein genommen hast, hast Du ihn trotzdem nicht richtig gelesen.

    Du stellst die Frage, warum kleine Spieler/Menschen zwingend koordinativ im Vorteil sind. Gerade das habe ich nicht behauptet. Man gewinnt den Eindruck, dass es Dir darum geht, hier einfach im Recht zu sein oder das letzte Wort zu haben, ohne das inhaltlich etwas erhellendes rum kommt.

    Binsenweisheiten, wie Korrelation ist keine Kausalität braucht es nicht, weil es bekannt ist. Allerdings ist so eine banale Feststellung eben auch keine Widerlegung einer möglichen Kausalität, die hier ebenso nicht behauptet wurde. Dass du ein ganz toller Trainer bist, erwähntest Du ja schon. Natürlich machst Du da nach Deinem Selbsturteil alles richtig und Deine Erfahrungen haben natürlich Allgemeingültigkeit. Für die anderen gelten allerdings die Logikregeln und man kann alles, auch wenn es langjähriger Beobachtung und Erfahrung entspricht, natürlich infrage stellen und mal in den Raum stellen, es sei wissenschaftlich nicht belegt. Hat man bis in die 70iger Jahre auch beim Rauchen gesagt, es sei nicht ausreichend belegt, dass das schädlich ist. Wir sind hier allerdings nicht bei den Alumni der Sporthochschule Köln oder der HFK Leipzig.

    P.S. beim Basketball ist es sicherlich auch reiner Zufall, dass kleinere Spieler häufig wendiger sind und eben entsprechende Aufgaben übernehmen.

    Ist natürlich nicht so. Weil die Stabilität nicht der einzige Faktor ist. Es geht auch um die kinetische Energie. und wenn da jemand 15 bis 20 kg mehr hat, ist er beim Körper an Körper eben im Vorteil.

    Im Weiteren ist es auch kein Widerspruch, dass dem Kleineren häufig koordinative Vorteile zugesagt werden. Is ja klar, das ist kein Gesetz und es gibt sicherlich Ausnahmen. Den Vorteil kann der Kleine, falls koordinativ überlegen, dadurch wett machen, dass er den Bodycheck (ja ich weiß, der ist nicht hinreichend definiert, aber 90% der Leser ist klar, was damit gemeint ist) vermeidet. Wohl viel weniger dadurch, dass er etwas stabiler steht.

    Ich muss schmunzeln, wie mit Negierem von Offensichtlichem etwas infrage gestellt wird, was man jedes Wochenende (oh nein, in den Ferien nicht, aber dann an fast allen) auf den Plätzen beobachten kann und was einfach augenfällig ist.

    3*Training ist m.E. grundsätzlich besser als 2 mal, insbesondere dann, wenn die Beteiligung an den Trainingsterminen auch gut ist. Wenn die 3 Termine dann für alle verpflichtend sind, kann es den einen oder anderen geben, für den das ein Problem ist. Stichwort Musik oder Zweitsportart. Muss man rausfinden. Ich habe es dann akzeptiert, wenn manche nur 2 mal zum Training gekommen sind, wenn das einigermaßen zuverlässig passiert ist.

    Strafen für Verlierermannschaften sind evtl. kontraproduktiv. Bei meinem letzten Team haben mir die Eltern erzählt, dass die Jungs, die verloren hatten, eh schon ziemlich down waren. Waren also mit ganzem Herzen dabei.

    Wie man aus den Jungs alles raus holt, wird Sir Alex sagen. Denn der hat ja immer super Teams. Er weiß wie´s geht.

    Bin mir nicht sicher, ob die Regelung so immer greift. Kenne das nur aus Berlin, wo der 1. FC Union verteilt über die Stadt mehrere Perspektivteams im E-Jugendbereich trainiert. Es ist m.E. kein Vereinstraining im eigentlichen Sinn. Die machen auch Spiele aber eben nicht als FC Union. Mal abgesehen davon, lief das sehr korrekt ab. Kontakt über Trainer, dann mit den Eltern.

    Lange Worte eingeschränkter Sinn. Offenbar kannst oder willst Du mir nicht folgen.

    Zu Deinen Fantasien. Die Aufforderung des Trainers wurde gehört. Brauchst also nicht spekulieren. Natürlich bin ich involviert, wenn ich dabei bin. Egal ob als Trainer oder als Vater.

    Die geschilderten Fälle sind keine singulären Ereignisse, aus denen ich Schlüsse ziehe, sondern Beispiele, die ich für symptomatisch halte. Das wird der etwas weniger emotionale Leser auch so verstanden haben.

    Und gerne noch die Gedankenbrücke, bei der ich offenbar zu Unrecht unterstellt habe, sie sei evidend:

    Die C Jugend (ich selbst bin eher F bis D unterwegs) und derartige Auswüchse sind eben die Folge so uneinsichtiger Trainer, die schon beiden Kindern der Meinung sind, die Du hier mit Verve vertrittst.

    So jetzt schau ich weiter.

    Das ist nicht Quatsch, sondern überheblich die Ansich eines erfahrenen Trainer- und Forumskollegen abzuqualifizieren.

    Habe ich jüngst erst in der C Jugend gesehen. Junge T ca 175 bis 180, ca 80 kg schwer gibt einem ebenso großen aber ca 50 KG schweren Jungen D einen Bodycheck im Kampf um den Ball. Der Junge D fliegt hin, weint und muss verletzt aufhören. Keine gelbe oder rote Karte. Weiß nicht mal, ob das als Foul gewertet wurde. Das ist Mist und wird als Körpereinsatz schöngeredet. Wäre außerhalb des Platzes vorätzliche, schwere Körperverletzung.

    Mein Sohn ist etwas stabiler unterwegs. Stürmer kommen nicht bzw. sehr selten an ihm vorbei. Gegnerischer Trainer wechselt Spieler ein, um ihn umzuhauen. Der macht das dann in Ballnähe, geht natürlich nur auf den Mann. Doppelter Armbruch. Kein Foul, das passiert halt so. Genau bei denen, die den Jungs früh beibringen, Fußball sei kein Hallenhalma. Das werden nie wirklich gute Fußballer. Gibt ja viele Gründe, warum unsere Spitze trotz der großen Menge recht dünn ist. Der gehört dazu.

    Führt halt in dem Alter dazu, dass die Kräftigen das Spiel machen bzw. bestimmen. Die schieben den kleineren einfach weg, wenn es nicht ein ganz fixer ist. Gefällt mir nicht so.

    Ich sehe gerade bei der EM, dass viele Körperkontakte, die bei Kindern und in der Kreisklasse als normal angesehen werden, zwischen den Strafräumen als Foul gewertet werden. Umgekehrt war ich doch überrascht, wieviel nicht regelgerechtes Gerangel im Strafraum wiederum akzeptiert wird. Das Umarmen des Gegners scheint da ja ganz normal zu werden. Mir gefällt es nicht.

    Bin mir nicht sicher, ob ich richtig verstehe, was Du sagen möchtest. Allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass das Zurückspielen zum Torwart nicht von alleine gekommen ist sondern vom bisherigen Trainer angewiesen wurde. Von sich aus spielen die Kids ja eher nach vorne. Ist natürlich komisch, wenn der neue Trainer das komplett verbietet, den Torwart mit einzubinden.

    ah, o.k., bei uns sind es 7+1.

    Habe fußballerisch sehr gute Erfahrungen mit kleineren Teams. Trainings- und Spielmotivation war tendenziell besser als bei größeren Teams. Damit auch intensiveres Training möglich.

    Nachteil natürlich, dass man am Spieltag manchmal zittert, ein Team zusammen zu bekommen und die Nichtnominierung für Spiele halt nicht als Sanktionsmittel hat.

    Habe gerade ein neues Team E Jugend mit 17 Jungs übernommen. Ist furchtbar.

    Bin mir nicht sicher, ob Profispiele im 11:11 den Jungs so viel sinnvolle Anregung für den Kinderfußball geben.

    Hintenrum den Spielaufbau im Ballbesitzspiel, Spielverlagerungen und dann wenn sich die Lücke auftut einen Pass in die Tiefe auf den Flügelspieler. Oh je. Bin froh, wenn sie das nicht sehen.

    Binnendifferenzierung, was für ein schönes Wort. Ist aber im Ergebnis auch nichts anderes als Teilen. Teilen kann man eben auch, wenn die Jungs in einem Team bleiben. 20 sind eh zu viel für eine Spielform. So kann man entsprechend einfache bzw. abgespeckte Spielformen und Übungen mit den etwas schwächeren machen. Habe damit durchaus positive Erfahrungen. Allerdings ohne Co Trainer kaum machbar. 20 Kids ohne Co Trainer sowieso eine Herkulesaufgabe. Aber dazu schreibt ja deirfgeis nichts.

    Weil aus 23 Spielern am Anfang noch ganze 15 Spieler für die neue Saison da sind.

    3 Spieler wechseln zu einem ambitionierten Verein und der Rest hat aufgehört.


    Gerade bei dieser Mannschaft haben wir aus Verein, sowie man Fußball in der Vergangenheit denkt, alles richtig gemacht.

    Alles richtig gemacht? Ist ja die Frage, was das Ziel war. Und wenn das der sportliche Erfolg und das hohe sportliche Niveau war, ja dann alles richtig gemacht. Und dann ist das eben so, dass Kinder aufhören, weil sie mal was anderes machen möchten oder einfach nur locker und nicht leistungsorientiert kicken wollen oder in einen noch stärkeren Verein wechseln, weil sie meinen, sie seien jetzt die Größten oder dort vielleicht tatsächlich noch bessere Entwicklungsmöglichkeiten haben.

    Wenn es das Ziel war, einfach viele Kinder zu halten, vielleicht nicht alles richtig gemacht.

    Beides geht aber wohl nicht. Wäre die Quadratur des Kreises.