Wie vermittelst du in dieser Spielform zwei zentralen Mittelfeldspielern nachhaltig, dass sie sich versetzt bewegen und seitlich anbieten sollen (falls das zu deiner Spielphilosophie gehört)? Und wie lernen Flügelspieler und Außenverteidiger das Hinterlaufen in dieser Spielform?
Ganz einfach an den Gegebenheiten die die Spielform hergibt. Durch die 3 Korridore sind die ja jeweils mit 2 Spielern besetzt,
die z.b. in angrenzende Korridore wechseln dürfen. Die Zentralen haben also die ganze Auswahl und gleichzeitig viele situative Entscheidungen zu treffen. Man coacht also das gewünschte und sinnvolle Verhalten nach Spielgegebenheiten.
Das Spiel und die Bedingungen geben hier das Verhalten vor.
Die AV und Flügelspieler sind in dieser Form ähnlich einfach zu coachen. Man verstärkt das ganze dann in dem man die Regeln anpasst, wenn man denn die Verstärker braucht. (z.b. nur Flügelspieler, die ja auch in den Mittelkorridor kreuzen dürfen, erzielen Tore, wenn ich eine tiefere Position der Zentralen provozieren will und CP brauche um Sinnhaftigkeiten zu vermitteln).
Gleichzeitig gelten die Prinzipien die immer gelten (z.b. in Gegnerischer hälfte tiefe Bälle blocken), und die ohnehin helfen, sinnhaftes Verhalten zu provozieren.
Hohe Bälle in der Spielform zu verbieten, um mehr Raumbesetzung zu provozieren etc. setze ich mal voraus.
Ich sage nur, dass es unsinnig ist, durch eine Spielform bestimmte Techniken und Taktiken zu schulen, wenn sie nicht zuerst individuell trainiert wurden
Das Thema hatten wir schon ausführlichst in einem anderen Thread und ist m.e. ausführlichst besprochen und belegt.
Diese Diskussion immer wieder neu aufzumachen das ISO Training nun mal zum Technikerwerb das Maß der Dinge sei,
halte ich für nicht mehr zielführend.
Welche Form des Trainings eignet sich am besten für den erwerb einer Fußballspezifischenausdauer? - Seite 9 - Fußballtraining - Forum für Fußballtrainer & Fußballtraining| Trainertalk.de
. Kein Jugendspieler unterhalb der Bezirksliga, der das vorher noch nie gehört hat, setzt das sofort ohne Zögern in einer Spielform mit Provokationsregeln gut um. Vielleicht haben wir da aber auch unterschiedliche Ansprüche.
Ich bezweifele das ein Spieler das nach -Trockenübungen- gut umsetzt. In der Spielform begreift er die Sinnhaftigkeit von Verhaltensweisen unter sich ständig ändernden Bedingungen. Das ist m.e. auf jeden Fall nachhaltiger. Von daher kann es durchaus sein, das wir da unterschiedliche Ansprüche haben.
Aber diese Spielform kann niemals isolierte Übungsformen mit Bewegungsabläufen ohne Gegnerdruck ersetzen, um erste Grundlagen zu schaffen. Und das sollte sie laut der Definition von Positionstraining aus meiner damaligen B-Lizenz auch nicht.
Doch kann Sie.
Ob das B Lizenz Inhalt war, und Du das anders gelernt hast, kann ich nicht beurteilen. Das heißt ohnehin nicht, das es auch stimmen muß. Funino wurde vor 5 Jahren von den DFB Trainern belächelt, die es heute lehren.
Von daher reflektiere ich gerne für mich und halte die DFB Lehre nicht ungeprüft für das Maß aller Dinge.