Die Gefahr, wenn ein Spieler grundsätzlich hoher spielt ist vor allem, dass er sich erstens überwiegend physisch behauptet, also anders agiert, als mit physisch gleichentwickelten und zweitens, dass man häufig dazu neigt, den Spieler anders wahrzunehmen, so nach dem Motto „er ist ja noch jünger, dafür ist es ok.“ Das bremst aber oft den richtigen Blick auf das Kind. Da bleiben dann Dinge unerkannt und irgendwann, wenn er in seiner Alterklasse wieder eingegliedert wird guckt er alles andere als oben raus.
Auf dem Dorf bzw. In sehr kleinen Vereinen eher nicht so das Problem und eh nur, wenn das über Jahre der Zustand ist.
100% Zustimmung. Das meine ich -mit Bedacht- auswählen. Der -hochgezogene-sollte im Jhrg darüber nicht nur mithalten sondern schon auch da zu den besten(hier nicht allein Körperlichkeit) gehören. Nur so ist das für mich verantwortungsvoll. Einem jüngeren einen Rucksack aufzubürden, den er auf Dauer nicht tragen kann, ist ohnehin verantwortungslos.
Oftmals werden Kriterien angesetzt, die man mit Talent verwechselt: Der macht am meisten Tore. Der gewinnt jeden Zweikampf. Der Spielt tolle Pässe
Könnte aber heißen : Der macht am meisten Tore (ist vllt. körperlich weiter, schneller oder was auch immer).
Gewinnt jeden Zweikampf (körperlich kann er sich einbringen, rest fehlt evtl.) Der spielt tolle Pässe (der arme kann kein Dribbling und wurde vllt. falsch ausgebildet).
Muß alles nicht sein, aber schon oft so gesehen.
Kriterien sollten u.a. sein, das die jeweiligen Ausbildungsziele der Alterklasse bereits beherrscht werden.
Das der Spieler immens lernfähig ist. (Aufgeschlossenheit neuen Übungen, schnelles Umsetzen von Lerninhalten)
Das der Spieler eine außergewöhnlich hohe Eigenmotivation besitzt etc. etc.
Und wenn man das alles bejahen kann, bleiben nicht mehr viele übrig, die im Jhrg darüber auf Dauer bestehen können.
Den anderen tun man keinen Gefallen.