Beiträge von totog

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    Trainer E Ich denke ich habe die Spielform an sich verstanden. Was mir aber noch offen ist ist das Ziel dahinter. Ball halten ist als Technik Training sicherlich ein guten Baustein, aber warum das Tor.


    Wenn du Team A aufs Tor schickst ist Team B automatisch in der Verteidiger Rolle. Wenn diese nun den Ball halten sollen ist die ganze Spielform wohl auch aufs kontrollierte spiel von hinten heraus gedacht. Ich möchte aber doch hierbei das vertikale Spiel nach vorne um aus der eigenen Gefahrenzone zu kommen. Das fehlt mir in deinem Ansatz hier noch etwas.


    Oder verstehe ich das Spiel doch noch nicht in Gänze?


    Gruß

    Torsten

    Das Coaching dazu lautet: "verteilt euch wieder." (bei Pausen, Einwürfen etc.) und klappt immer häufiger ohne explizite Aufforderung.

    Finde ich witzig da das Coaching in meiner E1 genau so lautet. Einzig ein "sortieren" z.B. bei Abschlägen habe ich noch hinzugefügt.


    Allerdings beobachte ich zur Zeit bei den Spielen mit Gegner ein "Heiße-Kartoffel"-Spiel, welches ich so im Training nicht wahrnehme. Schnell weg mit dem Ball, egal ob man gerade viel Zeit hat oder nicht. Einfach mit dem Fuß gegen den Ball treten. Wo kommt denn das auf einmal her? Ich befürchte ja, das sind die Einflüsse von außen...

    Habt ihr im Training "Passen" mal speziell behandelt? Ich habe bei meinen Spieler zwischenzeitlich ähnliches. Selbst im Nachhinein kann ich nicht sagen wollten Sie plötzlich wie die Vorbilder im Fernsehen sein oder wurde daheim "mehr Passspiel" gefordert? In Ergebnis wollten Sie einfach etwas umsetzen was Sie schlicht noch nicht leisten konnten.

    In meiner Truppe hatte sich aber nach einem neuen Trainingsblock 1gg1 und einigen besprochenen Spielsituationen wieder erledigt.


    Gruß

    Torsten

    Ich persönlich hab mir wahrscheinlich durch das Konzept von HW/Funino eine etwas bessere Entwicklung - gerade bei den schwächeren Spielern - erhofft, als sie tatsächlich stattfindet. Die besseren Spieler komnen mit Funino tatsächlich super klar und sind den Gegner tlw. spielerisch (nicht unbedingt technisch) sogar überlegen.

    Einen ähnlichen "Frust" hatte ich auch, muss ich zugeben. Das liegt aber in erster Linie an unseren eigenen (überzogenen) Erwartungen.


    Ich schließe jetzt mal von 90% der Vereine, die ich kenne und die hier beschrieben werden, auf dein Team. Die "guten" Spieler sind jene die auch abseits des Trainings mal einen Ball am Fuß haben und vielleicht sogar mit Freunden kicken. Damit holen sich diese Kinder viel Wiederholungen welche du gar nicht beeinflussen kannst.

    Im Gegensatz dazu spielen die "schlechteren" Kinder, abseits von Training, eher selten Fußball. Die Wiederholungen beschränken sich somit auf das von dir gelenkt Maas.


    Vergiss aber bitte nicht, wir Trainer können nur Ideen geben, die Wiederholungen holen sich die Kinder im Spiel. Das ist bei den "Freundekickern" mehr als bei anderen. Daher werden deine Tipps auch schneller angenommen. Die andere Option ist eben diese Kinder weniger zu fördern und nur auf die guten zu setzen.

    Die Begrenzte Anzahl an Wiederholungen ist in meinen Augen der Grund dass sich vieles erst mit steigender Lerngeschwindigkeit auszahlt. Und das "goldene Lernalter" ist für einen F-Junioren Spieler nun mal weit entfernt. Dennoch hilft es enorn bereits vorher auf den Weg zu setzen da dann vieles bereits bekannt ist und die dann normale Vorbehalte der Kinder nicht erst überwunden werden müssen.


    Gruß

    Torsten

    Goncare Ich denke du sprichst einen sehr wichtigen Punkt an der, auch in meinen Beiträgen, bisher fast untergegangen ist. Wenn ich die Kinder abholen kann, was mit den von dir angesprochenen Erklärungen sehr gut geht, ist vieles leichter. Auch wenn dies einem Kampf gegen Windmühlen gleicht. Denn die Kinder hören zu hause und in der Schule anderes, weshalb man der Gespräche mit den Kinder nicht müde werden darf.


    Gruß

    Torsten

    Es geht um bewusstes Einrücken und das hier angesprochene Dogma-Ähnliche an der Linie kleben bis zur Toraus Linie.


    Eben gegen den Hang zur Mitte weise ich meine Kinder auf auf die beschränkten Möglichkeiten im Miteinander hin wenn alle auf den selben Ball laufen. Was im Kleinfeld wiederum dazu führt dass viele an der Linie draußen bleiben. Da wir aber im Grundlagenbereich sind ist das für mich bereits ein Erfolg, auch wenn ich später wieder davon abweichen möchte. Ich sehe aber den Punkt, wenn die Abstände aus dem Kleinfeld später etwa beibehalten werden ist die Raumaufteilung nicht die schlechteste.


    Ein Bleib auf der Linie ist aber, bei ähnlichem Ergebnis, der falsche Ansatz. Der Fokus sollte auf den Abständen liegen, welche wir auch mit Wein in vielen Übungen erlernen wollen.


    Gruß

    Torsten

    Ich kann mir bei den ehrgeizigen Kinden und vor allem Eltern die ich in der F-Jugend schwer vorstellen das sie es hingenommen haben das man in „wichtigen“ Spielen den schwachen Spielern dieselbe Spielzeit gegeben hat wie den starken Spielern und dadurch Spiele verloren gehen.

    Meine Ehrfahrung war als ich in der G-Jugend allen Spielern möglichst gleich viel Spielzeit gegeben habe, das da weder die starken Spieler für Verständnis hatten warum sie dadurch verlieren noch die Eltern der besten das lange mitmachen.

    Und ja, ich habe versucht das allen Eltern zu erklären das es in der Altersklasse es nicht in erster Linie darum geht zu gewinnen sondern jedem eine Chance zu geben sich zu entwickeln.

    Schade das zu hören.

    Im Nachhinein kann ich auch nach vielen folgenden Elterngesprächen sagen dass zwei Dinge ungemein geholfen haben.

    A) Der Trainerschein in Kombination mit geplantem und strukturiertem Training

    B) Ein fester "Wechselplan" der in Papierform bereit vor dem Spiel vorhanden und (zufällig) auch für alle einsehbar war


    Zu A)

    Ich habe nach meinen Trainerscheinen das Training nicht wirklich verändert. In den Augen der Eltern hat sich jedoch die Wahrnehmung enorm gedreht. Ein Argument "Nach dem DFB Ausbildungskonzept..." wurde plötzlich als die große Wahrheit anerkannt. Vorher war das selbe nur etwas was "Er" sich halt aus dem Internet gezogen hat! - Papier und Titel blenden in unserer Gesellschaft leider über vieles hinweg.


    Zu B)

    Auch wenn ich hier häufig belächelt wurde habe ich vor jedem Spiel einen Plan gemacht wer wann raus und wann rein kommt. Das hatte zwei Vorteile. Die Eltern hatte wohl das Gefühl ich habe so etwas wie einen Machtplan. Ist zwar Blödsinn, ich habe das aber nie aufgeklärt. Und zum anderen konnte ich "spiel entscheidende Wechsel" im Nachhinein (auf Papier) begründen.


    Mit der Zeit habe ich natürlich gelernt das es (für die Eltern) am besten ist wenn die besten Spieler zu Beginn und zum Ende einer Partie auf dem Platz stehen. Dann konnten wir es zum Ende noch mal ordentlich knapp gestellten, usw. Und erneut bringe ich hier auch den Verein an sich wieder ins Spiel. Wenn man der einzige oder erste Trainer ist der auf dieses Konzept setzt ist es doppelt schwer. Der Ansatz, jeder spielt, wird bei uns aber bereits seit 6 Jahren verfolgt. Ich habe es darauf aufbauend nur noch in Organisierte Bahnen (Funino usw.) gelnkt.


    Gruß

    Torsten

    Wie kommen denn eure Kinder allgemein mit dem "großen" Spiel gegen eingeübte Gegner klar, wenn ihr das im Training nur wenig übt?

    Gehe davon aus dass die Spiele bis in den Altjahrgang E-Jugend oder Jungjahrgang D-Jugend nicht durch das Training, sondern ausschließlich durch das zur Verfügung stehende Spieler-Material gewonnen oder verloren werden. Den (oder die) guten Spieler hast du eben im Kader oder nicht.
    Erst in den höheren Altersklassen wird sich ein "Training für alle" auszahlen. Dann kann plötzlich der Gute nicht mehr alles alleine machen da jeder Gegner nun plötzlich ausreichend Spieler hat die diesen auch mal stoppen können. Und dann fehlen plötzlich die Mitspieler die bisher nur den Ball abgeliefert haben.


    Und ja, das ist langer und wortreicher Weg mit vielen Erklärungen, Diskussionen und manchmal auch Frust. Aber alle deine Spieler werden über kurz oder lang auf einem Feld (Großfeld) spielen welches alleine räumlich keine one Man Shows mehr zu lassen. Und hierfür legen wir (Kleinfeldtrainer) die Grundausbildung - siehe DFB Konzept.


    Gruß

    Torsten

    Erlebe ich übrigens auch bei den Kleinen - Trainer haben mehr Ballkontakte als die Kinder vor dem Spiel.

    Genau dass war einer der ersten Ansätze dich ich in unserem Verein eingebracht habe. Was auch sehr schnell gefruchtet hat.


    Bei extremen Trainerkollegen mache ich mir auch heute manchmal noch den Spaß und fragen den Kollegen bei Spielbeginn "ob er denn nun warm ist?". Auf den meist verdutzten Blick folgen dann noch die Erklärung "schließlich hattest du viel mehr Ballkontakte als jeder deiner Spieler!".


    Bei vielen merkt man in den Minuten danach schon eine gewisse Aktivität im Oberstübchen. Und bei ein paar wenigen hat sich den letzten Jahren hier sogar etwas verändert. - Fest steht für mich, wenn ich die Ausführung den Kindern nicht alleine zutraue, oder zutrauen kann, ist die Übung für das Team falsch. Und das gilt vorm Spiel noch viel mehr als im Training.


    Gruß

    Torsten

    Nochmal, wir sind hier in der Thematik Kinderfußball. Bis zum 9 gg 9 habe ich bis auf einzelne Ausnahmen (NLZ) noch keine Mannschaft im KiFu erlebt, die raumbezogen verteidigt. Alle verteidigen Mann gegen Mann. D.h. mit einem breit stehenden Außen ziehe entweder einen Verteidiger raus oder aber (falls der Verteidiger pennt) entsteht eine Anspielstation.

    Ich denke dass dies im Bereich Kinderfußball ein guten Ansatz ist und verfolge ähnliches.


    Dazu gilt es das ganze für die Kinder eben einfach zu gestalten. Satz "wenn du auch noch zu Ball läufst kommt noch ein Verteidiger dazu!" ist denke ich hier auch für Kinder in der E-Jugend nachvollziehbar. Genau wie der Ansatz aus den Wein'schen Übungen, zum Passen sollten die Spieler nicht aus einem Fleck, sondern mit etwas Abstand voneinander stehen.


    Übertrage ich das nun aus ein typischen Kleinfeld Spiel decken zwei Spielen mit 8-10m Abstand zueinander schlicht die ganze Breite des Spielfeldes ab. Führt also eine Spieler den Zweikampf links steht der nächste (mit etwas Abstand) bereits (fast) in der Mitte des Feldes und der nächste wieder (fast) an der rechten Außenlinie. Werden diese Passoptionen gefunden entsteht sofort eine neue (meist gefährliche) Spielsituation. Ich habe zwar von meinen Kindern noch nie ein "bleibt außen" gefordert, ein "denkt daran nicht alle zum Ball zu laufen um auch Pässe spielen zu können" kommt dem aber schon sehr nahe.


    Ein bewusstes "Einrücken", vor den Toren enger werden, usw. sehe ich erst in den nächsten Schritten und somit nicht im Bereich heran führen.



    Ich stimme aber AKjfv zu dass diese "Grundform" häufig auch noch in Altersklassen mit "Parolen" gelebt wird in denen Situatives Handeln und eine fortgeschrittenere Ausbildung tragen sollte.


    Gruß

    Torsten

    Ich kann euch nur raten: behandelt eure Spieler nicht wie Babys, die sind nicht so dumm wie ihr evtl. denkt. So langsam habe ich das Gefühl, das es von sehr vielen eine Schutzbehauptung ist, das es egal ist ob man gewinnt oder verliert. Wenn ihr selbst eine Truppe hättet die mega stark ist, dann würdet ihr bestimmt nicht sagen, verliert ruhig, damit die Gegner nicht am ende weinen. Denn die guten wechseln dann in naher Zukunft, die wollen den Kinderkram nicht mitmachen, somit bleiben die Kids die lieber Sandburgen bauen als beim Training mal 110% zu geben. Und wenn ich die guten (besseren) halten kann, kommen auch wieder mehr und andere Spieler zum Verein und das ist am Ende gut für den Verein.

    Ich habe vor 2,5Jahren begonnen meine damalige F-Jugend "bewusst zu schwächen!" indem ich die zwei Überflieger auch gerne mal draußen gelassen habe obwohl das Spiel auf der Kippe stand. - Klar gab es anfangs Ärger weil bisher alles gewonnen wurde (zwei Überflieger in der F, sagt alles). Dennoch konnte ich jede Niederlage (auch hohe) vor den Eltern begründen (ja das musste ich oft) und den Kindern verkaufen. Und ja, es gab Tränen weil die Kinder lieber gewonnen hätten, und ja es gab sehr viele Zweifler hinsichtlich Funino, Wein und allem anderen.


    Aber sowohl die Kinder als auch die Eltern blieben alle bei der Stange, die Eltern sagen heute weil ich ein Konzept hatte das Ihnen einleuchtend erschien und die Kinder weil (fast) jedes Training und viele Spiele dennoch Spaß gemacht haben. Zur Einordnung, wir wurden in drei der letzten fünf Runden letzter bzw. Vorletzter. Letzte Herbstrunde (E1) dann dritter.

    Der (2007er) Kader ist in dieser Zeit von 9 auf dreizehn Kinder angewachsen. Vom besten des Nachbarverein bis zum Komplettanfänger ist hier alles vertreten.


    Stand heute haben aus meinem Team nun vier Spieler gute Chancen in den Förderkader ausgenommen zu werden (Einschätzung des Stützpunktleiters nach den letzten Spielen) und wir spielen derzeit in der besten "Zusammen geteilten" Runde. Nachdem ich am Samstag meine (jetzt) vier besten im ersten Runden spiel dieser Einteilung für insgesamt 24 Minuten gemeinsam vom Feld hatte fielen 2 von unserer Tore ohne deren Zutun. (Endstand 4:0). Daraus schließe ich nun dass sich jede Minute Spielzeit welche Max und Moritz in den Spielen mit Niederlagen erhalten haben, für den Verein und das Team, auszahlen werden!


    Erzähle mir also bitte nicht dass Kinder nur gewinnen kennen und dass viele hohe Niederlagen zum Vereinstod führen werden. Die Fragen hierzu ist schlicht, wie wird all das (vor-)gelebt und verkauft. Planloses Handeln würde bei selbigen Ergebnisse sicherlich zu dem von dir prophezeiten Ergebnis führen. Es geht aber auch anders und genau hier liegen sehr viele Chancen verborgen. Aber klar, der Verein und der Trainer müssen den Weg vorleben! Nach jeder Niederlage missgelaunte Trainer sind hier sicherlich der falsch weg, aber leider viel zu häufig zu beobachten!


    Gruß

    Torsten

    let1612 Zum Thema Personaler, ja. Und die Antwort lautet meist ähnlich. "Die Verpackung ist aussagekräftiger als der Inhalt!" Papier ist geduldig, die Form oder auch die Gestaltung sagt aber (häufig) viel über den Ersteller aus. Kopie von der Stange oder kostenloser Download, Innovativ, Querdenker, ... . - Und auf nichts anderes habe ich hier verwiesen.


    Zum Thema Trainer gebe ich dir Recht dass viele anderes handeln als Sie reden. Somit schränkt sich die Auswahl aber auch auf die Bekannten "Zugvögel-Trainer" ein, welche bereit 3 von vier Nachbarvereine trainiert haben. Diese konnte ich in der Regel schon oft beobachten. Wenn ich aber jemand anderen möchte bleibt ein Restrisiko nicht aus.


    Gruß

    Torsten

    KaiMane

    Auch wenn es verlockend ist, von einer Vorlage eines Konzeptes würde ich absehen.


    Du beschreibst DICH. Und das im Idealfall in der Form welche dir am besten liegt. Sehe das ganze als Bewerbungsmappe, ähnlich der Berufsbewerbung. Kurze wer bist du, was hast du bisher gemacht (hier würde ich auch das Berufliche anreisen, aber den Fokus aufs sportliche setzen) und wie siehst du Fußball und die Ausbildung hierzu im allgemeinen.
    Der Trainer unseres Herrenteams (zuvor bereits Groß- und Kleinfeldkoordinator in Vereinen bis zur 2. BuLi in Österreich) hat hierzu das Verbandskonzept (DFB der lange Weg) aufgegriffen und die vor und Nachteile aus seiner Sicht beleuchtet.


    Im letzten Teil würde ich dann auf das neue Team oder die neue Aufgabe eingehen und es speziell für den Verein gestalten. In dieser Altersklasse würde ich .......... als Schwerpunkte setzen. Für das aktuell Team sehe ich ....... als Kernpunkte zur Verbesserung. usw.


     
    Um den Bezug zur Bewerbungsmappe nochmals aufzugreifen. Hierzu hatte ich bereits tolle Powerpoints, aber auch einwandfreie Papier Bewerbungen auf dem Tisch. Das wichtigste hierbei war einfach dass es authentisch war. Daher gestalte es so wie du es dir vorstellst. Das zeigt allein schon gut wer du bist und wie du arbeitest.


    Grüße

    Torsten

    Die wollen dich, wollen aber ein Konzept von dir - klingt für mich komisch. Kennen die dich oder kennen die dich nicht? Ich würde da nicht extra ein Konzept erstellen.

    Das Konzept sollten doch die Vereine haben und die Trainer richten sich nach den Vorgaben des Vereines.

    Ansonsten richtet sich doch dein Konzept nach der Mannschaft.

    Ich denke das Konzept Thema ist keineswegs nur auf den Verein beschränkt. Gerade in den höheren Spielklassen (auch Jugend) und generell im Herrenbereich.


    Natürlich läuft das oft ohne Papier, aber ich kenne derzeit keinen Verein und keinen Trainer welche sich nicht vor der Verpflichtung über das aktuelle Team, die sportlichen Ziele und die persönlichen Ansichten zur Erreichungen hierzu unterhalten haben. Natürlich läuft das im Herrenbereich häufig in der Form dass der neue Trainer 2-3 Spiele der Mannschaft ansieht und dann (oder auch während dessen) ein Gespräch mit den Verantwortlichen stattfindet. Das Ergebnis wird dann oft mit "wir haben schnell gemerkt das es passt!" beschrieben.


    Und selbst wenn ich einen Trainer im Umgang mit seinem derzeitigen Team kenne würde ich mir seine allgemeinen Ansichten zum Fußball und zum Training anhören. Wenn ich ggf. noch die Wahl zischen mehreren Kandidaten hätte, was im höherklassigen Junioren Bereich nicht selten ist, würde ich vorab eine Selektion durchführen. Und genau in diesem Bereich kommt das Vereinskonzept wieder zum tragen. Im Idealfall findet sich ein Trainer welcher mit seiner persönlichen Ausbildungsphilosophie deckungsgleich zu unserer Vereinsansicht liegt. Die Wahrscheinlichkeit dass unser Konzept somit ohne große eingriffe von außen weitergelebt wird wäre wohl deutlich größer.


    Und natürlich greift all das nur wenn der Verein eine Auswahl zu treffen hat. Der Dorfverein XY welcher den Trainer nehmen muss welcher sich die Truppe zumuten will braucht all das nicht.


    Gruß

    Torsten

    Als Gruppen-Spielformen bietet sich alles an was mit Farben, Zahlen und/oder Reihenfolgenn zu tun hat. Passfolge vom blauen Ball ist wie begonnen, der rote läuft entgegengesetzt. Mit zwei bis drei Bällen pro Farbe wird das enorm fordernd.


    Spiele mit der Wahrnehmung. Wenn die Jungs einen Ball am Fuß haben ist der Fokus zuerst mal "unten". Gib also deine Kommandos nur noch über Handzeichen => Oben und unten laufen somit unterschiedliche Programme!

    Auch schnelle Richtungswechsel mit Ball, Steigerung wieder auf Handzeichen fordern die Birne.


    => Einfache Spielformen z.B. Ballhalten im 6gg6 mit vier farbigen Teams und die Zusammengehörigkeit der Farben ändert sich. (rot+grün vs gelb+blau und dann anders)

    => Ebenso sind Spielformen auf wechselnde Pass-Tore möglich. Einfach ein Feld mit unterschiedlichen Hütchentoren und du gibt die Signale welches gerade zu bespielen ist. Durch die Geschwindigkeit der Wechsel erzeugst du immer neue Situationen.

    => Spielformen im Quadrat und auf dein Kommando (Fingersignal) muss der Spieler innerhalb von 5 Sekunden auf Tor abschließen.



    Wichtig ist in meinen Augen nur dass die Spieler solche Dinge auch bereits aus dem Training kenne. Zum einen dauert die Organisation deutlich weniger Zeit und zum anderen ist es immer schwer, gerade in dem Alter, mit neuem zu Beginnen.


    Gruß

    Torsten

    Von einem ganz allgemeinen Konzept für jeden würde ich ab raten. Um welche Spielklassen geht es denn in deinem Fall.


    Beschreibe dein Verständnis der Herausforderungen in diesen Spielklassen. Das kann in den untersten Klassen allem voran die Motivation zum Trainingsbetrieb, das handhaben diverser Probleme mit Schicht und Schule oder aber auch das Überbrücken von Zeiten ohne neue Jugendspieler sein. Also schlicht aus dem vorhandenen das beste zu gestalten. In höheren Klasse wäre es wohl viel mehr auf ein Spielsystem bezogen.


    Beschreiben deine Kernpunkte, was ist dir für die Spieler wichtig und was möchtest du erreichen und vergiss dabei den Hintergrund des Vereins nicht.


    Um zu zeigen dass du dir hierzu auch Gedanken machen kannst biete ein paar "Musterübungen" oder ganze Einheiten mit Erklärungen warum du diese Dinge für den Verein oder die Spieler für wichtig erachtest.


    Gruß

    Torsten

    Chris3400 Ich trainiere zwar derzeit nur bis zur D-Jugend, das Aufwärmprogramm sieht in den Grundzügen bei allen unseren Mannschaften ähnlich aus.


    Genereller Ablauf ist folgender
    Ankommen - Aktivieren - konzentrieren


    Zwischen meinen Teams und einer C-Jugend bleibt sicherlich der Unterschied der höheren körperlichen Komponente. Aber vor der ewigen Diskussion zum Dehnen ist der Unterschied in meinen Augen eher in der Komplexität der Übungen und der Ausführungen vorborgen.


    Isolierte Passübungen machen wir kaum, zumindest geben wir keine vor.


    Ein beispielhaftes Programm meiner D-Jugend letztes Jahr sah wie folgt aus:


    Ankommen 5-10min:

    Ähnlich wie bei Counterpressing sollten die Spieler die Zeit haben sich auszusprechen und sich "an die Bedingungen zu gewöhnen". Daher 5-10min selbst Beschäftigung mit dem Ball. Passen, Jonglieren, usw. => Einzige Vorgabe "keine Schüsse aufs Tor". Das gilt bei uns immer, auch im Training, und hat zum einen die Komponente fehlende Erwärmung der Muskulatur und auch Verletzungsgefahr anderer wenn alle aufs Tor Bolzen.


    Aktivieren 10-15min:

    Hier läuft in den meisten Teams ein Fifa 11plus Programm oder, ähnlich wie im Video, ein allgemeines Bewegungsprogramm. Gegen Ende steigern sich die Übungen aber bereits auch im Kognitiven Bereich z.B mit Zusatzaufgaben für die Hände oder Ansage der Übungen durch zahlen oder Farben.


    Konzentrieren 10-15min:

    Hierbei kommen diverse Spielformen zum tragen welche in erster Linie die Birne aktivieren und fordern sollen. z.B. auch drei Farben Spiel mit mehreren Bällen usw.

    Wichtig ist hierbei, die Kinder sollen gefordert (aktiviert) aber nicht überfordert (blockiert) werden. Wenn das Chaos also zu groß ist besser eine Stufe zurück und das ganze z.B. ohne Ton oder schneller.

    Hierbei können auch ganz einfach Schwerpunkte aus dem Training nochmals aufgegriffen werden, wichtig ist aber dass der Kopf und somit eine entsprechende Komplexe Aufgabe eingebaut wird. Das kann aber auch eine Passfolge oder Aufgabe vorm Start der eigentlichen Übung sein die entsprechend schnell Variiert wird.


    Sollte dann noch Zeit verfügbar sein geht es aufs Tor. Das muss aber in meinen Augen gar nicht sein. Die Spielformen bieten ausreichend Ballkontakte.


    Einfache Passübungen würde ich in diesem Ablauf in den ersten Teil setzen. Aber Varianten kann ich die hier, aus Mangel an erfahrung, keine geben.


    Gruß

    Torsten

    Chris3400 worum ging es dir dann in der Frage genau? Willst du deine Routine verändern? Wenn ja, was soll verbessert werden? Aufmerksamkeit, Körperliche intensität, ...?


    Counterpressing91

    Ich habe bei Spielern ab der D1_Jugend sehr oft das Gefühl dass bei "freier Beschäftigung" in erster Linie Formen gewählt werden bei denen der Kopf Pause hat. Das kann sehr gut am Anfang passen, aber zum Spiel hin würde ich die Spieler und deren Köpfe mehr in den Fokus holen. Deshalb mein Hinweis.

    In deinem Ablauf ist aber genau dies sehr schön gegeben. Vom Beschäftigen mit möglicher Unterhaltung hin zur Brain-Aufgabe mit Ball. Gefällt mir.


    Gruß

    Torsten

    9 Jahre alt.

    Rhythmus? Spielpraxis?

    Naja, ich würde es vielleicht etwas anders definieren.

    Den Willen und das Selbstvertrauen um aktiv am Spiel teilzunehmen.

    Dies kriegen Neulinge jedoch nicht in einem Testspiel oder Punktspiel im 7vs7 wo sie mitunter minutenlang ohne Ballkontakt auf dem Platz stehen.


    Es bring den Anfänger deutlich mehr wenn du im Training Funinio oder andere Spielformen mit kleinen Teams spielen lässt. Durch die höhere Anzahl an Ballaktionen können deine Spieler erst dieses Selbstvertrauen entwickeln.

    Damit ist eigentlich alles gesagt!


    Auf eben diesen Punkt wollte ich hinaus. Ihr trainiert zweimal die Woche und wollt zusätzlich zum Rundenspiel noch ein weiteres machen! Respekt vor eurer Familie und eurer Freizeit, aber erwartet bitte nicht dass dies bei allen Eltern und Kindern so ist.

    Wenn es um Fördern geht nehmt doch den besten weg und der lautet nicht 7vs7, für keinen der kleinen. Wenn es aber um Anpassung an die (schlechte) Spielform geht versteckt dies nicht unter dem Mantel der Förderung. Am ende steht nur der Erfolg in der Runde im Vordergrund. Und hierbei ist es egal wie ihr den Erfolg für euer Team definiert, sei es nun erster oder nicht auf die Mütze bekommen. Das Resultat bleibt ein Spiel zur Anpassung ans 7vs7 und eine vergebene Chance der optimalen Entwicklung. Denn selbst wenn alle Kinder beim Spiel anwesend sind werden die wenigstem vier Termine pro Woche stemmen können und somit fehlen die Spieler im Training.


    Btw: Die Oberliga Truppe hier in der Gegend trainiert vier mal die Woche, plus Spiel. Wäre vielleicht ein Ansatz für die U10 bei euch. Ist ja nur ein Termin mehr!


    Gruß

    Torsten

    Da weiss jeder was er brauch..Flugbälle..kurze Pässe etc.

    Bei den C-Junioren, echt?
    Unsere C-Junioren wissen, oder meinen zu wissen was sie wollen. Aber es macht sicher keiner was er braucht. Allein eschon deshalb weil ich dann etwas wie eigene schwächen eingestehen müsste. Daher würde ich in diesem Alter schon ein festes Programm vorgeben.


    Aber einfache Passübungen sehe ich auch nicht als Zielführend. Viel mehr kleine Spielformen wie das Rondo oder gerne auch Dinge wie Drei-Farben-Spiel. Hierbei wird auch der Kopf aufgeweckt und aus dem Alltag abgeholt.


    Gruß

    Torsten

    Dieses Jahr sind alle ausgefallen, d.h. wir hatten faktisch noch kein Testspiel. Die wurden auch Wochen vorher abgesagt.

    In den Ferien dazu nichts(Auch kein Training), Wenn Feiertage anstehen wie an Ostern , machen wir auch nichts.

    Da ist schon arg viel Freiraum, da sollten es die Eltern schon mal hinbekommen, an 1 stundigen Testspiele teilzunehmen.

    Schon mal an das eigene Bild nach außen gedacht? Ist nicht böse, aber wenn wegen jedem bisschen das Training oder Spiel ausfällt ist eine Absage für die Eltern noch einfacher. Der Trainer macht es ja auch!
    Bei uns gibt es auch keine Spiele oder anderes dass nicht zu Beginn der Saison auf dem Plan (Papier für jeden) stand.


    Und natürlich gehören selbst hier Geburtstage noch zu schwierigen Terminen. Und auch vor 30jahren als ich noch in diesen Altersklassen gespielt habe haben bei jedem Geburtstag aus der Klasse mindestens drei Spieler gefehlt. DAS SIND KINDER!

    Mit diesen Problemen hat auch jeder andere Trainer zu kämpfen.


    Was mich aber noch interessiert, wie oft Trainiert ihr denn? Wenn ihr zwei spiele macht, warum? Auch wenn diese bis jetzt immer ausgefallen sind, Spiele sind in den meisten Punkten Stress für die Kinder und daher keine gute Lern-Umgebung. Warum also unbedingt spielen? Lieber ein Spaßtraining mehr und die Begeisterung für die Bewegung und den Sport stärken. Bis zur D-Jugend bist du immer noch im individual- und Grundlagenbereich. Also nichts was man ohne Spiele nicht auch trainieren könnte.


    Gruß

    Torsten