Beiträge von Constantin

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    Woher kommt dieser Eindruck? Mir sind es fast zu viele Festivals, die die Kinder (G-Jugend) spielen, wenn ihre Trainer an den Festivals gefallen gefunden haben.

    Sorry für die späte Antwort - hatte ich übersehen. Ganz einfache Rechnung: Im Breitensportmannschaften sind z.B. in der F 25 Kinder pro Mannschaft durchaus üblich. Wir sprechen von rund sechs Spielfesten pro Halbjahr (7x7 Minuten Spielzeit). Pro Verein maximal zwei Teams. Mehr als vier Kinder pro Mannschaft mitzunehmen, macht nicht viel Sinn. Bei gerechter Rotation hat also jeder zwei Spielfeste mit insgesamt rund 70 Minuten Spielzeit pro Halbjahr, nicht mehr. Bei Leistungsmannschaften (sind bei uns ab der G völlig üblich) kann das natürlich anders aussehen, denn sie umfassen selbstverständlich erheblich weniger Kinder.

    Bei "Leistungsmannschaften in der G sind bei uns üblich" habe ich eben einen Herzinfarkt bekommen.

    Geht bitte einfach erstmal zum Arzt. Der kann sehen, welche Behandlung hier sinnvoll ist. Wachstumsbeschwerden wachsen sich zwar in aller Regel aus, können aber, insbesondere bei falscher Handhabung, auch leicht chronifizieren. Das ist wirklich kein Thema für ein Trainer-Forum.

    Innen/außen binden

    "Binden" ist mir klar: Das ist ein Spieler (oft ein Innverteidiger), der durch ein Dribbling einen Gegenspieler aus seiner Position im Block zieht. Das ist, vereinfacht gesagt, das provozieren einer 2 gg 1 Situation.

    Auf anderen Orten auf dem Feld kann ich mir vorstellen, dass man dann noch zwischen innen/außen differenziert (i.d.R. durch die Richtung des Dribblings). Allerdings kenne ich das jetzt als Kommando nicht.

    Öffnen

    Kenne das in verschiedenen Kontexten. Ich persönlcih würde damit das Öffnen des Spiels aus einer engen Situation heraus assoziieren. Da müsste man aber den Kontext kennen. Es gibt ja durchaus unterschiedliche Mannschaften mit unterschiedlichen Gewohnheiten, was Kommandos betrifft. Ich könnte ir auch gut vorstellen, dass damit eine offene Stellung gemeint ist.


    Steil-Klatsch

    Eine häufig genutzte taktische Variante, in dem ein Offensivspieler (nach überspielen mindestens einer Linie) angespielt wird und aus einer geschlossenen Stellung einen tiefer stehenden (in offener Position befindlichen) Spieler direkt anspielt. Sieht man auf höherem Niveau recht oft, dass das gespielt wird.

    Flach

    I.d.R. geht es da einfach um einen flachen Pass (im Gegensatz zu einem Flugball). Ich sage meinen Außenverteidigern immer, dass sie sich gegen einen Gegner im Angriffspressing "flach" anbieten sollen (und rufe das auch so rein). Glaube jetzt aber nicht, dass das so etabliert ist und andere das auch machen.

    Weg mit Schaden. Mit solchen hin- und her Wechslern wird es nichts. Menschen ändern sich meist nicht. So einen Wechsler, der nach Abgang bei uns in innerhalb eines Jahres in 2 Vereinen war, hatte ich auch mal zurückgeholt. Nach 2 Monaten war er wieder weg.

    Würde ihn nicht mehr spielen lassen und auch nahelegen, nicht mehr zum Training zu kommen, falls er das noch mal vorhatte. Würde es ihm auch gar nicht sagen, wie Du das findest. Bringt nichts. Ignorieren und möglichst schnell vergessen.

    Sehe ich persönlich anders. Man kann in so einem Fall dem Jungen schon mitgeben, dass man menschlich von ihm enttäuscht ist. Das wird zwar sicher nicht unmittelbar eine Verhaltensänderung herevorrufen, aber sicher doch zumindest zum Nachdenken anregen.


    So blöd es klingt: Solche Jungs sind sich dem von ihnen sozial erwarteten Verhalten oft nicht ganz bewusst. Besonders, wenn der Junge das schon vorher mal so gemacht hat und trotzdem zurückkehren konnte. Wenn das von den Eltern (anscheinend) so vorgelebt wird, dann ist es sicher nicht schädich dem Jungen da ein bisschen das Kontrastprogramm mitzugeben.

    Wer interessiert an z.B. Physik oder Biologie ist, ist es nicht aufgrund der Noten. Und wer kein Interesse daran hat, graust sich vor der Schulaufgabe und hat den Stoff eh kurz danach wieder vergessen

    Eine Ganztagsschule, wo alle (Eltern und Schüler) am Nachmittag frei haben und die Kinder nicht noch von Hüh nach Hott müssen. Sie kommen um 16 Uhr heim, und hätten gesportelt, musiziert, gebastelt, sonstwas und wären fertig mit der Unterrichtsnachbearbeitung.

    Und ja, eine Vereinsstruktur würde da gar nicht mehr dazu passen. Dann würde die Helene-Fischer-Gesamtschule gegen das Regenbogen-Gymnasium kicken oder rudern.

    Aber es würde 1. allen Kindern sehr ähnliche Chancen bieten und 2. die Familien so richtig entlasten.

    Es ist ne Vision! Ist mir klar. Wäre auch teuer, würde viel Aufwand, Personal und Phantasie bedürfen. Und echtem Fachpersonal.

    Ich persönlich hätte auf sowas als Jugendlicher keinen Bock gehabt. Mit den Hanseln, mit denen man eh schon den ganzen Tag zu tun hat, hätte ich nicht auch noch Fußballspielen wollen. Mal davon abgesehen, dass man natürlich auch eine gewisse Homogenität ermöglichen muss, was ab einem gewissen Punkt innerhalb einer Schule nicht mehr möglich ist (und das passiert mE deutlich weiter unten als man denkt).


    Und dann muss man mal auch ein bisschen den Blick vom Fußball lösen...es gibt ja durchaus Sportarten, die weniger frequentiert sind oder von gewisser Infrastruktur abhängig sind. Und ich persönlich finde es schon wichtig, dass Kinder/Jugendliche auch die Möglichkeit haben sollten auch solche Sportarten zu betreiben.


    Mal davon abgesehen: Ich hatte ab der 5.Klasse oft regulär schon regelmäßig bis 15:30 Unterricht. Also ohne Hausaufgaben und Fußball. Ich habe also meine Zweifel, dass das wirklich realistisch ist, das so umzusetzen.

    Also mal nur für mein Verständnis: In Bayern gibt es unterhalb der Bundesligen keine Regionalliga. Bei uns kommt dann direkt die Verbandsliga. Wie sieht das in anderen Regionen aus?

    Es kommt auf die größe des jeweiligen Verbandes an. Unter der Bundesliga West gibt es die Niderrheinliga, die Mittelrheinliga und die Westfalenliga. Alle drei sind Verbandsligen sind den Regionalligen aber gleichgestellt.
    Unter der Bundesliga Süd/Südwest gibt es bspw. die Reginalliga Südwest (FV Saarland, FV Südwest, FV Rheinland) und die Hessenliga, die als Verbandsliga der Regionalliga wieder gleichgestellt ist.

    Dieser Logik folgend ist die Bayernliga dann auch einer Regionalliga gleichgestellt, oder?

    Wie sieht das in anderen Regionen aus?

    Alle anderen Bundesländer haben unterhalb der Bundesliga noch eine Regionalliga. Darunter kommen dann in der Reihenfolge (zumindest SH) Oberliga, Landesliga, Kreisliga und Kreisklasse
    Im Norden wird dies durch den Norddeutschen Fußball-Verband geregelt. Wobei BaWÜ auch noch eine Oberliga hat.

    Ah, also a bairische Extrawurst ma wieder.

    Die Fahrten von Kiel nach Leipzig gibt es doch jetzt in der U19 Bundesliga, nicht in der Regionalliga.

    Ich glaube wir reden aneinander vorbei :D

    Mir ging es dabei darum, dass wenn man nur eine Jugend-Buli mit den Profi-Bulis macht, die Wege meiner Meinung nach zu groß werden für die jungen Spieler.

    Also mal nur für mein Verständnis: In Bayern gibt es unterhalb der Bundesligen keine Regionalliga. Bei uns kommt dann direkt die Verbandsliga. Wie sieht das in anderen Regionen aus?

    Zitat von let1612

    Eine mögliche Lösung könnte für mich das Modell der Bayerischen Leistungszentren sein.

    Und wo sollte da denn der unterschied zu NLZ von den lokalen Vereinen sein? zB. Stuttgarter Kickers? Das eine ist halt vom verband selbe das andere von einem Verein? Wo ist da der unterschied? Bei beiden sind lizensierte Trainer vorhanden, bei beiden ist die nötige infrastruktur? Wieso dann nicht die jungs in deren vereinsumfeld lassen, wo sie vereinsleben leben können und eine bindung dahin aufbauen können, als bei einem Landes-NLZ, wo sie "zentral-dezentral" gesammelt werden, ohne dass da ein verein hinter steht und die perspektive danach ungewiss ist.
    bei einem verein wie stuttagrter kickers, weiß man zumindest, dass es ein herrenberich gibt, so man im zweifel unterkommt

    Die Verbands-NLZ in Bayern haben mit Profi-NLZ bis auf den Namen relativ wenig gemeinsam. Die Anforderungen an die Trainerlizenzen und Infrastruktur sind so niedrig, dass ein Verein mit entsprechenden Spielklassen die im Vorbeigehen erfüllt. Außerdem sind ganz vordergründig regionale Gesichtspunkte entscheidend (-> Chiemgau Traunstein ist ein Beispiel. Das sportliche Niveau ist hier nämlich für den NLZ Status sicher nicht ausschlaggebend) .


    Die BFV-NLZs sind übrigens an die Vereine angegliedert, also kein "Herausnehmen aus den Vereinen".

    Und der Jahrgang der beim Eimsbüttler TV dann nachkommt ist automatisch auch besser als der von Holstein Kiel?

    Coach1976


    Du argumentierst hier schon sehr stark damit, dass das ja alles so sein "müsste", wenn die Spieler auf diesem Niveau spielen. Den Spielern "müsste" es egal sein, ob sie im Halbfinale spielen oder bei einem Leistungsvergleich.


    Aber die Realität sieht nunmal anders aus: Ein Freundschaftsspiel ist (ab einem gewissen Leistungsniveau) nicht gänzlich mit einem Ligaspiel vergleichbar. Natürlich gibt es Testspiele mit größerer Bedeutung (z.B. gegen besonders interessante Gegner) oder Ligaspiele mit besonders geringer Bedeutung. Aber das absolute limit der persönlichen leistungsfähigkeit (unter Druck) lässt sich nur im Rahmen eines echten Wettbewerbs simulieren. In dem Moment, in dem ich diesen Druck haben möchte brauche ich auch von außen einen realen Ergebnisdruck, sonst ist das nicht das Gleiche.

    Das wird Dir auch jeder Fußballer bestätigen können, der mal auf einem einigermaßen leistungsorientierten Niveau Fußball gespielt hat.


    Was die konditionellen Aspekte betrifft:
    Das Ziel sind aber nunmal nicht Wettkämpfe mit einer Dauer von 15 Minuten, sondern 90 Minuten. Und da ist es auch eine Form von Druck, in der 90. Minute noch gute Entscheidungen treffen zu können und technisch sauber Fußball zu spielen. Wenn wir versuchen uns im Training "spielnah" am Wettkampf zu orientieren, dann müsssen wir auch im Wettkampf der U19/U17 eine Orientierung am Wettkampf des Profifußballs haben. Ich kann mich nur auf eine Situation vorbereiten (oder mich dahin entwickeln diese zu meistern) indem ich mich einer möglichst vergleichbaren Situation aussetze.

    Sowas würde ich aber ehrlich gesagt auch nicht extra regeln. Zumindest mir erschließt sich nicht, warum eine der beiden Lösungen, der Anderen deutlich überlegen wäre. Wenn ich dann da eine Regel aufstelle, dann muss ich aufpassen, dass ich die Akzeptanz des Konzepts nicht durch Nebenkriegsschauplätze verspiele.

    sehe ich fast als Standard bei Spielen, dass die Gegner sich beim Aufwärmen in zwei Reihen gegenüber mit so ca 10 m Abstand aufstellen und dann frontal Pässe zuspielen. Fand immer, dass das mit den Pässen im Spiel insbes im Hinblick auf Ballmitnahme, aber auch in Bezug auf die Spielrichtung wenig zu tun hat.

    Absolute Zustimmung, ich glaube aber, dass Du Dich im Thread vertan hast. :/


    Edit: Sorry, hatte nicht genau genug gelesen. Ignorier die Nachricht einfach...

    aber mW ist es ja auch Common Sense, dass Visuelles Lernen effizienter ist als auditives. Warum sollten Kinder also nicht besser lernen, wenn man ihnen Bilder von sich selbst zeigen kann?

    Weil Kinder in dem Alter in der Regel noch nicht so ein ausgeprägtes räumliches Verständnis haben und nicht so abstrakt denken können.
    Sie besitzen einfach nicht die Fähigkeit, das Wissen aus einer Video-Analyse auf das Feld zu transferieren.

    Selbst wenn sie, im Video ihre Fehler erkennen, bzw. sagen können, welches handeln besser wäre, werden sie in den meisten fällen es nicht zwingend auf dem Feld besser umsetzen, weil da keine Kopplung stattfindet.


    Sowas lernt man übrigens bei Lizenz-Lehrgängen

    Sorry, ich finde Deine Argumentation nicht wirklich schlüssig. Inwiefern ist es denn abstrakter einem Kind ein Video von einer Aktion zu zeigen, als ihm die Aktion z.B. verbal zu erklären. Gerade letzteres erfordert vom Spieler doch weit mehr räumliches Vorstellungsvermögen. Hier stellt die Möglichkeit der Visualisierung mMn eher eine Möglichkeit dar, die Hürde zu verkleinern. Natürlich kann ich eine Bewegung auch vorzeigen, aber selbst hier ist ja eine Abstraktion der Bewegung einer anderen Person auf sich selbst notwendig.


    Ich bin da wirklich kein Experte drin, aber mW wird gerade in Sportarten bei denen die Technik eine größere Rolle spielt als im Fußball (z.B. Turnen, Tennis etc.) auch sehr regelmäßig Video-Material als Hilfsmittel eingesetzt. Zumindest die folgenden beiden Studien deuten an, dass dies auch einen positiven Einfluss auf den Trainingseffekt hat (auch bei jüngeren Sportlern):


    https://journals.sagepub.com/d…10.2466/pms.1998.87.2.519

    How can video feedback be used in physical education to support novice learning in gymnastics? Effects on motor learning, self-assessment and motivation: Physical Education and Sport Pedagogy: Vol 23, No 6

    (zumindest das zweite Paper ist Open Access, das Erste geht wahrsch. nur mit Uni-Zugang)


    Ich finde es daher irreführend zu insenuieren, man könne mit Hilfe von Video-Analysen nur taktische Inhalte trainieren. Auch bei älteren Spielern, bei denen laut der Entwicklungspyramide Mannschaftstaktische Inhalte Teil der Ausbildung sind, sollte der Fokus in dieser Form des Individualcoachings mMn weiterhin auf technisch-taktischen Inhalten liegen (Orientierung, Entscheidungsfindung, Erster Kontakt etc.) Dementsprechend sehe ich schon, wo man einem F- oder E-Jugendlichen beim Lernen und Üben der Basistechniken mit Videos unterstützen kann. Logischerweise in einem Rahmen in dem das für den Trainer organisatorisch stemmbar ist.


    Was Deinen letzten Satz angeht: Ich habe schon den einen oder anderen Lizenzlehrgang hinter mir, aber ich habe ehrlich gesagt noch nie gehört, dass es bei Kindern keine Kopplung zwischen sehen und handeln gibt. Im Gegenteil legt der DFB ja gerade viel Wert auf die Demonstrationsfähigkeit.


    let1612

    In dem Artikel den Du geteilt hast geht es ja in erster Linie um die Differenzierung der Kinder in unterschiedliche Lerntypen. Ich wollte aber eigentlich zum Ausdruck bringen, dass es mMn sinnvoll ist die eingesetzten Sinne breit gefächert anzusprechen. Ich kenne dahingehend die Phrase "See one - Do one - Teach one". Und zumindest das wird ja in dem Artikel auch betont, dass das sinnvoll ist.

    Richtig, mir war auch nicht klar, dass es hier grundsätzlich noch um Kinderfußball geht. Ich wollte nur meine Erfahrung teilen und dachte, hier hat sich jetzt eine Grundsatzdiskussion losgelöst vom Alter entwickelt!

    Grundsätzlich finde ich ja das Mittel interessant, glaube aber auch, dass es halt nicht nur daraus besteht, ein Video zu zeigen und zu sagen "das war falsch".


    Meine Kommentare bezogen sich aber eigentlich auch nur darauf goalornorgoal meine Meinung mitzuteilen, dass sowas im KiFu eigentlich nichts verloren hat.

    (Edit: goalornorgoal trainiert laut seinem Profil eine F Jugend, da sind Videos vllt cool um so Highlights zu zeigen, aber nicht um damit Analysen zu starten, um den Spielern zu zeigen, was besser hätte sein können. Die haben dafür gar nicht das Verständnis und die kognitiven Fähigkeiten)

    Lerntypen - Lernen im Alter

    War jetzt spontan die beste Quelle die ich finden konnte...aber mW ist es ja auch Common Sense, dass Visuelles Lernen effizienter ist als auditives. Warum sollten Kinder also nicht besser lernen, wenn man ihnen Bilder von sich selbst zeigen kann?

    Ich hatte auch eine "Phase" in der ich SpielerPlus (bzw. eine ähnliche App) benutzt habe, bin aber mittlerweile wieder davon weggekommen. Die Benefits sind natürlich ganz nett...man sieht mit einem Blick die Spielerzahl, hat bereits eine Dokumentation der Anwesenheit inklusive etc. Aber das was Du schreibst, ist halt das Hauptproblem. Die Qualität (z.b. Begründung) und Zuverlässigkeit der Absagen ist meiner Erfahrung nach, deutlich schlechter als via WhatsApp/Telefon. und das ist mE ja auch das Entscheidende beim Anwesenheitsmanagement...dass ich vorm Training weiß, wer kommt und wer nicht.


    Im Grunde genommen ist es natürlich auch immer eine Frage der Konsequenzen. Ich hatte diesen Fall bis jetzt relativ selten, dass ein Spieler unentschuldigt gefehlt hat und in der Regel war es dann eher ein bischen (mMn in diesem Alter akzeptable) Schlampigkeit. Ich habe das dann immer im nächsten Training thematisiert, dass ich sowas inakzeptabel finde und das beim nächsten Mal Konsequenzen haben wird. Die musste ich aber zum glück noch nie ziehen. Daher finde ich Deinen Ansatz mit dem Absagen des Trainings ganz vernünftig. Ich hoffe allerdings, dass Du das maximal einmal wirst machen müssen. Sonst ist es auch ehrlich gesagt etwas schade drum.

    Ich sehe es wie die überwiegende Mehrheit wohl: Video-Analyse im Kinderfußball ist zu viel des guten.
    selbst bei dem C-Jugend Leistungsteam wird das weniger genutzt um das den Spielern zu zeigen, als für die eigene Spielanalyse. Maximal wird ab und zu einzelne Szenen einzelnen Spielern gezeigt, wenn ein bestimmtes Verhaltensmuster immer wieder auftaucht.

    Das hat aber eher mit dem verbundenen Aufwand zu tun als mit der Sinnhaftigkeit, oder? Am Liebsten würde ich jedem Spieler jedes Training ein Video zeigen, aber naja...ich hab halt nicht nur Fußball im Leben.

    Fechter

    In Deinem Beitrag habe ich mich komplett wiedergefunden. Daraufhin habe ich das überprüft und diesen fast 13 Jahre alten Kommentar gefunden:

    RE: Ist es richtig, schwache Spieler des unteren Jungendbereiches beim Spiel (Punktspiel ohne Tabelle oder mit) zeitlich weniger spielen zu lassen als Andere?

    Wie Du siehst habe ich damals ähnlich argumentiert wie Du. Nachdem ich entschieden hatte (damals trainierte ich F und E), dass alle, deren Trainingsbeteiligung >50% ist und die nicht gegen gemeinsam aufgestellte Regeln verstoßen, gleiche Spielzeiten bekommen, wurde mein Trainerleben deutlich entspannter...

    An dieser Stelle mal props an Follkao, der hier schon im Forum aktiv war, als ich noch in der E-Jugend gespielt habe :huh::huh::huh:

    Man muss im Leben relativ wenige Dinge. Trotzdem macht man sich das Leben leichter, wenn man Entscheidungen plausibel begründen kann.

    Es ist doch etwas überzeugender wenn man sagt "Du hattest im letzten Monat von allen Spielern, die schlechteste Trainingsbeteiligung" als wenn man sagt "Du hast weniger gespielt, weil Du trainingsfaul bist".