Ich würde dem nicht zustimmen. Solange der Gegner spielfähig ist, würde ich meinen Jungs nicht die Chance auf ein Spiel nehmen wollen.
Insbesondere, wenn für Euch mit dem Spiel ja noch eine gewisse emotionale Komponente verbunden ist.
Ich würde dem nicht zustimmen. Solange der Gegner spielfähig ist, würde ich meinen Jungs nicht die Chance auf ein Spiel nehmen wollen.
Insbesondere, wenn für Euch mit dem Spiel ja noch eine gewisse emotionale Komponente verbunden ist.
Wir reden hier über Rondos. Da geht es darum, dass die ballbesitzende Mannschaft eine strukturelle Überzahl erzeugt und ausnutzt. Das funktioniert aber nur, wenn der jeweilige Ballempfänger mindestens zwei Passoptionen hat. Bei einem Rückpassverbot im 3-vs.-1 hat er nur noch eine Passoptionen. Das ist dann keine strukturelle Überzahl mehr sondern allenfalls eine numerische. Das kann grundsätzlich schon funktionieren, aber eben nicht im Sinne eines Rondo.
Das ist richtig. Man muss sich halt im Klaren sein, was man damit trainiert und zu welchem Schwerpunkt eine Übung gehört. ME verliert die Übung aber nicht alleine deswegen ihre Existenzberechtigung, weil es nicht um das Ausspielen einer Überzahl geht.
Im Gegenteil halte ich die, in dieser Übung trainierten, Punkte sogar für im Kinderfußball deutlich relevanter.
Dann muss der Verteidiger ja nur den dritten Spieler nach dem ersten Pass zustellen. Ist das nicht ein bisschen vorhersehbar. Sorry, falls das schon jemand gefragt haben sollte. Habe die Beiträge nur überflogen.
Stimme zu. Rückpassverbote finde ich zwar unter bestimmten Voraussetzungen sinnvoll, aber nicht in einem 3-vs.-1.
Kann man schon machen...dann muss der "freie" Spieler sich durch geschicktes Freilaufen bzw. Lauffinten freimachen, während der andere Spieler den Ball sichert.
Also ich würde dir eine uhr beim fußball grundsätzlich nicht empfehlen da du dich sonst zu sehr von der abhängig machst es kann auch immer mal sein das er 3 minuten nachspielen lässt etc. Die pfeifen selten pünktlich ich würde den schiedsrichter vielleicht nach einer bestimmten zeit fragen wie lange noch ist es ist immer noch der der sagt wann schluss ist
Also ich persönlich wäre absolut nicht in der Lage mein (geplantes) Training ohne Uhr umzusetzen. Keine Chance...
Und beim Spiel ist es ja erstmal egal, wann der Schiri abpfeift, ich brauche eine Uhr auch für meine Wechsel, mein Coaching und für taktische Entscheidungen.
mMn ist die Uhr das wichtigste Utensil des Trainers.
Möglicherweise ist das "Vorbereiten auf die Viererkette" ein wenig zu stark formuliert. Sie sollen in Richtung Ball verschieben und sich eben so verhalten, wie man es später im Balleroberungsspiel macht.
Wie soll ich denn bitte in der U11 auf die Viererkette hinführen, wenn es gar kein Abseits gibt?
Das gleicht ein mitspielender Torwart wunderbar aus. Ich trainiere die Kinder sicher nicht in einem "System" mit Libero und dergleichen.
Um ehrlich zu sein, wollte ich darauf jetzt nicht unbedingt hinaus ![]()
Ein U11 Spieler sollte mMn lernen, wie er im 1gg1 den Ball gewinnen kann und hierauf sollte dann auch methodisch der Schwerpunkt liegen. In meiner Idealvorstellung spielt eine U11 auf dem ganzen Platz Mann gegen Mann. Das wäre zumindest aus Ausbildungssicht ideal. Dann kann man den Kindern noch vermitteln, wie sie individuell 2 gg 1 Situationen erzeugen können (->Doppeln/ "Spielen-Gehen"). Aber um ehrlich zu sein: Ich hab diese Saison schon den ein oder anderen U15 Verbandsligaspieler gesehen, der mit diesen Dingen seine liebe Müh und Not hat. Da sehe ich ehrlich gesagt nicht, warum ein U11 Spieler (selbst im NLZ) das schon können sollte?
Viele Trainer tendieren dazu, dass sie ihren Spielern das Springen beibringen wollen, wenn die noch nichtmal laufen können...
Das klingt schon logisch. Es müssten allerdings schon Positionsspielformen gewählt werden wo die Spieler immer wieder neue Staffelungen erzeugen müssen oder?
Sonst wird der Ball doch wie im Rondo nur noch hin und her gepasst wenn die Spieler eine gute Staffelung gefunden haben.
Ich spiele mit meinen Jungs sehr gerne Felderwechselspiele. Also ganz Basic: Drei Quadrate 7x7m (oder 6x6m, dann bekommt man einen etwas anderem Rhythmus), die in einer Reihe angeordnet sind, wobei sich zwei "berührende" Quadrate immer eine Seite teilen. In Q1 wird 4v2 gespielt, in Q3 befindet sich ein Spieler der ballbesitzenden Mannschaft. Q2 bleibt frei. Wenn die ballbesitzende Mannschaft x Pässe gespielt hat, darf in Q3 verlagert werden. Jetzt müssen hier drei Spieler nachrücken (und die Verteidger natürlich auch) um wieder ein 4v2 zu erzeugen.
Mal so grundsätzlich würde ich da Skriwer auch widersprechen. Gerade die Aspekte, die beim Erzeugen einer Überzahl spannend sind, werden hier gefordert: Unter hohem Zeitdruck (Besetzen eines neuen Feldes) wird von den Spieler das finden guter Positionen und Winkel gefordert. Das sind schon auch Basics beim Schaffen einer (wie vangaalsnase sie finde ich sehr elegant genannt hat) strukturellen Überzahl. Wobei ich Deinen Punkt schon verstehe: Wenn ich im Spiel eine Überzahl erzeugen will, brauch ich bestimmte Laufwege und Bewegungen (z.b. Vorder-/Hinterlaufen etc.). Sowas in Spielformen zu trainieren finde ich immer tricky.
Wie würdest Du denn so eine Spielform designen, die gerade dieses Verhalten provoziert Skriwer ?
Wie soll ich denn bitte in der U11 auf die Viererkette hinführen, wenn es gar kein Abseits gibt? Der entscheidende Punkt beim Verteidigen in der Viererkette ist das Schließen der Schnittstellen. Die gibt es aber ohne Abseits nicht (bzw. nur äußerst verfremdet).
Ein kleiner Gedankengang. Nehme wir mal ein Elternteil ist unzufrieden mit dem Trainer/Verein. Er regt seinen Sohn ein Probetraining bei einem anderen Verein vorzunehmen. Das Probetraining findet statt, der Trainer der anderen Mannschaft sagt zögerlich erst eine Aufnahme zur neuen Saison möglich sei. Was hätte es dem Kind oder Papa gebracht, wenn er den Trainer oder Verein vorab informiert hätte.
Erstmal natürlich nichts, aber es gibt den schönen Satz: "Man sieht sich immer zweimal im Leben"
Grundsätzlich finde ich Rondos in jedem Altersbereich sehr sinnvoll anwendbar.
Ich würde bei einer U9/F-Jugend kein 6:2 bzw. kein "großes Rondo" spielen. Der Grund ist, dass Du dadurch technisch-taktische Verhaltensweisen förderst, die Du in dem Altersbereich eigentlich gar nicht haben willst. In einem Rondo mit vielen Spielern können die Kinder sehr oft direkt spielen, ohne dass dabei hohe Anforderungen an die Orientierung gestellt werden (blindes Passspiel).
Was ich in dem Altersbereich gerne gemacht habe, sind 3v1 Rondos in verschiedenen Variationen. Bspw. dass Du im 3v1 den Rückpass verbietest. D.h. es darf immer nur der Spieler angespielt werden, der vorher nicht den Ball hatte. Die Kinder müssen jetzt viele Aktionen mit kleinen Dribblings lösen und auch an das Freilaufverhalten werden höhere Anforderungen gestellt.
Wenn Deine Jungs es schon hinbekommen, würde ich auch mal das 4v2 oder 5v2 probieren...das ist aber schon relativ anspruchsvoll für eine F-Jugend.
Grundsätzlich tendieren viele Trainer dazu, Rondos als "Beschäftigungstherapie" zu missbrauchen. Ich würde immer darauf achten, dass Du mit der Spielorm ein klares Trainingsziel verknüpfst und darauf achtest, dass die Intensität hoch bleibt. Dann kannst Du mE in solchen Formen wirklich substantielle Fortschritte erzielen. insbesondere wenn die Jungs/Mädels dabei Spaß haben und in der Übung eine gutes Konzentrationsniveau herrscht.
Finde Eure Positionen ehrlich gesagt etwas erschreckend. Bussfallgott trainiert eine Breitensportmannschaft. Wenn nicht dort die Aufgabe besteht einen solchen Jugendlichen zu integrieren, wo denn sonst.
Ich sehe hier wirklich keinen Stichpunkt (vgl. OP), der einen Rauswurf rechtfertigen würde:
1. Macht Übungen nicht gescheid mit, wenn er keine Erfolgserlebnisse hat:
Es soll ja tatsächlich auch Spieler geben, die aufgrund mangelnder Fußballerischer Fähigkeiten Übungen behindern. Denkt Ihr da dann auch an einen Rauswurf. Außerdem gäbe es hier problemlos die Möglichkeit den Jungen aus der spezifischen Übung rauszunehmen.
2. Hat als Feldspieler keine Übersicht und schießt als Torhüter ständig selber aufs Tor
Muss ich nicht kommentieren oder? Mal davon abgesehen: Torhütertore zählen nicht und max. x Kontakte pro Spieler. Damit sollte man das im Großen und Ganzen lösen können. Sonst siehe 1.
3. Ist nicht kritikfähig und reagiert hypersensibel
Sowas soll es sogar in Leistungsmannschaften geben
. Zumindest hab ich sowas auch schon in der Verbandsliga erlebt. Ob das jetzt das selbe Ausmaß darstellt wie hier, keine Ahnung. Aber einen Spieler rauswerfen, ernsthaft?
4. Beleidigt andere Spieler
Das ist mE der einzige Punkt, bei dem man drüber diskutieren kann. Aber dazu müsste man auch das konkrete Ausmaß kennen. Ich lese jetzt aus dem OP durchaus heraus, dass da durchaus Potential da ist mit dem Jungen zu arbeiten. Und ich glaube, dass man hier mit Konsequnten Regeln durchaus auf dem Platz Erfolge erzielen kann. Und ehrlich gesagt interpretiere ich Bussfallgott s Post auch so, dass das seine Intention.
Die Inklusion mit körperlichen und geistigen Behinderungen hat in Deutschland Grundrechtsrang: VG Bremen: Schulleiterin klagt erfolglos gegen Einführung der Inklusion an Gymnasium
Niemand von Euch würde ernsthaft fordern einen körperlich behinderten Jugendlichen aus dem (breitensport) Training auszuschließen, weil es so "nervig" ist ihn zu betreuen. Bei einer psychiatrischen Behinderung wie ADHS tut Ihr Euch da erstaunlicherweise deutlich leichter. Die biomechanistischen Ursachen bei ADHS sind heutzutage genauso verstanden, wie die von Krebs oder kindlichen Schlaganfällen. Nur weil man sich leichttut das mit "schlecht erzogen" abzutun sind das genauso (kranke) Kinder, die eine Integration in ein soziales Umfled für ihre Entwicklung benötigen. Dieser VErantwortung sollte man sich als Trainer bewusst sein.
Ich kenne jetzt nicht die Satzung im Detail, aber ich finde, da sollte dann definitiv der Passus rein, dass es sich um eine Nachwuchsförderung handelt, also so eine Art U21 oder U23 und nicht bloß eine 2. Mannschaft. Oder hätte Darmstadt schlicht das Recht, ihre Straßenkicker in der Oberliga anzumelden, mal theoretisch durchgespielt? Wenn sie absteigen, können sie dann zum neuen Jahr wieder die Teilnahme beantragen?
Ich bin mir ziemlich sicher, dass in diesem Fall die Möglichkeit von Seiten des Verbands besteht das abzulehnen. Mal davon abgesehen: Warum sollte man das überhaupt machen wollen? Davon hat ja nun wirklich keiner was.
Wenn der Junge Methylphenidat als Medikament gegen sein ADHS bekommt, dann ist dieser Rebound Effekt bei nachlassen der Wikrung (die Halbwertszeit ist hier leider nicht besonders gut) extrem normal. Es ist hier meines Erachtens wichtig, sich bewusst zu machen, dass der Junge diese Verhaltensweisen nicht mit Absicht zeigt. Es liegt weniger mangelnde Empathie oder Schuldbewusstsein zu Grunde, sondern eine unzureichende Impulskontrolle. Hier finde ich wichtig (und meine das auch aus Deinem Beitrag so herauszuhören), dass bei aller Kritik an seinem Verhalten, die Wertschätzung für den Menschen an sich nicht verloren geht. Es muss immer das Verhalten im Vordergrund stehen und niemals der Mensch selber.
Deswegen finde ich auch den "heißen Stuhl" so wie Du ihn beschreibst, eher ungeeignet. Dem Jungen ist durchaus bewusst, was er falsch macht. Ihm fehlt nur die Fähigkeit, diese Verhaltensweisen zu kontrollieren.
Ein weiterer Ansatz wäre, mit dem Spieler jedes Training zwei Minuten zu sprechen, im Sinne von "wie fühlst du dich? was sind deine Ziele fürs Training heute?".
Das fände ich persönlich eine gute Idee. Dir muss aber klar sein, dass auch bei einer "guten" ("Ich bin top motiviert und möchte etwas lernen") Antwort, die o.g. Situationen eintreten können. insbesondere wenn der Junge (emotional) überfrachtet ist, bspw. weil er in einer Situation frustriert ist, und seine Impulskontrolle versagt.
Mein Vorschlag wäre, dass Du in einem Einzelgespräch mit dem Jungen konkrete Maßnahmen besprichst, wie Du mit bestimmtem Verhalten in Zukunft umgehen willst. Ich würde hier tatsächlich den Fokus darauf legen, den Jungen in diesen Situationen aus dem Training zu nehmen (ihn bspw. Runden laufen zu lassen oder ihm eine andere Aufgabe zu geben), sodass er auch die Möglichkeit bekommt "runterzufahren". Ich will hier aber gar keine konkreten Maßnahmen nennen, sondern DIch eher dazu animieren, diese Dinge direkt mit Deinem SPieler zu besprechen. Wenn der Junge so reflektiert ist, wie Du ihn beschreibst, dann sollte er Dir bei Deiner Argumentation zustimmen. Dann habt Ihr eine gemeinsame Basis mit solchen Situationen umzugehen und hast zusätzlich weniger "Stress" in den Trainingseinheiten.
"oder kommt im Anschluss zu mir und erzählt mir, dass XY ihn provoziert/beleidigt/.. habe. Die Rede ist dann vom kleinsten und handzahmsten Mitspieler, der etwas wie oben geschildert angesprochen hat..."
Das würde ich tbh mit der nötigen Gelassenheit sehen: "Bist Du Dir sicher, dass XY Dich beleidigen wollte oder kann es sein, dass Du seine Aussage einfach falsch verstanden hast?" Auch das ist für Kinder mit ADHS nicht immer leicht, zu erkennen, welche Emotion Grundlage einer getätigten Aussage ist. Wenn dem Jungen das klar ist, kann man ihn in so einem Moment vielleicht auch daran erinnern. Aber entscheidend ist hier mE, dass man keinen ELefanten draus macht.
Zum einfrieren stimme ich let1612 auf jeden Fall... Spiele die etwas spezielles fordern, sind dort auf jeden Fall sinnvoller. Aber trotzdem finde ich es in ganz bestimmten Situationen hilfreich, den Spielern klar zu machen, was falsch läuft und dies zu korigieren. Denn wenn man im Laufe des Spiels irgendetwas reinruft, hat das oftmals nicht die gewünschte Auswirkung. Obwohl ich den Kindern auch öfters in immer oftmals gleichen Situationen die Fehler klarmachen muss, damit etwas hängen bleibt.
Nun habe ich aber nochmal eine Frage... Ich habe meine Trainerkollegen schon gefragt, wie sie dennb Testspiele ausmachen... Die Antwort bei allen war: Whatsapp Gruppe. Nun stellt sich mir folgendes Problem... Nämlich ist diese von ihnen genannte Whatsapp Gruppe leider voll... Wie macht ihr Testspiele aus? Auf Homepage des Vereines nach Nummer suchen und sich per SMS/Telefonanruf/E-Mail bei den jeweiligen Mannschaften melden, oder gibt es andere sinnvolle Herangehensweise, wie ihr Testspielgegner findet?
LG
Ich schaue immer, gegen welche Mannschaften ich gerne spielen würde und schreibe die Trainer dann frühzeitig an. Die Nummer findet man meistens entweder auf der Website, in WhatsApp Gruppen oder von anderen Trainern.
Dass ich aber mal in so einer "WhatsApp" Gruppe inseriere kommt eigentlich nicht vor, da bekommt man dann doch oft zu viele antworten oder von Mannschaften gegen die man eigentlich nicht spielen möchte.
Wäre den Schritt selber vermutlich nicht gegangen, finde ihn aber nachvollziehbar. Sofern die Trainingsbedingungen akzeptabel sind, ist das bestimmt ein spannendes Projekt.
Zum Einwand von let1612 : Eventuell kommen für Euch ja auch 9:9 Modelle (in Bayern gibt es soweit ich weiß ein Modell bei dem man spontan entscheidet, ob genug SPieler da sind) in Frage?
Mich würden mal nur die Auswirkungen der verschiedenen Gesetze bzw. Maßnahmen interessieren.
Ich trainiere eine C-Jugend in Bayern - hier kommt nun das 14 Jahre zur Anwendung.
Ich habe 21 Jugendliche. Bei mir fallen 4 Jugendliche aufgrund der Bestimmungen gerade im Training in der Halle aus (ca. 20%).
Wie sieht das bei euch aus? Welche Quote habt ihr?
Im Fußball müssen wir ja "nur" die Wintermonate in der Halle überbrücken. Andere Sportarten (z.B. Eishockey in der Halle) berichten mir über eine höhere Anzahl an Jugendlichen, die gerade nicht trainieren können bzw. deswegen aufhören. Hat da auch jemand Zahlen?
2G soll ja in Bayern (nach aktuellem Stand) ab 13.Januar auch für Trainingseinheiten draußen gelten. Wir trainieren ab heute mit der u15 wieder auf dem Kunstrasen...sind von dieser Problematik aber dann natürlich auch betroffen. Stand vor den Ferien waren bei uns 25% ungeimpft und hatten auch kurzfristig keinen Plan das zu ändern.
Ich sehe das, besonders beim Sporttreiben im Freien, sehr kritisch. Insbesondere da die Entscheidung für oder gegen eine Impfung nicht von den Jugendlichen selber getroffen wird. Hier erscheint mir Druck auf die Kinder als der völlig falsche Weg.
Grund zur Freude: morgen ist Trainingsauftakt
Wann sind eure ersten Spiele?
also wieviel zeit vor spielbetrie fangt ihr an, ich hab irgendwie das gefühl zu früh zu sein
Man kann nicht "zu früh" anfangen. Natürlich sind ausreichende Pausen wichtig, aber die würde ich nicht davon abhängig machen, wann das nächste Spiel ist. Zumindest ich kenne es so, dass die Kinder/Jugendlichen auch dann gerne ins Training kommen, wenn die Liga nicht unmittelbar bevorsteht.
Wir fangen am Mittwoch wieder an...die ersten Spiele der Rückrunde sind allerdings (aufgrund der Corona bedingt verkleinerten Ligen) erst in ein paar Monaten.
Passt zum Thema: ein Spieler der C, großer kräftiger Junge, checkt aus vollem Lauf seinen Mitspieler weg und bekommt die gesamte Wucht und Energie selber ab. Richtig übel, man sah schon in der Entstehung das das nicht gut ausgehen kann. Der Spieler bleibt benommen liegen. Die gegnerischen Eltern fordern lautstark "weiter spielen, der ist doch selber schuld".
Ich bin bei solch empathielosen Hirnbesitzern (in Abgrenzung zu Hirnbenutzern) immer komplett fassungslos und hoffe auf Karma, Wiedergeburt als Amöbe oder das Fegefeuer - halt irgendeine Instanz, die am Ende abrechnet.
Zum Glück entscheiden die Eltern nicht, ob weitergespielt werden soll oder nicht ![]()
Aber so wie Du den Fall schilderst, da sind wir uns glaube ich alle einig, dass das Spiel unterbrochen werden muss. Und wenn ein Schiedsrichter wie hier, bei einer Kopfverletzung (?), das Spiel nicht unterbricht, dann würde ich natürlich auch von meinen Spielern fordern, dass sie den Ball rausspielen (bzw. eigentlich sollte es bei einer entsprechend schweren Verletzung auch egal sein, ob der Ball im Spiel ist oder nicht...)
Aber diese Implikation, dass der Schiedsrichter das nicht entscheien könnte, finde ich schwierig. Vor ein paar Wochen habe ich hier eine Diskussion darüber geführt, ob der Schiedsrichter immer recht hat (und wie man mit ihm reden soll), jetzt geht es darum, die Entscheidungen des Schiedsrichter einfach zu ignorieren. Bei kleinen Verletzungen, wo es nun wirklich nicht um jede Sekunde geht, kann man da mE schon die Verantwortung von den Kindern nehmen und dem Schiedsrichter geben.
Bei Kopfverletzungen, oder Verletzungen bei denen ein Krankenwagen kommen muss, würde ich das natürlich nicht so handhaben. Aber da wäre es mir, wie oben angedeutet, auch egal, ob der Ball im Spiel ist.
Sowas kommt dann jedoch zum Glück vielleicht einmal im Jahr, eher seltener, vor.
Habe auch den Schiedsrichter danach erklärt, dass aus meiner Sicht 4 Tore sehr fragwürdig waren. das erste Tor und das Abseitstor irregulär und der Freistoß zumindest sehr fragwürdig. Das mit dem Verletzen spieler ist nicht die Schuld des Schiris, aber auch da hatte er bestimmt 2 minuten zeit zu unterbrechen....
Nun meine Frage: inbesondere beim letzten Fall, wenn ein Gegner verletzt auf dem Boden liegt, wie handhabt ihr das? Sagt ihr eurer Mannschaft direkt, dass sie den Ball ins aus schießen sollen. Lasst ihr noch eine Situation weiter laufen. Oder vielleicht interessiert es auch auch gar nicht?
Würde mich mal interessieren.
MMn ist es in fast allen Fällen die Aufgabe des Schiedsrichters das Spiel zu unterbrechen, wenn ein Spieler am Boden liegt. Besonders, wenn es (so zumindest scheint es hier), die Situation unmittelbar Torgefährlich ist, immerhin hat der Gegner ja auch daraus ein Tor erzielen können.
Klar, ist es eine nette Geste, den Ball ins Aus zu spielen, aber eine Erwartungshaltung kann sich imho daraus nicht ergeben. Immerhin gibt es ja doch einige Dinge, die in dieser Situation wichtig sind:
-Wie ernsthaft ist die Verletzung gerade (Zeitspiel vs. Kopfverletzung)
-Wie gefährlich ist die Situation für den am Boden liegenden Spieler (z.B: wenn ein Spieler nach einem Eckball im Strafraum liegt)
-Kann unmittelbar ein Tor erzielt werden?
Ich sehe ehrlich gesagt nicht, dass ein Spieler, der sich gerade in einer Spielsituation befindet und dementsprechend sicher noch einiger andere Dinge im Kopf hat, diese Komponentnen adäquat überblicken können muss. Und dann auch noch die richtige Entscheidung trifft...
Ich sage meinen Jungs, dass sie erstmal weiterspielen und auf den Pfiff des Schiedsrichters warten sollen. Das hat bis jetzt auch ehrlich gesagt noch nicht zu Diskussionen geführt.
Ich komme ja aus Bayern und da ist es unverantwortlich (abseits dass es verboten ist) zu spielen.
In Bayern ist es nach aktuellem Stand nicht verboten zu spielen. Auch wenn die meisten Vereine entschieden haben, auf Freundschaftsspiele momentan zu verzichten gibt es aktuell doch auch Mannschaften, die noch spielen.
Ich persönlich würde, wenn mein Verein diese Entscheidung für mich nicht getroffen hätte, wohl aktuell auch Spiele austragen. Ich kann aber jeden verstehen, der in Bezug auf Spiele eine andere Abwägung treffen würde. Das Risiko ist im Wettkampf meines Erachtens nicht größer als bei einem Training. Und bei Letzterem fällt die Güterabwägung für mich ganz eindeutig aus. Der Trainingsbetrieb im Verein ist für viele Kinder- und Jugendliche gesundheitlich und sozial sehr wichtig. Die Gesundheit einer Bevölkerungsgruppe gegen die einer anderen Gruppe aufzuwiegen, besonders im Lichte dessen, dass es eine wirksame Möglichkeit gibt sich zu schützen, fände ich unethisch. Wenn man sich die aktuellen Beschlüsse ansieht (insbesondere in Bayern) scheint diese Erkenntnis wohl auch endlich bei den Verantwortlichen angekommen zu sein.
Heute passiert aller Voraussicht nach noch nichts: Kanzleramtschef Braun dämpft Erwartungen: „Heute keine Bund-Länder-Beschlüsse geplant“ - Politik - Tagesspiegel
Den Sport für Kinder in Innenräumen zu verbieten, würde ja sogar über das hinausgehen, was aktuell in Sachsen gilt. Dementsprechend halte ich das aktuell für äußerst unwahrscheinlich. Zumindest was die heutige SItzung betrifft.
