Beiträge von Constantin

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    Ich habe überhaupt nichts suggeriert. Dass auch in Amateurvereinen ohne NLZ selektiert wird, ist mir klar, aber vorliegend ging es nunmal um eines.

    Und dass man im Dorfverein bis zur U15 bleiiben kann und damit ausreichend gefördert sei, daas wage ich zu bezweifeln.

    Ich selbst bin erst mit 14,5 Jahren zu einem ambitioniertem Amateurverein gewechselt und war zuvor immer nur im Dorfverein meines Wohnortes. Dort haben wir in der Kreis- und Bezirksliga gespielt. Nach meinem Wechsel war ich sofort Stammspieler, spielte in der Landesliga und stieg später in die Regionalliga auf. Also recht spät in den Leistungsbereich gewechselt ohne große Probleme. 1,5 Jahre vor meinem Wechsel kamen Spieler in meinen Heimatverein zurück, die zuvor zu einem Leistungsverein gewechselt waren. Man kann nicht gerade behaupten, dass sie in der Zwischenzeit irgendwem fußballerisch enteilt waren.


    Ich habe vor einigen Jahren einen sehr ausführlichen Artikel über die Nachwuchsausbildung in Dtl. (Schwerpunkt RAE) auf Spielverlagerung.de geschrieben. Ich glaube darin kann man nachlesen, dass ich das Thema nicht pauschalisiere.

    Das widerspricht ja Sir Alex Argumentation aus meiner Sicht ja auch nicht. Ich habe auch Spieler bei mir in der Mannschaft, die einen ähnlichen Weg wie Du hinter sich (bzw. vermutlich vor sich) haben.


    Aber zwischen Junioren-Regionalliga und dem, wofür NLZs asubilden wollen, ist halt schon nochmal ein Unterschied. Der eine Schritt ist in der Regel aus meiner Sicht möglich (Dorfverein -> überregionaler Verein; überregionaler Verein -> NLZ), beide Schritte, wenn man bis 15 noch auf dem Dorf gespielt hat, sind aber äußerst unwahrscheinlich.

    Der Grund wieso Kimmich, trotz regelmäßiger Forderungen, seit Jahren nicht als AV spielt, ist mE, dass er einfach zu gut ist. Der letzte Spieler, der vergleichbare Qualität auf dieser Position in der selben Mannschaft wie Kimmich hatte, war Thiago. Alle anderen bringen nicht diese enormen Qualitäten offensiv und defensiv mit.


    Bei aller Kritik an Kimmichs "zu offensiver Position": Der Mann hatte gegen Spanien gestern gefühlt keinen einzigen Ballverlust und kann die meistens Ballkontakte in produktive, offensive Aktionen ummünzen. Die damit einhergehende Kontrolle auf das Spiel würde durch den Tausch auf AV verloren geht. Und ob Kimmich das 1:0, nach zwei Jahren ohne ernsthafte Einsätze auf rechts, hätte verhindern können sei mal dahin gestellt. Kehrer, Schlotterbeck und Raum sind ja keine schlechten Spieler, ihnen fehlt nur ein wenig um mit den absoluten Topspielern von Spanien mitzuhalten-wie beim 1:0 erkennbar.


    Ich glaube es ist im Fußball auch wichtig, dass Du Deine besten Spieler so positionierst, dass sie den meisten Impact haben. Kimmich ist aktuell mMn der beste Spieler in der deutschen Nationalmannschaft, deswegen macht es Sinn ihn dorthin zu stellen, wo er sich am besten entfalten kann.

    Goodie hat mMn eigentlich schon den wichtigsten Punkt gegen 7v7 bei Bambinis angesprochen; dass eben besonders die guten Spieler viele Aktionen sammeln.

    Was man vielleicht noch hinzufügen kann: Dass die Spieler im 3 vs 3 oder von mir aus auch im 5 vs 5 mehr Ballkontakte haben ist ja naheliegend. Jetzt muss man sich bewusst machen, dass Bambinis und auch F-Jugendspieler in aller Regel nicht in der Lage sind gemeinsam mit anderen Spielern auf dem Platz Lösungen zu finden - zumindest nicht mehr als das ausspielen einer 2v1 Situation.

    Und dann macht es aus meiner Sicht auch keinen Sinn ein 7 gg 7 zu spielen, wenn die Kinder das in seiner Komplexität sowieso nicht erfassen können...so ein Spiel dient dann eher der Belustigung der zusehenden Eltern, als der ernsthaften Ausbildung von Sportlern.


    Bei meiner zweiten Aussage bzgl. E-Junioren ist es vielleicht ein bisschen komplexer. Fußball ist ein sehr komplexer Sport: Ich muss in der Lage sein in unterschiedlichsten Räumen (außen, im Zentrum, frontal etc.) und in unterschiedlichsten Situationen (Gegner im Rücken, Gegner vor mir, vorm eigenen Tor, vorm gegnerischen Tor) Lösungen zu finden. Diese Komplexität gilt für mich, zumindest im höherklassigen Bereich, auf allen Positionen. Ein Beispiel ist der Innenverteidiger; mir ist schon klar, dass man auf dieser Position meistens das Spiel vor sich hat und alles sieht. Trotzdem kann ich es mir nicht erlauben, dass ein Innenverteidiger auf hohem Niveau keinen Schulterblick macht oder nicht damit umgehen kann, wenn er einen Gegner im Rücken hat (weil er zum Beispiel beim Pressing ins Zentrum gelenkt wird oder nach einem gegnerischen Eckball den Ball sichern will). Wenn ich mir jetzt einen Jungen vorstelle, der ab der F-Jugend immer nur hinten gespielt hat, wird er nicht oft genug in solche Situationen kommen, dass er sowas können muss.

    Wenn ich einen Spieler nicht auf unterschiedlichen Positionen einsetze wird er auch kein "kompletter" Fußballer.

    Das betrifft mMn insbesondere individualtaktische (und kleine gruppentaktische) Aufgaben, welche nunmal in E- und D-Jugend der Schwerpunkt sind. Dementsprechend würde ich in diesen Altersbereichen die Spieler auch "so flexibel wie möglich" aufstellen.

    Beim Torwart muss es spätestens zur D festehen.

    Bei uns gibt es einen Jungen, der hat in der D-Jugend Torwart gespielt und ist jetzt Leistungsträger beim Tabellenführer einer Mannschaft in der Landesliga (3.Liga in der Altersklasse)...als Feldspieler.


    Wenn ich als Trainer die Spieler zwischen Positionen routiere muss ich Sie auch dementsprechend ausbilden. Defensive ist anders als Offensive. Und ich muss Sie ausbilden bevor Sie spielen, nicht im Spiel. Sonst leidet das ganze Team darunter das ein "Offensivspieler" in der ersten Pressinglinie ins Drippling geht oder einen Risiko Pass spielt oder der First Touch zu viel Risiko hat, statt einen einfachen sicheren Ball zu spielen. Haben wir gerade, komplettes Drama.

    Sorry, aber selbstverständlich setzt sich die Ausbildung auch im Wettkampf fort. Wer keine Fehler macht, wird auch kein besserer Fußballer. Das gilt fürs Spiel genauso wie fürs Training.

    Grundsätzlich sollte ein Spieler im Jugendbereich lernen, mehrere Positionen zu spielen. Wer im Herrenbereich ankommt und die rechnisch/taktischen Grundlagen nur auf einer einzigen Position beherrscht, der wird sich perspektivisch im Herrenbereich extrem schwertun. Heutzutage haben Spieler (insbesondere, wenn wir über Mannschaft oberhalb der Bezirksliga sprechen) einfach einen großen Vorteil, wenn sie flexibel einsetzbar sind.

    D.h. natürlich nicht, dass ein Spieler erst IV, dann Av und dann linker Stürmer spielt...aber z.B. ein Sechser, der auch Außenverteidiger spielen kann wird i.d.R. deutlich mehr Spielzeit sammeln können.


    Also in meiner Jugend gab es schon seit der Bambini grob feste Positionen. Unterteilt wurde in Defensiv und Offensiv und je nach "Fuß" halt links oder rechts. Spätestens ab der E-Jugend gab es keine Experimente mehr.

    Also das finde ich ehrlich gesagt schon ziemlich grob...mal davon abgesehen, dass es eine Katastrophe ist, wenn Bambini 7 gegen 7 spielen. Aber auch in der E-Jugend muss ein Spieler noch in der Lage sein jede(!) Position auf dem Spielfeld zu bekleiden - inklusive Torwart. Das ist mMn auch keine Geschmacksfrage, sondern schadet massiv der Ausbildung der Spieler.


    Ab der D-Jugend kann man das etwas differnezierter sehen. Auch da sollte ein Spieler mMn regelmäßig mindestens 2-3 verschiedene Positionen bekleiden. Das sind dann schon Dinger, die ein bisschen zusammengehören (z.B. Flügel, Stürmer, 10er)...aber trotzdem muss eine differenzierte technisch-taktische Ausbildung erfolgen. Für die ganz großen "Experimente" kann man dann auch mal ein Testspiel nutzen: In einer U12/U13 muss man dann auch noch dem Ehrgeiz der Spieler Rechnung tragen und sollte seine eigene Mannschaft durch Positionswechsel nicht zu sehr sabotieren. Da hat man dann bei den Spielern auch eher noch Argumentationsschwierigkeiten. Wobei man die natürlich vermehrt hat, wenn man den Spielern nicht vorher schon unterschieldiche Positionen beigebracht hat.


    Man kann sich dann im Laufe der Zeit weiter auf bestimmte Positionen einengen. Hier hat sich Vorteile, wenn man keinen allzu großen Kader hat. Bei einem 22 Spieler Kader neige ich dazu, Positionen in Ligaspielen "symmetrisch" zu ersetzen, wenn mal einer oder mehrere Spieler fehlen. Bei einem kleineren Kader (z.B. 17/18) muss ich als Trainer immer auch ein bisschen basteln, was automatisch eine gewisse Flexibilität der Spieler befördert. Wenn von drei Flügelspielern zwei Stück ausfallen, dann muss ich nunmal einen Spielern von einer anderen Position dahinziehen. Neben vielen weiteren Vorteilen, die ein kleiner Kader hat, ist das sicher einer der Gewichtigsten.

    Finde, dass Deine Argumentation im Sinne der Ausbildung FÜR das Zulassen von Grätschen spricht.


    Mal neben meiner Zustimmung zu dem was Trainer91 geschrieben hat, finde ich die Sorge vor Verletzungen im Kinderfussball übertrieben. In dem Alter sind ernsthafte Verletzungen super super selten. Außerdem bringen die wenigsten 9 Jährigen die Dynamik mit einem Gegenspieler wirklich weh zu tun.

    Ich sehe das auch wie CoachT ...Andribbeln gehört für die Innenverteidiger zum Spielaufbau dazu, genauso kann aber auch ein Torwart (natürlich risikoadjustiert) versuchen Gegenspieler zu binden und so Räume zu schaffen.

    Es wäre vermutlich hilfreich für Deinen Sohn, wenn Du mal versuchst zu verstehen, was der Trainer denn genau von Deinem Sohn sehen will und Du ihn in diesem Verhalten bestärkst. Wenn der Junge von Dir und vom Trainer unterschiedlichen Input bekommt, dann behindert das nämlich ganz sicher seine Entwicklung.


    Wobei mir eine Sache nicht so ganz klar ist: Wenn Ihr Euch im alten Verein so wohl gefühlt habt und sich Dein Sohn gut entwickelt hat, warum genau ist er dann überhaupt gewechselt?

    Faszinierend, wie man eine eigentlich schlaue Sache (Förderung von Trainingsbeteiligung anstelle von Leistung - insbesondere im Kinderbereich), so unfassbar dumm umsetzen kann (Bestrafung von polysportiver Betätigung).

    Im Grunde richtig aber wie geht man damit intelligent um, wenn ein Kind eine Zweitsportart an einem Trainingstag absolviert und somit nur noch auf eine Trainingsbeteiligung von max. 50% kommt.


    In dem Fall, wenn es E1-4 gibt, gibts sicher (bessere) Lösungen aber meine Frage zielt eher ins Allgemeine...

    Ich würde das Kind halt einfach trotzdem einsetzen. Man kann das ja über gute und klare Kommunikation lösen: "Wenn ein Spieler wegen einer anderen Sportart/Stützpunkt/Schule etc. fehlt dann ist das in Ordnung und wirkt sich nicht auf die Spielzeit aus, wer aber wegen keine Lust/zu kalt o.ä. fernbleibt, der muss damit rechnen weniger zu spielen."

    Das muss man halt von Anfang an klar kommunizieren, aber dann sollte man damit keine Probleme bekommen.


    Bei uns (Leistungsbereich U16) gibt es die Regel, dass ein Spieler, der das Abschlusstraining am Freitag verpasst, am Spieltag nicht in der Startelf steht. Vor einigen Wochen hatte ich einen Spieler, der einen sehr guten Grund hatte dieses Training zu verpassen, bei dem auch keine Möglichkeit besteht, diesen zu verschieben. Ich habe mich also am Freitag vor die Mannschaft gestellt und den Spielern erklärt, warum ich den Jungen am Samstag trotzdem einsetzen werde. Es haben alle Spieler verstanden und ich hatte wenige Wochen später auch keine Diskussionen als ich meinen Kapitän aufgrund der selben Regel auf die Bank gesetzt habe.


    Wenn ich den Kindern sage, dass ich es gut finde, wenn sie mehrere Sportarten betreiben, dann werden sie es auch akzeptieren, wenn ich das fördere. Andersrum wäre es ja auch eine Katastrophe, wenn ich ein Kind dafür sanktionieren würde (wie im o.g. Fall) weil es einen anderen Sport macht.

    Faszinierend, wie man eine eigentlich schlaue Sache (Förderung von Trainingsbeteiligung anstelle von Leistung - insbesondere im Kinderbereich), so unfassbar dumm umsetzen kann (Bestrafung von polysportiver Betätigung).


    In diesem Kontext hat ja wirklich niemand was davon, so einen Quatsch zu machen.

    Benenne die Grundordnung um in 2-3-1...das wäre zumindest aus meiner Sicht der erste und einfachste Schritt.


    Dann wird den Spielern die "Raumaufteilung" ein bisschen klarer. Wobei man sich schon die Frage stellen muss, ob das in der U9 so ein großes Problem ist. Wenn die Spieler statt in einer Situation ohne "helfende" Mitspieler den langen Ball, statt das 1 gegen 1 wählen, würde mir das eher Sorgen bereiten.

    Das sind beides Beispiele, bei denen der Schiedsrichter oder der verantwortliche Verein ein falsches Ergebnis eingetragen haben. Das sollte mit einem Anruf beim Staffelleiter korriegiert werden können. Grundsätzlich ist mir das aber auch schonmal passiert, dass jemand mein Ergebnis falsch eingetragen hat. Das ist aber sicher kein technisches Problem speziell von fussball.de


    Beim 2.Bsp gehe ich aber davon aus, dass das richtige Ergebnis tatsächlich 1:22 war. Dass Torschützen vergessen werden kommt zumindest nach meiner Erfahrung sogar recht oft vor.

    In Deutschland ist Fußball ein Nebenberuf für Frauen. Das muss sich ändern. Soll nicht heißen, dass ich ein "zweites Bosman Urteil" will, sondern das Frauen im Profifußball und auch in allen Profisportarten so viel verdienen, dass es für die aktive Spielzeit und 10 oder 20 Jahre danach ausreicht ohne einen weiteren Job ausüben zu müssen.

    Dass jemand, der das hauptberuflich macht, auch favon leben können muss, finde ich richtig. Aber warum dann auch für die 20 Jahre danach? Was unterscheidet einen Profisportler/Profisportlerin von einem anderen Beruf, wo es teilweise auch 50-60 Stunden/Wochen gibt (z.b. bei Ärzten)?

    Da es in Bayern bis zur E-Jugend nur eine Liga gibt (die Gruppenliga) findet diese Regelung allerdings in Deinem Fall keine Anwendung.


    Hier sind nämlich explizit Mannschaften in unterschiedlichen Spielklassen gemeint.

    Ich glaube, dass es grundsätzlich besser wäre, die Spielfeldgröße beim Frauenfußball anzupassen. Frauen sind im Schnitt 14cm kleiner als Männer. Dementsprechend sind glaube ich vieles, was gemeinhin als "geringeres Tempo" oder "technische Defizite" wahrgenommen wird, in Wahrheit dem relativ größeren Spielfeld geschuldet. Das Selbe gilt für viele Torwartfehler.

    Was die taktischen Lösungen auf dem Platz angeht sind die Topmannschaften im Frauenfußball den Männern mMn mind. ebenbürtig

    Das mit dem "Jeder ist sich selbst der Nächste" sehe ich bei uns auch. Wir mussten mal wieder die Trainingszeiten neu aufteilen, erschwert dadurch, dass nun auch ein weiterer Verein auf "unserem" (tatsächlich städtischen) Platz mit trainieren soll, also weniger Trainingszeiten für unseren Verein zur Verfügung stehen. Auch bei uns gab es dann Trainer, die auf ganz bestimmte Trainingszeiten bestanden haben. Ich habe unserem Jugendleiter gesagt, was für mich am besten wäre. Er solle meine Mannschaft aber da einteilen, wo es halt für den Verein am besten ist. Er meinte später, dass ich der einzige Trainer wäre, der ihm da keinen Ärger gemacht hat.

    Da muss man finde ich auch der Fairnesshalber sagen, dass nicht jedem jede Trainingszeit möglich ist. An Tagen an denen ich Training habe, fange ich mit meinen Uni-Sachen auch früher an, damit ich am Abend rechtzeitig fertig bin. Das geht aber nur, weil bei uns Trainingsbeginn um 18:00 ist. Wäre das deutlich früher, dann wäre es einfach schwierig das alles unter einen Hut zu bekommen.


    Z.B. habe ich Abends ein wöchentliches Meeting. Da kann ich einfach grundsätzlich nicht trainieren, selbst wenn ich es wollte.

    D-Jugend ist Individualtaktik und Gründzüge (kleiner) Gruppentaktischer Aufgaben. Da spielt die Taktiktafel, wenn überhaupt, nur eine untergeordnete Rolle.

    Man kann den Spielern in dem Alter schon grundlegende Aufgaben im Pressing mitgeben, wobei ich meiner Meinung nach (alleine aus Gründen der Ausbildung) immer Angriffspressing spielen würde. Und dann auch wirklich nur Basic Aufgaben...


    Aber grundsätzlich würde ich mir zu Beginn der D-Jugend immer erstmal darüber Gedanken machen, welche Individualtaktischen Sachen noch nicht sitzen und mich vorrangig damit beschäftigen. Danach kann man sich dann komplexere Fragen stellen. Ein "System" kann es mE aber in diesem Alter bis auf ganz banale Sachen eigentlich noch nicht geben.

    Weil Intensität und Belastbarkeit in Spielformen i.d.R. höher ist, zumindest bei ambitionierten Fußballern. Ich persönlich schaffe beim Fußballspielen konstant länger höhere Pulsfrequenzen als beim Intervalltraining, einfach weil der "innere Schweinehund" hier weniger ausgeprägt ist.

    Darüber hinaus ist es ja gerade nicht das Ziel, dass alle Spieler gleich viel laufen. So ist der fitte Spieler unterfordert und der weniger fitte überfordert. In einer Spielform geben die meisten Spieler ihr Bestes und trainieren so am persönlichen Leistungslimit.


    Zu guter Letzt bin ich der Meinung, dass zur Verbesserung der Ausdauer ein konstantes Training über einen sehr langen Zeitraum notwendig ist. Physische Systeme benötigen eine gewisse Zeit bis sie sich anpassen. Diese Konstanz im Training bekomme ich nur, wenn ich etwas mache, auf das ich wirklich Lust habe.

    Ich hoffe das war eine Regenerationseinheit um den Spaßfaktor innerhalb der Mannschaft anzukurbeln (wobei es selbst dafür mit Sicherheit bessere Möglichkeiten gibt.)

    Mal ernsthaft, jeder Kreisliga-Trainer müsste sich fragen lassen, was er denn mit der Trainingseinheit bezwecken will.

    Ich hoffe nur, es waren keine Hospitanten vor Ort, die was von Nico Kovac lernen wollten.

    Wenn ich ganz ehrlich bin, fehlen mir immer noch die Worte und mich würde tatsächlich mal eine komplette Trainingswoche oder gerne auch ein ganzer Monat interessieren um einordnen zu können was in dem Video gerade passiert ist.

    Das war mMn ziemlich eindeutig eine Trainingseinheit zur Grundlagenausdauer. Man kann von Kovac halten was man will, aber Parcours mit Fußballspezifischen Aufgaben sind als Training der GA etabliert.