Stopp, der Wille war da, aber die Umsetzung des Plan Löw haperte es
gewaltig. Jedoch muss man festhaltten das wir im Nachwuchsbereich eklatante
Schwächen haben. Das muss man einfach mal benennen das wir als 80 Million Staat
es nicht fertig bringen, Talente raus zu bringen die einen Weltfußballer beinhalten.
Ich mache ja diese Nachwuchs Arbeit schon eine lange Zeit mit und beobachte. Jedoch muss ich
da Scholl einfach Recht geben. Die Kinder werden von Leuten trainiert die in ihrer
Laufbahn es kaum in die Kreisliga schafften und dann mit Ihrer Elitelizenz auf
die Kinder losgelassen werden. Das zieht sich rauf bis in den U19 Bereich.
Ich bin der Meinung, Deutschland als 80 Millionen Land an Bevölkerung muss im
Profibereich das Maß aller Dinge sein in Europa. Also auch von den Spielern.
Das wir derzeit soweit sind wie die Schweiz - die meiner Meinung nach, Top Qualität
haben, sehe ich sehr beängstigend.
Es müssen dringend Reformen her. Stützpunkte und auch in den NLZ sowie Bundesligavereine. Eine verpflichtende Abnahme aus ihren NLZ in den Profikadern vielleicht ? Ich weiß es nicht. Vielleicht habt ihr Ideen.
Beim ersten Abschnitt muss ich Dir entschieden widersprechen. Es war noch nie ein Problem, dass zu viele Trainer ohne Profi-Erfahrung in der Talentausbildung angekommen sind...wenn überhaupt ist das Problem genau andersherum.
Scholl ist dafür mMn das beste Beispiel. Als Trainer gescheitert, aber das Selbstverständnis haben, dass er es als ehemaliger Weltklasse-Spieler sowieso alles besser wisse. Trainer ist ein "Beruf" den man, genauso wie jeden anderen auch, erlernen muss. Und die Karriere als ehemaliger Fußballer ist da sicher ein kleiner Bonus...aber mehr auch nicht.
Wir Deutschen sind aber auch ziemlich gut darin alles schlecht zu reden. Natürlich sollte ein Land wie Deutschland, das aus 80Mio Menschen seine Talente schöpfen kann, auch zu den Top-Nationen in Europa gehören. Und klar, haben insbesondere die Engländer in Sachen Jugendausbildung die ein oder andere Sache voraus. Aber wir reden hier ja auch über einen sportlichen Wettkampf in dem oftmals auch Details entscheiden...manchmal auch solche die sehr wenig mit den Verbänden an sich zu tun haben (Bspw.: Wie lange war das Fußballspielen im Corona-Winter verboten. Vergleicht da mal Deutschland und die Niederlande).
Das ist dann auch nicht "beängstigend", sondern halt einfach noch nicht das Optimum. Bloß auf der Ebene höre ich dann echt selten wirklich fachlich fundierte Vorschläge, was konkret besser werden muss, sondern nur Gemoser, dass "man ja mehr erwarten kann".
Grundsätzlich trotzdem mal ein paar Vorschläge, was ich persönlich als Verbesserung empfinden würde:
-hauptamptliche Trainer (idealerweise mit Sportstudium UND hoher Lizenzstufe) auf allen Ebenen im NLZ
-Verringerung von Ergebnisdruck durch Ausgliederung der NLZ aus dem regulären Liga-Betrieb (insbesondere im Bereich bis U16)
-Verstärkte Betrachtung des RAE effects (eventuell sogar durch eine Quotenregelung)
-klarere Orientierung an harten Talentkriterien bei der Auswahl der Spieler (weniger Körpergröße/Athletik, mehr Spielintelligenz und Tempo) -> wie man das allerdings genau verbindlich machen soll...keine Ahnung. Versucht wirds ja meistens eigentlich schon.