Beiträge von Constantin

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    1.Zone (links) 6gg2

    2.Zone 3gg3

    3.Zone 3gg1


    In der ersten Zone müssen die Spieler (je nach Feldgröße und konkreter Spielerzahl) z.B. 4 Pässe erreichen. Danach ist es das Ziel, den Ball in Zone 3 zu spielen. Gewollt ist natürlich die Zuhilfenahme der Spieler in Zone 2, um ein realistisches Defensivverhalten zu erzwingen, sollte es allerdings auch erlaubt sein direkt zu verlagern. Nachrücken in Zone 2 ist für die Spieler grundsätzlich erlaubt. Das braucht auch im Prinzip keine Beschränkung, weil in den seltensten Fällen mehr als 2 Stationen in dieser Zone möglich sind.

    Nach einer Verlagerung wird entsprechend aufgefüllt und C spielt in Zone 3 gegen B.


    Im Prinzip hast Du im Zentrum die Anforderung an die Spieler zu erkennen, ob sie einen Gegner im Rücken haben oder die Möglichkeit aufzudrehen. Realistischerweise werden die Spieler in der Konstellation oben, meistens den Klatschball wählen (welchem meist auch eine gute Freilaufbewegung vorausgehen muss), aber das kann man schon so steuern, dass sich die Häufigkeiten verändern (bspw. indem man im Zentrum einen Verteidiger rausnimmt).

    Ich verstehe leider den Sinn nicht, warum man das nun differenzieren muss. Muss jetzt jeder kleinere Spieler zentraler Mittelfeldspieler werden? Warum nimmt man bestimmte Positionen raus, um den Durchschnitt zu verfälschen? Damit es in eine bestimmte Argumentation passt?


    Fakt ist: es sind mehr Profis 1,84 als 1,76. Klar sind mehr zentrale Mittelfeldspieler kleiner als 1,84 als größer. Aber die machen theoretisch auch nur ein Elftel der Profis aus. Das tut sich dann in keine Richtung etwas.


    Wenn ein Spieler klein ist, fallen für ihn ja offenbar schonmal einige Positionen raus. Dann ist doch gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit geringer, dass man Profi wird oder höherklassig spielt.

    Ich gehe bei Deiner Argumentationskette nicht ganz mit, Du sagst


    Zeigt: man muss eher überdurchschnittlich groß sein, um Profi zu werden. Wenn die Prognose ist, dass jemand deutlich kleiner ist und bleibt, dann wird es schwierig, Profi zu werden.

    und begründest dies damit, dass der durchschnittliche Bundesligaprofi größer als die Normalbevölkerung ist. De facto kannst Du das aber auch umdrehen: Es gibt Positionen, da findest Du in der absoluten Weltspitze nur Spieler die (teilweise deutlich) kleiner als 184 sind. Ist jetzt etwas anekdotisch, aber: Kante (168!), Kimmich, De Bruyne, Jorginho, Bernardo Silva, Gündogan, Sabitzer sind alle ≤180cm.


    Ich halte nicht viel davon, dass man die Chancen Profi zu werden an eine bestimmte Körpergröße knüpft. Ich persönlich glaube auch nicht, dass das so wahnsinnig mit der Wahrscheinlichkeit verknüpft ist Profi zu werden. Eventuell kann man diese Korellation auf bestimmten Positionen sehen. Bei einem Innenverteidiger würde ich Dir mit Sicherheit recht geben, dass da die Chancen ganz eng an der Körpergröße hängen.

    Weder ist eindeutig vorherzusagen, dass die einen aufholen, noch, dass die anderen den Vorsprung behalten

    In dem Moment, in dem sich ein Verein oder Stützpunkt für einen bestimmten Spieler entscheidet, muss alles mit einbezogen werden, was den einen Spieler zum besseren Fußballer macht. Und das kann jawohl nicht ausschließlich die Technik sein.

    Genauso wie technisch schwache große Spieler, die irgendwann eingeholt wurden gibt es auch super Techniker, die mit 19 noch 1,65 groß sind und sich nicht in der Kreisliga B durchsetzen können.

    Ja, die gibt es. Aber da muss man dann auch so ehrlich sein: Da liegt es nicht an der Größe, sondern am Können. Ein Spieler kann mE schon 1,70 sein (bei uns in der Herren-Verbandsliga sind dieses Jahr zwei so Jungs aus der U19 dazu gekommen, die beide direkt Stammspieler geworden sind), aber dann muss der Rest passsen. Das gilt für den 1,90 Hünen aber genauso. Auch der kann auf höchstem Niveau Schwächen in anderen Bereichen nicht mehr kompensieren.

    Das sieht man dann zugegebenermaßen auch oft, dass ein Spieler für technisch stark gehalten wird, nur weil er klein ist. Während eklatante Schwächen in Spielverständnis und Athletik komplett übersehen werden.

    Es gibt natürlich auch die 1,65 großen Supertechniker, die später Weltfußballer wurden ;)

    Davon gibt es in der "Neuzeit" einen und der bestätigt ziemlich klar die Ausnahme. Im Durchschnitt ist der Bundesligaspieler 1,84m groß, somit 4cm (!) über dem Bundesdurchschnitt der Männer. Zeigt: man muss eher überdurchschnittlich groß sein, um Profi zu werden. Wenn die Prognose ist, dass jemand deutlich kleiner ist und bleibt, dann wird es schwierig, Profi zu werden.

    Das kann man denke ich aber schon noch ein wenig differenzieren. Dass z.B. Torwart, Innenverteidiger oder (teilweise) zentrale Stürmer eine gewisse Körergröße mitbringen müssen ist sicher unstrittig. Die Frage ist, ob es diese Differenz zur Durchschnittsbevölkerung immernoch gibt, wenn man diese Positionen aussen vor lässt.

    Denn es gibt hier sicher niemanden, der sagt, dass aus den körperlich schwachen Jungs unbedingt der nächste Jerome Boateng wird, sondern vielleicht eher der 1,76m große zentrale Mittelfeldspieler.

    Selbst 1,84 ist zwar größer als der Durchschnitt, aber auch nicht riesig. Insbesondere wenn man bedenkt, dass jüngere Menschen (denen Profifußballer ja angehören) tendenziell größer werden als ihre Eltern.

    Ich glaube man muss sich auch bewusst machen, welcher Aspekt der Körperlichkeit im Vordergrund steht.

    Wenn man sich aber mal von der reinen Körpergröße wegbewegt und den Fokus auf andere Aspekte legt, sehe ich das schon eindeutiger. Ein ambitionierter Spieler braucht mit Sicherheit (Antritts-)schnelligkeit, viel Muskulatur, einen niedrigen Körperfettanteil und mit Sicherheit auch die Fähigkeit Zweikämpfe zu gewinnen. Aber es reduziert sich ja in der Realität nicht darauf, dass solche Fähigkeiten betrachtet werden. Die Tatsache, dass es in den NLZ so viel mehr Spieler aus Januar und Febraur gibt als in allen anderen Monaten hat dann nichts mehr mit der Perspektive für spätere Höchstleistungen zu tun, sondern ist isoliert mit dem Einsetzen von Wachstum und Pubertät zu begründen.

    Und da muss man dann schon sagen, dass ein System, welches solche Entscheidungsprozesse begüngstigt nicht förderlich für die Talententwicklung ist...aber das ist ein anderes Thema.

    Ich persönlich würde mir als Trainer ganz genau überlegen, ob ich mit so einem Spieler arbeiten möchte.


    Es geht ja nicht drum, dass jemand gezielt bei einer Mannschaft, bei der er von Mannschaft und Trainer überzeugt ist, ein Probetraining zu machen. Hier geht es ausschließlich um die maximal hohe Spielklasse. Da muss ich mir als Trainer schon bewusst machen, dass solche Jungs niemals zu Leistungsträgern werden können. Denn sobald sie (vielleicht durch sportliche Weiterentwicklung) zu den besseren Spielern gehören, suchen sie sich schon den nächsten Verein, der eine Liga höher spielt.

    keine Einsatz-oder Startelf Garantie

    Just my two Cents: Die wird er niemals in einem ambitionierten Verein bekommen. Selbst wenn er (aus Sicht des Trainers) der mit Abstand beste Spieler wäre. Wenn ein Trainer das zu mir sagen würde, dann fände ich ihn sofort unglaubwürdig, weil das das Leistungsprinzip ausser Kraft setzen würde.

    Finde die Idee echt cool, hab aber eine Frage zur Organisation.


    Die Spieler suchen sich ja alle jemand anderen zu dem sie laufen. Würde das nicht in der Konsequenz dazu führen, dass immer alle auf einem Haufen stehen? Weil A läuft zu B, B läuft zu C und C zu D -> Alle stehen bei D und niemand weiß genau wer jetzt zu wem gelaufen ist.

    Oder hab ich da ein falsches Bild bzw. wie hast Du das gelöst?

    Einen Spieler zu einem Testspiel mitzunehmen um ihn dann 10 MInuten spielen zu lassen ist jetzt auch nicht unbedingt die feine englische Art...


    Aber mal im Allgemeinen ist hier schon so ein bisschen eine komische Einstellung wahrzunehmen: Da sollen "Entscheidungen forciert werden", man will sich nur um "die eigenen Spieler kümmern" und Spieler werden in "ihrer Loyalität beeinträchtigt".


    Ich weiß ja nicht wies Euch geht, aber ich bin nicht deswegen Trainer, weil ich meinen Verein so toll finde und ich deswegen Vereinsinteressen über alles stelle. Ich arbeite gerne mit Jugendlichen, weil ich so langfristig auf ihre persönliche Entwicklung Einfluss nehmen kann und so (hoffentlich) einen positiven Einfluss auf ihr weiteres Leben zu haben.

    Und ganz ehrlich finde ich, dass Eure Aussagen (ohne Euch persönlich zu kennen) irgendwie andere Interessen in den Mittelpunkt zu rücken scheinen.

    Ich meine klar, ist man als Trainer enttäuscht, wenn man von einem Probetraining nichts erzählt bekommt...aber wenn ich mir hier so anschaue, welche Reaktionen da von Euch kommen: Ich hätte Euch auch nichts von meinem Probetraining erzählt.

    Vertrauen ist halt immer so eine Sache. Wenn ich als Spieler das Gefühl habe, der Trainer hat immer mein bestes Interesse im Sinn, dann erzähle ich ihm mehr, als wenn ich davon ausgehen muss, dass es für mich Nachteile hat.


    Ich habe es oben schonmal geschrieben: Wenn ich will, dass der Spieler bei mir bleibt, zeige ich ihm das auch so. Dann führe ich entsprechende Gespräche und dann biege ich im Zweifel auch mal Regeln so um, dass der Spieler doch beim Testspiel zu ausreichend Spielzeit kommt. Wie ich mit dem Jungen umgehe sehen ja dann auch die anderen Jungs. Im normalfall kennen sich die Spieler auch privat untereinander. Was denkst Du welches Licht es auf Dich wirft, wenn Du mit dem besten Kumpel so umgehst?

    Sehe ich genauso.


    Ich hatte dieses Jahr auch einen Spieler, der bei einem "höherklassigen" Verein (höchste Jugendliga) ein Probetraining hatte. Das war (im Gegensatz zu Deinem Fall) mit mir abgesprochen, aber an einem Trainingstag war er trotzdem beim anderen Verein.


    Es gab dann zwei Gespräche mit dem Spieler und eins mit dem Vater, bei denen ich ganz offen erklärt habe, was mMn für und gegen den Wechsel spricht. Natürlich hat man eine gewisse Brille auf, aber am Ende ist hier glaube ich Ehrlichkeit das Wichtigste.


    Am Ende hat sich der Junge dafür entschieden zu bleiben, obwohl der andere Verein ihm zugesagt hatte.


    Wenn Du also ernsthaft ein Interesse daran hast den Jungen zu behalten (oder irgendwann wiederzubekommen) gehe so fair wie möglich mit ihm um.

    Man sollte keine verbrannte Erde hinterlassen.

    Das hier ist ja der "Frustabbau-Thread", dementsprechend habe ich das auch etwas schärfer formuliert als es am Ende gemeint war. Natürlich kann ich das auf dem Niveau auf dem ich mich bewegen nicht "einfordern"...trotzdem hatte ich in den letzten Jahren mit Mannschaften zu tun bei denen die Eltern das eben mehr berücksichtigt haben. Aber das habe ich mit der Formulierung "erwartet" ausdrücken wollte. Ich habe gedacht, dass ich es schon mitbekomme, wenn die Jungs im Urlaub sind. Da steht dann eher mein eigener Denkfehler im Vordergrund.


    Aber das ist es auch nicht, was mich wirklich ärgert und ich glaube das ist oben auch rausgekommen. Die Termine sind schon etwas länger bekannt, aber irgendwie fühlt sich keiner genötigt mir seine Urlaubspläne mitzuteilen. Am Ende bedeutet das jetzt extra Arbeit für mich, die ziemlich vermeidbar gewesen wäre.


    Deinen letzten Absatz verstehe ich jetzt nicht so wirklich: Dass ein (fitter) Spieler über die volle Distanz spielt ist doch eher die Regel als die Ausnahme. (Auch aus Ausbildungssicht ist ein 70min Spiel für einen C-Jugendlichen sicher das Beste)


    Vielleicht vorher eine Umfrage zwecks Ferien machen ?

    Ich verstehe den Ärger aber ehrlich gesagt wenn du etwas voraussetzt solltest du es vorher kommunizieren :) !

    Das habe ich dann am Samstag tatsächlich mal gemacht...wäre früher wohl eine bessere Idee gewesen.🙈

    Aber wie gesagt: Die Termine standen schon länger...da kann man schonmal auch ungefragt was sagen, dann wäre das ganze etwas entspannter abzusagen gewesen.

    Bin grad ein bisschen angepisst.


    Ich hatte Mitte Juni die Vorbereitung für die Sommerferien geplant und in diesem Zeitraum auch Testspiele vereinbart. Hatte diese dann entsprechend den Eltern und Spielern weitergegeben. Aus irgendeinem Grund bin ich wohl davon ausgegangen, dass sich die Eltern oder Spieler schon bei mir melden werden, wenn sie zu dem Zeitpunkt im Urlaub sind...ist ja, so war meine Auffassung, eine Selbstverständlichkeit.

    Nachdem mich zwei Spieler kurz darauf informiert haben, dass sie nicht da sind, bin ich also davon ausgegangen, dass wir spielen können.


    Jetzt habe ich am Freitag mal eine Umfrage (mit Google Forms) gemacht und bin aus allen Wolken gefallen. Von bis jetzt 12 Antworten, sind bis jetzt 3 bei den Spielen in der 3. und 4. Woche da. Es stehen noch 7 Antworten aus. Aber aktuell fehlt mir echt die Fantasie, dass das genug Spieler werden, selbst mit Unterstützung aus anderen Mannschaften.

    Ich mein, mal davon abgesehen, dass ich es gewohnt war, dass Jungs die leistungsorientiert Fußball spielen ihren Urlaub auf die ersten 2-3 Wochen legen (bzw. deren Eltern) es ärgert micht einfach, dass anscheinend niemand in der Lage ist, mal anzukündigen, dass man da nicht da ist.

    Habe das mit Mannschaften auf diesem sportlichen Niveau ehrlich gesagt noch nie in dieser Form erlebt. Oben drauf kommt noch, dass eine handvoll Spieler einfach zielsicher ihren ersten/letzten Urlaubstag auf den Spieltag gelegt haben. Natürlich ist es bei einigen so, dass der Urlaub schon vorher gebucht ist, deswegen finde ich das für sich genommen jetzt nicht so riesig dramatisch. Ist auch die Frage, ob das so ne super Sache wäre einen Spieler nach zwei Wochen Urlaub direkt wieder für 70 Minuten durchspielen lassen (zu müssen).

    Aber in der Summe ist es halt schon irgendwie "the icing on the cake".

    Das gibt es in Bayern auch, dass der Verein einen Spieler sperren kann, obwohl dieser während der normalen Wechselperiode den Verein verlässt. Da ist es dann (so wie bei Euch wahrscheinlich auch) so, dass es dann 3 Monate Sperre gibt. Das ist dann zwar nicht ganz so dramatisch, da man, zumindest in Bayern, nur die ersten paar Spiele verpasst. Ärgerlich ist es aber trotzdem.


    Im Prinzip ist es schon unüblich aus o.g. Grund einem Spieler die Freigabe zu verweigern. Denn die wenigsten Spieler teilen dem Verein ein Vereinsfremdes Probetraining mit Und wenn, dann nur wenn ein starkes Vertrauensverhältnis besteht, welches ja im o.g. Fall offensichtlich nicht besteht (sonst wäre der Verein nicht so vorgegangen).

    Normalerweise wäre dies ein Punkt an dem der aufnehmende Verein hier mal das Gespräch mit Eurem Heimatverein suchen sollte. Es kann sicher nicht im Interesse des abgebenden Vereins sein, dass in Zukunft Spieler grundsätzlich gesperrt werden, wenn sie zwischen den Vereinen wechseln...und das ist dann leider die traurige Konsequenz, wenn man einmal so anfängt.

    Ich kenne solche Sperren tatsächlich nur bei gravierenderem Fehlverhalten, z.B. nichtrückgabe von Trikots.


    Ich vermute, dass Dein Sohn in der aktuellen Mannschaft Leistungsträger ist und dieser vermutlich gekränkt ist. Das Argument "fest eingeplant" halte ich eher für vorgeschoben. Wenn meine Kaderplanung von einem einzigen Spieler abhängig ist, dann ist tendenziell eher was bei der Planung schief gelaufen. Oder glaubt wirklich jemand, dass sie, wenn sie von dem Abgang gewusst hätten, noch den einen Spieler mehr "verpflichtet" hätten.

    Ja, aber im Endeffekt stehen die Quereinsteiger aus Deutschland regelmäßig in den Finalspielen großer Turniere, während die englischen Ex-Profis wegen Erfolglosigkeit entlassen werden.


    Gerade der hohe Anteil an Trainer, die keine großen Spieler waren, ist eine Stärke der deutschen Trainerausbildung. Gerade dieser große Pool an potentiellen Kandidaten sorgt dafür, dass sich am Ende besonders die Trainer mit dem meisten Talent durchsetzen...und nicht die mit dem hübschesten Lebenslauf.


    Zum Thema Führungsspieler: Es ist mMn nicht so, dass ein Trainer die selben Fähigkeiten besitzen muss wie beispielsweise ein Führungsspieler oder ein Mannschaftskapitän. Natürlich spielen soziale Kompetenz und eine gewisse Autorität eine Rolle.

    Aber ein Trainer muss da dann schon deutlich mehr leisten. Auf einmal muss man sich mit den Gedanken und Problemen von Spielern auseinandersetzen, mit denen man als Aktiver eher weniger zu tun gehabt hätte. Das fordert eine ganz andere Form des empathischen Umgangs.

    Und es ist ein krasser Unterschied zwischen der Ausführung von Technik oder Taktik und der Weitervermittlung dieser Inhalte an Dritte.

    Stopp, der Wille war da, aber die Umsetzung des Plan Löw haperte es gewaltig. Jedoch muss man festhaltten das wir im Nachwuchsbereich eklatante Schwächen haben. Das muss man einfach mal benennen das wir als 80 Million Staat es nicht fertig bringen, Talente raus zu bringen die einen Weltfußballer beinhalten. Ich mache ja diese Nachwuchs Arbeit schon eine lange Zeit mit und beobachte. Jedoch muss ich da Scholl einfach Recht geben. Die Kinder werden von Leuten trainiert die in ihrer Laufbahn es kaum in die Kreisliga schafften und dann mit Ihrer Elitelizenz auf die Kinder losgelassen werden. Das zieht sich rauf bis in den U19 Bereich.


    Ich bin der Meinung, Deutschland als 80 Millionen Land an Bevölkerung muss im Profibereich das Maß aller Dinge sein in Europa. Also auch von den Spielern. Das wir derzeit soweit sind wie die Schweiz - die meiner Meinung nach, Top Qualität haben, sehe ich sehr beängstigend.

    Es müssen dringend Reformen her. Stützpunkte und auch in den NLZ sowie Bundesligavereine. Eine verpflichtende Abnahme aus ihren NLZ in den Profikadern vielleicht ? Ich weiß es nicht. Vielleicht habt ihr Ideen.

    Beim ersten Abschnitt muss ich Dir entschieden widersprechen. Es war noch nie ein Problem, dass zu viele Trainer ohne Profi-Erfahrung in der Talentausbildung angekommen sind...wenn überhaupt ist das Problem genau andersherum.

    Scholl ist dafür mMn das beste Beispiel. Als Trainer gescheitert, aber das Selbstverständnis haben, dass er es als ehemaliger Weltklasse-Spieler sowieso alles besser wisse. Trainer ist ein "Beruf" den man, genauso wie jeden anderen auch, erlernen muss. Und die Karriere als ehemaliger Fußballer ist da sicher ein kleiner Bonus...aber mehr auch nicht.


    Wir Deutschen sind aber auch ziemlich gut darin alles schlecht zu reden. Natürlich sollte ein Land wie Deutschland, das aus 80Mio Menschen seine Talente schöpfen kann, auch zu den Top-Nationen in Europa gehören. Und klar, haben insbesondere die Engländer in Sachen Jugendausbildung die ein oder andere Sache voraus. Aber wir reden hier ja auch über einen sportlichen Wettkampf in dem oftmals auch Details entscheiden...manchmal auch solche die sehr wenig mit den Verbänden an sich zu tun haben (Bspw.: Wie lange war das Fußballspielen im Corona-Winter verboten. Vergleicht da mal Deutschland und die Niederlande).

    Das ist dann auch nicht "beängstigend", sondern halt einfach noch nicht das Optimum. Bloß auf der Ebene höre ich dann echt selten wirklich fachlich fundierte Vorschläge, was konkret besser werden muss, sondern nur Gemoser, dass "man ja mehr erwarten kann".


    Grundsätzlich trotzdem mal ein paar Vorschläge, was ich persönlich als Verbesserung empfinden würde:


    -hauptamptliche Trainer (idealerweise mit Sportstudium UND hoher Lizenzstufe) auf allen Ebenen im NLZ

    -Verringerung von Ergebnisdruck durch Ausgliederung der NLZ aus dem regulären Liga-Betrieb (insbesondere im Bereich bis U16)

    -Verstärkte Betrachtung des RAE effects (eventuell sogar durch eine Quotenregelung)

    -klarere Orientierung an harten Talentkriterien bei der Auswahl der Spieler (weniger Körpergröße/Athletik, mehr Spielintelligenz und Tempo) -> wie man das allerdings genau verbindlich machen soll...keine Ahnung. Versucht wirds ja meistens eigentlich schon.

    Wie gesagt, Standards wurden trainiert.

    Ich überleg grad was die Alternative ist. Ich hoffe, dass es nicht ernsthaft Profi-Mannschaften auf dem Niveau gibt, die keine Standards trainieren.


    Und dann geht es am Ende halt doch um die Frage, wer in der einzelnen Situation besser ist. Ob jetzt aber das eine Tor von Portugal tatsächlich auf ein tieferliegendes Problem hindeutet halte ich für "a bit of a stretch".