Beiträge von Constantin

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Mal so zur Selbstreflexion: Ich finde, dass Dein Auftritt (also, wenn Du die Dinge in den Anführungszeichen wirklich so gesagt hast) schon einen sehr arroganten Eindruck machen. Dass dann ein Jugendlicher (so habe ich das zumindest verstanden) dann auch versucht die Grenzen auszutesten, würde mich nicht überraschen.


    Zumindest geht aus diesem Kontext hervor, dass es die rote Karte nicht für "Digga" als Beleidigung gab, sondern weil der Spieler Deinen Anweisungen nicht gefolgt ist. Da Deine erste Aussage aber selber eine Provokation darstellt ("Ist es aber") finde ich es ein bisschen affig einen Spieler für sowas dann rauszustellen.

    Fachidiot : der Spieler mit dem Kommentar. Ich kenne allerdings nicht den Bericht des Schiedsrichters und weiß nur, dass der Spieler gesperrt wurde. Zum Urteil selbst habe ich auch keinen Zugang gehabt.

    Wenn der Schiedsrichter zum Ausdruck bringt, dass der Spieler das mit einem entsprechend aggressiven Tonfall gesagt hat, dann wird jedes Sportgericht in DE, glaube ich, das Urteil so bestätigen. Die stehen meistens hinter ihren Schiedsrichtern. Dass die Aussage an sich mMn völlig unbedenklich ist, bleibt davon unbenommen...

    Natürlich kann man sich alles schönschreiben!

    Wer was von Kommunikationstheorie versteht, weiß, dass nicht der Sender, sondern der Empfänger die Bedeutung der Kommunikation bewertet, also sollte man alles unterlassen, was zu Missverständnissen führen könnte.

    Alles Klar! Dann werte ich diese Aussage als Beleidigung: Ich verstehe anscheinend nichts von Kommunikationstheorie und Du willst mich daher als dumm hinstellen.


    Ne, also ich finde, dass das quatsch ist. Die Kommunikation wird natürlich immer von beiden Parteien interpretiert, dementsprechend ist es natürlich auch Aufgabe des Empfängers, die Aussage so zu interpretieren, wie sie intendiert war. Und grade im oben genannten Fall, kann ich mir vorstellen wie es zu einem Missverständnis kommen soll. Allerdings hat die Empörung nach der Aufklärung durch den Sprecher keine Existenzberechtigung mehr.

    Ich bin aber auch grundsätzlich kein Freund davon wenn Trainer auf die Erteilung einer Sperre Einfluss nehmen können/dürfen, sowas führt immer wieder zu Problemen und ebnet den Weg für zu große Egos, ich bevorzuge wenn der Verein das alleine entscheidet.

    Unterm Strich ist das ja keine Schwarz/Weiß Entscheidung, sondern ist immer von der Gesamtsituation abhängig. Wenn ich z.B. einem Spieler bereits kommuniziert habe, dass er in der kommenden Saison vielleicht nicht ausreichend Spielzeit bekommt kann ich vielleicht eher verschmerzen, wenn ich von einem Probetraining nichts weiß. Wenn ein Spieler andererseits bspw. ein Pokalspiel unter der Woche verpasst, weil er lieber an einem Probetraining teilnimmt (evtl. zusätzlich noch einen unwahren Absagegrund angibt) sieht die Sache natürlich ganz anders aus.

    Die Entscheidung über Sperre ja/nein trifft letzten Endes nicht der Trainer, das ist auch in meinem Verein so. Dennoch muss eine Betrachtung der Gesamtsituation stattfinden und daran muss nunmal der Trainer beteiligt sein.

    Die machen es in der Regel nämlich weil sie einfach nur beleidigt sind. Egal, welchen Grund sie da nennen, und seien es die "Werte". Enttäuscht sein und das dem Spieler und den Eltern mitteilen kann ich nämlich auch ohne nachzutreten. Ich sehe da dann keinen Sinn darin, dem Kind aus Boshaftigkeit oder Enttäuschung drei Monate Fußballerlebnis wegzunehmen.

    Da steckt mMn schon auch eine Unterstellung mit drin. Man kann auch nach ganz sachlicher Bewertung der Gesamtsituation zu dem Schluss kommen, dass eine Sperre gerechtfertigt ist. Wir haben dieses Jahr auch einen Spieler (aus einer "unterklassigen" Mannschaft) dazugenommen, der von denen gesperrt wurde. Die Begründung fand ich total nachvollziehbar und würde niemals den Vorwurf machen, dass der Verein/Trainer das aus niederen Motiven tun würde.

    Einen Lerneffekt für den betreffenden Spieler und seine Eltern wird es eh nicht geben, im Gegenteil werden sie sogar allenfalls sauer sein.

    Naja, aber das ist doch dann ein Lerneffekt, oder? Also Wut ist ja eine eher unangenehme Emotion.


    Wer sich bei einem Vereinswechsel nicht korrekt verhält, der macht das meistens bewusst und wider besseren Wissens. So ein Verhalten sollte Konsequenzen nach sich ziehen, ob das nun vom Verein oder vom Trainer moderiert wird, ist sekundär. Die Beurteilung ist da natürlich subjektiv, deswegen sollte man das nicht vorschnell machen und keinesfalls aufgrund von Gründen, die nichts mit dem Spieler zu tun haben (wie Du weiter unten geschildert hast). Aber wie gesagt, deutlich über 90% der Spieler, mit denen ich zu tun habe, verhalten sich absolut korrekt. Und das liegt vielleicht auch daran, wie man das kommuniziert und wie man reagiert, wenn eben gegen gemeinsame Regeln verstoßen wird.

    An einem Punkt muss ich dir leider widersprechen. Der Verein darf den anderen Verein nicht kontaktieren und ihm erzählen, dass sein Spieler sich beworben hat. Das ist nicht zulässig. Ist offensichtlich Gang und Gebe… Eigentlich müsste man das publik machen, denn das darf nicht sein. Gerade bei Kindern, die noch mehr Schutz was das angeht, genießen. Werde da aber kein Dampf machen, macht das Gabze nur noch schlimmer, glaube ich, wenn man mit Anwälten kommt:-)


    Auf welcher rechtlichen Grundlage beruht denn deine Annahme es sei nicht zulässig wenn einer Verein den anderen darüber informiert, dass ein Spieler ein Probetraining absolvieren möchte?
    Der bisherige Verein muss einem Probetraining zustimmen. Das kann er nur, wenn er Bescheid weiß, dass überhaupt ein Probetraining bei einem anderen Verein geplant ist. Das ist in der jeweiligen Verbandsordnung geregelt - und ja, da sitzen auch Juristen, die sich das genau anschauen bevor man das veröffentlicht.

    Ich weiß zwar nicht woher das kommt, dass seit Jahren immer jemand "Datenschutz!" brüllt und meint damit dann Recht zu haben - aber nö, ist nicht so.

    Aber hast Du nicht vor einigen Tagen einen ganz anderen Standpunkt vertreten? Oder sehe ich das falsch?

    Ich kann ja dem Probetraining nicht zustimmen (was in einigen Verbänden Pflicht ist), wenn ich davon gar nicht weiß...

    Sorry, aber dieses Vorgehen wäre für mich als Trainer nicht akzeptabel. Ein Spieler, der mich nicht über die Teilnahme an einem Probetraining informiert erhält keine Freigabe (was zu einer längeren Sperrfrist führt).

    Das ist dann aber nix anderes als die Freigabe zu verweigern, weil man als Trainer beleidigt ist

    Du darfst natürlich Deine eigene Meinung haben, aber ich sehe das völlig anders. Ein Probetraining, das hatte ich ja weiter oben schonmal geschrieben, hat ja für Trainer und Mannschaft relevante Konsequenzen: Der Spieler verpasst entweder ein Mannschaftstraining oder er ist weniger fit beim Spiel am Wochenende (da ja die Belastungssteuerung nicht entsprechend angepasst werden kann, wenn der Spieler eine Einheit mehr in der Woche hat). Wenn mich ein Spieler hinsichtlich seiner Absage vom Training anlügt, möchte ich schon, dass das entsprechende Konsequenzen nach sich zieht. Das ist schon ein Wert, der mir sehr wichtig ist: Ich bin ehrlich gegenüber den Spielern und das erwarte ich dann auch im Gegenzug.

    Ich spreche das schon immer zum Beginn der Saison an, dass ich so vorgehe, aber ehrlich gesagt finde ich das in dieser Situation nicht einmal nötig, so selbstverstänlich ist es, dass das nicht in Ordnung ist.

    Ein bisschen anders als Christof1984 sehe ich das schon.

    Heute hat mich dann der Trainer des aktuellen Vereins darauf angesprochen und war sehr verärgert. Er meinte, es wäre ein Unding, dass ich ohne Rücksprache mit ihm oder den anderen Trainern den neuen Verein kontaktiert habe. Das Gespräch war sehr unfreundlich und ich war total perplex und überrascht von seiner Reaktion. Er sagte, dass sich alle Trainer übergangen und beleidigt fühlen, weil ich das nicht vorher mit ihnen besprochen hätte.

    Das sehe ich grundsätzlich nicht so, wie Euer Trainer. Eine Anfrage bei einem anderen Verein muss mMn nicht mit dem aktuellen Trainer abgesprochen werden. Zumindest habe ich das immer so gehandhabt: Denn prinzipiell hat diese Handlung erstmal keinerlei Konsequenz. Du weißt ja noch gar nicht, ob überhaupt ein Probetraining zustande kommt, bzw. der andere Verein Interesse hat. Ich wäre jetzt auch nicht sauer auf einen Spieler, der eine Anfrage für ein Probetraining stellt ohne mich zu informieren. Was man sich allerdings bewusst machen muss, ist, dass das natürlich trotzdem grundsätzlich einen Einfluss auf die Wahrnehmenung eines Spielers im Verein hätte (zumindest bei Älteren).


    Ein Probetraining selber ist natürlich anders gelagert: Die Teilnahme sollte in jedem Fall nur nach Absprache erfolgen. Ein anderes Vorgehen hätte auf jeden Fall Konsequenzen, bis hin zum Ausschluss des Spielers.


    Ich finde es auch sehr problematisch, dass der neue Verein scheinbar direkt den aktuellen Trainer informiert hat. Meiner Meinung nach ist das eine Verletzung von Datenschutz- und Persönlichkeitsrechten. Der neue Verein hätte mich zumindest fragen sollen, ob ich das mit dem aktuellen Trainer besprochen habe, bevor sie diese Informationen weitergeben.

    Ich kenne das schon auch so, dass man sich zwischen den Vereinen über Spieler austauscht, zumindest wenn ein grundsätzlich gutes Verhältnis da ist. Hier liegt sicher kein Verstoß gegen das Datenschutz-Recht vor.

    Und damit muss man mMn auch rechnen, dass solche Dinge nicht "geheim" bleiben.


    Ich weiß jetzt nicht, wie ich mit dieser Situation umgehen soll. Wie kann ich den aktuellen Trainer beruhigen und ihm erklären, warum ich so gehandelt habe? Und wie kann ich den neuen Verein konfrontieren, um zu klären, warum sie diese Informationen weitergegeben haben?

    Das hängt natürlich in erster Linie davon ab, bei welchem Verein Dein Sohn künftig spielen möchte. Aber prinzipiell ist in solchen Konstellationen die beste Option einfach die Füße still zu halten und das Thema nicht weiter anzufachen. Dem aktuellen Trainer würde ich es so erklären, dass Du Dir nicht sicher warst ob ein Probetraining überhaupt zu Stande kommt und Du ihm in jedem Fall Bescheid gegeben hättest, wenn dies zu Stande gekommen wäre (was hoffe ich der Wharheit entspricht ;) )

    Wenn Dein Sohn unbedingt zu Verein B wechseln möchte, würde ich mir mal die Telefonnummer vom Trainer organisieren und das persönliche Gespräch suchen, bzw. ergebnisoffen (!) die Gründe für die Ablehnung in Erfahrung bringen.

    Bei der Diskussion um die MFS finde ich wichtig, sich immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, dass es nicht ausschließlich darum geht, mit welcher Herangehensweise man am Ende die besten Fußballspieler ausbildet. Die MFS bietet ja nicht nur Training an, sondern auch die dahinterstehende Philosophie und die dazugehörigen Trainer. Selbst wenn jemand in der Organisation davon überzeugt wäre, dass die eigene Philosophie nicht die Beste wäre, müsste er allein aus ökonomischen Gründen daran festhalten. Andernfalls würde er sich ja selbst obsolet machen.

    Außerdem hat ein sehr instruktiver Stil als Trainer und das Einüben vieler Tricks ja auch eine gewisse Wirkung auf die Eltern: Man sieht, da versteht einer was von Fußball.

    Die Podcasts sind mMn auch eine Weiterführung dessen...

    Empirisch belegt ist z.B. das Kids beim Funino mehr Ballaktionen jeglicher Art haben, ggü Spielen 7 vs 7 oder ggü z.b. klassischen Torschusstraining oder oder ...

    Aber empirisch belegt ist da ja erstmal "nur" die Quantität. Ob daraus dann auch gesteigerte Qualität hervorgeht ist auch empirisch Belegt? Wenn ja, prima. Gibt es dazu eine Studie?

    Ich weiß jetzt nicht, ob das ernst gemeint ist. Ich denke es ist logisch, das viele Ballkontakte in verschiedensten Situationen, einen höheren Lerneffekt haben. Das hat etwas mit dem grundsätzlichen Lernen und dem Lernprozess zu tun.

    In der medizinischen Wissenschaft (von der ich tbh ein bisschen mehr Ahnung habe) ist es in der Regel schon so, dass auch für Zusammenhänge, die sehr naheliegend erscheinen, der Übertrag in die Realität bewiesen werden muss. Es sind in den letzten Jahrzehnten sehr viele Therapieansätze gescheitert, die eine total logische Grundlage hatte.

    Da wir (im Fußball aber auch) mit sehr komplexen Systemen zu tun haben, kann es finde ich schon sein, dass bestimmte Effekte irgendwann mitigiert werden. Ich könnte bspw. Argumentieren (was ich nicht tue), dass zwar die Anzahl der Kontakte bei kleinen Spielen höher ist, aufgrund der geringeren Komplexität (weniger Spieler) der Lerneffekt aber verloren geht. Ein konkreter Beweis könnte mMn nur durch eine langfristige Beobachtung von Kindern erfolgen, die auf unterschiedliche Art trainiert werden und nach 20 Jahren schaut man dann, wie viel Prozent aus jeder Kohorte Profis geworden sind.

    Das wäre so teuer, dass das kein Mensch auf der Welt finanzieren würde. Zurecht, so wichtig ist Fußball nun auch wieder nicht.

    Ich glaube manche würden gern ein 4. und 5. Training haben + Trainingspläne für zuhause. (Drei Trainings die Woche haben wir schon seit zwei Jahren)

    Da wäre ja vielleicht mal ein guter erster Schritt, die Jungs zu fragen, was sie sich denn genau vorstellen. 5 Trainings pro Woche gibt es in diesem Altersbereich nichtmal im NLZ. Das wäre also für Euch mMn totaler Quatsch.

    Privat tragen die meisten Jungs trotzdem eher eine dicke, schwarze Winterjacke.

    ja, da haste Recht. Aber hier kann ich als Eltern - zumindest in der Theorie :D - immer noch Einfluss nehmen. Bei schwarzer Vereinskluft nicht.

    Übrigens ist mir grade eingefallen: Eigentlich sollte es ja in ambitionierten Jugendmannschaften (also solchen, die die Farbe der Trainingskleidung vorgeben) auch üblich sein, dass man nach dem Training duscht und die Kleidung wechselt.


    Das sollte ja das Problem der unpassenden Trainingskleidung eliminieren.

    Wo genau seht ihr den Vorteil, wenn man in einheitlicher Kleidung zum Training kommt?

    Ich finde hier zwei Dinge wichtig:

    1. Es sieht mMn unprofessionell aus, wenn alle Jungs in bunt auf dem Platz stehen. Und ab einem gewissen Grad an Ehrgeiz sollte die Darstellung auf dem Platz/beim Training auch zum fußballerischen Niveau passen.


    2. Es ist für Spielformen einfach deutlich besser, wenn die Mannschaft ohne Leibchen eine einheitliche Farbe hat. Mir persönlich fällt es als Spieler immer deutlich schwerer meinen Mitspieler "aus dem Augenwinkel" zu erkennen, wenn dieser 8 verschiedene potentielle Farben hat.

    Aber das hatte bei der Vereinsgründung von schwarz/weiß Kleinkleckersdorf 1897 eV sicher niemand aufm Schirm und ist nun wohl nicht mehr zu ändern.

    Der SC Schwarz/Weiß Kleckersdorf könnte ja auch einfach weiße Trainingskleidung einführen. Ist ja auch Teil der Vereinsfarben. Die Trainingsklamotten sollten schon funktional sein und wenn das für die Spieler bei der Heimfahrt ein Sicherheitsrisiko darstellt ist das mMn schon ein Grund darüber nachzudenken, die Farben zu ändern. Kostet halt im ersten Schritt relativ viel Geld.

    Aber das stimmt ja für beide Spieler nicht:

    Thomas Müller hat beim TSV Pähl das Fussballspielen angefangen und ist danach zum FC Bayern.

    Bei Pavlovic ist es sogar noch signifikanter. Der ist erst zur A-Jugend weg vom SC Fürstenfeldbruck zum FC Bayern. Den kann man wirklich nicht mehr zu München zählen.

    Pavlovic ist seit 2011 bei den Bayern. Geboren 2004.

    Müller ist seit 2000 bei den Bayern. Geboren 1989.

    Sorry, my bad :saint:


    Ich habe Pavlovic und Stanisic verwechselt...der ist tatsächlich erst sehr spät zu Bayern.

    Oder schreibe ich München? 1,5 Mil Einwohner

    Müller, Pavlovic

    Aber das stimmt ja für beide Spieler nicht:

    Thomas Müller hat beim TSV Pähl das Fussballspielen angefangen und ist danach zum FC Bayern.

    Bei Pavlovic ist es sogar noch signifikanter. Der ist erst zur A-Jugend weg vom SC Fürstenfeldbruck zum FC Bayern. Den kann man wirklich nicht mehr zu München zählen.

    Wenn die E1 auf Leistung spielt ist das ja in Ordnung. Bei den Mannschaften darunter sollte es aber darum gehen die Spieler weiter zu entwickeln und das können sie nur mit adäquater Spielzeit.

    Leistungsfussball in der E-Jugend existiert nicht (oder sollte nicht existieren). Auch da geht es um Entwicklung.

    Ein mMn ganz entscheidender Punkt ist, dass Du den Gegner genauso erstnimmst, wie Du es von Deinen Spielern erwartest und dass Du das auch soweit nach außen trägst. Hier ist es entscheidend, dass Du stringent in Deiner Kommunikation bist und auch im Einzelgespräch mit den Spielern betonst, welche Stärken Du beim Gegner vermutest bzw. vielleicht auch schon ausgemacht hast.


    Dann ist es sehr wichtig, dass Du die Eigenschaften mit denen Euch der Gegner schlagen kann konkret ansprichst. Vielleicht ist eine Mannschaft besonders konterstark, hat einen besonders robusten Stürmer oder kann gut verteidigen (z.B. der Tabellenletzte, der die Hälfte seiner Spiele 1:0 verliert). Dann ist es natürlich auch wichtig, dass Du den Spielern für diese o.g. Probleme auch entsprechende Lösungen mit an die Hand gibst.


    Und dann, aber da gibt es unterschiedliche Meinungen, solltest Du als Trainer die eingeforderte Intensität auch am Seitenrand vorleben. Wenn ich von meinen Spielern verlange, dass sie 90 (oder 70) Minuten vollgas geben, kann ich es mir als Trainer nicht auf der Bank bequem machen. Das gilt insbesondere dann, wenn Du glaubst, dass Deinen Mannschaft nicht ganz das Bewusstsein für die an diesem Tag notwendige Intensität besitzt.

    Mein 10er hat im Spiel wie im Training aktuell das "ich mach es allein" für sich entdeckt, bleibt aber regelmäßig hängen. Hier gab es schon die klare Ansage, dass sowas dem Team nicht hilft. Ich habe ihn dann 10 Minuten nach der Halbzeit ausgewechselt...

    Man kann solche Spieler vielleicht auch mal auf Positionen stellen, auf denen dieses Verhalten weniger schädlich ist (wenn sie sportlich unverzichtbar sind). Hier könntest Du den Jungen bspw. auf den Flügel oder in die Spitze stellen.

    Darauf hat er vielleicht auch keine Lust, dann kannst Du ihm aber evtl. auch erklären, dass man sich für bestimmte Positionen durch positionsadäquates Verhalten erstmal qualifizieren muss.