Bei der Diskussion um die MFS finde ich wichtig, sich immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, dass es nicht ausschließlich darum geht, mit welcher Herangehensweise man am Ende die besten Fußballspieler ausbildet. Die MFS bietet ja nicht nur Training an, sondern auch die dahinterstehende Philosophie und die dazugehörigen Trainer. Selbst wenn jemand in der Organisation davon überzeugt wäre, dass die eigene Philosophie nicht die Beste wäre, müsste er allein aus ökonomischen Gründen daran festhalten. Andernfalls würde er sich ja selbst obsolet machen.
Außerdem hat ein sehr instruktiver Stil als Trainer und das Einüben vieler Tricks ja auch eine gewisse Wirkung auf die Eltern: Man sieht, da versteht einer was von Fußball.
Die Podcasts sind mMn auch eine Weiterführung dessen...
Empirisch belegt ist z.B. das Kids beim Funino mehr Ballaktionen jeglicher Art haben, ggü Spielen 7 vs 7 oder ggü z.b. klassischen Torschusstraining oder oder ...
Aber empirisch belegt ist da ja erstmal "nur" die Quantität. Ob daraus dann auch gesteigerte Qualität hervorgeht ist auch empirisch Belegt? Wenn ja, prima. Gibt es dazu eine Studie?
Ich weiß jetzt nicht, ob das ernst gemeint ist. Ich denke es ist logisch, das viele Ballkontakte in verschiedensten Situationen, einen höheren Lerneffekt haben. Das hat etwas mit dem grundsätzlichen Lernen und dem Lernprozess zu tun.
In der medizinischen Wissenschaft (von der ich tbh ein bisschen mehr Ahnung habe) ist es in der Regel schon so, dass auch für Zusammenhänge, die sehr naheliegend erscheinen, der Übertrag in die Realität bewiesen werden muss. Es sind in den letzten Jahrzehnten sehr viele Therapieansätze gescheitert, die eine total logische Grundlage hatte.
Da wir (im Fußball aber auch) mit sehr komplexen Systemen zu tun haben, kann es finde ich schon sein, dass bestimmte Effekte irgendwann mitigiert werden. Ich könnte bspw. Argumentieren (was ich nicht tue), dass zwar die Anzahl der Kontakte bei kleinen Spielen höher ist, aufgrund der geringeren Komplexität (weniger Spieler) der Lerneffekt aber verloren geht. Ein konkreter Beweis könnte mMn nur durch eine langfristige Beobachtung von Kindern erfolgen, die auf unterschiedliche Art trainiert werden und nach 20 Jahren schaut man dann, wie viel Prozent aus jeder Kohorte Profis geworden sind.
Das wäre so teuer, dass das kein Mensch auf der Welt finanzieren würde. Zurecht, so wichtig ist Fußball nun auch wieder nicht.