Beiträge von Constantin

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Meine Erfahrung sagt, wenn du 10 Kids hast, dann kannst du im Schnitt 7-8 Kids mit gutem Training und wenn sie gesund bleiben und motiviert bleiben zu richtig guten Fußballern ausbilden, welche als Erwachsene mindestens 5. oder 6.Liga spielen können und somit mit Fußball auch schon ihr Studium finanzieren können ;-).

    Die Aussage ist (außerhalb von Bundesliga-NLZ, und selbst da werden Unterhaching oder Ingolstadt keine vergleichbaren Quoten haben) wirklich abenteuerlich. Also vielleicht müssen wir uns darauf einigen, wie alt und wie talentiert die Spieler sind, aber prinzipiell wirst Du auch mit dem allerbesten Training aus einer Kreisliga U15 keine 8 Spieler in die Verbandsliga bringen. Wir haben von der U15 bis zur U19 in jeder Altersstufe die zweithöchste mögliche Spielklassen (unter Bundesliga) und bringen jedes Jahr vielleicht 1-2 Spieler in die erste Mannschaft Verbandsliga. Aber vielleicht ist unser Training auch so schlecht.

    Wie gesagt, ich spreche mit meinen Zahlen von durchgehend gutem bis sehr gutem Training.


    Das ist leider in den wenigsten Fällen der Fall.

    Aber wenn es mal der Fall ist, dann bringst du diese Quote wirklich durch.

    Übrigens auch sehr trainerzentrierte Sichtweise. Am Ende sind es ja immernoch die Spieler, die auf dem Platz stehen und die Anweisungen des Trainers umsetzen müssen. Und diese Variabilität einfach durch "gutes Training" auszugleichen (was ja auch erstmal zu definieren wäre) ist doch ziemlich unwahrscheinlich mMn.

    Wenn du während der Sommerwechselfrist ohne Zustimmung des aktuellen Vereins wechselst, wirst du für 6 Monate gesperrt. Diese Regelung ist bayernweit einheitlich durch den BFV geregelt.

    Das stimmt nicht. Die Sperre bei einem Wechsel im Sommer beträgt 3 Monate bei Nicht-Zustimmung.

    Die entsprechenden Regelungen ergeben sich aus der BFV Jugendordnung: jugendordnung---01.08.2025.pdf


    §27:

    "(1) Wenn die Abmeldung im Zeitraum vom 01.06. bis 15.07. eines Jahres erfolgt ist

    (§ 24 Absätze 1 und 2), muss der Vereinswechselantrag sowie Abmelde-

    nachweis bis zum 30.09. eines Jahres beim BFV eingehen. Nimmt ein Spieler

    an noch ausstehenden Verbandsspielen nach dem 15.07. teil und meldet er sich

    innerhalb von fünf Tagen nach Abschluss des Wettbewerbs oder dem

    Ausscheiden seines Vereins aus diesem Wettbewerb ab, gilt der 15.07. als

    Abmeldetag. Voraussetzung dafür ist die Einsendung einer Ansetzungs-

    bestätigung des zuständigen Spielleiters zusammen mit den

    Vereinswechselunterlagen. Die Wartefristen sind in §§ 28, 29 geregelt.

    (2) Erfolgt ein Vereinswechsel außerhalb der Wechselperiode, ergeben sich die

    Wartefristen aus § 30."


    Sowie


    § 29 Wartefrist innerhalb der Wechselperiode ohne Zustimmung
    (1) Die Wartefrist für Pflichtspiele beträgt drei Monate.


    Jubi03

    Ich vermute, dass Deine Antwort mit CHATGPT geschrieben wurde (so sind zumindest die Markierungen typisch). Ich finde es wichtig, dass man sowas immer nochmal überprüft.

    Ob man den Begriff mag oder nicht ist der Wissenschaft egal ;)

    "Allerdings liegen bislang kaum Studien vor, die die mittlere und späte Adoleszenz in den Blick nehmen.

    Diese Altersphase, die auch als das zweite, goldene Lernalter bezeichnet wird, ist gemäß der Studie von Vescovi et al. (2011) aber offenbar ein wesentlicher Baustein für die Förderung im Mädchenfußball. Sie fanden in ihrer Studie heraus, dass die größten Entwicklungssprünge bei Fußballspielerinnen im Alter von 15 und 16 Jahren auftreten."

    Quelle: Seite 1276 - H. Reinders - Empirische Bildungsforschung

    Ich finde den von Dir hier verwendeten Wissenschaftsbegriff schwierig. "Die Wissenschaft" tätigt keine Aussage zu einem goldenen Lernalter oder dessen Relevanz, sondern "Wissenschaftler" versuchen, methodisch (mal mehr mal weniger) korrekt, eine Aussage zu der sportlichen Entwicklung in bestimmten Altersklassen zu treffen. Wenn man sich nämlich mal das von Dir zitierte Kapitel genauer anschaut, dann geht es hier um die Entwicklung der "Objektkontrolle" als spezifische Fähigkeit des Sportlers. Dass diese in bestimmten Altersklassen besser als in anderen trainierbar ist, ist sicher richtig. Dennoch stellt sie in den allermeisten Sportarten (insb. im Fußball) nur einen Teilaspekt dar.

    Das "goldene Lernalter" ist ja nicht intrinsisch wissenschaftlich, sondern nur der Versuch, bestimmte Suszeptibilitäten für Trainingsreize zu beschreiben (so wird der Begriff ja auch vom DFB verwendet). Über die Sinnhaftigkeit dieses Begriffs zu diskutieren ist dann natürlich auch legitim. Ich persönlich mag den Begriff nicht: Weil er andeutet, dass es Altersgruppen gäbe, die ein besonders schlechtes Lernalter wären. Das ist aber sicher keine zielführende Sichtweise: Fußballspieler (und allgemein Jugendliche) machen in jedem Alter Entwicklungen durch. Diese sind in ihrer Wichtigkeit nicht abhängig vom Alter. Auch 17 Jährige oder 10 Jährige sind für bestimmte Trainingsreize besonders zugänglich und es ist das Ziel, dass man diese dann auch entsprechend setzt.

    Heutzutage lassen sich solche Probleme ja mit KI lösen. Laut GPT Deep Research gilt folgendes; Die Quellen habe ich stichpunktartig überprüft, die scheinen mir plausibel:


    Freiwilliger Verzicht auf D-Jugend-Gruppenliga-Platz – Regelungen in Hessen

    In ganz Hessen gilt eine einheitliche Verfahrensweise, wenn eine D-Jugend-Mannschaft trotz sportlichem Klassenerhalt auf ihren Platz in der Gruppenliga zur nächsten Saison freiwillig verzichtet. Grundsätzlich wird ein solcher freiwilliger Rückzug als zusätzlicher Absteiger gewertet („verminderter Abstieg“), nicht durch einen zusätzlichen Aufsteiger aus dem Kreis kompensiert. Damit zählt die verzichtende Mannschaft zu den Absteigern der Gruppenliga und es muss eine andere Mannschaft weniger absteigen, um die Sollstärke der Liga zu haltenhfv-online.de. Diese Regelung ist hessenweit einheitlich in der HFV-Spielordnung verankert (§69 Freiwilliger Abstieg) und wird in allen Bezirken entsprechend angewendet. Die folgende Tabelle zeigt die Handhabung je Bezirk mit Quellen aus den offiziellen Bestimmungen:


    HFV-Region (Bezirk)Vorgehen bei freiwilligem Verzicht (D-Jugend Gruppenliga)Offizielle Regelung / Quelle
    Region FrankfurtVerminderter Abstieg: Verzichtet eine sportlich qualifizierte Mannschaft, wird die Anzahl der sportlich abzusteigenden Teams entsprechend reduziert (ein Absteiger weniger), sofern dadurch die Richtzahl (14 Teams) unterschritten würdehfv-online.de.Durchführungsbestimmungen Region Frankfurt 2021/22: „Bei freiwilligem Ausscheiden aus der GL nach Beendigung der Saison reduziert sich die Anzahl der sportlich absteigenden Mannschaften nur, wenn dadurch die Richtzahl 14 unterschritten wird.“hfv-online.de
    Region Gießen/MarburgVerminderter Abstieg: Eine nicht abgestiegene Mannschaft, die auf ihren Gruppenliga-Platz verzichtet, wird auf die Zahl der Absteiger angerechnet (sie gilt als Absteiger, sodass ein anderer Absteiger entfällt)hfv-online.de.Auf- und Abstiegsregelungen Region Gießen/Marburg: „Erklärt eine nicht abgestiegene Mannschaft nach dem letzten Spieltag, dass sie auf den ihr zustehenden Platz in der Gruppenliga verzichtet, wird sie auf die Zahl der Absteiger angerechnet.“hfv-online.de
    Region KasselVerminderter Abstieg: Bei Verzicht eines sportlich qualifizierten Teams auf den Gruppenliga-Platz kommt es zu einem verminderten Abstieg – d.h. die freiwerdende Stelle wird durch keinen zusätzlichen Aufsteiger ersetzt, sondern es steigt eine Mannschaft weniger aus der Gruppenliga abhfv-online.de.Auf- und Abstiegsregelungen Region Kassel: „Sollte eine sportlich qualifizierte Mannschaft für die nächste Saison auf ihre Spielberechtigung in der Gruppenliga verzichten, kann es zu einem verminderten Abstieg kommen.“hfv-online.de
    Region WiesbadenVerminderter Abstieg: Tritt ein freiwilliger Rückzug nach Saisonende ein, wird die Zahl der regulären Absteiger reduziert, um die Richtzahl (14 Teams) zu halten. Es bleibt mindestens ein Absteiger bestehen, aber die verzichtende Mannschaft wird als Absteiger berücksichtigt, sodass kein zusätzlicher Absteiger nötig isthfv-online.de.Durchführungsbestimmungen Region Wiesbaden: „Bei freiwilligem Ausscheiden aus der GL nach Beendigung der Saison reduziert sich die Anzahl der sportlich absteigenden Mannschaften, nur wenn dadurch die Richtzahl 14 unterschritten wird.“hfv-online.de
    Region DarmstadtVerminderter Abstieg: Im Falle eines freiwilligen Abstiegs aus der Gruppenliga greift §69 der HFV-Spielordnung. Die verzichtende Mannschaft zählt somit als Absteiger (ein anderer Abstieg entfällt) gemäß der HFV-Vorschrifthfv-online.dehfv-online.de.Durchführungsbestimmungen Region Darmstadt: „Bei einem freiwilligen Abstieg aus der Gruppenliga gilt § 69 Spielordnung.“hfv-online.de (§69 SpO regelt, dass solche Teams am Tabellenende als erster Absteiger geführt und auf die Absteigerzahl angerechnet werdenhfv-online.de.)
    Region FuldaVerminderter Abstieg: Verzichtet eine sportlich qualifizierte Mannschaft auf ihren Platz, wird dies ebenfalls über einen verminderten Abstieg ausgeglichen. Die Mannschaft muss bis spätestens 15. Mai ihren Verzicht erklären; dann zählt sie als Absteiger, und es steigt eine Mannschaft weniger regulär aus der Gruppenliga abhfv-online.de.Durchführungsbestimmungen Region Fulda: „Sollte eine sportlich qualifizierte Mannschaft für die nächste Saison auf ihre Spielberechtigung in der Gruppenliga verzichten, kann es zu einem verminderten Abstieg kommen. Der Verzicht ist bis zum 15. Mai … zu erklären.“hfv-online.de

    Meiner Erfahrung nach laufen die Trainings nach den Ferien oder langen Pausen am Besten. Da sind die Jungs wieder motiviert und voller Tatendrang.


    Ich kenne es so, dass die Zeit kurz vor den Sommerferien, also nach der Saison und vor den Ferien, immer schwierig ist, weil teilweise die Highlights fehlen wie Punktspiele, Turniere etc. und die Winterspielpausen mitunter anstrengend sein können.


    Die Phase vor den Ferien versuchen wir teilweise mit Impulsen zu versetzen. Also bspw. die Teams schon neu einzuteilen oder Trainingsspiele zu organisieren

    Grundsätzlich ist es bei mir so, dass nur die Pfingstferien komplett frei sind und dann am Montag direkt wieder das Training startet. In allen anderen Ferien wird i.d.R. trainiert (ausser Weihnachten, da hängt es ein bisschen von der LHM ab). Da fällt diese motivationale Komponente vmtl. weg.

    Es wäre ja mal interessant zu wissen, ob Du üblicherweise montags (nach den Ferien) trainierst oder das erste Training erst Dienstag/Mittwoch ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass das ebenfalls einen Einfluss auf die Trainingsleistung hat.


    Dass die Trainingsleistung auch davon abhängt, wie wichtig/attraktiv das kommende Spiel ist, kenne ich aber auch. Und auch den Effekt, dass die Intensität in den komplett spielfreien Phasen deutlich abnimmt. Das betrifft sicher eher ältere als jüngere Kinder.

    Ich hatte am Montag eine der schlechtesten Trainingseinheiten seit sehr langer Zeit mit meiner U16 und das, obwohl wir noch am Freitag drei Tage vorher ein sehr überzeugendes Testspiel hatten. Ich glaube, dass es einfach die Voraussetzungen waren. Osterferien sind eh relativ lang und der erste Tag nach den Ferien ist immer schwierig. Da ist es erfahrungsgemäß egal, ob man in den Ferien trainiert hat oder diese komplett frei waren. Die Umstellung von Ferien auf Schule nimmt viele Kinder/Jugendliche mit, da ist am Abend oft nicht mehr so viel Konzentration übrig.

    Dann war der Montag (zumindest bei uns in Oberbayern) deutlich wärmer als die Tage davor. Das macht nochmal einen deutlichen Unterschied bei den meisten Spielern.

    Was ist denn für den Spieler der Vorteil eines Spielerpasses, der nicht allgemein, sondern nur für einen Verein gültig ist?


    Warum kommt eine Ballerleague gut bei den Jugendlichen an?


    Warum wird aktuell vom Verband in Bayern Freizeitfußball nur für Erwachsene ohne Passzwang und fixe Spieltage in flexiblen Mannschaften ab 7:7 bis 1:1 angeboten, warum nicht für Jugendliche?

    Ich finde Deine Vorschläge zwar grundsätzlich nachvollziehbar, wenn man die entsprechende Zielsetzung hat. Ich finde aber, dass im Lichte der fortschreitenden Vereinzelung unserer Gesellschaft und dem wachsenden Eogzentrismus, die von Dir genannte Zielsetzung eine Falsche ist.

    Fußball als Mannschaftssport trägt zur Wertebildung in unserer Gesellschaft substantiell bei. Wenn ich sage, dass mich nur noch interessiert, was den Kindern/Jugendlichen kurzfristig am meisten Spaß macht, dann verliere ich aber genau diese Aspekte. Für mich heißt ein Mannschaftssport, dass man füreinander Verantwortung übernimmt und dass man auch mal kommt, wenn man eigentlich nicht so Bock hat heute.


    Die von Dir angesprochene Flexibilisierung zahlt ja auch auf die mangelnde Commitment-Bereitschaft des letzten Jahrzehnts ein. Man kommt halt mal, dann hat man wieder keine Lust und am nächsten Wochenende ist dann wieder was anderes spannender. Das ist der Zeitgeist...aber wollen wir das auch für den Fußball so haben?

    Habt ihr 50% mindestens bei allen Spielern?

    Auch bei den Torhütern?

    Da gebe ich Dir Recht, 50% ist sicher unrealistisch. Aber ehrlich gesagt kenne ich von einigen NLZ eher das Gegenteil: Also die zitierten 3 Monate ohne eine Einsatzminute. Da kommen dann teilweise Spieler im Winter dazu, die dann keinen einzigen Einsatz sammeln. Da frage ich mich, wie sowas passieren kann.

    Mein Beitrag richtet sich gegen sowas. Wenn das bei Euch nicht der Fall ist...

    Dass man einen Spieler, der eine (lange) Verletzung hinter sich hat erstmal ranführt ist davon natürlich abzugrenzen, aber das ist ja klar. Andersrum, ein fitter Spieler darf nicht monatelang an keinem Spiel teilnehmen, das geht einfach nicht.

    20+2 kommst du nicht aus oft ist Pokal während Abstellungsperioden da hab ich schon Mühe 11 zusammen zu bekommen oft spielen dann der Jungjahrgang zusammen mit unseren weil wir sonst keinen Kader zusammengekommen.

    Das ist ja aus Ausbildungssicht aber begrüßenswert, finde ich.

    Ich sehe es auch ehrlich nicht als meine Aufgabe alle wirklich 50-75% einzusetzen B1 ist 1 Jahrgang max 2 Jahre vom Profi Bereich entfernt.

    Erstmal distanziere ich mich nochmal von den 50%, die sind selbst mit gutem Willen nicht erreichbar.

    Statistisch gilt das Letzte für 2-3 Spieler in Deiner Mannschaft, in Ausnahmejahrgängen vielleicht etwas mehr. Der Rest wird kein Profi. Und das sind alles Jungs, die einen Großteil Ihrer Jugend dafür opfern einen Beruf zu ergreifen, den sie später nicht erreichen werden. Ich sehe das ja nicht grundsätzlich als falsch an, Leistungssport zu betreiben, wir haben hier im Forum ja auch oft die positiven Aspekte betrachtet. Aber es ist mMn kein Freifahrtsschein im Umgang mit den Spielern auf Fairness zu verzichten. Dazu gehört, auch wenn das viele Trainer unangenehm finden, einen Spieler, der keine Aussicht auf Spielzeit hat nicht in die neue Mannschaft zu übernehmen. Am Ende kommt es ja genau durch Defizite in diesem Punkt zu diesen massiv aufgeblähten Kadern und dazu, dass manche Jungs wochenlang 7-10 Einheiten pro Woche haben (inkl. Schule) aber am Ende keine Chance haben zu spielen, geschweige denn Profi zu werden. Ich habe selber mehrere ähnliche Biografien in meinen Mannschaften gehabt.

    Im schlimmsten Fall sind das dann Jungs die mit 18 dann gar keinen Bock auf Fußball mehr haben.


    Ich spreche Euch nicht das Recht darauf ab, Ambitionen in Hinblick auf die DM o.ä. zu haben. Leistungsorientiertes Arbeiten ist in einem bestimmten Altersbereich Teil der Ausbildung. Bloß, wenn ich meine Kaderplanung so durchführe, dass ich auf jede Eventualität und jeden Ausfall vorbereitet bin (das o.g. Pokalspiel während der Auswahlmaßnahme) dann ist es auch kein Wunder, dass ich Spieler im Kader habe, die eigentlich nur für diese Spiele dabei sind. Bei denen ich keine ernsthafte Perspektive auf Profifussball habe.

    Also wir haben glaube ich ein bisschen unterschiedliche Vorstellungen von Fußball...aber mW ist das ein Mannschaftssport und es ist Aufgabe des Trainers den Spielern zu vermitteln, dass man seine Ziele auch nur als Mannschaft erreichen kann. Natürlich gibt es Unterschiede in der Intensität in der diese Prinzipien angewandt werden: Aber vielleicht lohnt es sich mal auf Xabi Alonsos Bayer Leverkusen zu schauen. Hier kommen locker die ersten 20 Spieler auf signifikante Einsatzzeiten.

    Also es ist ja nicht so, dass man auf hohem Niveau dann immer nur mit den gleichen 11 spielt.


    Man kann (und muss) nicht alle Spieler exakt gleichviel spielen lassen. Aber es ist mMn ein Grundprinzip erfolgreichen Arbeitens auf jeder Ebene, dass ein Großteil der Mannschaft das Gefühl haben muss Teil eines (möglichen) Erfolges zu sein. Andernfalls fällt nicht nur die Entwicklung einer wichtigen Charaktereigenschaft weg, sondern bleibt auch der Erfolg aus.

    Das ist eine Aussage, die ich nach Einführung der NWL wirklich überhaupt nicht mehr verstehe. Zu meiner Perspektive: Wir sind in der zweithöchsten Spielklasse aktiv, ein Abstieg hätte durchaus Konsequenzen für unsere Nachwuchsarbeit. Ich denke schon, dass man versuchen sollte nachhaltige Kader zu planen (also von einer Größe, bei der es realistisch ist, dass alle zum Spielen kommen z.b. 20+2) und so zu arbeiten, dass alle Spieler gefördert werden. Wir haben hier sportlich natürlich gewisse Zwänge, aber ich behaupte, dass bei uns die allerwenigsten komplett hinten runter fallen.

    Und dann schreibt der Trainer einer Mannschaft, die gar nicht absteigen kann, dass es völlig unmöglich ist alle Spieler regelmäßig einzusetzen...warum denn? Also was passiert Euch, wenn Ihr ein Spiel verliert? Dass das im Einen oder Anderen NLZ negative berufliche Konsequenzen hat, kann ich nachvollziehen, das ist für mich aber eher ein Fehler im System und gehört abgestellt. Da hätte man vielleicht sogar mit der Einführung der NWL die Chance gehabt. Aber es ist halt auch immer wieder auffällig, wie viele NLZ gerade im Bereich ab U15 Kadergrößen >25 Spieler haben. Dass man hier nicht jedem gerecht werden kann ist ja quasi vorprogrammiert.


    Dass ein Spieler (ohne Verletzung) drei Monate lang keine einzige Minute spielt ist mMn ein Versäumnis der Verantwortlichen Personen und sonst nichts. Entweder man muss dem Spieler das zu Beginn der Saison mitteilen, dass es nichtmehr reicht und er woanders spielen sollte (was ja in den meisten Fällen auch die korrekte Herangehensweise ist) oder man ist dem Spieler verpflichtet und hat sicherzustellen, dass er auch an seine Chance kommt.


    Und die Anzahl der möglichen Wechsel könnte man auch ändern, wenn es entsprechende Bestrebungen gäbe.

    Die NM lag allerdings bei allen 7 Spielen bei diesen beiden Turnieren mit 1:0 in Rückstand. Und es ist tendenziell so, dass die in Rückstand liegende Mannschaft mehr Torschüsse hat (insb. wenn gegen sie tiefer verteidigt wird) diese aber oft weniger gefährlich sind, da sie unter höherem Druck geschehen. Das lässt sich durch eine Torschuss-Statistik (und eigentlich nichtmal dem xG) adäquat abbilden. Dass man in Rückstand oft mehr Ballbesitz hat ist ja sowieso usus.

    Gegen Südkorea ist es ähnlich gelagert, wobei die eben schon raus waren und das Unentschieden gegen Deutschland als Erfolg noch mitnehmen wollten.

    Ich sehe in diesem Aspekt auch ehrlich gesagt das Hauptproblem der Nationalmannschaft in dieser Zeit. Wer versucht dominanten Fußball zu spielen, der muss in der Lage sein gegnerische Umschaltaktionen zu 100% kontrollieren zu können. Wenn das nicht passiert, bekommt der Gegner unmittelbar sehr gefährliche Torgelegenheiten. Insb. das Tor gegen Mexiko oder das 0:1 gegen Ungarn ist hier für mich exemplarisch.

    Also, ich würde mich selber schon als strengen Trainer bezeichnen: Aber wenn ich mitbekommen würde, dass es einem meiner Spieler so geht, wie Deinem Sohn, würde ich glaube ich im Sinne aller Beteiligten das Handtuch werfen.


    Es gibt hier zwei Möglichkeiten: Gespräch mit dem Trainer (zuerst, und dann) Vorgesetzten oder ein schnellstmöglicher Vereinswechsel.

    Kooperationen mit leistungsstarken Sportschulen und Vereinen in Berlin und dem Umland wurden gelegt und somit möchte Union im Berliner Raum auch ganz klar heraus aus dem Schatten der traditionell sehr starken Jugendarbeit von Hertha BSC in Berlin.

    Union möchte Wolfsburg, Leipzig und Hertha BSC als Anlaufstelle für die größten Talente im Nordosten massive Konkurrenz bieten.

    Das sind alles Here Ziele, allerdings überzeugt mich das, im Hinblick auf den aktuellen Stand des NLZ nicht.

    Wünschen kann man sich nämlich immer viel.

    Mal so zur Selbstreflexion: Ich finde, dass Dein Auftritt (also, wenn Du die Dinge in den Anführungszeichen wirklich so gesagt hast) schon einen sehr arroganten Eindruck machen. Dass dann ein Jugendlicher (so habe ich das zumindest verstanden) dann auch versucht die Grenzen auszutesten, würde mich nicht überraschen.


    Zumindest geht aus diesem Kontext hervor, dass es die rote Karte nicht für "Digga" als Beleidigung gab, sondern weil der Spieler Deinen Anweisungen nicht gefolgt ist. Da Deine erste Aussage aber selber eine Provokation darstellt ("Ist es aber") finde ich es ein bisschen affig einen Spieler für sowas dann rauszustellen.

    Fachidiot : der Spieler mit dem Kommentar. Ich kenne allerdings nicht den Bericht des Schiedsrichters und weiß nur, dass der Spieler gesperrt wurde. Zum Urteil selbst habe ich auch keinen Zugang gehabt.

    Wenn der Schiedsrichter zum Ausdruck bringt, dass der Spieler das mit einem entsprechend aggressiven Tonfall gesagt hat, dann wird jedes Sportgericht in DE, glaube ich, das Urteil so bestätigen. Die stehen meistens hinter ihren Schiedsrichtern. Dass die Aussage an sich mMn völlig unbedenklich ist, bleibt davon unbenommen...