Beiträge von Bozo

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    In München haben wir die Info erhalten: Solange die Schulen nicht geschlossen werden, wird das Training weiter abgehalten. Ist wohl auch im Einklang mit den Empfehlungen des Bayerischen Städtetages...

    Hi,

    ich habe die Erfahrung gemacht, dass Funino meinen Jungs einen enormen Schub für das Spiel 7:7 gegeben hat. Gerade in der F-Jugend, in der bestimmt nicht alle ihre Positionen halten werden, ermöglicht das langfristige Funino-Training immer einen spielerische Lösung, die sich schön im 7:7 anwenden lässt. Aber, es dauert eben ein bisschen, bis das bei den Jungs ankommt. Und leider merke ich jetzt in der ausgehenden E-Jugend, bei jedem kommt das nicht an.

    Ich finde übrigens die Kombination von 7:7 am Wochenende und viel Funino im Training ziemlich gut. Im Training förderst du die spielinteligenten Lösungen über das 3:3, und beim 7:7 lernst du den Jungs die verschiedenen Positionen an. Wenn dabei ständig rotiert wird, damit jeder alle Positionen kennenlernt, machst Du meines Erachtens nicht so viel falsch.

    Bei allem, was ich bisher von @Ersatzbank gelesen habe, wirst Du es wahrscheinlich schon so versucht haben, aber ich rufe es trotzdem nochmal in Erinnerung.
    Mir war bei den Kleinsten damals aufgefallen, dass ich irgendwann die Distanz verloren hatte und sie nicht mehr als kleine Kinder (6,7 jährige) angesehen hatte. Ich dachte sie wären schon viel weiter. Und wir hatten ähnliche Probleme. Dann sind wir einfach wieder einen Schritt zurück gegangen und haben wieder mit Geschichten Fußball gespielt. Mit der Kanonenkugel über die Brücke, am Troll vorbei, dann in die Burg schießen. Oder als Pirat die englische Kriegsmarine in Grund und Boden geschossen.
    Bei 3:0 - probiere es doch mit: 3 Zauberer müssen jeweils was in den Kessel (= Ball) legen, bevor der ausgeleert (= Schuss ins Tor) werden kann. Gibt bestimmt deutlich bessere Ideen. Damit holst Du die Jungs/Mädels in meinen Augen ab, egal ob es ein Blümchenpflücker oder Messi ist. Dem Messi kannst Du ja noch besondere Aufgaben geben.
    Ich weiß, ist anstrengend und ich bin derzeit echt froh, dass ich das im jungen E-Jahrgang nicht mehr brauche. Aber nach meiner Erfahrnugn sind die Kinder für solche Spiele länger zu begeistern, als ihr Auftreten manchmal nahelegt.

    Nein, wir lassen nicht los vom Gewinnstreben. Das ist nämlich der Sinn beim Fußball. Spiele und Turniere gewinnen. Dafür kämpfen die Kids.

    Also langsam bleibt mir die Spucke weg. Immer lese ich, es geht um Wettkampf und um gewinnen, jetzt kommt noch der naturgegebene Trieb nach Pokalen dazu. Nur zur Klartstellung, natürlich wollen wir jedes Spiel gewinnen und ich freu mich über jeden gewonnenen Zweikampf. Und wenn wir ein Turnier gewinnen bin ich stolz wie Bolle auf meine Jungs. Aber im Mittelpunkt steht doch das Spiel. Es geht um Fußball und damit um die beste Weise die Zeit zu vertreiben. Andere Jungs ausdribbeln, einen Schuss ins Kreuzeck setzen, das erste mal mit links einen Übersteiger machen, davon reden die Jungs die gesamte Woche. Natürlich auch über das Ergebnis. Aber könnt Ihr dieses Thema nicht wegmoderieren, nicht bei 9 jährigen Jungs???
    Bei Spielen am Wochenende geht es für uns, dass die Jungs das Erlernte vom Training einsetzen. Was wir in jedem Training einfordern ist Einsatz und Lust auf das Spiel. Dinge ausprobieren, eigene Lösungen suchen. Wenn das am Samstag umgesetzt wurde, dann gibts am Montag im Training ein dickes Lob an die gesamte Mannschaft. Die Jungs sprechen die nächsten Tage dann von gelungenen Aktionen im Spiel. Das Ergebnis ist da schon längst vergessen.
    Nochmal, ich freue mich auch zu gewinnen. Ich bin mir aber inzwischen sicher, dass das Ergebnisdenken einer Mannschaft weitaus mehr vom Trainer/Eltern kommt, als manche zugeben möchten.

    So unterschiedlich können die Erfahrungen sein: Wir sind auch im BFV. Wir hatten ein "Problemteam" in der näheren Umgebung. Der Trainer schrie laut in das Spielfeld rein, rund ums Feld waren mehrere Betreuer im Einsatz, die lauthals Anweisungen gaben. Generell war die Stimmung nicht so schön!
    Ich habe dann erfahren, dass von den ersten 4 Gegnern mind. 2 die Vorfälle im ESB (?) festgehalten haben - zumindest gemeldet haben. Darauf kam ein Beobachter - ich glaube sogar der Spielgruppenleiter - und hat ein-zwei Partien beobachtet und mit dem Verein gesprochen. Seit dem hat sich das Verhalten zu 100% verändert, alle weiteren Partien verlaufen komplett reibungslos. Wir machen inzwischen sogar miteinander Freundschaftsspiele.
    Also, Mund aufmachen lohnt sich! Muss ja nicht gleich eine Geldstrafe sein ;)

    Naja sorry Blaukult, aber das mit Charakter verändern klang schon etwas heftig. Aber Du meinst es anders, also Schwamm drüber.


    Ich glaube fast, in der Person Deines Co-Trainers liegt viel Sprengstoff. Wenn die Jungs von ihm angebrüllt werden, übernehmen sie sein Verhalten eins zu eins. Wenn der Grund dann evtl. auch noch ungerechtfertigt war ...Noch mal so ein Punkt, der mir an Anfang in jeder Lektüre und immer wieder in der Trainerausbildung eingeimpft wurde: Kinder immer loben. Immer das positive rausstreichen. Wenn Du bestimmter Charaktereigenschaft hervorheben willst (grins!), dann stärke ihr Selbstwertgefühl.
    Der Punkt von razorback ist eigentlich der wichtigste: keine Wartezeiten. Immer wenn bei einer Übung ein Stau und damit eine Wartezeit sich bildet, kannst Du deine Übung modifizieren. Z.B. sie sollen noch zusätzlich einen Slalom dribbeln oder 3 Purzelbäume machen. Was auch immer, Hauptsache der Stau und die Wartezeit lösen sich auf.
    Und klar: wer Mitspieler beleidigt, grundsätzlich nicht zuhört oder mitten während einer Erklärung einfach weggeht, der darf sich bei mir nach Ermahnung den Rest des Trainings auch mal von außen ansehen. Irgendwann entscheidet sich dann, was dem Kind wichtiger ist. Quatsch machenn oder trainieren. Ich behaupte: zu 99% ist ihnen das Training wichtiger.

    Ich nehme es mal sportlich und gehe auf:

    Dabei suche ich nach Ideen für eine mittelfristige Veränderung der Persönlichkeit

    und

    der vermeintlich schlechte Charakter der Kids kommt während der Trainingseinheiten und Spieler kommt nach einer Weile doch zum Vorschein

    lieber nicht ein. Das wären sonst Punkte, warum ich Dir meine Kinder nicht unbedingt anvertrauen würde ...


    Generell denke ich, dass zumindest in der F-Jugend das Ego-Denken natürlich noch sehr ausgeprägt ist. Und das ist ja auch altersgerecht. Viele Jungs in dem Alter beginnen mit Mannschaftsspiel, sehen den besser postierten Spieler und geben auch gerne ab. Aber die meisten sehen den Ball, irgendwo vorne das Tor und haben ab dann eine Mission.
    Alles was ich bisher gelesen habe, verurteilt dieses Ego-Denken nicht. Auch die Trainer-Ausbildung vom DFB setzt der Spielweise keine Riegel vor. Die Jungs/Mädels haben viele Zweikämpfe und werden technisch geschult. Natürlich kannst Du im Training langsam Richtung Mannschaftsspiel steuern. Da gibt es unheimlich viele Spielformen. Lass sie 3 gegen 3 spielen und gebe Provokationsregeln vor wie: jedes Tor zählt doppelt, wenn davor drei Abspiele waren o.ä.. Immer positiv formulieren, und das einfache Tor auch zulassen, damit sich kein Frust aufbaut.


    Wegen Konzentrationstraining: Natürlich sind die Umstände verschiedener Mannschaft nicht vergleichbar. Aber wenn ich meinen Jungs nach 8 Stunden Schulalltag mit Konzentrationstraining komme, zeigen sie mir den Vogel. Und die Eltern machen mit! Ich würde sie erst mal rennen lassen. Kettenfangen, Fußball-Rugby, Leiberl-fangen. Nur damit sie sich mal austoben. Immer wenn die Konzentration nachlässt, eine kurze Pause machen und dann wieder ein Spiel mit viel Bewegung einbauen.


    Mein Rezept ist: ich forder von den Jungs insofern ganz viel, dass ich jedes Training anders gestalte. Die Übungen sind zugegebenermaßen auch nicht alle einfach zu verstehen - zumindest nicht auf Anhieb. Aber wenn man die Jungs/Mädels auch geistig etwas fordert - mir kommt es vor, als wären sie dann etwas frischer.


    Ich denke, mit einer gewissen Portion Lockerheit und dem Willen, die Jungs so zu nehmen, wie sie sind, macht Dir das Training mehr Spaß. Der Erfolg kommt sowieso, so lange alle gerne ins Training kommen.

    Du schreibst von vielen hilfebedürftigen Kids, die Euer Vereinsangebot für sich kostenlos nutzen dürfen, da ja andere Leute für sie den Beitrag zahlen. Dann müsstet ihr ja ebenso viele ehrenamtliche Helfer bei Euch im Verein haben.Und zwar deren Eltern, die zwar nicht das entsprechende Geld haben, um ihren Kindern den Sport zu ermöglichen, aber doch wohl in der Masse die Zeit und die Arbeitskraft. Wo sind denn diese Eltern, wenn es um die Übernahme einer kostenlosen ehrenamtlichen Tätigkeit geht ? Oder übernehmen diese Tätigkeiten auch wieder die Leute, die auch schon die Beiträge für diese Kinder durch ihre Steuern finanzieren ?

    Was ist denn das für eine verquaste Logik? Wer viel zahlt muss weniger tun? Oder wer nichts zahlt oder nicht zahlen kann, soll gefälligst seinen Dienst an der Gesellschaft freiwillig in Vereinen leisten? Sorry, da ist mir zu viel Frust in den Aussagen, nicht nur hier, auch schon oft an anderer Stelle. Immer wenn es um sozial Benachteiligte geht, bekommt das von manchen Seiten hier immer einen unangenehmen Touch.


    Frage an Andre: was willst Du denn mit dem Geld. Die Mitgliedschaft steuern, damit nur die im Verein sind, denen es auch wirklich was wert ist? Das wäre ja noch ein Ansastz, den ich verstehen kann.
    Oder wollt Ihr einfach mehr Geld? Überlegt mal, wo Ihr lebt, was hier alles organisiert wird, wie viele Fördergelder es gibt, was uns für Möglichkeiten offen stehen. Klar, auch ich hätte gerne mehr Kohle für meine Mannschaft, aber letztendlich schau ich mir an, was ich habe und sage: Ball ist da, Platz ist da, Jungs sind heiß: los gehts.


    Ich mache das Ganze freiwillig (ich glaube, darauf willst Du ja auch hinaus, Andre, oder?). Und mir ist echt total egal, ob der Junge, den ich gerade dem Ball zuschubbse einen Vater/Mutter hat, der/die viel freiwillig tut, oder nicht. Und deren Einkommen schon gleich drei mal. Fokussiert Euch auf die Kinder, dann machts wieder viel mehr Spaß!

    Hi Rasenschreck,


    Strafrunden laufen lassen, ist voll mies ... Andererseits ist der Junge dann aber auch mal 2-3 Minuten aus dem Fokus raus, Du kannst Dich in Ruhe um die anderen kümmern. Danach kannst Du Dich dem "Störenfried" mal im vier-Augen Gespräch widmen. Ich fand die 80:20 Regel recht einleuchtend. Kümmere Dich um die 80% die gerade bei Dir sind, die 20% die nicht aufmerksam sind, sollen Dein Training auch nicht nachhaltig stören dürfen.
    Wenn zu viel Unruhe ist, müssen die Jungs vielleicht sich auch noch mehr bewegen (ist das in der E immer noch so? In der jungen F ist das bei mir jedenfalls immer ein sicheres Zeichen). Dann mach noch mal ein Wettlauf, Staffelrennen, irgendwas zum auspowern. Je nach Umgebung kommen die Jungs evtl. aus einem 8 Std. Schultag, da brauchts auch wirklich erst mal Bewegung statt Erklärungen.


    Wir sind ähnlich verfahren, wie bei Sir Alex in seinem ersten Post beschrieben. Anfangs dachte ich, das wird nie was, jetzt läuft es schon sensationell gut ;) Mit der Zeit fruchtet das!

    Hallo Nela,


    finde ich eine ausgezeichnete Idee. Danach wird das Werk unter TT-Lizenz verkauft ;)
    Mir geht es übrigens genauso, wie "Deinen" Quereinsteigern. Übungen und ähnliches finde ich in riesiger Auswahl, so dass es mich schon fast erschlägt. Was mir fehlt, ist ein Leitfaden, eine Grundidee. Wobei ich gerade mitten in Horst Wein bin, da wird das ja recht anschaulich vorgegeben. Aber für einen kurzen Überblick ist das auch nicht geeignet, sondern eher was für die längere Lektüre.


    Was meiner Meinung nach unbedingt rein sollte: Ausbildungsziel für die Saison. Also bei jüngerer Jahrgang F beispielsweise: Dribbeln, Schießen (beidseitig) und Beginn mit Passen. Das sollte immer als Header auf jeder Seite stehen. Das kann dann - wie Du schon erwähnst - schön auf kleinere Blöcke heruntergebrochen werden.

    Ob es allerdings problematisch ist, hängt davon ab, wie es abläuft. Wenn nur Super-Light-Bälle verwendet werden und wenn der Ball aus zwei bis drei Metern locker per Unterarmwurf zugeworfen wird, so dürfte das kein Problem sein. Aber schwerer sollten die Bälle nicht sein und die Wucht auch nicht heftiger.


    Das habe ich aber schon anders gehört. Kopfballtraining soll frühestens in der E-Jugend beginnen. Die Knochen im Kopf sind noch lange nicht stabil genug, als dass man sie schon mit 6-8 Jahren ans Köpfen ranführen könnte.
    Bei den Bambinis kann man auch Kopfballtraining machen, aber mit Luftballons! Das ist nicht mal so albern wie es klingt. Die Angst verlieren sie bei einem Luftballon genauso, wie bei einem normalen Ball. Bzw. sie schrecken weniger zurück.

    Hi Libra,
    Ich möchte das gar nicht so schwarz sehen. 20 Kinder in einer Gruppe sind viel, aber ist mit viel Struktur zu bewältigen.
    Erst mal zu der Gruppe über Dir mit 10 Kindern und 5 Betreuern. Die armen Jungs! Zum einen sind das meiner Meinung nach viel zu wenig Spieler. Ich wünsche viel Spaß, wenn mal einer Geburtstag hat und zwei andere aus dem Mannschaft einlädt, oder wenn eine kleine Grippewelle kommt. Oder mal 2-3 keine Lust haben! Dann möchte ich keinen Spieltag haben! Zum anderen, wissen die Kinder ja gar nicht, auf wen sich sich konzentrieren sollen. Für mich wäre das kein Modell!
    Ich an Deiner Stelle würde über Elternbriefe (E-Mail, Facebook, WhatsApp, aber nur eins davon, um Aufwand zu verringern) Hilfe von den Eltern anfordern. Und wenn es nur um den Aufbau der Übungen geht und Einladungen zu den Spielen zu erstellen (Doodle ist hier mein Freund!).
    Dann: U7 heißt ja hauptsächlich Toben, Koordination, etwas mit Ball und Spiele in sehr kleinen Gruppen. Versuch mal reativ früh im Training 1-2 Felder aufzubauen und in den Feldern 2 gegen 2 oder auch 2 gegen 3 spielen zu lassen. Das macht den Jungs/Mädels Spaß und bringt ihnen auch viel. Spielfelder sind schnell aufgebaut, 10 Hütchen, 4 Pylonen, zwei mal -> 8-10 Kinder beschäftigt.
    Mit den übrigen 10-12 Jungs, auf die Du Dich jetzt konzentrieren kannst, machst Du Übungen oder Koordinations-Parcour oder Wettrennen oder was weiß ich. Dann immer die Gruppen durchwechseln, damit jeder spielt und jeder eine "Übung" macht.
    Absolut unerlässlich ist das Vorbereiten des Trainings. Da musst Du Dich ledier 30-60 Minuten hinsetzen und Dir für den nächsten tag Übungen ausdenken. Am besten aufschreiben/aufmalen und mit ins Training nehmen. Das ist dann kein Dogma, da darf man auch davon abweichen. Aber unvorbereitet macht ein Training mit vielen Kindern kein Spaß (wirst Du selbst schon gemerkt haben :-))
    Auf den DFB-Seiten gibt es viele Übungen für Training mit vielen Kindern. Es gibt auch eine "Fussbal Training Junior" (philippka.de), die Training mit großen Gruppen thematisiert.
    In meinen Augen: Durchhalten, Eltern in Pflicht nehmen und Du wirst es nicht bereuen!

    Besorge Dir die aktuelle "fussball training JUNIOR" (Ausgabe 02/15). Da ist das genau ein Kernthema. Es werden verschiedene Übungen gezeigt, die Du je nach Spielerstärke problemlos variieren kannst.


    Generell geht das aber immer in diesselbe Richtung: Lass die besseren einfach schwerere Elemente einbauen. Beispiel: wenn andere nach dem Slalom auf das Tor zudribbeln, sollen die besseren bereits eine Finte einbauen. Beim Schuss, mehr das schwache Bein benutzen. Wenn Du Ihnen den Ball vorlegst, bei den etwas Schwächeren, den Ball flach vorlegen, bei den Besseren, den Ball hoch vorlegen usw.


    Ich lasse bei mir in den Spielen übrigens - und da weiche ich vom Konzept im Heft ab - immer die besseren zusammenspiele. Ich habe gemerkt, dass die nicht so guten dann mit einem Mal viel besser und engagierter mitspielen. Irgendwie verstecken sie sich nicht mehr hinter den Könnern. Oft ist es einigen Jungs ja egal, wie oft sie am Ball sind, hauptsache sie gewinnen das Spiel. Wenn die nicht so Guten jetzt aber in einer Mannschaft sind, können sie den Ball nicht mehr den Guten überlassen und müssen selbst was machen. Probiers mal aus, bei mir scheint das beiden Gruppen ganz gut zu tun.

    dpPaule: Ich hatte Dir ja versprochen, mal zu zählen, auf wie viele Unterbrechungen wir pro Spiel kommen, sobald die Rückrunde gestartet ist. Heute war es soweit, wir hatten unser erses Spiel:
    Es gab eine Unterbrechung, in der ich als Trainer aufs Feld bin, da einer meiner Spieler nach einem Zusammenprall mit dem eigenen Mitspieler sich weh getan hat und geweint hat. Weitere Unterbrechungen: Null. Es gab nicht eine Freistoßentscheidung! Ein paar mal wurde der Einwurf falsch bewertet, hier und da war mal die Hand in Spiel. Aber letztlich war es so, wie TW-Trainer es oben beschrieben hat. Den Jungs war das nicht wichtig genug, dass deswegen das Spiel unterbrochen wird. Wäre es bei einer Torchance gewesen, wäre wahrscheinlich anders protestiert worden. Aber die Vorfälle im Mittelfeld waren den Jungs einfach nur egal.
    Hatten einen wunderschönen Vormittag, mit super Spielfluss und viel Sonne, so kann FPL gerne weitergehen!

    In einer Woche starten wir in die Rückrunde. Ich setze mal einen Elternteil darauf an zu zählen, wie viele Unterbrechungen es tatsächlich gibt. Vielleicht irre ich mich ja auch. Vom Gefühl her würde ich sagen, es sind sehr wenige. Ich melde mich dann wieder.

    Ich kann DIr nur für die F-Jugend antworten, weiter "oben" habe ich noch keine Erfahrungen.
    Oh ja, die Eltern und Trainer müssen sich sehr wohl an das neue System gewöhnen. Und nicht selten habe ich gedacht, wir brauchen dringend wieder einen Schiedsrichter. Eines habe ich mitgenmommen. Die Jungs wissen ganz genau, wenn sie etwas falsch gemacht haben. Wenn der Ball aus war und weitergespielt wird, wissen die Kinder das. Wenn sie mit der Hand am Ball waren, wissen sie es. Auch wenn sie aus Versehen gefoult haben, wissen sie es. Und wenn sie es nicht mitbekommen haben, was auch oft passiert (aber nicht so oft, wie immer behauptet wird), erkennen sie es genau an der Reaktion der anderen Spieler (eigene oder die der anderen Mannschaft). Und dann wird nach Situation entschieden. Außen muss man halt geduldig sein, vertrauen und die Klappe halten.


    Meine Erfahrung: wenn beide Trainer FPL unterstützen, dringt das auch zur Mannschaft durch. Und dann funktioniert es. Gegen Mannschaften zu spielen, deren Trainer es nicht unterstützen, macht Dir als Trainer wenig Spaß, den Jungs auch nicht, aber die vergessen das auch wieder. Da gilt halt das, was ich schon mal geschrieben habe: Das ist deren Problem, kaufen wir uns ein Eis und freuen uns über die Sonne.


    Jetzt am Schluss vermisse ich den Schiedsrichter nur noch bei ganz neuen Spieler, die nicht wissen, was Abstoß ist oder den Ball nicht einwerfen können. Da hat der Schiedsrichter immer gut geholfen und den Jungen bei der Hand genommen und alles erklärt. Jetzt übernehmen das eben die Trainer von außen.

    Aber genau das ist ja FairPlayLiga! Die Kinder sind der Schiedsrichter. Wenn Du das Gemecker nennen willst, gut ist eine Möglichkeit. Andere nennen es "schiedsrichten". Es gibt eine unklare Situation, die Kinder klären das untereinander, weiter geht es.


    Wie sieht denn bei Euch die Realität aus. Bei uns ist es tatsächlich so, dass ohne Schiedsrichter viel mehr Spielfluss herrscht. das Spiel ist deutlich schneller geworden. Es gibt weniger Unterbrechungen als vorher. Die strittigen Situationen sind zum einen sehr schnell gelöst, es wird gleich weitergespielt, zum anderen sind sie sehr selten.


    Es macht schlicht Spaß. Auch bei 3 Grad minus!

    läuft Dein Kind immer unrund oder nur, wenn es sich anstrengt, besonders schnell zu laufen?
    Bei meinem Sohn war das so. Wenn er gedankenverloren rumgejoggt ist, sah es ganz okay aus. Aber immer, wenn er auf Ansage irgendwohin schnell laufen sollte - er sich also bewusst angestrengt hat - war das ein ganz schönes Gegurke. Der Kopf ging hin und her, die Lauflinie war mehr eine Schlangenlinie. Das hat sich mit der Zeit immer mehr gegeben, Jetzt, fast 7 Jahre, läuft er ganz normal.


    Beobachte Dein Kind doch mal, wenn es unbewusst rennt oder läuft, ob es dann auch "seltsam" läuft.
    Evtl. habt Ihr im Verein auch eine Leichtathletik-Abteilung, da kann Dir dort ein Lauf-Trainer bestimmt Tipps geben.

    Hi Bareida,


    vor dem Problem stenden wir - und ich denke die meisten anderen auch - als wir mit der FPL zum ersten Mal in Berührung kamen.
    Wir machen vor dem Spiel immer AN BEIDE MANNSCHAFT eine Ansage, dass sie nicht weiterspielen sollen, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen. Sie sollen dann laut protestieren, bis das Spiel unterbrochen ist. Dann wird das ausdiskutiert und gut ist. Falls eine Mannschaft versucht, nach ihren eigenen Regeln zu spielen (immer Einwurf zu machen, bei "Foul" weiterspielen), merken sie spätestens nach der dritten Spielunterbrechung, dass sie damit nicht durchkommen. Das Spiel hat ja noch wie vor Regeln, nur müssen die eben von den Kindern GEMEINSAM eingefordert werden. Und für dann Fall der Fälle gibt es ja auch noch zwei Trainer am Rande, die sich absprechen können. (Ich weiß, nicht immer einfach, vor allem, wenn man sich nicht unbedingt mit dem schreienden Trainer der anderen Mannschaft auseinandersetzen möchte.)
    Wir haben sehr gute Erfahrung damit gemacht, dass die Jungs und Mädels auf die Unterbrechung beharren.


    Und wenn sich ein Gegner auch dann nicht an die Regelen halten will, was solls. Das ist dann deren Problem (kommt ja dann auch eher von Trainerseite) Nimm deien Mannschaft, spendiere Ihnen ein Eis und freu Dich auf nächste Spiel.


    Wir haben letztlich in fast allen Fällen gute Erfahrung gemacht. Evtl. brauch das ganze noch etwas Zeit, bis es überall ankommt.