Beiträge von Goodie

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    Also man kann ja meckern aber leider nix ändern. Hier meldet man für eine halbe Saison und hat dank Corona schon ab der G-Jugend angesetzte Einzelspiele. Die sonst bei den Bambinis üblichen Spielfeste sind wegen der noch höheren Kontaktzahlen ausgesetzt worden. Ab F-Jugend schon immer wöchentlicher Spielbetrieb...

    Als ich das mal bei den Eltern ansprach, kam als Antwort, "ja ist halt ein wundervolles Hobby, die Kids haben auch total Spaß bei dir aber ist ja auch keine Pflichtveranstaltung" 🤷🏼‍♀️.


    Sehen das bei euch die Eltern auch so? Ich finde, wenn man sich für einen Mannschssport entscheidet, dann muss man auch seine Termine dementsprechend koordinieren. Das man mal nicht kann oder kurzfristig krank wird, alles kein Ding, aber so grob sollte man das doch schon planen oder sehe ich das falsch? Es gibt Kinder, die waren noch nie dabei bei der Spielrunde, weil die Eltern dann immer Ausflüge oder so machen 🤔.

    ich sage immer: allen muss klar sein, dass die Anmeldung beim Fußball viele Stunden am Fußballplatz bedeutet und dass bald die Spieltage und Turniere dazu kommen und die Teilnahme erwartet wird. In der aktuellen G1 klappt das gut. Die Minikicker selber spielen noch nicht.

    Generell ist die Spreizung von 15-18 zu groß. Bei den 15ern würde ich schon eine gewisse Ernsthaftigkeit beim Mitmachen erwarten (ohne dass das Training deshalb ernst werden muss). Bei Kindergartenkindern hingegen gilt bei mir: jeder in seinem Tempo, jeder wie er mag. Mach dir klar, dass die Kinder schon einen "Arbeitstag" hinter sich haben. Viele sind von 8 bis 15 Uhr in einem Kindergarten, der laut und rummelig ist. Da ist dann einfach mal die Luft raus. Bei mir machen bei den 17/18er 3-4 Kinder nach ein paar Versuchen nicht mehr mit, andere sind viel länger bei der Sache. Das ist ganz normal.

    Bei zwei Terminen würde eine Trennung der Kinder erfolgen, das finde ich in dem Alter blöd

    Ich finde das kaum einen Unterschied. Wenn du die Kinder aufteilst ohne durch die Freundeslinien zu grätschen, ist das den Kindern in dem Alter noch vollkommen wurscht, wer neben ihnen agiert. Das richtige Interagieren startet bei Jungs erst in ein paar Jahren. Achte mal drauf, dann siehst du, dass die Kinder nur nebeneinander spielen. (Ausnahme ist hier nur der beste Freund)
    Ich könnte derzeit ziemlich gut nach 2017 und 2018 aufteilen...

    Wenn du einen zweiten Termin anbieten möchtest/kannst, dann tust du den Eltern evtl. sogar einen Gefallen. Bei mir kollidiert mein Training mit einem Schwimmkurs. Würde ich einen weiteren Trainingstag anbieten hätte ich sofort ein paar Kinder dabei.


    Das Einbinden der Eltern klappt immer dann gut, wenn du kleine, klar umrissene Aufgaben definierst.

    Ich habe zum Beispiel kürzlich Staffelspiele eingeführt.
    Vier Gruppen à 3 Kinder, die mit ihrem Raumschiff (vier farbige Hütchen als Lenkrad) einmal um den Mond (Kegel mit den passenden Farben markiert) fliegen und zurückkommen sollten.

    War doch klar, dass wir in der Raumstation vier Commander benötigen, die den Abflug beaufsichtigen. Also vier Eltern an die jeweiligen Hütchen gebeten - was sie auch anstandslos übernommen hatten.

    War lustig zu sehen, wie anstrengend es bei einigen war, die Kinder um den richtigen Mond zu delegieren obwohl der Mond und das Lenkrad die gleiche Farbe hatten. (von wegen Wahrnehmung im Raum...) Natürlich habe ich dann geholfen...

    Hab auch schon Ball hochwerfen und fangen gemacht oder Ball auf den Oberschenkel und den dann mit dem Oberschenkel hochspielen und wieder fangen, aber das klappt nur ganz mau. Ich bin aber immer wieder erstaunt, wie dass andere Jugenden machen, wo dass schon klappt,

    Hier würde ich Mädels Hausaufgaben in Form von "Zehlerlis" mitgeben. Schreibe auf einen Zettel 10 Übungen nach folgendem Muster:


    10 mal Ball hochwerfen und auffangen

    9 mal Ball hochwerfen, hinterm Rücken klatschen, auffangen

    8 mal Ball auf den Oberschenkel fallen lassen, auffangen

    7 mal...

    die Übungen werden immer schwerer, dafür müssen sie das weniger häufig schaffen. Meine Volleyballkinder im Grundschulalter haben die Zehlerlis geliebt. Ich hatte mehrere Versionen erstellt, welche für Anfänger und welche für Fortgeschrittene. Die Kinder durften aussuchen, an welchen sie sich versuchen wollten.

    aber wie bekomme ich es hin, dass nicht immer nur ein Kind dribbelt und alles macht, sondern sie auch mal zusammen spielen? [...] Macht es vielleicht Sinn, wenn ich dass Abspiel durch mehrere Hütchen Tore im Feld fordere, dass sie sich immer zu zweit durch die Hütchen Tore passen, um jeweils ein Punkt zu machen, dass sie merken das ein Passspiel im Spiel auch zum Erfolg führen kann?

    ja, oder du machst ein breites Hütchentor und das Tor zählt nur, wenn es von vor der Linie zu einer Mitspielerin hinter der Linie angenommen werden konnte (Football).

    Lass die Mädels mal 3vs0 im Feld mit vier Toren spielen. Die Mädels starten zu dritt an der einen Torlinie, laufen passend zur anderen und erzielen ein Tor. Es zählt nur, wenn alle drei am Ball waren. Dann 3vs1 mit einer Gegenspielerin, die an der gegenüberliegenden Torlinie starten lässt. Wenn das klappt, kann auch die Gegenspielerin von hinten etwas zeitversetzt kommen. Wenn das klappt, eine von vorne, eine von hinten. (3vs2) Bei Ballgewinn Konter kannste im nächsten Schritt noch hinzu fügen.


    Wenn du unbedingt hin- und her passen machen willst, dann stell den Mädels ein Hütchentor dazwischen. Dann kann man "Tür auf, Tür zu spielen", mal muss man also dadurch passen, mal rechts oder links daneben spielen.

    Generell solltest du bei Dribbelübungen darauf achten, dass die Kinder häufiger eben nicht schön geordnet um Hütchen herum sondern eher im chaotischen den Ball führen, anderen ausweichen oder begegnen, auf ein Kommando auf vier Tore abschließen oder sich mit dem Ball in eine bestimmte Ecke retten. (Feuer Wasser Blitz). Oder 10 mal andere bei einer Begegnung abklatschen. Oder ein mitgeführtes Hütchen tauschen. Oder sich gegenseitig leicht anrempeln. So lernen sie das dribbeln im engen Raum mit Körperkontakt. Oder zwei Spieler sind Räuber Hotzenplotz und versuchen den anderen die Bälle wegzuschießen.

    Ich mag auch Rempelspiele, um die Furcht vor Gegnerkontakt zu minimieren. Während man hier Jungs eher immer wieder zur Vorsicht ermahnen muss, dürfte das bei Mädchen ganz gut klappen.
    Dazu brauchst du Zweierteams und eine Linie:

    paarweise an der rechten Hand fassen und den anderen über die Linie auf seine Seite ziehen (danach links)

    Rücken an Rücken schiebend über die Linie kommen.
    Beide versuchen sich gegenseitig auf den Po zu hauen

    Schulter an Schulter über die Linie schieben

    Schulter an Schulter einbeinig hüpfen den anderen aus der Ballance bringen bis das zweite Bein auf den Boden muss.

    schiebend mit den Händen über eine Linie oder auch einbeinig aus der Balance

    einer liegt auf dem Bauch auf dem Boden, der andere quer über ihm. Der untere muss sich auf den Rücken drehen.

    Laufduell an einer Linie entlang, mit der Schulter schiebend.

    Laufduell zuerst bis zu einer Markierung nebeneinander, dann Schulter/Schulter, dann auch mit Ball
    im Vierfüßlergang den anderen aus der Balance bringen.



    Ein schönes Spiel zu zweit ist auch dieses: eine stellt sich mit breiten Beinen hin, die andere spielt den Ball durch die Beine, läuft um die Spielerin herum und passt erneut von hinten durch die Beine. Auf Zeit, wer schafft die meisten. Nach 2 Min wechseln. Jedes Zweierteam addiert seine Punkte...

    Kennst du das Buch Spielintelligenz Kindgerecht trainieren von Horst Wein. Hier lohnt sich die Anschaffung, weil viele Übungen für deine Altersklasse enthalten sind.

    Fühle mich jetzt wohler, wo ich nicht mehr das Team meines Sohnes habe.

    Ich genieße das auch sehr. "Irgendwelche" Kinder zu trainieren ist deutlich entspannter als das eigene und dessen Kumpels. Die wenigsten machen jedoch diese Erfahrung.

    Was die so am Spielfeldrand abgesondert haben, war schon haarsträubend.

    Ich kann das kaum noch ertragen und stelle mich gerne weit weg von all den Väterexperten. Geht aber nicht immer und so bekomme ich doch immer mal wieder viel zu viel für meine Nerven mit.


    Am WE hatte mein Großer in der C-Jugend Pokalfinale, das Team führt in der zweiten HZ mit 3:0 und eigentlich war da schon klar, dass das nicht mehr schief gehen kann. Da schnauzt einer unserer Väter lautstark übern Platz wie scheiße das ist, dass xyz die Freistöße ausm Mittelfeld immer nur wild nach vorne pölt.

    Das ist doch mal ne nette Unterstützung, oder?


    Ich würde denen allen am liebsten ein paar Fußballschuhe an den Kopp schmeißen mit der Aufforderung, es bei irgendeiner Altherrentruppe mal wieder selber zu versuchen UND es besser zu machen! Gehen mir solche Honks aufn Keks! Mein Lieblingssatz ist "richtig so" wenn ein Spieler gefoult aufm Boden liegt. Ich bin echt ein friedliebender Charakter aber in solchen Momenten würde ich diesen Leuten gerne etwas Empathie einprügeln.


    Ich muss mal rausfinden, wie man besser mit blöden Kommentaren zurecht kommt... Wer hier Ideen hat außer auf Durchzug zu stellen...

    Nun hatte ich mir überlegt, einen Dienstliste zu erstellen, wer wann dran ist.

    Ich schreibe diese Antwort mal bewusst als Mutter von zwei fußballspielenden Jungs und möchte sie bitte mit einem dicken Augenzwinkern verstanden wissen.

    Es ist Freitag 18 Uhr, ich hole K1 vom Training ab. Morgen hat K2 Heimspiel um 11 Uhr, K1 muss auswärts ran um 12 Uhr. Was steht auf der Liste? Klar, Kuchen backen, also noch kurz die Zutaten checken, es ist zum Glück alles da. Muffins sollen es doch bitte sein. Ach ja, und 10 Brezeln vom Automaten beim Discounter soll ich doch bitte auch noch mitbringen, das schafft die Mama von xyz leider morgen nicht. Notiz an mich selber: einfach mal nein sagen lernen. Aber jetzt erstmal Abendessen vorbereiten. Und wenn die Kinder im Bett sind, Backen denn morgen früh wird das ja bissi knapp. So gegen 21 Uhr ist die Küche auch gleich schon wieder aufgeräumt.

    An den Spieltagen ist es zu Hause immer irgendwie anstrengend, die Kinder sind aufgeregt, einer sucht immer irgendwas. Jetzt aber los, um 10 Uhr ist treffen und ich muss ja noch die Brezeln holen. Bekommen wir doch alles hin, oder? Woche für Woche denn einer hat ja immer Heimspiel. Der Mann nimmt großzügig die Auswärtsfahrten auf sich und macht sich kurz nach mir mit K1 auf den Weg. "Dann musst du nicht fahren"
    Am Platz angekommen bauen wir erstmal auf. Es gibt eine Bude mit großen Klappen, hier ist Kraft gefragt und klar helfen die anwesenden Väter. Also kurz mit der Klappe und klar bringen sie die Sixpack Limo noch rein. Danach sieht man sie leider nicht mehr, also an der Verkaufsbude, am Platz schon.

    Andere Mütter (!) bringen die Reste, Getränke, Süßigkeiten, weitere Kuchen, Chips und Lutscher, Becher und Servietten... was man halt so braucht. Zwei Mütter beziehen ihren Posten in der Hütte. Den werden sie auch nicht mehr räumen denn hey, die sind wichtig. Meckern aber gleichwohl, dass sie vom Spiel ihrer Jungs ja nie was sehen. Das fällt dann doch unter selbstegewähltem Schicksal und ich gehe schulterzuckend zum Platz.

    Der Verkaufsstand ist leidlich gut besucht. Allerdings nur von uns, der Heimmannschaft. Hier nen Kaffee, da ne Brezel... läuft. Die Auswärtsmannschaft steht an der anderen Seite der Anlage und eher bleibt für sich. Und so werden wir am Ende rund 120 € in der Kasse habe, von denen wir wahrscheinlich 95 € selber eingezahlt haben. Und die nicht aufgebrauchten Kuchen nehmen wir wieder mit heim, logo... Während die Reste an Süßigkeiten etc. bis in zwei Wochen eingelagert werden.
    Wir kaufen also erst ein, backen dann und kaufen uns dann unsere eigenen Kuchen wieder ab. So richtig rund ist das ganze irgendwie nicht, oder?

    Man muss sich ernsthaft die Frage stellen, ob man das wirklich braucht.

    1. Sport und gesunde Ernährung aber man schleppt jedes Wochenende Backwaren am vormittag zur Anlage weil man nicht mal 2 h ohne Süßkram und Kaffee auskommt? Zumal, man meist gerade erst gefrühstückt hat. Und achtet mal drauf, wieviele Eltern sowieso noch Dosen mit Verpfegung für ihre lieben Kleinen dabei haben. Die verhungern sonst!

    2. Es wäre wohl viel billiger wenn man die Mannschaftskasse anders führt. Entweder schlicht per Umlage, wenn etwas ansteht oder durch regelmäßiges Einzahlen.


    Daher mein Plädoyer: wenn die Eltern das machen wollen, dann können sie das gerne machen. Aber komplett eigentverantwortlich. Und wenn nicht, dann nicht. Das wird über die Jahre sowieso immer weniger. Ich hole mir inzwischen max. irgendwo nen Kaffee wenn es einen gibt.

    Unser jetziger Verein hat zum Glück ein Vereinsheim und Trikotwäsche läuft so: Mein Kind kommt mit der Trikottasche aus der Kabine. Fertig. Das geht Reihum und da beide Kinder den gleichen Nachnamen haben, bekomme ich zwei Taschen in recht kurzem Abstand... Aber ne Waschmaschine pro Woche mehr, wenn ich dafür nicht backen soll... locker! Und Waschmaschine bedienen? das kann mein Mann! :evil:

    ++++++++++++++++++++


    So oder so ähnlich war es für uns ca. vier Jahre danach haben wir den Verein gewechselt und dort gab es dann ein Vereinsheim und ich genieße das sehr. Man muss einfach im Auge behalten, dass nicht jede Familie einen solchen Aufriss stemmen kann / will. Geschwisterkinder, Alleinerziehende, Schichtdienst, die zu pflegende Oma, eine andere baut vielleicht gerade... man weiß im Grunde doch eher wenig über die Familien.

    Als Trainerin sage ich neuen Eltern immer ganz klar: wer sich für Fußball entscheidet, entscheidet sich für viele Stunden am Fußballplatz und man sieht die anderen Familien häufiger als die Freunde. Und auch, dass es ohne ein gewisses Mitwirken nicht geht. Und das klappt auch ganz gut.
    Ich glaube, dass man halt gut kommunizieren muss, was zu tun ist und was man machen könnte.

    Das Modell (Schulen gegeneinander) von Goodie ist praktisch "Jugend trainiert für Olympia" - und wie viele nehmen daran teil?

    Wenn man das im aktuellen Modell denkt, schon. Bei Visionen darf man aber auch mal groß denken und die Möglichkeiten einer Schule, wo 800 Schüler oder mehr beisammen sind, wären viel größer als im FC Kleinkleckersdorf und man könnte sich anders um die zu Hause nicht geförderten Kinder kümmern.
    Welche Möglichkeiten man haben könnte, wenn man Personal, Geld und Ausstattung in Schule stecken würde...

    Und welche Möglichkeiten das Familien gäbe, wenn sie nicht nachmittags Elterntaxi spielen müssten sondern echte Familienzeit da wäre. Und das würde sich ja nicht nur aufs Fußball beziehen, die bekommen ihre Kinder ja eh. Auch und gerade viele andere Sportarten könnten ausprobiert werden.


    Und dann gäbe es eben im Wahlbereich Sport

    Leistungsfußball

    Kicken

    Volleyball

    Gesellschaftstanz

    Leichtathletik

    Sporthelferausbildung

    ...


    Bei Handwerk/Technik

    Holzbearbeitung

    Löten/Schweißen

    Modellbahn

    Nähen

    Stricken

    ...


    Sonstiges

    1. Hilfe Kurs

    Jugendfeuerwehr

    Ökologie / Schulgarten

    Babysitterkurs

    Chinesisch

    ...


    Musikschulen würden ebenfalls mit ihrem Angebot in die Schulen wandern.



    Na ja, egal... das wird nicht kommen. Trotzdem fände ich den Gedanken schön dass alle Kinder, egal aus welcher Schicht sie kommen, die gleichen Chancen und Möglichkeiten bekämen.

    Wer interessiert an z.B. Physik oder Biologie ist, ist es nicht aufgrund der Noten. Und wer kein Interesse daran hat, graust sich vor der Schulaufgabe und hat den Stoff eh kurz danach wieder vergessen

    Das ist zwar prinzipiell richtig, allerdings starten üblicherweise alle am gleichen Punkt. Wenn Physik auf dem Stundenplan auftaucht, dann hat kaum jemand Ahnung, Beim Sport (bzw. bei allen o.g Neigungsfächern) entscheidet aber ausschließlich Talent und Veranlagung.


    Über Schule an sich könnte man ein ganzes Forum füllen. Bin ja selten einer Meinung mit H. Precht aber was Schule angeht, bin ich ganz auf seiner Linie.


    Die Frage in unserem Kontext ist ja eher: wie kann Schule die Misere der Bewegungsarmut unserer Kinder bekämpfen.

    Meine Vision ist ja sowieso eine ganz andere Art von Schule.


    Eine Ganztagsschule, wo alle (Eltern und Schüler) am Nachmittag frei haben und die Kinder nicht noch von Hüh nach Hott müssen. Sie kommen um 16 Uhr heim, und hätten gesportelt, musiziert, gebastelt, sonstwas und wären fertig mit der Unterrichtsnachbearbeitung.

    Und ja, eine Vereinsstruktur würde da gar nicht mehr dazu passen. Dann würde die Helene-Fischer-Gesamtschule gegen das Regenbogen-Gymnasium kicken oder rudern.

    Aber es würde 1. allen Kindern sehr ähnliche Chancen bieten und 2. die Familien so richtig entlasten.

    Es ist ne Vision! Ist mir klar. Wäre auch teuer, würde viel Aufwand, Personal und Phantasie bedürfen. Und echtem Fachpersonal.


    Aber hey, diskutieren wir nicht genau das? Qualitativ wertige Ausbildung unserer Kinder?

    Bewegungsaffine Kinder werden immer die Gelegenheit finden, sich zu bewegen.

    Den anderen wird das schon deutlich schwerer gemacht.


    Warum wird das Schulfach Sport benotet?

    Neben den Kompetenzen wie Einhalten von Regeln, Mitwirkung beim Auf- und Abbau und sportlicher Fairness wird in erster Linie der Status Quo bewertet. Soll heißen, dass ein guter Sportler der mit oben genannten Softskills nix an der Mütze hat, trotzdem ne zwei bekommt während der dicke Paule immer hinterher keucht und mit ach und krach ne drei erhält.


    Warum findet Sport an der Schule nicht täglich statt?
    Wir alle wissen um die Notwendigkeit von Bewegung. Dennoch werden wir sicher eine Vielzahl von Argumenten hören können, warum das nicht geht. Aber wir haben kein Problem, Kinder im Alter von 6 bis 18 Jahre stundenlang täglich auf einen unbequemen Holzstuhl zu zwingen und sie nachmittags noch ordentlich mit Hausaufgaben zu segnen. Ab Klasse neun verlagert sich dann der Unterricht auch noch in den Nachmittag.


    Angebote sie Sportkindergarten wie let1612 es vorschlägt, gibt es in unserer Region. Aber es ist extrem teuer. Ja, da sind ausgebildete Sportpädagogen aber wenn solche Angebote nicht niederschwellig sind, forciert das nur die Schere. (arme Kinder, schlechter ernährt, weniger in Bewegung etc)

    Statt dessen verschwinden immer mehr öffentliche Schwimmbäder und Turnhallen, frei zugängliche Sportanlagen werden nicht mehr gepflegt (z.B. hängen hier abgerissene Basketballkörbe rum und defekte TT-Platten und werden nicht repariert) Statt dessen entsteht Platz für kommerzielle und teure Angebote wie Trampolinhallen oder Muckibuden.


    Im Grundschulalter geht das alles noch. Da können die Kinder auch noch gut auf Spielplätzen rumturnen. Aber ein paar Jahre weiter fühlen sie sich dafür zu alt. Es treten nochmehr als zuvor die Computerspiele in den Vordergrund.

    In meiner U6 setze ich als Papa-Trainer mit abgeschlossener Basis-Ausbildung - und C-Lizenz in Ausbildung - auf vielfältige Bewegung mit und ohne Ball, ausschließlich in Spielformen ohne Coaching, damit sie Spielintelligenz so früh wie möglich entwickeln. Auch arbeite ich an der Persönlichkeit der Kinder, ihrer Wahrnehmung der anderen Kinder, das Einhalten von Gruppenregeln, das gewaltfreie Lösen von Konflikten und letztlich das Bilden einer Gemeinschaft, die füreinander einsteht, in der Viefalt gelebt wird.

    ist das ernst gemeint? in 1-2 Stunden pro Woche? Bist du vom Fach?

    Spielformen ohne Coaching zur Bildung von Spielintelligenz? Persönlichkeitsentwicklung? gewaltfreie Kommunikation?

    Ernst gemeinte Frage: wie machste das denn?

    Antwort, falls du eine geben willst, gerne auch in der Bambiniecke...

    Nach 5 Jahren kann ich sagen und am Verhalten der Spieler teilweise erkennen, wie über den Trainer geredet wird.

    Und ich kann dir sagen, wer von Papa oder Opa Geld bekommt für jedes geschossene Tor. :evil: Auch ne geile Unsitte.

    Ich führe schon ab und an Gespräche mit Eltern aber bei den Opas hab ich Beishemmung. (Respekt vor dem Alter und so)


    Das Verhalten der Eltern schule ich bei meinen Anfängern durchaus. So manche(r) ist ja in völliger Euphorie wenn der Vierjährige im zweiten Training ever mit einem Ball ins Tor stolpert.

    Immer mal wieder höre ich von Eltern meiner Fünfjährigen im Training: "Spiel ab". Ich frag dann immer: "warum? Jetzt hat er ihn doch endlich... Abspielen machen wir dann später"


    Was mich daran so wundert ist, dass man doch durch den Fairplaymodus Abstand und Ruhe am Platz gelernt hat. Und in der D ist dann alles vergessen?

    Die Jugi in Bad Tölz ist super, mit eigenem Soccercourt im Garten. Und meines Wissens vermitteln sie dort auch den Kontakt zu dem Verein, der den nebenan liegenden Platz betreibt.


    Das Problem dürfte die Verfügbarkeit sein wenn du zeitnah buchen willst...

    Wir haben (leider) in paar Jungs die quasi nur 50% der Zeit zum Training erscheinen und dann wirklich 90 Minuten lang unmotiviert sind und die anderen behindern und die bei keiner Übung vernünftig mitmachen.

    Ich versuche jedes Jahr aufs Neue aus den Minikickern eine Mannschaft zu bilden, die ich als G1 an einen Kollegen abgeben kann.


    Daher habe ich im Grunde zwei Stränge:

    1. Alle Kinder die Lust haben einsammeln und an ein geregeltes Training heran führen.

    2. Extreme Störer wieder loswerden.


    das klingt jetzt erstmal hart aber erfahrungsgemäß sind etwa 1/3 der Kinder nur wegen einem Kindergartenfreund da oder weil es keine Alternativangebote gibt. Weder haben die Kinder Lust noch stehen die Eltern wirklich dahinter. Diese Kinder hören eh über kurz oder lang wieder auf. Außerdem sind ein paar wenige Störer in der Lage, a) dem Trainer die Nerven aufzuribbeln und b) auch das ganze Training zu torpedieren.


    Natürlich treffe ich eine solche Einstufung nicht nach zwei Trainings aber über einen längeren Zeitraum lernt man seine Pappenheimer kennen. Einige benötigen lange um reinzufinden und machen anfangs nur zögerlich mit und bei mir darf auch jeder ne Übung aussetzen... das ist für mich völlig ok, sind ja Kindergartenkinder, die schon nen "Arbeitstag" in der Kita hinter sich haben.


    Der Spaß ist dann zu Ende, wenn andere Kinder angegangen werden.

    Schubsen, rummeckern, stören (etwa im Tor liegen bleiben)

    Dann bitte ich die Eltern am Platz zu bleiben und ihren Kindern zuzuschauen. In der Situation weise ich sie dann gezielt darauf hin, wenn sie aktiv stören und bitte sie, zu Hause mit den Kindern zu reden, ob Fußball wirklich der richtige Sport fürs Kind ist. Meist sind diese Familien dann über kurz oder lang nicht mehr dabei.

    In einem Fall haben wir die Eltern gebeten nicht wieder zu kommen nachdem das Kind wiederholt andere angespuckt hat. (zuvor Rückendeckung des Vereins einholen)


    Einmal sind uns sogar in der Halbzeitpause 2 abhanden gekommen weil sie keine Lust mehr hatten.

    Das ist nicht sonderlich selten.

    Und als wäre das nicht schon schlimm genug fangen die ersten Eltern an die Kinder schon mit aufzuhetzen und tragen ihnen auf sie sollen mich doch fragen ob sie bitte spielen können am Wochenende.

    Hast du mal einen Elternabend gemacht? Da kannst du dann deine Vorstellungen allen kundtun und die Regeln kommunizieren.

    Bei uns gibts auch immer noch das leidige 6+1 und wir hatten vor corona Spielfeste mit drei Spielen. Dazu nehme ich immer alle Kinder mit . Dann setzt jedes Kind ein Spiel ganz aus, in einem Spiel fängt es an und im dritten beginnt es auf der Bank. Das geht nicht immer ganz auf aber so ist der Plan. Die Kinder, die aktuell aussetzen bekommen ein Leibchen (das erleichtert das Ein- und Auswechseln der anderen im gewusel).


    Ansonsten: Alle die kommen, sollen auch spielen und die Spielzeiten sollten gleichmäßig verteilt werden unabhängig vom Könnensstand. Man muss klar kommunizieren, dass aussetzen bei der Fülle der Kinder dazu gehört und das sollte auch für die Trainersöhne gelten! Alternativ kann man überlegen, in der kommenden Saison zwei Teams zu melden. Da kannste die Meckerköppe dann gleich als Co.Trainer verpflichten :P


    Was ich akzeptabel finde ist, dass die Kinder erst dann einen Spielerpass erhalten, wenn sie die Grundzüge der Spielregeln verstanden haben: in welches Tor wird geschossen, welches wird verteidigt und aus/Einwurf.

    Das bedarf einer halbwegs regemäßigen Trainingsteilnahme. Das würde ich an deiner Stelle auch protokollieren, so haste immer mal ein paar Fakten an der Hand bei Debatten.

    Eltern, die dir im G2-Alter schon aufn Geist gehen, musst du rechtzeitig und freundlich in ihre Schranken verweisen. Erfahrungsgemäß ziehen diese Familien eh zum ambitionierteren Nachbarverein weiter so dass man auf diese Leute eh kaum Rücksicht nehmen muss. Und mach dir klar, dass sich die Eltern aufregen, nicht die Kinder. Die wissen nämlich noch nix von Terminen an denen sie nicht teilnehmen, außer man erzählt es ihnen.

    Was mir einfach extrem schwer fällt, ist diese Kreativität bzw. Fantasie zu haben, Geschichten oder Symbole um die Übungen zu basteln,

    Keine Angst vorm Feind! Das Geheimnis ist, dass das alles in sich nicht besonders logisch sein muss.


    Du willst, dass die Kinder mit dem Ball um ein Hütchen dribbeln und wieder zurückkommen? Dann fliegen die Kinder einmal um den Mond und kommen zurück auf die Erde.

    Nimm dir ein Thema und überlege was dir dazu einfällt:
    Weltraum: Sterne, Raumschiffe, Schwarze Löcher die die Bälle ansaugen, Außerirdische die die Bälle haben wollen...
    Gespenster: nachts schweben freundliche Geister durchs Treppenhaus und öffnen mit ihren Ballschlüsseln alle Türen. Da kommt der Hausherr, weil er ein Geräusch gehört hat, die Geister müssen sich schnell verstecken...
    Ich packe meinen Koffer: Schuhe (Ball um die Beine Rolle). Socken (Fuß auf den Ball stellen), Hose (Ball auf dem Knie balancieren), T-Shirt (Ball um den Bauch/Rücken kreisen). Wie gesagt: das muss keinen Sinn machen. Die Kinder nennen das Kleidungsstück und du sagtst: oh, richtig: ein Schal geht so (Ball hochwerfen, auffangen)
    Heißluftballon, Flugzeuge, Kirmes,
    Und der Klassiker: frag die Kinder.

    Zum generellen Ablauf: ich verzichte vollständig auf das was der Erwachsene warm machen nennt. Die Kinder rennen eh den ganzen Tag wild durch die Gegend. Stattdessen haben wir eine 5-10 minütige Tummelphase, in der die Kinder frei mit oder ohne Bälle spielen können. Dann Begrüßung und Vorstellung des Themas: "heute kaufen wir ein Auto. Welche Marken kennt ihr denn?" (bei mir kommt dann meist: "ein blaues!" oder "Polizeiauto") Dann laufen wir erstmal mit Ball los und suchen das Autohaus. (freies dribbeln) Dann prüfen wir das Auto, ob es was aushält (Torschuss), sucht sich jedes Kind eins aus und Probefahrt (irgendwas mit Hütchen) usw usf...


    guck mal beim DFB rein. Da sind die Rahmengeschichten zum Teil extrem bekloppt:

    Zitat

    Für viele Dribbelaktionen sorgen

    Spiel 1: Honig Spiel 2: Honigbär Spiel 3: Honigbrot Spiel 4: Honigglas Spiel 5: Honigladen


    "Passspiel bei den Kleinen" hat hier mal ein anderer User so bezeichnet: Zeitverschwendung. Du kannst wortreich versuchen, es den Kindern beizubringen aber du wirst viel Zeit darauf verwenden müssen. Diese Zeit fehlt dir, dich mit den altersangemessenen Dingen zu beschäftigen: Ballbehandlung, dribbeln, Tore schießen.
    Bis die Kinder Raum und Geschwindigkeit einschätzen können, dauert es. Daher müssen die Kinder auch erst mit 11 Jahre auf der Straße radeln... Erst dann hat sich ein gewisses räumliches Sehen entwickelt. Kindergartenkinder habe kaum Verständnis für den Raum, das merkst du daran, dass die meisten den Ball bis zum Tor bringen und ihn trotz freier Schussbahn meist nicht schießen. Außerdem ist der Blick noch auf den Ball gerichtet. Blicksprünge sind einfach noch nicht drin, sie haben in dem Alter noch nicht mal das volle Gesichtsfeld zur Verfügung. Entweder gucken oder dribbeln... (und ja, es gibt immer mal wieder einzelne die das schon können, etwa weil sie vielleicht vom älteren Bruder getrimmt werden, aber die die anderen 15 Kinder können es noch nicht)

    Du kannst aber jedes noch so zufällige Zuspiel feiern, so motivierst du deine Kinder, es weiter zu versuchen. Da spricht ja nix gegen.

    Und wenn es denn unbedingt eine Passübung sein muss, dann stelle zwischen zwei sich gegenüber stehenden Kindern ein Hütchentor hin und die Aufgabe ist, möglichst viele Tore zu schießen. Ich sag aber auch ganz ehrlich: Bis ich meine Kinder in eine solche Übung sortiert hätte (Zweierpärchen, nur durchs eigene Hütchentor schießen, immer hin und her), wären meine Nerven wohl schon durch.
    In der F, mit Eintritt in die Schule, erledigen sich solche Probleme dann quasi von selber, das Verständnis steigt, Ballspiele mit hin und her werfen/schießen kennen sie...