Beiträge von Goodie

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    Geh doch einfach mal davon aus, dass bei den Bambinis mehrheitlich Trainer-Anfänger am Werk sind. Schon deshalb macht es in meinen Augen Sinn, die Vorgaben festzuzurren. Klare Handlungsanweisungen (Aufbau der Felder, Spielberichtsformulare oder online-Lösungen) und Austausch der Kontaktdaten aller Beteiligten wären hier in meinen Augen sinnvoll.


    Ich mag es, im Laufe eines Halbjahres mehrfach gegen die gleichen Gegner zu spielen. Wenn man sich etwas kennengelernt hat, entspannt sich die Atmosphäre deutlich. Das ist nur blöd, wenn du nen Vollhorst dazwischen hast, da entspannt sich dann gar nix.


    In unserem Kreis ist das 7vs7 immer noch fest betoniert, auch bei den Bambinis. Wir werden sicher die letzten sein, die umstellen. Ich zitiere mal aus einem offizellen Dokument des Kreises:

    Zitat

    Spielfeste nach dem neuen Spielsystem 3 gegen 3 oder 2 gegen2 auf je 4 kleine Tore je Spielfeld können von den Vereinen selbst organisiert werden. Diese sind der Staffelleiterin Fr. X mit Datum und Uhrzeit zu melden. Bei den angesetzten Spielen der F-Junioren und den Bambinispielfesten kann kein Verein dazu gezwungen werden, nach den neuen Spielsystem zu spielen.

    Und meines Wissens gibt's hier auch keine Gallier. Und es gibt keine Aufklärung - warum auch wenn die Änderungen schon im Kreisvorstand als Blödsinn abgetan wird. (Im Nachbarkreis übrigens das gleiche Bild)


    Oder um es nach Dieter Nuhr zu sagen: Wenn solche Typen damals entschieden hätten, wären wir immer noch Einzeller in der Ursuppe des Meeres: "Zweite Zelle? Brauchen wir nicht!"

    Ich verstehe noch nicht dein "entweder oder"

    fängt ja schon damit an, auf was lege ich den Fokus neben dem Spaß und bewegen. Bisschen Fußball soll ja dabei sein, machen ja alle.

    Ich werde versuchen künftig weniger auf Dribbling uns Pass-/Stoppübungen zu setzen, sondern mehr Übungen einzubauen (wenn der Ball Mal im Spiel ist) bei denen die Kinder ein Erfolgserlebnis haben (Tore schießen können).

    Idealerweise machst du Spiele MIT Ball und Spaß!

    Bei uns heißt ein Training Zwerge und Riesen wobei die Kinder die quirligen Zwerge sind und die Erwachsenen sind behäbige, eigentlich harmlose aber auch gemeine Riesen.

    Wenn der Riese in die Burg kommt, müssen die Kinder ihren Ball in Sicherheit bringen. Wobei es vier Bereiche (farblich markierte Burgtore) gibt, die man mit div. Aufgaben erreichen soll. In einen Bereich muss man dann reindribbeln, in einen anderen schießen (Jugendtor), ein dritter wird mit Ball rollen erreicht, in den vierten muss man den Ball schnappen, ihn übern Kopf halten und rennen.
    Erwische ich ein Kind, hats halt Pech gehabt (manchmal werfe ich die eroberten die Bälle aus der Burg). Ich rufe also: "der Riese kommt" und sorge erstmal für Unruhe. Dann "rettet euch durchs rote Tor" und die Kinder müssen sich in Sicherheit bringen.
    Später steht der Riese auf einer Brücke (Korridor), wo die Kinder mit ihrem Ball vorbei müssen und ich versuche ihnen den Ball streitig zu machen. Meist will spätestens ab da ein Kind Riese sein.
    Und dann sind halt alle mit blauem Leibchen Riesen und schon biste im 1:1

    und das schaffen auch die Einsteiger (oder eben nicht)


    Ne klassische F-Jugend Übung ist A und B stehen sich gegenüber, rechts und links je ein Minitor. A passt zu B, B versucht in eins der Tore abzuschließen während A zum Abwehrspieler wird. Mit älteren ballaffinen Bambinis geht das auch schon.
    Oder von zwei Spielern hat einer den Ball mit Abstand von ein paar Metern vor einer Torlinie. Einer rollt den Ball über die Linie, der andere läuft hinterher. Wenn er vor der Linie den Ball erreicht (berührt, das von dir geforderte Annehmen und nicht durchlaufen lasse) dann ists sein Punkt, ansonsten der vom Rollenden...

    Empfiehlst du, immer denselben Trainer für die einzelnen Gruppen anzusetzen oder die Trainer zu wechseln (wir sind ohnehin eine Mannschaft und haben dieselbe Trainingszeit und auch bei den Turnieren sind alle dabei) um neue Übungen/Anreize zu schaffen?

    Na das ist doch Geschmackssache, oder? Du kannst in zwei Strängen trainieren und die Gruppen dann tauschen. Die Übungen/Spiele selber müssen sich ja nicht wirklich unterscheiden, allenfalls das Tempo oder die besseren erhalten eine Zusatzaufgabe.

    Meine "Erwärmung" ist eher eine Einstimmung und sieht bei mir so aus, dass jedes Kind einen Ball hat und wir gemeinsame Dinge ausprobieren. Ball hochwerfen und auffangen, den Ball um die Beine führen, um den Bauch, solche Sachen. Einfachste Coerverübungen wie ein Bein auf den Ball stellen, ein Knie, dann wechselseitig drauf hüpfen, drauf setzen, irgendwo hin dribbeln, Jonglage Ball aufs Knie fallen lassen...


    Staffelspiele sind ein super Einstieg in das Thema mit dem sportlichen Wettkampf. Hier dann eher 3 oder 4 Gruppen statt langes rumstehen.
    Du kannst auch Rangelspiele einbauen, wo sich jeweils zwei Kinder mit den Schultern oder mit dem Rücken über eine Linie schieben sollen.


    BTW: wenn der Nachbarverein die Kinder Jahrgangsweise mit vier Jahren einsammelt und du sie dann mit fünf oder sechs beobachtest, dann darf da schon ein gewisser Zug drin sein. Hat man aber einen bunten Haufen, dann sieht es eben auch bunt/strubbelig aus.

    Es ist ja auch ein bißchen die Frage nach den Zielen. Nicht eben wenige führen private Tabellen und wollen schon in der G Jugend Dorfweltmeister werden und das zieht manchmal auch ein gewisses Klientel an. Andere sind da entspannter und so manchen Eltern ist das dann "nicht genug". Wo kommt man her, wo will man hin? Idealerweise hat ein Verein hier ein klares Bild und Bekenntnis.


    Einen Kindertrainerlehrgang zu machen schadet definitiv nicht, ist aber kein Erfolgsgarant.

    Kurz zu mir: ich bin Mutter von zwei Söhnen, vor acht Jahren als Co bei den Bambinis eingestiegen und seit einigen Jahren trainiere ich bei uns im Verein die Neueinsteiger. Ich nehme also erstmal alle Kinder an, wenn ich dann für eine Gruppe einen Trainer (meist aus der Elternschaft) finde, gebe ich die Kinder wieder ab und es stehen zumeist schon neue in den Startlöchern.


    Zunächst möchte ich deinen Blick auf die Altersklasse lenken.


    Seit vielen Generationen wird immer wieder die Jugend beschimpft, die hoffnungsloseste ever zu sein. So sagt man der aktuellen Jugend nach, so unbeweglich und unsportlich zu sein wie noch nie. Man attestiert den Kindern, nicht mal richtig rückwärts laufen oder hüpfen zu können. Und statt auf einen Baum zu klettern sind schon Fünfjährige mit einem Tablet vertraut. Unkonzentriert, überhaupt nicht ausdauernd und verlieren kann sowieso niemand...


    Ein weiterer Aspekt ist die Kinderbetreuung von heute. Nicht eben wenige sind von 7:30 Uhr bis 15 oder gar 16 Uhr im Kindergarten. Im Kiga ist es laut und rummelig, das ist anstregend und das kann man wohl mit einem Arbeitstag vergleichen.

    Um 19 Uhr kommt das Sandmännchen und dann gehts ins Bett. Eltern jedenfalls haben die Erwartung, dass man so gegen 20 Uhr endlich "frei" hat.


    1/3 etwa (so mein persönlicher Eindruck) hat wirklich Interesse am Fußball, 1/3 kommen weil die Eltern das so möchten und es auch kaum Alternativen in der Altersklasse gibt und 1/3 kommen wegen der Freunde (das sind u.U. die "schlimmsten", da weder das Kind noch die Eltern wirklich dahinter stehen)


    2/3 können also zunächst mit dem Ball eher nichts anfangen und können auf Grund des Alters auch mit einem strukturiertem Training wenig abgewinnen.


    So ticken Bambini :: DFB - Deutscher Fußball-Bund e.V.



    Lange Vorrede *hüstel*


    Nun kommen die Kinder also zum Training... 17 Uhr ist schon echt spät für die Kurzen und 1,5 h sind meist noch zu lange!


    Die Aufgabe von Bambinitrainern ist erstmal die Grundlagen zu schaffen! Laufen, krabbeln, hüpfen, klettern - vorwärts, rückwärts, seitwärts. Ball rollen, werfen, fangen, dribbeln (bzw. irgendwie mitnehmen), schießen. Und klar: Fußball in allen möglichen Variationen...

    Wettkampfformen sind für die Kinder noch nicht wichtig, das kommt erst später. Jeder sollte sich in seinem Tempo ausprobieren.

    Du beschreibst ja selber, dass die Kinder noch Angst vor Gegnern haben.


    Vergleiche das bitte mit dem was du selber noch aus der Schule kennst. Kinder lernen schreiben in dem sie langsam die einzelnen Buchstaben kennenlernen und vor dem Rechnen steht das Kennenlernen der Zahlen. Und auch wenn fünf Kinder in einer Klasse das schon können wird die Lehrerin ihre Lerninhalte auf alle ausrichten und nicht vorpreschsen.

    Ganz deutlich ist es wenn man lernt auf der QWERTZ-Tastatur zu tippen. Am Anfang sucht man die Buchstaben, irgendwann fliegen 10 Finger über die Tastatur. Tempo kommt meist von alleine, die Technik nicht.


    So ist es im Fußball auch. Erstmal müssen die Kinder und der Ball beste Freunde werden und erst dann sollte man über Pässe und über Miteinander bzw. Gegeneinander spielen reden.

    Der Effekt dass Spieler Angst vor einem Gegenspieler haben, zieht sich übrigens bis in die F-Jugend.

    Du kannst natürlich schon mit den Kindern in einen Spielbetrieb gehen, es kommt aber auf DEINEN Blickwinkel an, ob das erfolgreich ist oder nicht. Es gewinnt eh das Team, welches mehr echte Fußballer hat und das ist einfach Zufall!


    Ganz konkret würde ich schauen ob du folgendes machen kannst.

    1. Training ne halbe Stunde nach vorn und ggf. auch noch mal um 15 Min kürzen.

    2. Jedes Training beginnt mit einer ca 10 minütigen Tummelphase. Bälle liegen bereit aber das Training startet noch nicht. Die Kinder beschäftigen sich selber, quasseln, kicken, machen Blödsinn.

    3. Kinder zusammen rufen, das Training kurz besprechen: "heute machen wir einen Weltraumflug. Was brauche wir dazu?" Wenn es ein Problem mit Bälle liegen lassen gibt, markiere ein Viereck am Rand, tituliere dieses Eck als Ball(er)burg und lass die Bälle dort deponieren.

    Ich verteile schon zu diesem Zeitpunkt die Leibchen. Häufig kann man sie bei Spielen gebrauchen.

    4. vorletzte Übung bei mir heißt: Bälle in den Sack. Erst dann gehts ins Abschlussspiel (ich habe nämlich keine Lust, die Bälle einzeln einsammeln zu müssen)

    6. Abschluss... Hier machen wir immer noch ein Kindergartenspiel (Luftballon), je nach Alter reicht auch das Brüllen des Schlachtrufes oder so...



    Bei mir sind alle Angebote Mitmachangebote. Wenn ein Kind ausschert, keine Lust mehr hat und nicht mehr mitmacht, dann lasse ich es in Ruhe. Aus zwei Gründen: 1. Jedes Kind hat seinen eigenen Rhythmus (für mich ist es unerheblich, ob ein Kind keine Lust mehr hat, ob es hundemüde, hungrig, unwillig oder sonst was ist) und 2. ich bin nicht bereit, meine Energie auf diese Kinder zu lenken während die, die wollen die Aufmerksamkeit deshalb nicht erhalten können. Kurz nachfragen: "machste wieder mit?" und fertig.

    Wie gesagt: mach dir klar, dass die Kinder schon einen Arbeitstag hinter sich haben und man unerwünschtem Verhalten auch kein Aufmerksamkeit schenken sollte.

    Was aber nicht heißt, dass sie mir auf die Nerven fallen dürfen. Wer nicht mit macht, muss an den Rand. Stören unterbinde ich zur Not auch mit Hilfe der Eltern.



    Du kannst zum Beispiel nach dem Training analysieren, wann genau dir die Kinder entgleiten. Hier hilft ein Trainingsprotokoll. Bei mir war es in einem Jahr eine Sache der Uhrzeit. Nach ca. 40 Min. kam es reproduzierbar zu einem Einbruch. Ich habe dann ein kleines Spiel wie Möhrenziehen eingebaut und dann gings wieder.

    In meinem aktuellen Trupp mit echt wenig echten Fußballern haben alle viel Spaß an den allgemeinen Spielen und je mehr es fußballerisch wird, um so mehr verlieren sie das Interesse. Das geht soweit, dass ein Kind immer das Abschlusspiel verweigert weil man ihm dann immer den Ball wegnimmt.

    Man kann also gar nicht sagen: das ist immer so oder so... das kann von Gruppe zu Gruppe sehr individuell sein.

    Hallo
    ich habe zunächst ein paar Fragen:
    Wieviele Kinder hast du im Training?
    Wie alt sind die Kinder? Zwischen dem Jahrgang 15 und 18 besteht ja durchaus ein großer Unterschied
    Wie oft und wie lange trainierst du? Wann (Uhrzeit)?
    Hast du dich mal mit der Altersklasse auseinander gesetzt? Also wie ticken Bambinis, was kann ich erwarten, was ist unrealistisch?

    Nee, es ist wirklich viel besser mit Tabellen.

    Wenn eine E3 endlich Mitte April ihr aller erstes Spiel gewinnen kann und in der Tabelle dann zum Glück nur noch abgeschlagen letzter mit drei Punkten ist statt abgeschlagen letzter mit null Punkten. Da hat sich doch die ganze Mühe bestimmt gelohnt. :pinch:



    Vor drei Jahren habe ich in unserem Kreis mal alle E-Jugend-Staffeln zur Halbzeit analysiert. Dabei waren immer wieder in allen Staffeln eine oder zwei Teams quasi ungeschlagen während vier Teams unten abgeschlagen waren und sechs oder weniger Punkte hatte. Inzwischen werden die Staffeln zur Rückrunde auch hier neu zusammengestellt.
    Aber man konnte ablesen dass von 10 Teams nur vier gut eingeteilt waren. Miese Quote wenn du mich fragst...

    Ein Elternabend sollte so kurz wie möglich sein! Ehrlicherweise hat kaum ein Elternteil Zeit/Lust auf solche Veranstaltungen weil sie in der Regel in die klassische Familienzeit fallen (Kochen, essen, Bettzeit). Perfekt finde ich eine kurze Besprechung am Ende des Trainings, dafür kann man auch mal etwas eher Schluss machen und die Kinder noch etwas frei spielen lassen (hier findet man sicher eine Vertretung für die Aufsicht). In einer guten Elternschaft werden sich aber dennoch so ziemlich alle die Zeit auch nehmen, auch weil sie dein Engagement würdigen wollen - das ist die gute Nachricht ;)


    Mach dir im Vorfeld Gedanken zu den Themen die dir auf dem Herzen liegen und schreib sie dir auf. Du wirst vielleicht etwas nervös sein wenn du eine solche Veranstaltung leitest, da hilft ein Zettel ungemein!


    Mach dich im Vorfeld unbedingt mit dem in meinen Augen wichtigsten Thema vertraut: Aufsichtspflicht - ein wichtiges Thema :: DFB - Deutscher Fußball-Bund e.V. und Aufsichtspflicht im Verein (arag.de) und besprich mit den Eltern das konkrete Vorgehen.


    Generell ist es so, dass du Zeiten vorgibst, ab wann du am Platz bist und bei einer F-Jugend würde ich auch davon ausgehen, dass noch alle Kinder gebracht oder geholt werden. Lass dir schriftlich geben, wenn ein Kind schon alleine kommt und entsprechend auch gehen darf. Das heißt im Umkehrschluss, dass du nicht gehen darfst, wenn noch ein Kind nicht abgeholt wurde. Du musst dann da bleiben und warten. Du darfst das Kind falls du die Eltern nicht erreichen kannst, nicht heim bringen! Tatsächlich ist die Rechtsauslegung so, dass man diese Kinder der Polizei übergeben müsste, wenn sie nicht abgeholt werden. Ich weiß nicht ob das in der Praxis je vorgekommen ist aber das ganze Thema nimmt reichlich Raum in einer Kindertrainerausbildung ein.

    Kinder die gebracht und abgeholt werden, sollten im persönlichen Kontakt übergeben werden (Blickkontakt, kurz winken, nix dolles). Wichtig ist auch, dass du nicht ohne weitere Absprache das Kind an einen Dritten übergeben darfst. Hier müssen dich die Eltern informieren ("die Oma holt ihn nachher ab" oder "die Eltern von x nehmen ihn mit"). Bitte die Eltern, diese Regeln mit ihren Kindern zu besprechen.


    Bis zum Alter von ca. 10 Jahren ist hier Vorsicht die Mutter aller Porzellantassen! Im Laufe der Zeit verschiebt sich das immer mehr, die ersten kommen alleine... da stellt sich dann die Frage wer zuständig ist, wenn ein Kind fehlt. Hier musst du auf die Dringlichkeit der Absage verweisen.


    Da du noch Minderjährig bist, würde ich mir die Unterstützung der Jugendleitung/Vorstandes holen, einfach einer, der mit guckt und dir den Rücken stärkt. Schreibe ein Protokoll und verteile es im Nachgang an die Eltern. Somit hast du eine gute Grundlage, wenn es mal ernsthaft Stress geben sollte.


    Und wie schnell ist es geschehen?

    Mutter von X kommt ein paar Minuten zu spät zum Abholen und ist in Eile. Du bist kurz in der Garage und räumst die Bälle weg. Nach 30 sek. kommst du wieder raus und X ist weg...

    Du machst dir Sorgen wo X ist und kontrollierst die Kabine / WC als schon dein Handy klingelt und du den empörten Anruf einer gestressten Mutter entgegen nehmen musst, das X mutterseelenalleine am Platz rumgestanden hat.

    Mit klaren Regeln kann dir das nicht passieren!



    Spieltage


    Ein zweiter Punkt der mir am Herzen läge ist das Verhalten der Eltern am Platz bei Spielen/Turnieren. Stichwort Fairplay-Modus, Elternzone, Anfeuern ja, reinrufen nein usw. Hier bietet der DFB entsprechendes Material an.
    Präsentation

    Flyer


    Fahrdienste entfallen, hier kannst du es dir einfach machen, auf die Adresse in Fusball.de verweisen und generell angeben, wieviele Min. vor Anpfiff die Kinder da sein sollen.


    Ein größeres Konfliktpotential hat ein großer Kader, wo nicht alle Kinder eingesetzt werden können. Mach dir klar dass die Eltern ihre Kinder spielen sehen wollen, es meist aber nicht so schlimm finden, ein freies Wochenende zu haben. Du kannst Kinder nicht nominieren aber alle Nominierten müssen ausreichend Spielzeit erhalten (min. 50%). Und es versteht sich ja von selber, dass alle mal aussetzen sollten, auch der Minimessi. Genau so wie der dicke Paul mal in die Startaufstellung gehört.

    Deine persönliche Philosophie sollte dir klar sein und idealerweise kindgerecht sein.


    Sonstiges

    Aktivitäten wie einen Ausflug, ne Zeltübernachtung am Platz, Saisonabschlussgrillen etc. würde ich ansprechen und delegieren! Was ist gewünscht (elternseitig) und wer kümmert sich bis wann um was? Wenn es gut läuft, musst du das nur anstoßen und der Rest läuft von alleine. Wenn es nicht gut läuft und das keiner machen will, dann findet es halt nicht statt.

    Ein Spieler macht kein Probetraining um nur mal so mitzumachen, egal wer da in der Mannschaft ist.

    Du magst Recht haben, dass da immer was mitschwingt. Aber ich finde das auch nicht verwerflich.

    Wenn man Kinder beobachtet, stellt man fest, dass sich zahlreiche Freundschaften in der weiterführenden Schule komplett verändern. Kinder, die in Kindergarten oder Grundschule beste Freunde waren, entfernen sich von einander, neue Freundschaften werden geknüpft und machen auf mich den Anschein, dass sie viel fester (weil selbstbestimmter) sind.
    In sofern ist das Anliegen eines 11 jährigen mal bei seinen Klassenkameraden mitzumachen, verständlich und für mich nachvollziehbar. Eine Mannschaft besteht ja bekanntlich nicht nur aus den 2-3 Freunden sondern aus vielen und wenn man da mal schnuppern möchte, ob ein Wechsel prinzipiell überhaupt in Frage kommt, finde ich das vorgehen ok.
    Das kann ja durchaus auch so ausgehen, dass man sich irgendwie nicht willkommen fühlt und ganz froh ist in seinem Team zu bleiben.
    Oder eben auch anders herum: der Trainer des anderen Vereins fordert seine Spieler aktiv auf, sich bei den Freunden mal umzuhören ob nicht jemand dazu kommen mag.

    Und sind wir doch mal ehrlich:
    1. viele Trainer mit dünner Personaldecke haben diesen Appell wohl schon mal an ihre Spieler gerichtet.

    2. nicht jeder Trainer kann mit Probetrainings beim Nachbarverein souverän umgehen. (Reisende soll man nicht aufhalten, bla bla)

    Bei Mädchen kannst du auch das Training delegieren. Entweder du bittest gezielt 2-3 Mädchen, sich ein Training auszudenken oder alle.


    Ein changing-team-Turnier ist auch ne feine Sache!

    Disziplin(los) - was ist damit üblicherweise gemeint?

    a) In Warteschlangen wird Blödsinn gemacht und derjenige der dran ist pennt.

    b) die Spieler sollen sich mit Abstand aufstellen und eine Linie entlang laufen, rennen aber alle auf die Mitte zu und knubbeln

    c) die Spieler hören bei den Erklärungen nicht richtig zu und wissen am Ende nicht was sie machen sollen.


    All diese Unarten kann man durch geschickte Trainingsgestaltung komplett vermeiden.

    a) Wenn man der Ansicht ist, dass eine gewisse Übung unbedingt mit einer Warteschlange stattfinden muss, so schickt von sagen wir mal 12 Kindern im Training sechs in ein 3vs3 und lässt sie auf vier Törchen zocken. Unbeaufsichtigt! Das läuft dann vielleicht nicht immer so wie sich das die Erwachsenen vorstellen, aber so wie die Kinder das wollen. (Stichwort Bolzplatzmentalität). Nach einiger Zeit wird gewechselt. Vorteil: du kannst die übenden besser korrigieren, die Übungszyklen sind kürzer, keine Wartezeiten.

    b) warum um Himmelswillen ist das Erwachsenen so wichtig? Ich habe schon so viele Trainer daran rumwurschteln sehen. Warum stellt man die Kinder nicht gegenüber oder im Kreis auf und lässt sie durcheinander laufen? Das schult dann mal direkt ausweichen, macht viel mehr Spaß und schont des Trainers nerven.

    c) Fang einfach an! Eine Übung kann ziemlich komplex werden. Das funktioniert aber nicht, wenn drei oder mehr Handlungsabfolgen auf der Tonspur vermittelt werden sollen. Einfach anfangen und die Übung dann mit nur wenigen Worten erweitern. "schafft ihr das auch wenn...?" regt den Ehrgeiz an und hält die Kinder bei der Stange.


    Btw: auch bei einer F würde ich noch eine Tummelphase am Anfang einbauen. Quatschen, ankommen, reinkommen. Somit regst du dich auch nicht über die auf, die permanent 5 Min zu spät dran sind.


    Zum Thema "ab welchem Alter passen" dürfte das Forum noch voll sein, zum Beispiel hier: RE: Das Passpiel in der F-Jugend

    Trainer (und auch Zuschauer) die zu früh passen fordern, fördern häufig das "heiße Kartoffel"-Spiel, wo der Spieler den Ball schnellstmöglich wegschießt.

    Witzigerweise wird von außen ein total bekloppter Passversuch fast nie kritisiert während die Experten am Rand schier einen Herzriss bekommen, wenn wenn eine Spieler im Dribbling hängen bleibt.

    Außerdem würde mich mich intensiv mit der Altersgruppe auseinander setzen (das ist beim DFB ganz gut beschrieben) und bei den Kollegen der G und E Jugend hospitieren. (man wird nicht dümmer)

    Meine größte Sorge bei meinem allerersten Traineramt (eine E2 beim Volleyball) war auch, dass mir die Jungs auf der Nase herum springen würden. Ich habe bei Trainer der E1 hospitiert und ihn genau das gefragt, also wieviel Chaos man ertragen muss bzw. Disziplin man einfordern kann. Schlussendlich war das aber nie Thema denn die Kinder wollen ja spielen, trainieren, Spaß haben.

    Ich frage mich, wer von den hier so herzhaft diskutierenden überhaupt in der entsprechenden Altersklasse unterwegs ist.


    Ich trainiere Bambinis. In dieser Altersgruppen gilt dass sie noch nicht miteinander sondern bestensfalls nebeneinander spielen.
    Außerdem sind Kindergartenkinder auch nur selten in der Lage, Niederlagen zu verkraften. Was meint ihr warum man eher kooperative Spiele wie "Obstgarten" spielt? Weil die meisten an siegen und verlieren erst herangeführt werden müssen. Ganz sicher benötigen sie in dem Alter noch keinen Wettkampfsport mit der ganzen Aufregung die dran hängt. Eine Niederlage führt nicht eben selten zu Tränen. Wer braucht das eigentlich?

    In keiner anderen Ballsportart fängt man so früh an - zumindest ist mir keine bekannt.


    In der ersten Klasse machen die Kinder eine große Entwicklung mit und die pfiffigen wissen sehr wohl, wie Fußball geht. Mir hat mal ein sechsjähriger erklärt, dass wir ein System brauchen und wir sollen doch bitte 3-2-1 spielen. Um nach dieser Anfangsaufstellung nach wenigen Sekunden wieder wild mit alle Mann auf den Ball zu rennen.
    Funino kann also helfen, dass sich die Knubbelbildung etwas eher auflöst, wenn es zwei Tore gibt und die pfiffigen werden die anderen hier sicher mitziehen.


    Und wo ist das Problem, auf zwei Feldern Funino zu spielen und am Ende die Tore flugs weg zu stellen und die Jugendtore auf den Platz zu schieben? Und so kann man an einem Tag beides machen, funktioniert prima. Und wenn man beide Spielformen hintereinander sieht, sieht man auch sofort die Schwächen des 7vs7. Bei meinen älteren Kindern (G1) ist das völlig Wurscht, wieviele Tore ich hinstelle und wohin.
    Was jedoch die Kinder vermissen ist die Torwartposition. Es ist nicht selten, dass Kinder mit Handschuhen kommen und Torwart sein wollen. Dem muss man halt auch mal nachgeben in dem man dann halt Spiele aufs Jugendtor einbindet. Aber das ist für mich "nur Training" und gehört für mich nicht in den Wettkampf. Die Relation Jugendtor - Kinder ist absurd! Und die Unfallgefahr ist viel zu hoch. In meiner Zeit hatten wir im Tor ein Schädelhirntrauma und einen gebrochenen Arm. Bei null Verletzungen bei den Feldspielern.

    Genauso sind aber immer wieder Kinder im Training, die Training doof finden, weil sie Fußballspielen wollen wie im Kindergarten. Da ich den kenne weiß ich wie das aussieht. Ein kleines Carport ist zum kicken freigegeben. D.h. die schießen aus kürzester Distanz mit dem Ball wild gegen eine Wand, wo sich ggf. ein mutiger "Torwart" noch in den Weg stellt. Kommen sie zu mir und sollen mit dem Ball laufen/gehen, oder überhaupt nur ein angeleitetes Training absolvieren, dann finden das nicht wenige einfach doof.

    Hat nicht alles seine Berechtigung? Ein Kind, dass mit 5 noch nicht rennen will, kommt vielleicht mit 7 nochmal und probiert Fußball aus. Kinder mit 4 oder 5 Jahren kommen doch zumeist, weil die Eltern das wollen. Das sind dann all die Kleinen, die in eine "Eingewöhnung" müssen. Echte kleine Kicker kommen und machen sofort mit. Das sind bei mir aber nur rund ein Drittel...

    Kifu bei den Kleinen hat so viele Aspekte!

    Die Diskussion hängt etwas, weil ihr zwei unterschiedliche Themen mischt


    Konzept in einem leistungsorientierten Verein vs überhaupt mal ein Konzept, passend zum Verein - wie auch immer dieser aussieht.


    Da der Thread lt. Titel auf einen Breitensportverein zielt sag ih mal so: in einem "reichen" Verein erwarte ich, dass meine Spieler vollumfänglich ausgestattet werden, also Trikotsätze, Leibchen etc. vorhanden sind, die Trainer entlohnt werden, alles an Material vorhanden ist und die Duschen nicht stinken.

    Wenn das alles bezahlt ist, dann darf von mir aus auch Geld von der Jugend in den Topf der Erwachsenen fließen.


    Ist man jedoch wie ich in einem arme-Leute-Verein wo man für ein Grillfest pro Saison arbeitet und die Trikotsätze von den Eltern (Sponsoren selber suchen) gestemmt werden müssen, dann wäre das für mich in Grund zum Austritt, wenn hier auch nur eine müde Mark zu den Erwachsenen gingen. (Das passiert hier aber auch nicht)


    Generell glaub ich, dass ein Konzept (ob das nun aufgeschrieben ist oder "nur" gelebte Realität) schon sinnvoll und wichtig ist. Wurschtelt jeder nur für sich, wird wirklich viel "Potential und Material" verschleudert.


    Als Beispiel sei hier der genannte Trikotsatz genannt, der von den Eltern finanziert wird. Weil das so ist verbleiben die Trikots bei den Spielern, ob sie nun rausgewachsen sind oder nicht. Gerne wird auch noch der Name drauf geflockt... :(

    Würde man hier mal einen Cut machen, einen Sonderbeitrag Trikots über alle Mitglieder erheben und noch kaufen was fehlt, dann könnte man pro Jugend einen Trikotsatz haben und von Jahr zu Jahr weiterreichen. Das ist unterm Strich viel billiger!



    Zum Aufstellen eines Konzeptes kann man sich bei der Arbeitswelt bedienen und zum Beispiel den PDCA-Kreislauf hernehmen.

    Also

    • Plan - planen
    • Do - machen
    • Check - kontrollieren
    • Act - verbessern


    - Wer sind wir und was was wollen wir

    - welche Handlungsmöglichkeiten haben wir überhaupt und sind die Ziele ambitioniert aber auch realistisch

    - wer macht was (Verantwortlichkeiten auf viele Schultern verteilen)

    - wie sind die nächsten Schritte. (machen)

    - in regelmäßigen Besprechungen festhalten was gut und was nicht gut läuft

    - ggf. ändern, verbessern, verwerfen und die entsprechende Umsetzung planen



    Woran fehlt es (in meinen Augen)? An Leuten, die solche Entscheidungen treffen (wollen)

    Angenommen: 200 Kids x 200 EUR Beitrag sind knapp 40.000 EUR , Hauptsponsor 5.000 EUR und kleinere Sponsoeren nochmal 5000 EUR. Vereinsheim: 10.000 Pacht. Wir wären bei 60.000 EUR.
    Sagen wir 50% geht für die Bewirtschaftung des Vereins darauf.
    30.000 EUR übrig. 10 Jugendteams . Minimalverdienst für die Trainer 100 EUR/mtl - sind auch schon 10.000 EUR weg.
    1. Herren die etwas höherklassig kickt. 20.000 EUR pro Saison kaum vorstellbar aber nehmen wir es mal an. Das Geld ist weg.

    Joh, wenn man so rechnet, kann das nicht klappen. 200 Kids finanzieren die erste Herren? Ich hoffe du hast da nur einen Denkfehler.

    Wenn ich dieses "Emotionen" schon höre, hab ich im Reallife schon genug. Damit wird wirklich jegliche Unverschämtheit entschuldigt. Zuschauer, Spieler, Trainer, SR... munter jeder gegen jeden. <X Als ob es in anderen Sportarten seelenlos zuginge.


    Aber ist das nicht auch gewollt?

    Man hat über die Jahre den vierten SR etabliert um auf die Trainer aufzupassen und einen riesigen technischen Aufriss etabliert um dem SR ein Fehlverhalten nachzuweisen. (Kellerbande)

    Hätte man stattdessen einen zweiten gleichberechtigten SR aufm Platz und würde man weiter mit "Tatsachenentscheidung" arbeiten, könnte man den Spuk schnell beenden.
    Konsequent jedes Abwinken etc. ahnden... das wäre schon ein Anfang.

    Für mich gilt Safety first. Wenn also die Gefahr besteht, dass sich ein Kind verletzt hat, muss das Spiel unterbrochen werden.

    In der C-Jugend wird das Spiel schneller, das Feld ist groß und die auf einander prallenden Körper werden auch immer schwerer. Und der SR ist meist auch Laie. Ich finde es da aus Sicht des vielleicht schlimm verletzten Kindes fahrlässig zu sagen: warten wir mal was der Schiri sagt. Der muss das nämlich gar nicht mitbekommen haben.

    Ein ernsthaft verletztes Kind braucht so schnell wie möglich vorallem emotionale Unterstützung! Da tickt ein 14 Jähriger genau so wie ein 9 Jähriger. Das geht sogar den meisten Erwachsenen nicht anders.


    Und wenn es nicht so schlimm war... was hat man sich denn vergeben?

    Ich würde immer das Rausspielen fordern. Es ist Hobby, es sind Kinder!



    Passt zum Thema: ein Spieler der C, großer kräftiger Junge, checkt aus vollem Lauf seinen Mitspieler weg und bekommt die gesamte Wucht und Energie selber ab. Richtig übel, man sah schon in der Entstehung das das nicht gut ausgehen kann. Der Spieler bleibt benommen liegen. Die gegnerischen Eltern fordern lautstark "weiter spielen, der ist doch selber schuld". <X

    Ich bin bei solch empathielosen Hirnbesitzern (in Abgrenzung zu Hirnbenutzern) immer komplett fassungslos und hoffe auf Karma, Wiedergeburt als Amöbe oder das Fegefeuer - halt irgendeine Instanz, die am Ende abrechnet.

    Für mich ist das aber so etwas wie vorauseilender Gehorsam.

    Das würde ja im Umkehrschluss heißen, dass die Maßnahmen der Regierung stets angemessen und sinnvoll sind und nur wenn etwas verboten ist, es auch gelassen werden muss. *hüstel*
    In NRW hat man im November die Maskenpflicht im Unterricht aufgehoben. Nicht im Sommer... im November. Um sie im Dezember wieder einzuführen...


    Nun ja, dann mal ein anderes Beispiel: Wer mit einer heißen Unbekannten ohne Schutz in die Kiste springt, begeht auch keine Ordnungswidrigkeit aber eine große Dummheit. Ist auch nicht verboten!

    Oder Winterreifen... Über die Versicherung wurde ein gewisser Zwang etabliert aber im Gesetz findet sich meines Wissens auch nichts.


    Hat glaub ich auch viel mit dem persönlichen Umfeld zu tun. Wer alleinstehend ist wird damit anders umgehen als jemand, der noch um die 80 jährige Oma pflegt oder ein asthmakrankes Kind hat.
    Ich kenne inzwischen 14 Personen, die von "gar keine Symptome" bis "drei Wochen totkrank, dann wars wieder gut" durch den Infekt gegangen sind. Davon hat eine Person Long Covid und ja, die infizierten Kinder sind gut durchgekommen.
    Braucht man das wirklich? Drei Wochen vor Weihnachten?


    Und was die Intensivbetten angeht... es wird immer wieder aus den Augen verloren, dass uns nicht die Möbel fehlen sondern das Pflegepersonal, die einfach nicht mehr können, krank werden, überlastet kündigen. Auch und gerade diesen Menschen gegenüber sollten wir unserer Verantwortung nachkommen.
    Statt zu sagen: "hey Politik, da müsstet ihr mal was machen", könnten wir durch unser Verhalten sofort eine Verbesserung herbeiführen.

    Wo ist das Problem? Die Kinder sind getestet, tragen eine Maske, die Erwachsenen sind geimpft oder genesen und tragen auch eine Maske.


    Was will man denn noch? Dann bleibt nur noch die Impfpflicht, denn sonst ändert sich rein gar nichts.

    Wo der Haken ist?
    Die Masken hängen auf halb acht, Abstände werden missachtet, muffige Hallen geben mir gedanklich den Rest.
    Wir stehen vor unserem wichtigsten Fest (Weihnachten), in dem wir gewöhnlich unsere Familie treffen und eng sind. Da möchte ich gesund rein- und rausgehen.

    Hier im Stadtteil rauscht der Virus derzeit durch die Grundschule und das Gymnasium. Ich kenne eine Familie, da war K1 erkrankt, K2 drei Tage negativ getestet und dann doch auch positiv. Das Gesundheitsamt hat K2 diese drei Tage in die Schule geschickt, die Eltern nicht.

    Für mich gilt Selbstverantwortung und ich höre auf mein Gefühl. Und da ist eine generelle Kontaktreduzierung ein wirksames Mittel. Ich hatte ja schon weiter oben geschrieben: Im Januar kann ich damit wahrscheinlich wieder gelassener mit umgehen.