Beiträge von Goodie

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    Da das Interesse der Eltern i.d.R. in von den Bambini bis max. inkl. U11 am größten ist, schauen die Teams ab der D-Jugend oft in die Röhre.

    Die kleinen Mannschaften haben dann alles von personalisierten Trikots (jährlich ein neues, weil das alte behalten werdne darf),

    Der erste Schritt ist, dass ich alle Trainer bitte, mir nach der Saison die Trikotsätze zu geben, die sie entbehren können und wollen. Ich setze zunächst klar auf Freiwilligkeit denn die Trikots sind bei uns selbst organisiert und häufig aus der Mannschaftskasse gekauft. Wenn man aber rausgewachsen ist sind sie für das eigentliche Team wertlos und es sollte auch im Interesse des Sponsors sein, dass diese mehr als 2 Jahre genutzt werden. Also erhoffe ich mir, dass die Sätze abgetreten werden. Und wenn es im ersten Jahr nur zwei Trikotsätze sind, dann kann man diese schon weiter geben! Und wer einen Trikotsatz ausm Fundus möchte, soll seinen alten nach Möglichkeit einsammeln und abtreten... Und wenn hier einer halb verschütt oder Schrott ist, joh mei... erstmal mit dem Arbeiten was da ist.


    Nach und nach erhoffe ich mir dann Einsicht bei allen Beteiligten, z. B. keine Namen zu flocken und die Sätze in den Fundus zu geben, wenn sie nicht mehr passen.


    Deshalb finde ich den Ansatz von Goodie die Ressourcen gerecht über den Jugendbereich zu verteilen sehr sinnvoll.

    Die, die sich bisher engagiert haben dürfen und sollen es gerne weiter tun. Die Trikots gehen aber eben in einen Pool, aus dem sich der Jugendbereich bedient und nicht jährlich an die Minis.

    Wenn das gelänge, wäre das aber die Kür deluxe. Im Grunde erspart man sich hoffentlich in den jungen Jahrgängen überhaupt nach Sponsoren fragen zu müssen. Bis zur E sollte eigentlich genug Kram im Umlauf sein.

    Aber dass du einen potentiellen Sponsor bei den Bambinieltern findest, der bereit wäre, auch die B-Jugend auszustatten, glaube ich nicht. das dürfte wohl eher nix werden.

    Natürlich mögen Kinder Phantasiegeschichten. Bis zur dritten Klasse erzählen die Kinder: "wir sind die Zauberer und wir müssen die Zwerge fangen, dann erstarren sie und können von einem anderen Zwerg wieder lebendig gemacht werden"

    Ich verstehe, dass viele Erwachsene und vorallem Männer keinen Zugang zu Phantasiegeschichten finden aber es gibt eine große Welt jenseits von Elfen und Glitzerfeen. Autos, Weltraum, Bundesliga, die Helden der Kinder (im Augenblick Paw Patrol, da kannste noch was lernen =)), Shaun das Schaf, Feuerwehrmann Sam, Weltmeisterschaft, Olympiade, Fahrschule... hier lässt sich doch was basteln. Keine Sorge, dass muss nicht mal sonderlich rund sein, die Kinder hinterfragen das kaum.


    Gestern hatte ich Thema Zoo

    • Laufschule: "Wir sind alle Tiere. Welche Tiere kennt ihr?" Elefanten "und wie laufen die?" Stampfen
      Spinnen krabbeln, Affen machen Sidesteps, Känguruhs hüfen, Giraffen auf die Zehenspitzen usw. mit und ohne Ball
    • Dribbeln: Mit Ball dribbeln, verteilt sind je vier kleinen Hürden, Ringen (als Löcher) und Hütchen (Bäume). Beim Ruf Känguruh sind alle über die Hürden gehüpft, Erdmännchen verkriechen sich in ihren Bau, Löwen schleichen um die Bäume... (Abwandlung von Feuer/Wasser/Blitz)
    • Zwischenübung: Affen machen ja nur Blödsinn, werfen den Ball (Einwurf, das üben wir gerade, also dass man nur im Spielfeld spielt und nicht irgendwo aufm großen Platz), laufen hinterher und schießen aufs große Tor. Torschuss von weiter weg schaffen welche Tiere? Dinosaurier (ups, das kommt jetzt unerwartet aber auch gut) In der Zeit kurzer Umbau zum...
    • Parkour: die drei Gegenstände Hürden, Ringe, Hütchen in einen kleinen Parkour gelegt mit Torschuss. "Schimpansen im Gehege haben immer so tolle Parkoure, oder?" Jaaaaaa! Dann mal los!
    • Abschlussspiel
    • Abschiedsspiel (Möhrenziehen, sonst gibts morgen kein Futter mehr im Zoo) - Ende


    Staffelspiele
    Die Einführung von Staffelspielen mit Wendemarke geht gut mit dem Thema Autorennen. Einführungsrunde mit Ball in der Hand (Lenkrad), um die Wendemarke rum lenken und zurück, Lenkrad dem nächsten Rennauto übergeben.


    Musik nutze ich gar nicht. Da ist bei mir der Ofen aus. Das gehört für mich in die Krabbelgruppe und da habe ich brav mitgesungen. Ich war heilfroh, als die Phase von Rolf Zuckowski endlich vorbei war...

    ich zitiere mich mal selber

    Würde man hier mal einen Cut machen, einen Sonderbeitrag Trikots über alle Mitglieder erheben und noch kaufen was fehlt, dann könnte man pro Jugend einen Trikotsatz haben und von Jahr zu Jahr weiterreichen. Das ist unterm Strich viel billiger!

    ich bin gestern mit diesem Vorschlag an den Jugendvorstand herangetreten. Sie freuen sich über diesen Vorschlag und ich soll das eigenverantwortlich vorantreiben.

    Kleinteilig, überschaubar, hilfreich...


    Ich bin gespannt, ob es entsprechende Mitarbeit der Trainerkollegen gibt. Erstmal gilt es, alle verfügbaren Trikotsätze einzusammeln, zu sichten und zu katalogisieren...

    Um die Glaubwürdigkeit zu bewahren, MUSS man solche Leute rauswerfen, aber was ist wenn man kein Ersatz findet? Meldet man dann die Mannschaft ab, weil kein Trainer/Betreuer?

    Das ist das Dilemma! Und das Thema Trainerfindung ist in diversen anderen Beiträgen prominent vertreten.

    Aber wie sieht es ohne Rauswurf aus?

    Der Jugendleiter reibt sich ob seiner Spezialisten die Nerven blank und schmeißt hin, die Spieler und Eltern sind unzufrieden und suchen sich einen anderen Verein, der Verein bekommt dank des Brüllaffen in der E1 zur Belohnung auch noch einen entsprechenden Ruf usw.

    Das ist überspitzt aber ist es unterm Strich nicht der größere Schaden, solche Trainer machen zu lassen, wenn sie unbelehrbar sind?


    Der Verein tritt als Arbeitgeber auf. Und auch wenn etwas unentgeltlich ist, ist das nicht frei von Regeln und Vorgaben. Gerade beim Fußball, wo quasi die Schnürsenkelfarbe vorgegeben ist, hagelt es immer wieder Geldstrafen wegen kleinster Vergehen. Und wenn sich hier ein Trainer immer wieder hervor tut, dann schadet er allen!

    In meinem Dorfverein hat es vor einem halben Jahr einen Knall gegeben wegen oben aufgeführter Probleme. Da hat der Hauptvorstand des Vereins zur Trainersitzung geladen und sie waren extrem klar und eindeutig in ihren Aussagen: Wer nicht mitzieht, fliegt. Sie haben das freilich etwas länger ausgeführt und jeder hat geglaubt, dass sie durchziehen werden, ungeachtet der Frage, wie es dann weiter geht. Das lässt sich nämlich zumeist dann doch regeln, und wenn es erstmal nur eine temporäre Lösung wäre.

    Ich halte viel von einem Konzept weil man nur so Handlungsoptionen hat, wenn ein Trainer "wilde Sau" spielt.


    Ich konkretisiere mal:

    • ein Trainer lässt eine F-Jugend zum Warmwerden Runden laufen.
    • in der C2 spielen immer nur die Besten, die anderen gucken zu und werden nur Alibimäßig ein paar Minuten eingesetzt

    Spricht man solche Trainer an, erfährt man wortreich die "Gründe": Hat mir auch nicht geschadet, der Spieler kann halt nix und das ist für ihn in Ordnung auf der Bank, ich mach das so wie ich das schon immer mache, usw usf.


    Gespräch beendet.


    Mit Konzept kann es weiter gehen: du hast dich mit unserem Konzept einverstanden erklärt, dann setz es jetzt auch um.


    Rauswerfen kann man in beiden "Systemen" aber welcher Verein kann sich das schon erlauben? Somit sollte die Schulung und das Verständnis aller Beteiligten immer im Fokus liegen.

    ich habe jetzt ein wenig den Eindruck, dass die Jungs oder deren Eltern der Meinung sind, dass wir ja eh gut sind und die meisten Spiele sowieso (im Vorbeigehen) gewinnen können und dafür offenbar nicht mehr volle Intensität und Regelmäßigkeit beim Training brauchen.

    das solltest du wohl mal verifizieren. Normalerweise dürfte es eher so sein dass die Gewinnerteams mit Spaß bei der Sache sind. Ich würde die betroffenen Familien einfach mal freundlich ansprechen, welche Gründe es für häufiges Fernbleiben gibt. Manchmal ists ja trivial und so was wie Kommunionsunterricht. Und mit ein bißchen Glück bekommst du ein ehrliches Feedback...

    wenn die Kinder "durch" sind hilft schon mal ne Runde Schlafkönig. ;)


    fl_ix21 beschreibe doch mal ne Übung, die nicht funktioniert.


    Bei mir funktioniert nix mit Anstehen. Nicht mal eine Runde "11m Schießen". Da purzeln alle durcheinander, machen Blödsinn und wenn sie dran sind, sind sie maximal abgelenkt. (Alterklasse 4 und 5 Jahre)

    An Staffelspielen (mit 2-3 Kinder pro Gruppe) arbeite ich gerade.

    Müde / unkonzentrierte Kinder im Alter 6 und 7 Jahre mit Liegestützen und bei einem Fehlschuss umgehend mit Laufen zu disziplinieren, fühlt sich für mich falsch an und frustriert mich. Viele Kinder hatten ja schon eine ganze 40 Std Woche hinter sich.

    ist ja auch falsch.

    Die Frage ist vielmehr: wie kannst du deinen Trainerkollegen erreichen und eine positive Verhaltensweise herbeiführen?


    In Beitrag 21, also ganz vorne gibts dazu einen schönen Passus. RE: Frustabbau-Thread

    Kinderlogik erschließt sich uns Erwachsenen ja nicht immer.
    Mein Sohn hat als Bambini fast jedes Training geheult, vor Enttäuschung oder auch vor Wut. Die Trainer haben das dann in Absprache mit uns weitgehends ignoriert, im Auto hat er zumeist dann geschimpft über die unfairen Teams und dass er nie mit den guten spielen dürfte. Und dann wars vergessen.

    Wenn du mehr über die Gründe erfahren möchtest, frag mal die Eltern. Die Kinder werden dir das gegenüber wohl eher nicht sagen.


    Ich würde auch meinen: Übung macht den Meister! Viel Spielen, am Ende noch ein Elfmeterschießen und das Thema sollte sich bald in Luft auflösen.

    Ich wollte in diesem Thread eigentlich Ratschläge bekommen wie man diesen Kreislauf aus zu wenig Engagement der Mitglieder und daraus resultierender Ambitionslosigkeit des Vorstands durchbrechen kann.

    ich bin in zwei anderen Vereinen (jenseits vom Fußball) und in beiden Vereinen gibts sehr regelmäßige Mails mit allgemeinen Infos, Stand der div. Projekte, Termine und durchaus auch mit Aufrufen zur Mitarbeit. Letzteres dann sehr konkret:


    Zur Erreichung von Ziel x benötigen wir kräftige Helfer für die Tätigkeit y und zwar an den nächsten drei Samstagen von 9 bis 16 Uhr. Wer hat bitte Schaufeln und Schubkarren mitbringen, im Anschluss gibts Helferbier.


    Das funktioniert ganz manierlich und spricht die an, die generell mit anpacken aber langfristige Verpflichtungen eher scheuen.


    In den Fußballvereinen in denen ich mich tummle, läuft viel in den Trainergruppen aber in der Mitgliederinformation gar nix!

    Würde ich fragen, ob ich irgendwas helfen könnte, hätte ich sofort den Job des Passwesens an den Hacken oder die B-Jugend, die keiner machen will. ;)

    In den beiden anderen Vereinen werden die Aufgaben sehr viel Kleinteiliger verteilt.

    genau so sieht es aus. Heißt im Umkehrschluss aber auch, dass wenn ein paar Leute etwas machen wollen, wie hier der Threadstarter, könnte man sich einen Handlungsstrang vornehmen und voran treiben...

    Ich sehe es aber auch als schwierig an, bei einem normalen "Dorfverein" besondere Ziele zu formulieren. Dafür ist man einfach zu sehr abhängig von dem Kader, den man gerade zufälligerweise hat.

    Ein Ziel ist ja nicht die Fortschreibung des Istzustandes...


    Ein Ziel leitet sich idealerweise aus einer Vision ab.

    Angenommen, der FC Knickfuß hat eine etwas in die Jahre gekommene Anlage mit Charme, dümpelt mit H1 und H2 in der Kreisklasse und kommt so allgemein ganz gut über die Runden.


    Vision:

    wir führen den Verein in die Zukunft

    Ziele:

    • Modernisierung der Anlage
    • Einheitliches Auftreten aller Spieler/Trainer von H1 bis Bambinis zur Identifikationssteigerung
    • ...

    Handlungsstränge:

    Modernisierung der Anlage

    • Geldgeber finden (Sponsoren, Fördertöpfe)
    • Aufruf bei allen Mitgliedern wegen Handwerkern (besonders Gärtner, Fliesenleger, Maler, Schreiner etc.)
    • Arbeitstage festlegen und für alle ab C- Jugend aufwärts als verpflichtend ausrufen.
    • ...

    Einheitliches Auftreten aller Spieler

    • Kooperation mit dem örtlichen Sportladen
    • Kollektion festlegen
    • Vorstellung der Maßnahmen bei der Hauptversammlung und Kosten für jeden Einzelnen vorstellen.
    • Trikotsponsoren finden

    Meine Frau befürchtet schon das ich jetzt auch noch im Vorstand mitmischen will und um das zu verhindern wollte ich eher Versuchen den Vorstand etwas in die richtige Richtung zu schubsen.

    Hat dafür jemand Anregungen oder Erfahrungen?

    Hallo Marthi


    natürlich hast du heere Ziele und scheinst motiviert aber ich haben den Eindruck, dass du losrennst mit den Worten: "Ihr müsst mal dies und jedes machen". Und ich würde dir als Vorstand nen Vogel zeigen.

    Mache dir bewusst, dass der Tag nur 24 h hat und dass bei euch wahrscheinlich wirklich alle im Ehrenamt tätig sind. Das heißt, niemand benötigt Leute, die sagen: Macht mal.


    Jede Jugend besetzen? Gibts die Kinder, gibts die Trainer? Und wenn nein, wer soll sich kümmern?

    Neue Spieler für die Herren? Wer soll sich kümmern? Bei der Delegation auf die Betroffenen, zückst du ein 🤨-Smiley. Also wieder "die anderen?". Gibts die Position des Scoutes?


    Verwalten und Stillstand bedeutet Rückschritt, da gehe ich gerne mit. Aber wenn du was voranbringen möchtest, dann musst du dir Leute suchen, die mitziehen und dann selber mit anpacken. Frag mal deine Spieler, wieviele davon bereit wären, eine Jugend zu übernehmen (nur mal aus Spaß und höre dir die Ausreden an).

    Und wenn du genug Mitstreiter finden solltest, dann tretet an den Vorstand heran mit der Aussage: Hey, wir wollen dies und jedes gerne umsetzen!


    Viel Spaß! Ganz ohne Häme... aber deine Frau wirds dir wohl eher nicht danken.


    Ich wollte in unserem Dorfverein mal ein paar Missstände im Jugendbereich angehen und habe ein Konzept als Grundlage für eine Diskussion geschrieben. Es kam nicht mal bis zur Diskussion. 8o Und durchaus auch von den von ostseestadion genannten Gründen: Corona und allgemeiner Zeitaufwand.


    Wenn es in modernen Vereinen gelingt, die Aufgaben auf viele zu verteilen und entsprechend kleinteilig zu definieren, verändern sich die Aufgaben des Vorstandes: sie müssen die Aufgaben delegieren und die Ergebnisse wieder zusammentragen statt es "mal eben selber" zu machen. Es würde also Bewegung von allen erfordern. Ohne intrinsische Motivation geht da nix

    Aber das ist bei 5+7 Spielern in einer Sporthalle (bei zwei Schiedsrichtern und drei Anschreibern) sicher einfacher zu machen als bei 11+7 Spielern auf einer offenen Anlage (bei nur einem Schiedsrichter).

    na sag ich ja: selber schuld... auch beim Fußball könnte ja der SR etwas eher kommen und sich gemeinsam mit dem Trainer jedes Kind zeigen lassen. Es stellen sich alle auf, der SR ruft auf, der Spieler meldet sich und wird geprüft. Wer fertig ist, geht sich weiter einspielen und wer am Ende noch da steht hat keinen Pass...

    Zeitaufwand? geschätzt 2 x 5 Min.

    Die Fußballer sind doch selber schuld, dass munter betrogen wird.
    Ich kenne es vom Volleyball so, dass a) Passmappen zur Einsicht immer auf dem SR-Pult liegen und b) es immer vor jedem Spiel eine Passkontrolle durch den SR gibt. Und wenn das so etabliert ist, dann ist das eben so und wird überhaupt nicht in Frage gestellt oder gar mit Misstrauen belegt. Da stöbert immer mal wieder einer durch (einfach weil alte Fotos oder merkwürdige Zweitnamen auch lustig sein können).


    Technisch müsste man viele Betrugsversuche ja direkt ausschließen können, etwa dass ein festgespielter Spieler gar nicht in den Kader genommen werden kann. Bliebe also nur noch das Spielen unter falscher Identität...

    Uh, mein Thema...

    Herzlich Willkommen erstmal im Forum.

    Kurz zu mir: ich bin als gelernte Volleyballerin seit 16 Jahren als Trainerin aktiv. Zunächst beim Volleyball, dann folgte mein Engagement dem Tun meiner Kinder: Krabbelturnen, dann Helfer bei den Handballminis, Co beim Fußball in der Hallenzeit. Dann hab ich den Kindertrainerlehrgang absolviert und bin seit 4 Jahren für die Minikicker zuständig.
    Ich sammle also die Kinder ein und wenn es gut läuft, gebe ich einen Jahrgang als G1 an ein Kollegenteam ab. D.h. ich bin diejenige, die die Eltern anquatscht ob sie mitmachen wollen (als Helfer oder als Trainer)... Ich habe also immer wieder mit solchen wie dir zu tun...


    Was ich beim Kifu schon länger als Vorteil angesehen habe ist, dass ich selber nie Fußball gespielt habe. D.h. ich habe direkt Kifu gelernt und hatte keine "Übersetzungsprobleme" aus der Erwachsenensicht oder als Fußballexperte. Ich kann auch nur Kifu mit den Kleinen. Inzwischen kann ich alles was ein Bambini können muss: Ich kann in leichtem Trab dribbeln ohne mir die Füße zu brechen. =)

    Ich würde soooo gerne die neuen Kollegen an die Hand nehmen und ihnen Kifu erklären, damit sie so wie du die Anfängerfehler einfach lassen können. Aber weißt du was? Ich lasse es! (außer ich werde gefragt)
    Und ich ertrage es, wenn der Trainer entnervt rummeckert weil das mit dem Anstellen nicht klappt und er eine Strafrunde anordnet. Oder dass die Kinder bei mir mit 4 und 5 Jahren ausschließlich Funino als Abschlussspiel kennenlernen, mit 6 Jahren sofort mit "alle gegen alle" auf Jugendtoren weiter machen, sobald ein "richtiger Trainer" übernimmt.


    Warum? Weil ja alle genau wie du "praktische Vorerfahrung als Spieler und Fußballkenner mitbringen".
    Bis die Kollegen die Einsicht habe, dass Kifu doch was anderes ist als reduziertes Erwachsenentraining, dauert es eben. Ohne intrinsische Motivation, sich wirklich auf die Zielgruppe einzulassen, ist aber auch jedes Wort verschwendet. Besonders von einer Nichtfußballerin wie mir!


    Wie oft habe ich Kollegen schon geraten, Staffelläufe nicht in zwei großen Gruppen sondern in mehreren kleinen zu absolvieren... Es ist quasi aussichtslos.
    Das Thema Phantasiegeschichten ist für total viele gar ein rotes Tuch. "soll ich die Übung vortanzen?"

    Auch hier konnte man kürzlich wieder lesen, dass F-linge zu alt für Phantasiegeschichten seien und es schwierig sei, eine kindgerechte Sprache zu finden. Und die Antworten waren prima, so dass dem User schöne Bilder mitgegeben werden konnte. Eine Phantasiegeschichte muss doch keine mit Elfen und Zauberhöhlen sein. Es können doch auch fußballspezifische Themen sein wie z.B. "Trainingslager der Nationalmannschaft".



    Ganz extrem fand ich einen Kollegen, der bei den ersten beiden Trainings einer Bambinitruppe mit viel Spaß und einer Polizeigeschichte einstieg und alle begeistert waren. Nur wenige Monate später klopft der Gleiche Sprüche wie: da muss jetzt mal Ernsthaftigkeit rein, der Kindergarten ist zu Ende, wir müssen Rückstände aufholen, wir sind ja schließlich bald F-Jugend... und die Kinder kommen zu mir gelaufen und fragen, wann ich denn wieder komme.;(

    Lange Rede, kurzer Sinn: es dauert eben bei fast allen, bis die Erkenntnis reift, dass Kifu eine eigene Variante des Fußballs ist. Und es ist ja nun nicht so, als ob es nicht überall geschrieben stünde, zum Beispiel beim DFB: Zur Altersklasse :: Trainerwissen :: F-Junior*in :: Trainer*in :: Training & Service :: DFB - Deutscher Fußball-Bund e.V.

    Noch tragischer ist, dass sich viele Trainer von den Bambinis bis zur E-Jugend als Trainer extrem gut entwickelt haben und dann dem Trainergeschehen verloren gehen! Kaum einer übernimmt nochmal die Kleinen und profitiert von seiner Erfahrung. Und so kommen immer wieder Traineranfänger nach und es findet so gut wie kein Wissenstransfer statt.

    Und die Aufgeschlossenen gehen in Lehrgänge, landen hier im Forum und lesen... um die muss man sich auch nicht wirklich "kümmern"..

    Ist nicht das Spiel die Fortsetzung vom Training?

    Wenn du nominieren musst, dann solltest du nicht die Beteiligung der aktuellen Woche hernehmen sondern den Durchschnitt der letzten 6 Wochen! Alles andere ist doch unfair...


    Ich habe das als Spielerin gehasst. Wenn man wirklich mal das Training versäumt hat, saß man sofort auf der Bank. Tolle Motivation, nicht.