Beiträge von Goodie

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    Müde / unkonzentrierte Kinder im Alter 6 und 7 Jahre mit Liegestützen und bei einem Fehlschuss umgehend mit Laufen zu disziplinieren, fühlt sich für mich falsch an und frustriert mich. Viele Kinder hatten ja schon eine ganze 40 Std Woche hinter sich.

    ist ja auch falsch.

    Die Frage ist vielmehr: wie kannst du deinen Trainerkollegen erreichen und eine positive Verhaltensweise herbeiführen?


    In Beitrag 21, also ganz vorne gibts dazu einen schönen Passus. RE: Frustabbau-Thread

    Kinderlogik erschließt sich uns Erwachsenen ja nicht immer.
    Mein Sohn hat als Bambini fast jedes Training geheult, vor Enttäuschung oder auch vor Wut. Die Trainer haben das dann in Absprache mit uns weitgehends ignoriert, im Auto hat er zumeist dann geschimpft über die unfairen Teams und dass er nie mit den guten spielen dürfte. Und dann wars vergessen.

    Wenn du mehr über die Gründe erfahren möchtest, frag mal die Eltern. Die Kinder werden dir das gegenüber wohl eher nicht sagen.


    Ich würde auch meinen: Übung macht den Meister! Viel Spielen, am Ende noch ein Elfmeterschießen und das Thema sollte sich bald in Luft auflösen.

    Ich wollte in diesem Thread eigentlich Ratschläge bekommen wie man diesen Kreislauf aus zu wenig Engagement der Mitglieder und daraus resultierender Ambitionslosigkeit des Vorstands durchbrechen kann.

    ich bin in zwei anderen Vereinen (jenseits vom Fußball) und in beiden Vereinen gibts sehr regelmäßige Mails mit allgemeinen Infos, Stand der div. Projekte, Termine und durchaus auch mit Aufrufen zur Mitarbeit. Letzteres dann sehr konkret:


    Zur Erreichung von Ziel x benötigen wir kräftige Helfer für die Tätigkeit y und zwar an den nächsten drei Samstagen von 9 bis 16 Uhr. Wer hat bitte Schaufeln und Schubkarren mitbringen, im Anschluss gibts Helferbier.


    Das funktioniert ganz manierlich und spricht die an, die generell mit anpacken aber langfristige Verpflichtungen eher scheuen.


    In den Fußballvereinen in denen ich mich tummle, läuft viel in den Trainergruppen aber in der Mitgliederinformation gar nix!

    Würde ich fragen, ob ich irgendwas helfen könnte, hätte ich sofort den Job des Passwesens an den Hacken oder die B-Jugend, die keiner machen will. ;)

    In den beiden anderen Vereinen werden die Aufgaben sehr viel Kleinteiliger verteilt.

    genau so sieht es aus. Heißt im Umkehrschluss aber auch, dass wenn ein paar Leute etwas machen wollen, wie hier der Threadstarter, könnte man sich einen Handlungsstrang vornehmen und voran treiben...

    Ich sehe es aber auch als schwierig an, bei einem normalen "Dorfverein" besondere Ziele zu formulieren. Dafür ist man einfach zu sehr abhängig von dem Kader, den man gerade zufälligerweise hat.

    Ein Ziel ist ja nicht die Fortschreibung des Istzustandes...


    Ein Ziel leitet sich idealerweise aus einer Vision ab.

    Angenommen, der FC Knickfuß hat eine etwas in die Jahre gekommene Anlage mit Charme, dümpelt mit H1 und H2 in der Kreisklasse und kommt so allgemein ganz gut über die Runden.


    Vision:

    wir führen den Verein in die Zukunft

    Ziele:

    • Modernisierung der Anlage
    • Einheitliches Auftreten aller Spieler/Trainer von H1 bis Bambinis zur Identifikationssteigerung
    • ...

    Handlungsstränge:

    Modernisierung der Anlage

    • Geldgeber finden (Sponsoren, Fördertöpfe)
    • Aufruf bei allen Mitgliedern wegen Handwerkern (besonders Gärtner, Fliesenleger, Maler, Schreiner etc.)
    • Arbeitstage festlegen und für alle ab C- Jugend aufwärts als verpflichtend ausrufen.
    • ...

    Einheitliches Auftreten aller Spieler

    • Kooperation mit dem örtlichen Sportladen
    • Kollektion festlegen
    • Vorstellung der Maßnahmen bei der Hauptversammlung und Kosten für jeden Einzelnen vorstellen.
    • Trikotsponsoren finden

    Meine Frau befürchtet schon das ich jetzt auch noch im Vorstand mitmischen will und um das zu verhindern wollte ich eher Versuchen den Vorstand etwas in die richtige Richtung zu schubsen.

    Hat dafür jemand Anregungen oder Erfahrungen?

    Hallo Marthi


    natürlich hast du heere Ziele und scheinst motiviert aber ich haben den Eindruck, dass du losrennst mit den Worten: "Ihr müsst mal dies und jedes machen". Und ich würde dir als Vorstand nen Vogel zeigen.

    Mache dir bewusst, dass der Tag nur 24 h hat und dass bei euch wahrscheinlich wirklich alle im Ehrenamt tätig sind. Das heißt, niemand benötigt Leute, die sagen: Macht mal.


    Jede Jugend besetzen? Gibts die Kinder, gibts die Trainer? Und wenn nein, wer soll sich kümmern?

    Neue Spieler für die Herren? Wer soll sich kümmern? Bei der Delegation auf die Betroffenen, zückst du ein 🤨-Smiley. Also wieder "die anderen?". Gibts die Position des Scoutes?


    Verwalten und Stillstand bedeutet Rückschritt, da gehe ich gerne mit. Aber wenn du was voranbringen möchtest, dann musst du dir Leute suchen, die mitziehen und dann selber mit anpacken. Frag mal deine Spieler, wieviele davon bereit wären, eine Jugend zu übernehmen (nur mal aus Spaß und höre dir die Ausreden an).

    Und wenn du genug Mitstreiter finden solltest, dann tretet an den Vorstand heran mit der Aussage: Hey, wir wollen dies und jedes gerne umsetzen!


    Viel Spaß! Ganz ohne Häme... aber deine Frau wirds dir wohl eher nicht danken.


    Ich wollte in unserem Dorfverein mal ein paar Missstände im Jugendbereich angehen und habe ein Konzept als Grundlage für eine Diskussion geschrieben. Es kam nicht mal bis zur Diskussion. 8o Und durchaus auch von den von ostseestadion genannten Gründen: Corona und allgemeiner Zeitaufwand.


    Wenn es in modernen Vereinen gelingt, die Aufgaben auf viele zu verteilen und entsprechend kleinteilig zu definieren, verändern sich die Aufgaben des Vorstandes: sie müssen die Aufgaben delegieren und die Ergebnisse wieder zusammentragen statt es "mal eben selber" zu machen. Es würde also Bewegung von allen erfordern. Ohne intrinsische Motivation geht da nix

    Aber das ist bei 5+7 Spielern in einer Sporthalle (bei zwei Schiedsrichtern und drei Anschreibern) sicher einfacher zu machen als bei 11+7 Spielern auf einer offenen Anlage (bei nur einem Schiedsrichter).

    na sag ich ja: selber schuld... auch beim Fußball könnte ja der SR etwas eher kommen und sich gemeinsam mit dem Trainer jedes Kind zeigen lassen. Es stellen sich alle auf, der SR ruft auf, der Spieler meldet sich und wird geprüft. Wer fertig ist, geht sich weiter einspielen und wer am Ende noch da steht hat keinen Pass...

    Zeitaufwand? geschätzt 2 x 5 Min.

    Die Fußballer sind doch selber schuld, dass munter betrogen wird.
    Ich kenne es vom Volleyball so, dass a) Passmappen zur Einsicht immer auf dem SR-Pult liegen und b) es immer vor jedem Spiel eine Passkontrolle durch den SR gibt. Und wenn das so etabliert ist, dann ist das eben so und wird überhaupt nicht in Frage gestellt oder gar mit Misstrauen belegt. Da stöbert immer mal wieder einer durch (einfach weil alte Fotos oder merkwürdige Zweitnamen auch lustig sein können).


    Technisch müsste man viele Betrugsversuche ja direkt ausschließen können, etwa dass ein festgespielter Spieler gar nicht in den Kader genommen werden kann. Bliebe also nur noch das Spielen unter falscher Identität...

    Uh, mein Thema...

    Herzlich Willkommen erstmal im Forum.

    Kurz zu mir: ich bin als gelernte Volleyballerin seit 16 Jahren als Trainerin aktiv. Zunächst beim Volleyball, dann folgte mein Engagement dem Tun meiner Kinder: Krabbelturnen, dann Helfer bei den Handballminis, Co beim Fußball in der Hallenzeit. Dann hab ich den Kindertrainerlehrgang absolviert und bin seit 4 Jahren für die Minikicker zuständig.
    Ich sammle also die Kinder ein und wenn es gut läuft, gebe ich einen Jahrgang als G1 an ein Kollegenteam ab. D.h. ich bin diejenige, die die Eltern anquatscht ob sie mitmachen wollen (als Helfer oder als Trainer)... Ich habe also immer wieder mit solchen wie dir zu tun...


    Was ich beim Kifu schon länger als Vorteil angesehen habe ist, dass ich selber nie Fußball gespielt habe. D.h. ich habe direkt Kifu gelernt und hatte keine "Übersetzungsprobleme" aus der Erwachsenensicht oder als Fußballexperte. Ich kann auch nur Kifu mit den Kleinen. Inzwischen kann ich alles was ein Bambini können muss: Ich kann in leichtem Trab dribbeln ohne mir die Füße zu brechen. =)

    Ich würde soooo gerne die neuen Kollegen an die Hand nehmen und ihnen Kifu erklären, damit sie so wie du die Anfängerfehler einfach lassen können. Aber weißt du was? Ich lasse es! (außer ich werde gefragt)
    Und ich ertrage es, wenn der Trainer entnervt rummeckert weil das mit dem Anstellen nicht klappt und er eine Strafrunde anordnet. Oder dass die Kinder bei mir mit 4 und 5 Jahren ausschließlich Funino als Abschlussspiel kennenlernen, mit 6 Jahren sofort mit "alle gegen alle" auf Jugendtoren weiter machen, sobald ein "richtiger Trainer" übernimmt.


    Warum? Weil ja alle genau wie du "praktische Vorerfahrung als Spieler und Fußballkenner mitbringen".
    Bis die Kollegen die Einsicht habe, dass Kifu doch was anderes ist als reduziertes Erwachsenentraining, dauert es eben. Ohne intrinsische Motivation, sich wirklich auf die Zielgruppe einzulassen, ist aber auch jedes Wort verschwendet. Besonders von einer Nichtfußballerin wie mir!


    Wie oft habe ich Kollegen schon geraten, Staffelläufe nicht in zwei großen Gruppen sondern in mehreren kleinen zu absolvieren... Es ist quasi aussichtslos.
    Das Thema Phantasiegeschichten ist für total viele gar ein rotes Tuch. "soll ich die Übung vortanzen?"

    Auch hier konnte man kürzlich wieder lesen, dass F-linge zu alt für Phantasiegeschichten seien und es schwierig sei, eine kindgerechte Sprache zu finden. Und die Antworten waren prima, so dass dem User schöne Bilder mitgegeben werden konnte. Eine Phantasiegeschichte muss doch keine mit Elfen und Zauberhöhlen sein. Es können doch auch fußballspezifische Themen sein wie z.B. "Trainingslager der Nationalmannschaft".



    Ganz extrem fand ich einen Kollegen, der bei den ersten beiden Trainings einer Bambinitruppe mit viel Spaß und einer Polizeigeschichte einstieg und alle begeistert waren. Nur wenige Monate später klopft der Gleiche Sprüche wie: da muss jetzt mal Ernsthaftigkeit rein, der Kindergarten ist zu Ende, wir müssen Rückstände aufholen, wir sind ja schließlich bald F-Jugend... und die Kinder kommen zu mir gelaufen und fragen, wann ich denn wieder komme.;(

    Lange Rede, kurzer Sinn: es dauert eben bei fast allen, bis die Erkenntnis reift, dass Kifu eine eigene Variante des Fußballs ist. Und es ist ja nun nicht so, als ob es nicht überall geschrieben stünde, zum Beispiel beim DFB: Zur Altersklasse :: Trainerwissen :: F-Junior*in :: Trainer*in :: Training & Service :: DFB - Deutscher Fußball-Bund e.V.

    Noch tragischer ist, dass sich viele Trainer von den Bambinis bis zur E-Jugend als Trainer extrem gut entwickelt haben und dann dem Trainergeschehen verloren gehen! Kaum einer übernimmt nochmal die Kleinen und profitiert von seiner Erfahrung. Und so kommen immer wieder Traineranfänger nach und es findet so gut wie kein Wissenstransfer statt.

    Und die Aufgeschlossenen gehen in Lehrgänge, landen hier im Forum und lesen... um die muss man sich auch nicht wirklich "kümmern"..

    Ist nicht das Spiel die Fortsetzung vom Training?

    Wenn du nominieren musst, dann solltest du nicht die Beteiligung der aktuellen Woche hernehmen sondern den Durchschnitt der letzten 6 Wochen! Alles andere ist doch unfair...


    Ich habe das als Spielerin gehasst. Wenn man wirklich mal das Training versäumt hat, saß man sofort auf der Bank. Tolle Motivation, nicht.

    Wie gesagt, kein Kind aus den Jugenden Bambini - D-Jugend hatte Berührungsängste und niemand hat ihnen das auch irgendwie vermittelt

    Sag mal, hast du es mal ne Nummer kleiner!?

    Ich weiß von drei Kindern an unserem Gymnasium die wegen starken Depressionen und Selbstmordgedanken behandelt werden.

    Bis heute sind unsere Teams noch nicht wieder zu 100 % vollständig. Kinder wurden vom Ordnunsamt von Bolzplatz und Spielplatz entfernt und monatelang statt Schule mit seiner sozialen Interaktion alleine vor einen PC gesetzt.


    Wie blind muss man denn durch die Gegend laufen um nicht zu erkennen dass sich unsere Gesellschaft und auch die Kinder verändert haben.


    Ich finde den Gedanken in dem Zusammenhang hilfreich, ob er zutreffend sein könnte, kann der TE ja selber entscheiden.



    Meine beiden Söhne haben starke Hemmungen bei Kampfsportarten, weil sie Angst haben dem Gegenüber weh zu tun. Ich könnte mir vorstellen dass es dem Spieler ähnlich geht.


    Stelle ihm doch mal die Aufgabe dass er in einem Spiel drei mal versuchen soll, seinen Gegenspieler nur abzudrängen ohne den Ball zu erobern...

    Servus, bei uns im Verein ist es so das die guten höher Klassik spielen sollen. Aber jede Mannschaft seinen festen Kader hat. Würde mit meiner Mannschaft einmal D3 kreisklasse Meister und bin dann mit der Mannschaft in die C gegangen. Da sind wir in der Gruppe wieder Meister geworden, aber das hat bis zur Winter Pause niemand interessiert. Haben seit dem Winter einen neuen Jugendleiter und der Verein hat zugleich vorgegeben das die guten Spieler in den höher Klassigen Mannschaften spielen soll/muss.

    das ist doch für die Entwicklung der Spieler in einer C-Jugend auch sinnvoll, oder meinst du nicht? Das sollte hingegen keine Einbahnstraße sein. Wenn es vorher von der Anzahl der Spieler für drei Teams gereicht hat, dann sollte das nach einer Umsortierung auch passen.

    sicher bekommen die Scouts die Kinder hier präsentiert und ich schätze, dass so mancher Scout bei dem STP-Turnier eifrig mitgeschrieben hat. Schlussendlich werden aber seriöse Scouts diese Kinder dann auch in ihrem Heimatverein besuchen und anschauen. Also ein vollkommen normaler Prozess...

    Die wirklich auffälligen Spieler sollten da aber schon längst in den handelsüblichen Datenbanken aufgelistet sein.

    Ich finde es gibt gute Gründe dafür und dagegen...


    dafür: wenn man das Leistungsprinzip im Jugendfußball gut findet (also diverse Ligen etc) dann muss man auch im Kauf nehmen, dass die ambitionierteren Kinder dies in Anspruch nehmen. Es sortiert sich also etwas um, ambitionierte wechseln in die entsprechenden Vereine, ggf. bluten deshalb kleinere Teams aus usw. . Wurde hier ja schon öfter thematisiert. Es gibt aber auch Spieler, die in ihrem Heimatverein auffallen, insgesamt aber zufrieden sind. Diese Spieler haben im STP die Möglichkeit mit ähnlich guten Kindern zu spielen und zu trainieren.
    Man muss aber auch festhalten, dass der DFB Talente sucht und auch daran interessiert ist, diese zu pushen und das sicher nicht im normalen Dorfverein sondern perspektivisch in Leistungsteams.

    contra: leider ist die Qualität der STPs in der Tat vom einzelnen Trainer abhängig und hier findest du - was ich sehr verwunderlich finde - auch das gesamte Spektrum. Der akuelle Trainer meines Sohnes ist zum Beispiel ein Kommunikationskünstler. Die Ansprache an die Jungs ist *hüstel*. Motivation jedenfalls sieht anders aus.
    Unterm Strich sehe ich nicht, dass sich die Jungs wegen dieses Trainings verbessert haben. Vielmehr bringen sie ja schon viel mit. Mein Sohn (08er) sagte gerade: kann man machen, bringt aber nix außer Kontakte zu anderen Spielern / Vereinen.

    Er ist spielerisch nicht sehr stark. Aber der Hauptgrund ist wahrscheinlich, dass er extrem nervös wird wenn er den Ball hat. Und er spielt dann jedes Spiel extrem schwache Pässe direkt auf einen Gegenspieler.

    Hat jemand hier Ideen, wie man hier reagieren kann:

    - Doch lange Abschläge

    - Trainingsformen/Spielvarianten, um es zu verbessern

    - Wie baue ich Selbstvertrauen auf?

    Wenn du zwei TW hast, darf denn der andere jeweils im Feld mitspielen oder muss er zuschauen?