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    Gibt's so eine Regelung auch in Bayern?

    Bei uns ist das in der Jugendspielordnung zu finden


    Jugendspielordnung.pdf (wdfv.de)

    § 21 Teilnahme am Training und an Spielen
    (1) Allen Verbandsvereinen ist es untersagt, Junioren aus einem anderen Verein am Training teilnehmen zu lassen.
    (2) Eine Ausnahme ist nur dann zulässig, wenn der Verein, für den der Junior eine Spielberechtigung besitzt, schriftlich seine Zustimmung gibt

    Eines der größten Probleme bei der Einführung des Bildungs- und Teilhabepakets war damals bei uns im Verein die Scheu davor, als Eltern dem Verein mitteilen zu müssen dass man eben "bedürftig" sei. Ich denke nicht, dass sich das bis heute großartig geändert hat

    <sarkasmus> aha... ja dann kann man nix mehr machen. </sarkasmus>


    Bei uns im Verein fehlt der Mut dazu. Das ist wenigstens ne ehrliche Aussage. "Wir haben Angst, dass wir zu viele Mitglieder verlieren." Eine generelle Erhöhung der Beiträge wurde übrigens begrüßt, weil der Kunstrasen fällig wird.

    Warum immer so schwarz weiß?


    die Einstiegs-Lizenzen eigentlich für jeden, der sich schon selber die Schuhe zubinden kann. Jetzt würde ich als Verein aber nicht jemanden anlocken wollen, der einfach nur den Trainerschein durchrattert, sich über die Aufwandsentschädigung freut - aber eigentlich gar nicht hinter dem Ganzen steht.

    Wer freut sich über eine Aufwandsentschädigung? Junge Leute, Jugendliche, Azubis, Studenten. Die gehen irgendwo jobben weil die Kohle knapp ist. Du lockst damit nicht die, die eh keine Lust haben zu bleiben sondern die, die Kohle brauchen zu kommen.


    Unser Gymnasium unterstützt das ganze sehr in dem Schüler zu Sporthelfer ausgebildet werden und auch Trainerlehrgänge besuchen können. Natürlich haben sie da ihr AG-Programm im Auge aber dabei können jedes Jahr mehrere Jugendliche den Juniorcoach machen. Findet von den Jungs jemand in die Vereine? Nein. Alle winken ab wenn sie hören: Bezahlung: ne Currywurst am Jahresende und ne Spendenquittung.

    Die findest du dann beim örtlichen Gärtner, Blumen gießen und Regale einräumen.

    Die Selektion über den Geldbeutel ist indirekter, ggf. auch konfliktfreier, oberflächlicher, formeller und schmerzfreier.

    Höhere Beiträge mit einem Sozialtarif für Bedürftige - Problem gelöst.

    Das Kind darf natürlich im Mehrspartenverein turnen aber eben nicht kicken.

    Diese Regeln akzeptierst du mit der Unterschrift zum Passantrag...

    Und die Vereine können sich gegenseitig für viel Geld abmahnen wenn sie Passinhaber anderer Vereine mitmachen lassen ohne Erlaubnis.

    Wenn das Angebot professioneller wird und jeder meinetwegen 200,-/Monat zahlen müsste, dann wachsen doch auch die Ansprüche an das Ergebnis. Dann kommt die Mama vom “dicken Paul” oder der Papa vom “Körperklaus” und beschweren sich, warum ihr Nachwuchs jetzt nicht performt wie Messi. Schuld ist dann das Training, welches man teuer bezahlt. Dann kannst Du ihnen erklären, dass kein Geld der Welt aus ihren Kindern einen brauchbaren Kicker macht…

    Das glaube ich nicht. Schau mal zu anderen Angeboten wie etwa Musikschulen. Da bezahlen die Eltern 70 € pro Monat für 30 Min. Unterricht pro Woche. Den Eltern dürfte es mehrheitlich um eine musikalische Ausbildung und um ein Hobby gehen. Nur sehr sehr wenige sehen die Kinder auf den großen Bühnen.
    Das Problem ist, dass wir beim Fußball natürlich ein Gruppenangebot machen.

    Ich bin auch für drastisch höhere Beiträge, die es den Vereinen ermöglicht, die Trainer gescheit zu bezahlen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass man dann junge Leute ausbilden und beschäftigen könnte. "Trainer statt Zeitung austragen"...


    Die angesprochene Kontrollinstanz fänd ich auch wichtig aber selbst beim Tag des Jugendfußballs, wo bei uns im Kreis der gesamte Vorstand rumturnt, läuft in bekannter Manier. Da wird niemand zur Mäßigung aufgerufen.

    Die, die schulen (DFB-Mobil, Trainerlehrgänge) bemühen sich nach kräften aber es ist ein Kampf gegen Windmühlen.

    Ich will jetzt nicht diese Trainer und Vereine gutheißen, aber es gibt auch immer zwei Seiten.


    Ist es nicht so, dass viele Kinder immer schlechter erzogen sind und teilweise ein Nein gar nicht mehr kennen? Wenn die Kinder Helikopter/Rasenmäher-Eltern haben?

    Ich hatte damals ein paar Jungs, die teilweise nicht auf mich als Trainer gehört haben, wenn sie keine Lust auf etwas hatten. Damit haben sie nicht nur "mein" Training gestört, sondern auch den Spaß bei allen anderen Jungs genommen. Da bin ich in meiner Laufzeit leider auch immer mal wieder ausgeflippt, auch wenn es pädagogisch nicht korrekt ist.

    Aber bei 1-2 Jungs haben Konsequenzen gar nicht gezogen, weil denen dann auch alles egal war.

    Ich sehe das differenzierter:

    die Kinder mit "normalem" EDS (Erziehungsdefizitsyndrom) kann man schon "hinbekommen". Dein Platz, deine Ansprache, deine Regeln. Da fügen sich die meisten und kommen mit einem klar gesetzten Rahmen gut zurecht. Und das geht in meinen Augen leiser sogar besser als laut, weil sonst die Kinder eine generelle Taubheit entwickeln und erst zuhören, wenn jemand laut wird.

    Aber
    die 1-2 Kinder, die vollkommen außer Rand und Band sind, rauben einem 80% der Energie. Hier tun sich alle immer schwer, bei solchen Kindern/Familien Regeln und Konsequenzen durchzusetzen. Warum eigentlich?
    Korrekt wäre ja, die Kinder mit denen es so gar nicht geht zu sanktionieren.


    gelb: ernste Ermahnung

    gelb-rot: Training für heute beendet

    rot: Training für heute beendet, eine Woche Sperre

    wiederholt rot: Rauswurf, das Kind darf in dieser Trainingsgruppe nicht mehr trainieren.


    Und bevor die weichgespülte "wirmüssenunsumjedesIndividuumkümmern"-Fraktion aufkreischt: ihr könnt diese Exemplare gerne haben. Ich bin nur der Auffassung, wer es so weit kommen lässt, benötigt professionelle Hilfe. Das kann ein Trainer einfach nicht leisten. In Mütterforen wird gerne der Rat erteilt, Verhaltensoriginelle Jungs in einem Fußballverein anzumelden. Ich bekomme davon immer graue Haare und würde am liebsten NEIN rufen.

    Ein Verein wäre gut beraten, sich entsprechend zu positionieren und auch die Trainer diesbezüglich zu schulen und zu unterstützen. Meist weiß ein Trainer aber gar nicht, was er machen kann und auch darf und was nicht.


    Topepe was gegen zu laut spricht? Ich weiß nicht, wie du es machst: aber nach meiner Beobachtung können die Spieler von lauten Trainern keine eigene Entscheidung treffen schon alleine deshalb, weil der Trainer die beste Option sehr (zu) früh reinruft. Der Spieler hat zeitlich kaum eine Chance, die beste Lösung selber zu finden, weil sie wahrscheinlich schon reingerufen wurde und somit nicht mehr seine Entscheidung sein kann. Er folgt also dir.

    Wenn die Spieler weit genug weg sind oder den Trainer ausblenden (können), dann spielen sie ihre eigenen Bälle und dann hört man manchmal vom Trainer: "auch gut".

    Das Problem was ich sehe ist: wir stehen am Rand, sind in den unteren Jahrgängen auch noch 1-2 Köpfe größer, mit entsprechender Übersicht und meist viel eigener Erfahrung UND einem erhöhten, aber dennoch RUHEpuls . Da ist es sehr einfach, eine gute Lösung anzubieten.


    Die Spieler werden schon zu: "spiel doch" oder "Fred ist frei" aufgefordert, wenn sie den Ball nicht mal gescheit unter Kontrolle haben. Aber sie benötigen noch Zeit, sich zu orientieren, den Kopf hochzunehmen, die Mitspieler zu finden, zu entscheiden ob er frei ist oder nicht. Und das mit rasendem Herzen. Das dauert einfach etwas länger. Nur - wenn sie dies nicht langsam lernen dürfen, wie sollen sie es denn irgendwann mal schneller können?


    In der Zeitschrift Fußballtraining Junior gabs 2014 in der Ausgabe 4/10 mal nen Artikel: "sag mir weniger, dann seh ich mehr" von Dr. Furley, der sich genau damit auseinander gesetzt hatte. Ich finde ihn nur leider online nicht mehr.


    Was aber auch stimmt gerade bei den unteren Jahrgängen: diese Teams spielen meist "Ergebnisbesser" als andere, in denen man den Kindern die Zeit gibt. Auf Dauer führt das aber zu nichts weil das Spiel ja immer komplexer wird.

    Und da sind wir dann wieder beim Eingangspost. Es ist eben nicht alles ok, nur weil ein Team Kreisdorfweltmeister geworden ist.


    Mit ein bisschen Pech fragen sich irgendwann ausgerechnet die netten, angepassten Kinder, warum sie ständig angemeckert werden obwohl sie nix gemacht haben. Aber sie werden nicht mit dem Trainer in den Clinch ziehen sondern sich zurückziehen und einfach leise eine Alternative suchen.


    Und es ist ja nun auch nicht so, dass ruhigere Trainer schweigend am Rand stehen... die machen auch ihren Job.

    wenn es denn bei anderen Sportarten besser wäre... Aber auch hier ein ähnliches Bild:

    des Trainers Lieblinge spielen, Selektion statt Ausbildung.

    Und so hat sich mein Sohn nach einem Jahr in einer Randsportart wieder dem Fußball zugewandt.

    Zitat eines 12 Jährigen: "Wenn man mich schon verarscht, dann lieber beim Fußball!"


    Verfolgt man die öffentliche Diskussion rund um die Reformen im Kinder/Jugendfußball, dann findet scheinbar die große laute Masse die Reformen Mist: "hat uns auch nicht geschadet" Hier turnen sogar Kreisjugendvorstände mit dieser Haltung rum und machen über Facebookgruppen u.ä. Stimmung.

    Ich finde so was vor dem Hintergrund quatsch, als dass ein Kind in dem Alter sportlich breiter aufgestellt sein sollte.

    Wir verzichten beim Jungjahrgang Bambinis (aktuell 2018er) bewusst auf die zweite Trainingseinheit, weil fast alle Kinder parallel mit Schwimmen lernen beschäftigt sind.
    Fahrrad- oder Inliner fahren, freies Spiel mit und ohne Ball, von mir aus auch noch irgendwo zum Turnen...


    Die Grundlagen in dem Alter sind sehr viel wichtiger als dass ein Fünfjähriger vier mal die Woche angeleitet Fußball spielt.

    Zitat

    Kommt auf den Verband an. Am Niederrhein von Anfang an, also ab Bambinis

    Nur, solange es keinen Spielerpass gibt...

    Dann darf das Kind trotzdem in zwei Vereinen Mitglied sein und die Angebote wahrnehmen. Nur Spielen halt nicht.

    Am Niederrhein darfst du das nicht! Da benötigst du eine Trainingserlaubnis vom Verein, bei dem du den Spielerpass hast.
    Bitte nicht diskutieren! Is ärgerlich, dürfte vor keinem ordentlichen Gericht bestand haben aber isso...

    Warum ist man so verbissen und verbohrt in einer U8/U9/u10? Das werde ich nie verstehen. Wieso nicht mehr Gelassenheit

    Weil das auch für die Eltern ein Lernprozess ist. Die Widerstände gegen die Kinderspielreformen sind riesig. Die öffentliche Diskussion wurde doch erst kürzlich von Watzke neu befeuert.


    Es soll von Anfang an "um was gehen". Dass das nur die Erwachsenen brauchen und die Kinder noch nicht wird munter ignoriert.

    Und ja, es geht sicher die Sorge um, dass man das Talent des Kindes nicht optimal gefördert hat.


    Gespräche am Rand mit den Eltern können helfen aber wer hat schon die Zeit dafür?

    Und noch ein Wort zu dem Gemeckere des Kindes:


    Unterscheide bitte deinen Frust von seinem Frust. Viele deiner oben stehenden Beschreibungen klingen sehr erwachsen.


    In dem Alter meckern einige Kinder IMMER! Die Teams sind unfair, niiieeee darf ich mit xyz spielen, immer muss ich mit den schlechten spielen, ich will auch mal ins Tor...


    Mein Sohn war in der F-Jugend zusammen mit X der Beste.

    Gemecker: immer muss ich mit den Anfängern, nie darf ich mit X.
    "X und ich gegen den ganzen Rest, das wäre fair."
    Ich: "2 gegen 9 wäre doch blöd."

    Er: "für mich und x nicht."


    Kinderlogik!

    In der Wedau spielen die Kreise auf kleinerem Feld gegeneinander und am Rande wird fleißig geschrieben. Alle Spieler werden gesehen. Soviel kann man sagen.

    Wer jedoch in die nächste Runde kommt und wer nicht ist für mich nicht ersichtlich geworden, zumal die Spieler ja alle was drauf haben.


    Wäre es nach dem Gesabbel der Väter gegangen, dann sind immer nur die eigenen zu gebrauchen und alle anderen überbewertet. Nirgends war das Schaulaufen der Wichtigtuer bekloppter als dort. Manche sollten sich echt mal ein Hobby suchen.


    Die NLZs kommen erst in der C-Jugend dazu. Dann werden je zwei Kreise zu Regionalauswahlen zusammengefasst.

    Wie das genau zusammengestellt wurde weiß ich nicht, da mein Sohn verletzt war und dieses Turnier verpasst hat

    Insbesondere weil wir auch einen Halbrussen, einen Halbkroaten, einen Dreivierteltürken, einen US-Amerikaner und zwei Vierteltschechen im Team haben.

    weil es ja schon egal ist: ich hatte zwischenzeitlich mal folgende Nationen in meinem Team: mit einem Kasachin, ein Franzose, ein Niederländer, ein Türke, ein Russe und ein Iraner, dazu noch 5 Deutsche. (Volleyball)
    Mein Tip: unbedingt ne "jeder bringt was zu essen mit"-Party starten. Das ist im Multikulti-Umfeld sooooo lecker.

    Man könnte ja auch mal ein interdisziplinäres Team aus Kinder und Jugendärzten, pädagogischen Fachleuten, Sportwissenschaftlern etc an einen Tisch holen.


    Die Jugend von heute tickt wie jede Generation vor ihr anders als die Alten. Neu scheint der Grad des Anders ticken zu sein. Und ich habe meine Kinder schon anders erzogen, als es jetzt dreißigjährige machen.

    In sofern sind Vertreter der Großelterngeneration wie Watzke und Konsorten für mich auch nur aus der Kategorie "Opa erzählt vom Krieg"


    Die Reformen in den jungen Jahrgängen werden munter zerredet, die "Journalisten" plappern ungeprüft alles nach und die Basis applaudiert oder wundert sich (je nach persönlicher Einstellung)

    Dabei sind die Reformen der Kleinfelder für die breite Masse! Nicht für die Toptalente (die sich sicher in jedem System hervortun). Dies nun mit dem Spitzenfußball zu vermengen finde ich dumm und fahrlässig.


    Ich glaube fest daran, dass man mit Spaß viel weiter kommt als mit Druck. In beiden Systemen wird es anstrengend, schweißtreibend, hart. Ich glaube jedoch, dass der der Bock auf gewinnen hat, erfolgreicher sein wird als die, die Angst vor dem Verlieren haben.

    Und das kann man gerade vortrefflich bei der N11 sehen.


    Nimmt man also den Abstiegsdruck in den Topligen raus, müsste dies zu mehr Leistung führen. Selektionsdruck haben die Spieler ja immer noch...

    Oder würdest du es für Sinnvoll erachten, dass dann ein F-, E-, D-Jugendlicher bei einem Spiel Kioskdienst hat?

    Wenn das Geld in die Mannschaftskasse fließt, dann kümmert sich das Team (oder eben nicht). Bleibt das Geld im Verein, dann könnte sich ja auch ein Rentner oder ein Spieler der Herren da hin stellen

    😈 *Popcorn!*

    Duckundweg