Beiträge von Goodie

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    Ist es nicht selbstverständlich, dass ein Training orientiert an den Möglichkeiten des Teams ambitioniert ist? Ambitioniert und machbar. Dann brauchst du auch kein Etikett wie Leistung oder nicht.


    Ich plädiere nur dafür, die Kinder abzuholen. Was wollen die? Wollen sie ein drittes Training oder streng nach Trainingsbeteiligung aufstellen? Regeln mit den Kindern gemeinsam definieren und dann auch auf Einhaltung pochen: Pünktlichkeit, Einsatzwillen etc...

    das ist leider vollkommen üblich. Und wenn du einen Spieler hast, der eh gerne hinten spielt, wird der wahrscheinlich erst recht nicht nach vorne geschickt.

    Mein Großer ist so einer und der spielt aktuell, in der B(!)-Jugend sein erstes Jahr vorne.


    Nur wenn man auf jeder Position mal gespielt hat, wird sich auch Verständnis für die jeweiligen Aufgaben aufbauen.

    Es wird immer der Blick der Kids eingefordert bei Funino, beim Thema messbare Spielergebnisse gilt das meist nicht als Argument...

    Doch natürlich sind Spielergebnisse ein wichtiger Bestandteil - auch und gerade aus Kindersicht.

    Aber müssen die Kinder in der E-Jugend wirklich wissen, dass sie "nur" in der Kreisklasse 5 einsortiert sind? Das ist Erwachsenensprech.

    Ich habe auch eine dritte E eingeführt, damit Kinder die neu sind oder noch nicht so weit, dort auch spielen können, damit wir perspektivisch tatsächlich genug Kinder für 2x C irgendwann haben und damit die Aussicht, wieder eine B und später eine A zu stellen.

    Geht man es so an, spricht gar nichts dagegen. Wer keine Lust auf eine dritte hat, andererseits sich nicht reinhängen mag, hat halt Pech und kann auch zur Jugendfeuerwehr oder in den Schachclub wechseln.


    Aber auf der anderen Seite muss die Frage erlaubt sein, warum sich Trainer Kinder, die kommen durch Bankdrücken vom Angebot "Fußballspiel am Wochenende" ausschließen. Die Vereinsbeiträge sind für alle gleich, die Spielzeiten sollten es zumindest annähnernd auch sein. Kommt mir jetzt bitte nicht mit Stopuhr o.ä.

    Aber wenn ich einen Kader habe, in dem ich immer mal welche zu Hause lassen muss, dann kann ich das schon so machen, dass auch die Starken daheim bleiben, etwa bei Spielen gegen schwächere Gegner. Selektion über die Nominierung aber wer am Spieltag dabei ist, spielt auch vernünftig und nicht 10 Min.

    Man muss auch berücksichtigen, dass die Familien durch den Spieltag einen Orgaaufwand haben und das soll sich ja irgendwie "lohnen".


    Start dieser Debatte war dieser Satz:

    Zitat

    Gestern die Meisterschaft verspielt. Direkt danach haben 3 Spieler aufgehört. Zwei wegen zu wenig Einsatzzeit. Hab sie in allen Spielen etwa 10 bis 20 Minuten spielen lassen. Beide schaffen es nicht im Spiel etwas produktives zu schaffen. Beide kommen zwar immer zum Training, fangen aber ab der Hälfte an zu fragen wann endlich vorbei ist. Wieso verlangen sie da mehr Spielzeit? Hatte gestern 4 Spieler auf der Ersatzbank. Die einen zwei haben ständig eine Einwechslung gefordern, die anderen beiden haben ruhig gewartet. Ihr könnts euch denken wen ich öfter eingewechselt hab und wer protestiert hat...


    Ein Vater konnte sich nach dem Spiel eine Beleidigung mir gegenüber auch nicht sparen.


    So viel Wirbel und negative Energie obwohl die Mannschaft die Beste Saison ever gespielt hat. Mit 5 Siegen aus 7 Spielen in der mittleren Leistungsklasse in unserer Region.



    Meine Signatur meine ich übrigens ernst.

    Ich habe meine Spieler, egal in welchem Jahrgang, egal in welcher Sportart in Gedanken immer nach Fähigkeiten gedrittelt.
    Und von jedem Drittel haben welche angefangen und welche auf der Bank gesessen.

    Angenommen, du hast (ohne TW) sechs Feldspieler, dann nominierst du neun . Dann sitzt eben aus jedem Drittel erstmal einer auf der Bank. Und die Wechsel laufen auch innerhalb der Drittel-Gruppen. Ein starker rein, ein starker raus. Ganz einfach.

    So schwächt man sein Team nicht durch die Wechsel sondern hat eine über die gesamte Spielzeit eine (nahezu) gleichstarke Truppe aufm Feld.

    Und du kannst reagieren, wenn das Spiel auf des Messers Schneide steht oder schon mit 8:0 entschieden ist.


    Bei den Bambinis habe ich übrigens in den ersten Spielen einen Schwerpunkt bei den schwächeren gehabt, weil diese Kinder gerne nach zwei Spielen keine Lust mehr haben. Dann sind die besseren noch fit und können die restlichen Spiele rocken.


    Übrigens haben mich das vor Jahren die 12 Jährigen bei Volleyball gelehrt. Ich selber war noch als Trainerin unerfahren und wollte die Meinung der Spieler zur Einstufung in die Ligen hören. Der Verein drängte auf Leistungsklasse (hier spielt nur die obere Hälfte der Tabelle eine Rückrunde, die untere hat dann Pause). Ich war unsicher ob das ne gute Idee ist.
    Ich habe sie also gefragt:
    melden wir höherklassig, dann kann es sein, dass Spieler nicht eingesetzt werden können, wenn Spiele sehr eng sind.

    Oder melden wir in der unteren Liga. Da gehts um nix, alle spielen und wenn dann mal ein Spiel deshalb verloren geht, dann ist das so.

    Antwort: alle sollen spielen, wir sind doch Freunde!

    Das Problem wird dann nämlich sein, dass Deine Leistungsträger auch irgendwann keine Lust mehr darauf haben, wenn sie die Hälfte des Spiels auf der Bank sitzen und gehen, und damit ist dann wirklich niemandem geholfen.

    Da halte ich mal gegen, dass spätestens in der C-Jugend die besten höher spielen wollen und eh gehen, das kann man nicht verhindern. Den Dropout wegen Bankdrücken hingegen schon. Am Ende steht man mit der Methode ohne C-Jugend da.


    Da muss man nur mal bei Fußball.de die Teams in den Jahrgängen durchzählen. In der D siehts noch ganz manierlich aus, in der C wirds dann dünn

    Allein schon dieses Post zeigt doch, dass du unsicher bist. Setz dich mit den beiden anderen zusammen, redet und dann entscheide nach dem Bauchgefühl...
    Vielleicht sagt der eine ja auch: "Ich bin zu emotional am Spielfeldrand, mach du". Wirste aber nur durch ein Gespräch rausfinden.

    Klar ist es selbstgemacht. Würden alle mitmachen, wäre das Problem zu lösen. Aber wenn Eltern die Trikots gekauft haben oder Eltern über persönliche Beziehungen einen Sponsor aufgetan haben, dann kannst du nur bitten und leider nicht fordern, dass die Trikots wieder eingesammelt werden. X/

    Es sieht mMn unprofessionell aus

    ich weiß was du meinst aber wer sieht das denn? Training ist doch irgendwie "intern" und das hat doch Dritte gar nichts anzugehen?


    "Bunt" gibts bei mir im Training schon bei den Bambinis nicht. Ich habe ausreichend viele Leibchen für alle in div. Farben und jeder bekommt eins. Erspart mit den Kurzen viele Diskussionen (und zum Teil Tränen) ;)


    Meine Beobachtung: je ambitionierter, desto einheitlich und auch desto selbstverständlich.
    In meinem Dorfverein (hehe, unser Stadtteil versteht sich als Dorf, und das vollkommen zurecht) würde das zu Empörungsstürmen führen, wenn man hier eine Verpflichtung einführen würde. Wir habe aber auch nicht eben wenige, die mit dem Teilhabe-Schein ankommen, also Bürgergeld o.ä. beziehen.
    Ich würde einheitliche Kleidung gerne einführen aber ich scheitere schon in der Trainersitzung mit meinem Vorhaben. Schon der Vorstoß, die Trikots aus denen ein Team rausgewachsen ist, einzusammeln scheitert an der mangelnden Unterstützung... Und so stümpert jedes Team alleine so gut es geht. Das dürfte unterm Strich so viel teurer sein als ein großer Wurf. Aber ein Sponsor ist halt auch nicht in Sicht. Das ist das Leid eines kleinen Vereins am Rande einer Großstadt.

    Wo genau seht ihr den Vorteil, wenn man in einheitlicher Kleidung zum Training kommt?


    Ich kenne mehrere Vereine, die das ziemlich gut umgesetzt haben und wirklich fast alle in Vereinskleidung kommen. Zwei davon tragen schwarz und da bekomme ich als Verkehrsteilnehmer ehrlich gesagt die Krise, gerade im Winter. Zig Kinder im Dunklen in Schwarz aufm Fahrrad. Aber das hatte bei der Vereinsgründung von schwarz/weiß Kleinkleckersdorf 1897 eV sicher niemand aufm Schirm und ist nun wohl nicht mehr zu ändern.

    Wohl aber könnte Jako mal Reflektoren an den Jacken anbringen.


    Ich finde ein einheitliches Auftreten auch gut, würde mir aber wünschen, dass die Klamotten a) nicht namentlich beflockt werden und b) intensiver durchgereicht werden. Ein vereinsinterner Trödel oder so.

    Mir geht bei so was immer durch den Sinn, was das mit den Spielern macht. Mit 16, 1,84m groß, die ersten Barthaare sprießen; da könnte man davon ausgehen, dass sie quasi erwachsen sind. Dem ist aber nicht so und der Halt, den Familie hoffentlich (!) bietet wird immer noch gerne angenommen. Mitten in der größten Umbruchsphase des Lebens aus dem sozialen Umfeld rausgerissen werden, dann noch in ein Land, wo man die Sprache nicht versteht stelle ich mir extrem schwierig vor.

    Ganz losgelöst vom großen Geld und vom Fame liegen auch diese Spieler abends allein auf ihrem Bett und starren u.U. die Wand an.


    Ich kenne keine Zahlen aber ich glaube, dass im gesamten Leistungsbereich (Sport, Musik) der Anteil der Verheizten unglaublich hoch ist.
    "er hat sich halt doch nicht durchgesetzt"... Problem gelöst.


    Kann man das nicht einfach unterbinden? Ist man nicht mit 18 auch noch jung genug?

    Wir gehen mit der F im Winter in die Halle...

    Aber ich hatte auch schon einen Jahrgang, der partout auch im Winter raus wollte und wirklich bei Wind und Wetter nahezu vollzählig erschien und es hatte den ganzen Winter geregnet. Da waren die Eltern auch aus der Fraktion: das härtet ab.

    Man steckt halt nicht drin.


    Bald ist es am Nachmittag dann zu heiß, dauert noch noch wenige Wochen. :P

    Also lassen sie lieber Aktivitäten im Freien ausfallen, um das Risiko einer Erkältung zu senken.

    War mir bisher nicht so bewusst, dass ein solcher Druck auf immer mehr Familien lastet.

    Durchaus nachvollziehbar und ich finde das steht nicht im Widerspruch zu Constantin Ausführungen. Denn natürlich haben die Kinder permanenten Kontakt mit den Erregern über die Klassenzimmer. Und wenn du dir dann noch den allerwertesten abfrierst aufm Fußballplatz, haste als Eltern fix den Rückschluss gezogen: lieber kein Training.


    Die Gesellschaft will zwar, dass beide Elternteile arbeiten, ist aber überhaupt nicht darauf eingerichtet. Das könnte jetzt in einer umfangreichen gesellschaftspolitischen Debatte ausufern, von daher nur so viel: das funktioniert alles nur, wenn die Einrichtungen (Kita/Schule) zuverlässig sind (Stichwort Streik/Personalmangel) und die Kinder gesund bleiben.

    Alles darüber hinaus ist nicht geregelt und löst natürlich einen ungeheuren Druck aus. Dass die Gesellschaft das aushalten/tolerieren/unterstützen müsste, dass wir Eltern die künftigen und raren Steuer- und Rentenzahlenden heranziehen, ist noch wirklich in weiter Ferne. Und in vielen Jobs auch einfach schwer umsetzbar...


    Wir haben ein Projekt gestartet, Eltern-Kind-Fußball für die allerkleinsten in Ergänzung zum restlos ausgebuchten Eltern-Kind-Turnens des benachbarten Turnvereins.

    Das Feedback ist gut, die Moral der Eltern niederschmetternd.

    Echt cool, dass du mit den 3 dann noch ein Training gemacht hast.

    Bei 0 Absagen baut man ja auf und das ist ja manchmal durchaus aufwendig, je nach Aufbauentwurf. Es kommen drei etwas vor der Zeit rein... dann ist offiziell Trainingsbeginn, man geht mal in die Kabine: leer. Da kann man die drei ja schlecht wieder nach Hause schicken. Einer hat sich im Nachgang entschuldigt.


    Autsch. Das tut weh. 3 von 13. Das würde ich zweimal, an nem guten Tag vielleicht dreimal mitmachen, dann wäre das Projekt für mich beendet.

    Wir geben noch nicht auf, haben nochmal Werbung gemacht und versuchen die Gruppe auf >20 Teilnehmer zu bekommen. Dann kommen hoffentlich genug. Wenn das bis zu den Sommerferien nicht gescheit läuft, werde ich das Projekt beenden. Dann können sich die Eltern wieder auf irgendwelche Wartelisten bei den Turnern setzen lassen und ich übernehme wieder ne G2

    es gehört schon echt in den Frustabbau, dass am Freitag bei mir drei Kinder von 13 erschienen sind bei 0 Absagen. Und das vier Wochen nach dem letzten Meckermail, dass Absagen erwartet werden. Was ist los mit den Leuten? Und dann kann man in der Trainingsstunde nicht mal rummeckern, weil die die da sind, haben ja nix verkehrt gemacht und die die man anmeckern will sind nicht da.

    Ich kann nicht klarer kommunizieren! Geht einfach nicht.

    Aber: es muss für alle beteiligten eine Phase des Reinschnupperns und Herantastens geben und die muss länger als 4 Wochen dauern dürfen.

    jein... das ganze findet ja erst einmal nur auf der Erwachsenenebene statt. Und Eltern können schon ganz am Anfang abschätzen, ob sie Zeit und Lust haben, ihr Kind einmal, später auch zwei mal pro Woche zum Fußball zu bringen plus die Samstage. Wer dazu nicht bereit ist, braucht für meine Geschmacksnerven gar nicht erst eintreten weil das genau die sind, über die sich am Ende jeder Trainer ärgert. Unzuverlässig, gerne auch noch fordernd.

    Ein Kind in irgendeinem Verein anzumelden heißt nun mal, ich gehe eine Verpflichtung ein. Das ist nicht mehr jedem klar und hier bin ich wirklich bei jeder Anmeldung zwar freundlich aber auch sehr deutlich. Obs hilft, kann man nur hoffen aber es kann zumindest keiner sagen: hab ich nicht gewusst.


    Sind die Kinder on fire ist das eh meist kein Problem. Aber viele melden ihre Kinder beim Fußball an weil es in der Alterklasse noch nicht viele Alternativen gibt und weil der nächste Fußballplatz nicht weit weg ist.

    Bei denen gilt dann wieder: Feuer entfachen...

    Wieso sollte allen Erwachsenen vor Ort nicht daran gelegen sein, dass möglichst viele Kinder aktiv mitspielen? Zuschauende Kinder sind Kinder zweiter Wahl und dieses Gefühl sollte man Kindern nicht geben.

    Eltern sind hier durchaus auch Egomane und beobachten mit Argusaugen auch die Trainingsbeteiligung. Wenn man hier als Trainer ne klare Haltung hat, ist das hilfreich.

    Ich finde, wen ich wie lange einsetzen möchte, muss ich über die Nominierung regeln aber wer eingeladen ist, spielt zeitlich gleichberechtigt ggü allen anderen. Alles andere finde ich unfair, den Eltern und vorallem den Kindern gegenüber.


    Manchmal höre ich dann Sätze wie: "ich habe mit dem Spieler gesprochen, es ist ok für ihn, nicht eingewechselt zu werden!"

    ja, nee, is klar. Was soll das arme Kind denn sagen außer: "ok". Die Trainer haben dann ja auch nicht das heulende Kind im Auto. Und auch die Eltern wollen ja das eigene Kind und nicht irgendwelche Kinder spielen sehen. Gerade in den älteren Jahrgängen, wo sich das Gesicht der Mannschaft jährlich signifikant ändert und somit die Identifikation sinkt.

    Zitat

    Entscheidet sich mein Kind für einen Mannschaftssport, wo 2 mal die Woche Training angeboten wird, ist mein Kind 2 mal die Woche da.

    Ich kommuniziere immer klar meine Erwartungshaltung an die Eltern: Nicht das Kind entscheidet sich für einen Mannschaftssport sondern die Familie. "Wenn ihr hier eintretet, entscheidet ihr euch für viele, viele Stunden am Fußballplatz und ihr seht die anderen Eltern häufiger als eure besten Freunde. Wenn es mit dem Spielbetrieb losgeht, erwarten wir, dass ihr das unterstützt und samstags morgens auf der Matte steht!"

    Ansonsten gilt noch: Absage bei Nichterscheinen! Niemand muss sich erklären, wieso, weshalb, warum. Zur Not tuts auch ein Daumen runter. Ich möchte einfach wissen, mit wie vielen Teilnehmern ich rechnen kann.
    Das ist bei dem, was ich aktuell mache (Vorstufe der Bambinis, Eltern-Kind-Angebot) im Grunde vollkommen wurscht, hat aber einen erzieherischen Charakter. Leider muss man das heutzutage so manchen Eltern beibringen. Vielen ist das absolut selbstverständlich, anderen nicht.


    Über Druck wie "Trainingszwang" wird man die intrinsische Motivation kaum triggern können. Und um die muss man sich kümmern. Man kann nur versuchen, das Feuer zu entfachen. Wenn es gelingt, steigt die intrinische Motivation. Wenn nicht, werden die Kinder wieder aufhören.

    Trainingszwang kann man IMO nur machen, wenn man zwischen einer ersten und einer zweiten Mannschaft unterscheiden kann. Was willste denn mit Mitgliedern machen, die nur auf 48% kommen? Rauswerfen?