Beiträge von Goodie

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    Jeden Tag Bolzplatz

    und was macht man da - alleine?! Denn unsere Bolzplätze sind vorallem eins: Verwaist. (Stadtteil am Rande einer Großstadt)


    Kein Wunder stecken doch viele Grundschüler im offenen Ganztag und haben ab 16 Uhr dann endlich frei und den Papp auf.


    Danach zieht dann Tiktok und Gaminig. (Meine sind 13 und 15 und wir haben noch durchgezogen: keine Handys in der Grundschule) Aber guck dich doch mal um. Schon Kleinkindern werden die Smartphones vor die Nase gehalten während man sie mit Essen abfüllt. Da ist Klavier wohl eher ne Gute Nachricht.

    Also dass die Mitspieler aufschließen habe ich durchaus schon öfter beobachtet. Und dann fällt der zuvor auffällige eben nicht mehr so auf... Ich meinte ja nicht, dass der fortan über seine Füße fällt...

    einen besseren Verein zu suchen, was ja garantiert nicht leicht ist.

    In dem Zusammenhang ist ja die Frage, was einen besseren Verein ausmacht.

    Und das bekommt man leider erst raus, wenn man die internen Strukturen kennt. Man kann also auch tüchtig daneben greifen.


    Erfolgreich durch Selektion?

    Erfolgreich durch gutes Training? Ist das Training kindgerecht?

    Wer bekommt Spielzeit? Alle oder werden einige nie nominiert?

    Sind sie an deinem Sohn wirklich interessiert?


    Und was besonders fatal ist: was dieses Jahr funktioniert, muss nächstes Jahr schon nicht mehr klappen.


    In der F würde ich Eltern mit ambitionierten Kindern immer erstmal zu internen Lösungen raten. Etwa den Jungen ein Jahr hochzugeben. Oder das Training durch eine Fußballschule zu ergänzen. Kinder entwickeln sich ja selten linear. Ein F-ling, der alle an die Wand spielt, kann in zwei Jahren ein vollkommen unauffälliger Spieler werden und umgekehrt. Der Heimatverein (so er halbwegs ordentlich geführt ist) trägt so was mit. Ein ambitionierter Verein mit Selektionsverhalten schon bei den Grundschülern ggf. nicht.


    Ansonsten: wenn er es drauf hat, dann werdet ihr sicher angesprochen...

    Was mich auf den Dorfplätzen so nervt ist, dass selbst erkennbar junge, minderjährige SR von den Eltern/Fans/Trainern angemacht und beleidigt werden. Ich finde, die Erwachsenen sollten sich allesamt in Grund und Boden schämen!


    Dafür gibt es keine Entschuldigung, ganz egal, was der SR für einen Mist zusammenpfeift.


    Ich beobachte hier zwei junge SR, einer ist ein totales Talent. Hatte selbst hitzige Nachbarduelle mit hohem Konfliktpotential beim Pokal super im Griff. Der andere ist 16; beim ersten Spiel welches ich gesehen hatte, zwischen "echt nicht gut" und "ziemlich miserabel". Allerdings gings von Außen und die Spieler haben sich eh benommen. (Man kennt sich vom Schulhof). Ein halbes Jahr später hat genau dieser junge Mann sehr souverän ein Pokalspiel geleitet, die Entwicklung war wirklich sehr deutlich zu sehen. Manchmal dauert es halt, bis aus "einer mit Pfeife" auch ein SR wird. Diese Zeit muss man aber doch auch jedem zugestehen.

    Gerade jungen SR müsste doch von allen Seiten gehuldigt werden. Nen Teppich sollte man ihnen hinrollen - keine Ordner, damit sie es unbehelligt zur Kabine schaffen.


    Mein Vorschlag für den Jugendbereich wäre: drei Teams treffen sich, spielen "jeder gegen jeden", von mir aus mit verkürzten Halbzeiten weil zwei Spiele an einem Tag, und das dritte Team stellt das Schiedsgericht. Und zwar so wie in der Bundesliga: einer aufm Platz, zwei Linienrichter und einer bei den Trainern. Und zwar die Kinder/Jugendlichen selber!
    Das würde a) das Thema fehlende SR sofort beheben, b) alle Teams müssten sich mit SR-Schulungen befassen, c) wenn man es am eigenen Leib erfahren hat, wird sich hoffentlich das Verhalten anpassen.

    Ich habe mal einige Vorschläge:

    Ich hätte mal nen anderen Vorschlag: als aller erstes nehmen die Herren Profis aus den Topligen Europas ihre diesbezügliche Verantwortung wahr und benehmen sich fortan vorbildlich. Vorbilder hier sind Handball und Eishockey, beides ebenfalls sehr intensive Sportarten mit Emotion.

    Und wenn das klappt, wird sich das auch nach unten fortsetzen, zumindest im Jugendbereich denn die eifern ja ihren Vorbildern nach.


    Das Kasperletheater muss endlich aufhören. Respektvoller Umgang mit den SR muss oberste Pflicht sein. Trainer und Spieler sind euphorisiert aber das sind sie in anderen Sportarten auch. Und die bekommen das ja auch hin.

    Beim Volleyball wäre uns nie in den Sinn gekommen, den SR auch nur anzusprechen. Egal wie absurd die Entscheidungen auch waren... Selbst wenn man den SR persönlich gekannt hat, war er vor, während und nach dem Spiel in seiner Funktion als SR unantastbar!

    Wie reagiert man den in einer solchen Situation? Der Schiri machte einen extrem verunsicherten Eindruck und man hatte das Gefühl er sei nicht in der Lage das Spiel zu führen.

    Das können die Trainer ein bißchen mit steuern in dem Sie die SR bitten konsequent zu pfeifen.
    Gerade das nicht Pfeifen führt dazu, dass Spiele immer ruppiger werden bis hin zu richtig gefährlich. Dann lieber einmal zu viel unterbrechen als zu wenig. Diese Erwartungshaltung sollten man gerade den jungen SR sagen und ihnen damit Mut zusprechen.

    Gerade vor dem Hintergrund der Veröffentlichungen der übelsten Ausschreitungen und wahrscheinlich auch schon eigenen Erfahrungen darf es einen nicht wundern, warum es keiner machen will. Es gab hier mal ein Projekt, bei dem zwei SR auf dem Platz standen. Ein Lehrling mit seinem Meister. Hab ich aber zuletzt nicht mehr gesehen.

    Ergänzend zu Coach1976 sei noch anzumerken

    1/3 kommen weil sie Fußball spielen wollen. 1/3 kommen wegen der Eltern und 1/3 wegen der Freunde.

    Jetzt liegt es an uns Trainern, das Feuer für den Sport zu entfachen.


    Die Alternativen für ballaffine Kinder beginnen halt alle erst später. Daher der ungebrochen hohe Zulauf in G und F Jugend.


    Und ja, in einer E geht's dann los mit "ein Team".

    Fußball ist ein Teamsport, das Gemeinschaftserlebnis

    Das ist der Zielgruppe 5-8 J. aber mal so was von egal. Die machen ein Foto und damit ist ihr Bedarf an Gemeinsamkeiten gedeckt.

    Das kommt doch alles erst viel später!


    Sonst gäbe es keine Minimessis, die 80% der Ball kontakte haben. Dann gäbe es keine Spielertraube...

    Tabellen abzuschaffen halte ich weiterhin für einen Fehler. (...) so könnte man auch entwicklungsgerechte Festivals in drei Leistungsklassen anbieten. Dann kommen zu einem Festival eben 12 starke Teams und ich habe mehr Spiele gegen verschiedene Gegner auf meinem Level, statt das sich vorne auf Feld 1 immer nur die gleichen 3 Teams tummeln.

    Das Ziel ist richtig, dafür benötigt aber allenfalls der Staffelleiter ne Tabelle. Hier kann man sich am Hammessystem orientieren.


    Aufm Schulhof mit einem Pool von 40 Kindern die kicken wollen, wird es sich so zurecht ruckeln wie beschrieben. Um halb vier aufm Bolzplatz sieht das aber anders aus. Da spielen dann die die da sind und wenn die Teams unfair sind, wird neu gewählt.


    In der vierten Klasse (E-Jugendliche) ist man auch bereit für Tabellen, in der ersten Klasse kämpft man mit dem Zahlenraum bis 20.


    Aber unterm Strich bleibt festzustellen dass es in der E-Jugend nicht gelingt halbwegs leistungshomogene Staffeln zusammen zu stellen. Immer wieder hast du oben 2-3 Teams, die mit 103:6 Toren aus der Saison gehen und kaum gefordert waren und 3-4 Teams, die ein elend langes Jahr kein Bein auf den Boden gebracht haben.

    Und ein Jahr ist für Kinder viel länger als für uns Erwachsene...

    In progressiveren Kreisen wird ja wenigstens zur Mitte hin umgesteckt aber das reicht nicht. Das Hammessystem würde jeden Spieltag/Spielfest neue Spiele /Gegner bringen...

    Dazu sehe ich, wie viele G-Jugendlichen bei der F-Jugend spielen - und das sind meistens nicht Gründe, die im Leistungsvermögen der Kinder liegen (z.B. wenig Kinder in der F, keinen der sich um die G kümmert, Einstieg in der F, Geschwister spielen schon dort, Nase des Trainers gefällt einem nicht, Trainingstag gefällt einem nicht, nur 1 Training usw.)


    Und zuletzt: wie viele der zur F-Jugend beförderten werden auch in der C-Jugend zur B-Jugend befördert? Wie viele der Beförderten sind zur C-Jugend noch im Verein und falls sie den Verein gewechselt haben, wie viele von denen sind noch beim Leistungsverein oder NLZ? Die meisten spielen einfach früher F-Jugend und das ist die "Förderung"? Das machen die anderen irgendwann auch. Oder sind 3 Jahre F-Jugend spielen besser als 2 Jahre?

    Ich finde es zäh, so was diskutieren zu müssen, wenn man schon grundlegende Dinge in Frage stellt.
    Der Minimessi bei den Bambinis hat keine Gegenwehr. Die normalen Kinder überlassen ihm den Ball, begleiten ihn vielleicht ein bißchen aber stellen ihn vor 0,0 Aufgabe, greifen ihn nicht an etc. Da kannst du auch ein paar Hütchen hinstellen und mit den anderen Kindern ein Eis essen gehen.
    Da auch schon häufig betont wurde, dass sich Kinder in Schüben/Sprüngen entwickeln und sich die Entwicklung der Kinder im weiteren Verlauf angleicht, sind die Unterschiede in den jungen Jahren am deutlichsten, zumal man bei den Kleinsten ja eine heimatnahe Lösung im Dorfverein bevorzugt, während die guten Jugendlichen in passende Verein abwandern.

    Bleiben wir beim Minimessi des 17er Jahrgangs (mit hoher wahrscheinlich übrigens ein Erstklässer). Der hemmt alle anderen in der Entwicklung, weil er im Abschlussspiel zu 90% den Ball hat. Will man aber alle Kinder ausbilden, müsste man ihn also so gekonnt einbremsen, dass er selber was davon hat, die anderen aber auch zum Zuge kommen. Und jetzt darf ich dann mal auf meine doch inzwischen reichlich vorhandene Erfahrung in dieser Alterklasse verweisen: Das geht in dem Alter noch nicht (auch hier mag es mal ne Ausnahme geben aber im Grunde stimmt das)
    Also gibt man den Erstklässler in die zweite Klasse. Dort wird er hoffentlich entsprechend seiner aktuellen Entwicklungsstufe gefordert.

    Der Minimessi an sich kennt auf dem Platz auch keine Freunde. Der mag außerhalb vom Platz mit dem dicken Paule der beste Kumpel sein, auf dem Platz wird er ihn ignorieren. Wie alle anderen Mit- und Gegenspieler auch.
    Oder, falls du dich diesem Gedanken nicht anschließen willst: warum sollte er bei den 16ern keine Freunde finden/haben.

    Und meinetwegen schreibe ich auch noch hin, dass man das immer Jahr für Jahr sehen muss, mit allen Beteiligten abgestimmt werden muss usw. Sollte aber selbstredend sein.

    Zu deiner Frage C Jugend: hier sind die körperlichen Unterschiede am extremsten. Schon von dem her macht das wohl eher weniger Sinn jemanden hochzuziehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das hier passt, der hochgezogene also weiter im oberen Drittel agiert, dürfte klein sein. Aber auch hier dürften es Ausnahme geben, die die Regel bestätigen.

    Der Start verlief super, die Jungs haben sich alle verstanden und super trainiert.


    Kurz nach Ende der Meldefrist ging dann alles mehr oder weniger den Bach runter

    Spieler, die schon von Anfang an dabei sind (also seit der D Jugend) und jetzt eine Reservistenrolle haben werden permanent damit aufgezogen und geärgert, Spieler, die nicht so gut sind natürlich auch, hier geht es aber soweit, dass sie teilweise von den anderen bewusst ausgeschlossen werden in Ballbesitz- und Spielformenformen, weil Sie logischerweise die Entwicklung ausbremsen.

    Die meisten der Schwächeren trainieren gut und sind nicht untalentiert, die anderen sind aber einfach besser und körperlich weiter.

    ich habe das jetzt gelesen und ich habe andere Gedanken als meine Vorredner.

    Wer trägt denn die Verantwortung für diese Misere? Die Spieler oder die Erwachsenen? Oder konkret: warum habt ihr zugelassen, dass das oben zitierte, funktionierende Team weiter aufgeplustert wurde?

    Wahrscheinlich weil ja "gute" Spieler angeklopft haben. Da freut sich doch des Trainers Herz, richtig? So gut, dass sie nun aktiv gegen die Alteingesessenen stänkern. Die kommen immer unregelmäßiger und werden durch Bankdrücken noch zusätzlich in ihrem Frust bestärkt.


    Und dann habt ihr aus einem Erfolgsgedanken noch hübsch ein paar Möglichkeiten liegen gelassen. So wäre es ja durchaus möglich gewesen den Pokal durch die zweite Riege spielen zu lassen.


    Nun sind die Probleme deutlich auf dem Tisch. Ihr werdet sie aber nur erfolgreich in den Griff bekommen, wenn ihr als Verein/Trainer euch eurer Schuld/Verantwortung bewusst seid. Nicht die Wirkung sondern die Ursache muss in Angriff genommen werden.


    Ziele
    Macht euch bewusst, was ihr als Team erreichen wollt. Ich denke die Ausrichtung der Trainer auf Leistung, vielleicht Aufstieg ist klar. Aber was meint denn eigentlich die Mehrheit der Spieler?

    Fragt mal nach. Aber bitte anonym über Zettel weil sonst die Platzhirschen die Vorgaben machen und die eh schon Leidenden nicht mehr zucken.
    Denk dir ein paar passende Fragen aus. Ein lapidares "Was ist dein Ziel" ist sicher nicht so hilfreich. Fragen nach dem was gut/schlecht läuft können helfen. Oder "Wertschätzung auf einer Skala von 1-10"
    Auch kann man die Jungs fragen: alles auf Leistung/Erfolg ausrichten oder auf "wir nehmen alle mit" und dann reicht es vielleicht nicht zum oberen Tabellendrittel.


    Sofortmaßnahmen
    Denkbar wäre, eine dritte Trainingseinheit zu etablieren. Dann teilt man die Spieler in drei gleichstarke Gruppen und es trainieren dann immer nur zwei. Die dritte könnte (ausreichend Platz vorrausgesetzt) frei und ohne Aufsicht zocken.
    Genauso könnte man bei Spieltagen agieren: Unterteile deine Spieler in gleichmäßig verteilte 8er Gruppen und fahre rollierend mit 16 Spielern zum Spiel. Bei Absagen gibts Nachrücker.


    Teambuildingmaßnahmen bei 40 Spielern? Im Grunde vollkommen aussichtslos. Aber klare Regeln zum Umgang untereinander kann man schon gemeinsam etablieren.

    Und ganz ehrlich? Im handelsüblichen Breitensportverein würde ich mein Tun nie an den besten drei orientieren denn die wollen eh immer mehr, weiter kommen, entdeckt werden. Ich würde mein Tun immer an denen ausrichten, die immer da sind, immer Bock haben, hilfsbereit. Einfach die netten Jungs, die es verdient haben, Wertgeschätzt zu werden. Egal ob der Pass ankommt oder nicht. Das sind am Ende die, die dich a) überraschen könnten und b) dauerhaft erhalten bleiben (sollten).


    Ich bin mir im Grunde sehr sicher, dass du mit diesem Ansatz überhaupt nichts anfangen kannst/willst.

    Zitat von gekürzt

    Dazu gesellen sich noch 4-6 Spieler die eigentlich Potenzial haben, aber kaum zum Zug kommen , sowie 3-4 absolute Vollkatastrophen

    Dann sei aber doch so ehrlich, bilde zwei Teams,

    sag der Ersten:

    für euch ändert sich nichts

    und sag der Zweiten:

    ihr könnt gerne zwei mal die Woche unter unserer Aufsicht nebenan kicken. Alternativ sucht euch nen Trainer aber wir wollen euch nicht.


    Vielleicht findet sich ja unter diesem Druck doch noch jemand, der sich den Underdogs annimmt. (Elterntrainer zum Beispiel) und die Spieler werden wenigstens nicht mehr veralbert durch Nichtnominierung. So eine offen ausgelebte Form der Diskriminierung ist mir selten unter gekommen.
    Wenn du einen Spieler nimmst, dann lass ihn spielen. Wenn er nicht spielen soll, dann nimm ihn nicht. So verarschst du die Spieler...

    zum einen hier lese, dass man starke Bambini hat und die in die F-Jugend abschieben soll,

    So was ist kein Abschieben sondern eine Möglichkeit, ein Kind seinem können nach auszubilden.

    Du bist 6, damit muss Du unbedingt zu den Bambinis? Das ist doch Blödsinn. Das sortieren nach Alter machen wir schon in den Schulen mit mäßigen Erfolg.

    Wenn dein Bester die anderen Kinder umdribbelt wie Hütchen, ist er unterfordert. Den solltest du in der Tat hochgeben. Vielleicht auch erst mal nur einmal die Woche.

    Mach dir bewusst, dass die Minimessis sich eh häufig schon früh ein besseres Team suchen. Von dem wirst du wahrscheinlich auf Sicht nicht viel haben...


    Machst du bei den Spielen viele gegen viele oder eher 2vs2 oder 3vs3?

    Versuche die besseren und die echten Anfänger zu trennen und sie erst mal nur untereinander spielen zu lassen.


    Dass die überforderten Kinder aufhören mitzumachen hat nicht unbedingt was mit Lust zu tun. Eher mit der Überforderung / Aussichtslosigkeit. Die Aufgabe, den Minimessi oder den Rüpel aufzuhalten ist zu schwierig.


    Weitere Provokationsregel könnten sein:

    du gibst den nächsten Torschützen vor.

    Niemand darf zwei Tore hintereinander machen.

    Ist der Minimessi beidfüßig? Wenn nein, dann nach dem 3. Tor nur noch mit dem schwachen Fuß abschließen.

    1

    und weil zu viele “übrig” sind, dann nebenan 2vs2 gespielt werden soll.

    Na, ich glaube so was beeinflußt man durch die Art der Vermittlung.

    "wollt ihr hier rumsitzen oder nebenan spielen?"

    Klingt anders als

    "ihr müsst da rüber, kann man nix machen."


    Ich kenne keinen E-Jugend Trainer der nicht schimpft. Wobei ich glaube, dass den Kindern so eine Saison durchaus gut tun kann.


    In vielen E1 Teams sieht es so aus:

    Die vier besten spielen immer durch

    Zwei mittlere wechseln sich mit zwei mittleren Einwechslern ab. Dann haste noch 2-3 Spieler wo du denkst: na ja,die müssen auch gleich noch 5-10 min rein.

    Ein Jahr später in der D:

    Es spielen die vier besten und die vier Mittleren. Dann willst du wechseln und schaust sorgenvoll auf die Bank und willst eigentlich keinen von denen bringen.


    Da finde ich den Ansatz dass die Bank zumindest auf nem Nebenplatz spielt schon gut. In der Praxis ist das aber schnell blöd, wenn du mit 12 da bist, der Gegner mit 8...

    OK, verstanden, es geht also um Ideologie und nicht darum was wirklich sinnvoll ist .....

    ok, dann kannst du doch sicher folgende Argumente entkräften die in meinen Augen in der Diskussion immer zu kurz kommen:

    Ein Kind muss besser zielen (lernen) wenn es auf Minitore schießt.

    Ein Kind kann die Abmessungen eines Minitores viel besser erfassen (Pfosten) als bei einem Jugendtor.


    Mal ehrlich, es ist doch für ein Kind gar kein Problem, ein Tor von 5 m breite zu treffen. Die Kinder laufen mit dem Ball bis zur Linie und schießen ihn dann feste ins Netz und freuen sich wenn das Netz wackelt. Kann einer noch hoch schießen, dann stört ihn auch der kleine Mitspieler mit den großen Handschuhen nicht in seinem Werk. (häufig in der F-Jugend zu bewundern)

    In der D-Jugend passen Tor und Größe der Spieler zusammen. Sind Spiele bis zur E gerne zweistellig, so geht es in der D auf einmal 4:0 aus. Weil es gar nicht so einfach ist, dass inzwischen recht klein gewordene Tor zu treffen.


    Ich finde, man setzt somit die richtigen Reize. Man erleichtert die Zielerfassung (Tor) und erschwert dieses auch zu treffen.

    Ganz frisch aus dem heutigen Training: Abschlusspiel angefangen im 5vs5 auf vier Tore. Hintergrund: wir haben einige neue Kinder dabei und erfahrungsgemäß schaffen die die Spielstunde noch nicht ganz. War es auch dieses mal so und so wurde nach ca. 8 Min 5vs5 fix ein 3vs3.
    Größter Unterschied? Im 5vs5 sind alle wild rumgelaufen, haben sich die Leibchen übern Kopf gezogen, haben das Granulat sortiert, sonst was. Kaum waren sie nur noch zu dritt, haben sie angefangen zu kicken. Das Tun mit so vielen hat die Kinder einfach überfordert. Wohlgemerkt, im 5vs5 haben sich alle ablenken lassen, auch die, die am Ende noch super mitgemacht hatten.




    Was mir an der Reform nicht gefällt ist die Beliebigkeit. "Mach 3vs3 oder 5vs5 oder ganz anders" führt nur dazu, dass die gestrigen sich die größte Anzahl raussuchen. Wir hatten Spieltreffs in der G, da kam der Gegner mit 12 Kindern und hatte nur zwei Teams gemeldet. Was soll sowas? Vor Ort wollten sie uns dann zu einem 5vs5 bequatschen. Wir konnten ihnen das dritte Team anbieten und haben die Debatte so beendet.

    Also hier hat sich ja einiges hochgeschaukelt.

    Zusagen finde ich vollkommen unnötig. Wer angemeldet ist kommt. Wer nicht kommt, meldet sich ab.
    Das führt bei unzuverlässigen Familien dazu, dass du ggf. mit vier Kindern da stehst. Aber das sind dann vier (hoffentlich) motivierte. Erfreue dich an denen die kommen. Führe hinter den Kulissen eine Anwesenheitsliste. (Daten statt Gefühl)

    Letzten Sonntag stellte ich in die Gruppe wer alles noch ein Probetraining hat und das ich dann eben eine Anmeldung benötige.

    Zeitgleich schrieb ich zum wiederholten male das ALLE Kinder Schienbeinschoner zutragen habe diesen Freitag werde ich die Kinder wieder nachhause schicken die keine Tragen.

    dann mach das auch. Keine Anmeldung oder keine Knieschoner - auf wiedersehen bis nächstes Mal.
    Wenn man eine Konsequenz ankündigt, dann musst du die auch durchziehen.

    So dann schreib ich noch wegen Trainingsanzüge und machte dann auch eine Umfrage ob wir auf einen Sponsor warten sollen oder eben selbst sie bezahlen. Ich bekam von keinem Einzelnen eine Antwort.

    Um so was würde ich mich an deiner Stelle gar nicht kümmern!


    Hol dir die Unterstützung der Jugendleitung ein. Der JL könnte etwa zum Elternabend einladen und die Vorstellung von Verein klar machen.