Beiträge von Goodie

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    Ich bin da immer etwas zwiegespalten.


    Auf der einen Seite nehmen Vereine Kinder/Jugendliche ohne Eltern auf, auf der anderen Seite erwartet der Verein eine aktive Mitarbeit der Eltern.


    Ich bin definitiv auch "Mitmacher" aber ich kenne auch Familien, die mit dem Konstrukt Verein nichts zu tun haben wollen und je älter das Kind wird desto weniger Interesse.


    Ich werbe von den Kleinsten an immer bei den Eltern um Verständnis und auch Mitarbeit. Aber fordern? Mit welchem Recht?


    Standdienst ist extrem unbeliebt weil man dann vom Spiel nichts sieht. Vorher soll man noch Brezeln oder Würstchen kaufen und sich das Zeug dann am Stand nochmal abkaufen. Also da hab ich dann lieber nen 5er extra in die Mannschaftskasse geworfen.

    Das gleiche gilt für die Turniere. Entweder, das ist mit den Eltern abgesprochen und trifft auf breite Zustimmung oder man lässt es.


    Verein heißt immer auch Mitmachen aber das betrifft die Mitglieder. Nicht deren Angehörige.

    nur war es vor den Ferien auch oft so.

    Mir fehlt da das Feuer, die Gier und die Motivation bei einigen. Ist zu viel diskutieren und nicht 100% bei der Sache.

    Wenn das zuvor schon so war, kannst du eigentlich nur versuchen, die Jungs individuell zu knacken. Dass du ihnen sagst, wo sie stehen und was sie machen können um weiter zu kommen. Um im Bild zu bleiben: das Feuer behutsam anfachen...

    Entweder fällt das dann auf fruchtbaren Boden oder du musst anerkennen, dass bei diesen Spielern einfach nur ein Teelicht funkelt.

    Wenn das Phänomen neu ist, warte zwei Wochen und schaue obs wieder besser ist.


    Ich beobachte immer mal wieder, dass die Erwachsenen (Trainer, Eltern etc.) zwar glauben, dass ihre Schützlinge genau wissen, was man von ihnen erwartet. Spricht man jedoch mit den Spielern, zucken diese hilflos mit den Schultern. Und in der Pubertät scheint sich das noch zu verstärken. In sofern hilft es, eine Ansprache à la "ihr in der Abwehr müsst ausstrahlen, dass man an euch eigentlich gar nicht vorbei kommen kann." permanent zu wiederholen.

    Deswegen ganz klar meine Empfehlung, wenn ihr keine Fussballer oder ehemaligen Fussballer habt, und das sieht man in der Regel bei einer Runde Eltern-/Kind-Fussball, dann wird euch sicherlich nichts anderes übrig bleiben als Antifussballer als Trainer zu nehmen. Aber dann nicht allzuviel von den Trainern. Rein mit der Theorie werden die Kinder keine richtig guten Fussballer.

    Halleluja, hier greift aber einer tief ins schwarz/weiß-Denken...


    Ums mal klar zu sagen: Dass was ich einem handelsüblichen G- oder F-Kind beibringen will, kann sich ja wohl jeder normal sportliche Mensch selber drauf schaffen, nach einem Video oder man lasse es sich von einem erfahrenen Kollegen zeigen. Das ist doch alles keine Quantenphysik.
    Das rein sportliche ist nur ein kleiner Teil eines Traineramtes vorallem bei den Jüngsten. Administratives, Turnierleitungen, Menschenführung, Empathie... das ist erstmal gefragt.
    Man sollte nicht unbedingt einen Ball-Legastheniker nehmen aber ein normal sportlich ambitionierter Mensch, der Lust auf Arbeit mit der Altersgruppe hat, kann das machen und sich die fehlenden Kompetenzen beibringen.

    Einem Kind etwa muss ich ja einen Bewegungsablauf langsam zeigen. Da spielt es überhaupt keine Rolle, wenn ich persönlich das auch nur langsam kann. Überhaupt kann ich mich ganz gut in die Probleme der Anfänger versetzen, etwas was so manchem Kollegen komplett abgeht.

    Jeder, ob erfahrener Spieler oder engagierter Papa ist gut beraten, sich fortzubilden...

    Bei meinem Kindertrainerlehrgang gabs hier und da mal nen Spruch aber unterm Strich war das kein Problem, dass ich im Grunde gar nicht kicken kann.
    Und ich mache bei Eltern-Kind-Spielen einfach nicht mit, was von mir als Frau auch keiner erwartet.


    Im Verein jedenfalls gelte ich inzwischen als sehr erfahrene Trainerin im Kinderbereich bis zur F-Jugend und jünger.


    ruffy85 Da der Jahrgang 18 gut bestückt ist mit frischen Trainern, werde ich diese Gruppe leiten.

    Wir versuchen im Verein was neues... Eine den Bambinis vorgeschaltete Eltern-Kind-Gruppe für 3-4 jährige mit Schwerpunkt Ball.


    Diese Überlegungen hatten wir:

    1. Eltern kind turnen ist hier immer hoffnungslos ausgebucht

    2. Neue Mitglieder, auch das Elternteil muss eintreten

    3. Zeit und Raum für Gespräche zwecks Trainerfindung


    Bin sehr gespannt, die Vorbereitungen laufen.

    Basti81 wenn bei dir alles gut läuft, ist das doch super. Und wohl auch das Ziel von uns allen.
    Du hast die Bettzeit ins Spiel gebracht, ich hab nur drauf reagiert.


    Aber Topepe hat den Beitrag gestartet, weil es eben nicht immer rund läuft.


    Ich hatte auch schon geschrieben: man kann es top down machen.

    Meine Erfahrung jedoch ist, dass die Nichteinhaltung von Regeln und Anweisungen häufig bei Kindern damit zusammen hängt, dass sie gar nicht genau wissen, was von ihnen erwartet wird.

    Ich bin erstaunt...


    Im Team meines Großen waren Regeln und deren Einhaltung samt Konsequenzen in der E-Jugend ein zentrales Thema, weil sich dort auch das ein oder andere unschöne eingeschlichen hatte.

    Hier wurde genau das gemacht... Gemeinsam ein Konzept erstellt, Regeln notiert und eingehalten. Da stand sehr viel mehr drauf, als wir als Eltern erwartet hätten. Viele Punkte kamen von den Kindern, andere vom Trainerteam. Am Ende stand definitiv eine Verbesserung!


    In jedem olle Konzept steht "wir fördern ein soziale Miteinander, blablabla" und alle jammern dass sich niemand mehr engagieren will.

    Seid ihr noch nicht auf die Idee gekommen, dass das Einbinden von Mitgliedern schon bei einer E-Jugend startet?


    Natürlich kann man es top-down machen. Wer sollte euch aufhalten?

    In Gruppen steht und fällt aber das meiste mit der Einsicht...


    Nehmen wir Thema Pünktlichkeit. Alle sind genervt, wenn die immer gleichen drei in schöner Regelmäßigkeit zu spät kommen - außer die drei selber.

    Was meint ihr? Schafft es das Thema Pünktlichkeit "freiwillig" auf die Liste einer E-Jugend? Ganz sicher!



    In der Kindererziehung ist man gut beraten, wenn man zwischen Grenzen und Regeln unterscheidet.


    Grenzen sind eher hart, ähnlich zu Gesetze und nicht zu diskutieren. Hier sollte man die Dinge gedanklich ablegen, die man definitiv als wichtig erachtet.

    "Mal fährt nicht über die rote Ampel"

    "man schlägt niemanden"

    "die Kabine wird ordentlich hinterlassen"

    Oder meinetwegen auch "Schuhe aus bei mir zu Hause" oder "ich als Trainer will vernünftig mit Handschlag begrüßt werden".


    Regeln hingegen sind veränderlich und passen sich u.a. an das Alter der Kinder an. Regeln kann man sehr wohl in Frage stellen und diskutieren. Hier findet man die vielen unnötigen neins im Alltag wieder, die uns alle die Nerven blank schubbern.


    Räumen die Spieler die Tore weg? Ab einem gewissen Alter sicher... Kommen alle einheitlich gekleidet zum Training? (Manche Vereine bestehen drauf, anderen ist das wurscht.

    Muss ich Leon/tim/Jan/ wirklich noch mal so begrüßen, dass auch der Trainer zufrieden ist? Oder macht man am Anfang und am Ende eine Begrüßung und Verabschiedung im Kreis?

    Oder der Klassiker bei Kleinen:

    zieh ne Jacke an.

    Antwort nein.

    Vater: Doch!

    und das familiäre Drama nimmt seinen Lauf. Oder man zuckt mit den Schultern, nimmt die Jacke mit und wenn dem Kind kalt ist, wird es die Jacke schon anziehen...



    Ja, man macht sich unglaubwürdig wenn man Regeln aufstellt, deren Nichteinhaltung aber ohne Konsequenzen bleibt. Wenn Eltern ihren Kindern sagen "Um 21 Uhr im Bett sein!" und das nicht konsequent auch verfolgen, was passiert dann? Die Kinder lernen: "Ich kann eh machen was ich will, meine Eltern labbern ja nur." Inwiefern man Bestrafungen einsetzt, ist dabei ein völlig anderes Thema, eine Konsequenz muss nicht gleichbedeutend mit einer Strafe sein.

    Oder ich lasse die Diskussion zu, warum 21 Uhr zu früh ist und ob nicht auch halb 10 passt.

    Dann lernen die Kinder sich für ihre Interessen stark zu machen und Kompromisse zu finden. Oder eben auch mal abzuprallen. Je nachdem wer besser argumentiert.

    Gerade die Bettzeit ist doch nicht in Stein gemeißelt und ändert sich immer mal wieder.

    Wir haben das mit unseren Jungs immer einvernehmlich festgelegt und es gab noch nie Theater deswegen. Mein jüngerer Sohn (inzwischen 13) stellt sich sogar nen Wecker und kommt pünktlich zum gute Nacht sagen runter.

    Noch ein Gedanke... In der C-zeit war Körperkontakt komplett untersagt. Das war für einen Erwachsenen eine recht lange Episode. Bei einem 8 jährigen jedoch fast das halbe Leben. Er wurde mit Maske und Abstand aus dem Kindergarten entlassen und eingeschult und der Spuk ging drei elend lange Jahre.

    Ich kann mich noch gut erinnern, wie komisch es sich angefühlt hat, als einem die ersten wieder "normal" nahe gekommen sind, etwa im Supermarkt.


    Das könnte vielleicht auch noch Nachwehen haben.

    Wenn ich die Regel einführe,

    Es muss IMO aber heißen "wenn wir die Regel einführen... "


    Würdest du mit den Spielern die Regeln gemeinsam erarbeiten, würde es eine solche Regel gar nicht auf der Liste schaffen, wenn die Mehrheit sie ablehnt. Außerdem kann man sehr wohl auch einen Maßnahmenkatalog vereinbaren.


    Ansonsten muss man sich immer die Frage stellen, ob man etwas durchboxen will oder nicht. Viele Kämpfe lohnen nicht. Wenn es dir wichtig ist, dass du vernünftig begrüßt wirst, dann ist das ein nachvollziehbar. Aber ob Otto und Karl sich für dich sichtbar die Hand geben oder nicht kann dir doch auch wurscht sein. Vielleicht sitzen sie in der Schule nebeneinander oder sie haben sich auf dem Parkplatz schon abgeklatscht oder sie mögen sich nicht sonderlich und wollen das deswegen nicht. Wie bringt dich/euch das weiter?


    Gemeinsam Regeln und Maßnahmen aufstellen und sollte nach einiger Zeit etwas nicht klappen, nochmal drüber sprechen und Regel entweder schärfen oder kippen.

    Das kannst du leicht hochrechnen. Wenn du mit 80 kg jemanden mit 120 kg schleppen sollst, ist doch kein Problem, oder?


    Mein Rat: Lass lieber die Finger davon! Ich bin keine Ärztin oder so was aber ich stelle mir eine Körper mitten im Wachstumsschub als rel. fragiles Gebilde vor, bei dem Muskulatur, Sehnen und Knochen permanent im Ungleichgewicht sind. Da braucht es sicher keine derartigen Belastungen auf Füße, Knie, Hüfte.


    Wenn alles ausgewachsen ist und alle in der gleichen Liga sind (Gewicht) mag das ne witzige Idee sein.

    Wenn Du E-Jugendliche hast, bei denen alle diese Dinge hervorragend klappen, dann großen Respekt

    Das ist ja nicht der Punkt sondern eher die Frage wie man dorthin findet.


    Zentraler Punkt ist hier die Kommunikation. Wissen eigentlich alle Kinder und auch Eltern, was man von den Kindern erwartet?


    Manche Eltern bekommen es einfach nicht auf die Kette, die Kinder pünktlich zu bringen / loszuschicken. Das darf man einem E-Kind auch nicht vorwerfen. Aber es kann die Erwartung an Pünktlichkeit durchaus schon mit auf den Weg bekommen.

    2014 ist der junge E-Jugendjahrgang. Da dürfen die Kinder, auch bei guter Erziehung, noch gewisse Defizite haben.

    Das sind Kinder der 3. oder schon 4. Klasse. Die können das. Sie mögen es nicht tun aber sie wissen sehr wohl wie es geht.


    Ich finde, das a und o ist sich 1-2 mal im Jahr Zeit zu nehmen für Teambesprechungen. Dort kann man seine Erwartungen klar formulieren. Wenn man das geschickt macht und die Kinder dahin führen kann, dann wird das ein Regelkatalog den die Kinder selber erarbeitet haben und an den sich die Kinder halten (oder es zumindest probieren).


    Wir kommen pünktlich

    Wir sagen rechtzeitig ab.

    Wir begrüßen uns per Handschlag.

    Wir gehen freundlich miteinander um und wir meckern uns nicht an wenn mal was nicht klappt.

    Alle räumen auf, niemand haut vorher ab.

    ...


    Auf Grund dieser Regeln (Eltern darüber informieren!) kannst du dann auch Fehlverhalten sanktionieren. Ermahnung, gelbe Karte, 5 min Pause, rote Karte...


    Ne E ist ja eigentlich noch pflegeleicht aber wenn man ein paar wenige verhaltensoriginelle Kinder dabei hat, dann muss man aufpassen, dass sie nicht zum Energieräuber werden.

    Unerwünschtes Verhalten kann man ggf. ignorieren und positives verstärken. Recht wirkungsvoll kann es sein, daß Kind leise zu loben. So ein zugeflüstertes "das war prima" hat in dem Alter eine große Wirkung.

    Ich würde mich mit dem Team ins Vereinsheim setzen und gemeinsam nach einer Lösung suchen.

    Die Kreativität der Jungs sollte man nicht unterschätzen und am Ende hast du eine akzeptierte Variante und keine, die du von oben herab bestimmt hast.

    Darüber hinaus seien sie eine super Möglichkeit gewesen mal der Einser-Schülerin Paroli zu bieten, die alles kann außer Sport: "Die Bundesjugendspiele werden abgeschafft, aber trotzdem müssen weiterhin alle Mathe machen?!".

    Tja, das sehe ich doch mal ein! Das ist ein schlüssiges Argument.


    In Zeiten, wo Teamwork im Berufsleben gefragt ist und wo Schule sich schon schwer genug tut, vernünftige Konzepte zu entwickeln, brauchen wir also einen Tag im Jahr, wo wir der ollen Streberin so richtig eins reinwürgen können.


    Rangniks Aussagen gucken ganz klar von der Spitze auf den Rest. Klar sind Tabellen super wenn ich oben stehe. Dass es gerade in der E-Jugend zumeist nicht gelingt homogene Staffeln einzuteilen und üblicherweise nur rund 1/3 gut einsortiert ist, sind lästige Details. Hauptsache der eigene Verein steht am Ende da mit 104:4 Toren und im unteren Drittel haben die Teams >10 Punkte.

    Und diesen Murks mussten die Kinder und Trainer dann eine ganze lange Saison ausbaden.


    "lasst uns doch mal überlegen, ob wir das besser machen können"

    Nein geht nicht, dann sind die ewig gestrigen traurig.


    Hier im Nachbarkreis ist einer im Jugendvorstand, der die Reform aktiv zu bekämpfen versucht. Postet bei FB wie wild und hat ne Menge Zuspruch. "Hauptargument": hatten wir früher auch nicht, also unnötig.


    Solchen Leuten würde ich gerne einfach mal das Handy abnehmen: hatten wir früher auch nicht...


    Wettkämpfe ja aber im hier und jetzt. Und eben alles zu seiner Zeit. Turniere, die nach einer Vorrunde in gold/silber/bronze-Gruppen eingeteilt werden, finde ich z. B. sinnvoll.

    Da würde ich gerne mal die Datenschutzerklärung sehen. Ich fände es nicht so witzig wenn mein Kind mit vollem Namen im Internet auftaucht...

    was wird bei unseren Turnieren immer angeboten? Auch da könnte man sich überlegen das Ganze gesünder zu gestalten

    Ich habe bei Kindergeburtstagen stets ne Platte mit geschnippeltem Obst gehabt und die Süßigkeiten als Backup im Schrank. Es gab nie Nachfragen.


    Das geht alles, ist aber aufwendiger als "Süßtüten"


    Auch in Restaurants suchst du beim Kinderteller meist länger nach etwas Gesundem. Ganz fatal, wenn die Kinder keine Pommes mögen 😁

    Muss meiner Meinung nach individuell betrachtet werden.

    Mit dem das beide Elternteile arbeiten gehen sollen, hast Du Recht. Aber ist das wirklich gut für die Kinder?

    deshalb rate ich jedem Papa auch, es mal mit Teilzeit zu versuchen 😁 ketzerisch, ich weiß.

    und was außer Unzufriedenheit wäre denn ein Wechselgrund

    Bekloppte Trainer (Brüllaffen, Kollektivstrafen, unzuerlässig, motzend usw.)

    Ausgrenzung durch Bankdrücken und Nichtnominierung

    Ausgrenzung zwischenmenschlich (mit dem spiel ich nicht)

    bishin zu Mobbing...


    Mir würde da ne Menge einfallen, die am allerwenigsten dem Kind zur Last gelegt werden könnten