Beiträge von tobn

    Ähnliches wurde uns bei den Regelstunden im Rahmen der Trainerausbildung mitgeteilt. Wenn hier in 80 Minuten eine Mannschaft das Spiel nicht entscheiden kann dann liegt es am Ende nicht an X Minuten Nachspielzeit. Und das gilt für beide Seiten ebenso wie für alle Klassen.

    Mit @TW-Trainers Äußerung gehe ich ziemlich mit, obwohl die Gastmannschaft sich im vorliegenden Fall vielleicht darüber beschwert hätte, dass die Heimmannschaft übertrieben hart gespielt hat. Darin, was in dieser Hinsicht noch in Ordnung ist und wo die Grenze überschritten ist, gibt es ja bei verschiedenen Personen teilweise starke Unterschiede im Urteil.


    Aber darauf wollte ich gar nicht hinaus. Aus deiner Äußerung, @totog, geht nicht direkt hervor, ob du dich der von dir vorgebrachten Ansicht anschließt, aber gerade im Fußball, wo ja bekanntermaßen relativ wenige Tore fallen und der Einfluss des Zufalls auf das Ergebnis von den Ballsportarten mit am größten ist, möchte ich der Darstellung widersprechen, dass die Nachspielzeit unerheblich für das Resultat ist. Legt man die gängigen statistischen Daten zugrunde (s. z.B. [url='http://www.bundesliga.de/de/liga/news/top-fact-kurz-vor-schluss-hagelt-es-tore-blmd3.jsp',hier]), so fallen gegen Ende der Partie überdurchschnittlich viele Tore, das sollte ja wohl auch für die Nachspielzeit gelten. Zumal die zurück liegende Mannschaft gegen Ende der Partie oft so ziemlich ihre Vorsicht ablegen und stattdessen die Brechstange auspacken dürfte.


    [Thema Bayern]
    Warum ist denn die Liga so schwach und lamentiert....weil in 95 % der Vereine Dilettanten und Möchtegernherrscher das sagen haben.
    So..hat zwar nichts mit dem SR-Thema zu tun...aber das musste mal gesagt werden

    Und wie so viele auf einen Satz verkürzte Erklärungen ist sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in dieser Form unzutreffend und mutet für die meisten Leute, die keine Anhänger des FC Bayern sind, schlicht lächerlich an.


    Bezieht man deine Behauptung auf die Bundesliga, so würde das heißen, dass außer den Bayern sämtliche Teams dort von "Dilettanten und Möchtegernherrschern" geführt werden, denn 18 Teams x 95% = 17,1 Teams. Weitet man sie auf die zweite BuLi aus, so dürfte immerhin von den 36 Mannschaften eine weitere von sich behaupten dürfen, nicht Personen dieses Schlags ausgeliefert zu sein.

    Ich würde empfehlen, dem Drang zur Optimierung zu widerstehen und den Jungen einfach machen zu lassen, worauf er Lust hat, solange er sich gerne bewegt und sportlich betätigt. Die Menge der verpflichtenden Tätigkeiten würde ich begrenzen, damit er auch ohne großes Trara seine Neigungen ändern kann. Ansonsten plädiere ich dafür, den Kindern heute eher wieder mehr Freiheit in der Gestaltung ihrer Freizeit zu geben. Allerdings muss man darauf achten, dass die ja so einfach zugänglichen und gezielt auf unmittelbare Befriedigung hin entworfenen elektronischen Medien in unkritischem Maß konsumiert werden -- ohne Computerspiele (als Oberbegriff gemeint) vollkommen verteufeln und verbieten zu wollen, denn ich habe sie als Kind auch gemocht (und daran hat sich bis heute auch nichts geändert).

    Natürlich, @Ersatzbank, kenne ich auch solche Beispiele, aber ich kenne doch auch recht viele Vereine, welche die Turnierbestimmungen der Einladung beifügen. Ist das nicht der Fall, so kann man ja nachfragen. Und wenn man sie nicht bekommt oder sie einem nicht zusagen, dann meldet man sich nicht an. Man kann dem Veranstalter ja ruhig auch den Grund dafür nennen, dass man nicht teilnehmen möchte. Vielleicht nehmen sie sich das dann ja zu Herzen.

    Es gibt eindeutige für die Vereine bindende Verbandsvorschriften, welche Eure Fragen allgemeingültig regeln, jedoch werden diese unkontrolliert und Trainer.- und vereinstypisch aus mehreren Gründen....wie so oft....nachweislich unterwandert und (nun mit dem Wissen auch typisch weiterhin) ignoriert!!!...und das ungestraft, weil wo kein Kläger, da kein Richter,....das sind die Fakten!

    "Unterwandert und ignoriert" sind mir in diesem Zusammenhang so generalisiert zu starke Worte, da schwingt der Vorwurf des Vorsatzes mit. Natürlich muss es im Sport Regeln geben. Wenn aber Alles bis ins kleinste Detail vorgeschrieben ist und jede Abweichung, auch noch so kleine, verboten und sanktioniert werden, dann zerstört das bei vielen Leuten die Freude an der Sache. Man muss den Menschen auch genug Freiraum geben, sonst haben sie keinen Spaß an der Sache und lassen sie. Und dann ist sie tot.


    Das heißt nicht, dass ich gegen Regeln bin. Aber man muss zwischen wichtigen Regeln, die befolgt werden müssen, und solchen, die weniger bedeutend sind, unterscheiden. Von letzteren sollte durchaus abgewichen werden können. Dabei würde man sich wünschen, dass nicht krass gegen den Geist dahinter verstoßen wird, vorausgesetzt dieser ist sinnvoll. Ob das beim aktuellen Regelwerk für den Jugend- und Kinderfußball aber immer der Fall ist, wage ich stark zu bezweifeln.


    Was jedoch in den Hallenturnieren geschieht ist nicht das Bestreben, mal was neues und spaßiges oder besseres auszuprobieren, sondern es ist einfach das zusammenstellen wie es eben einem selbst am besten taugt. Und das ist Nogo.

    Aber wenn man vor der Anmeldung zu dem Turnier die Bestimmungen kennt, muss man sich doch nicht anmelden, wenn sie einem nicht zusagen.

    Auch hier bei uns gibt es recht unterschiedliche Regeln in der Halle, wobei das meiner Meinung nach häufig eher Details betrifft. Solange die Teilnehmer vor Anmeldung die Turnierbedingungen inklusive Spielregeln bzw. zu den Regeln der Kreishallenrunde abweichenden Spielregeln übermittelt bekommen, habe ich damit kein Problem. Ich fände es sogar ausgesprochen schade, wenn man bei Strafe dazu verpflichtet würde, ausschließlich nach den Regeln des Kreises spielen zu lassen, wie von @Andre gefordert. Denn hier hinken das Regelwerk des Kreises den von vielen in diesem Forum bevorzugten, progressiveren Regeln deutlich hinterher.

    Ganz ehrlich? In der G-Jugend ist das sowas von noch kein Thema. Nichts gegen den Einsatz von Musik auch bei Bambini, aber größtenteils zu anderen Zwecken und auch in anderer Form als bei Jugendlichen oder Erwachsenen.

    Danke für die Antwort und die Nennung des fraglichen Vereins, @Das_Huhn, und @AKjfv hat die Intention meiner Frage schon ganz gut verstanden und vertritt auch eine ähnliche Meinung wie ich oder hat ähnliche Beobachtungen gemacht. Nämlich, dass viele Vereine mit NLZ keine Bambini- und F-Jugendmannschaften haben, und dass das eigentliche NLZ auch nicht in den Altersbereich des Kinderfußballs hinunter reicht, sondern zumindest in der Regel erst ab der D-Jugend oder evtl. noch später beginnt. Eintracht Frankfurt hatte früher übrigens durchaus auch F-Jugendmannschaften. Und da natürlich jedes fußballbegeisterte Kind im Rhein-Main-Gebiet gerne für Eintracht Frankfurt spielen möchte, gehe ich mal davon aus, dass sie sich ihre Spieler aus einem riesigen Kreis an Bewerbern zusammen suchen konnten. Ob diese Spieler dann, wenn es um die Aufnahme ins NLZ geht, einen Vorteil gegenüber den übrigen talentierten Spielern der Region haben, vermag ich nicht zu sagen, ich würde ihn aber nicht allzu hoch einschätzen.


    Jedenfalls ist eine F-Jugendmannschaft zumindestens rein formal nicht Teil des NLZ. Man rechnet zwar damit, dass auch jüngere Mannschaften von Vereinen mit NLZ überdurchschnittlich besetzt sind, das liegt aber vornehmlich daran, dass sie sich aufgrund des großen Namens ihre Spieler aussuchen können. Ist es aber so, dass ein solcher Verein einfach nur ein gutes Dutzend fußballinteressierte Kids aus der direkten Nachbarschaft zum Trainingsgelände aufnimmt, so dürften diese auch nicht besser sein als ihre Kollegen im gemeinen Dorf- oder Stadtteilverein.


    Wenn @onkel1978 schreibt, dass eine F-Jugendmannschaft auf einem Turnier noch im Rudel gespielt hat und "spielerisch" bezwungen wurde, so stellt sich mir schon die Frage, inwieweit die Trainer der siegreichen Mannschaft im taktischen Bereich vorgegriffen haben. Wir haben diese Diskussion um Positionen und das Passspiel gerade im F-Jugendbereich hier im Forum schon vielfach gehabt. Ich erinnere mich z.B. daran, wie Kollege @Schimanski damals fragte, als seine Kids gerade in die F-Jugend kamen. Er scheint den durchaus anspruchsvollen Balanceakt sehr gut hin bekommen zu haben.

    Jaja....entweder wird die FPL beweihräuchert oder verdammt.... aber reduziert denn die FPL die Gründe, weswegen sie aus dem Boden gestampft und den Kindern und Trainern übergestülpt wird?

    Kann man das ohne die Erhebung einer Vielzahl an statistischen Daten wirklich sagen?


    Die Zuschauer sind weiter weg vom Spielfeld....kann ich gut mit Leben. Aber wenn man liest, das "früher" die Polizei kommen musste,um Streitigkeiten zu schlichten....ob das nun an der Spielfeldgrenze ist oder 15 Meter weiter weg.... meint denn irgendjemand, das diese Eskalation in der FPL nicht so abgelaufen wäre????

    Es scheint mir schon einhellige Meinung zu sein, dass die Erhöhung des Abstands der Zuschauer zum Spiel deutlich dazu beigetragen hat, dass diese in ruhigeren und emotional weniger aufgeheizter Atmosphäre stattfinden. Selbst viele Trainer, welche die übrigen FPL-Regeln ablehnen, können sich mit dieser Regel gut anfreunden.


    Spiel ohne SR/Kinder sollen selber entscheiden/Trainer sollen eingreifen..... affig! Der Trainer kümmert sich um seine weiteren Spieler (Ersatzspieler darf man ja nicht sagen)... Schuhe zu binden, im Auge behalten, das ganze Geschehen unter Kontrolle halten..und nun auch noch Entscheidungen treffen als Schlichter..es langt!

    Ich sehe es anders. Um die anderen Kinder kümmern und Schuhe binden ist doch überhaupt kein Problem, das halte ich schlicht für ein vorgeschobenes Argument. Das Geschehen unter den Eltern seiner Spieler muss er sowieso ein Stück weit im Blick haben, da er am Ende und ganz konkret für seinen Verein, inklusive Elternschaft, verantwortlich ist -- vielleicht nicht juristisch, aber er ist schließlich doch der maßgebliche Vertreter seines Vereins. Und zeige mir mal den Trainer, der nicht das Spielgeschehen verfolgt und zu den allermeisten Situationen eine Meinung hat. Was ist da das großartige Problem und der große Mehraufwand, diese Meinung gegenüber dem Trainerkollegen zu äußern und gemeinsam eine strittige Sitution zu lösen? Ist nicht gerade dies das Beispiel, das die Trainer den Kids geben sollten?


    Bei uns funktioniert das mit Schiedsrichtern, die der Heimverein stellt...

    So ist die Regelung bei uns auch und sie funktioniert mal besser, mal schlechter. @Ralf K. hat in seiner Zeit als Jugendleiter von Kinderspielen in seiner Umgebung erfahren, in denen der Schiedsrichter das Ziel massiver Anfeindungen wurde. Bei uns wurde früher auch in G- und F-Jugend der Schiri wie bei Euch gefunden, ich habe damals überwiegend akzeptable Schiedsrichter mit einer leichten, aber ekennbaren Tendenz zur Bevorteilung des Heimvereins, erlebt. Das ist mit der E-Jugendmannschaft, die ich aktuell trainiere, weiterhin meine Erfahrung. Ab und an gibt es auch mal richtig schwache Schiedsrichter, die dann entweder überhaupt keine erkennbare Linie haben oder deutlich eine Mannschaft benachteiligen. Das führt dann sehr schnell zu einer ziemlich aufgeheizten Atmosphäre.


    im Normalfall Jungschirdsrichter bzw Juniorenspieler, die auch den Weg des SR einschlagen wollen und sich bisserl Kohle verdienen. Kaum Gemeckere, und wenn....da wir ja ohne Tabellen und Punkte spielen...dann kanns doch egal sein, wenn da Fehlentscheidungen bei sind!

    Meiner Erfahrung nach pfeifen Jungschiris oft sehr wenig und sie lassen sich ziemlich von außen beeinflussen. Hat dann eine Mannschaft einen Trainer, mit dem die FPL-Trainerregeln leiden würde, so leidet auch das Spiel mit Schiri. Nur kann in dieser Situation der über Gebühr Einfluss nehmende Trainer die Verantwortung von sich weisen und auf den Schiri verweisen. Solche Spiele nehmen selten einen befriedigenden Verlauf..


    GEMEINSAME Coachingzone: Blödsinn. Jeder Mannschaft eine eigene Coachingzone.... und dann darf am Platz kein weiterer Trainer stehen, zB. am Tor und von dort dirigieren. Dann hätten Mannschaften und Jungschiedsrichter Ruhe

    Selbstverständlich darf am Platz kein weiterer Trainer stehen, schon gar nicht an den Toren. Ich habe aber sehr gute Erfahrungen damit gemacht, auf derselben Seite zu stehen wie mein Kollege. Ich kann es nur jedem empfehlen, denn es fördert die Kommunikation zwischen den Trainern ungemein, so dass etwaige Konflikte viel schneller und früher gelöst werden können, als wenn der "Dialog" durch Gebrüll über den Platz hinweg erfolgen muss.

    Eine Kreismeisterschaft muss den Fair-Play-Gedanken an sich zwar nicht ad absurdum führen, sie widerspricht aber dennoch, zumindest in meinen Augen, den Überzeugungen, die hinter der Fair-Play-Liga stehen. Gerade die Schiedsrichterregel der FPL nötigt den Trainern der Mannschaften ab, den Erfolg des gemeinsamen Spiels über die Frage von Sieg oder Niederlage der eigenen Mannschaft zu stellen. Das verträgt sich nicht mit der Kreismeisterschaft, in der ja das Ergebnis einen hohen Stellenwert besitzt.


    Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an die Schulung über die FPL, die damals für alle Vereine Pflicht war, bevor sie hier in Hessen flächendeckend in G- und F-Jugend eingeführt wurde. Da kam gegen Ende der Veranstaltung, der ich beiwohnte, auch die Frage auf, ob dadurch denn nicht die Hallenrunde inklusive Hallenkreismeisterschaft Makulatur werde bzw. zumindest letztere, da es ja sinnfrei sei, auf Punkte zu spielen, die bei uns im Rahmen der Hallenrundenturniere verteilt werden und die dann zur Teilnahme am Hallenkreismeisterschaftsturnier qualifizieren, wenn es keinen Schiedsrichter gäbe. Der Referent, der aus dem Nachbarkreis stammte, wo es keine solche Hallenrunde gibt, stimmte zu und reagierte ungläubig auf unsere Erklärungen des winterlichen Spielbetriebs. Der zu dem Zeitpunkt nur physisch anwesende Kreisjugendwart verstand die an ihn gerichtete Frage erst einmal nicht, beantwortete sie auch anschließend nicht. Ein paar Tage oder Wochen später wurde klar gestellt, dass die Hallenrunde wie gewohnt stattfindet... :thumbdown: Gewundert hat mich das allerdings nicht, ich behaupte auch, dass die FPL bei uns im Kreis keine Chance gehabt hätte, wenn sie nicht vom Landesjugendausschuss vorgeschrieben worden wäre.

    Ich würde dir zuallererst dazu raten, dir keine Sorgen zu machen. Wenn du übermäßig besorgt bist, sehe ich die Gefahr, dass du zu viel machst oder dir und deiner Tochter zu viel abverlangst, und so unter Umständen Probleme schaffst, die es so (zumindest noch) gar nicht gibt.


    Es klingt schon sehr danach, als sei ihre Übelkeit auf Nervosität zurück zu führen. Ein Stück weit ist das ja auch ganz normal, Lampenfieber eben. Wenn der Druck für sie momentan zu groß ist, dann ist es zunächst sinnvoll, ihr zu vermitteln, dass sie sich keinen Druck machen muss, dass man nicht mehr von ihr erwartet als sie zu leisten imstande ist. Ist sie mit sich selbst unzufrieden, dann kann es hilfreich sein, auf ein paar konkrete Situationen hinzuweisen, in denen sie richtig gut war. Und man kann auch auf Szenen anderer Spieler, wenn möglich der besten Spieler, hinweisen, in denen diese Fehler gemacht haben. Nicht, um diese anderen Spieler zu kritisieren, sondern um zu verdeutlichen, dass auch diese Fehler machen oder nicht alles perfekt machen. Und nicht nur im Fußball ist es ja auch so, dass es häufig nicht nur eine Lösung für ein Problem oder eine Spielsituation gibt. Sie sollte nicht denken, dass jeder Ballverlust oder jede missratene Situation, die sie erlebt, ein Fehler und damit ihr Versagen ist. Vielmehr muss sie Dinge ausprobieren, um Erfahrungen zu sammeln und mit der Zeit Situationen immer besser einschätzen zu können.


    Wenn das in der aktuellen Lage nicht möglich ist, weil sie sich zu sehr unter Druck setzt oder zu sehr unter Druck gesetzt fühlt, was sie übrigens vermutlich nicht wird unterscheiden können, dann ist es sinnvoll, einen Gang zurück zu schalten. Ihr habt das ja auch schon gemacht, indem sie bei ein paar Turnieren nur zugesehen hat. Ich weiß nicht, welche Turniere Ihr Team so spielt und wie hoch der Ehrgeiz des gesamten Teams ist, es könnte nämlich auch eine Alternative sein, bei ein paar etwas schwächer besetzten Turnieren mit zu spielen, oder mit einer Mannschaft, die nicht um den Turniersieg mitspielt, um ein bisschen Druck raus zu nehmen. Oder man lädt sich ein oder zwei Teams mal ins Hallentraining ein und macht ein kleines Freundschaftsturnier. Aber zurück zu deiner Tochter. Dass sie in dem letzten Turnier spielen wollte und das gut lief, würde ich als positives Zeichen sehen. Nervosität und Aufgeregtheit ist nichts Schlimmes, es ist eher ein Charakterzug, der übrigens durchaus auch positive Seiten hat, denn Spieler mit Lampenfieber sind typischerweise auch sehr fokussiert.


    Die Äußerung des DFB-Psychologen würde ich ernst nehmen, aber nicht überbewerten. Tatsächlich ist das Phänomen der Helikoptereltern heute ja weit verbreitet, und es ist für heutige Eltern nicht immer leicht, das richtige Maß zwischen sinnvoller Unterstützung ihrer Kinder einserseits und überzogener Anschieberei und Überversorgung und -behütung auf der anderen Seite zu finden. Es klingt so, als reiche ihre eigene Begeisterung für den Fußball aus, um sie zu motivieren, du könntest also vielleicht versuchen, mit deiner eigenen Begeisterung, die ich dir überhaupt nicht absprechen möchte, ein kleines bisschen mehr hinterm Berg zu halten. Kinder wollen ihren Eltern gefallen, sie suchen ihre Bestätigung. Diese sollten wir Eltern ihnen auch geben, aber nicht im absoluten Übermaß und nicht wegen jedes Furzes. Es ist für Kinder durchaus auch gut, wenn man sie nicht nur lobt, sondern auch konstruktive Kritik übt und eventuelle Fehleinschätzungen ihrerseits korrigiert oder eine andere Perspektive bietet.


    Ich habe den Eindruck, dass du von ihr mehr Reife und Selbsterkenntnis erwartest oder erhoffst, als sie in ihrem Alter bieten kann. Sie ist halt erst zehn und noch nicht vierzehn Jahre alt.


    Allerdings ist das natürlich nur eine Einschätzung aus sehr großer Ferne, ohne Euch zu kennen. Ich kann auch komplett daneben liegen.

    Heute ist das Buch bei mir eingetroffen, vielen Dank für die schnelle Lieferung, @Uwe!


    An seine weiteren Leser hier wende ich mich nun mit einer Frage zu Trainingsform 5 im Abschnitt "Ballzirkulation - Pass- und Kombinationsspiele", Seite 36. Der Aufbau des Feldes, die Verteilung der Spieler und ihre Aufgaben sind mir bis auf eine Sache klar: die "Angreifer" erzielen Punkte einmal durch Einbeziehung der Spieler in den Ecken, und dann noch durch Verlagerung des Spiels zwischen den Außenfeldern. Aber wo befinden sich diese Außenfelder? Sind das die Abschnitte zwischen den Eckfeldern? Also die äußeren Streifen? Markiert sind sie in der Abbildung nämlich nicht..


    Falls meine Vermutung richtig ist, frage ich mich, warum eine diagonale Verlagerung mehr Punkte, nämlich fünf, gibt als die senk- oder waagerechte Verlagerung mit ihren dreien, ist doch die Verlagerung quer durch das Feld hindurch (z.B. von West nach Ost) schwieriger und die Entfernung zwischen den Verlagerungszonen größer als bei aneinander angrenzenden Zonen (z.B. von Süd nach West).

    Eindeutig die Trainingsjacke. Die Allwetterjacke ist (zumindest bei JAKO) nur eine dünne Regenjacke, sie hat so gut wie keine wärmeisolierenden Eigenschaften, abgesehen vielleicht davon, dass sie den Wind abfängt. Stadion- und Coach-Jacken sind nach meinem Dafürhalten identisch und fürs Training viel zu warm. Sie sind vielmehr dafür gedacht, den Coach, der sich ja nicht so viel bewegt, beim Spiel an der Seitenlinie warm zu halten. Softshells schränken IMHO tendenziell die Beweglichkeit zu stark ein und sind für eine intensive Sportart wie den Fußball zu warm. Für Wandern, Klettern, etc. sind sie eher geeignet.


    Also: Trainingsjacke. Wichtig ist, dass das Kind unter der Jacke genügend Schichten trägt, du nennst das Stichwort ja schon: Zwiebelprinzip. Im Winter also die langärmelige Sportunterwäsche, drüber das je nach Temperatur kurz- oder langärmelige Trikot (der Rumpf muss wärmer gehalten werden als die Glieder), darüber Fleece-Weste oder -jacke, und schließlich die Jacke. Handschuhe und Mütze nicht vergessen, und da darauf achten, dass sie nicht zu groß sind und herum rutschen. An den Füßen am besten Sportsocken aus Kunstfaser, die bei Nässe angenehmer als Baumwolle sind, und die nassen (und kalten) Socken nach dem Training gleich gegen trockene wechseln.

    Ich weiß zwar nicht wie es mit den ganz kleinen ist, aber mit f, e und d hab ich schon "gearbeitet".

    Naja, das ist alles ein allmählicher Wandel. Vergleiche typische E-Junioren mit typischen F-Junioren, dann kannst du von den F-Junioren aus nach unten (das Alter betreffend) extrapolieren. Oder schaue dir einfach mal Kindergartenkinder an.


    Die Antwort auf die Frage ob Funino oder sonstige Spielformen angemessen sind liegt ja wohl bei den Kindern.

    Ja, aber da gibt es ja gerade große Gemeinsamkeiten unter Gleichaltrigen. Natürlich ist kein Kind wie das andere, aber für wahrscheinlich alle Eigenschaften findet sich eine Gaußsche Normalverteilung. D.h. es wird ein paar wenige geben, die schon viel besser sind als der Schnitt, ähnlich viele, die demgegenüber zurück fallen, und den Löwenanteil in der Mitte. Der Löwenanteil bestimmt, was für die Gesamtgruppe sinnvoll ist, denn so profitieren die meisten Kinder davon. Evtl. ist es sinnvoll, die stärksten und die schwächsten Kinder gesondert zu behandeln, aber es ist nicht sinnvoll, sich in der Wahl der Mittel für die Gesamtgruppe an ihnen zu orientieren.


    Ich behaupte nun, dass für den Löwenanteil der Bambini das 6+1 noch keine geeignete Spielform ist, und bei F-Junioren zweifle ich daran, obwohl der Grad der Ungeeignetheit sicher geringer ist als bei den noch jüngeren Spielern, auch noch stark.


    Nach meiner Erfahrung ist es so:
    Die F-Jugend macht alles wo es Punkte gibt sehr gerne, aber am liebsten mit Toren. Die E-Jugend findet das meiste blöde oder langweilig, was kein 'richtiges' Tor enthält [...]

    Richtig. Deshalb halte ich es auch für nicht ganz so leicht, Kindern, die es gewohnt sind, auf große Tore zu spielen, davon zu überzeugen, stattdessen auf Minitore zu spielen. Das große Tor trifft man ja viel leichter, und gerade für die stärkeren Spieler sind viele Bambini- und F-Jugendtorhüter in dem vergleichsweise riesigen Jugendtor ja auch kaum ein Hindernis. Gerade aus dem Grund würde ich bei den Bambini eher weniger auf die 5x2-Meter-Tore spielen, sondern viel häufiger auf kleinere. Das klassische funino würde ich allerdings durch eine Variante ergänzen, in der auf den Grundlinien einzelne Tore mit Torhütern stehen und bei jedem Tor statt auf die Bank ins Tor rotiert wird. Mit einem solchen Feld habe ich schon öfters spielen lassen, aus Ermangelung einer entsprechenden Zahl an Jugendtoren war dies halt meist eins von vier gleichzeitig bespielten funino-Feldern. Interessanterweise fielen auf diesem Feld, als wir zuletzt, das war im zweiten F-Jugendjahr, ein Turnier mit einem anderen Verein spielten, auf diesem Feld stets die wenigsten Tore...


    [...] und in der D machen sie sehr gerne Dinge bei denen sie an sich selbst Fortschritte sehen und können Verstehen warum man z.B. Funino/ Formino etc spielt, aber am liebsten schießen auch sie aufs große Tor. Das sind zwar nur meine Erfahrung, aber wenn ein Kind nach der Trainingseinheit sagt "Ich fand Übung x langweilig" überlege ich's mir zweimal ob ich sie nochmal anbiete.

    Ich teile deine Beobachtungen durchaus. Für mich sind sie aber, da ich von den Vorzügen des Spiels auf Minitore überzeugt bin, eher ein Grund, das Spiel auf die größeren Tore in den jüngeren Jahren im zu reduzieren und stattdessen mehr auf kleinere, dafür mehrfach vorhandene Tore spielen zu lassen.