Beiträge von tobn

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    Aber meistens wünscht sich ein Threadersteller ja einen guten Rat, der für einen nützlich ist oder zumindest eine gute Richtung.

    Ich würde auch sagen, dass er ihn meistens bekommt. Es kommt nicht selten vor, dass ein Thema dann noch aus anderen Blickwinkeln beleuchtet wird oder gar in andere (allerdings meistens damit im Zusammenhang stehende) Themen abgeschweift wird (hüstel, hüstel), aber i.d.R. werden auch die originären Fragen des Thread-Erstellers beantwortet. Öfters nicht ganz so, wie dieser es sich wünscht, aber darum geht es ja weiter unten noch.


    Jetzt habe ich die aktuellen Diskussionen verfolgt und mir ist aufgefallen dass:
    1. Häufig stemmt sich der Threadersteller gegen jeden guten Rat und behaart auf seiner Meinung (wieso dann um Rat fragen?)

    Tja, das gibt es wahrscheinlich schon immer hier, zumindest erlebe ich es, seit ich angefangen habe, hier Beiträge zu lesen, und da wurde von den damals bereits alten Hasen an entsprechender Stelle auch immer mal wieder auf diesen Umstand hingewiesen. Es ist halt so, dass es immer mal wieder vorkommt, dass jemand, zumeist Eltern, an zweiter Stelle Trainer, über irgendetwas in ihrem Verein unzufrieden sind. Irgendwann sind sie so sauer, dass sie die Suchmaschine ihres Vertrauens bemühen und so auf Trainertalk stoßen. Klingt gut, die Person denkt: "hier werde ich bestimmt verstanden", registriert sich flugs und schreibt sich den Frust von der Seele. Allerdings hat sich da schon eine gehörige Menge Frust angesammelt, die diese Person bis zu diesem Zeitpunkt hauptsächlich in sich hinein gefressen hat. Inzwischen fühlt sie sich so ungerecht und fies behandelt, dass sie sämtliche Widerworte als Zweifel an ihrer eigenen Person versteht, sich immer mehr auf die eigenen Positionen zurück zieht und zunehmend heftiger austeilt. Dafür gibt es in der Psychologie bestimmt einen Terminus, mir fällt aktuell der Begriff "Wagenburgmentalität" dazu ein.


    2. Es ergeben sich zwei Parteien, die partout an ihrer Meinung festhalten und aneinander vorbei reden (z.B. in dem Rowdy-Thread)

    Wir sind hier halt nicht alle einer Meinung, da gibt es eine recht große Vielfalt. In vielen Bereichen sind sich hier viele der regelmäßig Beitragenden einigermaßen einig, aber es kommt natürlich immer mal vor, dass sich ein Thread zu Grundsätzlichkeiten hin entwickelt. Da ist es nicht ungewöhnlich, wenn dann alle Parteien auf ihrem Standpunkt beharren. Das ist aber auch nicht grundsätzlich schlimm, man sollte halt nur nicht den Fehler machen, auf Teufel komm raus die andere Seite bekehren zu wollen. Gegen Überzeugungsarbeit und die Darlegung der Gründe für den eigenen Standpunkt ist hingegen überhaupt nichts zu sagen, im Gegenteil ist es so, dass nicht nur ich hoffe, dass die unterschiedlichen oder sogar gegensätzlichen Meinungen Dritten dabei helfen können, ihre eigene Position zu finden.


    3. Häufig hört man von dem Threadersteller gar nichts mehr, also ob ein Rat ihm geholfen hat?

    Ja, das wurde schon des öfteren beklagt. Ab und an verpackt man die Bitte, doch nach Klärung der Situation, um die es geht, zu schildern, wie es weiterlief, in seine Antwort. Vereinzelt fragt auch mal einer nach, wenn der Fragesteller in einem (interessanten) Thread nach ein paar Tagen noch nichts vermeldet hat. Eine Antwort gibt es aber beileibe nicht immer. Schade und hoffentlich nur selten böse Absicht und stattdessen einfach nur Vergesslichkeit, aber so ist es halt. Man kann (und will) ja auch niemanden zwingen. :)

    Klingt gut, @Chris, so ähnlich könnte ich es mir auch vorstellen, wobei ich bisher dachte, dass ich lieber mit dem Mittelfeldpressing beginne. Je nach Charakter der Mannschaft könnte es aber geschickter sein, wie du mit dem Angriffspressing zu beginnen oder aber, wenn sie eher schwächer ist, stattdessen im Abwehrpressing in einer defensiveren Formation (tannenbaumähnlich) zu beginnen. Letzteres fordert von den Spielern natürlich mehr Disziplin, da sich sämtliche Spieler bei gegnerischem Ballbesitz in die stabile Abwehrformation fallen lassen müssen, was einigen hauptsächlich offensiv orientierten Spielern nicht so sehr liegen dürfte..


    Was meinst du mit "SSG"? Und dass die gesamte Mannschaft in das Spielfeldviertel verschiebt, in dem sich der Ball befindet, ist schon ziemlich radikal. Ich hätte gedacht, dass man das Feld in vielleicht 3x3 Unterfelder aufteilt und sich dann die Mannschaft in den 2x2-Bereich bewegt, in dem sich der Ball befindet, so dass die Mitte immer besetzt ist und die hintersten Spieler auch nicht gar zu hoch stehen. Wobei das bei deinem Schema auch funktioniert, wenn die ballfernen Spieler sich eher am äußeren Rand des Spielfeldviertels orientieren.

    Das, was du beschreibst, ist aber eher Angriffspressing, und zwar mit einem Pressingopfer. Gut, wenn es klappt, weil man sehr nahe am gegnerischen Tor in Ballbesitz kommt, aber auch sehr laufintensiv und anstrengend, außerdem recht riskant, weil hinten ganze Landschaften an Freiraum entblößt werden. Es scheint bei Euch ja aber ganz gut zu funktionieren.


    Folgende Fragevon dir verstehe ich nicht so recht, vielleicht kannst du etwas weiter ausholen: "Es ist der Punkt, wo ich mich noch Frage, wann ist es geeignet und wann zu viel Risiko, auch auf den AV zu pressen, wenn der Gegner im Ballbesitz ist und durch die Kette spielt."

    Was verstehst du unter Pressing? Heute unterscheidet man vier bzw. eigentlich drei Pressing-Arten zuzüglich des Gegenpressings, das zwar den Begriff beinhaltet, sich aber von den drei anderen Pressingformen signifikant unterscheidet. Dies wären:

    • Mittelfeld-Pressing
    • Abwehr-Pressing
    • Angriffs-Pressing
    • Gegenpressing


    Den Grundstein für Mittelfeld-, Abwehr- und Angriffs-Pressing kann man bereits in der E-Jugend legen, wenn man erstmals (so im zweiten Jahr der Altersklasse) das defensive 1:1 taktisch thematisiert -- der DFB macht das ein Jahr später in der D-Jugend, aber meiner Erfahrung nach können zumindest stärkere und schlauere Kinder durchaus schon im zweiten E-Jugendjahr den Gedanken der grundlegenden Defensivtaktik begreifen und sie auch in Grundzügen anwenden. Ebenso können sie in diesem Alter schon erkennen, dass sie es einem Gegner sehr schwer machen können, zu ihrem Tor vorzustoßen, wenn sie konsequent und diszipliniert im Verbund verteidigen, d.h. sich stets eine Überzahl an Verteidigern hinter dem Ball befinden. Das ist auch die elementarste Idee hinter dem Pressing: Überzahl in Ballnähe herstellen, (für den Ballführenden leichte) Passwege zustellen und den Ball aktiv erobern.


    Du meinst vermutlich eher das Gegenpressing. Da geht es ja darum, typischerweise weit vorne in der gegnerischen Hälfte nach einem eigenen Ballverlust zu versuchen, den Ball sofort wieder zu erobern. Man möchte ausnutzen, dass der Gegner noch nicht auf Ballbesitzmodus umgeschaltet hat, dass der Balleroberer noch keinen Überblick über die Gesamtsituation hat und gut unter Druck gesetzt werden kann, und, dass man sich noch in der Nähe des gegnerischen Tores befindet, wo eine Balleroberung rasch zu einer eigenen Torchance führen kann. Gegenpressing lässt sich besonders gut gegen fußballerisch eher schwache Abwehren spielen, die eben nicht dazu in der Lage sind, den eroberten Ball unter Druck auch zu behaupten. Und Gegenpressing ist nur dann sinnvoll, wenn man in Ballnähe sofort Über- oder zumindest Gleichzahl herstellen kann. Da man mit drei bis fünf Spielern sehr weit vorne versucht, den Ball zu erobern, kann die gegnerische Mannschaft, wenn sie sich aus dem Gegenpressing befreien kann, leicht in die offenen Räume hinter den eigenen pressenden Spielern stoßen und mit Tempo in Überzahl angreifen. Das Gegenpressing ist also nur erfolgversprechend, wenn genügend Spieler es mit der notwendigen Dynamik praktizieren. Sonst laufen sich diejenigen, die es umsonst machen, vorne müde und es rollt Angriff um Angriff auf die eigene, in Unterzahl agierende Abwehr. Taktisch ist das Gegenpressing gar nicht so schwierig, konditionell und kognitiv stellt es jedoch recht hohe Ansprüche an die eigenen Spieler. Am schwierigsten dürfte es sein, zu erkennen, wann das Gegenpressing angewandt werden sollte und wann es abgebrochen werden und in den geordneten Abwehrverbund gewechselt werden sollte. Ich könnte mir vorstellen, dass das am besten über Kommandos geregelt wird, und dann wahrscheinlich anfänglich auch eher durch den Trainer, später durch einen Spieler, der die dazu notwendigen Fähigkeiten besitzt und im Spiel den erforderlichen Überblick hat, also typischerweise ein Sechser.

    @Libra: Messe den undifferenzierten Beschwerden und Behauptungen kein Gewicht bei. Viele Eltern sind ihre Kinder betreffend ziemlich egoistisch. Und hier hat man den klassischen Fall, dass einige Eltern der stärkeren Spieler meinen, ihre Kinder kämen irgendwie nicht so zu ihrem Recht, weil sie zusammen mit den schwächeren trainieren müssen. Was man in deinen Ausführungen sehr gut erkennt ist, wie sehr der Erfolg mit Siegen im Spielbetrieb verknüpft wird, und das in der F-Jugend. Es wird offenbar auch in dieser Altersklasse so gesehen, dass es ist, wie in der Bundesliga: das Training unter der Woche soll die Mannschaft auf das kommende Spiel vorbereiten. Dass diese Eltern von den eigentlichen Prioritäten im Kinderfußball keine Ahnung haben (oder sie ablehnen) zeigt sich dann auch in solchen Aussagen wie derjenigen, dass in der Mannschaft des Brülltrainers richtig "Zug drin ist" und sie "eine richtige Taktik hatte".


    Ich habe derzeit vor, meine E-Jugend nach ihrem im Sommer anstehenden Wechsel in die D-Jugend nicht weiter zu betreuen -- ich denke, nach drei Jahren und dem Wechsel zum D9 ist es ganz gut, wenn die Kids einen neuen Trainer bekommen. Ich überlege, ob ich als nächstes wieder eine G-Jugend übernehme. Und nicht zuletzt wegen solcher Erfahrungen, wie du sie machst, bin ich aktuell der Meinung, dass ich diese Mannschaft nicht zum Kreisspielbetrieb anmelden würde, und zwar über mindestens die G-Jugend, wenn nicht sogar noch ein Jahr der F-Jugend. Hinzu kommt allerdings, dass bei uns bereits in der G-Jugend im Ligabetrieb (also mit einem Spiel pro Spieltag), wenn auch ohne Punkte, und im 6+1 gespielt wird. Ich würde versuchen, stattdessen ein paar Vereine zu funino- und 4-gegen-4-Turnieren einzuladen. Mal sehen.

    Ich hoffe nicht, dass du das jetzt zynisch meinst.

    Nö, da würde ich schon ein entsprechendes Smily bemühen oder diesen Umstand explizit erwähnen.


    Es ist wirklich so, dass 3 Jungs ständig auf fixen Positionen spielen und der Rest wird dann auf die anderen Positionen verteilt. Soweit ich das beurteilen kann, verstehen so einige Väter und Mütter nicht, warum man von einer Ausbildung spricht und die Jungs ständig irgendwo festhängen. Egal ob Testspiel oder Bewerb, die Jungs hängen großteils fest.

    Das ist keine Seltenheit, sondern eher die Regel im Kinderfußball, soweit ich es beobachten kann. Gerade bei in ihrer Spielklasse starken Mannschaften könnte man als Trainer tatsächlich viel mehr rotieren als es den Trainern von durchschnittlichen Truppen möglich ist, ohne signifikant mehr Spiele gegen eigentlich ähnlich starke Gegner zu verlieren. Es ist halt so, dass die meisten Trainer, aber eben auch Eltern und Kinder tatsächlich teilweise auch, dem Spielergebnis die größte Bedeutung geben, es stellt den entscheidenden Faktor in der Bewertung des Spiels dar. Bei Eltern spielt die im Spiel mutmaßlich sichtbare Wertschätzung ihres Kindes noch eine recht große Rolle....


    Tatsächlich ist die scheinbare Bevorzugung einzelner Spieler durch Trainer keine Seltenheit. Es sollte sie eigentlich nicht geben und nicht immer ist sie wirklich in dem Maß gegeben, wie sie von den anderen Eltern wahrgenommen wird. Aber, ganz ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass du mit Forderungen deinen Sohn betreffend wirst viel erreichen können, wenn du sie zu deutlich oder lautstark artikulierst. Denn folgt der Trainer ihnen, so sendet er damit das Signal an die übrige Elternschaft, dass er nach der deiner Pfeife tanzt. Das wird sie ähnlich ärgern wie du dich jetzt über die Bevorzugung der drei aktuellen "Lieblinge" aufregst.


    Letztlich ist die Frage, ob du den Trainern deines Sohnes vertraust oder nicht. Wenn du das offene und konstruktive Gespräch mit ihnen suchst, könnte sich evtl. dein bisheriger Eindruck ändern. Hast du an einem Gespräch aber kein Interesse (und das meine ich wertungsfrei) oder siehst du darin keinen Sinn, so musst du letztlich entweder akzeptieren, wie die Trainer die Mannschaft inklusive deines Sohnes führen, oder eben die Mannschaft verlassen und woanders Euer Glück suchen. Ich glaube aber nicht, dass dein Sohn in seinem jetzigen Verein zu wenig an Entwicklungsmöglichkeiten hat. Er spielt sicher nicht eine so bedeutende Rolle wie du sie ihm angemessen betrachtest, aber ich glaube nicht, dass ihm die Zukunft verbaut wird.


    Deine Argumente in Richtung Spielzeit rechts oder links sind nur die halbe Wahrheit (bitte nicht falsch verstehen).

    Ich weiß jetzt nicht, welche Aussage du konkret meinst.


    Sei mal ehrlich, wenn du einen Jungen hast, der beidbeinig stark ist, warum sollte dieser nicht an einem Tag links und am anderen Tag rechts (egal wo) spielen?

    Ich habe doch geschrieben, dass ich es so machen würde. Tatsächlich spielen meine Kids typischerweise mal links, mal rechts.

    Nein mein Sohn spielt nicht bei RB, da wir in einem anderen Bundesland wohnen.

    OK, dann entschuldige bitte meine Vermutung. Du schriebst aber doch, dass er bei einem Bundesligisten spielt. Und nanntest RB und die RB Akademie.. Naja, es ist ja auch letztlich egal, auch wenn es für uns hilfreich ist zu wissen, wie die einzelnen Vereine, um die es geht, aufgestellt sind.


    Übrigens gibt es zwischen Bundesligisten, so zumindest mein bisheriger Eindruck, durchaus nennenswerte Unterschiede darin, wie bei ihnen der Kinderbereich aussieht. Einige Bundesligavereine haben gar keine eigenen Kindermannschaften, bei anderen laufen sie im Stammverein und ziemlich losgelöst vom NLZ, bei wiederum anderen wird der Kinderbereich scheinbbar als Unterbau des NLZ gesehen.


    Bzgl. Gespräche mit dem Verein
    In 4 Jahren und 4 verschiedenen Trainern gab es
    im 1. Jahr ein 2 minütiges Entwicklungsgespräch

    im 2. Jahr keines jedoch 2 eher zufällige Gespräche (bei einem Turnier) mit dem Jugendleiter[/quote]In diesen zwei Jahren war dein Sohn in U7 und U8, also sechs bis acht Jahre alt. Da sind Entwicklungsgespräche meiner Meinung nach ausgesprochen ungewöhnlich und auch eher überflüssig.


    im 3. Jahr ein 1stündiges Gespräch mit Trainer und Jugendleiter

    Und mit diesem Gespräch warst du nicht zufrieden? Hast du dieses Gespräch veranalssst oder war das der Trainer? Oder etwa der Jugendleiter?


    und im 4. Jahr bisher noch keines.

    Und hast du schon mal um eines gebeten? Der jetzige Trainer weiß ja vermutlich nichts von dem Gespräch im Vorjahr, oder?


    Eines meiner Themen die ich in Gesprächen immer wieder eingefordert habe, war die Bitte meinen Jungen abwechselnd Links und Rechts spielen zu lassen.
    Im Verein weiß man, dass er eine beidbeinige Ballführung und entsprechenden Schuss hat,
    mir ist allerdings aufgefallen, dass er nach einer halben Saison auf links, zuwenig seinen rechten Fuss aktiviert hatte.

    Man kann doch aber auch auf der linken Seite seinen rechten Fuß benutzen. Aber vielleicht kann ich die Situation ein bisschen verstehen, er scheint ja einen starken linken Fuß zu haben. Linksfüße sind ja seltener als Rechtsfüße, so dass die meisten Trainer der Versuchung erliegen, einen Linksfuß, so sie ihn denn haben, auch auf die linke Seite zu stellen. Den meisten Spielern kommt das auch entgegen, da sie so in der Offensive i.d.R. den Ball mit dem gegnerfernen Fuß führen und den ihnen bequemen Fuß für Flanken von außen oder Torschüsse aus dem Halbfeld nehmen können. In der Defensive allerdings spielt es allerdings eine deutlich geringere Rolle, welcher der stärkere Fuß ist -- dadurch bin ich etwas ob deines Ansinnens verwirrt.


    Ich selbst setze häufig hinten links oft gerne den Zweikampfstärkeren meiner zwei Verteidiger ein, eben weil der gegnerische Rechtsaußen häufig gefährlicher ist als der Linkaußen. Welcher der stärkere Fuß meines Spielers ist, spielt da eigentlich kaum eine Rolle. Wären meine Kids so ballsicher dass ich sie im z.B. von @Sir Alex bevorzugten 3-2-1 mit offensiven Außenverteidigern spielen lassen können, dann würde es sich anbieten, als LAV einen Links- und als RAV einen Rechtsfuß spielen zu lassen. Allerdings würde ich diese Spieler dann auch gerne als Mittelfeldspieler auf den Halbpositionen einsetzen, und dann gerne auch den Linksfuß rechts und den Rechtsfuß links.


    Und ich hätte das gerne korrigiert gesehen...geschieht aber nicht.

    Ich glaube, du überschätzt hier den Einfluss der Position auf den bevorzugten Fuß. Es ist immer der Spieler, der sich den Fuß aussucht.


    Habe ich schon erwähnt, dass mein Junge erst vor ein paar Tagen bei einem internationalen Freundschaftsspiel 3 Assists geliefert hat und als er danach 1x in seiner Spielzeit selbst aufs Tor schießen wollte der Trainer zu ihm ruft er soll abspielen?

    So, wie du es schilderst, klingt es so, als würde z.B. ich als Trainer auch anders handeln als der Trainer deines Sohnes. Aber ich kenne eben nur deine Schilderungen und habe noch kein Spiel deines Sohnes selbst gesehen. Ebensowenig wie diese Situationen.


    Oder vor wenigen Tagen bei einem Testspiel:
    8+1, Aufstellung 3-2-3
    Er durfte bei einem 30min Spiel gerade mal 10min im Zentrum spielen.

    Das ist immerhin ein Drittel der Spielzeit.


    Nach 5 Pässen in den Angriff und davon 3 Assists wurde er sofort von der Position genommen und der Trainerliebling ist wieder auf die Position ins Zentrum gerückt. Endergebnis 3:0.

    Das Ergebnis ist mir völlig egal. Hat der "Trainerliebling", wie du ihn nennst, denn die übrigen zwanzig Minuten im Zentrum gespielt? Was ist mit den anderen Spielern im Team, wie oft dürfen sie denn im Zentrum spielen oder halt da, wo ihre Papas sie am liebsten sehen?


    Daher eben meine Frage, was darf ich als Elternteil von einem Trainer einfordern dürfen.

    Einen fairen und respektvollen Umgang, ebenso keine Benachteiligung gegenüber anderen Spielern. Eine besondere Bevorzugung oder eine bestimmte Position aber jedenfalls nicht.

    Mir geht es auch nicht um den langen Abschlag, sondern der Ort des Abschlages.

    Aber um das zu regeln bedarf es ebenfalls keines SR/Spielleiters, sondern einfach nur der Kommunikation zwischen den Trainern. Der Ort des Abstoßes ist, soweit ich weiß, bei uns aber nicht gesondert für den Kleinfeldbereich geregelt. Auf dem Großfeld gilt ja, dass er vom Fünfmeterraum aus zu erfolgen hat, im Kleinfeld ist aber nur der Strafraum markiert. Ich habe noch keine Regel gesehn, die es dem Torhüter verbietet, den Abstoß von einem beliebigen Ort im Strafraum auszuführen, auch wenn ich es tatsächlich selten sehe, dass dieser mit mehr als drei Metern Abstand zum Tor erfolgt. Insofern wäre das Thema bei uns eine ziemliche Phantomdiskussion.


    Tatsächlich ist der Ball übrigens ja den Regeln gemäß erst dann im Spiel, wenn der nach dem Abstoß den Strafraum verlassen hat. Berührt in ein Spieler vorher, so muss abgepfiffen und der Abstoß wiederholt werden. Als Trainer deutlich auf diese Regel hinzuweisen, z.B. wenn der eigene Torwart sich gerade suchend umsieht, kann Wunder wirken.

    Auch ein Grund, in der FPL einen SR / Spielleiter auf dem Platz zu haben, der solche Fälle wie 15 m vor dem Tor den Abschlag machen , unterbindet.

    Wieso können das die Trainer nicht? Und was den langen Abschlag anbelangt, so kann den ein SR/Spielleiter nur dann unterbinden, wenn es eine entsprechende Regel gibt. Wo sie fehlt, hat er dazu keine Handhabe.


    Wegen der weiten Abschläge: Ich weiß nicht mehr so genau, wie es in der F ist, aber in der E ist es oft so, dass die kurzen Anspielstationen des Torwarts vom Gegner zugestellt werden. Versucht er dann dennoch das kurze Zuspiel, so ist die Gefahr, dass der Gegner in unmittelbarer Tornähe den Ball erobert, ausgesprochen hoch, so dass es in diesem Fall durchaus sinnvoll ist, wenn der Torwart einen weiten Abschlag durchführt. Mich persönlich stört es auch nicht, wenn der Ball dabei die Mittellinie (knapp) überquert, was bei uns übrigens auch erlaubt ist. Wenn der Ball aber bis in den gegnerischen Strafraum fliegt, verliert das Fußballspiel schnell seinen Sinn, spätestens dann, wenn am Ende nur noch die beiden Torhüter sich den Ball gegenseitig zu schießen.


    Um das zu verhindern, würde ich dem gegnerischen Trainer vorschlagen, dass sich die verteidigende Mannschaft nach Toraus hinter die Mittellinie zurück zieht und sie erst nach erfolgtem Abstoß überquert. So kann der Torhüter gefahrlos kurz eröffnen.

    Weshalb spielt Dein Sohn dann nicht schon bei RB, wenn er so ein Top - Talent ist und der Verein sowieso euer Ziel ist ? Er müsste dann dort ja schon aufgefallen sein ...

    So, wie ich @JJH verstanden habe, spielt sein Sohn bei RB. Siehe die Eröffnung hier:

    Mein Sohn spielt seit ein paar Jahren bei einem Bundesligisten - derzeit E Jugend.

    Und in dem anderen Thread (Link reiche ich gleich nach) erwähnt er RB. Daraus schließe ich, dass sein Sohn in der U10 von RB Leipzig spielt.


    So, wie versprochen der Link bzw. den Passus als Zitat (Betonung durch mich):

    Jetzt haben wir ein Angebot von einem kleineren Verein, die auch mit RB kooperieren und unseren Sohn gerne weiterentwickeln würden.
    Allerdings ist deren Team nicht so stark wie jenes des Bundesligisten allerdings würde er in der U12 anstatt in der U10 spielen.

    Ja es gab dazu schon Gespräche, allerdings wurde das Thema von mir nicht eingefordert sondern ist vom Jugendleiter selbst angesprochen worden.

    Was für ein Gespräch war das? Nur zwischen JL und dir oder war das eher ein Vortrag des JL? Was ist mit den Trainern? Waren sie dabei? Haben sie sich geäußert? Hast du mit ihnen gesprochen? Es sind doch die Trainer, die deinen Bub trainieren, und nicht der JL, oder?


    Und was hat der JL denn gesagt? Was ist in diesem Zusammenhang "das Thema", das du als nicht von dir eingefordert erwähnst?


    Das Argument des Bundesligisten ist, dass man ihn als Top Spieler betrachtet, man allerdings befürchtet, dass er eventuell den Sprung nicht schafft und dann sein Talent verloren geht.

    Das Argument wofür? Ihn in der jetzigen Mannschaft zu belassen und nicht in die U11 hoch zu ziehen? Nun ja, ich weiß nicht, wie die Statute bei Euch sind, aber bei uns wäre das ein Scheinargument, da man auch unter der Saison Spieler (im Rahmen der Regularien) in verschiedenen Mannschaften einsetzen darf. Einen U10-Spieler darf ich (hier in Hessen) ohne weiteres in einer U11 spielen lassen. Und er darf auch einzelne Spiele dort machen oder einen Teil der Saison, und dann wieder in die U10 zurück kehren. Die einzige Einschränkung hier ist die, dass er ggf. ein Spiel aussetzen muss, bevor er wieder in der unteren Mannschaft eingeetzt werden darf (die genaue Regel besagt, dass nur einer der Spieler, die beim vorherigen Spiel in einer oberen Mannschaft eingesetzt wurden, im aktuellen Spiel in der unteren Mannschaft spielen dürfen).


    Jetzt ca. 1 1/2 Jahre später, lese ich in vielen Foren und berichten mir viele Trainer anderer Vereine, dass sie Spieler bewusst nach oben ziehen um sie mehr zu fordern.....nicht überfordern.

    Ja, das kann man machen, wenn ein Kind unter seinen Altersgenossen deutlich unterfordert ist. Die dazu erforderliche Beurteilung ist aber nicht ganz so einfach, vor allem nicht für Eltern. Es geht auch nicht nur um die rein sportlichen Aspekte, die soziale und geistige Reife sollten auch berücksichtigt werden. Da Ihr ja schon bei einem Bundesligisten seid, würde es mich, ehrlich gesagt, wundern, wenn sein aktuelles Team für deinen Sohn zu schwach ist. Aber ich bin natürlich auch ganz weit weg.


    Sehe ich meinen Jungen beim Training mit 12jährigen oder wenn er innerhalb des Vereins 1 Stufe höher spielt, dann gehört er immer zu den aktivsten und auffälligsten Spielern .... so die Rückmeldungen der anderen Eltern und der Trainer.

    Das ist auf jeden Fall gut, dann ist er schon mal sehr engagiert. Vielleicht würde er es auch eine Altersstufe höher auch packen. Ob es aber besser wäre, das wird dir kaum jemand sagen können. Und auch im Nachhinein wirst du nicht mit Sicherheit sagen können, ob Ihr die beste Entscheidung getroffen habt, weil Ihr Euch eben für einen Weg entscheiden müsst und den anderen nicht gehen könnt. Auch das ist für mich ein Grund dafür, dir zu raten, es mit dem Wunsch nach Optimierung nicht zu übertreiben, denn so wird man nicht glücklich.


    Vom anderen Verein, hätte ich das Angebot meinen Jungen höher spielen zu lassen und der Trainerstab würde ihn eben individuell in Richtung RB Akademie unterstützen. Diese Zusage hätten wir.

    Aha. Das sagt mir jetzt nicht viel. Dieser andere Verein hat wohl nichts mit RB zu tun? Wie soll dann die "individuelle Unterstützung in Richtung RB Akademie" aussehen? Was kann man Euch in dieser Hinsicht zusagen, da Euer Ziel ja ziemlich sicher ein BuLi-Leistungszentrum sein dürfte? Wie schätzt du, wenn das dein Ziel für deinen Sohn ist, seine Chancen ein, in die RB Akademie zu kommen, wenn er in den U-Mannschaften von RB bleibt, gegenüber einem Werdegang bei diesem anderen Verein ein?


    Ich würde vermuten, dass er größere Chancen hat, ins NLZ zu kommen, wenn er bei RB bleibt. Ich weiß aber nicht, wie bei RB der Übergang vom Kinder- in den Jugendbereich läuft. Und ich weiß auch nicht, wie viele Spieler das NLZ typischerweise aus dem eigenen Kinderbereich holt und wie viele von außen hinzu kommen.

    @JJH: Es tut mir leid, aber wenn ich ehrlich bin, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass du, egal, wo Ihr hin kommt, mit deiner Einstellung zum Sport deines Sohnes, nirgendwo glücklich wirst und auch überall anecken wirst. Es ist sicher nicht deine Absicht, aber mir scheint es so, als würdest du zumindest langfristig deinem Sohn einen Bärendienst leisten. Das soll jetzt nicht heißen, dass seine aktuellen Trainer alles richtig machen, das kann ich aus der Ferne und nur anhand deiner Schilderungen nicht beurteilen.


    Du wolltest im letzten Post eine Antwort auf die (vielleicht aber nicht ganz so) "neutrale Frage": "Braucht es im Fußball eine individuelle Unterstützung (durch Eltern, Trainer, o.ä.), um nicht auf der Strecke zu bleiben?"


    Nun, so allgemein, wie sie formuliert ist, würde ich diese Frage verneinen. Ich glaube, dass es schon Kinder und Jugendliche gibt, die auch ohne individuelle Unterstützung nicht "auf der Strecke bleiben". Andererseits gibt es sicher auch Kinder und Jugendliche, die es im Fußball auch aufgrund einer "individuellen Unterstützung" weiter bringen als dies der Fall ohne sie wäre. Aber diese Betrachtung aus siebzehn Kilometern Höhe bringt niemandem etwas, dir geht es ja nicht um den allgemeinen, sondern vielmehr Euren speziellen Fall. Um diesen angemessen betrachten zu können, bräuchten wir, so denke ich, viel mehr und objektivere Informationen. In dem anderen Thread gibst du ja ein paar, mal sehen.


    Übrigens ist die U10 noch unterhalb der Altersgrenze für die richtigen, also lizenzierten Leistungszentren. Das, was da abgeht, muss nicht unbedingt etwas mit dem zu tun haben, was dann im LZ passiert.

    Hast du mal mit den aktuellen Trainern gesprochen und dir erzählen lassen, warum sie so handeln wie sie es tun? Damit meine ich übrigens nicht, dass Ihr einer Meinung sein müsst. Überhaupt möchte ich an dieser Stelle bewusst keine Bewertung abgeben, und ich würde dir raten, in das von mir vorgeschlagene Gespräch primär zu gehen, um zu erfahren, was sie wie tun und weshalb so und nicht anders. Davon kannst du uns dann ggf. berichten.

    Ich würde Euch raten, nicht so viel zu planen und sich damit zu beschäftigen, wie es optimal laufen könnte. Ihr macht so Euch und vor allem Euren Sohn unweigerlich zu viel Druck. Es sei denn, natürlich, Ihr findet die Laufbahn als sprichwörtliche Eiskunstlaufeltern erstrebenswert. Der Junge ist erst zehn, er hat noch ganz, ganz viel Zeit vor sich. Da kann noch viel passieren. Und keine Angst: Ihr verpasst so schnell nichts. Tatsächlich maßgeblich für seine Entwicklung ist, sofern die Rahmenbedingungen passen, er selbst, und zwar so, wie er ist, von seinen Anlagen und seinem Charakter her. Ihr könnt wünschenswerte Eigenschaften vorleben und ihn dazu animieren, sie auch zu zeigen. Aber er ist und bleibt eine eigene Persönlichkeit.


    Da du aber nach Rat in Eurer Situation fragst: wenn er sich zur Zeit beim BuLi-Verein wohl fühlt, würde ich ihn dort auch belassen. Ich glaube nicht, dass er in einem anderen Verein eine individuellere Förderung erhalten wird. Fußball ist und bleibt ein Mannschaftssport, und alle Trainer haben eine Mannschaft zu trainieren und können sich nicht viel Zeit daneben für einzelne Spieler nehmen. Wenn dein Sohn in seinem jetzigen Team nicht zu den eher schwächeren gehört und sich im Mannschaftsgefüge wohl fühlt, würde ich ihn auch nicht in ein Team stecken, wo er der Star ist -- das tut IMHO den meisten Kindern nicht so gut, vielleicht die Situation ausgenommen, in der ein deutlich stärkerer Spieler lieber mit seinen Kumpels spielt als in einer leistungsstärkeren Truppe -- in diesem Fall bezweifle ich allerdings, ob dieser Spieler, und sei er noch so talentiert, hart genug für den höherklassigen Fußball ist.


    Wieso befürchtest du, dass dein Sohn nicht ausreichend gefördert würde?