Was genau bedeutet das?
Ich habe jetzt nicht mehr genau den Thread (namentlich) in Erinnerung, den Du hier mal eingestellt hast, aber (aus der Erinnerung heraus) ging es da um Trainer- /CoTrainerverhalten und -einstellung. Und bei diesem Thread ist mir aufgefallen, dass Du sehr oft Deinen "Sohnemann" erwähnst und seine ( überdurchschnittlichen
) Leistungen während des Spiels/Trainings beschreibst. Ist auch bis hierhin völlig okay. Im Zusammenhang mit der "Stützpunktfrage" (im Fall von Jg. 2001 Kreisauswahl) möchte ich Dir jedoch dringend raten, hier im Forum mal zu diesem Thema und Talentförderung im Allgemeinen zu lesen. Hierüber gibt es eine Menge Nachdenkenswertes und auch "Schattenseiten" zu lesen. Es bedeutet nämlich u.a.:
- jedes Kind
muss sich einem Auswahlverfahren stellen und das nicht nur ein Mal, sondern ständig (=Leistungsdruck)
- im "Erfolgsfall", d.h. das Kind wurde ausgewählt, nimmt es an Turnieren und Spielen statt, bei denen es ausschließlich um Leistung und Erfolg geht (=Leistungsdruck)
Das Prinzip der Förderung ist darauf aufgebaut. Dies muss man wissen. Die eigentliche Förderung beginnt ja auch erst ab D-Jugend.
Und, ganz wichtig, es kann u.a. auch bedeuten:
- das Kind wird nicht ausgewählt
Punkt. Und nu ![]()
Es kann bedeuten:
- Dein Junge fällt in ein "psychisches Loch". Je nach Entwicklung und Umfeld kann das sehr lange anhalten. Er denkt."Ich bin zu schlecht." Dies kann auch außerhalb des Fußballs negative Folgen haben. Und wenn Du denkst, ich übertreibe dann lies Dir entsprechende Themen im Forum durch.
- Das Schlimmste: Er verliert dauerhaft die Lust am Fußball spielen.
Das muss nicht, wenn
- er die richtige Einstellung zu einem Auswahl-/ Sichtungstraining hat und
- er diese von seiner Trainerin/ seinem Trainer vermittelt bekommt und
- seine Eltern/sein Umfeld die richtige Einstellung hierzu haben und ihm diese vermitteln ![]()
Es kann aber trotz günstigster Umstände zu den o.a. Folgen kommen. Auch dies muss man bedenken, bevor man an einer Sichtung teilnimmt.
Ich war vor kurzem bei einem Auswahltraining für die Kreisauswahl mit drei "meiner" Jungs. Hat ihnen riesig Spaß gemacht und ihr Fazit war: War super mal mit anderen Jungs zusammen zu spielen. Nicht ein einziges Mal die Frage, ob sie "ausgewählt" wurden. Mal abgesehen davon, dass wir Sonntag ohnehin noch mal hin müssen, da sie alle Kinder zwei Mal sehen wollen. Wäre also ein schöner Tag gewesen, wenn nicht ein paar "Experten" unter den Zuschauern gewesen wären. Was da abging
Geht gar nicht. Andere Kinder wurden schlecht geredet ("Kann ja nicht mal ein Ball anstoppen " usw.), Ausreden für die eigenen gesucht ("Ist sonst besser. Hatte gestern Grippe"usw.), Ball zu schwer, Rasen zu lang und und und. Und nach dem Training wie die Fliegen um die Trainer. Wohlgemerkt im Beisein der Kinder
Armselig. Anders kann ich es nicht bezeichnen. Dies ist definitiv die falsche Einstellung bzw. äußert sich dadurch.
Ich weiß, das Deine Frage ( Was bedeutet das?) auf etwas anderes abzielte. Aber es gibt eben immer zwei Seiten einer Medaille. Und wenn Du dies auch mal für Deinen Sohnemann erwägst, sollte man auch um die negativen Seiten wissen.

Die "Abwehr" bleibt es tatsächlich dann auch während des ges. Spiels, sprich hinten. Der "Sturm" ebenso. Und nun kommts: Zumindest in unserer Umgebung wird von Saison zu Saison immer deutlicher, dass sich unsere Gegner in dieser Beziehung unterschiedlich entwickeln. Die meisten Mannschaften pflegen weiter diese "Taktik", bei wenigen anderen rückt der hintere Mannschaftsteil in Ballbesitz nach bzw. der vordere Teil bei Ballbesitz des Gegners zurück.Ja, und ich bin sehr wohl der Auffassung, dass dies schon in der jüngeren F-Jugend gelernt werden kann und muss. Ihr wollt doch alle diese Positionsidioten nicht. Das geht damit schon los. Wie man es dann nennt oder erklärt, bleibt jedem überlassen, der Sinn ist entscheidend