Beiträge von Steini

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    Ich bin als Papa eines kleinen Bamibinis ins kalte Wasser geworfen worden.


    Da wirst du hier viele Gleichgesinnte treffen. Wenn es es auch bei dem einen oder anderen (wie bei mir) gefühlte 100 Jahre her ist. Zu deiner Frage wie man das "wegtrainiert". Ganz einfach: Gar nicht :!: Follkao hat gut beschrieben worum es eigentlich geht. Stelle deine Truppe im Training mal in die Reihe und mache folgende Übung: Ball hoch werfen und anschließend wieder fangen. Da wirst du schon große Unterschiede feststellen. Und in zwei oder drei Jahren noch mal die selbe Übung. Wird dann ganz anders aussehen.Warum? Weil es normalen (individuellen und altersbedingten) Entwicklungsstadien unterliegt. Ansonsten hast du hier auch schon gute Tipps bekommen, wie ich finde. In der Altersklasse am besten nur Freundschaftsspiele. Einfach gesagt, wenn man nicht weiß, wen man als potenziellen Gegner zur Verfügung hat. Nutze also die jetzige Spielrunde und sprech einfach Trainer an, die (und deren Mannschaft) auf deiner Wellenlänge liegen. Du wirst feststellen, dass es im Rahmen einer entspannten Umgebung (auch hierzu gibt es in Punkto Tabellen, Erfolg, Eltern usw. usw. 'ne Menge hier zu lesen 8) ) viele Gestaltungsmöglichkeiten gibt.


    Im FK von trainer2005 ist es meiner Meinung nach der Idealfall. Klar geregelt und jeder hat sich daran zu halten. Beneidenswert. Und wenn es bei dir Schimanski nicht so klar geregelt ist, dann geh doch einfach mit gutem Beispiel voran. Habe ich (damals :rolleyes: ) auch getan. Mir haben die "Keeper" immer leid getan. Kaum den Ball sicher in der Hand (was in dem Alter schon gar nicht so leicht ist und nicht als selbstverständlich angesehen werden sollte!!) geht's vom Rand schon los: "Spiel, Wirf, Schieß, Links, Rechts, zu Paul, zu Oskar, zu Friedrich....." usw. usw. usw.Schau dann mal in die Gesichter der Knirpse. Die pure Verzweiflung! Und dem kannst du entgegen wirken und das kann man trainieren beibringen: Sobald der Keeper des Gegners den Ball in der Hand hat, zieht sich deine Mannschaft zurück und lässt ihn Abspielen. Dann (und erst dann!) geht es weiter (nicht vergessen das ab einem bestimmten Alter wieder abzustellen ;) )Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die/der Trainer/-in des Gegners bzw. ihre/seine Mannschaft dies spätestens nach der Halbzeit genauso macht. Und der Schlüssel zum Erfolg ist Geduld. Und da schließe ich mich dem Tipp von Andre an:




    Zitat

    Hier noch ein Link zum studieren und lies besonders die Beiträge von Dirk:


    Ausbildungsziele contra Erfolg


    Mein ganz persönlicher Eindruck: Da spricht jemand (fußend auf Erfahrung) von Geduld und Nachhaltigkeit. Jedenfalls habe ich das dort heraus gelesen.

    Zitat

    Eltern die zum ersten Mal als Trainer auftreten, hören auf solche "Autoritäten" wie den KJO.


    Okay. In diesem Zusammenhang kann ich das nachvollziehen und stimme dem zu. Und wenn es sich bei den Trainern mit Schein um Trainer mit Erfahrung handelt, wovon ich ausgehe, liegen wir auf einer Linie. Bei größerer Anzahl von Trainern mit Erfahrung (ob mit Schein oder ohne) wäre das Ergebnis vermutlich ein anderes gewesen. Grundsätzlich ziehe ich vor jedem Ehrenämtler den Hut, der einen großen Teil seiner Freizeit für die Gemeinschaft opfert. Sei es ein KJO oder Fußballobmann eines Vereins oder sonstige Entscheidungsträger. Da macht man auch sicherlich nicht alles richtig. Wer ist schon perfekt?? Die Art und Weise wie das dort abgelaufen ist stört mich jedoch gewaltig. Sicher kann ich diesen Punkt bei "Verschiedenes" ansprechen. Aber ich kenne es von Sitzungen so, dass bei Abstimmungen dieser Punkt auch schon vorher bekannt war. Wenn nicht, wird dies angesprochen und erst bei der nächsten Sitzung abgestimmt. Aber du hast meinen eigentlichen Verdacht ja schon gut formuliert:




    Zitat

    Wäre dieser Punkt offen auf der Einladung erschienen, hätte er mit mehr Gegenwind/Argumenten rechnen müssen.


    Das wollte er wohl nicht. Hat ja auch geklappt :thumbdown:


    Und bezogen auf den Teilnehmerkreis.....


    Zitat

    Vielleicht wurde diese Runde deswegen auch bewusst gewählt...

    Aber über diese "Modelle" komme ich einfach nicht hinweg. Die Begründung für Modell 1 muss man sich mal in Ruhe zu Gemüte führen. "Merkwürdige" Begründung ist da sehr milde ausgedrückt.




    Zitat

    Dadurch soll verhindert werden, dass Trainer auf das Torverhältnis schauen um dann schwächere Mannschaften abzuschießen, nur damit sie einen Platz nach oben kommen


    Sie ist im Grunde genommen die Begründung gegen eine Tabelle. Man hat also die Gefahr erkannt, dass es zu solchen Auswüchsen im KiFu kommen kann bzw. gekommen ist. Mit einer weichgespülten Form einer Tabelle versucht man dem entgegen zu wirken. Ist es aber nicht sogar Pflicht eines jeden FK'es solche Gefahren zu verhindern? Oder diese zu vermeiden, wenn negative Folgen einer Einführung auch nur entstehen könnten? Stellt euren Verantwortlichen mal diese Frage als Einstieg. Da wird jeder sofort sagen: "Natürlich. Klar. Was für eine Frage?!" Mit der Begründung aus Modell 1 wird das aber ein kapitales Eigentor.


    Finde die Art und Weise wie das dort geschehen ist bedenklich. Sehr bedenklich.

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    Während meines Vortrages stellte ich ganz kurz das Fairplay Modell des Aachener Fußballkreises vor. Dadurch kam es auch zu einer kleinen Diskussion


    Wie waren denn die Meinungen darüber? Und vor allem: Hat sich der KJO dazu geäußert?




    Zitat

    wir wollen in unseren FK bei den F-Jugendlichen die Punktrunde wieder einführen, weil in Hamburg, in Mecklenburg Vorpommern und in fast allen anderen Landesverbänden die F-Jugendlichen ebenfalls mit Tabellen spielen...Wer ist dafür?


    Wer ist wir?? Hat er das erläutert? Alle aus dem FK? Von irgendwo oder irgendwem muss das doch kommen? Mal abgesehen davon, dass er nur einen Ist-Zustand anderer Verbände beschreibt und dies für mich keine Begründung für eine Wiedereinführung darstellt bzw. dazu geeignet ist. Und er gibt schon als Vorgabe, dass dies so gewollt ist. Konsequenterweise fragt er dann ja auch nur, wer dafür ist ?(


    Zitat

    . Darauf hin kam es zu einer lebhaften aber sehr sachlichen Diskussion.

    Finde ich durchweg positiv. Ist bei dem Thema nicht immer so :thumbdown:


    Zitat

    Von den 35 Anwesenden Personen waren 5 ausgebildete Kindertrainer, der Rest waren Kinderväter- und Kindermütter-Trainer.


    Ist dies eine wertneutrale Feststellung von dir oder siehst du aufgrund des Personenkreises einen Zusammenhang zum letztendlichen Abstimmungsergebnis?


    Zitat

    Schließlich wurden 3 Modelle zur Abstimmung gebracht und mit folgendem Ergebnis, in Klammern, zur Kenntnis genommen


    Modell 1 Tabellen ja aber ohne Torverhältnis (5 oder 6 Stimmen).
    Modell 2 Tabelle ja genau wie im Erwachsenen Fußball (12 oder 13 Stimmen).
    Modell 3 keine Tabellen (15 oder 16 Stimmen).



    Also dies Ding habe ich ein paar Mal gelesen und bin mir immer noch nicht sicher, ob ich es kapiert habe. Wer hat diese "Modelle" vorgeschlagen?Was zum Geier soll diese Unterscheidung zwischen Modell 1 und 2 ?( ?( Damit es nicht so schlimm ist, wenn die Kinder (wenn sie es überhaupt tun!!) lesen müssen, dass sie sagen wir mal 30 Buden mehr kassiert als geschossen haben?? Entweder will ich Tabellen haben oder nicht. Bisschen Schwanger geht auch nicht. Und warum gibt es nicht auch eine zweite Alternative gegen die Tabellen?




    Zitat


    ... und ganz leise bekannt gegeben...


    ...jeder hatte ein etwas anderes Ergebnis...


    War die Sitzung in einer Halle mit schlechter Akustik? Ich kenne ja nur deine (subjektive) Sicht der Dinge. Aber es ist bei mir beim Lesen der Eindruck entstanden, dass sich dieser KJO mit festem Ziel in die Sitzung begeben hat. Wenn ich das richtig heraus gelesen habe, wusste wohl niemand, dass diese Abstimmung stattfinden wird. Richtig? Wenn ja: Er war vorbereitet, alle Anderen nicht. Bei einer Entscheidung, die einen großen Personenkreis betrifft bzw. weitreichende Konsequenzen (ob nun "gut" oder "schlecht") hat, halte ich dies für einen ziemlich miesen Stil. Ich hätte mich überrumpelt gefühlt und wäre mir schlicht und ergreifend verarscht vorgekommen. Hätte nicht gedacht, dass mich das Tabellenthema mal aufregen könnte. Aber über eine solche Nummer wie hier beschrieben rege ich mich auf :evil:


    So, hoffe ich sehe das ganze nicht zu radikal...

    Meiner Meinung nach nicht. Kann jedenfalls aus deinen Schilderungen nichts Gegenteiliges erkennen. Und ihr habt ja offensichtlich mit ihnen darüber gesprochen. Hinsichtlich der Vermittlung des Ganzen würde ich es so handhaben, wie von TRPietro beschrieben: Den Spielern der ersten Mannschaft, dass sie momentan dort spielen. Und ich würde sie wissen lassen, dass
    a. es auch viele gute Spieler in der Zweiten gibt, die jederzeit aufrücken könnten (und das hört sich für mich in Thomekz Fall so an).
    b. zur Leistung und einem guten Spieler auch ein dementsprechendes Sozialverhalten rund um den Fußball gehört.


    Den Spielern der Zweiten, dass sie momentan dort spielen. Dabei würde ich sie wissen lassen, dass
    a. sie nicht schlecht sind, sondern sie fußballerisch einen Ist-Zustand haben, der nicht (oder im Einzelfall noch nicht) für die Erste reicht.
    b. durch die richtige Einstellung und Trainingsfleiß die Chance besteht, in die Erste aufzusteigen.


    Ansonsten kann ich mich Paul und Karl anschließen. Gängeln und Triezen hat es in der Schule immer gegeben. Wenn es denn tatsächlich nicht in Mobbing ausartet sondern beim "normalen" Hänseln bleibt, müssen sie auch lernen, sich dagegen zur Wehr zu setzen. Wenn ich daran zurück denke, wie oft ich aufgrund meines Schalke-Schals in der Schule geärgert wurde ;( :rolleyes:


    Eure Methode ist ja die gleiche Methode wie unsere damaligen B - Junioren Trainer die dann jährlich 6 - 10 Spieler verloren hatten, weil diese es nicht verstehen konnten, dass die Trainer "Larifari" betreiben konnten und sie als Spieler nicht.


    Das hatte ich ganz überlesen. Ich vermute jetzt mal, dass Du dies nur auf diesen speziellen Fall und diese B-Juniorentrainer bezogen hast. Die von mir beschriebenen Väter machen nämlich alles andere als "Larifari". Ich würde sofort einschreiten, wenn dies so wäre!! Und ich habe einen sehr kurzen Draht mit dem von mir beschriebenen Vater, der immer da ist. Da wird nichts gemacht, was nicht auch in meinem Sinne wäre. Den Jungs gefällt's; das ist die Hauptsache.


    Aber nochmal: Das alles ist nur bezogen auf meine E-Jugend jüngerer Jahrgang. Bei muecke1403 stehen 9 Väter am Rand und schauen zu. In seinem Fall wären die bestimmt eine gute Unterstützung für ihn, wenn sie aktiv mit eingebunden sein würden. Ein Versuch wäre es zumindest wert.

    Mag wohl im KIFU funktionieren. Bezweifle aber dass dies bei C - Junioren Aufwärts funktionieren würde.
    Ich bin der Meinung, dass ein Trainer (Cheftrainer) immer aufm Platz stehen sollte.


    Volltreffer :thumbup: Sehe ich genauso.


    Und beide Termine haben selbe Wertigkeit. Die Trainingsbeteiligung ist aber von der Truppe aus gleich gut.


    Und ich wollte den Jungs nur ein zweites Training in der Woche ermöglichen. weil sie danach gefragt hatten und ich es aus bestimmten Gründen auch für wichtig halte, es aber aus zeitlichen Gründen nicht garantieren konnnte. Deine Skepsis kann ich voll und ganz nachvollziehen. Hatte ich auch und habe lange überlegt, ob ich es so mache/machen lasse. Letzendlich hat es funktioniert und die Truppe profitiert davon. Also auch ich. In vielen Bereichen.

    TRPietro
    Donnerstags mache ausschließlich ich das Training. Dann auch alleine.


    Montags bin ich ab und zu auch dabei, mache dann jedoch spezielles Training mit einzelnen Spielern ( Annahme und Mitnahme, Dribbling usw.) und den Hauptteil machen zwei Väter. Ein Vater ist immer da. Dies war derjenige, von dem ich den Eindruck hatte, dass er da wohl Lust zu hat. Mein Eindruck hatte mich nicht getäuscht ;) Und der zweite Vater wechselt halt von Woche zu Woche je nach Plan. Beim "Vatertraining" wird immer in zwei wechselnden Gruppen trainiert. In der Praxis sieht das so aus: Vater A hat seinen Trainingsschwerpunkt mehr auf Dribbling gelegt und Vater B auf Wettkampfspiele. Der eine Teil der Jungs trainiert zuerst bei A und wechselt dann zu B und umgekehrt. Und zum Schluss ist immer ein Spiel. Ich hatte vorher angesprochen, was ich nicht haben möchte,z.B. stupides Runden laufen, Kopfballtraining. Ich habe ihnen als Anregung Soccerdrills und DFB-Online empfohlen, lasse ihnen aber bei der Ausgestaltung ansonsten freien Raum. Und den besten Gradmesser habe ich zuhause. Meinen Sohn. Ich frage ihn natürlich, wie das Training war. Die Väter haben bisher von "Ganz gut" bis "super" bekommen. Wie ich finde eine spitzen Quote :D

    Da ich bis jetzt nur alleine beide Mannschaften trainiere habe ich den Verein und die Eltern in einem Gespräch mitgeteilt wenn sich an der Einstellung nichts ändert,bzw.kein Elternteil sich bereiterklärt mir zu helfen höre ich mit sofortiger Wirkung auf.Dazu wäre noch zu sagen das von den Eltern 9 Väter mit Schein sind,welche immer bei den Einheiten zuschauen

    9 mit Schein? Was für ein brachliegendes mutmaßliches Potential! Und wenn sie immer zuschauen, sind sie offensichtlich auch nicht ganz uninteressiert. Ich habe einige Väter bei mir aktiv mit eingebunden und vielleicht wäre das ja auch was für Dich!? Grundgedanke bei mir war ein zweites Training in der Woche, was ich aus zeitlichen Gründen nicht (immer) selber machen kann. Ich habe eine Liste erstellt mit Tag und Datum. Jeder Montag bis zur Hallensaison. Viele haben auch Schichtdienst und können so besser planen, welcher Montag für sie davon in Frage kommt. Und jetzt kommt das Entscheidene. Ich habe sie nicht pauschal angesprochen sondern die Liste ganz bewusst einem bestimmten Vater zum Eintragen mitgegeben. Bei dem hatte ich den Eindruck, dass er wohl Lust dazu hatte und sich nur nicht getraut hat, von selbst zu sagen "Ich mache das". Gehe so ziemlich jede Wette, dass bei den 9 Vätern bei Dir auch mindestens einer so denkt. Und wenn sich erst einer in die Liste eingetragen hat, fühlen sich die anderen verpflichtet, auch etwas dazu beizutragen. Natürlich hatte bei uns aus beruflichen Gründen nicht jeder die Möglichkeit dazu. Kein Problem. Aber die die es konnten, haben es getan. In deinem Fall würde ich es so handhaben, dass der jeweilige Vater den Hauptteil des Trainings gestalten darf und macht und Du kannst Dich in Ruhe um Einzelne kümmern. Wäre ja mal ein Versuch wert :)


    Zum Aufhören von Spielern: Auch bei mir haben haben im Lauf der Jahre zwei Spieler aufgehört. Die Eltern haben mir nie mitgeteilt warum. Vielleicht verlange ich da zu viel, aber fand das unfair mir gegenüber, dass sie mir nicht die Gründe mitgeteilt haben. Es ist hier schon mal erwähnt worden und dem stimme ich voll und ganz zu bzw. ist mittlerweile auch meine Einstellung dazu. Es kann sein, dass das an mir gelegen hat. Es ist durchaus möglich, dass sie wegen mir aufgehört haben. Dann ist das so und Punkt. Natürlich hinterfragt man sich, aber ich sehe es nicht mehr ein, für alles und jeden Verantwortlich zu sein. Ich mache das mit bestem Wissen und Gewissen und aus reiner Spaß an der Freud. Deswegen orientiere ich mich jetzt hauptsächlich an den erfreulichen Dingen rund um die Mannschaft und das Traineramt :]

    Bei mir als Vater-Trainer bestand in den Anfängen eher das "Problem" der Benachteiligung meines Sohnes. Ich wollte gegenüber den anderen Eltern bloß nicht den Anschein erwecken, ich würde ihn bevorzugen. Obwohl er einer der Trainingsfleissigsten war und ist und auch seine Einstellung passt. Ihm gegenüber war das ungerecht und ich könnte mir dafür noch heute in den Hintern treten :O


    Mein Co hat mich dann darauf angesprochen und mir die Augen geöffnet. Seitdem schreibe ich mir immer die Anfangsformation auf und so bleibt jeder mal draußen bzw. spielt von Anfang an. Das ist für alle gerecht, einschließlich meines Sohnes. Den Vater-Trainer würde ich immer wieder machen. Dann zu Beginn gleich mit der richtigen Einstellung. Mittlerweile genieße ich es einfach nur, dass ich das Hobby meiner Söhne (mein Jüngster trainiert auch mit ) mit ihnen teilen kann und die gemeinsame Zeit kann uns keiner mehr nehmen. Und nicht jedem ist das aus beruflichen o. familiären Gründen vergönnt. Deswegen Fußballgott, sehe es als Geschenk und genieße die Zeit. Bei deiner Grundeinstellung habe ich keine Bedenken, dass das so sein wird. Leistungsschwankungen sind ganz normal.

    Die Zeitung deckt auch den positiven Teil rund ums Thema ab und berichtet in unregelmäßigen Abständen von Aktionen im Sinne des FairPlay von Trainern, Mannschaften, Vereinen usw. im Bereich des Herren-/Damen- und Kinder-/Jugendfußballs. Das geschieht dann sehr facettenreich und mittlerweile glaube ich, dass dies mit Absicht und nicht nur zur bloßen Unterhaltung so ist. Beispiel: Bericht von einem Herrenfußballspiel in der Region. Ein Spieler verletzt sich und ein Mitspieler kickt daher den Ball ins Aus. Nach der Behandlungspause wirft nun ein gegnerischer Spieler zu seinem Stürmer, in der Annahme er kickt die Pille ebenfalls ins Aus. Denkste! Er hatte es nicht mitbekommen und startet ein Solo auf des Gegners Tor. Unterwegs soll er sich wohl über so wenig bis gar keine Gegenwehr gewundert haben und netzt locker ein. Anschließend wundert er sich, dass sich so gar niemand mit ihm freuen möchte und wird aufgeklärt. Es folgt dann der Anstoß und es ist nicht überliefert, ob die gerade "erfolgreiche" Mannschaft jetzt beim Gegenangriff direkt Spalier gestanden hat oder dem Gegner nur sehr viel Raum ließ. Der Angriff war erfolgreich und der alte Spielstand war wieder hergestellt. Dies nach dem Motto: FairPlay und alles nicht so ernst nehmen, ist doch "nur" Fußball :thumbup:


    Danke für eure Meinungen hierzu, da ich ja wissen wollte, ob dies bei euch auch so deutlich thematisiert wird. Offensichtlich haben die Verantwortlichen der Zeitung hier sehr sensible Antennen rund ums Thema und sind mittlerweile bereit, den Stier richtig bei den Hörnern zu packen. Erreicht haben sie damit, dass alle in diesem Bereich Tätigen wissen:


    Big Brother is watching Us ;)

    Zum Artikel: Der entsprechende Absatz ging noch so moderat los, wie Follkao es beschrieb. Stimmung war gut, nur der Trainer von XXXX der XX-Mannschaft müsste sein Verhalten überdenken. Und dann ging es los. Tenor war das man sich bei lautem aggressivem Reinrufen, persönlichen Schuldzuweisungen und demonstrativem Abwenden bei einer Niederlage nicht über mangelndes Sebstbewusstsein der Kinder in der Mannschaft beschweren dürfe !


    Ich war als Zuschauer bei dem Turnier und habe auch u.a. seine Mannschaft spielen sehen. Eine gut spielende Mannschaft übrigens. Mir ist dabei aber nichts dergleichen aufgefallen, allerdings stand ich bei dem Spiel (es war das Endspiel) etwas weiter weg und kann es nicht beurteilen.


    Letztendlich hast du völlig recht, Follkao. Man hätte nach der Vorberichterstattung damit rechnen müssen. Die Zeitung weisst nicht nur bei diesem Turnier immer wieder auf ein korrektes Verhalten am Spielfeldrand hin und hat hier offensichtlich ein Zeichen setzen wollen. Es dient zumindest bei diesem Turnier dazu, dass für nächstes Jahr alle gewarnt sind.


    Aber den Aspekt, den oTTo genannt hat ist bei uns ebenfalls intensiv diskutiert worden. Der Verein hängt ja auch mit drin. Und wie kann man sich davor schützen ?


    Deswegen ist meine Meinung ganz klar. Geht gar nicht. Auch nicht mit allgemeinerer Formulierung, denn damit wären ja auch alle anderen Trainer wieder im Boot gewesen.


    Ich werde der Sportredaktion einfach mal 'ne Mail schicken und fragen: a. Gab es einen bestimmten Anlass? b. Gab es Rückmeldungen vom Verein oder Verband ? c- Gab es allgemeine Rückmeldungen dazu ?

    Beim Tabellenthema gehts ja auch um die Diskussion, welche Auswirkungen dies haben kann und ob mit deren Abschaffung dagegen gesteuert werden kann bzw. zu Nachdenken hierüber anregt. Obwohl es sich nach meiner Erfahrung bei den sog. "HB-Männchen" beim Spiel eher um die Ausnahme handelt. Was mich interessieren würde: Spielberichte über Herren-/damenmannschaften oder ab C-Jugend Leistungsmannschaften sind hier der Normalfall. Und wenn es dabei in Einzelfällen zu Zwischenfällen, gleich welcher Art kommt, wird darüber auch kurz berichtet. Ist aber der Ausnahmefall. Wird bei euch auch in der Öffentlichkeit, sprich Zeitung, über das Verhalten am Spielfeldrand bei Kinder-/Jugendspielen berichtet und diskutiert ? Und wenn ja wie ? Wo sind da Grenzen ? Es hat hier in diesem Jahr bei uns einen Presseartikel über ein Turnier nur für G und F-Jugend gegeben. War sehr schön geschrieben, vom Blümchen pflückenden Stürmer bis zum Interview mit einer 8jährigen Abwehrchefin. Der letzte Absatz hat mich dann beim Lesen fast umgehauen. Es wurde das Verhalten eines ganz bestimmten Trainers angesprochen und schonungslos kritisiert. Es wurde dabei geschrieben, von welchem Verein er kommt und welche Mannschaft er trainiert. Im Grunde hätte man also gleich seinen Namen ausschreiben können. Über diesen Artikel wurde sehr lange und intensiv in unserem Verein und der Elternschaft gesprochen. Es bildeten sich dann so drei Meinungen heraus.


    Die Einen waren der Auffassung: Genau richtig so. Das musste auch so deutlich angesprochen werden; muss er mit leben.


    Andere wiederrum fanden: Sehr gut das es mal angesprochen wird, aber dies hätte man allgemeiner formulieren müssen und nicht so Personen bezogen.


    Und es gab die Meinung: Geht überhaupt nicht. Sowas gehört in dieser Form nicht in die Zeitung.


    Ich habe den Artikel gespeichert und lese ihn mir dann und wann mal durch. Ich finde das im Grenzbereich. Habe mich mal in seine Lage versetzt und denke mir, dass ich doch sehr daran zu knabbern hätte, wenn ich sowas über mich in der Zeitung lesen würde. Und wenn ich mich am Vortag noch so Sch... verhalten hätte. Wird dies bei euch in der Presse auch so deutlich thematisiert??

    Günter


    Deinen beiden Posts stimme ich zu 100% zu. Und ich habe bei Dir auch das Gefühl, dass Du den Spagat zwischen innerer Einstellung und kindgerechter Vermittlung schaffst. Ich für mich musste feststellen, dass ich es bisher gut unterdrücken konnte, dies aber immer schwieriger wird. Dieser Wille und der daraus resultierende Anspruch. Je älter meine Jungs werden und je besser sie auch werden kommt bei mir ein immer höherer Anspruch zum Vorschein. Es geht mir dabei nicht ums Gewinnen. Das habe ich wohl auch von meinem Jugendtrainer. Wir kamen nach einem Sieg stolz wie Oskar in die Kabine und er hat uns zusammen gestaucht, dass sich die Fliesen in der Dusche lösten. Der Wille und die Bereitschaft mehr zu geben hatte ihm gefehlt. Diesen Ehrgeiz habe ich bis heute in der Ü40. Und ich fürchte, dass ich dies irgendwann auf die Jungs übertrage. Es gibt sicherlich ein paar, die haben das Zeug dazu. Aber eben nicht alle und die sind mir mindestens genauso wichtig. Ich stehe zu allem, was ich bisher hier geschrieben habe. Ich habe auch geschrieben, dass ich mich als Vorbild in allen Lebenslage nicht eigne, als Trainer aber schon. Aber auch als Kindertrainer ??? Bisher ja, aber auch in Zukunft ?? Und ich habe geschrieben, dass ich in zwei Jahren aufhören werde, weil man als Trainer irgendwann verbraucht ist. Stehe ich zu, ist aber nur die halbe Wahrheit. Ich höre auf (und würde dies sofort tun, wenn sich jemand gefunden hätte), weil ich meine (hohen) Ansprüche irgendwann auf die Kinder übertrage und erwarte, dass sie die erfüllen. Gereift ist bei mir der Entschluss nicht zuletzt durch Andre. Er hatte mehrfach geschrieben, dass er aufgehört hatte, weil er seiner Truppe gegenüber ungerecht wurde und nur den Erfolg sah. So habe ich es zumindest verstanden.Bei ihm war es glaube ich auf das Gewinnen bezogen. Bei mir ist es der Anspruch. Kannst den Spiegel wieder runter nehmen, Andre. Ich habs kapiert ;)


    Und deswegen, in meinem Fall ist dies zumindest so, man kann Tabellen abschaffen oder nicht, nur noch Freundschaftsspiele machen oder nicht, als Kindertrainer muss man die unbedingte Bereitschaft mitbringen, seine Ansprüche oder Gewinnstreben oder was auch immer hinter die Bedürfnisse der Kinder zu stellen. Und dies kann nun mal nicht jeder und ist daher ungeeignet. Bisher konnte ich dies, für die Zukunft sehe ich da schwarz. Daher bin ich ungeeignet. So einfach ist das!


    Das ändert jedoch nichts daran, dass man weiter zum Nachdenken auffordert. Ob Tabellen oder nicht? Keine Ahnung. Die Diskussion darüber ? Auf jeden Fall

    @ steini
    Du behauptest jetzt allen Ernstes, dass ich als D-Jugendtrainer eine Fehlbesetzung war/bin? Puhh das ist harter Tobak.


    Nein. Das ist dann falsch rüber gekommen. Ich habe es am Ende mit einem Augenzwinkern versehen, weil ich generell der Ansicht bin, dass man sich nicht vom Tabellenstand leiten/lenken lassen soll/darf. Entweder ich habe klare Zielsetzungen wo die Mannschaft am Ende der Saison der Saison fussballerisch steht bzw. stehen soll oder nicht. Tabellen haben doch oft (nicht immer) einen begrenzten Aussagewert. Wie oft hat man Spiele, wo die Jungs noch drei Stunden spielen könnten, die Bude aber wie vernagelt ist. Einmal entdeckt für ca. 1 Minute auch der Gegner das zwei Tore auf dem Platz stehen, schon steht es 0:1. Beim nächsten Spiel ist es absolut ausgeglichen und das "entscheidene" Gegentor fällt in der letzten Sekunde. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Man schaut auf die Tabelle und sieht, dass man zwei, drei oder was weiß ich wieviel Plätze abgerutscht ist und meint nun "Da muss sich dringend was ändern". Oder man schaut sich nur die beiden Spiele an und erkennt: Im ersten Spiel haben sie gut gespielt, nur das Tor haben sie nicht getroffen. Beim zweiten Spiel haben sie auch gut gespielt, nur der ebenbürtige Gegner war cleverer o. glücklicher. Die Trainingsinhalte jedoch wurden umgesetzt. Dann ist für mich alles im Lot. Ich mache allerdings auch keinen Hehl daraus das ich mich sehr darüber freue, wenn sie am Ende der Saison ganz oben stehen. Ich weiß, irgendwie ein Widerspruch. Aber man ist eben Fußballer durch und durch und da gehören eben auch Tabellen dazu. Deswegen kann ich auch Manne gut verstehen. In meiner Jugendzeit gab es auch Tabellen und ich kann mich gut daran erinnern, wie wir uns über einen "Meister"titel gefreut und diesen gefeiert haben. Und ich glaube auch, dass mich mein damaliger (sehr guter) Trainer sehr dahingehend beeinflusst hat, wie ich heute selber trainiere. Nicht so sehr von der Methodik sondern von der Einstellung her. Fußball spielte sich nach seiner (und daher wohl jetzt auch meiner) Meinung nach zu 90% im Kopf ab. Wenn ich mich nicht auf das Training oder Spiel konzentriere, dann spiel ich auch dementsprechend (schlecht). Er hatte damals Recht und es hat auch noch heute Bestand. Deswegen erwarte ich auch, dass sich die Jungs beim Training konzentrieren. Wenn einer Faxen macht und die anderen dabei in der Konzentration stört, macht er 5 Minuten Pause. Und wer sagt, das sie trotz (oder wegen?) dieser klaren Vorgaben keinen Spaß haben?


    Ich kann aber auch Uwe,Andre usw. verstehen. Es geht ja weniger um Tabellen oder nicht, sondern um die Absicht, zum Nachdenken zu bewegen.


    Bin bei diesem Thema aber weder "Fisch noch Fleisch". Vielleicht hat mich am Ende eine Seite überzeugt ;)

    .
    Ich mag auch diese alten Stadien, wo noch Beton statt Plastik ist (......, Bremer Brücke Osnabrück,....)


    :thumbup:




    Zum Thema: Ich finde das System mit den "Play-Offs" sehr gut, da dadurch in der darauffolgenden Saison in der Regel gleichstarke Mannschaften gegeneinander spielen. Ist für mich als Trainer ein guter Gradmesser wo man im Vergleich steht und wie sich meine Truppe im Vergleich zu anderen weiter entwickelt (oder auch nicht :wacko: ). Dieser Vergleich ist mir schon wichtig. Das ist aber unabhängig vom Tabellenstand, sondern ich schaue da von Spiel zu Spiel (ist das schon was fürs Phrasenschwein? :rolleyes: ) Ergebnisse in diesem Jahrgangsbereich schwanken doch sehr stark. Bei uns zumindest. Spricht ja auch für die Ausgeglichenheit. Deswegen sehe ich eine Tabelle hauptsächlich als Hilfsmittel für den Staffelleiter zur Einteilung. Ob die dann auch veröffentlich werden muss... Keine Ahnung. Gebe aber zu, dass ich dann und wann mal drauf schaue. Warum? Ehrlich gesagt weiß ich es nicht. Ich weiß aber das es mich nicht beeinflusst beim nächsten Training oder beim nächsten Spiel. Auch bei mir fragen die Kinder wo sie in der Tabelle stehen. Wenn ich es nicht weiß schaue ich nach und sag es ihnen beim nächsten Training. Kurzes Fachsimpeln der Jungs........und dann wird gefragt was wir als nächstes machen.


    Ich bin daher der Meinung, dass es den Kindern nicht schadet und sie sich sehr wohl mit den anderen Mannschaften vergleichen möchten. Auch in einer Tabelle.


    Sind wir also bei den Erwachsenen. Trainer und Eltern. Zu den Eltern: Ob man die "Choleriker" tatsächlich ohne Tabellen ruhig stellt? Das denke ich nicht, da es eine allgemeine innere Einstellung ist. Manche sind ruhig, manchen feuern lautstark an, manche schreien. Es gibt bestimmt nicht wenige ( von den "Schreihälsen") die dabei eine Tabelle im Kopf haben. Vielleicht achten wir aber nur zu sehr auf gerade Die und empfinden sie als Mehrheit.


    Zu den Trainern: Wer sich im Breitensport in diesen Jahrgangsgruppen von Tabellen lenken lässt, d.h. sein Training und erst recht seine Aufstellung danach ausrichtet, der ist auch ohne Tabellen eine Fehlbesetzung als Kindertrainer.


    Bei allen anderen, so behaupte ich, ist es egal ob es Tabellen gibt oder nicht ! Der eine schaut drauf, der andere nicht. Aber er lässt sich davon nicht beeinflussen.




    Ab D-Jugend im Leistungsbereich ist er allerdings auch eine Fehlbesetzung, wenn er nicht drauf schaut ;)

    @Paul


    Ich hatte hier auf einen Teilaspekt der Fragen von @NF meine Meinung gepostet. Er hat darauf geantwortet und mir seine gegenteilige Einstellung im speziellen Fall von Kind2 geschrieben. Diese konnte ich voll und ganz nachvollziehen, wenn ich sie auch nicht teile. Das Thema war für mich damit abgehakt. Dann schien hier der Eindruck zu entstehen, dass es im Allgemeinen "zwei Lager" zu grundsätzlichen Einstellungen bezüglich Kompromissen gibt. Daraufhin habe ich im ersten Teil des Posts nochmal deutlich machen wollen, dass ich mich nur auf Kind2 und die Einstellung der Mutter bezogen habe. Im zweiten Teil des Posts habe ich meinen Eindruck bezüglich der geführten Diskussionen in diesem Thread geschildert und was mich daran stört. Damit war das Thema eigentlich wieder für mich abgehakt. Das aus Deinem Post entnommene Zitat konnte ich so nicht stehen lassen. Und erst nicht Dein gesamtes letztes Posting!


    Mir war sehr wohl klar das dies eine grundsätzliche Haltung von Dir ist. Nur deswegen habe ich darauf geantwortet. Wie Du darauf kommst, dass ich es dann, im Allgemeinen, auf das Kind2 herunter brechen wollte, ist mir ein Rätsel. Lies es doch einfach im Zusammenhang und beachte dabei, wie ich es geschrieben habe!! Aber nach meinem Eindruck ist genau das das Problem. Du scheinst, zumindest hier bei diesem Thema, nur das zu lesen was Du lesen möchtest bzw. wie Du es lesen möchtest. Noch ein Beispiel gefällig? Im anderen Post teilst Du mir Deine Meinung bezüglich Emotionen und Emotionslosigkeit mit. Ja und ?( Hatte ich geschrieben keine Emotionen oder weniger Emotionen? Also für Dich, vor dem Hintergrund das ich in dem Wissen, das es sich bezüglich Eingehen auf den Einzelfall und Kompromisse eingehen um eine grundsätzliche Haltung handelte, lasse ich meine dort geäußerte Meinung im vollen Umfang stehen. Ich mache mir sehr wohl vor einem Posting Gedanken, was ich darin schreibe. Dabei stehe ich dann auch zu dieser Meinung. Wohlwissend das es hierauf gegenteilige Reaktionen oder auch Kritik geben kann. Völlig okay. Käme ich damit nicht klar, habe ich mich aus einem Forum heraus zu halten. Ich kann dann ja eine eigene Homepage erstellen und meine Thesen und Ansichten unters Volk bringen, ohne dass die Möglichkeit besteht, darauf zu reagieren.


    Das heisst ich bin hier authentisch und ehrlich. Also nehme bitte, zumindest was meine Person betrifft, für die Zukunft zur Kenntnis: Ich starte keine "Versuche". Bei erwarteten Reaktionen ist dies immer gewollt, da ich weder unbedacht etwas schreibe noch zu blöd dazu bin. Und ich möchte mir auch nicht unterstellen lassen, dass ich "Tricks" anwende :!: Allein bei diesem Begriff zeigst Du meiner Meinung nach Deine innere Haltung im Bezug auf diskutieren wollen.


    Zudem finde ich es sehr vermessen von Dir, Posts bzw. Meinungen darin zu bewerten. "Schwacher Konter", "schwache Dinger raushauen" und "billige Tricks" sprechen eine deutliche Sprache. Ist nicht mein Geschmack und Deine, von mir empfundene, abwehrende Haltung während der Diskussion und die mangelnde Bereitschaft dazu, auch nicht. Aus diesem Grunde und weil es in diesem Thread um die Fragestellungen von @NF geht, ziehe ich mich hier auch zurück. In diesem Sinne.....

    Im Grunde ist das aber genau die Haltung dieses ewigen Eingehens auf den Einzelfall, Kompromisse schließen, solange bis nix mehr vom Konzept übrig bleibt oder bis man nicht mehr weiß wo eigentlich der Ursprung des Problems ist. Das ist die Haltung, die ich kritisiere.


    Sehr interessant. Das drängt mich zu folgender Frage: Da ich ja hier in diesem Fall von Kind2 auch zum "Lager der kompromisbereiten Trainer" gehöre, bin ich ( sofort oder bei weiteren Kompromissen ? ) in Deinen Augen


    - Konzeptlos


    - Ahnungslos hinsichtlich der Ursache


    und in dem Falle dann auch


    - nicht in der Lage zu Problemlösungen ( woher auch, ich weiß ja dann "vor lauter Bäumen (Kompromissen) nicht, wo der Wald (Ursache) ist")



    Das ist starker Tobak :!: Aber Du wirst überrascht sein. Ich halte dies aus und ich nehme es Dir auch nicht übel. Weil es Deine Meinung ist. Ich verfüge offensichtlich über andere Erfahrungswerte und komme daher zu einer anderen Meinung und Einstellung.




    Aber das oben ausgewählte Zitat von Dir bestätigt mich in meiner Meinung welche ich hier gerade zuvor gepostet habe:


    "ständiges Eingehen und Kompromisse führen dazu"- = Verallgemeinerung/Schwarz/Weißdenken -


    "wer das macht hat bald kein Konzept mehr/weiß die Ursache fürs Problem nicht mehr" = Schwarz/Weiß-/Schubladendenken/Kategorisieren


    Deutlicher hättest Du meine Kritik nicht erfüllen können!

    Ich habe, auf den speziellen Fall von @NF im Bezug auf Kind2 hier mitgepostet, fühle mich daher auch angesprochen und deswegen ist mir wichtig:




    Möchte mich nicht in "ein Lager" eingeteilt wissen. Man zeige mir die Textpassage woraus hervorgeht, wie ich in der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft zu Dingen wie Konsequenz, Zielen, Vorgaben, Werten usw. usw. stehe und dies innerhalb meiner Trainertätigkeit gegenüber der mir anvertrauten Kinder handhabe und vertrete, weil ich in diesem speziellen Fall den Jungen zum Stützpunkttraining gehen ließe, ohne damit ein Problem zu haben :!: :?:




    Dieses Verallgemeinern, Schwarz/Weiß- und Schubladendenken und Kategorisieren nervt. Mich zumindest. Diskussion bedingt, dass man die Meinung des anderen zumindest respektiert, wenn auch nicht akzeptiert. Ein bisschen Reflektion der eigenen Person und insgesamt weniger Emotion würde dieser Diskussion gut tun. Das Ganze erinnert mich irgendwie an "Regeln für den Trainer". Es werden Fronten aufgebaut, die Emotionen kochen hoch.........




    .....und am Ende stellt man fest, dass man lange aneinander vorbei geredet/geschrieben hat und gar nicht so weit voneinander entfernt liegt.

    Günter


    Genau so stelle ich mir das vor und so ist ja auch der Grundgedanke. Ich vermute mal, dass dies bei uns genauso fair und normal abläuft, was die Sichtungs-/Auswahltrainer angeht. Nochmal: Mein Ärger bezieht sich auch einzig und allein auf die "Experten" am Rand. Ich glaube hier ist Aufklärungsarbeit angesagt!! Aber den einen Sonntag überstehe ich auch noch 8)

    mCPs


    Ich hatte nicht vor, Dir mit meinem Post das Interesse daran zu vermiesen. Ganz im Gegenteil. Und nein, es ist nichts daran auszusetzen, dass man sich für seinen Sohn Förderung wünscht bzw. es ihm gönnt. Denke jeder der was anderes behauptet lügt sich was vor. Ist mir nur bei diesem Thema besonders wichtig, dass man vorher beide Seiten kennt und bedenkt. Ich behaupte, dass dies nicht alle Elternteile machen. Meine beschriebenen Erfahrungen beim für mich ersten Auswahltraining als Außenstehender bestätigen mich da.Aber wenn Du Deine beschriebene innere Einstellung dazu behälst und Du (wenn es mal soweit sein sollte) genauso an die Sache ran gehst und dementsprechend beurteilst, dann bist Du genau auf dem richtigen Weg :thumbup:




    PS: Geht das da wirklich so heftig zu, das die Eltern wie die Fliegen um den Trainer schwirren und die Kinder in den Stützpunkt quatschen wollen?
    Also mein Ding wäre das nicht, entweder er hat das Talent oder halt nicht.
    Ich hoffe das die Stützpunkttrainer die Spieler objektiv beurteilen und es nicht darum geht welche Eltern ihren Sohn am besten verkaufen!?
    Traurig sowas ...


    gruß




    Das waren zumindest meine Beobachtungen beim ersten Mal und ich habe nicht übertrieben. Und wenn Zw3rG nicht gerade zufällig bei dem selben Auswahltraining war wie ich, scheint dies kein Einzelfall gewesen zu sein. Danke übrigens Zw3rG, dass Du mir diese Illusion genommen hast :S ;)


    Ich muss als Vorgeschichte dazu sagen, dass ich nicht aus eigenem Antrieb die Jungs gemeldet habe. Ich war zunächst davon ausgegangen, dass eine Sichtung erst beim Sparkassen-Cup ( NFV-Verband) stattfindet. Und den habe ich erst nächstes Jahr mit meiner Truppe. Für den Stützpunkt ist dies ja auch so. Von einer Kreisauswahl war mir nichts bekannt. Bei einem Turnier hat mich dann ein Trainer einer uns bekannten Mannschaft darauf angesprochen und er hatte sich gewundert, dass ich keinen meiner Jungs gemeldet habe. Habe mich dann erst schlau gemacht und mich mit den betreffenden Eltern zusammen gesetzt. Als die ihr okay gegeben haben, habe ich die Jungs gefragt, ob sie Bock auf einen Sonntag mit einem Training bei einem anderen Trainer haben. Komisch. Die haben doch tatsächlich Jaaaaaaaaaaaaa gesagt ?( Undankbare Gören :D Habe mich ( in meiner grenzenlosen Naivität ) also auf zwei Stunden Training gefreut, wo ich mal nichts machen muss. Einfach nur zugucken und genießen. Und dann das. Habe mich so darüber geärgert, dass ich es echt schon bereut habe. Aber jetzt ziehe ich es durch und es ist ja nur noch diesen Sonntag. Dann werde ich mir allerdings meinen Campingstuhl und 'ne schöne Kanne Kaffee mitnehmen und es mir Abseits des "Mobs" bequem machen.




    Deine Frage hinsichtlich der Objektivität der Sichtungstrainer kann ich kaum und vor allem wenig fundiert beantworten. Kenne ja weder das Ergebnis dieses Auswahltrainings noch deren Kriterien für die Auswahl. Vielleicht decken sich in diesem Fall ja ihre Beobachtungen mit meinen. Dann sind sie natürlich die Größten und echte Fachleute :D


    Was mir an diesem System der Sichtung / Förderung nicht gefällt ( ...und ansonsten finde ich es sehr gut... Verbesserungswürdig in einigen Teilen, aber der Grundgedanke ist sehr gut) ist die meiner Auffassung nach getrübte Objektivität aufgrund der Vereinszugehörigkeit der Trainer ausserhalb des DFB ( Lobbyismus ) und der Dauer ihrer Tätigkeit als Sichtungstrainer (Klüngelbildung ). Aber das führt hier zu weit.


    Ich gestehe ihnen auch ein gewisses Maß an Subjektivität zu. Ist immer (mal mehr, mal weniger) bei Entscheidungen von Menschen dabei und normal. Und ich denke, dass man bei solchen Auswahl- /Sichtungstrainings als verantwortlicher Trainer auch eine "Linke-Ohr-rein, rechte-Ohr-raus" Taktik bzw, Mentalität entwickelt. Reiner Selbstschutz.