Auf der Homepage des Vereins ist der Stein des Ansoßes (also die Statistik) übrigens tatsächlich veröffentlilcht. Viel gelernt haben sie offensichtlich nicht...
Beiträge von Follkao
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Grundsätzlich: Gute Idee, Andre.
Die von Dir beschriebene Ausgangssituation gilt aber speziell für den FLVW, oder?
Was die Umsetzung angeht, habe ich allerdings ähnliche Bedenken wie Chris. Wenn jeder Trainer seine Spiele einzeln vereinbart, hätten wir bei uns große Probleme, die Platzbelegung zu koordinieren. Das ist jetzt schon manchmal schwierig.
In der Praxis passiert manches ja schon heute. Wer merkt, dass er in seiner Staffel über- oder unterfordert wird, vereinbart Freunschaftsspiele in der spielfreien Zeit (z.B. vor dem Wechsel in die Halle). Genauso machen es ja viele vor Beginn der Punkterunde. Meistens weiß man ja ungefähr, wer im Kreis auf einem ähnlichen Level spielt. Und nicht nur das - wenn wir bei einem Turnier ein enges Spiel gg. eine Mannschaft aus dem Nachbarkreis haben, schreiben wir die gleich auf die Liste für potentielle Freundschaftsspielgegner und Turniereinladungen.
Mich verwundert es dann aber immer, wenn man auf Trainer trifft, die gar kein Interesse an einem solchen Freundschaftsspiel haben. Manche wollen gar kein Spiel auf Augenhöhe haben. -
Ja, Vereine, die Fussball spielen können

Der BVB hat einen solchen Verein ja schon kennengelernt. Schalke muss noch bis Februar warten.
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Bei uns im Kreis gibts es für Minikicker und F-Jugend auf Turnieren keine Pokale, sondern Medaillen für jede Mannschaft. Teilweise bei den Siegern eben mit einem Aufkleber "1. Platz" drauf. So hat jedes Kind beim Turnier etwas davon.
Grundsätzlich ist die Philosophie ja richtig, in diesen Altersklassen nicht Gewinnorientiert zu denken und zu spielen. Allerdings bin ich der festen Überzeugung, beim Wechsel von der F- in die E-Jugend findet auch langsam ein Umdenken bei den Kindern statt. Bei ihnen setzt auch irgendwann der Wettkampfgedanke ein. In der Meisterschaft kann ich das noch runterputzen, bei Turnieren jedoch irgendwann nicht mehr. Da wissen die Jungs, am Ende gibts Pokale und Platzierungen. Und Letzter wollen die nicht werden... Aber das beziehe ich jetzt auf die E-Jugend.
In der F-Jugend hingegen ist das Gewinnorientierte Denken absolut tabu. Bis auf wenige Ausnahmen juckt es die Kinder in dem Alter noch nicht, welchen Platz man belegt. Die wollen einen Ball und ein Spielfeld, dann sind sie glücklich. In der E-Jugend kann man durchaus etwas Positionsbezogener spielen lassen (vorausgesetzt man ist nicht blind und schätzt die Fähigkeiten der Kinder falsch ein, sieht nicht die Anlagen die sie mitbringen), daher sollte man gerade in der F-Jugend noch rotieren was das Zeug hält. Daher halte ich es auch für völlig unsinnig, in einigen Kreisen Platzierungen ausspielen zu lassen. Unser Sommerturnier wird ein Ligasystem haben. Jeder gegen jeden, und jedes Kind bekommt eine Medaille.
Da habe ich andere Erfahrungen gemacht. Wenn wir bei einem Turnier das erste Spiel nicht gewinnen, müssen wir meistens 3 - 4 Mal die Frage beantworten "Können wir noch Erster werden?". Die Frage kommt immer von denselben 3 - 4 Kindern.
Und unsere Antwort ist auch immer dieselbe: "Keine Ahnung. Spielt aber auch keine Rolle. Spielt einfach so gut Fußball, wie Ihr könnt - dann ist das Ergebnis egal."
Den anderen ist das tatsächlich nicht so wichtig - aber auch die werden lieber Erster als Zweiter.In unserem Kreis gibt es auch schon in der G-Jugend Platzierungen und auch eine Meisterschaftsrunde. Wie waren damals mal bei einem Turnier im Nachbarkreis, wo man das anders handhabte. Als es dann zur Siegerehrung ging, dachten die Jungs, sie erfahren Ihre Platzierung. Schließlich hatten sie den Kreismeister unseres Kreises in diesem Turnier geschlagen und waren darauf schon mächtig stolz. Andere Spiele hatten sie verloren - aber damit konnten sie gut leben. Bei der Siegerehrung hieß es dann "Wir sind alle Sieger..." ein Trainer hinter mir ergänzte "...und jetzt fassen wir uns an den Händen und tanzen gemeinsam unseren Namen...".
Bei diesem Turnier kamen sich die Jungs recht veralbert vor. Auch 6- oder 7-jährige haben schon ein Zahlenverständnis, das es ihnen erlaubt, Platzierungen zu verstehen.
Ich kann viele der Argumente gegen Tabellen und Platzierungen im unteren Jugendbereich verstehen. Das Argument, dass es den Kindern egal ist und sie es ohnehin nicht verstehen, teile ich aber nicht.
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Es geht Ranwie doch "nur" um die Positionsrotation und nicht um die Abkehr von den Idealen des Kinderfußballs.
Man kann die Positionsrotation aber durchaus unterschiedlich interpretieren. Natürlich kann man sagen "Jeder spielt in jedem Spiel auf jeder Position zu gleichen Teilen."
Ich kann aber auch sagen "Jeder spielt innerhalb (einer Saison / eines Monats / einer Woche / eines Turnieres / eines sonstigen Zeitraums) auf vielen Positionen zu nicht unerheblichen Anteilen." Auch das ist Positionsrotation.
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Nun zu meiner Frage. In diesem Lehrgang wurden auch American Footballs erwähnt. Hat da jemand Erfahrung damit? Ich habe da im Internet mal versucht, mich schlau zu machen, aber ich weiß leider nicht, welche Größe da Altersgerecht ist
Stelle es mir interessant vor, wenn der Ball anders reagiert, als der normal runde Ball.
Es gibt auch kleinere und leichtere American Footballs. Gefunden habe ich so einen im Spielwarenhandel - der mit dem umgedrehten `R´...
Wir nutzen den Ball machmal zum Warmmachen. 2 Hütchentore, der Ball darf nur geworfen werden, mit dem Ball darf nicht gelaufen werden, Ball muss ins Tor "gelegt" werden. Den Jungs machts Spaß und alle sind in Bewegung. Man muss allerdings aufpassen, dass man bei zu intensiven Zweikämpfen rechtzeitig einschreitet.
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Wir rotieren mit unserer F1 und haben kein Spiel verloren, unsere E3 rotiert nicht und verliert jedes Spiel zweistellig. Und? Was sagt uns das? Nur dass die eine Mannschaft stark ist und die andere schwach.
Naja... Zunächsteinmal sagt uns das, dass das Rotieren am leichtesten ist, wenn man ohnehin eine starke Mannschaft hat. -
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Also ich stell mich jetzt noch etwas dümmer an, als ich sonst schon bin und frage mal schlicht in den Raum, ....
-welche Aufgabe hat denn ein Kapitän?
oder besser noch,
-welche Aufgabe hat denn ein Kapitän im unteren Jugendbereich?
Für mich ist der Kapitän jemand, der die Anweisungen des Trainers an die Mannschaft weitergibt, die Spieler dran erinnert und auf Defizite die er ihm Spiel erkennt, sofort sachlich und konkret hinarbeitet, in dem er vorbildlich die Dinge vornimmt oder andere fair, sachlich und konstruktiv notfalls dirigiert. Zudem ist er das Bindeglied zwischen Mannschaft und Trainer.
In einer F oder auch E trifft hiervon fast nichts zu, denn es betrifft nicht die Ziele der F oder E oder soll er den Mitspielern sagen, ...du mußt aber besser Dribbeln, stärker in die Zweikämpfe gehen, um Tore zu verhindern oder eher schießen zu können, oder sollte er ihnen sagen, dass sie beim Torschuss den Fuß zum Vollspannschuß falsch halten usw.. Ihr seht, ....das trifft nicht zu und ist für mein Verständnis quatsch.
Sehe ich auch so. Der Kapitän ist in dem Alter einfach nur das, was in der Schule der Klassensprecher ist.Im Wesentlichen hat er nur repräsentative Aufgaben: Begrüßung, Seitenwahl, ggf. Siegerehrung. Aber auch Präsentübergaben bei Verabschiedungen oder Dankeschön-Präsente an Sponsoren.
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Beide Varianten haben sicherlich ihre Vorteile.
Natürlich kann es gut sein, wenn die Mannschaft über einen längeren Zeitraum zusammenbleibt. Auf der anderen Seite muss es kein Nachteil sein, wenn sich ein Teil der Mannschaft jedes Jahr verändert. Die Kinder können damit umgehen.
Ich tendiere auch eher zu leistungshomogenen Mannschaften. Bestärkt werde ich darin, wenn ich stärkere Spieler an den älteren Jahrgang ausleihe. Manchmal bin ich selbst überrascht, was diese Jungs dann trotz teilweise körperlicher Unterlegenheit zeigen.
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Wenn es dort noch eine positionsbezogene Ausbildung gibt, fängt sie auch bei Profivereinen frühestens auf dem Großfeld an.
Ich weiß aber auch gar nicht, ob das, was bei Ajax in den 90ern so revolutionär war, heute überhaupt noch aktuell ist. Soweit ich mich erinnere hat man damals in allen Ajax-Mannschaften dasselbe System spielen lassen, das der Cheftrainer der 1. Mannschaft vorgegeben hat. Solange man den Trainer nicht wechselt, sicherlich gut... Aber wenn doch...
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Ich finde es halt so, das man die Binde nicht als Trophäe und zum Ansporn nehmen sollte, da wenn Spieler A beim nächsten Spiel die Binde kriegt, Spieler B,C,D usw der Meinung sein könnten nicht gut genug zu sein ...
Fester Kapitän ... der die Mannschaft aufs Feld führt, ein Vorbild ist, die Mannschaft mitreißt, immer zum Training kommt und sich rein hängt, der auf dem Feld ein bisschen das sagen hat.
Wir haben 1-2 Spieler in der Mannschaft, die von den anderen Respektiert werden ... wenn sie auf dem Platz was sagen, akzeptieren es die anderen Spieler und befolgen es, dies ist bei anderen Spielern nicht so, die sind leise und froh wenn sie Fußball spielen können und nichts sagen müssen ... die zwei anderen hingegen machen den Mund auf wenn einer nicht abspielt, wild übern Platz läuft usw ... ich denke einfach, das ein Kapitän nicht nur gut Spielen sollte um die Binde tragen zu dürfen, da gehört obiges auch noch dazu ... oder sehe ich das so falsch?
Sehe ich anders. Das, was man im Erwachsenenfußball "Führungsspieler" nennt, gibt es in dem Alter noch nicht. Natürlich gibt es Unterschiede in der Leistungsfähigkeit - das hat aber nix mit "Führen" zu tun.Kinder in dem Alter sind auf dem Platz größtenteils mit sich selbst beschäftigt. Sie können die anderen noch nicht führen. Und das ist auch bestimmt nicht Sinn der Sache in diesem Alter.
Wir ermuntern alle Spieler, auf dem Platz laut zu sein. Wenn ich meine, dass jetzt der Pass zu mir kommen muss, muss ich mich bemerkbar machen. Das kappt schon immer besser und auch die eher schüchternen Kinder werden immer lauter. Auch so kann man Selbstbewusstsein stärken. Bei uns sind die Kinder auf dem Platz deutlich lauter, als die Eltern am Rand.

Den Kapitän haben wir in geheimer Wahl von der Mannschaft wählen lassen und vorher auch den Sinn und Zweck einer geheimen Wahl erklärt. Jeder bekam einen Wahlzettel, auf dem sein eigener Name fehlte. Sonst hätten wahrscheinlich 10 Kinder jeweils genau eine Stimme bekommen.
Dadurch war die Wahl für uns als "Wahlhelfer" natürlich nicht mehr geheim.Interessant war für uns das Ergebnis: Gewonnen hat nicht der fußballerisch Stärkste, aber doch einer aus der oberen Hälfte. Nicht der Vorlauteste, aber auch nicht der Stillste. Nicht der Größte, aber der Kleinste
.Und das Wichtigste: Durch die demokratische Entscheidung ist der Kapitän vollkommen akzeptiert und auch die Vertretung ist klar geregelt.
Nach dem letzten Turnier der letzten Saison (und einzigem Turniersieg der Saison) kam er zu mir und sagte "Ich habe mit Spieler X abgemacht, dass er heute den Pokal abholt. Der hat heute das letzte Mal bei uns gespielt. Das wäre doch ein toller Abschied für ihn." Und da war auch mir klar, dass die Jungs (bewusst oder unbewusst
) einen Kapitän mit einer für einen jüngeren F-Jugendlichen ungewöhnlich hohen Sozialkompetenz gewählt hatten.Ach ja: Der einzige Nachteil bei der Wahl war, dass sie meinen Sohn gewählt haben. Bei Ernennung durch den Trainer wäre das natürlich absolut tabu. Durch die geheime Wahl war das aber o.k. Bei der o.g. Szene nach dem letzten Turnier war der Trainer in mir natürlich sehr zufrieden mit seinem Kapitän - aber der Papa in mir war mächtig stolz.

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Äääähhm... Kann das denn sein, dass alles andere als die in den Regeln genannte Ausrüstung aus Sicherheitsgründen verboten ist...?
Kann man sich bei so einem Kopftuch im Zweikampf verhakeln, dann stürzen und durch das Verhakeln irgendwelche Verletzungen davontragen? Ich weiß es nicht - aber ausschließen kann ich es auch nicht. Wenn sowas passiert, möchte ich nicht in der Haut desjenigen stecken, der diese Ausrüstung entgegen den Regeln erlaubt hat.
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Ja, auch ich habe meine Einstellung zu diesem Thema innerhalb des letzten Jahres geändert.
Vor einiger Zeit hätte ich noch gesagt "Wenn die Mannschaft 20 Tore besser ist, geht das Spiel halt mit 20 Toren Differenz aus. Basta." Heute schwäche ich die Mannschaft auch bewusst bei früher und (zu) hoher Führung.
Manchmal klappt aber selbst das nicht. Die letzten beiden Spiele haben wir trotzdem zweistellig gewonnen. Manchmal macht man sich da natürlich auch Gedanken über die Staffeleinteilung. Wenn eine F zur Hälfte aus dem jüngeren Jahrgang besteht, sollte man zumindest darüber nachdenken, sie für eine F2-Staffel zu melden.
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Erfahrung ist sicherlich übertrieben - aber wir haben auch einen Jungen mit ADHS in der Mannschaft. Aus dem Verein weiß ich noch von ein paar mehr Jungs mit diesem Problem.
Das kann sich wohl sehr unterschiedlich äußern. Unser Junge ist eher ruhig; innerhalb der Mannschaft nicht gerade ein Lautsprecher. Der Grad der Unaufmerksamkeit nimmt mit Tageszeit und Umgebungseinflüssen zu. Je früher am Tag und je weniger Umgebungseinflüsse, desto weniger merkt man ihm an.
Er hat zwar (zumindest äußerlich) nicht so stark mit Misserfolgen zu kämpfen - andererseits sieht man ihm aber auch an, wie wichtig ihm persönliche Erfolgserlebnisse sind. Die versuchen wir ihm natürlich auch zu vermitteln. Das ist im Training aber deutlich leichter als im Spiel. Da muss man als Gegenspieler halt nehmen, wer kommt.
Ihn bewusst mehr spielen zu lassen als andere, finde nicht richtig. Er ist halt nur einer von 10. Ihn für Dinge zu loben, für die Du andere vielleicht nicht loben würdest, finde ich hingegen o.k. Ggf. würde ich das aber so machen, dass es die anderen nicht hören. Sonst wirkt das wie Bevorzugung des eigenen Kindes.
Ein Beispiel: Besagter Junge hat große Koordinationsprobleme. Wenn andere wie die Gummibärchenbande durch die Koordinationsleiter hüpfen, muss er sich auf jeden einzelnen Step gewaltig konzentrieren. Fußballerisch wirkt sich das besonders bei der Benutzung des "schwachen" Fußes aus. Die meisten anderen sind mittlerweile so weit, dass sie (besonders in Tornähe) den schwachen Fuß instinktiv benutzen. Er nicht. Wenn er dann mal den schwachen Fuß benutzt, loben wir ihn dafür dann besonders.
Ich glaube den Eltern würde ich das nicht erzählen. Mir wäre die Gefahr zu groß, dass die anderen Kinder das dann irgendwie mitkriegen würden und die Hänselei erst recht losgeht. Es sei denn der eine oder andere ist dabei, zu dem Du besonderes Vertrauen hast.
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Deine feinen Antennen in allen Ehren und sie sind grundsätzlich sicher auch berechtigt.
Aus der Schilderung, dass ein Spiel hoch verloren wurde und die nächsten beiden knapper, kann ich aber noch kein nichtkindgerechtes Verhalten erkennen.
Aus der Äußerung "Trainer ich glaube bald gewinnen wir unser erstes spiel." schließe ich eher, dass die Jungs nicht aufstecken und toll motiviert sind.
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Interpretierst Du da nicht etwas viel rein...?
Ich habe von all dem nix gelesen in Neuna1975´s Posting.
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Du trainierst einen 97er Jahrgang? Sprich F- oder E-Junioren?
Ja, Kondition ist in allen Bereichen wichtig. Im Kinderfussball holen sich die Kids (auch bis ins C-Juniorenalter) einfach mit gutem Training, sprich (DFB): keiner steht, alle sind in Bewegung. Damit sollten sie locker die Kondition mitbringen, die sie auf dem Kleinfeld benötigen.
97er ist z.Zt älterer Jahrgang D-Jugend.Ansonsten stimme ich Dir aber zu: Für F und E sollte man auf spezielles Konditionsbolzen verzichten. Wenn man dafür sorgt, dass sie beim Training in Bewegung bleiben, reicht das aus und ist auch anstrengend genug.
Trotzdem habe ich auch in dieser Altersgruppe schon deutliche konditionelle Unterschiede gesehen. Das hat dann aber auch viel damit zu tun, was die Kinder außerhalb des Trainings machen. Vor der Playstation sitzen? Mit Kumpels bolzen? Mit dem Fahrrad rumbelgen? Fernseher?
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Das Problem kenne ich. Vor ca. einem Jahr standen wir auch davor...
Also: Ich gehe davon aus, dass die Zahl in Deinem Nick Dein Geb.-Jahr ist. Insofern gehe ich davon aus, dass Du evtl. selbst Kinder in diesem Alter hast und die Jungs deshalb auch in der richtigen Sprache ansprichst.
Wenn das Bild in Deinem Avatar die Mannschaft ist, habt Ihr 3 Trainer. Das kann man nutzen um in kleinen Gruppe zu arbeiten. Das hat den Vorteil, dass Ihr 3 völlig unterschiedliche Übungen machen könnt und die Jungs so Abwechslung haben. Trotzdem können die Übungen schon einen gemeinsamen Zweck erfüllen. Wenn Ihr etwas zu erklären habt, erklärt Ihr das dann in den kleinen Gruppen. Da hast Du in der Regel mehr Aufmerksamkeit. Aber nicht übertreiben. Die Jungs wollen weitermachen.
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass zehn achtjährige Jungs auf dem Fußballplatz nicht lange zuhören (können). Das ist auch o.k. so. Klar, in der Schule müssen sie das auch. Aber der Unterschied ist: Schule soll Spaß machen; Fußball muss Spaß machen. Da will der Achtjährige nicht lange zuhören müssen; er will die Kugel am Fuß haben.
Vor dem Spiel machen wir abgesehen von der Startaufstellung keine große Mannschaftsbesprechung. Dafür sprechen wir aber mit jedem der Jungs einzeln; erinnern vielleicht an Dinge, die wir im Training gemacht haben oder was auch immer. Das soll gar nicht so lange gehen. Höchstens 1 Minute, eher weniger. Wir haben den Eindruck, dass die Jungs sich durch diese 4-Augen-Gespräche sehr wertgeschätzt fühlen. "Das sagt der Trainer MIR."
Natürlich sagen wir zehn Mal fast das Gleiche. Aber das spielt gar keine Rolle.
Ach ja: Wenn sie Dir im Spiel nicht zuhören, sag halt weniger. Sag so viel weniger, dass am Ende nur noch das Wichtige übrigbleibt. Ich weiß: Fällt schwer. Geht aber.
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Ansonsten spreche ich immer davon, dass die Leistungsgruppe in der er sich bewegt, passen muß, auch in der F. Wenn ein Verein dieses nicht berücksichtigt und beispielsweise immer in Jahrgängen spielen läßt (die bleiben immer zusammen) oder man hat nur eine F Mannschaft, dann haste eben Pech gehabt, ...der spielschwache Junge spielt und fertig.
Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Wenn man homogene Mannschaften hätte, gäbe es das Problem nicht. Klar - kleinere Vereine haben die Möglichkeit nicht. In unserem Fall wäre das aber möglich. Wir haben genug Mannschaften eines Jahrgangs. Die Trainer würden das auch befürworten - der Jugendvorstand will das aber nicht... Man scheut wohl die Diskussionen in der F-Jugend, die man dann in der E auf jeden Fall hat...
Begründung ist, dass man in der F-Jugend die Mannschaften nicht leistungsorientiert zusammenstellen will. Kann ich nachvollziehen. Aus Gründen der Ausbildung wäre es aber sinnvoll, sie zumindest leistungshomogen zusammenzustellen. -
Du bist selbst das beste Beispiel. Du hast vor dem Lesen im Forum darüber nicht die Bohne nachgedacht, stimmts? Nun grübelst Du und bald wird sich eine Meinung, ...vermutlich eine andere Meinung einstellen.
Ganz so ist es nicht. Über das Thema "gerechte Aufteilung" der Spielzeiten und "Was ist gerecht?" habe ich mir durchaus schon vorher Gedanken gemacht und auch mit Eltern diskutiert. Ich habe durchaus unterschiedliche Ansatzpunkte gefunden:- Alle zahlen den gleichen Beitrag und deshalb sollen alle die gleiche Möglichkeit zur Ausübung ihres Sportes haben.
Wenn man diesen Gedanken konsequent zu Ende denkt, müsste das aber nicht nur für den unteren Jugendbereich sondern bis zum unbezahlten Herrenbereich gelten. - Die Entwicklung der Kinder geht oft in Wellen voran. Das gilt nicht nur für den fußballerischen Bereich. Wenn sie auf der Stelle treten oder gar einen Schritt zurück gemacht haben, ist das meistens ein Zeichen dafür, dass danach ein großer Schritt nach vorne gemacht wird.
Tue ich ihnen einen Gefallen, wenn ich sie während eines Wellentals übermäßig gegen starke Gegner stelle? - Darf Trainingsbeteiligung und Pünktlichkeit eine Rolle spielen?
Wenn´s in diesem Bereich nicht passt, sind dafür in diesem Alter oft die Eltern verantwortlich. Sollen die Kinder dafür die Konsequenzen tragen? - Ist es gerecht, wenn Kinder, die sich reinhängen und ackern, genausoviel spielen, wie Kinder, die nach einem Ballverlust mit der Hand in der Hose warten, dass der Ball wieder nach vorne kommt?
- Sollen Kinder, die sich im Training in jede Übung reinknien, genausoviel spielen, wie Kinder, die "halt so mitmachen"?
Es bleibt also die Frage "Was ist gerecht?". Und diese Frage habe ich für mich noch nicht geklärt.
Eins habe ich für mich aber klar: Wenn die ersten 7 für einen Gegner stark genug sind, die gesamten 10 sind es aber nicht, dann ist die gesamte Mannschaft für diesen Gegner nicht stark genug. Denn die Mannschaft besteht aus 10 - auch wenn nur 7 auf dem Platz stehen.Wir haben in der letzten Saison (ganz besonders bei Turnieren) auf die Ergebnisse gepfiffen. So kam es, dass wir eine Mannschaft übernommen hatten, die im Vorjahr (also als G-Jugend) reichlich Turniere gewonnen hatte. Im 1. F-Jugend-Jahr hatten wir bis Mitte Juni noch keinen Turniersieg. Uns als Trainern war das egal. Häufig hatten wir den Eindruck, dass wir Mannschaften, die wir in einem 10-minütigen Turnierspiel nicht schlagen konnten, in einem "echten" 40-Minuten-Spiel geschlagen hätten. Die Jungs hatten sich einfach weiterentwickelt und Geduld gelernt. Diese Erkenntnis war uns Trainern wichtiger als ein Pokal.
Von den Eltern kam dann aber der Einwand "Wenn die Jungs sich bis an eine bestimmte Stelle (Finale, Endrunde o.ä.) gequält haben, dann gönnt ihnen auch das ganze Erfolgserlebnis." Das führte dazu, dass beim letzten Turnier ein Junge nur in 4 von 5 Turnierspielen eingesetzt wurde. Er stand an diesem Tag einfach neben sich. Er hat in den ersten 4 Spielen sicherlich seine Spielzeit gehabt wie die anderen auch und hat auch gg. schwächere Gegner das eine oder andere Tor gemacht. Gut gefühlt habe ich mich dabei trotzdem nicht. Die Kinder sind aber mit einem schönen Erfolgserlebnis in die Sommerferien gegangen. Waren wir damit gerecht zur Mannschaft oder ungerecht zu dem einen?
Das Thema ist also durchaus nicht einfach. Ob man mit oder ohne Tabelle spielt, spielt dabei m.E. gar keine so große Rolle.
- Alle zahlen den gleichen Beitrag und deshalb sollen alle die gleiche Möglichkeit zur Ausübung ihres Sportes haben.
