Beiträge von Follkao

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    Milchschnitte

    Mir ging's dabei um die Aussage "Aufwand lohnt sich nicht, da man nach der Karriere nicht ausgesorgt hat."
    Auch wenn wir auf diesem Bild Weltklassefußballerinnen sehen, wird wohl kaum eine von denen nach der Fußballkarriere ausgesorgt haben. Die meisten werden während der Fußballkarriere davon leben können, vielleicht werden einige später auch noch in irgendeiner Weise im Fußball arbeiten - aber der Großteil muss sich den Lebensunterhalt später anders verdienen.


    Andre

    Auch in anderen Sportarten legt man im Jugendalter den Grundstein für die spätere Karriere. Auch in anderen Sportarten muss man dafür viel auf sich nehmen. Die Wahrscheinlichkeit, damit Geld zu verdienen, ist in den meisten olympischen Sportarten geringer als beim Fußball.

    Derzeit meine ich, dass die Verdienste dort so liegen, dass sie niemals dazu reichen würden, für ein Leben danach.

    Mit dieser Begründung gäbe es keine Weltklasseruderer, -judoka, -kugelstoßer oder -bobfahrer. Es gibt viele Sportarten, von denen man auch als Weltklasseathlet nicht leben kann. Deswegen gibt´s z.B. die Deutsche Sporthilfe oder die Leistungssportförderung von Bundeswehr, Zoll oder Bundespolizei.
    Viele Sportler möchten ihren Sport einfach auf dem für sie höchstmöglichen Niveau ausüben - unabhängig von Verdienstmöglichkeiten.

    Immer vorn, da gab es ja kein Abseits, den konnte man vorn stehen lassen, sobald er den Ballbekam hat er den letzten und TW ausgedribbelt und rein ins Tor.

    Wenn die nur rumstehen und auf den Ball warten sehe ich das sehr kritisch und werde sauer,

    Das, was Du bei dem einen in der E-Jugend gefördert hast, kritisierst Du bei den anderen. Sehr inkonsequent.

    Du bekommst jetzt die Quittung dafür, dass Du auf dem Kleinfeld mit festen Positionen gespielt hast. Wechselnde Positionen auf dem Kleinfeld hätten dafür gesorgt, dass Deine Spieler heute kreativer wären. Ferner vermute ich, dass Deine Spieler nach der jeweiligen Aktion abschalten. Das ist ein typisches Ergebnis dieser Altersgruppe, wenn vornehmlich in Übungsformen trainiert wird.

    Auch viel Passübungen, Ballkontrolle, viel Zweikampf.

    Was mir fehlt, sind Spielformen zur Förderung von Spielintelligenz.
    Mit ein paar Übungen kannst Du Dein Problem nicht lösen. Du musst erst ein paar Schritte zurückgehen:
    Ins Training gehören Spielformen im 3:3 bis 5:5. Infomier Dich diesbzgl. mal über die Methoden von Horst Wein.
    Im Spiel MUSST Du Deine Spieler auf unterschiedlichen Positionen einsetzen. Den Spielern MUSST Du erklären, wie dieses Vorgehen ihrer fußballerischen Ausbildung dient. 11-13 Jährige verstehen das.

    Und ganz ehrlich, ich, glaube nicht, dass ihr solche Spieler noch lobt wenn sie nichts tun, wegen dieser blöden Frage "Strafe wofür?".

    Wenn ein Spieler passiv ist, frage ich mich, wie ich im Training Spielformen anbieten kann, die ihn aktivieren. Da muss man sich auch mal an die eigene Nase fassen.
    Ich habe bislang noch kein Kind kennengelernt, das durch Bestrafung besser Fußball spielt.

    Da merkt man einfach wieder dass man auch hier als Frau nur belächelt und nicht ernst genommen wird. Obwohl ich als Spielerin sicher um einiges besser gewesen bin als die meisten Couch-Sky-Gucker hier. Aber ich war halt Spielerin und kein Trainer.

    Wenn Du eine Frage stellst, kann es passieren, dass Dir die Antwort nicht passt. Denk mal an Deine eigene Spielerzeit zurück. War die Angst vor Strafe Deine Motivation, etwas richtig zu machen?
    Was Dein "Ich-kann-viel-besser-kicken-als-ihr" angeht: Kann sein. Aber was willst Du uns damit sagen?


    Edit: Lese jetzt erst den Beitrag von maider187 . Hätte ich den eher gelesen, hätte ich mir diesen Text auch sparen können. ;)

    Gibt es spezielle Übungen dafür die viel bringen?

    Ich weiß nicht , wie Du Dir das vorstellst. Es ist ja nu nicht so, dass ich diese Woche ein paar Übungen im Training mache und am Wochenende ist mein Problem gelöst.

    Einen habe ich der ist leider etwas sehr beleibt aber ein gnadenloser Schütze und der auch Ecken reindreht, wo stell ich den am besten hin?

    Wo hat dieser Junge denn auf dem Kleinfeld (also in F- und E-Jugend) gespielt?

    Leider kann ich die nicht 2 Spiele auf die Bank setzen, weil ich sonst gar keinen mehr hätte vorn.

    Warum solltest Du auch? Als Strafe? Strafe für welches Vergehen?

    Oder sind die einfach noch zu jung?

    Zu jung für was? Wenn sie 06/07 sind, sind sie D-Jugend-Spieler. Insofern werden sie nicht zu jung für D-Jugend-Fußball sein.

    Letztens habe ich einen Stürmer als Strafe hinten hingestellt, Katastrophe, der stand da als würde er auf Weihnachten warten.

    Seit wann spielt dieser Spieler im Sturm?

    Und generell die Frage: Strafe wofür?

    Danke für die Anworten, schreibt doch mal wie ein Training bei Euch aussieht.


    Ich trainiere vor allem Ballkontrolle und Passgebung bis zum Erbrechen, weil die Pässe meist nicht richtig, zu lasch z. B. arrogant mit Schuhspitze, ausgeführt werden.

    Mich würde eher interessieren, wie Dein Training in F- und E-Jugend ausgesehen hat. Die Ursache Deiner Problematik vermute ich eher auf dem Kleinfeld.

    Vielleicht mal nur ein paar kleine Denkanstöße:
    Warum ist Dir der Fußball Deines Sohnes so wichtig? Wieviel sprecht Ihr über SEINEN Fußball? Wie hättest Du es als Trainer gefunden, wenn Eltern so in Deinen Bereich hereingefuscht hätten?

    Ich habe jetzt einen Entschluss getroffen, zu dem mein Sohn tatsächlich nichts gesagt hat, und zwar habe ich ihm klar gemacht, dass ich mir keine Spiele mehr von ihm ansehen werde, da mich dieses ehrgeizlose Gekicke nur aufregt.

    Das ist nichts anderes als Liebesentzug. Denk mal darüber nach, was das bei einem 10-Jährigen auslöst.

    Sie sollten also den Spaß am Fußball entdecken, damit sie auch dabei bleiben.

    Und was ist mit Deinem Sohn? Soll er Spaß an SEINEM Fußball haben oder soll er dafür sorgen, dass DU Spaß an seinem Fußball hast?

    Mag sein, dass Du meine Denkanstöße als provokant und evtl. sogar als Angriff empfindest. Denk trotzdem drüber nach. Ich habe im Laufe der Jahre viele Familien gesehen, in denen der Fußball zu wichtig war.

    Oft ging der Schuss später nach hinten los...

    Ich hatte etwas Probleme mit Deinen Klassenbezeichnungen und musste mir das auf fussball.de ersteinmal ansehen.
    Ich verstehe es doch richtig, dass Lst.KL nur eine Klasse unter der NRL ist? Dadurch, dass es eine umfangreiche Relegation zwischen diesen beiden Klassen gibt, ist es aber leicht ab- und schwer aufzusteigen. Durch die Relegation spielt die halbe NRL gegen den Abstieg. Andererseits spielen nur wenige der Lst.KL-Meister tatsächlich um den Aufstieg.
    Das zunächst nur zur Verdeutlichung, welcher Druck ggf. auf einem NRL-Trainer lastet. Ein entspanntes Tabellenmittelfeld gibt es im Grunde gar nicht.

    Ich vemute, dass dieser Druck häufig zu riesigen Kadern führt, um sich möglichst viele Optionen offenzuhalten. Inwiefern es erstebenswert ist, in einem solchen Kader die Nummer 18 - 25 zu sein, lasse ich mal dahingestellt.


    Zu Deinem Sohn: Dafür, dass er erst ein Jahr Fußball spielt, hat er schon recht hohe Ansprüche. Vermutlich liegen seine Stärken in der Geschwindigkeit und vielleicht sogar in einer straßenfußballgeprägten Technik.
    Es würde aber sehr verwundern, wenn er als 18-jähriger Anfänger nicht Defizite in Mannschafts-, Gruppen- und Individualtaktik hätte.

    Dass man ihm Versprechnungen gemacht hat, die man dann nicht einhält, ist mies. Die Motivation dafür habe ich oben breschrieben. Für mich wird in solchen Fällen aber zu oft der Verein gewechselt.
    Wäre es nicht richtiger, jetzt mal so richtig die Lst.KL aufzumischen?
    Soll der U19-Trainer nicht zur Winterpause sagen, dass er da eine Granate im eigenen Verein hat?
    Kann man aus diesem Vorgehen nicht besondere Motivation ziehen?

    Wenn man aus dieser Situation stärker herausgehen will, ist der Vereinswechsel die falsche Option.

    @Fallkao Ja ist Jahrgang 2007 spielt in der Landesliga bei 2008er Junioren E1 und hat jetzt eine Einladung für die Landesauswahl Mädchen BB erhalten.

    BB heißt Brandenburg? Und das ist eine Auswahl über das ganze Bundesland?
    Habe gerade auf fussball.de geguckt. Ihr habt tatsächlich 4 Landesligen in der E-Jugend. Da kann man ja auf Fahrzeiten kommen, die doppelt so hoch sind wie die Spielzeiten. In der E-Jugend! Das finde ich krass.
    Solche Spiele wird man tatsächlich kaum in die Woche legen können.

    In den meisten Ausschreibungen ist geregelt, dass Spiele verlegt werden dürfen, wenn man Spieler zu Auswahlmaßnahmen abstellt. In diesen Fällen muss der Gegner nicht einmal zustimmen. Das Spiel wird dann direkt neu angesetzt.
    Sollte man vielleicht mal prüfen, ob das bei Euch auch so ist.
    Sag mal... Landesliga, Landesauswahl... Über was für ein Einzugsgebiet reden wir da bei Euch eigentlich? Ich habe das doch richtig im Kopf, dass Deine Tochter z.Zt. E-Jugend ist?

    Bist du sicher, dass die Nichtveröffentlichung von Tabellen in der F-Jugend ein fester Grundsatz ist?

    In Niedersachsen sind in diversen Landkreisen alle Ergebnisse und Tabellen einsehbar.

    Es gibt eine Vorgabe aus Barsinghausen. Aber Du hast Recht - manche Kreise ignorieren diese Vorgabe. Leider kontrolliert der NFV das nicht...:(

    spielen in DE immer 2 Altersgruppen im gleichen Bewerb?

    Wenn man das so einfach beantworten könnte...
    Du hast im DFB 5 Regionalverbände (z.B. Norddeutscher Fußballverband), darunter liegen insg. 21 Landesverbände (z.B. Niedersächsischer Fußballverband => NFV), darunter liegen am Beispiel des NFV 4 Bezirke, die wiederum bis zu 10 Kreise haben. Die Kreise regeln den Spielbetrieb auf den untersten Ebenen. Allein in Niedersachsen haben wir 37 Kreise, die zwar ein Grundgerüst zu befolgen haben (z.B. keine -öffentlichen- Tabellen bei F und G), ansonsten aber recht frei sind.
    Insofern gibt's bei allen Fragen zum Spielbetrieb auf Kreisebene keine eindeutige Antwort.

    Momentan wird in der Junioren E1 Mannschaft meiner Tochter das Spiel so eröffnet. Wenn der Torwart den Ball hat soll ein Spieler (egal ob Verteidiger oder Stürmer ) den Torwart anlaufen dann soll der Pass kommen . Das Problem ist, wenn die Spieler vom Gegner sehr eng gedeckt sind , ist diese Aktion oft riskant. Da der Gegner ja meist mit dem anlaufenden Spieler mitlauft. So kommt es immer wieder mal vor , das der Gegner statt dem eigenen Spieler den Ball erobert. Die Folge ist öfters ein Gegentor.

    Das ist in der E (also 8 - 11 Jahre) ein sehr komplexer Vorgang.
    Typische Beobachtungen der Feldspieler bei solchen Vorgaben:

    • Spieler läuft los bevor der TW bereits ist.
    • Mehrere Spieler laufen los (und bringen einen Gegenspieler im Schlepptau mit).
    • Spieler laufen los, werden angespielt und bleiben dann stehen, um auf den Ball zu warten.
    • Spieler laufen weiter, obwohl die Distanz zum TW inzwischen zu kurz ist.
    • Fehlender Blickkontakt zum TW
    • Fehlende Auftaktbewegung
    • Rücken zum Spielfeld
    • usw.

    Aber auch beim TW kann man bestimmte Beobachtungen immer wieder machen

    • Spielt den Ball nicht in den Fuß
    • Spielt zu spät
    • Spielt zu früh
    • Spielt den Ball zu lasch
    • Spielt den Ball auf Kniehöhe
    • usw.

    Man sieht also, dass es mit einer einfachen Vorgabe nicht getan ist. Da steckt deutlich mehr dahinter. Für den TW ist das abhängig vom Verhalten der Mitspieler eine anspruchsvolle Situation. Vieles davon hat Sir Alex schon beschrieben.

    Das Zustellen ist ja ein generelles Problem im Kinderfussball.

    Ist das so? Ist das nicht zunächsteinmal normales altersgemäßes Verhalten? Ist es nicht genau das, was das Ziel "Gemeinsam Tore schießen, gemeinsam Tore verhindern" hervorruft?

    Aber meine Mannschaft selbst hat anfangs immer die Vorgabe nicht zu zustellen,

    Lernen sie durch diese Vorgabe etwas? Für mich lernen sie am ehesten etwas, wenn das Zustellen durch einen langen Ball in die Hose geht. Dann kann man durch entsprechende Fragestellungen zu Lösungen führen.
    Ich gebe deshalb nichts vor. Ich frage eher hinterher, welches Verhalten unsererseits, welches Verhalten des Gegners begünstigt.

    Genauso ist es, wenn wir rausspielen. Auch da frage ich, "haben wir es dem Gegner leicht gemacht, den Ball zu gewinnen? Was hätten wir anders machen können?"
    Es sind lange Bälle und kurzes Rausspielen erlaubt. Die Kinder entscheiden, was in der jeweiligen Situation sinnvoll ist. Natürlich entscheiden sie auch falsch; im Laufe eines Jahres aber auch immer häufiger richtig.

    Was wir hier sehen:
    Änderungen in der Mannschaftstaktik können auch die Individualtaktik grundlegend verändern.
    Das verdeutlicht, wie wichtig es ist, in jüngeren Jahrgängen einen gut gefüllten individualtaktischen Bauchladen zu vermitteln, aus dem man sich dann auf dem Großfeld bedienen kann.

    Wer als Ausbilder weiß, was das taktische 1:1 in der Defensive bedeutet, der weiss auch, daß Zweikampf im Fussball nur sehr wenig mit Körperlichkeit und/oder Ringkampf zu tun hat. Da bleibt nur.... Kraft.

    Bezogen auf ein frontales 1:1 stimme ich Dir zu.
    Ist beim 1:1 der Angreifer jedoch mit dem Rücken zum Tor postiert, musst Du als Verteidiger körperlich gegenhalten können. Genauso ist es bei Zweikämpfen in der Luft.

    einen Jugend or stand einsetzen und weiter geht's.

    Die letzten Beiträge zeigen schon, dass es so einfach nicht ist. Wie verteilt man die Kosten? Wie verteilt man die Einnahmen?
    Wer darf den Jugendvorstand der separaten Jugendabteilung denn eigentlich wählen? Wer ist Mitglied? Und wer ist wählbar? Eine Menge offene Fragen. Selbstverständlich sind die alle klärbar. Aber dafür brauchst Du ein Projektteam und mindestens 1 Jahr Vorlauf.
    Eine einfachere Variante wäre da sicherlich ein Förderverein. Gibt´s hier Erfahrungen damit?

    Bitte nicht übel nehmen, aber was mir an diesem Zitat nicht gefällt, ist das, wie in vielen anderen Beiträgen auch, die teilweise sehr idealistischen Zufallstrainer, von denen die Allermeisten nicht nur Ergebnis-orientiert sind, sondern im Rahmen ihrer beschränkten Möglichkeiten auch vernünftig ausbilden wollen, für Drop Outs und Misserfolge im älteren Jugendbereich verantwortlich gemacht werden. Angeblich schlechte Grundaususbildung kann in diesem Zusammenhang leicht als Ausrede für Misserfolge im älteren Jugendbereich geltend gemacht werden.

    Zunächstmal: Viele von uns sind als Zufallstrainer angefangen. Als ich anfing war ich Vatertrainer/Notnagel/Zufallstrainer. Mein Ziel war es damals, meinen älteren Sohn 2 Jahre durch die F-Jugend zu begleiten und dann an kompetente Leute zu übergeben. Hat irgendwie nicht geklappt. Ich habe nämlich irgendwann Spaß daran gefunden, mich zu verbessern. Zu Anfang war meine Idee, den Kindern zu vermitteln, was der Kopf versteht und die Füße umsetzen können. Damit habe ich zwar vieles richtig aber auch 'ne Menge falsch gemacht. Um das zu korrigieren, habe ich dann verlängert.
    Irgendwann bekam das dann 'ne Eigendynamik. So wurde aus dem unausgebildeten Vatertrainer/Notnagel/Zufallstrainer ein langfristig denkender, ausbilden wollender, Spaß vermittelnder Trainer. Es gibt auch für einen Vatertrainer/Notnagel/Zufallstrainer keinen Grund, persönliche Weiterentwicklung einzustellen.

    Wenn Kinderfußball als Selbstzweck im Vereinsfußball nicht anerkannt wird, kann man m.E, 50% aller Kindermannschaften sofort auflösen.

    Vielleicht werden ja auch so viele Jugendmannschaften aufgelöst, weil zu viele Kifu-Trainer den Kinderfußball als Selbstzweck sehen...?
    Wir drehen uns hier aber im Kreis. Auf einen Nenner kommen wir vermutlich nicht.

    wenn ich Deinen letzten Beitrag richtig verstehe, heißt das, Kinderfußball und Jugendfußball dienen im Wesentlichen dazu, Nachwuchs für die Herrenmannschaften auszubilden. Alles Andere ist sekundär.

    Woraus liest Du das? Daraus, dass es mir wichtig ist, langfristig Spaß zu vermitteln? Wenn wir den Kinder- und Jugendfußball von der G- bis zur A-Jugend betrachten, reden wir über ca. 14 Jahre. Ist das für Dich nicht langfristig?
    Wenn ich als Verein langfristig Spaß vermitteln will, heißt das z.B., dass ich ihnen immer die Möglichkeit gebe, etwas neues zu lernen. Auch noch in der C- und B-Jugend. Wenn ich, so wie Du, den Kinderfußball als eigenen, isolierten Wert sehe, entkoppele ich ihn vom Jugendfußball. Ich sorge bis 12/13 Jahren für Spaß. Was danach passiert, interessiert mich nicht mehr. Konsequent zu Ende gedacht, könnte man dann eigene Kinderfußballvereine gründen, die nur ein Angebot von der G- bis zur D-Jugend haben.


    Im Kleinfeldbereich denken wohl nur die wenigsten Kinder und Eltern darüber nach, ob man irgendwann mal in einer 1. Mannschaft spielen will.

    Müssen sie auch nicht. Fußball macht übrigens auch unterhalb einer 1. Mannschaft Spaß. Vielleicht sogar noch mehr...

    Ich habe bislang noch keine Eltern getroffen, die es unlogisch fanden, wenn die D auf der E aufbaut und die die C auf der D.

    Wie finden es denn die Eltern, wenn Du ihnen sagst, dass für Dich der Fußball mit 13 Jahren aufhört?

    Auch für viele Jugendliche, die gerne im "hier und jetzt" leben, kann so eine oberste Zielsetzung ein möglicher Drop Out Faktor sein

    Niemand spricht von der Zielsetzung 1. Mannschaft. Nach Deiner Definition von Kinderfußball spielt es ohnehin keine Rolle, ob diese Jugendlichen noch Fußball Spielen.

    Besteht eigentlich hier im Forum weitgehend Konsens, dass Kinderfußball per se ein Wert an sich ist?

    Ich kann mit dieser Fragestellung relativ wenig anfangen. Je nachdem, wie man die Frage beantwortet kann man damit vieles rechtfertigen. Kinderfußball alleine betrachtet ist für mich kein Wert. Kinder- und Jugendfußball schon.

    Wenn Kinderfußball ein Wert an sich sein sollte, ist es dann Konsens, dass der Spaß aller teilnehmenden Kinder im Vordergrund stehen sollte?

    Macht für mich est Sinn, wenn man das Wort "langfristig" einfügt:

    Wenn Kinderfußball ein Wert an sich sein sollte, ist es dann Konsens, dass der langfristige Spaß aller teilnehmenden Kinder im Vordergrund stehen sollte?


    Ist es Konsens, dass im Kinderfussball Spielergebnisse keine Rolle spielen?

    Von meiner Seite nein. Selbstverständlich spielen die Ergebnisse für die Kinder eine Rolle. Und selbstverständlich sollen die Kinder lernen, gewinnen zu wollen und verlieren zu können. Das zu vermitteln, ist eine wichtige Aufgabe für Kifu-Trainer.
    Für die Trainer sollten die Ergebnisse aber keine Rolle spielen. Wenn ich mein Handeln vom Ergebnis abhängig mache, nutze ich das Lernpotential der Kinder nicht mehr aus. Die Zeche zahlen die Kinder, wenn sie auf dem Großfeld sind.