Exakt das, was Du Grüppchenbildung nennst, meine ich mit Allianzen. Diese Allianzen sind enger als bei Jungs. Wenn man außerhalb einen Gegner ausgemacht hat, hat der nix mehr zu lachen. Und wenn dieser Gegner dann auch noch der Trainer ist, hast Du ein richtiges Problem...
Beiträge von Follkao
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Oft ist das so. Gilt natürlich nicht im Leistungsbereich.
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Wenn Du in einer Jungenmannschaft einen guten Fußballer für schlechtes Verhalten sanktionierst, setzt Du für alle ein Zeichen. Wow - auch DER darf sich nicht alles erlauben. Auch seine Kumpels würden das vielleicht nicht äußern - aber es wäre in ihren Augen trotzdem richtig.
Machst Du dasselbe bei einem Mädchen, hast Du schlimmstenfalls die ganze Clique gegen Dich. Wahrscheinlich erfährst Du das erst gar nicht - aber es kann sich immer weiter hochschaukeln.Jungs sagen oft "Wir müssen nicht 11 Freunde sein. Wir spielen nur zusammen Fußball." So oberflächlich sind Mädchen nicht. Da gibt's immer Allianzen.
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Da es um eine Mädchenmannschaft geht: Wie ist ihre soziale Stellung im Team? Mädchenmannschaften können ein fragiles Gebilde sein. Da müssen alle Maßnahmen (sowohl Bestrafung als auch Beförderung) wohl überlegt sein.
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Die „jungen“ Schiedsrichter sind deutlich besser als die alten Hasen.
Ich sage nicht, dass sie immer besser sind. Sie sind aber neutraler als jeder Trainer, Vater oder sonstwer.
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Viele Deiner Erfahrungen habe ich im Laufe der Jahre auch gemacht. In einigen wenigen Fällen habe ich mich auch zu einem Spruch hinreißen lassen, den ich mir im Nachhinein betrachtet auch hätte sparen können. Es bringt einfach nichts.
Bei den 50:50-Entscheidungen will ich das auch niemandem vorwerfen, dass man die Vereinsbrille auf hat. Davon will ich mich nicht einmal selbst freisprechen.
Was kann man machen? Mit anderem Beispiel vorangehen und selbst ordentliche Schiris stellen. In den Klassen, in denen keine Schiris angesetzt werden, empfehle ich unseren Trainern, auf unsere Jungschiris zurückzugreifen. Natürlich muss sich das für die Jungs lohnen und der Verein übernimmt dafür auch die Kosten. Wenn ich der gegnerischen Heißkiste vorm Spiel sage "Heute pfeift ein 14-jähriger Jungschiri, der vor 1 Monat die Prüfung gemacht hat. Wir möchten gerne, dass er hinterher auch noch Lust auf den Job hat.", habe ich noch keinen erlebt, der ausfallend wurde.Und diese Jungs pfeifen wirklich neutral. Ich glaube, die meisten Strafstöße gegen meine Mannschaften haben unsere eigenen Schiris gepfiffen

Was ich übrigens noch nerviger finde, als einen einseitig pfeifenden Schiri, ist ein Schiri der parallel ein Team auf dem Platz coacht.
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Ich weiß nicht, ob jeder unter dem "Verein-im-Verein" dasselbe versteht. Für mich sind das Mannschaften, die in ihrer eigenen Welt leben und vom Rest des Vereins abgekoppelt sind.
Beispiele sind:
- Keine oder kaum Teilnahme an Veranstaltungen des Gesamtvereins
- Eigene Entscheidungen bzgl. Neuzugängen und ggf. sogar deren Ansprache
- Keine Absprachen mit Mannschaften derselben Altersgruppe und der Jugendleitung bzgl. Trainingsinhalten
- Elternschaft bildet eigene, verschworene Gruppe => daraus folgt oft, dass man bereit ist, sich bei Veranstaltungen der eigenen Mannschaft einzubringen, bei Veranstaltungen des Vereins eher nicht ("Was haben WIR davon...?")
- Oft starke Ergebnisfokussierung bei Trainer und Elternschaft
- Eigene, häufige und einseitige Berichterstattung (!)
- Oft Konkurrenzdenken bzgl. anderer Mannschaften derselben Altersgruppe im eigenen Verein
- "Geschlossene Gesellschaft"
Dann gibt's oft noch so ein paar Nebenaspekte, die man immer wieder sieht, aber nicht nur auf den Verein-im-Verein zutreffen...
Man kann das auch anders sehen. Für mich ist es positiv, wenn ein Trainer dazu in der Lage ist, in seiner Mannschaft einschließlich den dazugehörigen Eltern ein Gemeinschaftsgefühl samt Teamgeist zu erzeugen. Weder Eltern noch Kinder sind zunächst mit dem Verein verbunden. Über eine Mannschaft, mit der man ein Gemeinschaftserlebnis erfährt, wird langfristig aber durchaus auch eine Identifikation mit dem gesamten Verein erzielt.
Grundsätzlich bin ich da bei Dir. Dein letzter Satz beschreibt aber etwas, was ich so bislang noch nicht beobachten konnte.
Der Verein-im-Verein bildet sich früh im Kinderfußball. Die Quittung bekommt der Verein in der D, spätestens in der C, wenn ich für meine Großfeldmannschften 18er-20er Kader brauche.Eine Mannschaftseinteilung einzig und allein aus Sicht des Gesamtvereins führt dagegen zu einer Abwertung der in den Mannschaften gewachsenen sozialen Beziehungen. Die Konsequenz ist, dass es für das einzelne Kind völlig egal ist, bei welchem Verein es spielt. Wechsel zu anderen Vereinen sind die logische Konsequenz.
Ziel des Vereins muss es sein, soziale Bindungen auf Vereinsebene wachsen zu lassen. Wenn ein Fremder das Kind fragt "Wo spielst Du?", soll die Antwort nicht heißen "In der E1." sondern "Beim FC Heimatdorf."
Günstigstenfalls spielt es dann keine Rolle mehr, in welcher Mannschaft ich spiele, wenn es man nur der FC Heimatdorf ist.Wir sind da natürlich im Idealbereich. Ich bin mir bewusst, dass dieser Idealbereich schwer zu ereichen ist.
Du glaubst gar nicht, wie oft ich schon gehört habe "Ihr könnt die Mannschaft doch nicht auseinanderreißen." Dabei will niemand etwas auseinanderreißen. Man stellt die Mannschaften nur neu zusammen...
Es gibt gute Pro/Contra Argumente für alle 3 Optionen, wichtig ist, dass der Verein eine klare langfristige Strategie hat und diese auch offen kommuniziert.Das ist das A und O. Wenn man hier im Forum von Problemen bei der Mannschaftseinteilung liest, haben diese Fälle immer eins gemeinsam: Es gibt keine klaren Regeln/Vorgaben seitens der Jugendleitung.
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also meine Sicht der Dinge ist, dass es sich um ein Vereinsspiel handelt. Deshalb hat sich auch der Verein darum zu kümmern.
Wer ist denn "der Verein"?
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...das sagt PSG ja selbst, dass eben talentierte Spieler, die den Sprung ins NLZ nicht oder noch nicht schaffen das Ziel sind.
Na ja... Zielgruppe sind wohl eher alle, die in der Lage sind, 99€ im Monat zu bezahlen...
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Für mich z.B. stehen die Interessen der von mir trainierten Mannschaft und die meiner Spieler ganz klar vor denen des Vereins.
Das ist aus Deiner Sicht als Trainer EINER Mannschaft auch vollkommen nachvollziehbar. Andere sind in ihrer Funktion aber für mehrere Mannschaften über mehrere Altersgruppen verantwortlich. Da muss man manchmal Entscheidungen treffen, die für einen schlecht sind, dafür aber für drei andere gut.
Und nur weil jemand nicht bezahlt wird, heißt das ja nicht, dass alles so läuft wie er will. Der andere Trainer wird ggf. auch nicht bezahlt...
Verein heißt, dass man vereint etwas macht - nicht jeder für sich...
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Jedoch halte ich beide Ausgangslagen nicht für vergleichbar.
Ja und nein.
Wenn wir jemanden in die unterste Mannschaft einteilen, heißt das "Du spielst Dritte (Vierte, Fünfte,...) oder gar nicht." Hier sagt ein Verein "Du spielst Erste oder gar nicht." Vergleichbar ist, dass man dem Spieler keine Alternativen lässt.
Unterschied ist, dass es im einen Fall um einen weniger talentierten und im anderen Fall um einen eher talentierten Spieler geht.
Die meisten Vereine (wir auch) würden das freiwillige Runtergehen mitmachen. Aber letzten Endes heißt das, dass man talentierten Spielern Alternativen lässt, die man den weniger talentierten Spielern nicht lässt. Hier haben wir jetzt einen Verein, der beiden keine Alternativen lässt. Ob das gut oder schlecht ist, kann ich in Unkenntnis des konkreten Falles nicht beurteilen. -
Nach meiner Erfahrung scheint bei diesem Thema der Übergang von der E Jugend (7:7) zur D-Jugend besonders problematisch zu sein, insbesondere auch deshalb weil viele Vereine ab der D-Jugend Spielgemeinschaften eingehen (müssen).
Diese Problematik zeigt sich immer dann, wenn Mannschaften -aus welchen Gründen auch immer- neu eingeteilt werden und es seitens der Jugendleitung keine definierten, über mehrere Jahre gelebten Vorgaben gibt.
Die Altersklasse spielt dabei keine Rolle.Wenn man als Verein in einzelnen Mannschaften die "Verein-im-Verein-Problematik" vorher geduldet hat, wird dieser Vorgang noch heftiger.
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und ist dies im Verein überhaupt erlaubt, KINDER zu zwingen in einem Team zu spielen, in der sie nicht spielen möchten?
Stell es Dir mal umgekehrt vor:
Spieler wird bei einer Einteilung nach Leistungsgesichtspunkten in die zweite oder dritte eingeteilt, will aber in die erste. Sollte man dem Spieler nachgeben?Wir alle kennen den konkreten Fall nicht und können ihn deshalb auch nicht beurteilen. Wir wissen aber, dass bei der Mannschaftseinteilung Jugendleitung und Trainer das Sagen haben müssen - nicht Spieler und Eltern.
Ach ja: Eine 9er(?)-Mannschaft mit 11 Spielern zu planen, wäre fahrlässig.
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1. wie lange ist eine normale Sperre ?
Deine Tochter ist nicht gesperrt. Sonst könnte sie ja auch nicht bei den Jungs spielen.
Was denkbar ist: Der alte Verein hat dem Wechsel nur unter der Auflage zugestimmt, dass es ein Zweitspielrecht für eine Mädchenmannschaft erst ab Termin xx.xx.xx gibt. Vielleicht solltest Du erst klären, ob es eine entsprechende Vereinbarung gibt. Evtl. gibt es auch kompliziertere Absprachen zwischen den Vereinen, von denen Du nichts erfährst.2. wie lange dauert die Erteilung ?
Max. 2 Wochen
da es ja auch um Begabtenförderung geht .
Aus diesem Grund hat sie ja das Erstspielrecht bei den Jungs.
Genau. Und deswegen zieht dieses Argument nicht. Begabtenförderung ist die Spielmöglichkeit bei den Jungs; eine Spielmöglichkeit bei den Mädchen auf Kreisebene hat nichts mit Begabtenförderung zu tun. Deine Tochter ist NFV-Auswahlspielerin. Bei den C-Juniorinnen gibt es im NFV keinen Leistungsspielbetrieb. Die wenigen Vereine, die in Niedersachsen tatsächlich C-Mädchenleistungsmannschaften haben (z.B. Wolfsburg, Meppen, Cloppenburg), lassen sie ohnehin bei den Jungs auf Kreisebene spielen - und da spielt Deine Tochter ja auch.
Das Spiel ist schneller und dynamischer und das macht ihr einfach mehr Spaß .
Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Recht hat sie.
Aber warum ist ihr dann ein Zweitspielrecht in einer Mädchenstaffel, in der sie vermutlich komplett unterfordert ist, so wichtig?Sie soll sich doch dann erstmal auf ihre Auswahlgeschichten konzentrieren .
Sehr talentierte Mädchen haben ein volles Programm: Mädchenstützpunkt, Jungsstützpunkt, NFV-Auswahl, Verein (Jungs), ggf. Verein (Mädchen). Da erzähle ich Dir aber sicherlich nichts neues. Aus fußballerischen Gesichtspunkten bringt der Mädchenverein ihr dabei am wenigsten.
Insofern kann ich diese Argumentation auch aufgrund eigener Erfahrungen vollkommen verstehen. Wenn es um ein Zweitspielrecht für einen der o.g. C-Mädchenleistungsvereine ginge, o.k. - aber so...? -
Wir sind ein neu gegründeter Verein.
Nahezu alle haben erst dieses Jahr mit dem Fußballspielen im Verein begonnen.
Derzeit trainieren wir im Wald und haben noch nicht Mal einen Platz).
Das sind schon sehr spezielle Rahmenbedingungen, zu denen sicherlich niemand hier Erfahrungen hat. Vielleicht erzählst Du uns noch etwas mehr dazu...
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Beispielhaft ein Zitat aus der Spielordnung des NFV:
Zitat
Teilnahmeberechtigung von Vereinen am Spielbetrieb
(1)Voraussetzung für die Teilnahmeberechtigung am Spielbetrieb ist die Mitgliedschaft im NFV (§ 9 Abs. 1 Verbandssatzung).(2)Gegen Mannschaften von Vereinen, die keinem Landesverband des DFB angehören, dürfen Spiele ohne Erlaubnis nicht ausgetragen werden. In Ausnahmefällen kann die Erlaubnis durch die jeweils zuständige spielleitende Stelle nach schriftlichem Antrag erteilt werden.
(3)Spiele gegen Betriebssportgemeinschaften sowie Spiele gegen Bundeswehr-, Hochschul-, Schul-oder Polizeimannschaften können ohne besondere Erlaubnis ausgetragen werden.
Und das heißt letzten Endes, dass ich gegen die gar nicht spielen darf und sie auch nicht an Turnieren teilnehmen lassen darf.
Die Ausnahmen werden unter (3) geregelt. Und nein - eine Fußballschule ist keine Schulmannschaft. -
Ich habe hier im Forum aufgeschnappt, dass sogar NLZs sich in den unteren Jahrgängen bezahlen lassen...
Das sind auch "nur" die Fußballschulen der NLZs...
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Aber in einem Verein dürfen ja Trainer hauptberuflich angestellt und die Löhne per Mitgliederbeiträge abgedeckt sein, oder? Damit ist ja noch keine Gewinnerzielung einhergehend (also aufm Papier)
Richtig. Wenn ein Gesellschafter dahintersteckt, dessen eingesetztes Kapital sich rentieren soll, sieht die Welt aber schon ganz anders aus. Und in diese Grauzone begibt sich ein Verein, hinter dem eine kommerzielle Fußballschule steckt.
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Na ein Verein ist ja schnell gegründet!
Ist nicht unproblematisch, wenn man wirtschaftliche Interessen verfolgt. Man bewegt sich da schnell in Grauzonen...
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Lt. Impressum der Website handelt es sich bei dem Laden um eine Kapitalgesellschaft. Also solche können sie gar keine Mannschaften für den Spielbetrieb melden, da sie kein Verein und kein Mitglied in irgendeinem Verband sind.
Streng genommen ist jedes Spiel einer Vereinsmannschaft gegen eine kommerzielle Fußballschule ein "wildes Spiel", das seitens des Verbandes einzeln genehmigt werden müsste.
Was machen sie also irgendwann? Sie hängen sich an den Partnerverein. "Wenn wir unser Angebot in dieser Form weiterführen wollen, müssen wir bla bla bla... Natürlich spielen wir in unseren PSG-Trikots aber wir heißen bla bla bla..."Was brauchen sie dafür? Einen Verein der mitmacht. "Wir sind PSG-Partnerverein!" sagt dieser Verein dann. Nein, seid Ihr nicht. Ihr seid Partner eines Franchisenehmers der PSG Academy, die wiederum ein kommerzielles Anhängsel von PSG ist.
So gehen auch Fußballschulen vor, hinter denen kein Franchise mit großem Namen steckt.
