Beiträge von Follkao

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    nur dazu: ein F2 Jugendlicher ist 7... mit 10 spielt man E1.

    Richtig. Vor 10 Jahren (ich schrieb nicht mit 10 Jahren) konnte sich ein 7-Jähriger alleine anziehen und duschen. Ich wundere mich, dass 7-Jährige das heute nicht mehr können.

    Das Einzige, wobei sie damals evtl. Hilfe brauchten, war das Schuhe zubinden.

    Goodie
    Als ich noch eine F-Jugend trainiert habe, habe ich das so gehandhabt:

    "Da wir einen Kader von xx Kindern haben, machen wir das so, dass jeder von Euch 2x pro (z.B.) Hallensaison aussetzt. So bekommen alle genügend Spielzeit." Absolut jeder F-Jugend-Spieler versteht das. Auch Trainerkinder verstehen das. Eltern bekommen einen Plan, wer wann aussetzt. Wenn Sohn dran war: "Heute bist Du dran mit aussetzen. Nimm Deine gepackte Tasche bitte mit. Falls jemand ausfällt, springst Du ein." Da hat niemand genörgelt. Denn es handelte sich um eine abgesprochene Regel, die für alle galt.


    Was Deine Beschreibung des Spieltages angeht: Den Spielbericht hast Du doch zu Hause schon fertig. Bei SBO sowieso. Und falls Du den noch papierhaft führen musst, habe ich den immer mit den Worten "Ihr könnt doch schon lesen und schreiben." und der Passmappe ein paar Mamas indie Hand gedrückt. Habe ihnen gesagt, wer heute nicht dabei ist und hatte nix mehr damit zu tun.

    In dieser Zeit helfen die anderen Eltern ihren Kindern beim Umziehen oder halten die erste Kaffeetasse fest.

    In der Zeit helfen die anderen Eltern ihren Kindern beim Umziehen und sind schon wieder auf dem Heimweg.

    Es musste damals niemand seinem Kind beim Umziehen und Duschen helfen. Das bekam ein F-Jugendlicher vor 10 Jahren noch alleine hin.

    Wenn die Bälle und Materialien eingesammelt werden.

    Ab der F-Jugend können das die Kinder machen.


    Man hat für das eigene Kind also genausoviel Zeit wie für alle anderen. Und alle anderen brauchen nach der Ankunft auf dem Sportplatz keine elterliche Betreuung mehr.


    Der Spieltag muss also absolut kein Stress für den Trainer sein.

    Und je nach Trainingsbeteiligung könnte man locker 3 Teams stellen. Jedes Team hätte bei 6 Trainern insgesamt im Schnitt 2 Trainer.

    Nach meiner Erfahrung sind die Kinder solcher Trainer aber absolute Top-Talente, die auf keinen Fall in der Zweiten oder Dritten (oder welcher darunter liegende Mannschaft auch immer) spielen können.

    Wer sich an der Trainingsarbeit beteiligt verdient eine größere Chance das sein Kind spielt als jemand der nur zusieht und nichts weiter auf andere Art ( z.B. Verkauf bei den Spielen) zum Mannschaftsleben beiträgt.

    Kannst Du drehen und wenden, wie Du willst. Dass ein Kind aufgrund der Tätigkeit der Eltern mehr Rechte als andere hat, da kommen wir nicht auf einen Nenner.
    Was ist den mit den Kindern von Vorständen, Sponsoren und Platzwarten...? Vielleicht investieren die noch mehr Zeit und Geld als Trainer... Wir Trainer nehmen uns oft zu wichtig, was man auch in dieser Diskussion wieder beobachten kann.

    "Ich mache schließlich... Also darf mein Kind..." Andere machen auch... Darf dessen Kind auch...?

    Das man dann auch noch am Wochenende sein eigenes Kind nicht mitnimmt zu den Spielen ist nun wirklich Zuviel verlangt. Da würde sich auch die Mutter bedanken wenn der Vatertrainer sich dann auch noch ohne eigenes Kind stundenlang auf den Sportplätzen rumtreibt.

    Warum? Du kannst es doch mitnehmen. Wenn es mit Aussetzen dran ist, spielt es halt nicht.

    Ich trainiere übrigens schon seit Jahren kein eigenes Kind. Ich treibe mich also Woche für Woche "ohne eigenes Kind stundenlang auf Sportplätzen rum". Nein, meine Frau "bedankt" sich nicht. Sie unterstützt mich in meinen Hobbies, wie ich sie in ihren Hobbies unterstütze.

    Nicht um ihr Hobby zu fröhnen sondern um in erster Linie den eigenen, aber auch dazu den anderen Kindern sinnvollen Vereinsfußball zu ermöglichen.

    Du meinst also der Vatertrainer ist nicht Trainer einer Mannschaft, sondern Trainer eines Kindes, das noch 12 andere dabeihat?

    Die meisten Vatertrainer kommen doch eher dadurch zu den Job weil es sonst keiner machen möchte.

    Ja. Das war bei mir damals auch so. Ich habe mich aber immer als Trainer einer Mannschaft gesehen. Und alle Mitglieder dieser Mannschaft haben das Recht auf eine gerechte Behandlung. Kein Mitglied dieser Mannschaft hat Sonderrechte, weil ich etwas mache, was andere nicht machen.


    Ich mache mir bei Kleinfeldspielen übrigens manchmal einen Spaß daraus, zu erraten, welches Kind denselben Nachnamen wie der Trainer trägt. Nach 5 Minuten gucke ich dann in den Spielbericht. Meistens liege ich richtig... :D

    Sicher ist das falsch. Man tendiert aber sicher eher in diese Richtung.

    Der eine tediert in die eine Richtung - der andere in die entgegengesetzte Richtung. Ich habe durchaus persönliche Erfahrungen mit dem einen oder anderen Fehler, den ich hier kritisiere, weil ich ihn selbst gemacht habe. In den Zeiten, in denen ich eigene Kinder trainiert habe (<50% meiner Trainerzeit), hatte mein älterer zunächst auch eher Nach- als Vorteile.
    Ich habe das dann erkannt. Naja... Ehrlich gesagt hat er mich darauf gebracht...
    Ich habe später peinlich darauf geachtet, dass er exakt die Behandlung bekommt wie alle anderen. Als ich Jahre später meinen jüngeren Sohn trainierte, habe ich das sofort umgesetzt.

    Dass für sie exakt die Regeln der anderen galten, hat ihnen bei ihren Mannschaftskollegen übrigens viel Respekt eingebracht.
    Ich wollte nicht mehr der Vater sein, der sie trainiert, sondern der Trainer, der zufälligerweise auch ihr Vater ist.

    Das der Trainersohn immer dabei ist, sollte für alle Eltern klar sein.

    Dass das Trainerkind dabei ist sehe ich auch so .

    Es war für meinen Sohn damals vollkommen selbstverständlich, dass für ihn exakt die Regeln galten, dir für die anderen auch galten.
    Wenn er aussetzen musste, ist er natürlich mitgefahren - hat aber nicht gespielt. Das haben viele andere genauso gehandhabt.

    Ich denke man hat eher das Problem, das man seinem Sohn zuwenig Spielzeit gibt, weil man andere

    auf keinen Fall benachteiligen möchte.

    Auch das ist falsch. Das Trainerkind soll aus meiner Sicht keine Vorteile aber auch keine Nachteile haben.

    Weil der Papa, wenn er das richtig macht, viele Stunden auch abseits des Trainings und Spielbetriebs in ein Team investiert. Und das in der Regel kostenlos und neben dem Beruf. Bei mir sind das für meine F-Jugend zwischen 3-8 Stunden jede Woche zusätzlich zu dem Thema Training , Auf und Abbau , Fortbildungen, Lehrgängen, Erste Hilfe Kurse, Zeit bei Ämtern (Führungszeugnisse beantragen),Spielbetrieb......

    Dafür, dass der Trainer seinem Hobby Fußballtrainer nachgeht, muss dessen Kind mit höherer Spielzeit belohnt werden? Leuchtet mir nicht ein.

    Um sportlich mithalten zu können würde ich einen Stamm von 4-5 Kindern bilden die sich Durch Leistung und Einsatzbereitschaft hervortun.

    Ja, das schließt auch die Trainerkinder ein. Ich kenne einige Teams von G-D Jugend und in allen Fällen gehörten die Trainerkinder wenn sie nicht die besten des Teams waren zumindest zu den Top 5 gehörten.

    Du schlägst hier eine Vorgehensweise vor, die dem Problem von Ronaldo_73 sehr nahekommt. Im Falle des Threaderstellers geht es um eine U8!

    Ja, auch ich habe im Laufe der Jahre Trainerkinder kennengelernt, die zu den Top5 der Mannschaft gehörten. Deutlich höher war allerdings die Anzahl der Trainerkinder, bei denen der Trainer glaubte, dass sein Kind zu den Top5 der Mannschaft gehöre...

    Viel zu oft wurden dann auch die weiteren Klischees erfüllt: 10 auf den Rücken, Binde an den Arm, alle Standards gebucht und die Mitspieler schön rumkommandieren.
    Das extremste Beispiel war einer, der die Kabine mit den Worten "Achtung, hier kommt der Kapitän." betrat. Ob seine Mitspieler sich dann auf den Boden werfen mussten, weiß ich allerdings nicht. Ich warne davor, eine Zweiklassengesellschaft einzuführen.

    Das Vorgehen von Goodie , in etwa gleichstarke Blöcke zu bilden, habe ich in vergleichbaren Situationen auch immer angewandt und bin damit bestens gefahren.

    Mein Trainerpartner sieht das auch so, dass sein Sohn und meine Tochter grundsätzlich spielen dürfen, weil er als Vater bzw. ich als Mutter sehr viel Zeit in Training usw. investiert und das dann nur gerecht ist.

    Selbst wenn man das als gerecht empfindet...
    An Eure Kinder sendet Ihr damit das Signal, dass Regeln, die für andere gelten, für sie nicht gelten. In den Jahren, in denen ich eigene Kinder trainierte, wollte ich ihnen gerade diesen Status nicht geben.

    X, sei doch mal ruhig

    X, du sollst ruhig sein!

    Z, hör auf, X den Ball an den Kopf zu werfen!

    R, kannst Du mal aufhören, S die Hose runterzuziehen

    Wenn Du das immer wiederholend so nett formulierst, wirst Du nicht viel erreichen.

    Also: Einmal das Stilmittel der "kontrollierten Explosion" nutzen. Auf keinen Fall öfter - dieses Stilmittel verbraucht sich sonst. Bei der kontrollierten Explosion die künftige glasklare Vorgehensweise klären. Da Du einen sehr großen Kader hast, wirst Du zu Spielen vermutlich nur die Hälfte im Kader haben. Wer sich nicht an die Regeln hält, bekommt Spielzeitenreduzierung.
    Alle Eltern über diese Maßnahme informieren. Wenn sich Eltern dann über zu geringe Spielzeiten beschweren, musst Du das Verhalten natürlich entsprechend beschreiben können. Wenn Du so knallhart konsequent bist, darf die Intensität der Konsequenz aber nicht von Deiner persönlichen Tagesform abhängen. Das gleiche Vergehen muss bei unterschiedlichen Spielern an unterschiedlichen Tagen immer dieselbe Konsequenz haben.

    Der Sinn jeglicher Festspielregelung ist, Wettbewerbsverzerrungen durch den Einsatz von Spielern aus höherklassigen Mannschaften zu verhindern. Auch in diesem Fall hätte z.B. Eure E3 oder E4 aushelfen dürfen.

    Eure Regelung lässt Euch übrigens viel Freiraum.

    Wie ist es bei Euch geregelt?

    Nach zwei Pflichtpielen nacheinander bist Du festgespielt. Nachdem man zwei aufeinanderfolgende Pflichtspiele nicht gespielt hat, ist man wieder frei. Ausnahmen gibt es nicht. Für die letzten 4 (?) Spieltage einer Saison ist die Regel noch verschärft. Man muss bereits am viertletzten Spieltag frei sein, um an den letzten vier Spieltagen auszuhelfen.

    Meine Tochter ist sehr dankbar in der Mannschaft spielen zu dürfen , aber dennoch ist das Niveau in der Landesauswahl bei den Mädchen höher .

    Das hängt ganz von der Qualität der Jungsmannschaft und des Jahrgangs der Verbandsauswahl ab. Mir hat eine Verbandsauswahlspielerin das Gegenteil erzählt und ich kenne auch Verbandsauswahlspielerinnen, die sich in der Jungsbezirksliga keinen Stammplatz erkämpfen konnten.

    Es ist gar nicht lange her (rund um die WM 2011), dass es seitens des DFB hieß, die Zukunft des Fußballs sei weiblich. Die Entwickung ist jetzt aber eine andere...
    Die Anmerkungen zu einigen vorherigen Kommentaren mache ich mit der Erfahrung mehrer talentierter Mädchen, die ich in starken Jungenmannschaften trainiert habe. Die jeweiligen Jungenmannschaften gehörten zu den Top 5-10 unseres Kreises

    Ist ja logisch, dass es keine gescheiten Mädchenmannschaften wenn alle halbwegs guten Mädchen bei den Jungs spielen, oder?

    Klingt zunächst logisch. Wenn Du Dir das Niveau von Mädchenkreisauswahlen ansiehst, stellst Du aber fest, dass das niemanden weiterbringt. Auch da ist die Schere oft unglaublich groß, obwohl man (anders als bei den Jungs) meistens über zwei Jahrgänge spielt.

    Ebenso verstehe ich nicht, warum Trainer/Jugendleiter von Jungenmannschaften überhaupt Mädchen aufnehmen? Was ist das Ziel dabei?

    Das ist ein Thema, das oftmals gar nicht genug honoriert wird. In meiner Region gibt es immer wieder Vereine, bei denen Mädchen ab der C-Jugend in der männlichen Bezirks- und sogar Landesliga spielen. Bei den meisten dieser Vereine spielen die Damen so tief, dass klar ist, hier für andere Vereine auszubilden. Da steckt also 'ne Menge Idealismus hinter.
    Der zweite Grund ist, dass Mädchen, die fußballerisch das Niveau der Jungs haben, das Klima verbessern. In aller Regel sind die Mädchen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung 2-3 Jahre weiter als gleichaltrige Jungs. Sie gehen also oft mit dem Beispiel voran, das sich Trainer wünschen. Das galt für ALLE Mädchen, die ich bislang trainiert habe und entsprechende Bestätigungen habe ich auch von anderen Trainern innerhalb meines Vereins.
    Auf der anderen Seite macht das den Mädchen aber auch oft das Leben schwerer. Da spielen dann junge Frauen mit Jungs oder jugendliche Mädchen mit Kindern. Diese Problematik sollte man nicht unterschätzen.

    Die Jungsmannschaften haben doch auch den Zweck Spieler für die Herrenmannschaften auszubilden, dies kann bei Mädchen ja schlecht der Fall sein. Selbst Bfv-NLZ haben teilweise Mädchen in ihren Mannschaften. Versuch man sich hier mit weiterentwickelten Mädchen Erfolge zu holen?

    Soweit, sich Erfolge zu holen, kann man wohl nicht gehen. Machen wir uns nix vor: Mit 1-2 sehr talentierten Mädchen auf dem Platz kommst Du in der C-Jugend Bezirksliga klar. Wenn es mehr wären, bekommt die Mannschaft körperliche Probleme. Ist also genauso, als hättest Du dieselbe Anzahl männlicher Zauberflöhe auf dem Platz. Wenn man will, kann man also durchaus sagen, dass bei Mädchen in der Mannschaft die Einsatzchancen spätgeborener Jungs sinken.

    Am wichtigsten ist für mich aber das Argument der "Fairness". Wenn ein Mädchen das sportliche Niveau hat um in meiner Mannschaft zu spielen und sie sich aus Mangel an Alternativen dazu entscheidet bei mir spielen zu wollen, dann wird sie selbstverständlich auch die Chance dazu bekommen.

    Na ja... Mit dem Argument müssten ja auch untalentierte, kleine Jungs in Mädchenmannschaften spielen dürfen...;)


    Ich frage mich bei den bestehenden Strukturen in denen weibliche Talente gleichzeitig in Mädchenmannschaften, Jungsmannschaften, Mädchen-Stützpunkten, Jungs-Stützpunkten etc. etc. sind, ob es nicht sinnvoller wäre daraufhinzuarbeiten, eine Förderungsstruktur zu etablieren, bei denen Mädchen nicht mehr mit Jungs zusammenspielen "müssen" um optimal gefördert zu werden.

    Hier sprichst Du ein riesiges Problem an: Sinnfreie Kombination der Fördermöglichkeiten. Ich habe nicht den Eindruck, dass Mädchen- und Jungsstützpunkt sowie Verbandsauswahl sich abstimmen. Vielleicht werden weibliche Toptalente, die im Mädchenstützpunkt eigentlich unterfordert sind, auch mit dem Ziel guter Ergebnisse im Mädchenstützpunkt zwangsbeglückt...

    Solange es aber keine ausreichende Förderung gibt müssen Mädchen , die was reißen wollen bei den Jungs spielen .

    Ich habe bislang keine kennengelernt, die das als Zwang angesehen hat. Eigentlich haben alle das gerne gemacht. Ganz im Gegenteil habe ich aber Mütter von Mädchen kennengelernt, die ihre Tochter unbedingt bei den Jungs spielen lassen wollten. Schließlich hört man immer wieder, man solle die Mädchen "So lange wie möglich bei den Jungs spielen lassen." Das ist Bullshit. Den das gilt nur für tatsächlich überdurchschnittlich talentierten Mädchen. Den anderen tut man damit meistens keinen Gefallen.

    und da gibt es ausreichende Förderung!!!!!!. Es gibt auch Stützpunktmannschaften Mädchen, wo diese gefördert werden.

    Wenn Sie dann da unterfordert sind, ok. Gibt auch Jungs die da unterfordert sind.

    Extra Förderung für Mädchen gibt es nicht.

    Für Jungs auch nicht.

    Die Diskussion nervt langsam, sorry.

    Ganz im Gegenteil. Es gibt für die Mädchen über das Spielen bei den Jungs Förderungen, die es für Jungs nicht gibt. Ein Junge der heraussticht, muss entweder mit und gegen (deutlich) Ältere spielen oder den Verein wechseln. Mädchen gehen zu den Jungs und haben eine heimatnahe Förderung. Das Spielen bei den Jungs (ggf. auch jahrgangstiefer) ist eine spezielle Förderung des Mädchenfußballs. Das wird mir zu oft als selbstverständlich angesehen - ist es aber nicht. Erst recht nicht für Vereine, die selbst keine hochspielenden Damen haben.

    Kann es ja auch gar nicht, wenn wie gesagt jedes Mädchen das zweimal den Ball hochalten kann in eine Jungsmannschaft wechselt. Hier beisst sich irgendwie die Katz in den Schwanz. Erstrebenswert wäre es natürlich, wenn es irgendwann optimale Förderung für Mädchen geben würde, ohne dass sie in Jungsmannschaften spielen müssen. Aber ich habe den Eindruck, dass hierfür auch nichts getan wird.

    Das hätte einfach zur Folge, schon früh die Heimatregion zu verlassen.


    Wenn man im Stützpunkt unterfordert ist und völlig heraussticht wäre mmn der Wechsel in ein NLZ der nächste logische Schritt und nicht der Wechsel in das Fördersystems des anderen Geschlechts, was ja zwei der Mädchen bereits machen.

    Einerseits ja - andererseits: Wenn ich mir unsere niedersächsischen Erst- und Zweitligisten der Damen ansehe, lassen die ihre C-Mädchen alle bei den Jungs auf Kreisebene spielen. Da ist es nur verständlich, wenn Eltern sagen, dass sie das auch zu Hause haben können.

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass es Mädchen gibt, die bei gleichaltrigen C-Junioren in der Verbandsliga mithalten können. Eventuell B-Juniorinnen, die bei den C-Junioren spielen, ja.

    Ich kenne ein paar Beispiele. Meistens handelte es sich um Juniorennationalspielerinnen - aber nicht ausschließlich.

    Follkao

    Die Kinder fragen immer, wo sie spielen sollen. Bin ich in der Verteidung oder im Sturm oder Mittelfeld?!

    Das ist mit Sicherheit auch noch von den vorherigen Jahren so drin, da hier entweder 2:3:1 oder 3:2:1 gespielt wurde.

    Wie meinst Du das genau, dass das Thema "System" auf dem Kleinfeld überbewertet wird?

    Wenn die Kinder eine einigermaßen grobe Formation einhalten tun sich die Kinder schon leichter, als wenn eine riesige Spielertraube sich mit Ball bewegt. :D

    Zunächst ist ein System deutlich mehr als die Anordnung der Spieler auf dem Feld.

    Ein System können Kinder auf dem Kleinfeld nicht ausfüllen.

    Ja, eine Grundformation ist auch auf dem Kleinfeld in Ordnung. Mehr aber auch nicht. Ob Du 3:3 oder 2:3:1 spielst, ist vollkommen egal.

    Wichtig ist, dass sich aus dieser Grundformation ALLE an Angriff und Verteidigung beteiligen.

    Letzten Endes wollen wir kreative Spieler ausbilden. Dafür ist es notwendig, dass die vorhandenen Positionen auch flexibel besetzt werden können.

    Heißt z.B.: Dein Rechtsverteidiger sieht einen Raum, in den er startet. Ein anderer Spieler übernimmt daraufhin die RV-Position. Idealerweise mit Kommando "Geh. Ich bleibe." Aber das noch nicht in der U9.

    Ein 3:3 ist da für die meisten Kinder leichter überschaubar.

    Mapfi

    Warum bist Du der Ansicht, dass eine Änderung der Grundformation das, was Du als Problem ausgemacht hast, löst?

    Die Defensivarbeit wird für die Kinder in einer anderen Grundformation nicht interessanter.

    Grundsätzlich wird dieses Thema auf dem Kleinfeld oft überbewertet.

    Für die Begabten gibt es das Sondertraining in den Stützpunkten oder NLZs, die für die Begabten-Förderung zuständig sind.

    Ja. Das ist Sinn und Zweck des Strützpunktes. Da bin ich bei Dir. Es gibt hier das Beispiel eines Vereins, der seine U12 jahrgangsrein zusammenlässt und dann mit mehreren Stützpunktspielern die Gegner in der untersten Klasse zweistellig weghaut. Der Großteil dieser Mannschaft ist in der untesten Klasse richtig aufgehoben.


    Dabei bekomme ich mit , dass der Stützpunkttrainer oder Landesauswahltrainer vom Heimtrainer oft als Konkurrenz gesehen wird .

    Ist das so? Nehme ich nicht so wahr. Eigentlich sollen Auswahlmaßnahmen ein Zusatzangebot zum Verein sein. Wenn ich mir die Frequenz ansehe, mit der talentierte Spieler zur Auswahl müssen, kommt es immer wieder vor, dass die Vereine zurückstecken, um die Spieler nicht zu überlasten. Für talentierte Mädchen, die ggf. die Doppelbelastung aus Jungs- und Mädchenstützpunkt haben, gilt das sogar noch mahr als für Jungs.

    Ich bin dafür besonders begabte Spieler im Heimatverein mehr zu fördern und nicht beweisen zu wollen , dass sie dann doch nicht do begabt sind .

    Davon hätte der Verein wesentlich mehr als so zu tun als wären alle gleich .

    Gibt es das, dass Vereine versuchen, das Talent ihrer Spieler kleinzureden?
    Als Verein kann ich Talente fördern, indem ich sie in einer Mannschaft und Spielklasse (!) spielen lasse, die zu ihrem Können passt. Das heißt natürlich auch, dass ein Verein, der eine solche Spielklasse nicht bieten kann, ehrlich zum Wechsel raten darf. Ja, das passiert selten - aber ich habe auch schon solche Beispiele mitbekommen.

    Müssen Die Spieler telefonisch absagen?

    Per WhatsApp ist es ja sehr leicht und nicht mal unangenehm.

    Es soll ja auch gar nicht unangenehm sein. Ich fände es schrecklich, wenn es den Kindern unangenehm wäre, mit mir zu kommunizieren.
    Gerade Termine, die sie lange im voraus wissen (Klassenfahrten z.B.), sagen sie persönlich beim Training ab.
    Ansonsten passen meine Arbeitszeiten nicht zu dem Zeiten, in denen ein Schüler telefonieren kann. Deshalb ist WhatsApp vollkommen in Ordnung.
    Worum es mir dabei geht: Eltern sagen oft für ihre Kinder ab, weil es ihnen besser passt, ohne dass die Kinder davon etwas wissen. Wenn die Kinder das machen, setzen sie sich damit auseinander und finden oft Lösungen, dass sie gar nicht verzichten müssen.

    Ich möchte es also den Eltern schwieriger machen, für ihre Kinder zu entscheiden.