Beiträge von Follkao

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    und ist dies im Verein überhaupt erlaubt, KINDER zu zwingen in einem Team zu spielen, in der sie nicht spielen möchten?

    Stell es Dir mal umgekehrt vor:
    Spieler wird bei einer Einteilung nach Leistungsgesichtspunkten in die zweite oder dritte eingeteilt, will aber in die erste. Sollte man dem Spieler nachgeben?

    Wir alle kennen den konkreten Fall nicht und können ihn deshalb auch nicht beurteilen. Wir wissen aber, dass bei der Mannschaftseinteilung Jugendleitung und Trainer das Sagen haben müssen - nicht Spieler und Eltern.

    Ach ja: Eine 9er(?)-Mannschaft mit 11 Spielern zu planen, wäre fahrlässig.

    1. wie lange ist eine normale Sperre ?

    Deine Tochter ist nicht gesperrt. Sonst könnte sie ja auch nicht bei den Jungs spielen.
    Was denkbar ist: Der alte Verein hat dem Wechsel nur unter der Auflage zugestimmt, dass es ein Zweitspielrecht für eine Mädchenmannschaft erst ab Termin xx.xx.xx gibt. Vielleicht solltest Du erst klären, ob es eine entsprechende Vereinbarung gibt. Evtl. gibt es auch kompliziertere Absprachen zwischen den Vereinen, von denen Du nichts erfährst.

    2. wie lange dauert die Erteilung ?

    Max. 2 Wochen

    da es ja auch um Begabtenförderung geht .

    Aus diesem Grund hat sie ja das Erstspielrecht bei den Jungs.

    Genau. Und deswegen zieht dieses Argument nicht. Begabtenförderung ist die Spielmöglichkeit bei den Jungs; eine Spielmöglichkeit bei den Mädchen auf Kreisebene hat nichts mit Begabtenförderung zu tun. Deine Tochter ist NFV-Auswahlspielerin. Bei den C-Juniorinnen gibt es im NFV keinen Leistungsspielbetrieb. Die wenigen Vereine, die in Niedersachsen tatsächlich C-Mädchenleistungsmannschaften haben (z.B. Wolfsburg, Meppen, Cloppenburg), lassen sie ohnehin bei den Jungs auf Kreisebene spielen - und da spielt Deine Tochter ja auch.

    Das Spiel ist schneller und dynamischer und das macht ihr einfach mehr Spaß .

    Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Recht hat sie.
    Aber warum ist ihr dann ein Zweitspielrecht in einer Mädchenstaffel, in der sie vermutlich komplett unterfordert ist, so wichtig?

    Sie soll sich doch dann erstmal auf ihre Auswahlgeschichten konzentrieren .

    Sehr talentierte Mädchen haben ein volles Programm: Mädchenstützpunkt, Jungsstützpunkt, NFV-Auswahl, Verein (Jungs), ggf. Verein (Mädchen). Da erzähle ich Dir aber sicherlich nichts neues. Aus fußballerischen Gesichtspunkten bringt der Mädchenverein ihr dabei am wenigsten.
    Insofern kann ich diese Argumentation auch aufgrund eigener Erfahrungen vollkommen verstehen. Wenn es um ein Zweitspielrecht für einen der o.g. C-Mädchenleistungsvereine ginge, o.k. - aber so...?

    Beispielhaft ein Zitat aus der Spielordnung des NFV:

    Zitat


    Teilnahmeberechtigung von Vereinen am Spielbetrieb
    (1)Voraussetzung für die Teilnahmeberechtigung am Spielbetrieb ist die Mitgliedschaft im NFV (§ 9 Abs. 1 Verbandssatzung).

    (2)Gegen Mannschaften von Vereinen, die keinem Landesverband des DFB angehören, dürfen Spiele ohne Erlaubnis nicht ausgetragen werden. In Ausnahmefällen kann die Erlaubnis durch die jeweils zuständige spielleitende Stelle nach schriftlichem Antrag erteilt werden.

    (3)Spiele gegen Betriebssportgemeinschaften sowie Spiele gegen Bundeswehr-, Hochschul-, Schul-oder Polizeimannschaften können ohne besondere Erlaubnis ausgetragen werden.

    Und das heißt letzten Endes, dass ich gegen die gar nicht spielen darf und sie auch nicht an Turnieren teilnehmen lassen darf.
    Die Ausnahmen werden unter (3) geregelt. Und nein - eine Fußballschule ist keine Schulmannschaft.

    Aber in einem Verein dürfen ja Trainer hauptberuflich angestellt und die Löhne per Mitgliederbeiträge abgedeckt sein, oder? Damit ist ja noch keine Gewinnerzielung einhergehend (also aufm Papier)

    Richtig. Wenn ein Gesellschafter dahintersteckt, dessen eingesetztes Kapital sich rentieren soll, sieht die Welt aber schon ganz anders aus. Und in diese Grauzone begibt sich ein Verein, hinter dem eine kommerzielle Fußballschule steckt.

    Lt. Impressum der Website handelt es sich bei dem Laden um eine Kapitalgesellschaft. Also solche können sie gar keine Mannschaften für den Spielbetrieb melden, da sie kein Verein und kein Mitglied in irgendeinem Verband sind.
    Streng genommen ist jedes Spiel einer Vereinsmannschaft gegen eine kommerzielle Fußballschule ein "wildes Spiel", das seitens des Verbandes einzeln genehmigt werden müsste.
    Was machen sie also irgendwann? Sie hängen sich an den Partnerverein. "Wenn wir unser Angebot in dieser Form weiterführen wollen, müssen wir bla bla bla... Natürlich spielen wir in unseren PSG-Trikots aber wir heißen bla bla bla..."

    Was brauchen sie dafür? Einen Verein der mitmacht. "Wir sind PSG-Partnerverein!" sagt dieser Verein dann. Nein, seid Ihr nicht. Ihr seid Partner eines Franchisenehmers der PSG Academy, die wiederum ein kommerzielles Anhängsel von PSG ist.
    So gehen auch Fußballschulen vor, hinter denen kein Franchise mit großem Namen steckt.

    Stimmt, und so was sollten ja auch die Grundlegenden Dinge sein wenn man schon vom 2 Ballkontakt Prinzip spricht . dann gehe ich davon aus das die Jungs wissen was doppeln ist usw. bzw so was dann auch erklärt wird wenn acht Leute 4vs4 spielen und die anderen sechs im 1vs1Liniendribbling spielen um die defensive Indiv. Taktik zu schulen.

    Nur mal zur Erinnerung:
    Es geht hier um B-Jugend, unterste Spielklasse.
    90% der Spieler (und ich befürchte auch Trainer) verstehen unter Doppeln "Zwei auf einen!" Gerade deswegen vertrete ich ja die These, dass man mit E- und D-Jugendthemen, die bislang nicht vermittelt wurden, 'ne Menge erreichen kann.

    Jetzt frage ich mich, nachdem ich meine eigenen Zeilen nochmal gelesen habe, passt meine Erwartungshaltung zu dem was die Spieler geben wollen?

    Wenn ich mir Deine Ausgangslage ansehe,

    das wäre unterste Klasse, Kadergröße 20 Spieler, 1 Mannschaft pro Altersgruppe und der Kader ist bunt gemischt.

    Angefangen von ein wirkliches Talent, wenn er sich denn quälen könnte bis gibt sein Bestes ist aber in seinen Voraussetzungen beschränkt.

    heißt die Antwort: "Wahrscheinlich nicht."
    Du wirst in dieser Konstellation kaum eine komplette Mannschaft finden, die bereit ist, sich zu zerreißen. Das gilt auch -und besonders- für Euer "Talent". Wenn er bereit wäre, zu arbeiten, wäre er nicht mehr bei Euch.


    Ich finde auch gar nicht, dass Du Dich zu sehr auf das Konditionelle konzentrieren solltest. Sicherlich - in dieser Klasse kannst Du Spiele über die Kraft gewinnen. Die meisten Spiele werden sogar über die Kraft (oder über den schnellsten Spieler auf dem Platz) gewonnen, weil die meisten Mannschaften fußballerisch limitiert sind.
    Aber kann es da nicht ganz im Gegenteil reizvoll sein, diesen Mannschaften mit fußballerischen Mitteln zu begegnen?
    Wenn ich mir Großfeldspiele der untersten Klasse bei uns ansehe, fällt mir auf:

    • Kaum ein Spieler beherrscht ansatzweise defensive Individualktaktiken.
    • Geschätzt die Hälfte spielt mit Libero.
    • Die andere Hälfte, glaubt mit "Kette" zu spielen, verschiebt aber nicht ballorientiert.
    • 80% der Torhüter verlässt den 5m-Raum nicht.
    • Über 50% verspringen die Bälle bei der Mitnahme.
    • Kein Spieler steht offen.
    • usw...

    Du hast also eine Menge Ansatzpunkte abseits von Kraft und Kondition, für die Du Deine Spieler begeistern kannst.

    Arbeite also an den technischen sowie individual- oder gruppentaktischen Mängeln Deiner Spieler und bringe ihnen bei, eben diese Mängel der Gegner zu nutzen.

    Man hat ja immer bestimmte Vorstellungen, wenn man etwas Neues macht.

    Jetzt frage ich mich, nachdem ich meine eigenen Zeilen nochmal gelesen habe, passt meine Erwartungshaltung zu dem was die Spieler geben wollen?

    Während der Saison haben wir immer eine Beteiligung von ca. 60%.

    Mein Ziel wären 70% + X, aber warum sollte das eintreten?

    Was kann ich anders machen um das erreichen?

    Wie sind denn Deine Rahmenbedingungen?
    Spielklasse, Kadergröße, Anzahl der Mannschaften in der Altersgruppe, Art der Kaderzusammenstellung etc...

    In der aktuellen FTJ wird auch davon gesprochen, dass es nicht verkehrt ist ohne Leibchen zu spielen. Fördert den Kopf.

    Zwar OT - aber in diesem Zusammenhang vielleicht für den einen oder anderen als Anregung interessant:
    Beim Warmmachen lasse ich gerne gerade gegen ungerade Rückennummern auf Ballhalten spielen - natürlich OHNE Leibchen.

    Das ist definitiv ein Alter, in dem sie sich selbst um ihren Kram kümmern können.
    Das können sie auch schon in der E, wenn die Eltern sie dabei unterstützen. Insofern kannst Du dem Jungen auch durchaus sagen, dass er sich selbst bei Dir abmelden soll.

    Natürlich besteht die Alternative, dass ich hier einen Schlussstrich ziehe und die Familie aus der Mannschaft werfe,

    Der Junge ist in Deiner Mannschaft - die Familie nicht.

    Dein Problem ist, dass diese Eltern ihrem Sohn keine Verantwortung übertragen wollen. Letzten Endes wollen sie ihn nicht selbständiger werden lassen. Dafür ist der Junge nicht verantrwortlich.

    Wenn sie es anders nicht verstehen, kannst Du sie darum bitten, Dich dabei zu unterstützen, ihm Verantwortung zu übertragen.

    Ja die Sperrfrist muss meiner Vermutung nach zustandegekomnen sein , weil die Abmeldung am allerletzten Tag der Frist erfolgen musste ( war noch ein wichtiges Turnier ) und der aufnehmende Verein vielleicht ein paar Tage später sie angemeldet hat .

    Das ist meine Vermutung .

    Nee. Das kann der Grund nicht sein. Wenn Ihr sie spätestens am 30.06. abgemeldet habt, hat der aufnehmende Verein bis Ende August Zeit, um sie anzumelden.
    Eine Sperre kann nur durch zu spätes Abmelden Eurerseits oder durch verweigerte Zustimmung des abgebenden Vereins entstehen.