Beiträge von der_schleifer

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    hallo


    Zitat

    Bei den Kindern macht das Selbstvertrauen ziemlich viel aus, und wenn ihr jedes Spiel verliert, fehlt den Spielern das Selbstvertrauen!

    das sehe ich etwas anders. es geht den kids in erster linie nicht um den sieg, sondern darum, dass sie viele spielerlebnisse haben. ich vermute mal wir reden hier von nicht allzu derben "Wäschen" wie 0:20, sondern von etwas knapperen niederlagen. wenn jedes kind im spiel viele ballkontakte hat, auch mal ein erfolgserlebnis hat (muss nicht unbedingt ein tor, sondern kann auch das verhindern einer guten möglichkeit vom gegner sein oder ein genialer pass oder eine saubere grätsche) dann reicht das vollkommen aus. wichtig ist nur, dass die kinder ein bis zwei gute erinnerungen aus dem spiel mitnehmen. viele erinnern sich eher an die selbst geschossenen tore (hatte mal ein spiel, das für uns 10:2 verloren ging, aber die stimmung nach dem spiel war durch die zwei eigenen tore sehr gut und beim training war wieder alles vergessen). hier spielt eben auch die motivation eine enorm große rolle!


    aber zum thema: du machst das vollkommen richtig. ich würde mich da auch nicht auf diskussionen einlassen. du solltest den eltern lediglich erklären können, warum du so aufstellst und spielen lässt, wie du es tust. wer damit nicht klar kommt, den muss man eben mal zurechtweisen. und als bestes feedback auf deine arbeit gilt immer noch die trainingsbeteiligung und obs den kindern spass macht. und solange das der fall ist, können die eltern auch nur murren... oder ihre kinder aus der mannschaft nehmen, aber das werden diese ihnen übelnehmen.


    grüße

    hallo,


    also wir sind ein finanzschwacher verein mit hervorragender arbeit im mädchen- und jugendfußball. wir haben das problem, dass zwei prestigevereine in unserer stadt seit jahrzehnten bestehen und uns die show stehlen. nur in der jugendarbeit machen sie uns nichts vor (und das, obwohl sie wesentlich mehr bares zur verfügung haben). aber zum thema: bei uns wird ausschließlich mit ehrenamtlichen gearbeitet.


    G - Jugend: ein recht unerfahrener, schwacher trainer (ehem. 2. herren) + elternteil (er scheint mehr von fußballdidaktik zu verstehen als der trainer)
    F2 - Jugend: zwei ehemal. spieler der 2. herren (beide unerfahren, einer davon fachlich gut) + ein vater
    F1 - Jugend: meine wenigkeit und als hilfe, der 1. vorsitzende (fußballerisches verständnis) + 2 inoffizielle väter als zuverlässige helfer
    E2 - Jugend: wieder ich und mein co - trainer/kann gut mit den jungs (beide teamleiter)
    E1 - Jugend: dreiergespann aus 2 ehemaligen, unerfahrenen der 1. herren + recht erfahrener trainer (alle teamleiter)
    D2 - Jugend: derselbe wie in der g - jugend
    D1 - Jugend: unerfahrener, sehr engagierter vater
    C2 - Jugend: das dreiergespann aus der E1
    C1 - Jugend: erfahrener trainer (gleichzeitig platzwart), fachlich kompetent aber eigensinnig
    B - Jugend: sehr erfahrener trainer mit c - lizenz (wir haben eine spielgemeinschaft mit einem lokalrivalen), trainer ist gleichzeitig sektionsleiter fußball
    A - Jugend: kein trainer von uns, spielunion mit derselben mannschaft wie die in der B.
    1. Herren: kein trainer!! (nominell als interimslösung macht das einer unserer spieler)
    Mädchen D und B: ein erfahrener, aber unumgänglicher und störrischer älterer trainer, macht sein ding im verein


    also ein chaotischer, eigentlich unorganisierter haufen. ich finde es trotzdem toll, dass sechs trainer eine lizenz haben und relativ jung sind.


    grüße vom schleifer

    hallo jungs,


    vorweg... es ging ja auch nicht darum den kindern das abspiel zu verbieten. wenn ich einen thread mit dem titel "kontrollierter spielaufaufbau f - jugend" eröffne, muss ich mir aber auch gefallen lassen, dass jemand einige gegenargumente postet. da reichen ein bis zwei unglücklich gewählte wörter. man muss aber auch relativieren, was geantwortet wird. es hat dir markus niemand unterstellt, dass du ein schechter trainer wärest.
    die kunst des trainers ist es ja abzuschätzen, was man der mannschaft in training und spiel zumuten kann. wenn ich viele spieler habe, die von natur aus ein gewisses taktisches verständnis und die technischen vorraussetzungen mitbringen, kann ich auch ins detail gehen. es gibt aber auch viele trainer, die nur darauf bedacht sind ihre kinder schnell kombinieren zu sehen. und da fehlt mir als "basistrainer" das verständnis, denn die mehrzahl meiner kids haben erst kürzlich zum ersten mal gegen den ball getreten. und wenn ich die im spiel einsetze, dann kommt es zur knäuelbildung.
    das ist auch logisch: wie gesagt, die kinder wollen in ballnähe sein aber viele verstehen auch nichts von raumaufteilung (z.b. wie rücke ich als flügelspieler in den freien raum, wie verhalte ich mich während der balleroberung oder der verteidigung?) um das zu lernen muss man den kids einfach auch zeit lassen (denn das erklären reicht nicht und bloßes demonstrieren dauert im training zu lange)... und das ist das schwierigste am trainerjob, die geduld meine ich. :)


    grüße

    hallo,


    sehr gut, ein thread, wo man mal seine fehler auflisten kann.


    habe sicher sehr viele fehler gemacht, hauptsächlich im umgang mit den kids: hatte mal einen, der die übungen nicht richtig mitgemacht hat und dann gesagt hat, er habe bauchschmerzen. ich habs ihm nicht geglaubt und dachte, er wolle sich drücken :( , habe auch schon öfter mal ein kind im spiel etwas zu oft "motiviert", sodass er dann glaubte, ich würde nur ihn vollnölen. habe auch schon spieler auf der bank sitzen lassen, weil ich unbedingt gewinnen wollte.


    jeder macht fehler und wir lernen daraus. sehr wichtig ist auch, den kindern das gefühl zu geben, dass sie fehler mach sollen! ich sage das meinen jungs vor jedem spiel (immer wieder anders verpackt) und sie wissen, dass fehlverhalten von mir entschuldigt wird und sie daraus lernen können.... besser als aus einem sieg!

    eiernacken:


    schön zu lesen, dass es auch noch vernünftige trainer gibt. lass dich von deinem konzept nicht abbringen. dfb - philosophie hin oder her, es erschließt sich aus dem logischen denkansatz, dass bambini - fußball eine sonderstellung einimmt. und du bist der wichtige mittelsmann zwischen ahnungslosen eltern und den kleinen rackern =) .


    weiter so :thumbup:

    Zitat

    Aber bestimmt nicht das ich einen Spieler hab der von hinten nach vorne rennt und dann das Tor macht und die anderen schauen zu und werden nur zum Anstoss gebraucht.


    ?( wer bitte hat das gesagt?? da hab ich kurz über eines meiner talente geschrieben und schon wird der satz verallgemeinert. selbstverständlich ist es nicht das ziel, dass einer übers ganze spielfeld rennt und allein fußball spielt. glaube nicht, es bedarf dich als sorgenvoller betrachter um mir klarzumachen, dass dieser spieler in der entwicklung doppelt vorraus ist und ich ihn bremsen muss. dass mache ich in jedem training! trotzdem (da kannst du auch dran zweifeln wie du willst: bis zur d - jugend ist kinderfußball rein technisch gesehen ein einzelsport. jedes kind muss die grundtechniken des fußballs im ansatz lernen, und dazu gehört vor allem das dribbeln. viele ballkontakte = viel ballgefühl = besserer umgang mit dem ball = erfolgserlebnisse und motivation!)


    du scheinst das problem nicht zu verstehen: f - junioren sind keine halbfertigen erwachsenen und schon gar nicht irgendwelche superfußballer, die die spielübersicht eines luiz figo haben. es sind kinder! sie sind teilweise erst seit acht jahren auf der welt... sie wachsen in eine gesellschaft hinein, die wenig ventile für ihren spieltrieb zulassen! sie haben aber einen ausgeprägten spieltrieb und wollen dribbeln und zeigen, welche tricks sie schon draufhaben. du solltest dir öfter f - jugend spiele anschauen und wirst sehen, dass es da kaum einen geregelten spielaufbau gibt. als trainer hast du verantwortung und deine denkstruktur nach ordentlichen, gepflegten spielaufbau zufolge solltest du dein glück lieber im seniorenfußball suchen. kinder brauchen jemanden, der ihnen freiräume lässt, der ihre kreativität im umgang mit dem spielgerät fördert.


    gruß und denk mal drüber nach

    vollkommen richtig. ein fußballer hat schon genug mit körperspannung bei ballannahme und dribbling und allen möglichen techniken zu tun. ganz zu schweigen von geistigen fähigkeiten und dem laufpensum mal ganz abgesehen. jeder vermeidbare zweikampf ist daher eine schonung der kraftreserven und diese braucht ein spieler für die technischen und läuferischen anforderungen. natürlich dürfen die spieler keine angst haben und sich geschlagen geben, wenn der gegner mal etwas kräftiger gebaut ist, aber zumeist kann man feststellen, dass technische fähigkeiten zugunsten körperlicher kraft vernachlässigt werden und das ist falsch! technisch feiner fußball ist auch optisch viel schöner anzusehen :]


    grüße

    guten abend,


    bist du erfahren bzw. machst du den trainerjob schon etwas länger? oder willst du einfach nur wissen, ob du dein training verändern sollst weil du vier neulinge hast, die einen guten eindruck bekommen sollen? bleib doch einfach dabei wie du es bisher gemacht hast. dein training sollte auch nicht nur elemente mit wettkampfcharakter enthalten wenn du neue kinder hast. das sollte in JEDES techniktraining eingebettet sein. ansonsten kannst du nichts falsch machen, wenn du dein training mit einem interessanten fangspiel beginnst. die kinder sind so gleich voll auf touren und hängen sich rein. dann hast du auch etwas luft den neuen mal vor der versammelten mannschaft zu erklären, wie es bei euch so läuft. ich meine die kids sind dann ruhiger und hören dir zu. ansonsten ist noch wichtig welche jugend du trainierst. bei kindern bis d - jugend empfielt sich ein spielerischer aufbau des trainings. alles darüber hinaus kannst du schon etwas lernziel - orientierter trainieren (also ruhig etwas komplexere technikübungen mit spielen gekoppelt und komplexe koordination bzw. ab c - jugend auch läuferische elemente)


    hier bist du als trainer gefragt. experimentiere etwas und versuche humorvoll zu sein bzw. vermittle den neuen kids deine begeisterung für fußball. dann klappt das.



    viel glück mit den neuen, kleinen profis :]


    gruß

    hallo,


    vieles ist schon gesagt worden. doch man kann ja immer was dazumischen nicht wahr? ;)
    das wichtigste ist, sich in die köpfe der kinder reinzuverstzen. klar, ist fast unmöglich, aber der versuch hilft trotzdem. die kids stehen am samstag/sonntag früh auf und haben nervenflattern ohne ende, weil sie wissen: "in zwei stunden geht das spiel los... hoffentlich schieße ich ein tor/mache ich keine fehler." was bitte helfen unkontrollierte wutausbrüche am spielfeldrand?? das problem ist in erster linie vielleicht nicht mal die lautstärke, mit der befehle und kommentare ins spiel gerufen werden. wir haben nun mal als verständigungsmittel die sprache und die wird von jedem anders verstanden und interpretiert. und kinder haben große probleme gesprochenes im training (also in relativ entspannter athmosphäre) zu verstehen, geschweige denn umzusetzen. wie also im spiel unter stress?


    ich habe mir mal folgendes überlegt. sage ich zu einem meiner spieler: "hey, christoph! du musst den ball zuerst annehmen und kontrollieren, bevor du ihn abspielen kannst." in dieser situation muss das kind zu mir schauen um eventuell gestiken zu sehen und außerdem spreche ich es direkt an. es wird also unweigerlich vom spielgeschehen abgelenkt und könnte sogar den ball verlieren. schon ist das kind verunsichert, denn es hat ja auf den trainer gehört und trotzdem den ball verloren.


    dann mache ich doch lieber folgendes: ich warte die situation oder den fehler des kindes ab und spreche es dann (aber auch nur kurz) freundlich und wohlwollend darauf an. besser in der halbzeit. lieber lobe ich das kind und rufe: "schade christoph beim nächsten mal klappts ganz bestimmt!" hier hört das kind die aufmunternden worte und muss nicht zu mir schauen sondern kann motiviert weiterspielen.


    vielleicht hat der eine oder andere ja verstanden, was ich meine. ungestört spielen lassen ist effektiver!



    grüße

    servus markus


    die vorraussetzung, dass f - jugendliche (kinder von 6 - 8) einen spielaufbau hinbekommen und den ball nicht einfach nach vorne rauchen hängt von EXTREM vielen faktoren ab.
    ich würde sagen die wichtigsten sind:


    1.) um einen sinnvollen pass zu spielen müssen sie den kopf heben und feststellen können, wo sie sich befinden (eigene position im verhältnis zu gegenspieler und mitspieler), d.h. eine orientierungs- und differenzierungsfähigkeit muss gut bis sehr gut ausgebildet sein -> von f - junioren einfach nicht zu erwarten!!!
    2.) das kopfheben bedingt, dass sie eine sehr gute bis hervorragende, blinde ballführung beherrschen -> also jede form von dribbling (ballsichernd, abschirmend, mit jedem fußteil etc.)
    3.) um einen tollen pass zu spielen muss man (im kinder- und jugendbereich) relativ sicher am ball sein und dass auch unter gegnerdruck. -> bei f - jugend spielen stürzen sich ca. 5 kinder auf den ball und die fertigkeiten, den ball auf versch. weise abspielen zu können (innenseite, außenseite, spann, selbst die sogenannte "pike" oder "effet") kann einfach noch nicht so gut ausgebildet sein. zumindest wenn man nur ein bis zwei mal die woche trainiert. es gibt durchaus schon kinder die im f - juniorenbereich viele dieser fähigkeiten haben... habe selbst einen von der sorte und trotzdem erwarte ich von ihm nicht, dass er nur zuckerpässe spielt. normalerweise dribbelt er sich unglaublich geschickt von hinten nach vorne durch und hat einen platzierten schuss... und ist gerade mal acht. ich war sehr, sehr stolz auf ihn, als er mal in der e-jugend mitgespielt hat und ein doppelpass mit ihm geklappt hat =)


    also fazit: f junioren - spiele sind die spiele mit "knäuelbildung". jedes kind möchte an den ball. die kinder haben weniger spass, wenn sie auf ihren positionen kleben bleiben sollen und nur zum ball laufen dürfen, wenn man es ihnen erlaubt. viele trainer machen hier einen der größten kardinalsfehler weil sie das ballorientierte angreifen und verteidigen der kinder unterbinden wollen. man sollte als kindertrainer viel geduld mitbringen... es dauert nicht lange und die eigene arbeit ist sichtbar und trägt früchte. aber nicht, wenn man die bewegungsfreude der kinder einschränkt!!


    grüße vom schleifer

    Zitat

    Für Für mich sollte eine Mannschaft nie mehr Spieler haben, als ich bei einem Spiel (draußen) einsetzen darf.


    Bei uns ist es so, dass wir in Bayern mit 7 Spielern auf Kleinfeld spielen und insgesamt 11 Spieler pro Spiel eingesetzt werden dürfen. Von daher sollte die Mannschaft nicht mehr als 11 Spieler haben.


    Ich hatte in der vergangenen Saison 13 Spieler, davon fast alle immer im Training, und es mußten immer zwei aussetzen. Da es so gut wie nie vorkam, dass jemand wegen Krankheit oder Verletzung fehlte, habe ich halt im Rotationsprinzig aussetzen lassen. Allerdings war der Ehrgeiz einiger Eltern extrem, so dass es immer wieder zu Diskussionen kam, ohne Einsicht der Eltern mit irgendeinem Gerechtigkeitssinn. Solche DiskussiBei uns ist es so, dass wir in Bayern mit 7 Spielern auf Kleinfeld spielen und insgesamt 11 Spieler pro Spiel eingesetzt werden dürfen. Von daher sollte die Mannschaft nicht mehr als 11 SpielerBei uns ist es so, dass wir in Bayern mit f Kleinfeld s samt 11 SpielerSpiel een dürfen. Von daher sollte die Mannscr sollte die Mannschaft nicht mehr als 11 Spieler ft nicht haben. Ich hatte in der vergangenen Saison 13 Spieler, davon fast alle immer im Training, und es mußten immer zwei aussetzen. Da es so gut wie nie vorkam, dass jemand wegen Krankheit oder Verletzung fehlte, habe ich halt im Rotationsprinzig aussetzen lassen. Allerdings war der Ehrgeiz einiger Eltern extrem, so dass es immer wieder zu Diskussionen kam, ohne Einsicht der Eltern mit irgendeinem Gerechtigkeitssinn. Solche Diskussionen wie damals will ich nicht mehr haben, da sie extrem viel Nerven kosten. Von daher werde ich auch nie wieder mehr Spieler in einen Kader nehmen wie an einem Spiel teilnehmen können.

    was passiert, wenn Eltern zu dir kommen und ein neues Kind anmelden wollen? schickst du die dann etwa weg??
    also ganz ehrlich: kinder kommen aus guten grund zu uns in die fußballvereine und als trainer muss man auch höheren mannschaftszahlen rechnung tragen. ihr könnt die jungs doch nicht einfach wegschicken, nur weil ihr ansonsten 1 - 2 spieler mehr hättet. für das kind ist dann der erste kontakt mit einem Verein eine negative erfahrung... und für den trainer eine nicht gemachte (nichts schult das organisatorische talent eines übungsleiters so sehr, wie die betreuung einer großen trainingsgruppe!). es ist ja auch nicht so, dass man mit ein paar mehr kindern nicht trainieren könnte. mmit etwas geschick lassen sich eltern als betreuer hinzuholen, als erfahrener trainer kann man auch auf dem kleinsten platz viele kinder permanent beschäftigen und was die punktspiele angeht: rotation? spielt ihr in einer leistungsliga? rotation hat im kinderfußball nichts zu suchen. es gibt auch möglichkeiten alle kinder spielen zu lassen (z.B. kann man mit etwas verhandlungsgeschick gegnerische trainer und die schiedsrichter dazu bringen, mehr als nur drei auswechslungen vornehmen zu können; oder man leiht ein oder zwei an die erste oder zweite mannschaft aus. außerdem kann man spieler in mannschaften, die nicht zum jahrgang gehören aber in der altersklasse spielen dürfen, an eine jugend weiter oben oder unten verleihen und so zumindest für die punktspiele etwas platz für die "füllspieler" schaffen). klar, in sehr leistungsorientierten vereinen wie denen, deren herrenmannschaften in den bundes- oder regionalligen spielen sind solche denkmuster völlig utopisch. da wird halt schon im jüngsten bereich gnadenlos aussortiert und nur eine erlesene zahl von talenten gefördert. aber ich dachte wir reden hier von clubs an der basis.


    ich habe eine e-jugend mannschaft mit 17 kindern (15 mit pass) und wir müssen auf einem halben hallenspielfeld trainieren, weil die 1. mannschaft die andere hälfte besetzt. und ich versuche auch mit allen mitteln, das training interessant zu gestalten. bei punktspielen ist es mit siebzehn natürlich schon schwieriger, das gebe ich gerne zu. aber training und spielbetrieb mit weniger als 10 - 12 kindern nur weil es mehr belastung bedeutet.... naja.


    und warum scheust du dich davor, konflikten mit den eltern aus dem weg zu räumen und klein beigibst, indem du sagst, dass nur noch eine bestimmte anzahl an kindern in deine mannschaft kommen? klar, stress mit übereifrigen eltern nervt aber auch die müssen lernen, dass kinderfußball nun mal überhaupt nicht leistungsorientiert ablaufen soll. und du als trainer hast in solchen diskussionen immer recht und musst ihnen klarmachen, dass fußball im f-jugend bereich hauptsächlich spaß machen soll und jeder eine chance bekommt.
    allein wenn nur die 10%ige chance besteht, dass ein kind (was aufgrund von vermeintlich zu hoher anzahl an spielern im team keine chance bekommt) einmal ein riesentalent werden könnte, würde mich persönlich von solchen gedanken abhalten.


    ich hoffe, dass ich nicht der einzige bin der dass so sieht.


    Hattabi: bitte entschuldige, ich beziehe das nicht nur auf dich und meine es auch nicht böse. wollte nur meine gedanken dazu äußern. aber zum thema: 10 - 12 spieler sind das beste, was man sich vorstellen kann (auch im training).


    gruß

    hi big bopper,


    du hast absolut recht mit den gruppen. nur ist es für einen einzelnen trainer der maximal unterstützung durch fachlich unqualifizierte elternteile hat so gut wie unmöglich, in kleinen gruppen zu trainieren. zumindest wenn es ums spielen in kleinen gruppen geht. man kann einfach nicht jedes kind im auge behalten, bzw. den versuch starten es individuell zu fördern und die fehler zu korrigieren, wenn man 4 kleingruppen hat die eine technikübung absolvieren sollen. auch wenn man eltern hat... die "korrigieren" die fehler falsch oder konzentrieren sich nur auf ihr kind.


    ich sage, man braucht mindestens einen versierten co-trainer um gruppentraining zu praktizieren.


    mit dem "blocktraining" meinte ich die übung über mehrere wochen hinweg, nicht die aufteilung der einzelnen einheiten. auch hier hast du volkommen recht, wenn du sagst, dass die kleinen sich nicht gut konzentrieren können. aber das sollte ein guter trainer einkalkulieren und im f-jugendtraining techniken generell nur spielerisch erarbeiten. die koordination komplex zu schulen ist auch sehr gut, bzw. macht den kindern auch riesig spaß. doch hier muss man auch aufpassen, dass die übungen nicht zu komplex sind, sonst langweilen sich die kids oder verstehen gar nicht erst, was du als trainer von ihnen willst.

    hallo thom


    du trainierst kopfball als schwerpunkt für einen f-jugend jahrgang? im block?
    ich vermute mal die einteilung kommt von dfb-training online, doch sind die schwerpunkte "zweikampf abwehr/angriff" doch eindeutig taktischer natur. ich würde die schwerpunkte im f-jugendbereich auf koordination, ballgefühl, dribbling, spannschuß und fußballspielen setzen.


    danke für die antwort

    hallo,


    erst mal dank für die rückmeldung aber ich wollte nicht, dass ihr mir euren gesamten trainingsplan postet. meine frage war eher, ob ihr jedes training geschlossen für sich seht, oder ob ihr auch langfristiger denkt. also ob ihr euch ziele setzt wie: "in drei wochen sollen die meisten eine deutliche steigerung im dribbling zeigen!", oder ähnlich.


    trotzdem nicht falsch verstehen und danke für eure mühe.

    nabend kollegen!


    bin zwar mit meinen drei jahren, insgesamt drei mannschaften und teamleiter-lizenz nicht der unerfahrenste, trotzdem habe ich noch fragen ohne ende!!


    1.angenommen ihr übernehmt ab der sommerpause eine E - junioren mannschaft. wie gestaltet ihr den langfristigen trainingsplan? von der wahrte des dfb her soll man ja die techniken in der grobform schulen. das geht natürlich nur, wenn ich viele wiederholungen habe und dem leitsatz:"wiederholen, ohne zu wiederholen!" folge... ergo: die kinder den spass am techniktraining nicht verlieren. bis hierhin klar. doch wie macht ihr das? trainiert ihr zwei wochen lang (4 trainingseinheiten) eine finte, also bevorzugt ihr die blöcke? baut ihr die koordination in jedes training (ich persönlich versuche die immer und überall zu schulen), oder macht ihr eine einheit komplett nur zur KO?
    ich denke das wichtigste ist bei diesem blocksystem dann wirklich die frage: habe ich genug abwechslung wenn ich über lange zeit hinweg nur eine technik schule?


    würde mich über ein paar gedanken von euch sehr freuen.


    grüße vom schleifer

    grüß dich peter pan,


    hoffe, daß meine antwort nicht schon hinfällig ist und du bereits ein weltklasse trainer bist :D :D ...


    aber im ernst: was der dfb als kinderfußball vorgibt ist schon in ordnung und kann man so ruhig aufgreifen, zumindest wenn man noch kein alter hase ist. ich versuche mich immer dran zu halten, habe aber schon n bissl selbst getüftelt...


    probiers mal so: 1.überleg dir, was den kindern am meisten spass macht (technik also dribbling, spannschuß etc.; oder lieber koordination, lieber viele spielformen?)


    2.danach setzt du den schwerpunkt.


    3.ich denke du machst nichts falsch, wenn du folgende methodische schritte aufgreifst:


    aufwärmen: -lass die kinder abwechslungsreiche bewegungsarten durchführen (mit/ohne ball); dass kann zunächst volkommen losgelöst vom thema sein, denn die aufwärmung ist lang
    -anschließend stimme die kids ein (immer spielerisch: zum bsp. wenn du körpertäuschung machst, lasse sie die täuschungen durch das fangsspiel "hase und igel"
    kennenlernen
    hauptteil: -je nachdem, ob der schwerpunkt neue bewegungsabläufe beinhaltet (z.b. bei täuschungen die glaubhafte körperbewegung), lasse die kinder die sequenz im selbstversuch
    erlernen (versuch hier schon wettkampfcharakter einzubauen, um schritt für schritt die bewegung zu festigen u. die belästung zu erhöhen)
    -ist deine truppe diszipliniert und technisch versiert, kannst du den schwerpunkt durch üben (bei täuschungen: aus dem lauf, fußwechsel, dynamisch, zusätzl. koordination etc.)
    festigen. auch hier wettkämpfe pflicht!
    -überwiegen sollten die spielformen, also ist der nächste schritt die spielnahe anwendung der technik (bei täuschungen: "angreiferfreundl." 1:1 mit sonderregelungen)
    schlussteil: -ganz klar: alle spielformen vom 2:2 bis 7:7


    so baue ich mein training auf, wenn ich meine E - Junioren habe...
    bei deinen "alten" kindern befindest du dich schon im Übergang, d.h. die kids müssten eigentlich zuhören können und eine relativ große aufmerksamkeitsspanne haben.


    so, hoffe das hilft um die nächsten trainingsstunden etwas zu vereinfachen.

    Marcel_18hl


    japp!! ich denke immer, dass ich genau deswegen den trainerjob von anfang bis ende durchziehen werde. das lächeln auf den kindergesichtern zu sehen, zu wissen dass die kinder bei deinem training spaß haben :thumbup: . natürlich freut man sich über sichtbare lernfortschritte mindestens genauso.

    Hallo,


    also ich denke auch: wozu die zweikampfschwäche deiner jungs nicht einfach ignorieren und stattdessen den kontaktfreien fußball fördern. mach den kids klar, dass sie zweikämpfen durch schnelles spiel aus dem weg gehen können. sag ihnen. sie sollen immer ein schritt schneller sein als der gegenspieler.