Beiträge von der_schleifer

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    Hey Thomekz


    Als E - Trainer gibts gewisse Schwerpunkte, die man einhalten sollte. Orientier dich an denen. Im Sinne einer kindgerechten Ausbildung solltest du die erste Trainingseinheit so gestalten, dass die Kinder auch mit Sehnsucht an die nächste einheit denken... Also Spaß ohne Ende! Ich würde zunächst nachfragen, was sie genau mit dem vorherigen Trainer gemacht haben und ob das toll war oder nicht.
    Versuch mal die erste Einheit komplett spielerisch zu gestalten (die Techniken, die du trainieren möchtest kannst du ja verstecken), also ein Koordinationsspielchen, ein Dribbelspiel und dann ein Torschusswettkampf und ein paar kleine Fußballspiele. Da kannst du gleich herausfinden, welche Entwicklungsschritte die Kids schon gegangen sind, während sie in die Spiele vertieft sind.
    Auf eines musst du allerdings achten: Mach ihnen klar, dass es bei dir gewisse Regeln einzuhalten gibt... Manchmal neigen Kinder in diesem Alter zu der Denkweise, dass sie im Training schön spielen können aber nicht zuzuhören brauchen und es dafür keine Konsequenzen gibt.


    Was du auch tust, du machst es schon.
    Grüße vom Schleifer

    servus,


    also als ich vor der letzten saison mit meiner e-mannschaft eine alterklasse höher gewandert bin, bot sich ein mannschaftskollege aus der herrentruppe an, mir zu helfen. er hatte vorher keine erfahrung mit kinderfußball. da ich ihn schon lange kenne, hab ich ihn auf ein bier eingeladen und erst mal das nötigste erklärt (verwaltungs- und papierkram, generelle zielstellungen im kinderfußball usw.). dann hab ich ihm alle kontaktinfos der eltern und kinder übermittelt und auch noch ein dfb-lehrbuch mitgegeben.


    was soll ich sagen: nach ein paar trainingseinheiten als "helfer" (er war zu beginn auch noch etwas schüchtern und wollte nicht gleich voll durchstarten, sondern lieber erst mal schauen wie es geht) entwickelte er sich schnell zum guten assistenten, dessen meinungen ich auch immer ernst nahm. er kam mit zum lizenz-lehrgang und lernte schnel die kids kenen. dann hab ich ihm vor jedem training die aufgabe gegeben einige fangspiele zu suchen und er durfte sie dann erklären. in der nächsten saison wird er die e2-junioren leiten und ich muss sagen, ich habe ein gutes gefühl dabei...


    man muss halt wirklich auch seine assistenten "trainieren" und ihnen den spass am training mit kindern vermitteln, dann kommt der wissensdurst und die professionalität von ganz allein.


    greetz vom schleifer

    servus!


    also viererkette muss unbedingt sein! nicht nur weil die kinder ballorientiert verteidigen sollen, sondern weil auch mit einer homogenen viererkette die abseitsregel mit all ihren tricks sehr gut trainiert und auch verstanden werden kann. zudem kann man mit offensiven außenverteidigern ein offensivlastiges spiel über die flügel am besten umsetzen, weil die kinder früh lernen, sich in den angriff mit einzuschalten. und man kann auch kinder auf diese außenpositionen setzen, die vielleicht nicht so gern in der abwehr spielen und so wird ihrer offensiven neigung rechnung getragen.


    natürlich dauert es monate, bis eine viererkette eingespielt ist aber ich denke, die mühe ist es wert.


    der schleifer

    moin,


    hast du ein persönliches problem mit mir? kommt mir zumindest so vor, wenn du krampfhaft versuchst, irgendwelche beiträge mit anderen zu vergleichen. wie wärs mit einem kommentar zum thema? "nichts für ungut"


    und meine philosophie hat sich nicht verändert. es kommt mir natürlich nicht aufs gewinnen an aber auf 100%ge trainingsbeteiligung, v.a. weil ich mir den a.... aufreiße um immer was neues anzubieten. und ich steh auch noch zu meinem wort und sage, dass den kindern siege nicht so wichtig sind, nur die art und weise wie man gewinnt oder verliert ist ihnen (und mir) wichtig! das erklärt sich auch von selbst, weil kinder auch nicht so schöne dinge sehr schnell vergessen können (mit den richtigen worten vom trainer). außerdem sprach ich irgendwo mal von einzelnen spielen (nicht von einer bisher unglücklichen saison, wie es bei meiner e-jugend der fall ist). wir sind aber auch gerade im ersten jahr der neuen altersklasse, also die jüngsten und eigentlich ist alles in ordnung.... ich versuche trotzdem immer wieder das bestmögliche ergebnis für die kinder rauszuholen; in diesem fall möchte ich sie ein bisschen zu ihrem glück zwingen, weil ich glaube, dass man mit einer einzigen trainingseinheit die wende in unserer bisher unglücklichen saison herbeizuführen.


    sorry für die umschweife, aber ich glaubte, mich rechtfertigen zu müssen.


    schleifer

    Zitat

    Wenn es aber darum geht wer wie gut mitmacht, wer wie gut und schnell lernt, wer die meisten Fortschritte macht dann denke ich wird das ein sehr kurzweiliger Effekt welcher 1-2mal funktioniert und wird dann seinen Reiz verlieren.

    das glaube ich nicht! meine truppe ist noch nicht lange in der aktuellen besatzung zusammen und wir haben bisher erst 2 turnier gewonnen und sind mit einem pokal nach hause gekommen. die jungs sind also heiß auf jede art von metall!! als meine f-junioren den dritten platz und damit das erste mal eine medaille gewonnen hatten, habe ich von einem der kids gehört, dass er dass ding nicht mal zum duschen :D :D abgenommen hat. ein anderer hatte sie mit ins bett genommen. ich glaube eher, dass sie sich gegenseitig so hochpuschen werden und wetteifern, dass ich sie dann wieder bremsen muss. und generell sind solche leistungsbestätigungen eine derartige motivation und stärkung des selbstvertrauens.


    das mit dem wahltraining habe ich auch schon versucht und ich frage die jungs immer wieder, wo wir uns mit unseren zielen treffen... d.h. ab und an spielen wir nur im training und sie dürfen sich eine übung aussuchen bzw. wenn einer geburtstag hat, ernenne ich ihn für diesen tag zum co-trainer.


    trotzdem danke für eure antworten

    @zwerg: danke für deinen zuspruch. du hast recht wenn du sagst, man müsse die öfter verteilen. ich habe wahrscheinlich vorrangig an meinen geldbeutel gedacht, aber wie gesagt kosten die teile nur 0,50 €.


    desweiteren trifft es zu, dass ich keine leistungsmannschaft habe. viele sind neueinsteiger und fünf oder sechs könnten richtig stark sein. vielleicht liegt aber in diesen niveau-unterschieden die chance: ich wollte es nämlich so handhaben, dass die kids nicht erfahren, wen ich nach dem training besonders auffallend fand (dann könnten sie sich ja auf ihren lorbeeren ausruhen ;) ).


    aber jeden monat geht dann doch ganz schön ins geld... es sei denn, man entscheidet sich für die wander-medaillen-option. nur: wie garantiere ich, dass die kleinen die medaillen auch wieder hergeben nach dem abgelaufenem monat? mit einem pfand? oder droht man damit, diese methode bei unehrlichkeit einfach nicht weiterzuführen?


    an sich reizt mich diese idee vor allem wegen der motivation für die "schwachen". man kann ja als trainer auch mal ein bisschen hilfestellung geben und ein kind für eine medaille nominieren, was zwar nicht wirklich fußballspielen kann, sich aber merklich anstrengt.


    fragen über fragen!!! =)
    der schleifer

    hallo trainerkollegen,


    ich habe eine kurze frage und möchte auch eine kleine diskussion starten:
    nachdem ich im training öfter mal bemerkt habe, dass einige kinder sich lieber streiten bzw. auch manchmal lustlos sind, kam mir heute eine idee. natürlich habe ich mich vorher gefragt, ob nicht zufällig ich bzw. meine trainingsmethoden der auslöser für solches verhalten sind, habe aber nach eingehender prüfung mit mir selbst festgestellt, dass ich viele verschiedene charakter in meiner mannschaft habe und die truppe noch nicht homogen genug ist... v.a. auch, weil wir in dieser saison oft verloren haben fehlt mitunter eine gewisse grundeinstellung bzw. trainingsbereitschaft. reden nützt auch nicht mehr viel, vielleicht sind die kinder auch übersättigt oder wollen wieder an die frische luft... keine ahnung. zu meiner idee:


    ich habe bei einem pokalshop sechs medaillen bestellt und habe nun vor, diese jeweils zur halbserie an die engagiertesten kinder im training zu verteilen. doch jetzt kommen mir wieder zweifel an mir selbst und an dieser idee. was ist mit denen, die es nicht schaffen sich so eine medaille zu verdienen (die teile kosten 50 cent pro stück und sind aus billigem metall, aber die kids interessiert das ja nicht)? zum trost wollte ich die dinger als wandermedaille verteilen, also halbjährlich. sicher steckt da auch ein pädagogischer nutzen dahinter und sicher werden sich mindestens die hälfte der kinder mehr anstrengen im training. doch mache ich hier das richtige???


    teilt mir ruhig eure meinungen mit..... frei von der leber! :D


    schleifer

    Zitat

    Aber taktische Mittel wie Stellungsspiel oder Übersicht bei einem 01er/02er Jahrgang?


    Hier geht es doch eher um die spielerische Bewegungserfahrung.

    ohne zweifel. ich meinte dass gewisse "taktische dinge" (einfach zu sehen, wen ich am besten anspiele... wo ist der korb um den ball hineinzuwerfen. dafür muss man ja zwingend! den blick nach oben werfen) generell mittrainiert werden, was auch gut ist. genau das erspart mir ja im kinderfußball das augenmerk auf ein taktiktraining zu legen. selbstverständlich gehören diese dinge nicht als schwerpunkt in eine f oder e-jugend! wie du richtig sagst geht es um bewegungserfahrungen und diese werden durch kleine, sportartfremde oder breitensportliche spiele verfeinert.



    grüße, der schleifer

    servus,


    nich schlecht, 17 und schon c-lizenz.
    generell schadet es nicht, mal über den tellerand hinaus zu schauen und einige andere sportarten anzubieten. im grunde ist das kurze einbauen von elementen anderer sportarten wie koordinationstraining, denn im rugby, basketball etc. werden andere bewegungsabläufe gebraucht. die kinder lernen also spielerisch neue bewegungen und erweitern zusätzlich noch ihren taktischen horizont. zudem enthalten mannschaftssportarten wie basketball und rugby auch elemente der spielübersicht, stellungsspiel usw. in maßen also kann man das hin und wieder gefahrlos einbauen (mit rugby und überhaupt harten kontaktsportarten wäre ich vorsichtig, da rauschen bestimmt einige öfter mal mit dem kopf zusammen), man muss nur aufpassen, dass man die kids nicht übersättigt. ich hatte auch eine zeitlang versucht andere sportarten ins training einzubauen und öfters kam dann mal der spruch: warum spielen wir basketball, ich will fußball spielen! erkläre den kindern dein beweggrund.


    grüße

    hallo uwe,


    glaubst du wirklich, dass der dfb in der hauptsache werbung betreibt, um etwas altes als neu zu verkaufen? du sagst es ja selbst... man muss sich nur den deutschen fußball der letzten jahre mal anschauen um zu wissen, dass die jugendarbeit nicht auf dem neuesten stand ist. aber ich glaube nicht, dass es ziel des dfb ist, dies zu verschleiern. im gegenteil, der dfb hat ein berechtigtes interesse die übungsleiter zu erreichen, denn sonst geht es ja nicht vorran.


    und natürlich: die jugendarbeit war vor 20 jahren nicht so viel anders, die rahmenbedingungen haben sich nur rapide verschlechtert. der jugendsport hat es mit einer computergeneration zu tun, denen das sporttreiben (nicht nur im fußball) völlig fremd ist und wo andere dinge wichtiger sind. hinzu kommen sachen wie "terminkindheit" und dass es immer weniger platz zum einfachem nachmittagskick gibt. hat skandinavien mit seiner geringen bebauungsdichte da ein problem?? nicht wirklich! der fußball in deutschland hat es schon nicht einfach (der geburtenrückgang und im gegenzug rekord-mitglieder-zahlen in den vereinen). und wer muss es ausbaden? die kleinen vereine an der basis, die für diese entwicklungen nicht im mindesten gerüstet sind.


    im gesamten gesehen: der dfb steht vor einer übermächtigen aufgabe und hat natürlich zu spät eingesehen, dass eine reform in sachen jugendarbeit unerlässlich ist... klar das noch die erfahrungswerte fehlen aber wenn ich mich unter schwersten bedingungen weiterentwickeln muss und mir nur steine in den weg gelegt werden, dann kann der deutsche fußball in wenigen jahren mit hervorragend ausgebildeten jugendlichen fußballern rechnen..... weil ich halt erst mal eins auf die fresse kriegen muss, um daraus zu lernen. andere länder, die in der kritik stehen und von oben auf uns herablächeln können nicht von sich behaupten, mit solchen bedingungen kämpfen zu müssen... ich finde halt, dass der dfb da auch etwas lob und nicht nur schmähung verdient hat. die leute machen ihren job.


    aber hast schon recht: ein ausbildungskonzept allein reicht für den berühmten tellerand nicht aus. deswegen meine devise: fortbilden wo es nur geht!!!


    rock 'n' roll vom schleifer

    moin


    Zitat

    Wie gesagt, ich will niemandem verbieten, nach dem Richtlinien des DFB's vorzugehen, ich selber halte es für zu altbacken.


    der dfb ist immerhin unser dachverband und versucht schon seit langer zeit ein einheitliches ausbildungskonzept an die basis zu bringen. ich wette, dass da eine menge leute dran gearbeitet haben die allesamt auch eine menge ahnung und erfahrung im bereich jugendfußball haben. und "altbacken" ist das definitiv nicht! im gegenteil, es fließen eine menge aspekte aus der modernen erziehungswissenschaft hinein (ich weiß es, weil ich auf grundschullehramt studiere und mich mit diesen themen beschäftigen musste). da einzige problem der dfb-philosophie ist lediglich, dass sie enorme anforderungen an das pädagogische feingefühl des trainers stellen... und für mich gehört zu einer guten jugendfußballphilosophie auch, dass man weiß, wie man mit schulkindern umgehen muss. und da leistet der dfb sehr gute aufklärungsarbeit und ist anderen konzepten weit vorraus!


    der schleifer

    hallo leute


    Zitat

    Mir ist keine Instanz bekannt, die vorschreibt was wann beherrscht werden muss

    es gibt sehr wohl eine und zwar keine geringere als den dfb, der klare ausbildungsziele für bestimmte altersklassen festlegt. und die sind auch gar nicht mal so dumm, wie viele immer meinen. das problem bei solchen zielen ist nur, dass sie nicht sofort sichtbar sind und einige geduld vom übungsleiter vorraussetzen. es hat auch einen sinn, diese ziel zu verfolgen, denn wenn ich ein c- oder d-jugend trainer wäre, würde ich mich darauf verlassen wollen, dass meine mannschaft in der f- und e-jugend ausreichend in der individuellen technik des fußballs geschult worden sind. mannschafts- und gruppentaktik gehört nun mal nicht in den u10 - bereich, zumindest nicht in form von komplexeren übungen. es ist ja auch logisch: warum sollte ich erwarten, dass meine kinder etwas über spielintelligenz und spielübersicht lernen, wenn sie noch nicht mal optimal den ball annehmen, geschweige denn abspielen können? zuerst muss die motorik und darauf aufbauend die grundtechnik sitzen... dann kann ich beginnen vom individuum zum gruppengefüge überzugehen. eine eindeutige kausale kette!


    schleifer

    hallo franz


    hut ab. ich glaube mein vorredner und ich wir sind sehr froh darüber, dass es doch noch übungsleiter gibt, die über den tellerand hinwegschauen und vor allem auch bereit sind ihre ansichten zu hinterfragen... und du triffst meiner ansicht nach den nagel auf den kopf! es ist zwar schon nicht falsch, kreisligaspiele bzw. spiele außer der wertung durchzuführen, aber dass bereits in der f-jugend (teilw. bei den bambinis) schon meisterschaften ausgespielt werden ist völlig falsch. und das ist die schuld der landes- und kreisverbände.



    grüße von dem schleifer

    hallo kollege,


    ich habe eine wahrscheinlich nicht befriedigende antwort für dich: lass die kinder gewähren. es gibt keinen besseren beweis dafür, dass sich alle kinder reinhängen im spiel wenn sie alle in der nähe des balls sein wollen. wenn du ihnen sagst, dass sie die freie seite besetzen sollen, werden sie es nicht verstehen (ich wette, auch wenn du es ihnen völlig plausibel erklären würdest). warum? als kind habe ich auf dem spielfeld nur ein ziel: ball erkämpfen und richtung tor starten! ist auch völlig in ordnung so, denn wenn sie schön brav die freien räume nutzen würden, würden sie in den momenten, in denen der gegner mit 3 oder 4 mann angreift, an der falschen stelle stehen (meiner ansicht nach ein phänomen im kinderfußball). ein weiterer negativer effekt wäre, dass du sie mit positionsgedanken auf eine bestimmte stelle zwingst, an der sie nicht unbedingt agieren wollen und im endeffekt unterbindest du ihren kindlichen spieltrieb... also den motor eines jeden kinderspiels.


    einen riesigen vorteil hat außerdem das gerenne auf den ball: das ballorientierte angreifen und verteidigen (was den modernen fußball ausmachen sollte) wird hier komplett spielerisch trainiert! außerdem wird gewährleistet, dass jedes kind in diesem gewühl irgendwann an den ball kommen kann und auch erfolgserlebnisse aus dem spiel mitnimmt.


    ich hoffe ich konnte dich bekehren oder zumindest etwas zum nachdenken anregen,
    grüße

    also:


    aufwärmen = muss nach meinem dafürhalten zumindest im ersten teil nicht sofort das thema der stunde aufgreifen und kann allgemeine koordination schulen. besonders viel spaß und freude hatten meine e - junioren erst letztens bei folgendem: 2 gruppen, innerhalb diesen wenn möglich in paare aufteilen ansonsten halt immer die ersten zwei. ein starthütchen und in 5 - 10 m entfernung ein weiteres hütchen. es geht sofort um die wurst. die gruppen, bzw. die zwei ersten paare treten gegeneinander an und müssen in zusammenarbeit einige laufspiele um die markierungen erfüllen.
    hier ein paar beispiele: 1.ein leibchen wird als verbindungsstück in die hosen gesteckt und nun muss das paar im zügigen tempo die markierung umlaufen ohne das leibchen festzuhalten oder es zu verlieren; 2.kinder haken sich mit den armen ein und laufen vorwärts, rückwärts oder seitwärts (geht auch mit springen u.ä.); 3.die kids stehen sich gegenüber (wir sind immer noch in den paaren) und fassen sich bei der hand und laufen los, also eins vor- das andere rückwärts; 4.besonders beliebt sind schubkarre, den partner an den armen um die markierungen ziehen


    ->eine spaßige sache die trotzdem eine menge koordinatorischer bewegungsaufgaben, auch oder gerade durch das zusammenarbeiten mit dem partner enthält. außerdem fördernd für den teamgeist durch die kooperative aufgabenstellung.


    das gute an diesem 2 - hütchen - aufbau: da die dinger normalerweise nebeneinander stehen, bilden sie schon ein viereck... optimal für ein fangspiel geeignet. nehmen wir an dein thema ist dribbling; da kannst du ein fangspiel mit X fängern und X läufern austragen, alle kinder mit ball - so kann man die kids auch noch mal kurz scheuchen und dann in ruhe zum technikteil übergehen. regeln für das spiel: fänger spielen die bälle weg (während sie ihren natürlich sicher führen müssen) oder schießen sie mit den eigenen ab. die läufer nehmen nach einem treffer den ball in die hand und müssen erlöst werden (kennst du sicher :] ) .. auch hier: allein durch leichte variation im erlösen-teil (auf dem ball sitzen, ein anderer erlöst durch kurzes kicken; krabbeln durch die beine, bocksprung etc.) wird das ungemein spannend.... UND auch lehrreich :D man macht ja nichts ohne hintergedanken!


    hauptteil = ungemein viele möglichkeiten in puncto dribbling-- kann und will ich nicht aufzählen
    aber hier was zur attraktiven spielform-gestaltung. -sich bewegende tore (zwei leibchen zusammenrollen, verknoten und einen helfer ranholen), die die kids von beiden seiten treffen können. verständlicherweise bewegt es sich fortlaufend im feld. -wieder ein oder zwei leibchen nehmen und zusammenknoten (zu einem ball-ähnlichem gebilde) und die kids auf zwei relativ große tore in kleinen gruppen spielen lassen (am besten in der halle).


    ich hatte schon viele erfahrungen mit spielchen und übungsformen die unterschiedlich aufgenommen wurden, aber die besten habe ich immer mit einführenden motorikübungen: zum beispiel auch noch eine kleine eigenkreation, wie das mit den partnerläufen: zoolauf :) (geeignet für junge kicker wie f oder bambinis)...
    aufbau ist wieder das vierreck: einen eckpunkt als startposition bestimmen und dann eine story erzählen:"der zoo ist ausser rand und band. die tiere wollen zurück in die natur und müssen dafür die wachen (eckpunkte) umgehen... zeigt mir mal wie der löwe ausbricht."... und schon gehts ab. die kinder sollen die tiere durch einsatz ihrer stimme und motorik nachahmen und um die hütchen zum startpunkt zurückkehren (tiere variieren und den ball kann man auch einfügen ->känguru transportiert das baby (ball) im beutel (unterm tshirt ohne den ball festzuhalten).


    ist auch sehr lustig mitanzusehen und man freut sich einfach über das lachen der kids.
    am meisten kann man immer in der halle machen... und dort (wage ich zubehaupten) ohne auch nur einmal in der ganzen hallensaison etwas doppelt zu trainieren.



    so das reicht. =) viel spass beim eventuellen ausprobieren,
    grüße vom schleifer

    mal ehrlich...


    das "sie" ist eine deutsche erfindung. ich kann natürlich nicht behaupten, dass es in JEDEM anderen land mehrer formen der anrede gibt aber der englische sprachraum zum beispiel kennt das nicht. und ich glaube, dass wir deutsche genau deshalb öfter als "kühl" und "distanziert" gelten, weil wir durch unsere förmliche haltung (das sie zum beispiel) so erzogen worden sind. im englischsprachigem raum habe ich dieses klishee durch viele gespräche mitbekommen und finde es ehrlich gesagt nicht so toll, welche meinung die von uns haben. und den kindern wird beigebracht, das es einen gesellschaftlichen unterschied zwischen "du" und "sie" gibt, was aber totaler blödsinn ist. bin ich jemand besonderes, dass man mich anders anreden soll?? kinder wissen doch mehr als genau, dass erwachsene mit respekt behandelt werden wollen und dass man mit ihnen nicht reden kann wie auf dem schulhof mit den kumpels.


    ich persönlich bin da wohl der kumpeltypen der kinder, der allein durch sein wohlwollendes und auch sehr freundliches auftreten sich respekt verschafft. ab und an kann man auch mal laut werden und so zeigen, dass man nicht jeden spass versteht. die richtige mischung machts. aber nur durch das wörtchen sie wird die nicht erreicht.

    ...mal ganz davon abgesehen, dass die kinder das geld von den eltern bekommen und das oft nicht zu knapp. ein einsehen werden viele da nicht haben, weil sie schnell herausfinden wie man ein solches system sogar noch "geschickt" umgehen kann indem man zum beispiel andere provoziert und die dann die strafe zahlen müssen (nur mal als krasses beispiel).


    es würde einen eigentlich nur wehtun, wenn man das eigene geld für solche dinge rausschmeißt aber solange die kids kein eigenes einkommen haben wirkt das meiner meinung nach nicht.

    grüß dich


    als a - junioren trainer hast du es mit einer (fast) schon erwachsenen truppe zu tun. aber eben nur fast. ich vermute viele deiner jungs nehmen fußball in diesem alter nicht mehr so ganz ernst bzw. merken erst im spiel, dass es um was geht. die jungs sind aber durchaus bereit, leistung zu erbringen und sich dir unterzuordnen. als ich a - junior war, konnte ich mich nicht wirklich mit unserem damaligen trainer identifizieren... ergo habe ich nicht mit so viel sicherheit gespielt, weil der trainer total ruhig am rand war, nichts aufmunterndes gesagt hat usw.


    als erstes musst du die truppe (wie du richtig gesagt hast) erreichen. hängt natürlich von jedem selbst ab aber der beste weg führt für mich über den "kumpeltyp". sei humorvoll, mach mal ein späßchen im training mit und lass sie nicht an die tabellensituation denken. zeig ihnen, dass du an sie glaubst aber mache ihnen klar, dass es ohne den eigenen siegeswillen auch nicht aufwärts geht.
    doch auch ein kumpeltyp muss mal sauer werden dürfen:


    Zitat

    Ich als Trainer war nach dem Spiel natürlich arg angefressen, aber die meistens Spieler gehen lachend vom Feld. "Gott sei dank haben wir nicht 10 bekommen" "HAHAHA". Da bekomme ich mehr als einen dicken Hals.

    In der Situation musst du alle spieler in der kabine mal auf deutsch gesagt die meinung geigen. dabei gehts aber nicht um die lautstärke deiner rede, sondern stelle ihnen doch auch mal fragen wie: "wollt ihr absteigen, damit die spiele wieder einfacher werden?" erfrage ihre ansicht zu ihrem verhalten und stichel ruhig mal ins ego. die kerle werden auf jeden fall eins haben und bei vielen definiert sich das über fußball. wie gesagt: du musst dir nicht alles bieten lassen.


    du brauchst aber mehr geduld. nur mit mit viel harter arbeit kanst du harmonie UND leistung unter einen hut bringen, und zwar nur, wenn dir die spieler vertrauen und du ihnen rückendeckung gibst.
    mein rat: versuch es weiter!


    schleifer

    hui hui.... ein handfestes streitgespräch. :!:


    aber mal ehrlich. ihr würdet, wenn ihr mit euren beiden meinungen auf einen nener kommen könntet, zumindest der philosophie des dfb (der hier erschreckenderweise noch gar nicht erwähnt wurde) sehr viel näher kommen. by the way: ist es wirklich so fördernd für unseren sport, wenn sich einzelene vereine eine philosophie "ausdenken" und diese als non-plus-ultra deklarieren? ist das nicht auch nur ein schritt in richtung "ich mach meine sache und du deine"?? also haben wir, wenn jeder verein oder jede jugendleitung ihre eigene philosophie macht, nichts anderes als das, was andre ignorante trainer nennt... eben nur auf vereinsebene! und dabei spielt es nicht unbedingt eine rolle, ob das "team" sich in der ausarbeitung des konzeptes zusammengetan hat (meist bestehen solche teams auf dorf- oder kleinstadtebene aus zwei bis drei verantwortlichen... also auch nich besser als der autarke, sture trainer).


    und genau das meine ich, wenn ich sage dass der dfb noch nicht erwähnt wurde: die jungs vom dfb leisten gute arbeit und haben profis und wissenschaftler zur verfügung... und nebenbei gesagt einige jahrzehntelange erfahrung in der förderung des fußballsports in deutschland. was denen fahlt, ist (wie man ja an solchen diskussionen sieht) die erreichbarkeit zur basis. warum eine vereinsphilosophie? der dfb hat schon längst eine konzeptionelle philosophie des kinder- und jugendfußballs erstellt und einige inhalte sind, natürlich neben der pflege des sportes, auch die zusammenarbeit zwischen verband und vereinen. und wie viele können sagen, dass das konzept des dfb falsch ist? diejenigen, die das behaupten, sollten sich erstmal umfassend damit auseinandersetzen.


    andre sind die trainer ein dorn im auge, die sich nichts sagen lassen und ihre position als selbstdarstellungszweck nutzen. mit recht... ich kenne soclhe leute auch aus meinem verein und glaube, dass sie die arbeit mit unserem nachwuchs gefährden (klingt etwas hart, ich denke aber in die richtung). andererseits kann ich auch willi verstehen, denn jeder opfert seine freizeit für die kinder. die frage ist aber trotzdem: zu welchem preis? wenn ich merke, dass meine studienrichtung total gegen meine interessen läuft, dann wechsel ich sie. sollte ich es nicht merken, könnte ich später probleme bekommen. im fußball ist es auch so. wenn ein trainer nicht merkt, dass er offensichtlich dauerns mist baut und dann nicht mal den anstand hat, seine fahler zuzugeben.. weg mit ihm! zumindest für eine gewisse zeit. die gegensituation wäre, dass er weiter mist baut, keiner mehr lust hat ihm was zu sagen und er den kindern/jugendlichen den spass am fußball nimmt.
    es gibt nun mal leute, die für den trainerjob nicht geschaffen sind und diese müssen das irgendwann einsehen!!


    gruß